Wissenswertes über das Schnarchen

Viele Ehefrauen wissen darüber Bescheid. Denn es ist ziemlich lästig, wenn schnarchende Männer auch den Frauen mitunter schlaflose Nächte bescheren. Es gibt anatomische Veränderungen, die das Schnarchen fördern können. Hier sind etwa Polypen sowie große Mandeln anzuführen. Dies kann in einer Operation behoben werden, aber es gibt auch andere Hilfsmittel, um in der Nacht Ruhe zu haben. Hier sind Protrusionsschienen zu nennen, die wie eine Zahnspange wirken. Die Schiene wird unter den Unterkiefer geschoben und das Teil ist entweder ein- oder zweiteilig. Sie wird vom Zahnarzt angepasst, um optimal wirken zu können. Betroffene müssen mit Kosten von 700 bis 900 Euro rechnen. Im Internet gibt es die Schienen auch zu kaufen, sind aber nicht immer empfehlenswert. Ingo Fietze, ein Schlafmediziner, meint, nur ein Zahnarzt kann die Schiene persönlich richtig anpassen. Der Druck auf die Zähne durch die Schiene muss stimmen, denn der Unterkiefer wird fixiert. Passt das Ergebnis nicht, werden die Zähne geschädigt oder sie lockern sich sogar. Tests von Protrusionsschienen aus dem Internet zeigen aber durchaus gute Ergebnisse auch bei nicht individuell angepassten Schienen.

Schnarchen stoppen

Auch Nasenklammern sind hilfreich, um das lästige Schnarchen zu beseitigen. Es gibt auch Nasenstrips oder Nasenpflaster dagegen. Diese sorgen für ein freies Atmen durch die Nase in der Zeit der Nachtruhe.  Die Mundatmung beim Schnarchen wird damit verhindert und reduziert das Schnarchen. Auch digitale oder mechanische Anti-Schnarchapparate gibt es zu kaufen. Schnuller sowie Kinnbinden sind eines dieser Hilfen, um den Unterkiefer fixiert zu halten.

Anti-schnarchapparate Sprays kaufen schnarchen stoppenAuch Sonden sowie Messgeräte können die Schnarchgeräusche im Zimmer überwachen. Sie geben Ton- sowie Lichtsignale ab, sobald die betreffende Person zu schnarchen beginnt. Daneben können auch Tropfen oder Sprays helfen, das Schnarchen in den Griff zu bekommen. Die Atemwege müssen frei sein und mit Rückengurten, speziellen Kissen oder Shirts wird eine Seitenposition beim Schlafen ermöglicht. Denn eine Rückenlage während des Schlafens ist nicht geeignet für Schnarcher. Ingo Fietze meint jedoch dazu, dass hier wissenschaftliche Untersuchungen dahingehend fehlen, um die Wirksamkeit zu bestätigen.

Schnarchen lässt sich durch einige Maßnahmen vermindern:

  • Übergewicht reduzieren
  • vor der Nachtruhe auf Alkohol verzichten
  • auf Schlafmittel verzichten
  • Seitenschlafposition
  • Schlafmediziner aufsuchen

Es ist für Schnarcher wichtig, Gewicht zu reduzieren. Bei Übergewicht nimmt das Schnarchrisiko zu und begünstigt außerdem Diabetes. Auch Fettgewebe im Bereich des Rachens kann zu Schnarchen führen. Für Schnarcher gilt die Regel, vor dem Zubettgehen keinen Alkohol zu trinken. Dies führt zu Muskelerschlaffung und wirkt sich negativ auf die Atmung aus. Auch ist von Schlafmitteln abzuraten, denn der Muskeltonus kann dadurch herabgesetzt werden. Eine Seitenschlafposition ist für Schnarcher empfehlenswert. Wird die Schlafqualität dadurch nicht beeinträchtigt, soll man diese Position beibehalten. Die Protrusionsschiene soll vom Arzt angepasst werden, aber auch Nasenpflaster sind hilfreich. Ein Schlafmediziner sollte alle zwei Jahre aufgesucht werden. Dieser kontrolliert, ob sich eine Apnoe, also Atemaussetzer in der Schlafphase, heraus kristallisiert.