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	<title>B.L.O.G. - Bissige Liberale ohne Gnade</title>
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	<description>Bürger zur Sonne, zur Freiheit!</description>
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		<title>Das liberale Reinheitsgebot</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 20:49:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsatzfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Autor dieser Zeilen hat nicht zu denen geh&#246;rt, bei denen sich angesichts des Ergebnisses der FDP bei der letzten Bundestagswahl Triumphgef&#252;hle eingestellt h&#228;tten. Denn dass diese Gesellschaft, oder besser: diese Summe von Gesellschaften, die da zur Wahl ging, pl&#246;tzlich zu einem f&#252;r deutsche Verh&#228;ltnisse derart hohen Prozentsatz liberal geworden sein k&#246;nnte, konnte er grunds&#228;tzlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Autor dieser Zeilen hat nicht zu denen geh&#246;rt, bei denen sich angesichts des Ergebnisses der FDP bei der letzten Bundestagswahl Triumphgef&#252;hle eingestellt h&#228;tten. Denn dass diese Gesellschaft, oder besser: diese Summe von Gesellschaften, die da zur Wahl ging, pl&#246;tzlich zu einem f&#252;r deutsche Verh&#228;ltnisse derart hohen Prozentsatz liberal geworden sein k&#246;nnte, konnte er grunds&#228;tzlich ausschlie&#223;en. Viel wahrscheinlicher war, dass vom GroKo-Kurs entt&#228;uschte prinzipielle Unionsw&#228;hler Zuflucht bei der Partei gesucht und gefunden hatten, die ihnen mit Steuersenkungen etwas versprach, was mit zu dem Paket geh&#246;rte, das ihnen 2005 versprochen, dann aber nicht geliefert wurde.</p>
<p><span id="more-5234"></span>
<p>Nun hat der gesch&#228;tzte Mitblogger Karsten nat&#252;rlich v&#246;llig recht, wenn er <a href="http://www.linksundliberal.de/das-ampelmannchen/">feststellt</a>, dass liberal zu sein, nicht nur das Eintreten f&#252;r Steuersenkungen bedeutet. Im Prinzip ist das sogar eine f&#252;r einen Liberalen &#252;berfl&#252;ssige Forderung, denn wenn sich ein Staat nach den Prinzipien ausrichten w&#252;rde, die aus liberaler Sicht angemessen w&#228;ren, w&#252;rden die sich anh&#228;ufenden &#220;bersch&#252;sse im Etat schon von selbst nach einer Entlastung der B&#252;rger rufen. Was aber logisch keinesfalls geht, ist, bei den allgemeinen Rufen nach staatlicher Einmischung kr&#228;ftig mitzuschreien, dann aber die Konsequenzen daraus zu verweigern und bei der Finanzierung wieder den prinzipienfesten Liberalen &#8216;raush&#228;ngen zu lassen. Insofern haben alle Kritiker von <a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/essays/parteien-der-angepasste-liberalismus;2635217">Habermann</a> <a href="http://ef-magazin.de/2010/07/27/2388-fdp-wie-liberal-sind-unsere-liberalen">bis</a> <a href="http://www.antibuerokratieteam.net/2010/08/31/mut-zur-freiheit/">Sch&#228;ffler &amp; Co.</a> durch und durch recht, und der Autor dieses Beitrags erkl&#228;rt hiermit ausdr&#252;cklich seine Sympathie f&#252;r ihre Ans&#228;tze. </p>
<p>Aber das Prinzip &quot;Wer A sagt, muss auch B sagen&quot; gilt leider ebenfalls umgekehrt. Reine Ideenparteien haben in der Bundesrepublik noch nie eine Chance gehabt. Um hierzulande als Partei erfolgreich zu sein, muss man sich auf gesellschaftliche Milieus oder einflussreiche au&#223;erparlamentarische Institutionen st&#252;tzen k&#246;nnen. Bei der Union waren (und sind es immer weniger) die Kirchen, insbesondere die r&#246;misch-katholische, bei der SPD (auch immer weniger) die Gewerkschaften und (seit &#8217;68) ein Teil der akademischen Elite, bei den &quot;Gr&#252;nen&quot; die Umweltschutz- und Anti-AKW-Bewegung, die Verfechter diverser &quot;alternativer&quot; Lebensformen (als Luxus-Askese, aber auch New-Age-nah) sowie alle institutionalisierten Formen sogenannter &quot;weicher Themen&quot; (also &#252;berwiegend staatlich besoldete Beauftragte aller Art und sonstige vorgeblich sozialk&#252;mmernde Schreibtischjobs), und bei der FDP die standesrechtlich gesch&#252;tzte Schicht der Freiberufler vom Apotheker bis zum Wirtschaftspr&#252;fer. Wenn sich diese Milieus aufl&#246;sen bzw. nicht mehr von &quot;ihrer&quot; Partei bedient f&#252;hlen, verlieren die jeweiligen Parteien enorm an Bedeutung. Man sieht das bei der SPD, der das gewerkschaftliche Milieu nicht nur ingesamt etwas abhanden kommt, sondern die es z.T. auch an die &quot;Linke&quot; verloren hat, und man sieht es bei der Union, der die traditionsbewussten Christen mehr und mehr fehlen. Zugleich wird es immer wichtiger, Parteien als Marken zu positionieren, mit all den Risiken, die damit verbunden sind. </p>
<p>Der Punkt ist nun: Wenn die FDP nur von Liberalen gew&#228;hlt werden sollte, w&#252;rde sie in den Medien noch weniger vorkommen als die Piratenpartei (die wenigstens ebenfalls ein Milieu bedient) und in den Parlamenten schon gar nicht. Eine Partei, die in Deutschland &#252;ber die 5%-H&#252;rde kommen will, muss sich entweder als Protestpartei inszenieren oder konkrete organisierte Interessen bedienen. Als 1%-Partei ist man ebenso sauber und rein wie einflusslos. Die Frage ist nun, wieviel Abkehr von ihren die Stimmabgabe rechtfertigenden Prinzipien eine Partei im Austausch f&#252;r die Durchsetzung von Lobbyinteressen ertragen kann. Da ist die FDP, die sich qua Berufung eigentlich allen Lobbyinteressen verweigern sollte, in einer denkbar schlechten Position. Jedenfalls verglichen mit den Gr&#252;nen, die es geschafft haben, Subventionen f&#252;r ihre Klientel als gesamtgesellschaftlich n&#252;tzlich zu verkaufen. Genau das versucht die FDP gerade auch, wenn sie immer wieder den &quot;Mittelstand&quot; als zu bedienende Gruppe hervorhebt, denn neben &quot;Umweltschutz&quot; gibt es kaum etwas, das in den K&#246;pfen der Deutschen derart positiv besetzt ist. Aber als echter Liberaler ist man nat&#252;rlich auch kein Freund des Mittelstands, sondern vor allem ein Freund von interessengruppen-neutralen Spielregeln und Institutionen.</p>
<p>Daher verlangt, wer die FDP einem liberalen Reinheitsgebot unterwirft, im Grunde ihre Selbstbeschr&#228;nkung auf die Bedeutungslosigkeit. Ob das mehr im Sinn der liberalen Sache w&#228;re als das kleine Bisschen Sand im Getriebe, das die FDP bei all ihren Defiziten und ihrer beschr&#228;nkten Einflussm&#246;glichkeit auf gr&#246;&#223;ere Koalitionspartner letztlich doch noch darstellen kann, muss jeder f&#252;r sich selbst beurteilen. </p>
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		<title>And the oscar goes to &#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 15:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist ja schon ein Spektakel, da&#223; die Sarrazin-Gegner in den letzten Tagen vollf&#252;hren. Nat&#252;rlich sind die &#252;blichen Berufs-Betroffenen der Roth-Klasse am hyperventilieren, nat&#252;rlich wird wieder einmal unter Beweis gestellt, da&#223; Mathematik und Logik (oder gar Statistik) f&#252;r deutsche Journalisten absolute Tabu-Themen sind. Und auch sonst wird die &#252;bliche Diskussionskultur unter Beweis gestellt &#8211; politische Bewertungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist ja schon ein Spektakel, da&#223; die Sarrazin-Gegner in den letzten Tagen vollf&#252;hren. Nat&#252;rlich sind die &#252;blichen Berufs-Betroffenen der Roth-Klasse am hyperventilieren, nat&#252;rlich wird wieder einmal unter Beweis gestellt, da&#223; Mathematik und Logik (oder gar Statistik) f&#252;r deutsche Journalisten absolute Tabu-Themen sind. Und auch sonst wird die &#252;bliche Diskussionskultur unter Beweis gestellt &#8211; politische Bewertungen haben grunds&#228;tzlich faktenfrei und unbegr&#252;ndet zu erfolgen.</p>
<p>Schlie&#223;lich darf Meinungsfreiheit in Deutschland nicht bedeuten, da&#223; auch jemand seine Meinung sagt, der anderer Meinung ist &#8230;</p>
<p>Den<a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/haerteres-vorgehen-gefordert-bundesbank-schlittert-in-die-sarrazin-falle;2645714"> Vogel abgeschossen</a> hat aber jetzt Zentralrats-Vize Dieter Graumann:</p>
<blockquote><p>Die Meinung von Herrn Sarrazin hat nichts mit der Bundesbank zu tun. Daher sollte die Bundesbank auch besser nichts mit Herrn Sarrazin zu tun haben.</p></blockquote>
<p>Soll hei&#223;en: Genau <strong>weil</strong> es hier um eine klare Privatsache Sarrazins geht, die mit seiner T&#228;tigkeit bei der Bundesbank &#252;berhaupt nichts zu tun hat &#8211; genau deswegen fordert Graumann den Rausschmi&#223;.</p>
<p>Gehts noch bl&#246;der?</p>
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		<title>Mehr als Ampelm&#228;nnchen und gr&#252;ner Pfeil?</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 20:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Grundsatzfragen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bundesrepublik Deutschland h&#228;tte von der DDR &#8220;ruhig ein bisschen mehr &#252;bernehmen k&#246;nnen als das Ampelm&#228;nnchen oder den gr&#252;nen Pfeil&#8221;, meinte Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf der Festveranstaltung zum zwanzigsten Jahrestag des Einigungsvertrags. Was meint er damit blo&#223;? Alles was in der DDR an staatlichen Aktivit&#228;ten existierte war entweder auf Pump finanziert oder wurde mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesrepublik Deutschland h&#228;tte von der DDR &#8220;ruhig ein bisschen  mehr &#252;bernehmen k&#246;nnen als das Ampelm&#228;nnchen oder den gr&#252;nen Pfeil&#8221;, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,714939,00.html">meinte Bundesinnenminister Thomas de Maizière</a> auf der Festveranstaltung zum zwanzigsten Jahrestag des Einigungsvertrags. Was meint er damit blo&#223;? Alles was in der DDR an staatlichen Aktivit&#228;ten existierte war entweder auf Pump finanziert oder wurde mit Zwang den B&#252;rgern abgerungen. Nichts was die B&#252;rger im heutigen Deutschland nicht freiwillig tun, geh&#246;rte in der DDR zum Alltag des gesellschaftlichen Miteinanders. Mehr Solidarit&#228;t, mehr soziale Sicherheit? Ich habe offenbar in einer anderen DDR gelebt. Wie genau stellt sich unser Innenminister seine Vision einer &#220;bernahme von DDR-Errungenschaften in einem freiheitlichen Rechtsstaat vor? Kann mir da jemand helfen?</p>
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		<title>B&#252;cherlesen verhindern!</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/31/buecherlesen-verhindern/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 11:32:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Richtig so! Nicht Nachlesen und Diskutieren und Streiten f&#252;hrt zum antifaschistischen, antirassistischen, anti-antisemitischen und antipopulistischen Paradies. Sondern Aufmarschieren und Gewaltandrohung. Beruhigend, dass es in Deutschland so tapfere Recken wie das &#8220;B&#252;ndnis gegen Rechts“ gibt! Vielleicht kann man den Helden noch den Tipp geben, dass B&#252;cher aus Papier sind und auch sch&#246;n &#246;ffentlichkeitswirksam brennen? Die Frage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article9308510/Sarrazin-Lesung-aus-Sicherheitsgruenden-abgesagt.html">Richtig so</a>! Nicht Nachlesen und Diskutieren und Streiten f&#252;hrt zum antifaschistischen, antirassistischen, anti-antisemitischen und antipopulistischen Paradies.<br />
Sondern Aufmarschieren und Gewaltandrohung.</p>
<p>Beruhigend, dass es in Deutschland so tapfere Recken wie das &#8220;B&#252;ndnis gegen Rechts“ gibt! Vielleicht kann man den Helden noch den Tipp geben, dass B&#252;cher aus Papier sind und auch sch&#246;n &#246;ffentlichkeitswirksam <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung">brennen</a>? Die Frage ist, ob dann eher die r&#246;misch-katholische Kirche oder die Deutsche Studentenschaft der drei&#223;iger Jahre oder die SED als Vorbild dienen soll?</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
<em>PS: Im verlinkten Artikel findet sich noch das eine oder andere Schmankerl. So soll (Skandal!) Sarrazin &#8220;von Genen bei Juden gesprochen&#8221; haben! In Zeiten von &#8220;Genfood&#8221; ist das nat&#252;rlich eine schlimme Beleidigung.<br />
Und Herr &#214;zdemir hat sogar festgestellt, dass irgendwer (Sarrazin gar, heimlich?) &#8220;Genforschung mit j&#252;dischen und baskischen Genen betreibe&#8221; und &#8220;Volksgruppen nach bestimmten &#196;u&#223;erlichkeiten zuordne&#8221;.<br />
Wobei unklar bleibt, ob die Qualit&#228;ts-Journaille der WELT oder &#214;zdemirs Emp&#246;rung den Satzbau bis zur Unkenntlichkeit vermurkst hat. Beides w&#228;re beiden zuzutrauen. Letztlich reicht es ja auch, die Begriffe &#8220;Gene&#8221;, &#8220;Volksgruppe&#8221; und &#196;u&#223;erlichkeiten&#8221; in einem Satz unterzubringen, um die emotionale Botschaft r&#252;berzubringen.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sechs plus eins gegen Willi</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/31/sechs-plus-eins-gegen-willi/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 21:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das unten habe ich als Kommentar im Thread zu &#34;F&#252;nf Thesen zu Sarrazin&#34; formuliert. Da woanders aber offensichtlich beim Zusehen ein &#228;hnlicher Eindruck entstanden ist wie bei mir und die optimale Thread-L&#228;nge beim genannten Beitrag eh &#252;berschritten ist, hole ich den mal &#8211; nur minimal erg&#228;nzt &#8211; als Beitrag hoch. Da als unmittelbare Reaktion auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das unten habe ich als Kommentar im Thread zu &quot;</em><a href="http://www.bissige-liberale.net/2010/08/29/fuenf-thesen-zu-sarrazin/"><em>F&#252;nf Thesen zu Sarrazin</em></a><em>&quot; formuliert. Da woanders aber offensichtlich beim Zusehen ein &#228;hnlicher Eindruck entstanden ist wie bei mir und die optimale Thread-L&#228;nge beim genannten Beitrag eh &#252;berschritten ist, hole ich den mal &#8211; nur minimal erg&#228;nzt &#8211; als Beitrag hoch. Da als unmittelbare Reaktion auf den Fernsehbeitrag entstanden und als schnell hingerotzter Kommentar verfasst, bitte ich etwaige Defizite in Form und Sprache nachzusehen.</em></p>
<p>Ich habe mir gerade mal eine Stunde Beckmann angetan. Das war wohl eine Neuauflage von “Vier gegen Willi”. Auf jeden Fall eine exemplarische Darstellung f&#252;r die miese Debattenkultur in diesem Land.</p>
<p><span id="more-5210"></span>
<p>Beispiel: Sarrazin behauptet, ab der 2. Generation unterschieden sich muslimische Migranten in bestimmten den Integrationserfolg abbildenden Parametern signifikant von anderen Einwanderergruppen. Er habe das aus den Daten des Mikrozensus ermittelt. Keiner der am Tisch Sitzenden geht direkt darauf ein, sondern es wird kritisiert, dass Sarrazin &#252;berhaupt Gruppen bildet, die Ministerin am Tisch “widerlegt” die Aussage mit ihrem eigenen Gegenbeispiel, der Wissenschaftsmoderator “widerlegt” die Aussage mit einer Statistik &#252;ber den unterschiedlichen Integrationserfolg unterschiedlicher L&#228;nder und die zugeschaltete Sozialwissenschaftlerin “widerlegt” sie mit dem Hinweis auf eine im Vergleich zur ersten Einwanderergeneration deutlich gestiegene Abiturientenquote der t&#252;rkischst&#228;mmigen Bev&#246;lkerung (von 3% auf 18%, wenn ich das richtig im Kopf habe). Keiner sagt: “Sarrazin, deine Zahlen stimmen nicht, weil…” oder “Deine Methodik entspricht nicht seri&#246;sem wissenschaftlichen Vorgehen, weil…”. Sch&#246;n auch das: Sarrazin zitiert eine Studie der Kultusminister zur Sprachkompetenz gro&#223;er Migrantengruppen, bei der die “T&#252;rken” signifikant schlechter abschneiden als z.B. “Polen” oder (Deutsch-)”Russen”, mit dem Hinweis, laut Studie lasse sich der Unterschied nicht sozio-&#246;konomisch erkl&#228;ren. Daraufhin h&#228;lt K&#252;nast einen langen Vortrag &#252;ber sozio&#246;konomische Unterschiede verschiedener Migrantengruppen… Der ge&#252;bte Politiker bringt das Argument, das er sich zu bringen vorgenommen hat, eben an, ob es gerade sinnvoll ist oder nicht.  Oder der hier: Die zugeschaltete Sozialwissenschaftlerin, explizit als eine Art Herrin der Zahlen vorgestellt und die eigene Arbeit auch in diese Richtung definierend, bem&#252;hte sich, wie oben schon kurz an einem Beispiel gezeigt, durch das Zitieren eigener Untersuchungen eine Gegenposition zu Sarrazin aufzubauen. Das war offensichtlich die ihr zugedachte inhaltliche Rolle (es gab noch eine andere, siehe unten). Als aber danach in der Runde vor Ort Sarrazin auf der G&#252;ltigkeit seiner Zahlen beharrte, hie&#223; es pl&#246;tzlich, er sei zahlengl&#228;ubig und man k&#246;nne eben nicht alles durch Zahlen erkl&#228;ren. Die Beliebigkeit der Argumentation, die Sarrazin auch immer wieder vorgeworfen wurde, praktizierten die eingeladenen Kritiker ganz ungeniert selbst.</p>
<p>Auf der anderen Seite bleiben deftige Thesen im Raum stehen, die nicht konkretisiert werden. So behauptet Sarrazin in seinem Buch z.B. sinngem&#228;&#223; (das Zitat wurde eingeblendet), die hohe Fruchtbarkeit der Muslime sei eine Bedrohung f&#252;r die Balance in Europa. Was genau da die Bedrohung darstellen soll, fragt keiner nach. Stattdessen wirft man ihm Begriffe wie z.B. “&#220;berfremdung” vor, die er wiederum nicht verwendet.</p>
<p>Und das, obwohl sich Beckmann reichlich M&#252;he gibt, sich gegen&#252;ber dem Gast, der sowieso alle anderen gegen sich hat, auch noch als investigativer Journalist zu profilieren. Sarrazin, der eh schon genug Probleme mit m&#252;ndlicher Rede hat (er nuschelt, stockt immer wieder, wiederholt st&#228;ndig einzelne Halbs&#228;tze und wirft mit “&#228;hs” und “alsos” nur so um sich), wird von Beckmann immer wieder unterbrochen, w&#228;hrend er den Ausf&#252;hrungen der anderen Gespr&#228;chsteilnehmer geduldig l&#228;chelnd zuh&#246;rt. </p>
<p>Es war nat&#252;rlich auch kein Zufall, dass zwei der Studiog&#228;ste und die zugeschaltete Wissenschaftlerin einen Migrationshintergrund aufwiesen – sie waren wohl als lebende Gegenbeispiele gedacht. Leider fehlte die dazu passende These in Form einer Aussage &#252;ber “alle Migranten” oder “alle Muslime”. W&#252;rde Sarrazin so argumentieren, h&#228;tte allein die Auswahl der G&#228;ste das ganze Gerede &#252;berfl&#252;ssig gemacht.</p>
<p>Wenigstens Scholz (ja, ausgerechnet der!) hatte einen hellsichtigen Moment, als er mich zitierte: Die L&#246;sungsans&#228;tze, die Sarrazin bringt, seien alle altbekannt und auch weitgehend akzeptiert. Wozu es dann dazu diese provokanten Thesen gebraucht habe?</p>
<p>Eine echte Erkenntnis blieb haften: Sarrazin wird schon deswegen keinen (politischen) Erfolg haben, weil er seine Sache nicht verkaufen kann. Als Person kommt er unsympathisch r&#252;ber, und seine Wortbeitr&#228;ge sind – mal unabh&#228;ngig vom Inhalt – bisweilen eine Qual beim Zuh&#246;ren. Ein Volkstribun ist das nicht. Die Sau wird noch diese Woche durch die Medien getrieben (und durch die verschiedenen Versuche, Sarrazin aus Partei und Job zu entfernen, die ihre Zeit brauchen werden, immer mal wieder einem immer weniger aufmerksamen Publikum pr&#228;sentiert), aber dann ist Schluss und kein Hahn wird mehr danach kr&#228;hen. Herr Sarrazin wird mit einer entsprechenden Pension aus dem &#246;ffentlichen Dienst ausscheiden, vielleicht noch mal ein Buch nachlegen, so lange die Sache noch halbwegs warm ist, und Verlag und Autor werden sich &#252;ber das gute Gesch&#228;ft freuen. Und die mal wieder vereinten Emp&#246;rer aller deutschen L&#228;nder werden sich daf&#252;r gegenseitig auf die Schulter hauen, wieder einmal Hitlers Machtergreifung verhindert zu haben. Alle sind’s also zufrieden. Bis auf die Menschen, die jeden Tag mit den Problemen von Integration zu haben. Aber um die ging es ja auch gar nicht.</p>
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		<title>Mal langsam: Die solidarische B&#252;rgerversicherung</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/30/mal-langsam-die-solidarische-brgerversicherung/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 09:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsreform]]></category>
		<category><![CDATA[solidarische Bürgerversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gerechtigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Diskussion um die beiden neuen Konzepte f&#252;r die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland herrscht wenig Sachlichkeit. Die SBV wurde von der derzeitigen Opposition ohne gro&#223;e Differenzierung als “sozialistische Planwirtschaft” abgekanzelt und nur unter dem Aspekt diskutiert, dass eine solche L&#246;sung jeglichen Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zerst&#246;ren w&#252;rde. In diesem Beitrag und einem Schwesterbeitrag, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Diskussion um die beiden neuen Konzepte f&#252;r die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland herrscht wenig Sachlichkeit. Die SBV wurde von der derzeitigen Opposition ohne gro&#223;e Differenzierung als “sozialistische Planwirtschaft” abgekanzelt und nur unter dem Aspekt diskutiert, dass eine solche L&#246;sung jeglichen Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zerst&#246;ren w&#252;rde. In diesem Beitrag und einem Schwesterbeitrag, der sich <a href="http://www.linksundliberal.de/2010/08/mal-langsam-die-gesundheitsprmie/" target="_blank">hier befindet</a>, m&#246;chte ich ein paar Punkte ansprechend, die f&#252;r bzw. gegen die beiden Konzepte “Gesundheitspr&#228;mie” und “solidarische B&#252;rgerversicherung” sprechen – jeweils im Vergleich zu derzeitigen System. In einem dritten Beitrag will ich dann, nach der (hoffentlich anregenden) Diskussion die beiden Systeme direkt miteinander vergleichen und die Frage nach m&#246;glichen Kompromissen stellen.</p>
<p>Vorteile der SBV:</p>
<ol>
<li>Einbeziehung aller Personen: W&#228;hrend der soziale Ausgleich innerhalb der Gesundheitsvorsorge ausschlie&#223;lich zwischen den unteren und mittleren Einkommen stattfindet, w&#252;rden durch die Aufgabe der Privatversicherungen endlich alle sozialen Schichten mit einbezogen. </li>
<li>Einbeziehung aller Einkommen: Der soziale Ausgleich bei den Gesundheitskosten w&#252;rde auch auf Personen ausgedehnt, die von Zins-, Renten-, Miet- und Spekulationseinnahmen ihren Lebensunterhalt bestreiten, anstatt ausschlie&#223;lich auf den Faktor “Erwerbsarbeit” beschr&#228;nkt zu bleiben. </li>
<li>Keine “Zwei-Klassen-Medizin”: Das Problem der Ungleichbehandlung von privat und gesetzlich Versichterten w&#252;rde abgeschafft, die zus&#228;tzlich n&#246;tige Doppelverwaltung sowie die intransparente Querfinanzierung innerhalb der Arztpraxen (so sie denn existiert) w&#252;rde angegangen. </li>
<li>Vermeidung von Mitnahmeeffekten: Die freiwillige GKV ist bisher ein Tummelplatz jener, die sich aufgrund gr&#246;&#223;erer Familien gegen die Private KV entscheiden – bis alle Kinder aus dem Haus sind. Dann wird in die PKV gewechselt. </li>
</ol>
<p>Nachteile der SBV:</p>
<ol>
<li>Schw&#228;chung des Wettbewerbs: Durch einen einheitlichen Beitragssatz g&#228;be es keinen Ansporn mehr, die eigene Effizienz zu verbessern, die Krankenkassen w&#252;rden vollends verb&#252;rokratisiert. </li>
<li>Neue Versicherungsrisiken: Es l&#228;sst sich kaum absch&#228;tzen, ob die neuen Versicherungsrisiken, etwa durch zahlreiche &#228;ltere und chronisch kranke Menschen oder gro&#223;e Familien ohne eigene Beitragsleistung, tats&#228;chlich zu einer Einnahmeverbesserung f&#252;hren w&#252;rden. </li>
<li>Beitragsbemessungsgrenze: In der Version der Linken (keine BBG) w&#228;re die SBV vermutlich verfassungswidrig, in den anderen Versionen muss man sich fragen, wie gerecht es ist, wenn jemand mit 3750 Euro brutto im Monat zwar doppelt so viel Beitrag zahlt wie jemand mit 1875 Euro, aber die gleiche Summe wie jemand mit 37500 Euro. </li>
</ol>
<p>F&#252;r weitere Vor- und Nachteile sowie eine sachliche Diskussion w&#228;re ich dankbar.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Broder-Logik</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/29/broder-logik/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 18:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich ja nichts mehr bloggen heute. Eigentlich. Aber das hier zwingt mich fast dazu: Hallo Guido, du Knallt&#252;te, schon vergessen, was dein Parteifreund J&#252;rgen &#252;ber die Juden (oder waren es die Israelis?) gesagt hat? Und wie lange du gebraucht hast, um dich von seinen antisemitischen Wortmeldungen zu distanzieren? Ich wei&#223; nicht, was andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich ja nichts mehr bloggen heute. Eigentlich. Aber <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/herr_westerwelle_herr_sarrazin_und_das_erinnerungsgen/">das hier</a> zwingt mich fast dazu:</p>
<blockquote><p>Hallo Guido, du Knallt&#252;te, schon vergessen, was dein Parteifreund J&#252;rgen &#252;ber die Juden (oder waren es die Israelis?) gesagt hat? Und wie lange du gebraucht hast, um dich von seinen antisemitischen Wortmeldungen zu distanzieren? </p>
</blockquote>
<p>Ich wei&#223; nicht, was andere FDP-Mitglieder daraus folgern. Ich wei&#223; nur, dass Broder daraus folgert, Westerwelle d&#252;rfe sich wegen zu langen Zauderns im Fall M&#246;llemann nicht mehr gegen Rassismus oder Antisemitismus wenden. Die Konsequenz eines Fehlers ist laut Broder also, ihn immer wieder neu begehen zu m&#252;ssen. Das er&#246;ffnet sehr interessante Gedanken.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Here is the news</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/29/here-is-the-news/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 18:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlagzeilen des Tages: Gewerkschaften fordern h&#246;here L&#246;hne. Arbeitgeber dagegen. SPD will Steuern erh&#246;hen. Union/FDP dagegen. Union/FDP will l&#228;ngere AKW-Laufzeiten. Gr&#252;ne dagegen. Was kommt als n&#228;chstes? Deutschland will Weltmeister werden. Holland/England dagegen. ??]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=wP7jSpIU9g8">Schlagzeilen des Tages</a>:</p>
<blockquote><p>Gewerkschaften fordern h&#246;here L&#246;hne. Arbeitgeber dagegen.</p>
</blockquote>
<blockquote><p>SPD will Steuern erh&#246;hen. Union/FDP dagegen. </p>
</blockquote>
<blockquote><p>Union/FDP will l&#228;ngere AKW-Laufzeiten. Gr&#252;ne dagegen.</p>
</blockquote>
<p>Was kommt als n&#228;chstes? </p>
<blockquote><p>Deutschland will Weltmeister werden. Holland/England dagegen. </p>
</blockquote>
<p>??</p>
</p></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Austrians become hip</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/29/austrians-become-hip/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 17:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo ich gerade die &#34;Austrians&#34; erw&#228;hnt habe: Das renommierte &#34;Wall Street Journal&#34; (Link funktioniert nur f&#252;r begrenzte Zeit) nimmt Notiz von ihnen, namentlich von ihrem heutigen Fackeltr&#228;ger Peter Boettke, dessen Blog &#34;Coordination Problem&#34; ich &#252;brigens sehr empfehlen kann. Wie meine &#252;brigen Favoriten Tyler Cowen und Bryan Caplan lehrt Boettke, der ein aus meiner Sicht extrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo ich gerade die &quot;Austrians&quot; erw&#228;hnt habe: Das renommierte &quot;<a href="http://online.wsj.com/article_email/SB10001424052748703418004575455911922562120-lMyQjAxMTAwMDIwNzEyNDcyWj.html">Wall Street Journal</a>&quot; (Link funktioniert nur f&#252;r begrenzte Zeit) nimmt Notiz von ihnen, namentlich von ihrem heutigen Fackeltr&#228;ger Peter Boettke, dessen Blog &quot;<a href="http://www.coordinationproblem.org/">Coordination Problem</a>&quot; ich &#252;brigens sehr empfehlen kann.  Wie meine &#252;brigen Favoriten Tyler Cowen und Bryan Caplan lehrt Boettke, der ein aus meiner Sicht extrem sympathischer Typ zu sein scheint, an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_Mason_University">George Mason University</a> in Virginia. Schade, dass ich von der vor drei&#223;ig Jahren noch nichts geh&#246;rt habe&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Abschied von alten Irrt&#252;mern</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 17:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Bekenntnissen Brad DeLongs macht Tyler Cowen bei &#34;Marginal Revolution&#34; eine generelle Abfrage: &#34;Fessing up to previously incorrect beliefs&#34;. Hier sind meine neueren (von Anfang 2009 bis heute): Ich h&#228;tte nie gedacht, dass Banken sich so sehr gegenseitig ihre Bilanzen durch Handel mit undurchsichtigen Papieren aufbl&#228;hen. Ich hielt mit Krugman die Kritik der &#34;Austrians&#34; am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus <a href="http://delong.typepad.com/sdj/2010/08/mark-my-beliefs-to-market-time.html">Bekenntnissen</a> Brad DeLongs macht Tyler Cowen bei &quot;Marginal Revolution&quot; eine <a href="http://www.marginalrevolution.com/marginalrevolution/2010/08/fessing-up-to-incorrect-beliefs.html">generelle Abfrage</a>: &quot;Fessing up to previously incorrect beliefs&quot;. </p>
<p>Hier sind meine neueren (von Anfang 2009 bis heute):</p>
<p><em>Ich h&#228;tte nie gedacht, dass Banken sich so sehr gegenseitig ihre Bilanzen durch Handel mit undurchsichtigen Papieren aufbl&#228;hen.</em></p>
<p><em>Ich hielt mit Krugman die Kritik der &quot;Austrians&quot; am &quot;fiat money&quot;-System f&#252;r vollkommen &#252;berzogen und </em><a href="http://www.amazon.de/Geld-Gold-Gottspieler-Vorabend-Weltwirtschaftskrise/dp/393519742X/ref=sr_1_2?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1283109914&#038;sr=8-2"><em>Roland Baader</em></a><em> hier f&#252;r einen Kauz.</em></p>
<p><em>Ich habe die Rolle der Manager &#252;bersch&#228;tzt und die der Eigenkapitalgeber untersch&#228;tzt.</em></p>
<p><em>Ich dachte, es w&#228;re eine gute Idee, dass die FDP in eine Regierung mit der Union eintritt.</em></p>
<p><em>Ich habe der DFB-Elf in S&#252;dafrika nicht viel zugetraut.</em></p>
<p>Hat sich dadurch in meiner Weltanschauung etwas ge&#228;ndert? Ja. Ich bin wesentlich kritischer gegen&#252;ber der Mainstream-&#214;konomie und noch mehr zum &quot;Austrian&quot; geworden, allerdings ohne unbesehen deren Therapievorschl&#228;ge zu &#252;bernehmen. Ich folge Eucken noch intensiver bei der Forderung, dass Gestaltungsmacht sich mit pers&#246;nlicher Haftung verbinden muss. Ich kreide meinem Parteivorsitzenden Westerwelle politische Fehlentscheidungen an. Und ich gebe gerne zu, dass L&#246;w ein ausgezeichneter Trainer ist.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>F&#252;nf Thesen zu Sarrazin</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 16:50:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse / SPON- und taz-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[1. Wer ein Buch diskutiert, das noch nicht erschienen ist, betreibt PR-Arbeit. Ist der &#34;Spiegel&#34; jeglicher Verbindungen zu den Verlegern von Sarrazins Buch unverd&#228;chtig? Diese Abfolge von Vorabdruck und nachfolgend ver&#246;ffentlichten Reaktionen erinnert doch sehr an Adenauers Spruch: &#34;Sie kriejen dat Interview, aber ich jebe et Ihnen f&#252;nnefzich Prozent jelogen, dann verdienen Sie noch wat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1. Wer ein Buch diskutiert, das noch nicht erschienen ist, betreibt PR-Arbeit.</p>
<p><span id="more-5198"></span>
<p>Ist der &quot;Spiegel&quot; jeglicher Verbindungen zu den Verlegern von Sarrazins Buch unverd&#228;chtig? Diese Abfolge von Vorabdruck und nachfolgend ver&#246;ffentlichten Reaktionen erinnert doch sehr an Adenauers Spruch: &quot;Sie kriejen dat Interview, aber ich jebe et Ihnen f&#252;nnefzich Prozent jelogen, dann verdienen Sie noch wat am Dementi!&quot;</p>
<p>2.  Wo Rauch ist, ist auch Feuer.</p>
<p>Oft dummer Spruch, aber hier mal zutreffend. Der Widerhall ist nicht k&#252;nstlich erzeugt, sondern er trifft eine Problematik, die sich im allgemeinen Bewusstsein bereits gebildet hat.</p>
<p>3.  Soziale Probleme haben nie nur eine Ursache.</p>
<p>Wer auch immer die einzig wahre Ursache gefunden zu haben meint, seien es die genetische Ausstattung, die religi&#246;se Ausrichtung, die Einkommens- und Verm&#246;gensverteilung, der Besitz oder Nichtbesitz an Produktionsmitteln oder sonstwas, hat in Wirklichkeit nichts gefunden.</p>
<p>4. Vererbung findet statt, spielt aber keine politische Rolle.</p>
<p>Selbstverst&#228;ndlich werden geistige Voraussetzungen ebenso vererbt wie k&#246;rperliche. Nur k&#246;nnen wir mit dieser Erkenntnis nicht viel anfangen. Weder beschr&#228;nkt sie politisches Handeln, noch erlaubt sie Aussagen &#252;ber zuf&#228;llig ausgew&#228;hlte Menschen, noch ist z.B. &quot;Intelligenz&quot; ein sozial unabh&#228;ngiges Konstrukt. Wenn all das, was man zur &#220;berwindung der Probleme sinnvoll und ohne Freiheitsrechte zu verletzen tun kann, auch getan wurde, und dann dennoch irgendwelche un&#252;berwindbaren signifikanten Unterschiede Vererbungsursachen nahe legten, k&#246;nnten wir dar&#252;ber nochmal reden. Aber erst dann.</p>
<p>5. Wenn es jemanden gibt, der sich &#252;ber Sarrazin freuen kann, dann sind es seine Gegner.</p>
<p>Sarrazin ist das politisch korrekte Opfer, mit dem man vielleicht auch gleich alles mit erledigen kann, was sich in der N&#228;he seiner Auffassung befindet. Um den Selbstdarsteller ist es nicht schade, um das, was er aus einer m&#246;glichen sinnvollen Debatte gemacht hat, hingegen schon.</p>
<p>Kaufe ich das Buch? Nein. Zwei Gr&#252;nde: Erstens kaufe ich nichts, wozu man mich mit viel PR bewegen will. Das ist ein Reflex, dem ich auch im Politischen folge. Und zweitens scheint mich im Buch nichts Neues zu erwarten, sondern nur eine sehr spezielle Vermischung von bereits Bekanntem, deren wesentliche Aussagen wir alle bereits kennen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hab ichs nicht gesagt&#8230;</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/27/hab-ichs-nicht-gesagt/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 11:38:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse / SPON- und taz-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute berichtet die Welt, dass Frank-Walter Steinmeier f&#252;r seine Nierenspende mit einem zweiten Platz in den Umfragewerten des ZDF-Politbarometers honoriert wurde. Gl&#252;ck im Ungl&#252;ck, kann man da nur sagen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute berichtet <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article9231921/Frank-Walter-Steinmeier-steigt-in-der-Waehlergunst.html">die Welt</a>, dass Frank-Walter Steinmeier f&#252;r seine Nierenspende mit einem zweiten Platz in den Umfragewerten des ZDF-Politbarometers honoriert wurde. Gl&#252;ck im Ungl&#252;ck, kann man da nur sagen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Buschkowsky statt Sarrazin</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/27/buschkowsky-statt-sarrazin/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 09:51:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Integration Sarrazin Eigenwerbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass es in Bezug auf Sarrazin nicht nur die Positionen der bedingungslosen Bef&#252;rworter und der Multikulti-Gutmenschen gibt, sondern dass man seine Aussagen durchaus auch als biologistisch und ann&#228;hernd rassistisch bezeichnen kann, ohne sich vor dem dahinter stehenden Problem zu verstecken, zeige ich hier: http://www.linksundliberal.de/2010/08/buschkowsky-statt-sarrazin/ Bei dieser Gelegenheit ein klein wenig Eigenwerbung: Seit einigen Wochen arbeite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es in Bezug auf Sarrazin nicht nur die Positionen der bedingungslosen Bef&#252;rworter und der Multikulti-Gutmenschen gibt, sondern dass man seine Aussagen durchaus auch als biologistisch und ann&#228;hernd rassistisch bezeichnen kann, ohne sich vor dem dahinter stehenden Problem zu verstecken, zeige ich hier:</p>
<p><a href="http://www.linksundliberal.de/2010/08/buschkowsky-statt-sarrazin/" target="_blank">http://www.linksundliberal.de/2010/08/buschkowsky-statt-sarrazin/</a></p>
<p>Bei dieser Gelegenheit ein klein wenig Eigenwerbung: Seit einigen Wochen arbeite ich nun schon an meinem neuen Blogprojekt &#8220;Links und Liberal&#8221; (O-Ton Rayson: &#8220;Ein Oxymoron als Titel weckt ja schon einmal die Neugier&#8221;). Aus diesem Grund geht auch die Zahl meiner Blogbeitr&#228;ge hier augenblicklich gegen Null. Ich werde aber versuchen, auch auf BLOG noch die eine oder andere Zeile zu ver&#246;ffentlichen &#8211; vor allem, da die Beitragsfrequenz allgemein in den letzten Tagen ja wieder deutlich angestiegen ist.</p>
<p>&#8220;Links und Liberal&#8221; ist f&#252;r mich der Versuch, den einen oder anderen Leser und/oder Kommentator anzusprechen, der vielleicht mit den &#8220;Bissigen&#8221; nicht allzu viel anfangen kann; dennoch w&#252;rde ich mich freuen, auch von den BLOG-Stammg&#228;sten den einen oder anderen in meinen neuen, eigenen vier W&#228;nden begr&#252;&#223;en zu d&#252;rfen. Mein neues Projekt soll technische und inhaltliche Spielwiese sein, und ich habe (glaube ich) schon ganz h&#252;bsch renoviert.</p>
<p>Auf viele gute Diskussionen hier wie dort! <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Amt f&#252;r Preiskontrolle</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/27/amt-fuer-preiskontrolle/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 21:04:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Bankenbashing ist in. Nicht, dass die Geldheinis nicht ihren Teil zu ihrer Unbeliebtheit beigetragen h&#228;tten, hei&#223;t es doch seit jeher: &#34;Banken tun vieles vergebens, aber nichts umsonst.&#34; Aber manchmal kommt man mit dem Chor der Kritiker nicht mehr mit. Neues Beispiel:Geb&#252;hren f&#252;r die Abhebungen an Geldautomaten. Das Kartellamt ist ja eine n&#252;tzliche Beh&#246;rde, aber wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bankenbashing ist in. Nicht, dass die Geldheinis nicht ihren Teil zu ihrer Unbeliebtheit beigetragen h&#228;tten, hei&#223;t es doch seit jeher: &quot;Banken tun vieles vergebens, aber nichts umsonst.&quot; Aber manchmal kommt man mit dem Chor der Kritiker nicht mehr mit. Neues Beispiel:Geb&#252;hren f&#252;r die Abhebungen an Geldautomaten.<span id="more-5190"></span></p>
<p>Das Kartellamt ist ja eine n&#252;tzliche Beh&#246;rde, aber wenn wir das alles richtig verstehen, dann sind bei den Geb&#252;hren f&#252;r die Abhebung an Geldautomaten durch Kunden anderer Banken keine Anzeichen f&#252;r Preisabsprachen oder den Missbrauch von Marktmacht erkennbar. Es ist allein das z.T. sehr hohe Entgelt, das die <a href="http://www.ftd.de/karriere-management/recht-steuern/:recht-steuern-teure-gebuehren-am-geldautomaten/50160430.html">Beh&#246;rde auf den Plan ruft</a>:</p>
<blockquote><p>Durchschnittlich zahlen die Kunden nach Erhebungen der Frankfurter Finanzberatung FMH auf diesem Weg 5,64 Euro je Abhebung. Der technische Vorgang l&#246;st aber nur tats&#228;chliche Kosten von 33 Cent bis 1 Euro aus, sch&#228;tzt das Bundeskartellamt. Es hatte den Instituten daraufhin einen Betrag von bis zu 1 Euro als Orientierung f&#252;r die k&#252;nftige Geb&#252;hrenh&#246;he genannt.</p>
</blockquote>
<p>Dass das Bundeskartellamt auf Basis von Kosten Margen und Preise festlegt, ist eine mir bis dato unbekannte Funktion dieser Einrichtung. Wissen die Parf&#252;mhersteller das schon? Mal ernsthaft: Was zum Geier geht es eine Bundesbeh&#246;rde an, welche Preise ein Anbieter nimmt? Dazu z&#228;hlen auch Ministerien, aber wenn schon subalterne Beamte sich der Anma&#223;ung von Wissen beflei&#223;igen, darf die Politik nat&#252;rlich <a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article9204064/Banken-reizen-Kartellamt.html">nicht zur&#252;ckbleiben</a>:</p>
<blockquote><p>In diese Richtung geht auch die Kritik von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Die Anzeige der Geb&#252;hren am Automaten sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung. &quot;Leider ist das Problem der zum Teil v&#246;llig &#252;berzogenen Geb&#252;hren beim Fremdabheben nach wie vor ungel&#246;st&quot;, erkl&#228;rte das Ministerium. Geldautomaten d&#252;rften nun nicht l&#228;nger Kostenfallen sein: &quot;Abhebegeb&#252;hren von zum Teil 20 Euro sind nicht akzeptabel&quot;, bekr&#228;ftigte ein Sprecher.</p>
</blockquote>
<p>Der Autor dieses Beitrags wei&#223; nicht, was Frau Aigner oder ihr Sprecher tun, wenn sie irgendwo einen zu hohen Preis zahlen m&#252;ssen. Wom&#246;glich ermitteln die dann tats&#228;chlich eine Obergrenze und verklagen den Anbieter. Was ein weiteres Zeichen f&#252;r die Verblendung der Mainstream-&#214;konomie w&#228;re, denn die geht davon aus, dass man zu teure Angebote schlicht meidet. Es ist wahrscheinlich nur der angeborenen Konfliktscheu des Autors zu verdanken, dass er selbst auch bisher tats&#228;chlich so gehandelt hat.</p>
<p>Auf jeden Fall hat der &quot;Zentrale Kreditausschuss der Banken&quot; jetzt angeblich f&#252;r mehr Transparenz gesorgt. Der Preis der Abhebetransaktion soll jetzt im Display erscheinen. Wahrscheinlich ist es der PISA-Generation nicht mehr zuzumuten, ausgehend von einer Prozentangabe und einer Mindestgeb&#252;hr &#8211; Angaben, die der Autor dieser Zeilen jeweils bisher auf allen von ihm aufgesuchten Geldautomaten lesen konnte &#8211; das jeweils pro Abhebebetrag f&#228;llig werdende Entgelt zu ermitteln. Da muss eine Maschine das Ergebnis schon noch mundgerecht pr&#228;sentieren, sonst handelt es sich um Intransparenz. Ob seine Herleitung stimmt oder nicht, im Ergebnis hat Sarrazin anscheinend furchtbar recht.</p>
<p>Aber dieser enorme Gewinn an Transparenz reicht dem Kartellamt nicht. Es <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,713750,00.html">vermisst</a> einen &quot;Wettbewerb um die Fremdkunden&quot;. Und sp&#228;testens hier beginnt es, wirklich weltfremd zu werden.</p>
<p>Fangen wir ganz von vorne an, damit auch Bonner Beamte mitkommen: Geldautomaten werden nicht aufgestellt, damit Kunden anderer Geldinstitute sich dort bedienen, sondern um die eigenen Kunden der jeweiligen Bank dort &#8211; &#252;brigens ohne Entgelt &#8211; mit Bargeld versorgen zu k&#246;nnen. Es gibt Banken (meist Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken), die sehr viel Wert darauf legen, mit m&#246;glichst vielen Filialen pr&#228;sent zu sein, und diese sind es auch meist, die sehr viele Geldautomaten zur Verf&#252;gung stellen. Allerdings ist die Pr&#228;senz in der Fl&#228;che eine teure Angelegenheit, und so m&#252;ssen diese Banken von ihren Kunden relativ hohe Geb&#252;hren verlangen. Jedenfalls h&#246;here als solche Banken, deren einzige &quot;Filiale&quot; im Internet zu finden ist und die daher die Versorgung mit Bargeld  anderen &#252;berlassen. Dass nun die Sparkassen und Volksbanken dieser Trittbrettfahrerei nicht tatenlos zusehen, sollte niemanden &#252;berraschen. Sie sch&#252;tzen ihr eigenes Gesch&#228;ftsmodell durch hohe Geb&#252;hren f&#252;r Fremdkunden. &#196;hnlich verh&#228;lt es sich &#252;brigens mit der Blockierung der Auszahlungen f&#252;r Visacards bestimmter Direktbanken durch die Sparkassen.</p>
<p>Wer sich aussucht, bei welcher Bank er k&#252;nftig Kunde sein m&#246;chte, muss eben etwas mehr tun als einfach nur die Geb&#252;hren der Kontof&#252;hrung vergleichen. Er muss auch ber&#252;cksichtigen, was es ihn kostet, an Bargeld zu gelangen. Wer Geld immer teuer kaufen muss, hat von einer billigen Direktbank nicht viel. Im Gegensatz zur Auffassung des Bundeskartellamts wirkt der Wettbewerb hier durchaus &#8211; zwar nicht in der vorgeschriebenen Form niedriger Fremdabhebungsentgelte, wohl aber dadurch, dass auch Direktbanken damit begonnen haben, ihren Kunden ein Netz von Geldautomaten zur Verf&#252;gung zu stellen. </p>
<p>Politik und Kartellamt haben es sich aber anscheinend zur Aufgabe gemacht, das Gesch&#228;ftsmodell der Direktbanken zu beg&#252;nstigen. &#220;ber die Motive l&#228;sst sich hier nur r&#228;tseln. Wahrscheinlich aber gilt auch hier die alte Regel, dass man keine Verschw&#246;rungstheorien bem&#252;hen muss, wo Dummheit oder Geltungssucht als Erkl&#228;rungen ausreichen.</p>
<p>P.S.: Der Autor dieser Zeilen ist Kunde einer Direktbank.</p></p>
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		<title>Immer schuld</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 12:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die bekannterma&#223;en immer 100% zuverl&#228;ssigen Institute prophezeien einen Aufschwung. Und der Spiegel glaubt zu wissen, woran das liegt: An der segensreichen Pakete-Politik der Kanzlerin. Komischerweise sieht das au&#223;er dem Autor niemand so. Nicht einmal die Kanzlerin selber und ihre Partei sind bisher auf die Idee gekommen, hier einen Erfolg zu reklamieren. Wie kann das sein? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die bekannterma&#223;en immer 100% zuverl&#228;ssigen Institute prophezeien einen Aufschwung. Und der <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,713705,00.html">Spiegel</a> glaubt zu wissen, woran das liegt: An der segensreichen Pakete-Politik der Kanzlerin.</p>
<p>Komischerweise sieht das au&#223;er dem Autor niemand so. Nicht einmal die Kanzlerin selber und ihre Partei sind bisher auf die Idee gekommen, hier einen Erfolg zu reklamieren.</p>
<p><span id="more-5185"></span></p>
<p>Wie kann das sein? Da Spiegel-Autoren ja grunds&#228;tzlich unfehlbar sind ist auszuschlie&#223;en, da&#223; Merkel und ihre Pakete vielleicht doch nicht die Erfolgsursache sind. Was k&#246;nnte also der geheime Grund sein, da&#223; die Union schweigt?</p>
<p>Mangels anderen Ideen greift der Spiegel also auf die &#252;blichen Verd&#228;chtigen zur&#252;ck. Die FDP ist es also, die diabolisch die Koalitionspartner zum Schweigen verdonnert hat. Das glauben wir nat&#252;rlich gerne &#8211; schlie&#223;lich haben wir jetzt ein Jahr lang erlebt, wie beflissen die Union jeden Wunsch der FDP erf&#252;llt und insbesondere bei ihren &#246;ffentlichen &#196;u&#223;erungen strikt darauf achtet, die Vorgaben der Liberalen einzuhalten. </p>
<p>Danke, Spiegel. Nun ist das Weltbild wieder im Lot.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Qu&#228;lerei</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 06:18:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rochus]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Presse wird gerade &#252;berall ein Foto aus einem &#220;berwachungsvideo abgedruckt: eine Engl&#228;nderin setzt die Katze ihrer Nachbarn in die Restm&#252;lltonne. Bei so eindeutigen Beweisen sollte sich schnell ein gerechtes Urteil wegen Tierqu&#228;lerei finden lassen — vorausgesetzt, dass die &#220;berwachungskamera legal eingesetzt wurde. Die Nachbarn haben das Video aber nicht nur als Beweismittel f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Presse wird gerade &#252;berall ein Foto aus einem &#220;berwachungsvideo abgedruckt: eine Engl&#228;nderin setzt die Katze ihrer Nachbarn in die Restm&#252;lltonne. Bei so eindeutigen Beweisen sollte sich schnell ein gerechtes Urteil wegen Tierqu&#228;lerei finden lassen — vorausgesetzt, dass die &#220;berwachungskamera legal eingesetzt wurde.</p>
<p>Die Nachbarn haben das Video aber nicht nur als Beweismittel f&#252;r die Anzeige verwendet. Sie haben es ins Netz gestellt und dort hat es sich rasant verbreitet. Seitdem tobt der selbstgerechte Mob. </p>
<p>Wie kann man das moralisch und juristisch bewerten? Kann man die Folgen f&#252;r die Katze und die Folgen f&#252;r die T&#228;terin vergleichen?  — Die Tierqu&#228;lerin k&#246;nnte ein Richter zu 200 Stunden gemeinn&#252;tziger Arbeit im Tierheim und zu einer zus&#228;tzlichen Geldstrafe verurteilen. Aber welche Strafe w&#228;re f&#252;r das Ver&#246;ffentlichen des Videos angemessen?<br />
<hr />
]]></content:encoded>
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		<title>Ein richtiger falscher Schluss</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 21:21:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Universit&#228;tsklinikum Mainz sind drei gesundheitlich vorgesch&#228;digte S&#228;uglinge wegen einer Infektion gestorben, die sie sich im Krankenhaus zugezogen haben. Daraufhin beginnt eine Diskussion &#252;ber Hygiene in Krankenh&#228;usern, die alsbald die Politik in ihrem &#252;blichen Aktionismus auf den Plan ruft. Diesen Prozess kennen wir zur Gen&#252;ge. Und er ist noch nicht einmal der Politik anzulasten. H&#228;tte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Universit&#228;tsklinikum Mainz sind drei gesundheitlich vorgesch&#228;digte S&#228;uglinge wegen einer Infektion gestorben, die sie sich im Krankenhaus zugezogen haben. Daraufhin beginnt eine Diskussion &#252;ber Hygiene in Krankenh&#228;usern, die alsbald die Politik in ihrem &#252;blichen Aktionismus <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,713515,00.html">auf den Plan ruft</a>.</p>
<p>Diesen Prozess kennen wir zur Gen&#252;ge. Und er ist noch nicht einmal der Politik anzulasten. H&#228;tte der Bundesgesundheitsminister gar nichts getan, was bezogen auf diesen Fall die vern&#252;nftigere Reaktion gewesen w&#228;re, h&#228;tte es keinen Tag gedauert, bis der allgemeine Aufschrei durchs Land gegangen w&#228;re, dass &quot;die&quot; Politiker &quot;tatenlos&quot; zus&#228;hen. Es gibt den Aktionismus nur, weil er auch so gewollt ist.</p>
<p>Tats&#228;chlich fand die t&#246;dliche Kontamination in Mainz bereits in einer Umgebung statt, die h&#246;chsten Sterilit&#228;tsstandards gen&#252;gen sollte. Eine Anhebung allgemeiner Sollwerte l&#228;sst sich somit logisch <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,713609,00.html">nicht als Antwort</a> auf das Vorkommnis rechfertigen. Der konkrete Fall ist ein spezifischer, der Fragen des internen Kontrollsystems der Uniklinik Mainz betrifft, nicht aber die allgemeinen Standards.</p>
<p>Und dennoch ist R&#246;slers Initiative zu begr&#252;&#223;en. Denn mit einer besseren Krankenhaushygiene w&#228;ren viele auch t&#246;dliche <a href="http://www.focus.de/gesundheit/news/gesundheit-krank-im-krankenhaus-schleichende-gefahr-durch-keime_aid_544765.html">Infektionen</a> zu verhindern, zumal die Gefahr durch Keime, die gegen herk&#246;mmliche Antibiotika <a href="http://www.tagesspiegel.de/wissen/antibiotika-resistente-keime-aus-indien-auch-in-deutschland/1902126.html">resistent</a> sind, immer gr&#246;&#223;er wird.</p>
<p>Leider ist es eine Ausnahme, dass politischer Aktionismus auf einer anderen Ebene als der &#246;ffentlich propagierten doch noch seinen Sinn entfaltet. </p>
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		<item>
		<title>Sind wir wirklich Staat?</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/26/sind-wir-wirklich-staat/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 20:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[SPON bet&#228;tigt sich als Volksaufkl&#228;rer. Aber wie das so ist, wenn man als Blatt eine politische Agenda hat, mit einer einfachen Pr&#228;sentation der Fakten ist es nicht getan, die Bewertung muss zugleich vorausgeschickt, mitgeliefert und nachgeworfen werden. Dennoch ist der betreffende Artikel ein guter Aufh&#228;nger, sowohl popul&#228;re Irrt&#252;mer als auch voreilige Irrtumsberichtigungen in Frage zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SPON <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,711364,00.html">bet&#228;tigt</a> sich als Volksaufkl&#228;rer. Aber wie das so ist, wenn man als Blatt eine politische Agenda hat, mit einer einfachen Pr&#228;sentation der Fakten ist es nicht getan, die Bewertung muss zugleich vorausgeschickt, mitgeliefert und nachgeworfen werden. Dennoch ist der betreffende Artikel ein guter Aufh&#228;nger, sowohl popul&#228;re Irrt&#252;mer als auch voreilige Irrtumsberichtigungen in Frage zu stellen. Ich empfehle insbesondere die Betrachtung der zahlreichen Schaubilder. Allerdings gilt es auch da aufzupassen, z.B. welche Perioden jeweils herangezogen wurden.</p>
<p>Fangen wir an:<span id="more-5172"></span></p>
<blockquote><p>Nat&#252;rlich arbeitet der Staat nicht hocheffizient. Aller Wahrscheinlichkeit nach verschwenden die Finanzminister im Bund, in den 16 L&#228;ndern und all die K&#228;mmerer der Kommunen pro Jahr tats&#228;chlich einige Milliarden. Das ist &#228;rgerlich, keine Frage. Nur: Arbeiten Angestellte in der Privatwirtschaft immer so effizient wie m&#246;glich? Und &#228;hneln viele Konzerne nicht auch eher Beh&#246;rden als Start-ups? </p>
</blockquote>
<p>Der Autor umgeht hier rhetorisch geschickt einen kleinen Unterschied: Auch Konzerne (ein Begriff, den man &#252;brigens nur dann verwendet, wenn man etwas Negatives ausdr&#252;cken will) stehen in der Regel im Wettbewerb. Ineffezienzen f&#252;hren entweder zu Wettbewerbsnachteilen, oder die Anteilseigner des Konzerns sind irgendwo zwischen extrem geduldig und hochgradig d&#228;mlich einzuordnen. Auf Dauer kann man von beiden nicht ausgehen, denn in beiden F&#228;llen k&#228;me es entweder zu einer Reaktion der aktuellen Kapitalgeber, oder neue w&#252;rden die Chance wittern, Effizienzreserven zu heben, und sich daran machen, den ineffizienten Laden zu &#252;bernehmen. </p>
<p>Wichtig ist vor allem: Egal, ob die Eigner dumm oder geduldig sind, es ist ihre Entscheidung, weniger zu erhalten, als sie erhalten k&#246;nnten. Als Steuerzahler haben wir diese Wahlfreiheit nicht. Ob die Staatsknete verschwendet oder ineffizient eingesetzt wird &#8211; wir haben keine Alternative im selben Markt.</p>
<p>&#220;brigens: Dass Start-Ups per se besonders effizient seien, ist wohl nicht mehr als ein sehr mutiges Vorurteil&#8230;</p>
<blockquote><p>Alles Betr&#228;ge, die bezahlt werden m&#252;ssen, investiert werden oder Personen zugutekommen, die sie verkonsumieren.</p>
</blockquote>
<p>Wir begegnen hier wieder der alten Weisheit: &quot;Ihr Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer.&quot; Selbstverst&#228;ndlich l&#228;sst der Staat die Steuergelder nicht im Nirwana verschwinden. Wir k&#246;nnen sicher sein: Was wir da einzahlen, wird auch an andere Menschen weitergegeben. Es ist in diesem Sinn nicht verloren. Doch reicht das nur bei einer sehr umarmenden Definition des &quot;wir&quot; f&#252;r ein &quot;wir sind Staat&quot;. &quot;Wir Steuerzahler&quot; sind eben nicht im gleichen Ma&#223; &quot;wir Empf&#228;nger von Staatsknete&quot;.  Somit landen wir wieder bei der Effizienz: Wenn das von den B&#252;rgern erwirtschaftete Geld (und &#252;ber nichts anderes kann der Staat letztlich verf&#252;gen) nicht da ausgegeben wird, wo die B&#252;rger es unter der Annahme vollst&#228;ndiger Information gerne ausgeben w&#252;rden, handelt der Staat ineffizient[1]. Sprich: Geld, das im Staatsapparat versickert, wird zwar auch irgendwann konsumiert und investiert, nur eben nicht den W&#252;nschen derer entsprechend, die es erwirtschaftet haben.</p>
<p>Allerdings, und das sei an dieser Stelle auch mal gesagt: Zwar halte ich auch aufgrund pers&#246;nlicher Erfahrungen den Staat f&#252;r sehr ineffizient, aber das Ausgabenproblem entsteht letztlich woanders.</p>
<blockquote><p>Nicht viel anders sieht es in den meisten Landeshaushalten aus &#8211; wie das Beispiel Nordrhein-Westfalen zeigt. Das gr&#246;&#223;te Bundesland gab im vergangenen Jahr fast vier von zehn Euro f&#252;r Personal aus &#8211; vor allem f&#252;r Lehrer und Polizisten. Das Geld geht also nicht f&#252;r irgendwelche Beamten drauf, die sich selbst verwalten, sondern die Kinder ausbilden und f&#252;r innere Sicherheit sorgen.</p>
</blockquote>
<p>Oder mal gesorgt haben, denn auch die anteilsm&#228;&#223;ig mehr und mehr zunehmenden Pensionszahlungen werden wir dort finden. Und da Beamte offensichtlich eine vom Leben besonders gestrafte Gruppe sind, geht man dort auch wesentlich fr&#252;her in Pension. Nur b&#246;se Zungen behaupten, dass es auch an der gro&#223;z&#252;gigen Versorgung liegen k&#246;nnte, die sich im Gegensatz zu normalen Rentnern am zuletzt bezogenen Gehalt bemisst.</p>
<p>Allm&#228;hlich n&#228;hert sich der Artikel aber einer wichtigen Aussage:</p>
<blockquote><p>Allerdings haben die Spielmacher in den Finanzministerien und K&#228;mmereien weitaus weniger Macht, als es diese gigantische Summe nahelegt. Denn den &#252;berwiegenden Teil der Ausgaben k&#246;nnen sie nicht bis gar nicht beeinflussen. Sei es, weil sie sich nicht ver&#228;ndern lassen (Zinsen) oder damit gesetzliche Leistungen bezahlt werden wie im Sozialbereich.</p>
</blockquote>
<blockquote><p>Nat&#252;rlich k&#246;nnte die Regierung beschlie&#223;en, die Renten zu k&#252;rzen, die Hartz-IV-S&#228;tze zu halbieren, die Autobahnen verkommen zu lassen und die Bundeswehr abzuschaffen. Nur wird sie daf&#252;r keine Mehrheit im Parlament finden. Es geht also in der Haushaltspolitik eher um Mikro-Verschiebungen und weniger um die Makro-Revolution. Entsprechend gering ist die Man&#246;vriermasse. Und der Etat stellt sich praktisch von selbst auf. Egal, wer auf dem Organigramm f&#252;r ihn zust&#228;ndig ist.</p>
</blockquote>
<p>Da haben wir den Grund aller Haushaltsmiseren. Der Schl&#252;sselsatz ist hier: &quot;Nur wird sie daf&#252;r keine Mehrheit im Parlament finden.&quot; Sprich: Der Spielraum ist eng, weil die W&#228;hler ihn so eng haben wollen. Denn diese sind ganz und gar eingenommen von der Illusion, dass mit Hilfe des Staates jedermann zumindest zum Teil auf Kosten aller leben k&#246;nne (Bastiat). Nat&#252;rlich kann man Personalausgaben reduzieren, wenn man Stellen nicht neu besetzt. Und nat&#252;rlich lassen sich Sozialleistungen reduzieren, wenn man die entsprechenden Gesetze &#228;ndert. Aber erstens muss man beides wollen, und zweitens redet zumindest bei den Sozialleistungen noch das Bundesverfassungsgericht ein Wort mit. Was &#252;brigens interessant ist: Nicht etwa die klassischen Staatsaufgaben sind inhaltlich durch die Verfassung gesch&#252;tzt, sondern vor allem die historisch sp&#228;ter hinzugekommenen Transfers. Jedenfalls sind mir keine Urteile des Bundesverfassungsgerichts bekannt, wonach der Staat z.B. irgendwo zu wenig Polizei vorhalte, um die innere Sicherheit zu gew&#228;hrleisten, wohl aber solche, die Mindestanforderungen an Sozialtransfers stellen.</p>
<p>Dankbar sein muss man noch f&#252;r diese Aussage:</p>
<blockquote><p>Der Anteil der Sozialausgaben an der gesamten Wirtschaftsleistung betrug damit gut 31 Prozent. Anders, als viele meinen, hat es einen drastischen Sozialabbau in den vergangenen Jahren nicht wirklich gegeben. Seit Anfang der neunziger Jahre liegt die Quote an Sozialleistungen bei um die 30 Prozent. </p>
</blockquote>
<p>Wer auch immer von &quot;sozialem Kahlschlag&quot; schwafelt, muss offensichtlich in einem Paralleluniversum leben. In dem Dschungel ist h&#246;chstens mal ein Baum gef&#228;llt worden. </p>
<p>Also trotz der f&#252;r meinen Geschmack zu staatsgl&#228;ubigen verbalen Begleitung muss man SPON daf&#252;r loben, hier &#8211; wenn auch nur in den Grafiken &#8211; mal viele instruktive Fakten zusammengestellt zu haben. Ehre, wem Ehre geb&#252;hrt.</p>
</p>
<p>[1] Die Annahme muss hier sein, um die Bereitstellung gew&#252;nschter &#246;ffentlicher G&#252;ter trotz der bei isolierter individueller Betrachtung anderen Pr&#228;ferenzen nicht als ineffizient einzuordnen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vierzigtausend Tacken</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/25/vierzigtausend-tacken/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 08:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Jede investierte Milliarde sichere 25 000 Arbeitspl&#228;tze. wird das Bundesumweltministerium hier in der FAZ zitiert. Es geht um Geld, dass &#8211; staatlich per Regelung erzwungen &#8211; in die energetische Geb&#228;udesanierung investiert werden soll. Kurz mal den Taschenrechner rausgeholt und gerechnet: Jeder gesicherte Arbeitsplatz kostet uns also 40.000 Euro. Lassen wir mal die normale Vernunft beiseite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Jede investierte Milliarde sichere 25 000 Arbeitspl&#228;tze.</p></blockquote>
<p> wird das Bundesumweltministerium <a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EC4F845ACF28F46A394E83E2ADFFE5B58~ATpl~Ecommon~Scontent.html">hier in der FAZ</a> zitiert. Es geht um Geld, dass &#8211; staatlich per Regelung erzwungen &#8211; in die energetische Geb&#228;udesanierung investiert werden soll.</p>
<p>Kurz mal den Taschenrechner rausgeholt und gerechnet: Jeder gesicherte Arbeitsplatz kostet uns also 40.000 Euro. </p>
<p>Lassen wir mal die normale Vernunft beiseite und fragen wir nicht, woher das Geld denn kommt, wenn nicht von anderen, dann wohl unsicherer weil ertragsarmer werdenden Arbeitspl&#228;tzen. So denken unsere Herren in Spendierhosen (landl&#228;ufig Politiker genannt) nicht. </p>
<p>Vierzigtausend Tacken pro gesichertem Arbeitsplatz also. Da fehlt noch die Information, f&#252;r wie lange die Sicherung des Arbeitsplatzes denn prognostiziert wird. F&#252;r ein Jahr? Das w&#228;re ein ordentliches Gehalt aus der Tasche der unfreiwilligen, weil durch die Herrscher in Berlin gezwungenen Arbeitgeber.<br />
F&#252;r l&#228;nger? Das glaube ich nicht. Politiker denken doch nur bis zur n&#228;chsten Landtagswahl.</p>
<p>Auch gut, dieser sozialistische Gedanke hier: </p>
<blockquote><p>F&#252;r das Stromsparen sollen in gewisser Weise auch die Anbieter verantwortlich sein; sie m&#252;ssten ihren Stromabsatz jedes Jahr um 1 Prozent verringern.</p></blockquote>
<p>Der Staatsb&#252;rokrat verordnet dem Unternehmen also, seine Unternehmensziele auf Schrumpfung festzulegen? D&#252;rfte sofort zu steigenden Preisen &#8230; und zur Klage &#252;ber &#8220;die Profitgier der Stromkonzerne&#8221; f&#252;hren und noch sozialistischere Ma&#223;nahmen &#8220;notwendig&#8221; machen. Das Endziel dieser Logik hei&#223;t dann sowieso Enteignung.</p>
<p>Ach ja: Mehr Energie aus Windkraft? Halte ich, vielleicht ja laienhaft betrachtet, f&#252;r eine grobe Fehlinvestition, so lange Energie nicht gespeichert sondern in ein auf Grundlast ausgelegtes Netz eingespeichert wird. Aber mildernder Umstand ist, dass ein Umweltminister sein Gehalt durch T&#228;tigkeit rechtfertigen muss.</p>
<p>Habe ich schon erw&#228;hnt, dass wir meinetwegen auch eine rot-rot-gr&#252;ne Regierung haben k&#246;nnen? Dann stimmt wenigstens das Etikett mit dem Produkt &#252;berein.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>N&#228;chstenliebe mal Sechshundert</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 21:53:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier wird heute durch alle Tageszeitungen gereicht, weil er seiner Frau eine Niere spendet. Nat&#252;rlich wird (soll?) das auch seiner SPD ein paar Bonuspunkte einbringen. Bei allem Respekt f&#252;r seine aufopferungsvolle Entscheidung sei daran erinnert, dass er einer von rund 600 Lebendspendern von Nieren pro Jahr in Deutschland ist. W&#252;rde jeder Fall soviel Aufmerksamkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frank-Walter Steinmeier wird heute durch alle Tageszeitungen gereicht, weil er seiner Frau eine Niere spendet. Nat&#252;rlich wird (soll?) das auch seiner SPD ein paar Bonuspunkte einbringen. Bei allem Respekt f&#252;r seine aufopferungsvolle Entscheidung sei daran erinnert, dass er einer von rund <a href="http://www.dso.de/grafiken/g39.html">600 Lebendspendern von Nieren pro Jahr in Deutschland</a> ist. W&#252;rde jeder Fall soviel Aufmerksamkeit in den Medien erlangen w&#228;ren die Schlagzeilen jeden Tag voll. Viel interessanter ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass viele der Lebendspenden mangels Alternativen vorgenommen werden m&#252;ssen. Leider setzt die restriktive Spendengesetzgebung hierzulande zu wenig Anreize f&#252;r Organspenden, so dass lange Warteschlangen f&#252;r Spenderorgane entstehen, die viele Patienten nicht lebend durchstehen. Alex Tabarrok <a href="http://online.wsj.com/article/NA_WSJ_PUB:SB10001424052748703481004574646233272990474.html">beschreibt im Wall Street Journal</a>, dass es mit etwas mehr Markt und cleveren Ideen auch anders gehen kann.</p>
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		<title>Naturwissenschaften? Keine Zeit, wir wollen doch die Welt retten!</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 11:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umweltpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Aufruf zu klimapolitischem Aktionismus f&#228;llt besonders dann auf fruchtbaren Boden, wenn es mit der Urteilsf&#228;higkeit der Adressaten im Bezug auf naturwissenschaftliche Zusammenh&#228;nge nicht sehr weit her ist. Dabei geht es jedoch nicht um wirklich abstraktes Expertenwissen, sondern um die simpelsten Zusammenh&#228;nge, die bereits Jugendlichen in Physik und Biologie vermittelt werden oder zumindest werden sollten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Aufruf zu klimapolitischem Aktionismus f&#228;llt besonders dann auf fruchtbaren Boden, wenn es mit der Urteilsf&#228;higkeit der Adressaten im Bezug auf naturwissenschaftliche Zusammenh&#228;nge nicht sehr weit her ist. Dabei geht es jedoch nicht um wirklich abstraktes Expertenwissen, sondern um die simpelsten Zusammenh&#228;nge, die bereits Jugendlichen in Physik und Biologie vermittelt werden oder zumindest werden sollten. Die <a href="http://www.greenmusicinitiative.de/2010/08/green-music-fahrrad-disko/">Green Music Fahrrad Disco</a> ist <a href="http://liberalesinstitut.wordpress.com/2010/08/21/perpetuum-dj/">ein weiteres Beispiel f&#252;r naturwissenschaftlichen Analphabetismus</a> in Zeiten des Gutmenschenaktionismus. Menschen als Energieversorger f&#252;r die Beschallung einer Disco als Klimaschutzprojekt zu pr&#228;sentieren kann auch nur Leuten einfallen, die wegen n&#228;chtlicher Tanzorgien tags&#252;ber ihre Physiklektionen verpennen. Auch wenn der Veranstalter glaubt, der mit dem Fahrrad erzeugt Strom w&#228;re f&#252;r ihn kostenlos, weil ja die G&#228;ste die notwendigen Big M&#228;c oder besser Tofu Burger zahlten, sollte er mal &#252;berschlagen, ob das Verl&#228;ngerungskabel zur n&#228;chsten Steckdose inklusive des Strombezugsabos nicht billiger ist, als die pedalbetriebene Generatoranlage. Naja, was solls, Hauptsache die zahlenden G&#228;ste kommen, weil die Idee so sch&#246;n &#214;ko klingt&#8230;</p>
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		<title>Gr&#246;&#223;e?</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 10:58:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Steinmeier zeigt Gr&#246;&#223;e in schwerer Zeit&#8221; wird in der Welt Online gemeint. Was macht den Mann eigentlich gr&#246;&#223;er als viele andere Menschen, die dergleichen Opfer tagaus tagein f&#252;r Ihre Liebsten und Familienangeh&#246;rigen bringen? Der Bekanntheitsgrad? Ich w&#252;nsche Herrn und Frau Steinmeier alles Gute und baldige Genesung. Und der Welt-Journalistin etwas mehr Bodenhaftung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Steinmeier zeigt Gr&#246;&#223;e in schwerer Zeit&#8221; wird in der <a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article9152090/Frank-Walter-Steinmeier-zeigt-Groesse-in-schwerer-Zeit.html">Welt Online</a> gemeint.</p>
<p>Was macht den Mann eigentlich gr&#246;&#223;er als viele andere Menschen, die dergleichen Opfer tagaus tagein f&#252;r Ihre Liebsten und Familienangeh&#246;rigen bringen? Der Bekanntheitsgrad?</p>
<p>Ich w&#252;nsche Herrn und Frau Steinmeier alles Gute und baldige Genesung.<br />
Und der Welt-Journalistin etwas mehr Bodenhaftung.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Chipkarten f&#252;r alle!</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 21:16:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich h&#228;tte nicht gedacht, dass ich mal einem Kommentar von Georg Paul Hefty zustimmen w&#252;rde. Aber er hat so recht, wenn er &#252;ber die »Chipkarte f&#252;r Kinder« schreibt: Somit stehen die ersten Gewinner der Idee Frau von der Leyens schon fest: die Apparatebauer. Mutma&#223;lich muss jeder deutsche Sportverein, jedes Schwimmbad, jedes Museum, jeder Tierpark und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich h&#228;tte nicht gedacht, dass ich mal <a href="http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~ED28A9C42570E4DE2B1D87257C114906D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">einem  Kommentar</a> von Georg Paul Hefty zustimmen w&#252;rde. Aber er hat so recht, wenn er &#252;ber die »Chipkarte f&#252;r Kinder« schreibt:</p>
<blockquote><p>Somit stehen die ersten Gewinner der Idee Frau von der Leyens schon fest: die Apparatebauer. Mutma&#223;lich muss jeder deutsche Sportverein, jedes Schwimmbad, jedes Museum, jeder Tierpark und jeder Konzertbau, wohl auch jede Ganztagsschule mit einem Ger&#228;t ausgestattet werden, um allen Kindern in Stadt und Land die T&#252;ren zu &#246;ffnen.</p></blockquote>
<p>Diese Mischung aus Maternalismus und Technokratie ist unertr&#228;glich. Und so wandle ich extra f&#252;r Frau von der Leyen einen alten Hacker-Spruch ab:</p>
<p><em>Wenn Sie denken, dass Sie mit Technik soziale Probleme l&#246;sen k&#246;nnen, dann haben Sie weder die Probleme noch die Technik verstanden.</em></p>
<p>Aber Einw&#228;nde haben die Frau Ministerin ja auch damals schon nicht erreicht, als sie auf allen Kan&#228;len Propaganda f&#252;r die Websperren machte.<br />
<hr />
]]></content:encoded>
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		<title>Das missbrauchte Verursacherprinzip</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/20/das-missbrauchte-verursacherprinzip/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 07:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umweltpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Prinzip zu verstehen, hei&#223;t noch lange nicht, es richtig anzuwenden. Das hat der FDP-Abgeordnete Horst Meierhofer dieser Tage in der taz bewiesen, als er die Einf&#252;hrung einer Plastikt&#252;tensteuer als &#8220;urliberal&#8221; bezeichnete. Kein Zweifel, knappe Ressourcen werden nur dann nutzenmaximierend verteilt und damit effizient eingesetzt, wenn ihre Nutzer auch die vollst&#228;ndigen Kosten tragen. Nur leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Prinzip zu verstehen, hei&#223;t noch lange nicht, es richtig anzuwenden. Das hat der FDP-Abgeordnete Horst Meierhofer dieser Tage <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/ade-umweltverschmutzer/">in der taz bewiesen</a>, als er die Einf&#252;hrung einer Plastikt&#252;tensteuer als &#8220;urliberal&#8221; bezeichnete. Kein Zweifel, knappe Ressourcen werden nur dann nutzenmaximierend verteilt und damit effizient eingesetzt, wenn ihre Nutzer auch die vollst&#228;ndigen Kosten tragen. Nur leider ist f&#252;r dieses Ideal die Realit&#228;t stets zu komplex, so dass wir es in vielen F&#228;llen mit einer &#220;bernutzung nat&#252;rlicher Ressourcen zu tun haben und die Menschen gezwungen sind, sich anderweitig Gedanken &#252;ber die L&#246;sung der damit verbundenen Probleme zu machen. Das ist meistens teurer, als unter Anwendung des Verursacherprinzips schon das &#220;bel an der Wurzel zu packen. Nichts scheint einfacher, als eine Abgabe aus der Instrumentenkiste der &#214;konomen zu holen, um damit den Konsumenten zur Vernunft zu zwingen. Soweit bleibt der Liberalismus gewahrt, auch wenn die Theorie sich mit der Definition und dem Schutz von Eigentumsrechten begn&#252;gt, ein Denkansatz dessen theoretischer Charme mitunter ebenfalls an dem dazu erforderlichen Transaktionsaufwand scheitert.</p>
<p>Doch so einfach das Prinzip, so schwer seine Umsetzung. Schlie&#223;lich ist es eine sehr komplizierte Frage, wie hoch die Verursacherkosten &#252;berhaupt sind, wonach eine solche Abgabe zu bemessen sei. Genau an dieser Stelle entgleitet Herr Meierhofer der Liberalismus, denn er sekundiert die Gr&#252;nen in ihrer Forderung nach einer Plastikt&#252;tenabgabe, deren H&#246;he so kalkuliert wird, dass den Konsumenten nur noch der Verzicht bleibt, was einem ziemlich unliberalen Verbot der Henkelt&#252;te gleich kommt. Wer eine Abgabe als urliberal bezeichnet, die, wie etwa in Irland praktiziert, den Verbraucher <a href="http://liberalesinstitut.wordpress.com/2010/08/19/ist-eine-plastiktutensteuer-urliberal/#comment-1213">rund 2800 Euro pro Tonne Kohlendioxid</a> berappen l&#228;sst, muss sich ernsthaft fragen lassen, ob diese Art des Liberalismus nicht nur ein Deckm&#228;ntelchen f&#252;r die Gelegenheit ist, das &#246;kopolitische Sammelsurium eines wohlgef&#228;lligen gr&#252;nen Zeitgeistes ganz zuf&#228;llig f&#252;r die FDP im Bundestag austoben zu k&#246;nnen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kapitalismus als Freiheit</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/20/kapitalismus-als-freiheit/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 20:01:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsatzfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Presse / SPON- und taz-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Kapitalismus oder Freiheit &#8211; ist das die Alternative? Klar, f&#252;r Linke eh, aber bei denen liegt es an einem etwas eigenartigen Verst&#228;ndnis von Freiheit. Aber auch f&#252;r ideologisch weniger Festgelegte scheint das logisch zu sein, und zumindest im Fall des SPON-Schreibers Schultz liegt das hier sogar an einem seltsamen Verst&#228;ndnis beider Begriffe. Fangen wir an: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kapitalismus oder Freiheit &#8211; ist das die Alternative?</p>
<p>Klar, f&#252;r Linke eh, aber bei denen liegt es an einem etwas eigenartigen Verst&#228;ndnis von Freiheit. Aber auch f&#252;r ideologisch weniger Festgelegte scheint das logisch zu sein, und zumindest im Fall des <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,712637,00.html">SPON-Schreibers Schultz</a> liegt das hier sogar an einem seltsamen Verst&#228;ndnis beider Begriffe. Fangen wir an:</p>
<blockquote><p>In der Debatte &#252;ber die Zukunft des Internets gibt es zwei konkurrierende Denkschulen: auf der einen Seite die der Freiheit, auf der anderen die des Kapitalismus. Die Verfechter der Freiheit k&#228;mpfen f&#252;r  etwas. F&#252;r die Offenheit des World Wide Web. F&#252;r die bedingungslose Gleichberechtigung aller Angebote und Informationen. F&#252;r die Selbstbestimmung des Individuums. Sie k&#228;mpfen daf&#252;r, dass wir uns nach vorne lehnen, Informationen suchen, Neues entdecken und selbst Neues erschaffen.<span id="more-5133"></span></p>
</blockquote>
<blockquote><p>Die Verfechter des Kapitalismus k&#228;mpfen um etwas. Um die Kontrolle &#252;ber das World Wide Web. Um die Hierarchisierung der Angebote und Informationen, darum, dass ihre eigenen Produkte denen der Konkurrenz preislich oder qualitativ &#252;berlegen sind. Um Macht &#252;ber die Aufmerksamkeit des Individuums. Sie k&#228;mpfen darum, dass wir uns zur&#252;cklehnen, Antworten erhalten, Neues empfohlen bekommen. Darum, dass wir konsumieren. </p>
</blockquote>
<p>Zum Kapitalismus geh&#246;rt eine Spezies, die nur in ihm und sonst nirgendwo vorkommt. Es handelt sich hier um den Unternehmer. Was ist sein Job? Richtig: &quot;Informationen suchen, Neues entdecken und selbst Neues erschaffen.&quot; So sehr ich ein Freund Freier Software bin, so sehr muss ich auch konstatieren, dass die Innovationskraft in diesem Bereich sehr gering ist. Was heute die Attraktivit&#228;t Freier Software mit ausmacht, hat sie im wesentlichen den Ideen von Unternehmern zu verdanken, die in einem Prozess von Versuch und Irrtum sich allm&#228;hlich an die Pr&#228;ferenzen der Nutzer angen&#228;hert haben. Wie erkl&#228;rt sich diese eklatante Fehlzuordnung? Vermutlich mit einer Karikatur des Begriffs &quot;Kapitalismus&quot;. Wie diese aussieht, daf&#252;r liefert der Autor dann ja auch Hinweise: &quot;Kontrolle&quot;, &quot;Hierarchisierung&quot;, &quot;&#252;berlegen&quot;, &quot;Macht&quot;, &quot;konsumieren&quot;. </p>
<p>Aber bitte: &quot;Kontrolle &#252;ber das World Wide Web&quot;? Es ist doch gerade der Kapitalismus und das ihm origin&#228;r zumindest zeitweise immanente (und ordoliberal staatlich gew&#228;hrte) Prinzip des Wettbewerbs, was verhindert, dass eine Person oder eine Organisation alleine die Kontrolle &#252;ber das Netz gewinnt. Die einzige Institution, die das &#252;berhaupt gew&#228;hrleisten k&#246;nnte, ist der Staat. Und die liberale Antwort darauf ist, ihm die Instumente daf&#252;r aus der Hand zu nehmen (w&#228;hrend die linke Antwort die Instrumente nicht verabscheut und stattdessen auf die Zwecke abhebt). </p>
<p>Im folgenden entwirft der SPON-Schreiber einem Artikel von &quot;Wired&quot; folgend ein Szenario, in dem der Einzelne durch finstere Kr&#228;fte so &quot;manipuliert&quot; wird, dass er den Interessen der &quot;Kapitalismusbef&#252;rworter&quot; (hier in wundersamer Metamorphose gleichgesetzt mit den Vertretern bestimmter auf die Gestaltung des Internet bezogenen Interessen) willig folge leistet. Statt die Segnungen des &quot;offenen Web&quot; zu genie&#223;en, ergibt sich der Verbraucher dumpf der Offensive weniger Konzerne und bevorzugt gegen sein eigentlich ureigenes Interesse (oder warum sonst gibt es hier ein Problem?) die ihm von den b&#246;sen Kapitalisten angebotenen &quot;Apps&quot;.</p>
<blockquote><p>Und der Konsument selbst sei nur allzu gern bereit, seine pers&#246;nliche Freiheit der Bequemlichkeit zu opfern. </p>
</blockquote>
<p>Erwachet! Kehret um! Beichtet! Und der SPON-Schreiber muss uns noch nicht einmal zur Reue ermahnen, denn er hat eine andere frohe Botschaft: Das Internet wird &quot;die erste Infrastruktur&quot; sein, die sich dem Kapitalismus widersetzt. Wir erinnern uns: &quot;Kapitalismus&quot;, das ist &quot;top-down&quot;, wo die einen den anderen vorschreiben, was sie zu konsumieren haben.</p>
<p>Komisch, dass schon unser aller Alltagswahrnehmung auf das Gegenteil hinausl&#228;uft. Ich habe mir z.B. letztes Jahr ein neues Auto gekauft, weil ich f&#252;r meinen Job einen fahrbaren Untersatz brauchte. Also war schon der Anlass wenig durch die Pkw-verkaufenden Kapitalisten bestimmt. Und ich bin extrem gespannt, wie mir jemand verkaufen will, dass meine konkrete Entscheidung von Zw&#228;ngen bestimmt war. Machen wir uns nichts vor: Hinter solchen Vorw&#252;rfen steckt nichts anderes als Arroganz. Der Schreiber hat&#8217;s ja durchschaut, und seiner Leserschaft r&#228;umt er es auch ein, aber die anderen Doofies, die fallen auf sowas eben zwingend rein.</p>
<p>Das Problem, vor dem wir hier scheinbar stehen, ist ein einfaches, wenn wir uns einfach mal von beliebten Schubladen trennen.</p>
<p>&quot;Kapitalismus&quot; ist nicht nur das, was man sich vielleicht als Ergebnis einer &quot;Herrschaft der Konzerne&quot; vorstellt, sondern Kapitalismus bedeutet auch Marktzugang, Wettbewerb und Innovation. Die &quot;Ordoliberalen&quot; haben versucht, letzteres konzeptionell sicherzustellen, um ersteres zu verhindern, aber sie waren leider blind f&#252;r die Versuchungen des angeblich neutralen Schiedsrichters, also des Staates. Aber die Grundbedingungen des Kapitalismus, also z.B. die Eigentumsfreiheit, haben dazu gef&#252;hrt, dass sich unterschiedlichste Modelle im Internet etablieren konnten, und die durch das Netz herbeigef&#252;hrte Transparenz hat die kapitalistischen M&#228;rkte ein wenig mehr in Richtung der gew&#252;nschten Effizienz bewegt, was tats&#228;chlich insbesondere den Endverbrauchern zugute kommt. Man merke: M&#228;chtige Unternehmen sind nie Freunde des Kapitalismus. Dessen Grundpinzipien des offenen Zugangs und Wettbewerbs sind die gr&#246;&#223;en Feinde nicht-staatlicher Machtzusammenballungen. Sie gilt es zu st&#228;rken und nicht etwa die einen Vermachtungsprinzipien auf die andere Ebene zu &#252;bertragen,  nur weil &quot;Demokratie&quot; einen gott&#228;hnlichen Status erlangt hat.</p>
<p>Kapitalismus ist das, was sich als Ergebnis aus Millionen dezentraler Entscheidungen ergibt. Damit ist Kapitalismus auch die beste Gew&#228;hr f&#252;r die Freiheit, die wir haben. Die angebliche Alternative entpuppt sich als Scheingegensatz.</p>
</p></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ist Marketing nicht liberal?</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/19/ist-marketing-nicht-liberal/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 07:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsatzfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem gestrigen Beitrag auf Denken f&#252;r die Freiheit habe ich mich &#252;ber die m.E. absurde Begr&#252;ndung des amerikanischen Justizministeriums, der Amazon Kindle w&#228;re f&#252;r Blinde nicht barrierefrei, f&#252;r ein Veto gegen ein Pilotprogramm an Universit&#228;ten lustig gemacht. Ein prompte Leserreaktion war, dass eine solche Marketingaktion der Firma Amazon den Liberalismusgedanken per se verletzen w&#252;rde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem gestrigen <a href="http://liberalesinstitut.wordpress.com/2010/08/18/us-regierung-e-book-reader-diskriminieren-blinde/">Beitrag auf Denken f&#252;r die Freiheit</a> habe ich mich &#252;ber die m.E. absurde Begr&#252;ndung des amerikanischen Justizministeriums, der Amazon Kindle w&#228;re f&#252;r Blinde nicht barrierefrei, f&#252;r ein Veto gegen ein Pilotprogramm an Universit&#228;ten lustig gemacht. Ein prompte Leserreaktion war, dass eine solche Marketingaktion der Firma Amazon den Liberalismusgedanken per se verletzen w&#252;rde, handele die Firma doch aus strategischen Gr&#252;nden, um ihren Marktanteil zu erh&#246;hen.<br />
Diese Leserreaktion steht stellvertretend f&#252;r eine eigenartige Attit&#252;de, die sich in der &#214;ffentlichkeit breit macht. Werbung und Produktpromotion wird zunehmend als illegitimes Instrument des Wettbewerbs, ja sogar als wettbewerbsfeindlich angesehen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Staat zunehmend in der Lage ist, die Wettbewerbsinteressen einflussreicher Akteure durch die Regulierung der Unternehmenskommunikation zu beeinflussen. Nicht die Abwesenheit von Zwang, als konstituierendes Element freiwilligen Marktaustauschs, wird als Messlatte f&#252;r das Funktionieren des Marktes herangezogen, sondern die ganz pers&#246;nliche Einstellung zu diesem oder jenem Produkt bzw. der einen oder der anderen Firma. Eine derartig prinzipienlose Bildung von Ma&#223;st&#228;ben f&#252;r die Wettbewerbsregulierung &#246;ffnet gerade T&#252;r und Tor f&#252;r den diskretion&#228;ren Einfluss einzelner Unternehmensinteressen in der Wettbewerbspolitik, genau das, wovor die meisten Gegner eines aggressiven Produktmarketing Angst haben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Endlich wird das mal geahndet!</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/17/endlich-wird-das-mal-geahndet/</link>
		<comments>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/17/endlich-wird-das-mal-geahndet/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 14:29:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=5122</guid>
		<description><![CDATA[Wahnsinn! Wettbewerbsbeh&#246;rde mahnt Angela Merkel und Guido Westerwelle wegen irref&#252;hrender Werbung ab! Statt Steuerentlastung und -vereinfachung w&#252;rde der Kunde nun teilweise sogar mehr Steuern bezahlen und ein kaum weniger kompliziertes System vorfinden. Beiden Politikern wurde eine Frist bis n&#228;chsten Montag gesetzt, eine Erkl&#228;rung zu unterzeichnen, solche Behauptungen k&#252;nftig zu unterlassen. Endlich bleibt das mal nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahnsinn! Wettbewerbsbeh&#246;rde mahnt Angela Merkel und Guido Westerwelle wegen irref&#252;hrender Werbung ab! </p>
<p>Statt Steuerentlastung und -vereinfachung w&#252;rde der Kunde nun teilweise sogar mehr Steuern bezahlen und ein kaum weniger kompliziertes System vorfinden.<br />
Beiden Politikern wurde eine Frist bis n&#228;chsten Montag gesetzt, eine Erkl&#228;rung zu unterzeichnen, solche Behauptungen k&#252;nftig zu unterlassen.<br />
Endlich bleibt das mal nicht straffrei!</p>
<p>Ups. Habe mich <a href="http://www.zeit.de/auto/2010-08/Opel-Werbung-Wettbewerbszentrale">verlesen</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Neues aus Absurdistan</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 14:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut &#8220;Welt Online&#8221; hat unser Verteidigungsminister gesagt: „Radikale Islamisten wie Hekmatjar oder Taliban-F&#252;hrer Mullah Omar kommen dann als Gespr&#228;chspartner in Frage, wenn sie Bedingungen wie zum Beispiel einen Gewaltverzicht oder den Respekt vor Frauenrechten erf&#252;llen.“ Das nenne ich mal Ironie! Und weder SPON noch Welt haben&#8217;s gemerkt, dass er von schwarzen Schimmeln spricht. &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211; Korrektur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut &#8220;<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article9051086/Die-Taliban-als-neue-Partner-der-Bundesregierung.html">Welt Online</a>&#8221; hat unser Verteidigungsminister gesagt: </p>
<p>„Radikale Islamisten wie Hekmatjar oder Taliban-F&#252;hrer Mullah Omar kommen dann als Gespr&#228;chspartner in Frage, wenn sie Bedingungen wie zum Beispiel einen Gewaltverzicht oder den Respekt vor Frauenrechten erf&#252;llen.“</p>
<p>Das nenne ich mal Ironie! Und weder SPON noch Welt haben&#8217;s gemerkt, dass er von schwarzen Schimmeln spricht.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Korrektur (Dank an dirk): Das oben Gesagte stammt nicht vom Verteidigungsminister sondern von Philipp Mi&#223;felder (MdB, CDU).</p>
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		<title>Virtuelle Enteignung</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/17/5113/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 10:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Medienhysterie um Googles Streetview hat in Deutschland (und nur dort) zu merkw&#252;rdigen Effekten gef&#252;hrt. Da echauffieren sich lauter Politiker, die den Anblick einer Hausfassade f&#252;r schutzw&#252;rdiger halten als die pers&#246;nlichsten Daten der B&#252;rger &#8211; denn gleichzeitig beschlie&#223;en sie Gesetze, die gravierend in die Privatsph&#228;re eingreifen. Da finden sich B&#252;rger, die sich vor ihrem Haus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Medienhysterie um Googles Streetview hat in Deutschland (und nur dort) zu merkw&#252;rdigen Effekten gef&#252;hrt.</p>
<p>Da echauffieren sich lauter Politiker, die den Anblick einer Hausfassade f&#252;r schutzw&#252;rdiger halten als die pers&#246;nlichsten Daten der B&#252;rger &#8211; denn gleichzeitig beschlie&#223;en sie Gesetze, die gravierend in die Privatsph&#228;re eingreifen.</p>
<p>Da finden sich B&#252;rger, die sich vor ihrem Haus photographieren lassen, um <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2010/08/street-view-kritiker-melden-ersten.html">dagegen zu protestieren</a>, da&#223; ihr Haus abgebildet wird.</p>
<p>Da fordert ein bekannter Internet-Analphabet <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/08/16/verbrecherjagd-mit-street-view/">virtuelle Polizeistreifen</a>.</p>
<p>Und in diesem Klima setzen &#8220;Datensch&#252;tzer&#8221; ganz abstruse <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,712232,00.html">Widerspruchsm&#246;glichkeiten</a> durch.</p>
<p><span id="more-5113"></span><br />
Denn nicht nur die Besitzer von H&#228;usern d&#252;rfen beantragen, da&#223; diese in den Abbildungen geschw&#228;rzt werden. Sondern auch Leute, die zur Miete drin wohnen. Bei einem gro&#223;en Wohnhaus reicht also ein einziger Bewohner, um das komplette Haus dauerhaft aus Streetview zu entfernen.</p>
<p>Ein Widerspruchsrecht der &#252;brigen Bewohner und vor allem des Besitzers ist nicht vorgesehen. Diese werden nicht einmal informiert, da&#223; ein Sperrantrag gestellt wurde. Eine Legitimitationspr&#252;fung findet auch nicht statt.</p>
<p>Wenn ein Hausbesitzer meint, sein Geb&#228;ude d&#252;rfe ausgerechnet in Google Streetview nicht abgebildet sein &#8211; meinetwegen. Das finde ich zwar ziemlich kindisch, aber dann wird es halt geschw&#228;rzt. In allen &#252;brigen <a href="http://www.doodle.com/participation.html?pollId=2ur4ifhm5467puxz&amp;0=0&amp;1=0&amp;2=0&amp;3=0&amp;4=0&amp;5=0&amp;6=0&amp;7=0&amp;8=0&amp;9=0&amp;10=0&amp;11=0&amp;12=0&amp;13=0&amp;14=0&amp;15=0&amp;participantKey=#latestComment">Internetanwendungen</a> kann es ja immer noch abgebildet werden.</p>
<p>Aber es ist schon krass, wie hier Hausbesitzer de facto enteignet werden sollen, d.h. nicht mehr selber &#252;ber die Ver&#246;ffentlichung entscheiden d&#252;rfen. Sondern erst beim eigenen virtuellen Besuch ihrer Stra&#223;e feststellen, da&#223; ihr Haus fehlt &#8211; weil Wochen vorher ein Mieter oder ein b&#246;ser Nachbar sie angeschw&#228;rzt hat.</p>
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		<title>Weiter ein Thema: der Bau von Moscheen</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2010/08/16/weiter-ein-thema-der-bau-von-moscheen/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 17:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundsatzfragen]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse / SPON- und taz-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der &#34;Achse des Guten&#34; verteidigt Hannes Stein das Recht von Muslimen, in westlichen Staaten Moscheen zu bauen, obwohl in muslimischen Staaten anderen Religionen ein vergleichbares Recht nicht gew&#228;hrt wird, und sofort wird ihm widersprochen, erst von den Adepten, dann vom Meister selbst, der Stein deshalb sogar zum &#34;Gutmenschen&#34; ernennt. Aus liberaler Sicht ist die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der &quot;Achse des Guten&quot; <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/moscheen_hier_kirchen_dort/">verteidigt Hannes Stein</a> das Recht von Muslimen, in westlichen Staaten Moscheen zu bauen, obwohl in muslimischen Staaten anderen Religionen ein vergleichbares Recht nicht gew&#228;hrt wird, und sofort wird ihm widersprochen, erst von den <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/na_ja/">Adepten</a>, dann <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/quid_pro_quo1/">vom Meister selbst</a>, der Stein deshalb sogar zum &quot;Gutmenschen&quot; ernennt. Aus liberaler Sicht ist die Sache eindeutig: Wem der Grund und Boden geh&#246;rt, der darf darauf selbstverst&#228;ndlich auch eine Moschee errichten. Eigentlich. Was aber tut man, wenn es sich bei diesem jemand um eine staatliche Organisation handelt? Meines Erachtens &#228;ndert sich an der liberalen Einordnung dadurch nichts, so lange diese Organisation sich wie eine Privatorganisation verh&#228;lt und keine Sonderrechte durchzusetzen vermag. </p>
<p>Die liberale Position wurde <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,8100737,00.html">von US-Pr&#228;sident Obama formuliert</a>: Einmal grunds&#228;tzlich <a href="http://www.whitehouse.gov/blog/2010/08/14/president-obama-celebrates-ramadan-white-house-iftar-dinner">so</a> wie von mir oben: </p>
<blockquote><p>As a citizen, and as President, I believe that Muslims have the same right to practice their religion as everyone else in this country.  (Applause.)  And that includes the right to build a place of worship and a community center on private property in Lower Manhattan, in accordance with local laws and ordinances.  This is America.  And our commitment to religious freedom must be unshakeable.  The principle that people of all faiths are welcome in this country and that they will not be treated differently by their government is essential to who we are.  The writ of the Founders must endure.</p>
</blockquote>
<p>Und dann speziell mit dem <a href="http://abcnews.go.com/US/wireStory?id=11403133">Hinweis</a> darauf, dass nicht jede Wahrnehmung von Rechten auch eine besonders gute Idee sein muss. Die Medien haben das aus mir unerfindlichen Gr&#252;nden (jedenfalls jenseits des immer popul&#228;rer werdenden Obama-Bashings) als Wackelei und Widerspr&#252;chlichkeit interpretiert [1]. Doch Freiheit sollte verantwortungsvoll wahrgenommen werden. Jedenfalls darf es niemanden verwundern, wenn sich gegen das Projekt, ein gro&#223;es Islam-Zentrum mit Moschee nah am &quot;Ground Zero&quot; zu errichten, Widerstand regt und dass Angeh&#246;rige der Opfer und andere New Yorker wenig Verst&#228;ndnis daf&#252;r haben, wenn ausgerechnet unweit des Ortes, wo jemand mit einem &quot;Allahu akbar&quot; auf den Lippen Tausende von Menschen in den Tod geschickt hat, diese Formel wieder und wieder ausgerufen werden soll. <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article7719901/New-Yorks-Monster-Moschee-am-Ground-Zero.html">Hinzu kommen</a> ein nicht gerade auf Konfliktfreiheit ausgerichteter Name (&quot;Cordoba&quot;) und eine unklare Finanzierung dieses 100-Millionen-Dollar-Projekts. </p>
<p>Es bleibt also den Initiatoren &#252;berlassen, wie sehr sie zur Kenntnis nehmen, dass ihr Vorhaben viele Menschen provoziert. Und der Rest der Welt kann sich seinen Teil dazu denken.</p>
<p>[1] Jetzt habe ich noch einen Grund gefunden: V&#246;llig ungerechtfertigt hat (hier als Beispiel f&#252;r viele) das Flaggschiff des &#246;ffentlich-rechtlichen Qualit&#228;tsfernsehen, die sozusagen halbamtliche &quot;Tagesschau&quot;, die erste Stellungnahme Obamas <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/groundzero116.html">als Bef&#252;rwortung interpretiert</a> und muss jetzt, will es diese grobe Fehlwiedergabe nicht einr&#228;umen, eine Verweigerung der Parteinahme als &quot;<a href="http://www.tagesschau.de/ausland/groundzero122.html">zur&#252;ckrudern</a>&quot; bezeichnen. Wo w&#228;ren wir ohne diese Grundversorgung? Im oben auch verlinkten &quot;Heute&quot;-Beitrag wird immerhin mit der Formulierung </p>
<blockquote><p>Die &#196;u&#223;erungen waren als Unterst&#252;tzung f&#252;r das Projekt verstanden worden.</p>
</blockquote>
<p>prinizipiell einger&#228;umt, dass man selbst etwas falsch gesehen haben k&#246;nnte, auch wenn das gew&#228;hlte Passiv wohlweislich keine Handelnden erfordert.</p>
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