U21-EM: Blonde und Blauäugige siegen

Die Jermaine-Jones-These, wonach man in Deutschland blond und blauäugig sein müsse, um in die Nationalelf zu kommen, wurde in Halmstad insbesondere beim 2:0 eindrucksvoll bestätigt:

Nach genialem Pass des blonden und blauäugigen Khedira leitete der blonde und blauäugige Özil selbstlos weiter auf den leider haarlosen, aber hoffentlich wenigstens blauäugigen Dejagah, der den schönen Spielzug mühelos vollendete. Ob die New York Times darüber berichten wird? Oder darüber, wo der wirklich blondeste deutsche Spieler gestern, also der Sportskamerad Beck aus Hoffenheim, geboren wurde?

Bundesliga-Notizen 2009/10, vor dem 1. Spieltag (I)

Das erzwungene Deutschland-Bild

Um Vorurteile muss man kämpfen. Das gilt auch für amerikanische Medien. Ich glaube Jermaine Jones (Seite 4), wenn er versichert, dass er die Behauptung, man müsse blond und blauäugig sein, um ins deutsche Nationalteam aufgenommen zu werden, abgelehnt habe. Alles andere wäre auch lächerlich, wenn man sich überlegt, wer da alles beim letzten Länderspiel auf dem Platz stand.

Verträge

Als Liberaler ist man ja irgendwie Vertragsmensch. Andererseits ist auch nichts gegen die uralte Weisheit zu sagen, die heutigen Chinesen empfiehlt, Verträge nur als Festhalten eines vergangenen Augenblicks anzusehen. Fußballer wissen das längst (Seite 3). Langfristige Verträge machen sie wertvoller, erfüllen sonst aber keinen Zweck, also schon gar nicht den, der in ihnen formuliert wurde. Und bei den Handgeldern, die da so im Umlauf sind, profitieren von hohen Ablösesummen alle: der abgebende Verein, der Spieler und der Berater. Und der aufnehmende Verein bekommt den Wunschspieler. Möge er mit dem Charakterschwein glücklich werden.

Texas hat was

Wieder ein Musikverweis auf “unfrisiertes“, und diesmal geht es nicht um Jazz…

Federer

Der Titel sagt alles.

Ich interessiere mich für Tennis, seitdem Arthur Ashe 1975 in Wimbledon Jimmy Connors schlug. Seitdem, und das änderte sich nicht, als ich den Sport selbst erlernte, habe ich eine Schwäche für die Spieler, die roher Schlaggewalt (die schwierig genug ist) Eleganz und Taktik entgegen setzen.

Roger Federer ist für mich der perfekte Tennisspieler. Seine Schlagbewegungen sind vollkommen sauber und natürlich, nichts wirkt angestrengt und künstlich. Wenn er auf dem Höhepunkt seines Schaffens ist, gibt es keinen Gegensatz mehr zwischen Platz, Ball und Schläger – alles wird zu einer Einheit, die dem Willen des Spielers gehorcht. Nicht, weil man sie zwingt, sondern weil man ihr den Weg zeigt.

Schon Pete Sampras hatte meine ganze Bewunderung. Aber Roger Federer setzt dem noch eine Schippe drauf. Was er über Jahre hinweg gezeigt hat, wird so leicht niemand mehr bewältigen. Und es spricht letztlich für den Sport, dass der größte Ästhet auch zum größten Könner wurde.

Kunst kommt von Killen

Ich schaffe es schon gar nicht mehr mich darüber aufzuregen, dass schon wieder Beiträge über Killerspiele die Frontseite von Google News zieren. Mein übliches Gezetere bleibt aus und ich greife mal zwei neue Aspekte heraus:

1. Der Beschluss der Innenminister sieht ein Herstellungsverbot für “Spiele, bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ist” vor.
Ich denke unter diese Definition fällt fast jeder First-Person-Shooter (FPS). Virtuelle Tötungshandlungen sind wesentlicher Bestandteil der meisten Exemplare. Selbst dann, wenn es sich um Genrevertreter handelt, die es explizit möglich machen, das Töten zu vermeiden (z.B. Deus-Ex oder Thief) besteht auch weiterhin die Möglichkeit, den virtuellen Feldzug möglichst martialisch zu gestalten.
Die größte deutsche Spieleschmiede (die auch relevant im internationalen Geschäft ist – bei deutschen Entwicklern eher selten der Fall) müsste, bei entsprechender Umsetzung des Beschlusses, wohl das Land verlassen. Aber wie manch’ Verstand (Sach fehlt) meint, handelt es sich hier sowieso um ein Unternehmen an dessen Händen Blut klebt. Unternehmen non grata.

2. These: Einige FPS sind durch die Kunstfreiheit geschützt und können daher nicht strikt verboten werden. Und ich meine nicht die einzelnen Bestandtteile wie Grafiken, Musik, etc. Ich meine als Gesamtkunstwerk.
Die Frage ob Videospiele überhaupt Kunst sein können, wurde in den USA schon vermehrt diskutiert, beispielweise in einem Streitgespräch zwischen Filmkritikerlegende Roger Ebert und Clive Barker. Eine Frage die für mich eindeutig mit “ja, sie können” zu beantworten ist. Einige sind keine Kunst, einige sind “niedere” Kunst und einige wenige müssen sich vor “hoher Kunst” nicht verstecken (Beispiel für die letzten beiden Kategorien hier).
Stellt sich die Frage ob auch die berühmt-berüchtigten Killerspiele Kunst sein können. Das Genre macht es auf jeden Fall schwieriger aber am Beispiel Bioshock (Szenario: gescheitertes libertäres Utopia im Art Déco-Design) zeigt sich für mich, dass es grundsätzlich möglich ist.
Die Kunstfreiheit gibt einem natürlich keine Narrenfreiheit – aber wie würde ein deutsches Gericht wohl seine Güterabwägung vornehmen, wenn es hart auf hart kommt?

Tipp: Ein interesanter Beitrag, der die Verträglichkeit eines generellen Verbotes mit dem Grundgesetz beleuchtet findet sich hier bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

“Asien-Reise”-Nachlese

Die “Asien-Reise” der deutschen Nationalmannschaft ist vorbei. Dabei handelte es sich um einen mehr oder weniger amüsanten Ausklang, der für mich aber einige Dinge wieder neu in Erinnerung rief oder bestätigte. Als Ergebnis dieser Erkenntnisanreicherung kommt hier die Rayson-Elf: (mehr…)

Kein Orden der Rechtsstaatlichkeit

Was war ich stolz, als ich als kleiner Schuljunge für ein funktionierendes Schlußlicht am Fahrrad, eine laut hörbare Klingel und ein paar auswendig gelernte Vorfahrtsregeln die “Goldene Eins im Straßenverkehr” an die Brust geheftet bekam. Irgendwie muss mir damals schon bewusst gewesen sein, dass man mit der Straßenverkehrsordnung ein Stückchen Rechtsstaat in den DDR-Alltag gerettet hatte, das sich jetzt als Argument gegen die Einordnung der DDR als Unrechtsstaat anbringen lässt. So sieht das offenbar ein Kommentator im Tagesspiegel, wenn er schreibt:

Gewiss, das Familienrecht oder die Straßenverkehrsordnung machen aus der DDR noch keinen Rechtsstaat. Aber sie begrenzen die Unrechtsstaatlichkeit, die sie in Bezug auf das Große und Ganze ihrer Struktur kennzeichnete.

Die DDR hatte also etwas rechtsstaatliches, weil man sich in politisch unverfänglichen Spähren des Zivillebens rechtsstaatlich anmutender Institutionen bediente. Das ist etwa so rechtstaatlich wie die Festellung, dass Hausfrauen in der DDR, wenn sie denn genügend Eier kaufen konnten, Sonntag morgen die Wahl zwischen Spiegel- oder Rührei hatten, ohne diesbezüglich einer staatlichen Reglementierung ausgesetzt zu sein. Aus der bloßen Existenz einer unverfänglich erscheinenden Rechtsnorm eine Schlußfolgerung über ihre Anwendung im Alltag ableiten zu wollen, grenzt im Rückblick auf die DDR-Realität durchaus an den Versuch der Geschichtsklitterung, weiß man doch wie weit es die Staatorgane der DDR mit Auslegung der DDR-Gesetze trieben. Es mag sein, dass der eine oder andere im DDR-Alltag das Gefühl haben konnte, an der Straßenkreuzung sein Vorfahrtsrecht rechtmäßig in Anspruch zu nehmen, doch hat ihn die Straßenverkehrsordnung im Zweifel nicht davor bewahrt, kurz darauf wegen staatsfeindlicher Aktivitäten in öffentliche Verwahrung genommen zu werden.

Warum Karlsruhe Hertha schlagen soll

Der eine oder andere wird es vielleicht schon mitbekommen haben, dass ich geborener Herthaner und erworbener KSC-Fan bin. Und seit einigen Wochen mache ich mir Gedanken über diese schicksalhafte letzte Partie der Saison. Ich hatte gehofft, dass es dann um nichts mehr geht. Aber weit gefehlt: Der KSC kann bei einem Sieg und der Niederlage einer von zwei Mannschaften noch den Relegationsplatz erreichen und bekäme dann noch eine Chance zum Klassenerhalt. Und die Hertha kann bei eigenem Sieg noch den dritten Platz der Tabelle erreichen, der zur Champions-League-Quali berechtigt.

Da ich irgendwie zu beiden Teams halte, muss ich mich entscheiden. Und da sage ich: Die Chance zum Klassenerhalt ist für den KSC wichtiger als die Champions League für Hertha. Zumal die Gefahr bestünde, dass Hertha doch noch Voronin verpflichtet. Ich aber sehe die Zukunft des Vereins bei den Stürmern, die bislang nur wenig zum Einsatz gekommen sind. Und wenn Geld da sein sollte, wäre es besser in einen Mittelfeldregisseur investiert als in einen Stürmer.

Hertha im UEFA-Cup (oder in dessen neuer Benamsung) reicht mir völlig, jetzt sollte auch noch der KSC drin bleiben.

Zwischenruf

Zwischen der – wie ich finde – wirklich sehr interessanten Parteitagsbloggerei mal wieder ein Verweis auf “unfrisiertes” für alle, die afrikanische Musik und/oder Jazz lieben.

Bundesliga-Notizen (noch 5 Spieltage)

Ok, es ist noch leicht verfrüht, weil ich zum Zeitpunkt des Schreibens nicht das Ergebnis Cottbus-Wolfsburg kenne, aber: Die Bayern sind draußen. (mehr…)

Statebook

Wenn Sie schon immer wissen wollten, wie eine Kombination der Daten aus StudiMeinVZ, Vorratsdatenspeicherung, staatlicher Datenspeicherung und Vollzeitüberwachung aussieht: Statebook gibt Ihnen einen ersten Eindruck. Mir ist das anfängliche Lachen im Hals steckengeblieben.

Kapitalismus in der Krise?

Angeblich entsteht die Krise des Kapitalismus wegen des Überflusses an Gütern. Tatsächlich, mit unglaublichem Tempo reduzieren Wettbewerb und technischer Fortschritt die ökonomische Knappheit. Und so wird es auch immer billiger ideologischen Unsinn über den Kapitalismus an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Ist eine Wirtschaftsordnung, die es seinen Feinden so leicht macht, nicht tatsächlich in der Krise? Ganz im Gegenteil!

Bundesliga-Notizen, die xten

Nachdem ich hier wochenlang die Tabellenführung meiner Hertha genossen habe, sehe ich mich nun in der Pflicht, auch den Abschied davon zu kommentieren.

Kurz: Ich bin zufrieden. Keine Sau hätte erwartet, dass Hertha zu diesem Zeitpunkt an dieser Stelle der Tabelle steht. Ich habe die Tabellenführung bewusst gefeiert in dem Wissen, dass sie nicht von Dauer sein würde. Die Mannschaft profitierte lange davon, dass niemand begriffen hat, wie sie spielt, aber diesen Bonus hat Favre jetzt nicht mehr. Zumal nächste Saison sowohl Pante als auch Voronin nicht mehr dabei sein werden. Jetzt geht es also an die Entwicklung einzelner Spieler, und da wird sich zeigen, ob der Schweizer aus Sch… Gold machen kann. Erste Anzeichen dafür sind da. Ich bin gespannt und freue mich.

[Raum für Updates nach dem KSC-Spie]

Ick bün al dor!

Was unterscheidet eigentlich den Staat von der supersympatischen RTL-Super Nanny? Das umschreibt Wolfgang Boger, der Herausgeber des Sammelbandes Der Staat als Super Super Nanny, sehr pointiert in dessen Vorwort:

Freilich unterscheidet sich der Staat in mindestens zwei Punkten erheblich von der Super Nanny. Während, erstens, die Super Nanny nur einige Tage bleibt, schickt uns der Staat von der Wiege bis zur Bahre nicht nur Formulare, sondern bleibt uns als Beraterin, Erzieherin, vor allem aber als (teuer entlohnte) Vormündin (wie man in der Schweiz sagt) erhalten. Seine prätendierten fachlichen Kompetenzen nehmen zu, seine juridischen ebenso. Die Super Nanny kann, zweitens, ihre segensreiche Wirkung nur dann entfalten, wenn die Familie in Not ihr Einlass gewährt, unser Staat dagegen sagt wie der Igel zum Hasen “Ick bün al dor!”, womit er völlig recht hat. Denn der Staat ist immer schon da und dies an mehreren Orten. Die staatliche Super Nanny ist also – richtig besehen – eine Super Super Nanny.

Viel mehr als dieser Vorgeschmack ist als Lektüreempfehlung für dieses Büchlein über die Abgründe der Political Correctness, Corporate Social Responsibility als gewinnwirtschaftliches Komplement einer Welt voller Gutmenschen, die Entdemokratisierung der Gesellschaft durch “moderne” Verbraucherschutzpolitik, die Gleichbehandlungspolitik als Entmündigungsstrategie, Sündensteuern, staatlich verordneten Gesundheitswahn und die schöne neue Welt des Gender-Mainstreamings nicht nötig. Hierfür gibt es – politisch total unkorrekt – einen Lesebefehl!

Warum sich Deutsche und Schweizer so schwer verstehen (und warum es doch ab und zu klappt)

schreibt wunderschön und auf äußerst sympathische Art und Weise Thomas Hürlimann bei der FAZ.

Disclaimer: Ich mag den Text nicht nur wegen der Schlusspointe.

Und noch zwei Wochen Spitzenreiter

Ok, ich habe angefangen, jetzt muss ich es durchziehen.

Meine beiden Lieblingsteams rahmen gerade die Tabelle ein. Und irgendwie handelt es sich da um Spiegelbilder. Während Hertha auch Partien gewinnt, in denen es nie danach aussah, verliert der KSC die Begegnungen, in denen fast nur er dominierte. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es dafür nur eine Erklärung: der Lauf. Bei der Hertha schaukelt es sich positiv auf, beim KSC negativ. Während die einen mit der festen Überzeugung auf den Platz gehen, irgendwie immer noch ein Ding mehr zu machen als der Gegner, und während Woronin notfalls vom Gegner angeschossen wird, um sein Ding zu machen, würden die KSC-Stürmer wahrscheinlich zehn Chancen brauchen, um einen Ball aus zwei Metern über die Linie zu drücken. Ganz abgesehen davon, dass sie kein Mittelfeld haben, das ihnen diese Zahl von Chancen offerieren würde.

Wenn Hertha Meister würde und der KSC abstiege, könnte ich das ertragen. Denn ich weiß, dass die Meisterchance eine einmalige ist, während der KSC die Chance hat, binnen kurzer Zeit wieder zurück zu kommen.

Wenn aber Hertha nur in den UEFA-Cup käme, und der KSC immer noch absteigen müsste, dann könnte ich mich über diese Saison nicht freuen. Leider ist das die realistischste Variante.

Aller guten Dinge sind drei

Huch – nun hat die Hertha noch eine Woche als Spitzenreiter bekommen. Eigentlich zwei weitere, weil der Vorsprung vor der Meute ja jetzt vier Punkte beträgt. Wird hier gerne mitgenommen. Angstgegner geschlagen und trotzdem in Umfragen zum Meisterschaftsfavoriten nie ernst genommen – das hilft. Aber dennoch: Am Ende werden sich die Millionen durchsetzen. Wenn die Hertha in den Top 5 bliebe, wäre das schon ein Riesending. Die Schale kann noch ein Jahr warten ;-)

Tragisch ist, was in dieser Saison mit dem KSC geschieht. Nach einigen “Bad Beats” in der Hinrunde hat man sich jetzt gründlich in eine Negativspirale hinein begeben, aus der im Moment jedenfalls kein Ausweg erkennbar ist.

Schon kurios, dass meine beiden Teams die Tabelle einrahmen. Aber die Extrasystole in meinem Herzen schlägt eben für Hertha…

Nachtrag: Alle reden über Woronin oder Pantelic, und das sicher völlig berechtigt. Aber mein Lieblings-Herthaner ist ein anderer, und das nicht nur, weil ich ein Faible für Ungarn habe: Pál Dárdai.

Unverhofft kommt oft

Nun bekomme ich sogar noch eine zweite Woche mit der Hertha als Tabellenführer geschenkt. Obwohl dieser Spieltag eher schlechte Nachrichten brachte, denn die Stärke Wolfsburgs gefährdet Herthas erhofften Platz für den internationalen Wettbewerb. Um so ärgerlicher sind die beiden krassen Fehlentscheidungen letzte Woche, also das nicht gegebene Tor von Cicéro und das irreguläre von Dzeko.

Aber dennoch wird man sich als Herthaner gerne an diese Saison erinnern. Es war die Saison, in der Woronin endlich einen Klub fand, bei dem er seine Stärken voll zur Geltung bringen konnte. Ich genieße es, so lange die Illusion einer dauerhaften Liaison noch möglich ist.

Wer Meister wird? Ich wage mal einen Tipp: Die Bayern werden es nicht.

Genossen

… habe ich nichts so sehr wie diese Woche, in der mein mir durch Vererbung vom Großvater übertragene Verein die Bundesliga anführte. Wohl wissend, dass es damit bald vorbei sein wird: Schließlich leidet eben dieser Verein unter zahllosen Fehlinvestitionen der Vergangenheit und kann sich glücklich schätzen, für ein paar Jahre diesen Super-Trainer angestellt zu haben, bevor der in eine der besser zahlenden Ligen verschwindet.

Aber die Liga muss Favre dankbar sein. Dankbar dafür, dass er ihr gezeigt hat, dass es vor allem die fußballerische Klasse ist, die Spiele entscheidet, und nicht der Etat. Fußballerische Klasse bei Hertha? Aber klar: Favre hat sich eine Mannschaft zusammengestellt, die das kleine 1×1 des Fußballs beherrscht. Und damit bis auf Hoffenheim so gut wie allen Mannschaften dieser Liga voraus ist. Dazu kommt noch das einmalige Glück, über Klasseleute wie Pantelic oder Woronin zu verfügen, deren Vertrag zum Ende der Saison ausläuft und die sich daher besonders anstrengen, um für die immer weniger werdende Schar der zahlungskräftigen Arbeitgeber attraktiv zu werden bzw. zu bleiben.

Herthas Spitzenposition ist ein Zeichen der Schwäche der Liga. Von mir aus kann die noch ein paar Monate lang schwach bleiben…

Sparvorschlag

Ich finde, in diesen schweren Zeiten sollte man das Geld für Sinnvolleres verwenden als für Bundesligaspiele. Mein Vorschlag: Nach diesem Spieltag die Saison beenden ;-)

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