2. Mai 2009
Kriegszustand
Wir alle wissen, dass Werbung und PR “lügen”. Sie “lügen” in dem Sinn, dass sie zwar z.T. vorgeben, sachliche Informationen vermitteln zu wollen, aber in Wirklichkeit ein komplett einseitiges und schöngefärbtes Bild zeichnen. Mit Politik verhält es sich nicht anders.
Es ist tatsächlich auffällig, wie die deutsche Politik sich darum herumzumogeln versucht, den Bürgern in Sachen Afghanistaneinsatz reinen Wein einzuschenken. Da muss, weil die Assoziation “Krieg” unbedingt zu vermeiden ist und man sich die Bundeswehr als mit höchstens Wattebäuschen werfende Gutmenscheneinheit vorzustellen hat, ein Angriff auf einen bewaffneten Konvoi verkauft werden wie ein Bombenanschlag auf, sagen wir mal, ein Einkaufszentrum. Da werden dann gefallene Soldaten zu praktisch zu “unschuldigen” Zivilisten stilisiert, die sich zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort befunden haben. Und von der Tatsache, dass der angegriffene Konvoi zurückschoss und dabei wahrscheinlich dem Feind ebenso Verluste zufügte, darf schon mal gar nicht berichtet werden.
Es ist ekelhaft. Mehr fällt mir dazu nicht ein.
Quellen:
“Augen geradeaus!” (Thomas Wiegold, FOCUS)
Weblog Sicherheitspolitik
Verfasst von Rayson um 15:02 Uhr in der Kategorie International, Politik, Rochus, Sprache (Trackback)
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