Ein Elch mit Nobelpreis

Ich hatte vor fast einem Jahr mal diesen Link gebracht, weil ich das für eine gelungene Satire hielt.

Aber wieder einmal bestätigt sich, dass die Wirklichkeit die Fähigkeiten selbst begnadeter Satiriker zu übertreffen imstande ist. Im August des Jahres 2002 schrieb doch tatsächlich mal ein Wirtschaftswissenschaftler:

To fight this recession the Fed needs more than a snapback; it needs soaring household spending to offset moribund business investment. And to do that, as Paul McCulley of Pimco put it, Alan Greenspan needs to create a housing bubble to replace the Nasdaq bubble.

Ich glaube, diese Art “Voodoo-Ökonomie” muss Paul Krugman gemeint haben, als er jüngst davon sprach, dass die meisten Arbeiten im Bereich der Makroökonomie in den letzten 30 Jahren bestenfalls unnütz, schlimmstenfalls aber schädlich waren. Leider sprechen die jüngsten Aussagen des Ökonomen, dem wir das obige Zitat verdanken, nicht dafür, dass er die Tragweite von Krugmans Feststellung begriffen hat.

(via Arnold Kling vom “EconLog”, mit weiteren interessanten Verweisen in den Kommentaren)

Skandal: Männer in der Krise benachteiligt!

Erschreckende Zahlen aus den USA: Die Arbeitslosenquote der Männer steigt in der Krise stärker an als die der Frauen! Wir fordern die sofortige Einberufung von Beauftragten für Männerjobs!

Kein Grund zum Steinewerfen?

Berlins Autonome wärmten sich gestern Abend schon einmal für die heutigen Maifeierlichkeiten auf. Mal sehen, was der heutige Tag in meinem Kiez so bringt?

Dabei fragt man sich, warum gerade die Herren und Damen von der Schnorrerfraktion so vehement gegen die Folgen der Finanzkrise protestieren. Ja klar, langsam scheint die Krise am Arbeitsmarkt anzukommen, doch was stört das jemanden, der ohnehin noch nie Bock zum Jobben hatte. Und wer nicht arbeitet zahlt auch keine Steuern, aus denen derzeit die großzügigen Konjunkturpakete zusammengeschnürt werden.

Soeben meldet auch das Statistische Bundesamt, dass die deflationäre Wirkung der Krise sich in den geringsten Preissteigerungsraten seit fast einem Jahrzehnt äußert, wobei ein Teil der Grundnahrungsmittel sogar von Preissenkungen profitierte. Zugegebenermaßen sind die autonomen Grundnahrungsmittel der Rubrik Alkoholische Getränke und Tabakwaren auch diesen Monat wieder etwas teurer geworden. Man kann nur hoffen, dass dies durch günstige Hundefutterpreise kompensiert wird. Aber auch die Preisentwicklung am Berliner Wohnungsmarkt ist in nicht gerade ein Grund für Randale, zumal der Druck auf die Wagenburgflächen als Standorte für Immobilieninvestitionen inzwischen deutlich nachgelassen haben sollte. Insgesamt dürften staatliche Sozialtransfers und die geschnorrten Groschen derzeit weit weniger strapaziert werden als in einer ausgemachten Boomphase der Wirtschaft.

Allerdings machen niedrigere Preise im Verkehr und in der Nachrichtenvermittlung den Randaletourismus einfacher und billiger, was die Kosten-Nutzen-Relation unserer Berufsrevolutionäre wieder nach oben treibt. Noch nie hat das verhasste System eine so gute und preiswerte Infrastruktur für die Organisation des Klassenkampfes geliefert. Und einen Grund zur Klage gäbe es auch: Deutschlands Autonome dürften kaum von den deutlichen Preissenkungen im Bildungswesen profitieren, schließlich wird der Konsum in diesem Bereich ja traditionell konsequent verweigert.

Update: Nähere Recherchen beim Statischen Bundesamt ergaben, dass die Entwicklung der Hundefutterpreise nicht zu einer Entlastung autonomer Haushalte beigetragen hat. Dies könnte ein weiterer Grund für die vehemente Systemkritik sein, zumal das Sozialamt diesem Missstand noch weniger als die besorgte Öffentlichkeit Rechnung trägt.

Auswüchse der Gier: Die Politik greift ein!

Es gibt ein neues Beispiel, wie tief die Gier sich von oben in unsere Gesellschaft hineingefressen hat. (mehr…)

Historiker sagen: Konjunkturpakete geben Anlass zu Misstrauen

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Ich bereue

Gestern habe ich wieder unverantwortlich gehandelt. (mehr…)

Papierkrieger

Es scheint so, als wären nicht einmal Terrororganisation vor einer einfachen Wahrheit gefeit: mit der Größe Organisationen steigt die Wahrscheinlichkeit, notwendige Bürokratie durch einen Bürokratismus zu ersetzen.
Oder anders: “Bürokratie wächst dadurch, dass sich immer mehr Menschen verzetteln.”

Unsinn mit CO2

Dass es eine globale Erwärmung gibt, halte ich für wahrscheinlich. Dass der Mensch dabei mitgewirkt hat, für möglich.

Dass der Mensch aber in der Lage sein soll, durch die in diversen Protokollen Maßnahmen beschlossenen Maßnahmen diesen Wandel des Klimas zu stoppen, ist aus meiner Sicht eine mutige Behauptung. (mehr…)

Nasenbeinbruch

Die Figur “Gutenberg” im Mainzer Karneval gab dieses Jahr zum Besten, dass sie ja gerne wegen der ganzen Gasgeschichten dem Putin in den Allerwertesten treten würde, davor aber zurückschreckte aus Angst, Schröder das Nasenbein zu brechen.

‘Nuff said zum Altkanzler.

Sparvorschlag

Ich finde, in diesen schweren Zeiten sollte man das Geld für Sinnvolleres verwenden als für Bundesligaspiele. Mein Vorschlag: Nach diesem Spieltag die Saison beenden ;-)

Und nochmal Tschüß!

Gerade eben war das Schiff noch führerlos. Es drohte in den wilden Gewässern der Finanzkrise ohne feste Hand eines Politikers zu kentern. Von außen die bösen Spekulanten, von innen die orientierungslose oder raffgierige “Wirtschaft” und der dumme Verbraucher, der in Krisenzeiten schlicht nicht genügend zum Konsum-Feiern aufgelegt sein will (dabei weiß jeder, dass man besonders dann besonders viel Geld ausgibt, wenn man droht bald weniger zu haben…).

Da kommt Herr von und zu und hält das Ruder fest in der Hand: Über Bürgschaften für Opel will er reden. So sieht Wirtschaftskompetenz in Zeiten schleichender Verstaatlichung aus!

Lieber Leser: Willst du für Opel bürgen? Ja? Dann finde Gleichgesinnte und mach das. Mit deinem eigenen Geld.

Wir anderen rufen dem netten Franken zu: Tschüß! Tschüß “Wirtschaftskompetenz” der CDU! (Aber die ist ja seit Mindestlöhnen, Bankenrettungsmilliarden und Rüttgers sowieso nur noch Schimäre.)

Warnhinweis für Allergiker: Dieser Beitrag kann Spuren von Suren enthalten.

Undemokratischer Moment

Samstag am Rande Sendung über DSDS-Casting mitverfolgt. Starke Zweifel am allgemeinen und gleichen Wahlrecht bekommen.

Schickimicki

Schlimmste Befürchtungen werden wahr und alle Klischees bestätigt: Auch noch Macs

Kleine Klimakunde

Eine Rekordhitze in Deutschland ist ein Trend, der die globale Erwärmung belegt. Eine Rekordkälte aber ist natürlich lediglich ein Ausrutscher.

Die Schotten kommen!

Dank Boche bin ich auf diesen interessanten Artikel gestoßen, der manche “UN-Experten” etwas ins Verhältnis setzt und “entzaubert”. Neben dem Inhalt des Beitrags selbst ist auch dieser Kommentar von “Milo” aus London:

To Simon Diable,
You said “On that basis the celts have a good claim to come back and have England”.
Wake up chum, they have. Unless you haven’t noticed, we are ruled by Scots who only manage to maintain themselves in power through the disingenuous manipulation of constituency boundaries in the Celtic fringe (Scotland and Wales) and the votes of their NuLab supporting populations.
(zu Deutsch:
An Simon Diable,
Du sagtest: “Unter diesen Voraussetzungen haben die Kelten einen echten Anspruch, zurückzukommen und England zurück zu bekommen”.
Wach auf, mein Freund, sie haben es sich schon zurückgeholt. Falls Du es nicht gemerkt haben solltest, wir werden von Schotten beherrscht, die sich nur durch Manipulation der Wahlkreisgrenzen in den keltischen Randgebieten (Schottland und Wales) sowie die Stimmen der New-Labour-unterstützenden Bevölkerungsgruppen an der Macht halten.

Erst durch diesen Kommentar ist mir aufgefallen, dass sowohl der aktuelle Premierminister Großbritanniens als auch sein Vorgänger Schotten sind. Was wohl Edward Longshanks dazu gesagt hätte? :)

Geschäftstüchtig

Gespräch zwischen zwei Nachbarsmädchen.

Mädchen A, etwa 10 Jahre alt: “Weißt Du, dass mein Vater Deinem kleinen Bruder Geld dafür bezahlt, dass der sein Auto von innen putzt?”

Mädchen B, etwa 13 Jahre alt: “Ja…”

A: “Warum machen wir das nicht und verdienen stattdessen das Geld?”

B: “Brauch ich nicht, ich habe den besten Job, den es gibt”.

A: “???”

B: “Ich spiele mit Dir, Dein Vater nennt das ‘aufpassen’ und gibt mir Geld. Ist auch gar nicht anstrengend”.

A: “Böh”.

Alles Definitionssache, diese “Arbeit”.

Interview mit einem Vampir (I)

Irgendwo in einer deutschen Kleinstadt. Industriegebiet. Modern eingerichtetes 100-m²-Büro. (mehr…)

Es gibt kein Marktversagen…

…nur Marktversager.

Zensur beim Deutschen Wetterdienst?

Wahrscheinlich traut sich Herr Lux vom Deutschen Wetterdienst nur nicht zuzugeben, dass man ihm die Einsicht in die internationalen Daten zur Temperaturentwicklung verwehrt. Jedenfalls musste der arme Mann im Spiegel den globalen Klimawandel allein auf Basis der Temperaturdaten seines Heimatlandes prognostizieren. Oder sollte das auch wieder nur so eine braune Botschaft sein: Denn heute erwärmt sich Deutschland und morgen die ganze…

Nazi-Codes im Kinderfernsehen!

Brandenburgs Verfassungsschutz warnt vor Nummernschildern mit bestimmten Buchstaben- und Zahlenkombinationen, mit denen Rechtsextreme bevorzugt herumfahren und bedauert, dass diese noch nicht verboten sind. Schließlich würden sich Rechtsradikale mit solchen Kombinationen unter Gleichgesinnten zu erkennen geben und ihre antidemokratische Gesinnung nach außen dokumentieren. Die Aktion gelte als „Information für den mündigen Bürger, um ihn zu sensibilisieren“. Nicht unverdächtig seien Buchstabenkombinationen wie NS, SS, SA oder Zahlenfolgen, die wiederum verdächtige Buchstabenkombinationen kodieren könnten, wie etwa 18 als Rangfolge der Buchstaben im Alphabet für „A“ und „H“ und damit die Initialen Adolf Hitlers. Wenn die Kollegen Verfassungsschützer da mal nicht den Wald vor lauter Bäumen übersehen haben. So hat zum Beispiel der öffentlich rechtliche Fernsehsender WDR eine Kindersendung namens “Wissen mach AH!” im Programm. Eltern seid bloß wachsam.

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