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Geheimplan aufgedeckt: Deutschland tritt Griechenland bei!
Kurz nach Redaktionsschluss der meisten Medien erreichte uns noch eine sensationelle Nachricht: Die Bundesregierung erwägt einen Beitritt Deutschlands zu Griechenland.
Schon lange hatten Experten auf die höhere Effizienz hingewiesen, die sich erzielen ließe, wenn deutsche Steuergelder gleich in den griechischen Haushalt einfließen könnten.
So werden Sie Fußballexperte
Das Wetter von heute ist wohl so eine Art letztes Zucken des Winters. Man kann in unseren Breiten zuverlässig damit rechnen, dass der Winter zum Ende der “Winterpause” der Fußball-Bundesliga hereinbricht und sich dann maximal vier Wochen hält. Und wenn es wieder wärmer wird, werden auch wieder mehr Leute in die Stadien gehen. Darunter werden sich dann sicher auch einige befinden, die vorher nur selten oder gar nie ein Fußball-Spiel gesehen haben, zumindest nicht live. B.L.O.G., das Blog für liberale Lebenshilfe, möchte diesen Bedürftigen im Folgenden einige wertvolle Tipps geben, die dazu beitragen, aus dem ahnungslosesten Laien in den Augen der Anderen einen echten Fußballexperten zu machen.
Gedankenlesen
Da der Ausgang der Niedersachsen-Wahl noch nicht fest steht, hier schon mal ein kleiner Einblick in die subtilen Gedankengänge von Politikern, wenn endlich Klarheit herrscht, wer gewonnen hat.
1. Gewinner
Das sagt der Gewinner üblicherweise:
“Dies ist ein überzeugender Sieg für unsere Partei. Die Wähler haben der desaströsen Politik der anderen eine klare Absage erteilt und die seriöse Arbeit unseres Spitzenkandidaten bestätigt. Sie haben sich dafür entschieden, dieses Land einer glorreichen Zukunft entgegen zu führen.”
Das hätte sich der Verlierer als Stellungnahme des Gewinners gewünscht:
“Da haben wir ja noch mal mächtig Schwein gehabt. Obwohl uns auch nichts Vernünftiges zu den Problemen unserer Zeit eingefallen ist und wir versucht haben, mit reiner Symbol- und Klientelpolitik Punkte zu sammeln, haben sich von den paar Hanseln, die doch tatsächlich zur Wahl gegangen sind, tatsächlich doch noch eine Handvoll mehr für uns entschieden. Puh!”
2. Verlierer
Das sagt der Verlierer üblicherweise:
“Leider hat es diesmal für uns nicht ganz gereicht. Uns ist es nicht gelungen, unsere überragende Politik angemessen zu kommunzieren, und wir konnten unser Wählerpotenzial nicht vollständig ausschöpfen . Der starke Gegenwind aus Berlin half auch nicht. Wir werden zukünftig im Dienste unseres Landes aktive und konstruktive Oppositionspolitik betreiben.”
Das hätte sich der Gewinner als Stellungnahme des Verlierers gewünscht:
“Wir müssen es endlich einsehen: Wir sind endgültig gescheitert. Wir schwören ab von unseren Irrlehren und fordern unsere Mitglieder auf, es uns gleichzutun und dann konsequent in die Partei des Gewinners einzutreten. Unsere Selbstauflösung wird spätestens Ende nächster Woche bekannt gegeben.”
Damit wären alle Geheimnisse des heutigen Abends gelüftet. Ihr könnt ins Bett gehen.
Endlich Klartext!
Es ist schon etwas länger im Netz, aber in der liberalen Blogosphäre habe ich dieses zeitgeschichtliche Dokument noch nicht entdeckt. Jedenfalls muss mit der neuen Übersetzung des ersten TV-Duells die Geschichte des jüngsten US-Wahlkampfs neu geschrieben werden.
Für sportliche Gerechtigkeit
Ein Sprecher der Sozialgrünen Linken wies anlässlich der Olympischen Spiele auf die extreme Ungleichheit bei der Medaillenvergabe hin. Es gebe pro Disziplin immer nur drei Medaillen, die zudem noch unterschiedliche Wertigkeit besäßen, und diese würden auch noch ausschließlich an die jeweils Erfolgreichsten ihrer Sportart vergeben.
Dabei werde aber vergessen, dass ohne die vielen anderen Teilnehmer gar kein Wettbewerb zustande gekommen wäre.
Kleine Rettungsgeschichte
Wir brauchen einmalig ein paar Milliarden für Griechenland. Das verhindert dann, dass die Krise sich ausdehnt.
Wir brauchen noch einige Milliarden mehr für Griechenland. Aber nur unter strengen Auflagen. Dann ist die Krise beendet.
Wir errichten einen “Rettungsschirm”-Fonds, in den wir noch mehr Milliarden einzahlen werden. Nicht nur für Griechenland, sondern auch für Irland und Portugal. Das war’s dann. Problem gelöst.
Wir brauchen eine dauerhafte Einrichtung, in die noch mehr Milliarden eingezahlt werden, möglichst undemokratisch aufgebaut, damit die Knete auch sicher fließt. Nicht nur für Griechenland, Irland und Portugal, sondern für alles, was da noch kommen mag. Und nur unter äußerst strengen Auflagen. Aber das sichert die Stabilität.
Spanien braucht jetzt auch Milliarden. Aber mit den Auflagen wollen wir es doch nicht übertreiben.
Überraschung: Neues Paket für Griechenland! Wurde u.a. nötig, weil die Griechen die Auflagen nicht erfüllt haben. Aber wir dürfen die doch nicht aus dem Euro lassen. Krieg und Frieden und so. Und überhaupt, das mit den Auflagen… Wir sagen nur: “Wachstum, Wachstum, Wachstum!” Ein bisschen mehr Schulden, und die gehen durch die Decke. Jawohl!
Unbegreiflich, unergründlich und absolut unvorhersehbar: Investoren stoßen Bundesanleihen ab, weil Deutschlands Bonität unter der ganzen Retterei leidet. Spekulantenpack, elendes! Finanziert oder sterbt! Für wen veranstalten wir denn die ganze Chose hier?
Letzter Akt: Deutschland begibt sich unter den Rettungsschirm. Und ein gewisser Baron von Münchhausen wird neuer Präsident der EU-Kommission.
Eine neue Debatte
Ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft "ver.di" forderte heute die Ausdehnung der Ladenschlussgesetze auf Internet-Versender. Es dürfe nicht sein, dass Arbeitnehmer gezwungen werden, zu später Tageszeit Kundenanfragen zu bearbeiten oder Lieferungen vorzubereiten. Wie im stationären Handel müsse auch hier ein Ladenschluss möglichst ab 18 Uhr für hinreichenden Arbeitnehmerschutz sorgen. Um Wettbewerbsgleichheit herzustellen, seien auch die Webauftritte der Versender zu unterbinden. Schließlich könne außerhalb der geregelten Öffnungszeiten in normalen Einzelhandelsgeschäften auch niemand in aller Ruhe das Warenangebot studieren und Preise vergleichen. Die arbeitende Bevölkerung sei es sowieso gewohnt, diese Aktivitäten in engem Kontakt auf wenige Stunden am Samstag morgen zu beschränken, sagte der Sprecher. Oft sei diese Zeit auch die einzige, wo es noch zu Begegnungen zwischen den Generationen komme.
Der Gedanke stieß bei Politikern von SPD und "Grünen" weitgehend auf Zustimmung. Der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Murks betonte, jetzt müssten die Provider in die Pflicht genommen werden. Murks wörtlich: "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!" Seine Kollegin von den "Grünen", Dörte Meier-Müllerschmidt, wies auf den erhöhten Energieverbrauch hin, der durch das Stöbern vieler Internet-Nutzer auf Versenderseiten außerhalb der Ladenöffnungszeiten entstehe. Außerdem erfordere die Energiewende eine allmähliche Entwöhnung vom Konsum.
Skepsis gab es zunächst noch bei der Union. CDU-MdL Hevel Ansgarling meinte jedoch, ein Entgegenkommen sei vorstellbar. Er schließe sich z.B. den Forderungen der Kirchen an, die Feiertagsruhe dadurch zu gewährleisten, dass an Sonn- und Feiertagen nicht nur alle kommerziellen Anbieter lediglich die Gottesdienst-Termine des Tages zu senden hätten, sondern auch das Angebot frei zum Download angebotener MP3-Files auf klassische Musik zu beschränken sei. Aus CSU-Kreisen hieß es allerdings, man vernehme diese Ideen nicht ohne Sympathie, erst müsse aber die Vorratsdatenspeicherung eingeführt werden.
FDP-Sprecher Bernd Liebig verteilte inzwischen nur einen Lieferschein seines Parteivorsitzenden, auf dem dieser die konstruktive Mitarbeit seiner Partei zusicherte, aber zum Schutz der heimischen Anbieter für eine EU-weite Regelung plädierte.
Wir werden an dieser Stelle weiter berichten.
Looking at things
In der beschaulichen badischen Stadt Bad Säckingen hat nach der ersten Wahl der Kandidat der SPD, Alexander Guhl, die besten Aussichten, neuer Bürgermeister zu werden.
Interessant ist vor allem die Fotogalerie, mit der er für sich wirbt. Ob sein PR-Berater wohl aus Nordkorea kam? Die SPD muss unbedingt Licht in diese Sache bringen!
Woran Sie erkennen, dass ihr Kind ein Erzkapitalist ist
Bei der "Welt" erschien in deren Satire-Rubrik "Glasauge" im Jahr 2008 eine dieser witzigen Listen, diesmal mit dem Thema "So merken Sie, dass Ihr Kind linksextrem ist" (HT: Heute getwittert von Christian S.)
Da wollte dieser Autor nicht zurückstehen, und es entstand die – so muss man das an dieser Stelle wohl immer sagen – ultimative Liste, woran Sie erkennen, dass Ihr Kind ein Erzkapitalist ist:
Tennis macht Spaß
Einstufungen
Experten: Leute, die Ahnung von der Materie haben.
Normalos: Leute, die keine Ahnung von der Materie haben.
Politiker, Journalisten, Blogger und Blogkommentatoren: Leute, die keine Ahnung von der Materie haben, aber so tun als ob.
Fundamentalisten/Extremisten: Leute, die keine Ahnung von der Materie haben und stolz darauf sind.
SPD fordert Weihnachtsreform
Ein Sprecher der SPD hat am 24. Dezember 2010 das gewohnte Weihnachtsfest als bürgerliches Hochamt des Neoliberalismus verurteilt. Es sei offensichtlich, dass nur die Kinder reicher Eltern in den Genuss besonders vieler und besonders wertvoller Geschenke kämen. Wenn es ein Christkind oder einen Weihnachtsmann gäbe, könne es sich hierbei nur um maskierte Banker handeln, die mit außerordentlicher sozialer Kälte zu Werke gingen. Außerdem stünden diese beiden symbolisch für den ausbeuterischen Kapitalismus, indem sie darauf hinwiesen, dass alte Menschen und kleine Kinder dort unter miserablen äußeren Bedingungen zu schwerer körperlicher Dienstleistungsarbeit herangezogen würden. Daher schlägt die SPD folgende Weihnachts-Reform vor:
Der bisherige Wunschzettel der Kinder wird durch ein einheitliches Formular ersetzt, das keinerlei Hinweise auf die soziale Herkunft zulässt. Die Formulare sind ab August bei einer neu zu gründenden staatlichen Festtagsagentur (ein Bezug auf Weihnachten solle vermieden werden, um die religiösen Gefühle der üblichen Beleidigten nicht zu verletzen) einzureichen. Diese legt daraufhin das zur Geschenkevergabe erforderliche Budget fest, das dann über einen Zuschlag auf die Einkommensteuer in den auf "r" endenden Monaten finanziert wird. Bei der Beschaffung der zuzuteilenden Mengen gelten ethische Gesichtspunkte wie z.B. kein Kriegsspielzeug, keine Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht, Sexualität, Religionszugehörigkeit oder Alter oder ökologisch-soziale Herstellung. Bei der offiziellen Zuteilung durch einen Beamten der Behörde ab dem 2. Januar (während der Festtage? Sie belieben zu scherzen…) gegen Durchschlag des Formulars ist darauf zu achten, eine Praxis zu unterbinden, die regelmäßig zu geistiger Folter kleiner Kinder geführt hat: das Gedichtaufsagen. Ein heftiges Nicken auf die Bemerkung des Beamten, wonach starke Schultern mehr tragen müssten als schwache, soll zukünftig als Ausweis der braven Gesinnung ausreichen. Die Zuteilungsmenge wird sozial gestaffelt: Kinder sehr reicher Familien müssen sich mit einem eher preisgünstigen Geschenk bescheiden, während Kinder sozial Schwacher einen Anspruch auf größere Mengen haben. Für die zu erwartenden Einsprüche wegen des Ersatzes fragwürdiger Wünsche durch ethisch einwandfreie Produkte werden die üblichen Gerichte zuständig sein. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend soll zugleich mit den Leitmedien des Landes eine Öffentlichkeitsarbeit vereinbaren, die es durch intensive Aufklärung den Bürgern später ermöglichen soll, die Zuteilungen vorurteilsfrei in Empfang zu nehmen. An entsprechende Budgets für NGOs, die sich dieses Themas annehmen, ist auch zu denken.
Zum Abschluss wünschte der Sprecher eine gesegnete Wohlfahrt.
Und B.L.O.G. wünscht den Lesern dieses Blogs ein frohes Weihnachtsfest und viel Glück im neuen Jahr!
Gef…. eingeschädelt
Blognachbar Jan Filter sieht das völlig flasch.
Der Beschluss zur Erhöhung der Tabaksteuer bei gleichzeitiger Beibehaltung von Ausnahmeregeln zur "Ökosteuer" ist natürlich geschickte FDP-Strategie. Nach dem Erfolg Westerwelles bei der Wahl Deutschlands in den Weltsicherheitsrat wird dort konsequent das Primat der Außenpolitik und der Völkerverständigung verfolgt. Und in der Tat dürfte die Nachricht für große Freude sowohl in expandierenden russischen Betrieben als auch bei deren überwiegend von Mitarbeitern mit fernöstlichem Migrationshintergrund besetztem Vertrieb gesorgt haben.
Schwarze Magie
Uri Geller ist nur ein schäbiger Illusionist. Dabei ist es so einfach, Heere von Untoten zu befehligen. Allein durch mentale Kraft, garniert mit den richtigen Zaubersprüchen. Wer zum Beispiel will, dass in Deutschland wieder braune Horden durch die Straßen ziehen, braucht nur etwas Kritisches zu den Problemen zu sagen, die bei Einwanderung entstehen. Der Herr dort hat ethnische Säuberungen bestellt? Kommt sofort: Etwas Konzentration und der richtige Zauberspruch auf den Lippen wie z.B. "Wir brauchen keine Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen!", und schon brennen die Asylbewerberheime. Oder geht Ihre Präferenz eher in die Richtung, mal eine Gesellschaft richtig schön zu spalten? Einfach eine Meinung sagen, die vom Konsens abweicht, und der Wunsch geht in Erfüllung. Oder möchten Sie etwa Schwache dem Elend der Straße preisgeben und ihnen einen frühen Tod bescheren? Auch für dieses schreckliche Ansinnen gibt es die richtige Formel: Betonen Sie öffentlich, dass Sie die Transfers des ALG II für ausreichend halten. Und sollte Ihnen selbst das nicht genug sein, weil Sie lieber unmittelbar eine physische Vernichtung am Rande live miterleben wollen, murmeln Sie nur einmal: "Die Hartz-IV-Sätze sind zu hoch!". Aber achten Sie dann darauf, der heranstürzenden Meute rechtzeitig auszuweichen, die sich im Bann Ihres Spruches auf die Jagd nach Arbeitslosen begibt.
Achten Sie also darauf, was Sie sagen, denn dieses Land ist ein verwunschenes.
(Mit großem Dank an Gérard Bökenkamp)
Dicht daneben ist auch vorbei
Aber sooooo schlecht schmeckt das Erzeugnis dieser Karlsruher Brauerei dann doch nicht. Die Mehrheit der Konsumenten hält es wohl noch für echtes Bier.
Oder sollte hier ungewollt eine “fast beer”-Strategie als Ergänzung zum “fast food” offenbart worden sein?
Es geht auch schlimmer
Okay, okay, ich gebe ja gern zu, dass unsere Politiker nicht die tollsten sind. Der eine oder andere ist ein wenig korrupt, mancher ein wenig radikal, andere betätigen sich gerne als Empörungsmaschine oder stellen dämliche Vergleiche an, die einen nur noch mit dem Kopf schütteln lassen.
Aber haben andere Länder es besser? Nein. Besonders begeistert mich da im Moment ein Blick nach England, wo sich ein Parlamentarier herumtreibt, der an Leichtgläubigkeit, Verbohrtheit und Dreistheit alles zu schlagen scheint, was wir in Deutschland so gewohnt sind – und das in einer Person.
David Amess, MP, hat es nicht nur geschafft, innerhalb von vier Jahren 19.000 Pfund an Steuergeldern für Essensspesen auszugeben (das sind immerhin 400 Pfund im Monat). Nein, er hat sich auch mehrere Urlaubsreisen auf die Malediven von der dortigen Regierung bezahlen lassen – und danach gut ein Dutzend Anfragen zugunsten der Malediven im britischen Unterhaus gestellt. Dabei hat er nur leider vergessen, auf die reichhaltigen Geschenke seiner maledivischen Freunde hinzuweisen, wie das das britische Gesetz verlangt. Im vergangenen Jahr teilte er dem Sicherheitspersonal an einem Flughafen mit, seine Koffer seien von Osama bin Laden gepackt worden – um sich dann während des Fluges mehrfach zu übergeben, die Orientierung und die Erinnerung an seinen eigenen Namen zu verlieren und sich schließlich sogar noch über die Fluggesellschaft zu beschweren.
Wirklich bekannt geworden ist er aber durch eine Fernsehsendung, die ihn bat, ein Video aufzunehmen, in dem er vor den schrecklichen Folgen einer “made-up drug”, einer “erfundenen Droge” also, warnen sollte – was er nicht nur tat, sondern sogar direkt eine Organisation ins Leben rief, die sich mit dem Kampf gegen diese imaginäre Droge beschäftigt!
Augenblicklich ist Amess wieder einmal in den Medien – weil er dazu aufrief, eine a parlamentarische Untersuchungskommission zu gründen, die sich mit dem schlechten Abschneiden der englischen Nationalmannschaft bei der WM beschäftigt.
Und dieser Mann wurde mit 46% Zustimmung ins Unterhaus gewählt. Nee, also da sind mir unsere Politiker doch lieber!
Selbstschreibende Interviews
Ich vermute mal, dass es für Journalisten sehr praktisch ist, dass man für ein Interview mit Spitzenpolitikern der Linkspartei – egal, um welches Thema es geht – diese Politiker gar nicht sprechen muss. Man kann das Interview auch einfach selbst schreiben und dann von den entsprechenden Personen absegnen lassen. Was meistens der Fall sein wird, denn es ist ja so schwer nicht, Wort für Wort zu wissen, was die Herrschaften sagen werden.
Als Beispiel der Beginn eines selbst verfassten “Small-Talk”-Interviews mit Klaus Ernst, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine:
Nachrichtenfetzen vom 1. Mai
Es ist nochmal gut gegangen: Tausende haben gestern wieder einmal die Machtergreifung Hitlers gegen 500 zu allem entschlossene Neonazis verhindert. Mit der erfolgreichen Teilnahme an diesem von den Freunden der Freiheit ausgiebig gefeierten heroischen Widerstand ist das nach einem Jahr wieder zu erneuernde Recht verbunden, Israel ausgiebig kritisieren zu dürfen.
Aus journalistischen Kreisen ist zu hören, dass in den großen Tageszeitungen des Landes die Berichterstattung über die Berliner Mai-Krawalle künftig unter der Rubrik "Sport" zu lesen sein wird. Trotz des eindeutigen folkloristischen Bezugs wurde die Alternative "Feuilleton" letztlich verworfen.
Nach dem Abstieg des führenden Clubs der Hauptstadt stellt sich jetzt für Berlin auch im Fußball die Frage: Ist 2. Liga sexy?
Spruch des Tages
Steuersünder
Die Lieferung der CD hätte in jedem Fall beim Passieren der Grenze beim Zoll angemeldet werden müssen – ganz egal, ob die Ware direkt von der Schweiz oder über den Umweg Frankreich nach Deutschland gekommen ist.
Wenn der Verkäufer die CD selbst ohne Anmeldung über die Grenze gebracht hat, ist er Zollschuldner. Und der Käufer ebenfalls, wenn er davon weiß.
Ist das jetzt Selbstreferentialität?
