Der Kunde bleibt König

Deutschlands Verbraucherpolizei macht wieder einmal Großrazzia. Wie so oft ist es das kapitale Verbrechen der “versteckten” Preiserhöhung, dass die Hamburger Verbraucherzentrale brandmarkt, wovon der Spiegel eifrig berichtet. Nicht dass die Verbraucherschützer unrecht hätten, wenn sie eine Liste von Produkten mit veränderten Packungsgrößen und Preisen präsentieren und dabei feststellen, dass bei allen genannten Produkten der auf die Menge bezogene Preis gestiegen ist. Doch muss man auch der damit verbundenen Schlussfolgerung folgen, dass dies einzig und allein zum Schaden der Konsumenten ist?
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Die Rolle der FDP

Die Anti-FDP-Kampagne auf SPON, die beispielhaft steht für vieles, was in der letzten Zeit durch die Medien ging, geht weiter. Und sie wird in ihren Zielen deutlicher.

Die Mehrheit der Bürger, auch das haben die Meinungsforscher in den vergangenen Wochen immer wieder ermittelt, will vor dem Hintergrund der Krise gar keine weiteren Steuerentlastungen.

So wird suggeriert, dass die FDP besser von ihren Forderungen abrücken solle. Vielleicht ist es langsam an der Zeit, SPON-Autoren und andere Journalisten mit einer weiteren, die Grundfesten der FDP erschütternden Nachricht bekannt zu machen: Gar eine Dreiviertelmehrheit hat sich am Wahltag gegen die FDP entschieden! Das sollte der Partei doch zu denken geben! (mehr…)

Monster EU

Die FAZ bringt leicht gekürzt die Dankesrede von Hans Magnus Enzensberger zur Verleihung des dänischen Sonning-Preises. In ihr setzt sich der Schriftsteller mit dem real existierenden Europa auseinander. Eine absolut empfehlenswerte Lektüre!

Ich räume gerne ein, dass diese Herrschaft ohne Geheimpolizei und ohne Terror auskommt. Sie bewegt sich auf leisen Sohlen. Sie gibt sich menschenfreundlich. Sie will nur unser Bestes. Wie ein gütiger Vormund ist sie besorgt um unsere Gesundheit, unsere Umgangsformen und unsere Moral. Auf keinen Fall rechnet sie damit, dass wir selber wissen, was gut für uns ist; dazu sind wir in ihren Augen viel zu hilflos und zu unmündig. Deshalb müssen wir gründlich betreut und umerzogen werden.

Und wenn man etwas darüber nachdenkt, gibt es keinen Grund, diese Tendenzen nur in der EU-Bürokratie auszumachen…

Gib mir ein klein wenig Sicherheit

So singt die Gruppe “Silbermond”.

Dabei gilt doch: “Absolute Sicherheit gibt es nicht!” Oder gilt das nur selektiv, z.B. wenn es um den Einsatz von zusätzlichen Maßnahmen zur Flugsicherheit geht?

Was ist mit Geldanlagen, Renten, Arbeitsplätzen? Rauchverbot,Lehman-Pleite, Rente mit 67, Massentlassungen, Produktionsverlagerungen? Wo sind die Gesundheitsapostel, Verbraucherschützer und Gewerkschaftsführer, die schulterzuckend konstatieren: “Absolute Sicherheit gibt es eben nicht.”?

Es gibt anscheinend einen absurden gesellschaftlichen Trend, den Tausch Sicherheit gegen Freiheit um so eher zuzulassen, je weniger schwer die Folgen mangelnder Sicherheit ausfallen und je mehr Menschen von der Freiheitseinschränkung betroffen sind.

Wirklich nur ein Sparparadox?

Die Schweizer Monatshefte weisen mich diesen Monat auf folgenden Eintrag hin:

Julika, Freilich

Denkaufgabe: Keynes’ Sparparadox

27. Nov. 2009

Im Jahr 2008 geht X jeden Abend auswärts essen. 2009 verschlechtert sich seine wirtschaftliche Lage und X beschliesst, sein Geld lieber zu sparen und zu Hause zu essen. Dies zerstört das Einkommen des Wirts. Der Wirt muss nun, will er weiterhin sein Lokal betreiben wie bisher, Geld von seinem Sparkonto abheben. Also führt der Rückgang des Konsums (in wirtschaftlich schweren Zeiten) nicht zu vermehrtem Sparen. (X spart zwar, der Wirt spart dementsprechend jedoch weniger.) Im Gegenteil, es wird Einkommen zerstört, weil nicht nachgefragt wird. Also, Lösung: gebt X einen Stimulus. Wer findet den Fehler? Edit: Man widerlege die Argumentation bitte so, dass auch ein Zweitklässler, pardon: Politiker sie versteht. Ganz so einfach ist das nicht.

Ich habe daraufhin die Diskussion unter diesem Beitrag verfolgt und halte sie für reichlich dürftig. Gibt es denn außer mir keinen, dem zu diesem Szenario sofort das Stichwort “Globalisierung” einfällt?

Gedanken zu Weihnachten 2009

Weihnachten, das ist doch so richtig schön vor allem, wenn Kinder da sind. Nicht nur, dass Kinder noch in der Lage sind, die ganze Magie dieses Festes mit staunenden Augen aufzunehmen. Sie ermöglichen es auch den Erwachsenen, die im Lauf der Jahre anerzogene Skepsis und den Blick auf das Unmittelbare für eine kleine Zeit zur Seite zu legen und mit den Kindern mitzuträumen. Merken wir Älteren denn eigentlich noch zwischen “Avatar” und “An Inconvenient Truth”, was für eine wunderschöne Erzählung diese Weihnachtsgeschichte ist? (mehr…)

Ist der Weihnachtsmann kein Liberaler?

Ein Herr Waldfogel will uns die Freude an Weihnachten vermiesen, indem er darauf hinweist, wie ineffizient aus Sicht der Konsumentensouveränität das Schenken doch sei. Übersetzt heißt das: Der Beschenkte teilt nicht immer mit dem Schenkenden den Wert des Geschenks. Das ist auch kein Wunder, schließlich ist das Schenken eine komplexe Angelegenheit. Zum Beispiel gibt es die, die sich mit ihrem Geschenk die größte Mühe geben, die Vorlieben des Beschenkten zu treffen. Und andere, die eher Einfluss darauf zu nehmen versuchen, was der Beschenkte hätte wollen sollen (z.B. Wollsocken).

Es ist also alles andere als überraschend, wenn jemand herausfindet, dass man mit anderen Dingen beschenkt wird als man sich selbst gekauft hätte. Die oberflächliche Lösung lautet: Schenkt Geld, denn das gibt dem Beschenkten die maximale Freiheit, sich ein Gut gemäß seiner Präferenzen auszusuchen. Und warum gibt es dann nichts Enttäuschenderes als ein Geldgeschenk? Weil der Ökonom zu früh halt gemacht hat. Das Schenken ist nicht Teil der effizienten Allokation von Gütern, sondern es ist ein sozialer Akt. Der Schenkende offenbart seine Nähe und Zuneigung zu dem Beschenkten, und das insbesondere dadurch, dass er ein Geschenk auswählt, das zu dem Beschenkten aus seiner Sicht irgendwie passt. Also ist im Akt des Schenkens auch eine Botschaft enthalten. Der Schenkende kann natürlich daneben liegen, was sich auch darin äußern kann, dass der Beschenkte das ihm zugedachte Gut zu einem Schnäppchenpreis auf Ebay veräußert. Aber wir wissen nicht, wie sehr der Beschenkte dennoch die Mühen des Schenkenden goutiert. Obwohl das betreffende Gut seine ihm zugedachte Funktion nicht erfüllt, kann der Nutzen des bewussten sozialen Austausches viel höher bewertet werden. Um es mal anekdotisch zu trivialisieren: Wenn meine Liebste mir etwas schenkt, mit dem ich nichts anfangen kann, ich aber trotzdem schätze, welche Ideen sie zu diesem Geschenk geführt haben, dann löst sich die Bewertung des Schenkens von der des geschenkten Gutes. Analysen, die nur auf auf das betreffende geschenkte Gut abzielen, greifen deswegen nur einen Teil des Austauschs und können daher auch keine Aussagen über Effizienzen treffen.

Es lebe der Weihnachtsmann!

Eine Abstimmung und ihr Nachhall

Na endlich haben wir wieder einmal ein Thema, das alles leistet, was man von Politik erwarten darf: Es ist komplex, emotionalisiert und ersetzt langweilige, vom Respekt für das Gegenüber und durch den Austausch von Argumenten geprägte Diskussionen durch die Beschimpfung der Anderdenkenden.

Die Rede ist natürlich vom Schweizer Minarett-Verbot. (mehr…)

Verblendung und Konditionierung

Ich ziehe hier ein Thema nach oben, um die Diskussionen zu entflechten und um einen Raum für sachbezogene Kommentare zu schaffen. In einem Kommentar zu dem Beitrag über Diskriminierung wurde gestern am Rande die These aufgestellt:

Die Konditionierung des Bewusstseins durch kommerzielle Massenmedien der werbenden Wirtschaft ist nicht weniger totalitär als die durch staatliche Propaganda [Che2001].

Che2001 stellt diese These in den Zusammenhang mit Machtmissbrauch und mit der Verblendung des Bewusstseins durch die Massenmedien. Googlehupf fragte dann sinngemäß:

Wenn wir diese Prämisse gelten ließen: Was wäre ein Lösungsansatz dafür? (…) Gibt es überhaupt einen?

Können wir diese Prämisse gelten lassen?

Che2001 erwähnt in seinem Kommentar zur Stützung dieser These beispielsweise die »Dialektik der Aufklärung«. Allerdings ist diese Theorie unter der Voraussetzung eines ganz anderen Medienzeitalters entstanden. Damals gab es Medien und Medienkonsumenten. Es gab in den Medien und Verlagen die »Türhüter«, an denen keine Meldung vorbeikam. Es gab für die Medienkonsumenten praktisch keine Möglichkeit, selbst Informationen zu publizieren. Bis etwa 1990 musste man von diesen Voraussetzungen ausgehen. Theodor W. Adorno starb 1969, Max Horkheimer 1973.

Horkheimer und Adorno waren scharfsinnige Denker. Sie konnten aber nicht in die Zukunft sehen. Sie wussten nicht, dass im Jahr 2009 so viel Wissen frei verfügbar sein würde. Sie wussten nicht, wie einfach der Zugang zu Wissen heute sein würde. Sie hatten wahrscheinlich auch keine Vorstellung davon, wie einfach man Informationen heute im Internet vernetzen kann.

Jede maßgebliche Meldung der Massenmedien wird heute entweder in anderen Medien oder im freien Internet quasi in Echtzeit hinterfragt. Diese Vorgänge kann man in Ländern mit freiem Netzzugang überhaupt nicht totalitär kontrollieren.

Beispiel: Murdoch und Microsoft. Die ersten Meldungen lasen sich wie die Abschrift einer PR-Mitteilung. Beinahe zeitgleich kamen im Netz Zweifel an der Vereinbarung auf. Dann haben auch die Mainstream-Medien kritisch über diese Partnerschaft nachgedacht.

Eine totalitäre Konditionierung erscheint mir unter diesen Voraussetzungen überhaupt nicht möglich zu sein. Aber Ihr könnt mir gern widersprechen: schreibt in den Kommentaren, wo Ihr Verblendung oder Konditionierung in der Gesellschaft seht …

Sollten sich dann doch Tendenzen eines totalitären Einflusses zeigen, wäre die nächste Frage: wie kann man diesen Tendenzen begegnen? Dazu habe ich gestern nacht kommentiert:

Der Lösungsansatz kann nur heißen: Aufklärung. Noch nie gab es so viele frei verfügbare Wissensressourcen und so viele Möglichkeiten der Vernetzung des Wissens. Begrenzt ist nur die Zeit, die wir für unsere eigene Aufklärung aufwenden können.

So, und jetzt seid Ihr dran.


Nobelpreis für einen Kran

Paul Romers Laudatio für die diesjährige Nobelpreisträgerin für Ökonomie Elinor Ostrom ist wirklich empfehlenswert.

Wow!

Natürlich stimme ich ihm nicht überall zu, dem Peer Steinbrück, und vieles davon ist pure Parteitaktik, also Unpolitik, aber was der Mann hier zu sagen hat, das nötigt Respekt ab. Wahrscheinlich u.a. deswegen dürfte es bald verhallen – der Holzschnitt ist schließlich auch für die Medien viel attraktiver.

Wie sich die Worte gleichen

Interessant, interessant. Das Gezeter von links, das sofort über jemanden hereinbricht, der einer gewissen Postille mal ein Interview gibt, soll anscheinend nur von einer großen inhaltlichen Übereinstimmung ablenken.

Damaskus

Jo@chim berichtete neulich von seinen “Damaskus”-Erlebnissen. Ich lasse mal dahingestellt, ob ich einem Kampf-Atheisten biblische Vergleiche durchgehen lassen will, aber wir alle wissen wohl, was gemeint ist.

Ein solches Erlebnis hatte ich auch. Genauer: Eigentlich waren es zwei, aber der Blitz traf so richtig nur bei einem.

Dass ich Zuge des Studiums der Finanzwissenschaft neben dem Ehepaar Musgrave auch auf den Herrn Buchanan stoßen würde, war eigentlich unvermeidbar. Das Kennenlernen war also vorprogrammiert, nur die Einordnung mag mich von den meisten meiner Kommilitonen unterschieden haben. Kein Blitz, nur eine Quintessenz bereits bei mir vorhandenen Denkens.

Eines Tages, als ich keine Vorlesungen, und daher auch nichts zu tun (ich war schon immer eine faule Sau) hatte, stöberte ich ziellos in unserer Bibliothek vor mich hin. Und aus irgendeinem Grund fiel mir ein Werk in die Hände, das weder selbst noch dessen Autor je eine Chance bekommen hätte, zum Lehrstoff zu zählen. Der Autor war Henry Hazlitt, und das Buch hieß “Economics!” Hazlitt tut darin nichts anderes als dieselben Grundsätze, die schon Bastiat seinen Zeitgenossen vorgehalten hat, wieder in Erinerung zu rufen, aber angewandt auf Beispiele seiner Zeit. Nur ihm habe ich den Namen “Bastiat” als zu merkendes Thema zu verdanken. Um so größer war mein Frust, dieses Buch später nicht mehr zu Gesicht bekommen zu können. Aber in diesem Jahr wurde es, dessen US-englischer Originaltext hier zu lesen war, auch als Druckwerk in Deutschland neu aufgelegt. Dank sei dem Olzog-Verlag.

Das Werk Henry Hazlitts, das ich so viele Jahre nie wieder zu Gesicht bekam, wird jetzt auf Deutsch vom Olzog-Verlag vertrieben. Es ist eine schöne Einführung in wirtschaftliches Denken, und sein Charme ergibt sich daraus, wie erkennbar willig um so sinnlos-einfach angebliche tagesaktuelle und allgemein anerkannte Themen meinen, mit den neuen Bedürfnissen zurecht zu kommen.

Ein neues Gespenst?

Ich bin FDP-Mitglied.

Wie oft hätte ich das gerne gesagt in viele Artikel und Sendungen hinein, darauf hoffend, dass die da ins Blaue Salbadernden sich endlich mal an einem konkreten Gegner messen, statt sich nur an ihrem Strohmann abarbeiten zu können. (mehr…)

Pro-Market and Anti-Business

Pro Markt oder Pro Business? Es ist witzig, wie diesseits und jenseits des Atlantiks taggenau offensichtlich unabhängig voneinander plötzlich ähnliche Fragestellungen hochkommen.

Da wäre zum einen der Beitrag von Rainer Hank bei “Wirtschaftliche Freiheit”, der sich kritisch mit der Funktion der FDP auseinandersetzt, und zum anderen der von Arnold Kling in “Econlog”, der die Problematik mit einer einfachen Matrix veranschaulicht. Masonomics, wohin man schaut.

Hank:

Eine Wirtschaftspartei setzt sich für die Interessen der existierenden Unternehmen ein; eine Marktpartei setzt sich für den Wettbewerb ein, also die Interessen der potentiell entstehenden neuen Unternehmen und ihrer Arbeitsplätze.

Kling:

Pro-market and anti-business might seem like an odd combination. But those of us who oppose “too-regulated-to-fail” as a strategy for large financial firms and instead support making failure a viable option for any business might be put in that camp.

Wenn Gespenster zu Fraktionen werden

Für manche war das Wahlergebnis offenbar ein Schock. Es scheint bitter zu sein, mit dem Umstand leben zu müssen, dass Parteien, die nicht die eigene, linke Weltsicht teilen, gewählt werden dürfen. Da hilft es vielleicht nur, andere Sichtweisen als “extremistisch” zu beschimpfen – ist ja alles eine Frage des Blickwinkels. (mehr…)

Wie früher…

SpON druckt heute morgen einen Artikel gegen das Vergessen der Vergangenheit der LINKEN ab, dem die Information zu entnehmen ist, dass sich die Landestagsfraktion der LINKEN seit 2002 weigerte die Umbenennung der Arnstädter Str. 51 in Jürgen-Fuchs-Str. 51, benannt nach dem in der DDR inhaftierten Bürgerrechtler und Schriftsteller, zu akzeptieren, weshalb sie auch weiterhin die alte Adressangabe im Briefkopf benutzen würde.

Ich habe mir nach der Lektüre gedacht, das kontrollierst du mal und googelte nach “Arnstädter Str. 51 Linke”. Und siehe da, was findet die Suchmaschine: Einen Verweis auf die Kontaktseite der Thüringer Landtagsfraktion der LINKEN, auf der aber plötzlich die Adressangabe “Jürgen-Fuchs-Str. 51″ lautet. Eine Recherche in jüngeren Dokumenten der Fraktion, die nicht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion editiert werden können, ergab tatsächlich, dass die LINKE-Fraktion bis vor kurzem die alte Adressangabe verwendete.

Fazit: Auch heute will die LINKE vertuschen, selbst ihre jüngste Vergangenheit. Statt wie immer die Quadratur des Kreisen zu wagen und eigentlich nicht zu rechtfertigende Dinge zu rechtfertigen oder zumindest dazu zu stehen, was man da in peinlicher Geschichtsvergessenheit all die Jahre vom Stapel gelassen hatte, wird die Sache klammheimlich zu den Akten gelegt. Wer weiß, vielleicht merkts ja niemand…

Zwischenruf

Haushaltsmix:

Zu viel Umverteilerei, zu wenig Polizei, zu wenig Sozialarbeiter, zu wenig Lehrer, zu schwache Jugendämter. Demnächst mehr in diesem Theater.

Das Ziel des Lebens

Es sollte ohnehin das Ziel im Leben sein, jeden Tag in Kunst zu verwandeln.

Sagt Arsène Wenger, der langjährige Manager von Arsenal London. Der Satz klingt gut, verdammt gut. Aber reicht das wirklich aus?

Wegen dieses Restzweifels gefällt mir folgende Aussage viel besser:

Die Engländer sagen: Lebe jeden Tag, als ob es dein letzter wäre – eines Tages wirst du recht haben. Das ist wohl britischer Humor.

Nicht nur.

P.S.: Das ganze, wirklich sehr lesenswerte Interview findet man hier.

Überraschung

Hier und da wird bejammert, dass die Banken so weitermachten wie vor der Krise. Herrje, was haben denn diese Bedenkenträger gedacht, welche Anreize staatliche Rettungspakete setzen?

In solchen Fällen gilt die Weisheit, dass ein bisschen schwanger nicht geht. Entweder der Private trägt Risiken und Chancen, oder der Staat tut es, also andere Private für ihn. Im ersten Fall hätte es mehr Pleiten gegeben, im zweiten mehr Verstaatlichungen. Ich hätte diese Lösungen langfristig als allen anderen überlegen eingestuft.

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