2. Januar 2010
Auf ein Neues!
So kann es kommen: Diesen Text hier habe ich zwei Stunden vor Mitternacht am 31.12.09 verfasst, und wahrscheinlich hatte es mit der von mir bereits konsumierten Menge der mit diesem Datum unvermeidlich verbundenen Art von Getränken zu tun, dass ich ihn aus meinem Blog-Client nicht mehr abgesendet habe. Aber ich meine, die guten Wünsche für das Kommende wird man ja auch noch am 2. Januar verbreiten dürfen, oder? Also:
Die “Nuller Jahre” gehen in weniger als zwei Stunden zu Ende. Zu den Dingen, die die Welt nicht braucht, gehört die Frage, wie man dieses Jahrzehnt in Erinnerung behalten wird. Zettel und sein Mitblogger Kallias haben sich mit ihr beschäftigt, und weil ich nicht nur einfach einen “Guten Rutsch” wünschen möchte, schließe ich mich dem Unfug hiermit auch noch an.
Aus meiner Sicht war dieses Jahrzehnt ein Jahrzehnt der Ernüchterung. Dachte man in den Neunzigern noch, nach dem Ende des Kalten Krieges stünde der Weg offen für ewigen Frieden und anhaltende Wohlstandsmehrung, so kam es gleich zu Beginn des neuen Jahrzehnts knüppeldick: Platzen der Dotcom-Blase, 9/11, Irakkrieg, Hartz IV. Dem Rausch folgte ein Kater in Tigergröße. Und so wie es angefangen hatte, so endete es auch: mit dem Platzen einer Blase, diesmal die der Immobilienpreise in verschiedenen Ländern, vor allem den USA, und in Folge auch die der kunstvoll gestrickten Finanzkonstruktionen, die auf dem Immobilienboom aufbauten, wenn auch ohne Fundament… Doch ewig fluten die Notenbanken.
Dafür hat es einen kleinen Wechsel im großen Thema gegeben, hinter dem sich alle Weltbeglücker und Möchtegerndiktatoren versammeln in ihrem ewigen Kampf gegen die Freiheit: die Klimakatastrophe. Als wenn die Sicherheitsversprechen der jeweiligen Regierungen nicht schon genug Rechte einschränken würden.
Wie auch immer, es wird auch im nächsten Jahrzehnt wohl wieder leider viel zu viele Themen geben, bei denen Liberale zubeißen müssen. In diesem Sinne: Einen guten Start ins Neue Jahr allen Lesern und vor allem auch den Kommentatoren, ohne deren kritiklose Begeisterung oder empörte Ablehnung das Bloggen nur halb so viel Spaß machen würde!
Verfasst von Rayson um 22:01 Uhr in der Kategorie Geschichte, In eigener Sache, Politik (Trackback)
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