Dávila der Woche VII

Der Staat ist ein Pädagoge, der seinen Schülern nie das Reifezeugnis verleiht.

Aus gegebenem Anlass.

Dávila der Woche VI

Die Revolutionen entsetzen, aber die Wahlkampagnen ekeln einen an.

Dávila der Woche V

Dem Demokraten genügt es nicht, dass wir respektieren, was er mit seinem Leben machen will, er verlangt darüber hinaus, dass wir respektieren, was er mit unserem machen will.

Dávila der Woche IV

Die moderne Gesellschaft korrumpiert Reiche wie Arme gleichermaßen.

Das mit der “Woche” darf man übrigens nicht so eng sehen – die Woche, der ich folge, ist ebenso verborgen wie der Text, zu dem Dávila seine Anmerkungen schrieb…

Dávila der Woche (III)

Die Ideen erschrecken und emigrieren von dort, wo man sich entschließt, im Team zu denken.

Dávila der Woche (II)

Den Menschen befreien heißt, ihn unter das Joch von Habgier und Sex zu zwingen.

(zitiert nach: “Es genügt, das die Schönheit unseren Überdruss streift…” – Aphorismen ausgewählt und herausgegeben von Michael Klonovsky, S. 64)

Dahinter steckt ein zentraler Gedanke von Dávila, der in den “Scholien” immer wieder neu variiert wird – wie auch die meisten anderen seiner Überlegungen, schließlich handelt es sich um “Randnotizen zu einem inbegriffenen Text” – und aus dem sich auch seine Kritik an Demokratie und moderner Industriegesellschaft speist.

Aber man muss vielleicht nicht das Dávilasche Gedankengebäude kennen, um mit dem Satz etwas zu assoziieren…

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