Den Menschen befreien heißt, ihn unter das Joch von Habgier und Sex zu zwingen.
(zitiert nach: “Es genügt, das die Schönheit unseren Überdruss streift…” – Aphorismen ausgewählt und herausgegeben von Michael Klonovsky, S. 64)
Dahinter steckt ein zentraler Gedanke von Dávila, der in den “Scholien” immer wieder neu variiert wird – wie auch die meisten anderen seiner Überlegungen, schließlich handelt es sich um “Randnotizen zu einem inbegriffenen Text” – und aus dem sich auch seine Kritik an Demokratie und moderner Industriegesellschaft speist.
Aber man muss vielleicht nicht das Dávilasche Gedankengebäude kennen, um mit dem Satz etwas zu assoziieren…