Anlass zum Grübeln

Ich weiß nicht, was von einer Gesellschaft zu halten ist, in der man mit dem Geständnis, in Mathematik immer komplett versagt zu haben, Sympathie und Anerkennung einheimst, während es gleichzeitig opportun ist, sich hämisch über mangelhafte Englischkenntnisse anderer auszulassen.

Aber irgendetwas wird es schon aussagen.

They have a dream

Dass es Leute gibt, die daran verzweifeln, dass man das Internet nicht ausdrucken kann, wäre ja zu verschmerzen. Aber dass diese Typen sowohl den Drang als auch die Macht haben, mittels Gesetzen die Welt, die sie nicht verstehen, auf ihr kleines Karo zurückzuschrumpfen, ist ein echtes Problem[1]. Mehr beim Filterblog mit weiteren Verweisen.

Ich sehe schon das endgültige Ziel unserer wachsamen Beschützer am Horizont erscheinen:

Websites dürfen nach der Verordnung über die Publikation von datentechnisch erzeugten Unterhaltungsangeboten (PubDatErzUV) nur noch auf Antrag errichtet werden. Eine Internetkommisson prüft die Anträge und erteilt unter Auflagen (darunter die Benennung von Beauftragten für Spamschutz, Betriebssicherheit, Frauengleichstellung und umweltgerechter Datenentsorgung sowie einer Sicherheitsleistung von 100.000 Euro zur Abdeckung von Abmahnansprüchen) eine zeitlich befristete Sendelizenz. Ämter überwachen stichprobenartig den Datenaustausch. Sollten schwere Straftaten wie Verstöße gegen das Marken-, Wettbewerbs- und Urheberrecht festgestellt oder auch nur berechtigt vermutet werden, wird die erteilte Lizenz entzogen und dem Antragsteller auferlegt, sein Angebot zu vernichten. Die Computer und Internetzugänge der Störer sind dann einzuziehen bzw. abzuschalten. Die Deutsche Telekom, die zur Garantie einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Ein-Weg-Berieselung hochwertigen Informationsangeboten das Providermonopol bekommt, wird auch aufgrund ihrer einschlägigen Erfahrungen im Data Mining als Gehilfe zur Durchsetzung der öffentlichen Ordnung herangezogen.

[1] Es könnte natürlich auch sein, dass nicht ängstliche Ahnungslosigkeit dahintersteckt, sondern eine Absicht, die genau weiß, wo sie hin will. Dann dürfte “Problem” eine Nummer zu klein sein. Aber man soll ja zuerst immer vom anderen Fall ausgehen.

Kindische Attacken auf das FdoG-Blog

Falls sich einer wundert, wo die “Freunde der offenen Gesellschaft” und ihr Blog geblieben sind: Anscheinend haben sie Ärger mit einem ehemaligen Mitblogger, der weiter über Wordpress-Admin-Rechte verfügt und es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Blog zu kapern und die aktuellen Autoren auszusperren. Da sie sich auch des Wordpress-Hostings bedienen, können sie auch nicht über das Betriebssystem bzw. MySQL an ihre Daten herankommen. Ich frage mich, wieviele Hundertschaften Admins die da eingerichtet haben… Zwischenzeitlich ist/war das Blog hier zu finden: http://fdogblog.wordpress.com/

Auf diese Ausweichseite bin ich gestoßen, indem ich nach dem Begriff “Freunde der offenen Gesellschaft” googelte, was vielleicht zukünftig noch ab und zu mal nötig sein wird, da offensichtlich die Spielchen auch dort weitergehen.

Denken für die Freiheit

Kleine Anmerkung in eigener Sache: Ich darf jetzt auch im “Dienst” bloggen. Das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ist nun auch unter www.freiheitdenken.org zu erreichen.

ClimateGate

Was da am Hadley Climate Center “ausgegraben” (oder besser gehackt) wurde sollte man sich nicht entgehen lassen. Luboš Motl hat schon mal eine hübsche Vorauswahl der besten Fundstücke getroffen. Übrigens, der Physiker Luboš Motl ist einer der Referenten der Konferenz “Update zur Klimaforschung” am 4. Dezember 2009 in Berlin.

Update: James Delingpole vom Telegraph hat noch ein paar hübsche Auszüge der äußerst informativen Wissenschaftlerkorrespondenz parat.

Energ(et)ische Verdrängung

Glühbirnen produzieren Wärme, m.a.W sie sind leuchtende Elektroheizungen. Doch hüte man sich vor dem Versuch, dies in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung alternativer Leuchtmittel zu berücksichtigen. Man kann sich darauf verlassen, dass sich jemand findet, der sich das verbittet. Auch mein gestriger Beitrag zum Thema LED-Leuchte vs. Glühlampe in der Freien Welt hat mir diesbezüglich Schelte eingebracht. Wer manchen Leuten mit Kapitalwertberechnungen die technologische Euphorie kaputt machen will, der muss sich eben auf hässliche Bemerkungen gefasst machen.

Automatisierte Wahl

Ich gebe es zu: Ich bin ein großer Fan des Wahl-O-Mat. Auch wenn das Ja/Nein/Neutral-Schema eigentlich viel zu unscharf ist, spuckte der Automat mir eigentlich immer eine recht zuverlässige Rangordnung aus, die ich auch so unterschreiben würde (wenn ich das denn in unserem Wahlsystem dürfte). Das Prinzip ist einigermaßen erfolgreich und wird dementsprechend gerne kopiert.

Die FDP Berlin zum Beispiel unterhält das Liberal-O-Meter. Die Frage ob ich da zu den ersehnten 100% gelange ist für mich natürlich der höchstwissenschaftliche Lackmustest über die Gültigkeit dieses Messverfahrens. Schließlich habe ich die Lufthoheit über die Definition des “one and only liberalism” (TM).

Ein anderes Automatisierungsverfahren hält der, mir durchaus sympathische, FoeBuD e.V. unter dem Titel “Bürgerrechte wählen” bereit. Ich möchte mal dazu einladen, dass jeder der interessierten Leser diesen Test über sich ergehen lässt. Ich kann mir vorstellen, dass der ein oder andere sein orange-rotes Wunder erleben wird. Das Wunder ist aber keines, wenn man die Auswahl der Fragen mal etwas kritischer beäugt und wenn man weiß, dass Parteiprogramme leider nicht alles sind. Das hat der Liberale, der sich zur Wahl dann doch noch zum gelben Kreuz quält, schon häufig genug erfahren.

Was ich aber besonders mild-würzig finde ist, dass der FoeBuD e.V:
1) Durch die Art der Fragestellung schon vorher suggeriert was eine freiheitliche Entscheidung wäre. Bei den meisten Fragen finde ich es eindeutig. Aber bei vielen wird so wenig Kontext vermittelt (irgendwelche “neutralen” Kommissionen und Arbeitsgruppen), dass man da als Liberaler kaum man mal eben einfach auf “stimmt so” klicken kann ohne weitere Infomationen zu erhalten.

2) Man dem Punkt “Parteien im Vergleich” eine gewisse Parteilichkeit nicht absprechen kann: Die Grünen kommen ziemlich gut weg (da könnte man noch was von der “Grünen Giftliste” – Achtung FDP-Meinung – hinzufügen). Die FDP wird zu Recht für ihre Verfehlungen kritisiert. Unter anderem für den Sündenfall des Großen Lauschangriffs – auch wenns natürlich etwas zurückliegt (leider noch nicht lange genug) und sich die Meinung dazu in der Partei gewandelt hat.

Aber: Wie wäre es damit, sich dann auch mit der selben Konsequenz mit der Geschichte der LINKEn auseinanderzusetzen? Gleichbehandlung n’ Rechtsidentität n’ Stuff?

Konjunkturblüten

Rayson wies gestern in seinem Beitrag über Konjunkturprogramme darauf hin, dass kaum Geld aus dem Konjunkturprogramm ausgegeben wird. Im verlinkten Handelsblatt-Artikel ist ein Zitat zu finden, das man einfach noch mal ans Licht holen muss:

SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier betonte, er habe »keine einzige Gemeinde kennen gelernt, in der das zur Verfügung stehende Geld nicht Kreativität und Fantasie losgetreten habe, was man auf der kommunalen Ebene damit machen kann«. Er gehe davon aus, dass das zur Verfügung stehende Geld auch eingesetzt werde. Kein Bürgermeister wolle sich vorwerfen lassen, das Geld, das der Gemeinde zugestanden hätte, nicht genutzt zu haben.

Und ich zeige in meinem Blog, was passiert, wenn Bürgermeister wirklich mal mit einem kleinen Teil des großen Geldes umgehen: Konjunkturblüten in Dresden ;-)

Sündenfälle

Und wo es gerade um Sünden ging…

Irgendetwas wichtiges muss mir entgangen sein. In der Blogosphäre bebt es. Das Böse lebt: Blogger werben für Konzerne.

Nun bin ich selbst jemand, der seine Bloggerei nicht mit kommerziellen Interessen in Verbindung bringen will. Mir reicht der monatliche Scheck von der INSM, um voller Freude dem Finanzkapital zu dienen und Lust an der Ausbeutung der Arbeiterklasse zu empfinden. Aber für irgendwelche Produkte zu werben, das erscheint mir dann doch etwas würdelos. Eine Haltung, die ich mir wegen eben dieses Schecks auch leisten kann. Jetzt rechne ich aber durchaus damit, dass die INSM nicht allen Bloggern gegenüber so großzügig ist, dass darunter also doch ein paar sind, die weder dem Kapital dienen noch von Ererbtem leben, also zusehen müssen, dass sie das Geld für ihre Miete zusammenbekommen. Und wenn ich tief genug in mich gehe, fällt es mir auch schwer, einen moralischen Unterschied zwischen diesen Formen der Einkommenserzielung auszumachen. Und wo wir schon dabei sind: Das gilt auch für alle, die mittels eines allgemein als “Arbeitsvertrag” bezeichneten Abkommens dem raffgierigen Kapital Mehrwert zur Verfügung stellen.

Wo ist jetzt also das Problem? Dass nicht alle dasselbe wollen? Auch nicht unter Bloggern? Gilt etwa der schrecklich schlichte Satz aus SPON:

Wer Bloggen cool findet, findet internationale Großkonzerne und ihr Gewinnstreben ganz prinzipiell eben eher nicht cool. So ist das eben, schließlich geht es um Gegenkultur, und ums Authentischsein.

Also ich blogge anscheinend. Ich finde Gewinnstreben aber durchaus cool, wenn auch nicht zwingend bestimmte Unternehmen. Und wenn ich einen auf “Gegenkultur” machen würde, wäre ich eben nicht mehr authentisch.

Liege ich also gar zu falsch mit meinem Verdacht, dass die Aufregung deshalb so groß ist, weil da ganz bestimmte Blogger beanspruchen, das Bloggen an sich inhaltlich und teleologisch zu bestimmen, und dass deren Ideale durch den gar zu irdischen Drang zur Erzielung von Einkommen, den diese Blogger woanders (also in ihnen genehmen Vertragsbeziehungen) genug befriedigt sehen, beschmutzt zu werden drohen?

Klimaschutz per Rufmord

Die Rettung der Welt ist ein ehrenhaftes Ziel. Doch vergessen manche im Eifer des Gefechts, dass es bei diesem Unterfangen immer noch angesagt ist, die Grundregeln wissenschaftlicher Kommunikation einzuhalten, auch wenn es dabei nur um den Versuch der Aufklärung der Öffentlichkeit geht. Weil schon immer bekannt war, dass die Argumente des Gegners noch wackliger erscheinen, wenn man ihn vorher schon als Mensch oder Experte diskreditiert hat, beginnt der in der Öffentlichkeit geführte Streit um den Klimawandel auch in der Regel nicht mit dem Austausch von Argumenten, sondern zunächst einmal mit der Zuweisung von mehr oder weniger niederen Motiven. Sehr gern werden auch die politische Orientierung, berufliche Herkunft oder der Arbeitgeber als Mittel zur Vorabdisqualifizierung verwendet.

So geschehen kürzlich beim Sciencblog “PRIMAKLIMA”. Der Autor des Blogs diskutiert dort einen Beitrag zu einer Klimakonferenz im Juni in Berlin (bei der auch ich Vortragender war) im Online-Magazin “Die freie Welt”. Daran ist zunächst nichts Ehrenrühriges, vielmehr ist es sogar erfreulich, dass es mit der Blogosphäre eine Art Reviewprozess des Internet-Journalismus gibt. Überflüssig jedoch ist der hier unternommene Versuch, nicht nur das Magazin als solches durch die Nennung seines Herausgebers, sondern auch den Autoren des Beitrags und andere Mitwirkende des Magazins aufgrund ihrer beruflichen Herkunft oder des Arbeitgebers vorab zu disqualifizieren, bevor auch nur ein Argument genannt ist. Was hat der Geldgeber, die fachliche Ausrichtung oder auch nur die politische Orientierung einer Institution mit dem vorgebrachten Inhalt zu tun, den man ja glücklicherweise anhand vorhandenen Faktenmaterials nach Sachlichkeit überprüfen kann? Mit diesem Stilmittel hat man die Leser bereits vor der Faktenanalyse soweit, dass man sich hier auch nicht mehr so viel Mühe geben braucht. Zwar hat der Autor durchaus einen berechtigten Grund zur Klage an der Darstellung der Fakten, doch kommt die konkrete Auseinandersetzung damit nicht über Spitzfindigkeiten und die Zitation von Quellen, die bei näherer Betrachtung auch inhaltlich nicht unumstritten sind, hinaus.

Auch ich bekomme in der Kommentarsektion des Beitrags vom Blog-Autoren mein Fett weg, nicht bevor zunächst mein Brötchengeber erwähnt wurde. Offenbar hat der Autor noch nicht verstanden, dass Menschen sich häufig nicht so oder so äußern, weil sie dort und dort arbeiten, sondern dass sie von diesem Arbeitgeber wegen ihrer Art zu denken oder zu argumentieren beschäftigt werden. Das ist so und daran wird sich nichts ändern. Auch fühlt sich der Autor gemüssigt, obwohl er sich selbst eingesteht wenig über den Inhalt meines Vortrags informiert zu sein, über denselben sein Verdikt auszusprechen. Hier stellt sich also wirklich die Frage, ob es dem Autoren primär darum geht eine wissenschaftliche Diskussion zu führen oder ob er eher versucht, die Diskussion und ihre Protagonisten zu polarisieren?

Auf jeden Fall zeugt die Verflechtung von Motiven und Argumenten von einem bedauernswerten Diskussionsstil. Die Klimadebatte würde erheblich an Qualität gewinnen, wenn beide Seite den Faktenstreit klar von ihrer weltanschaulichen Position und der persönlichen Einschätzung der Motivation ihres jeweiligen wissenschaftlichen Gegenübers trennen könnten. Zweifellos ist die wissenschaftliche Debatte auch von Interessen geleitet, doch diese Tatsache für sich, beeinträchtigt in keiner Weise die Qualität der in der Diskussion vorgebrachten Argumente. So einfach ist die Welt nicht. Schließlich lässt sich z.B. aus der Tatsache, dass üble Regime oft verantwortlich für den Hunger der von ihnen unterdrückten Gesellschaft sind, nicht zwangläufig ableiten, dass Diktatoren nicht kochen können.

Lautlos

Es gibt Aufschreie in der Blogosphäre, von denen hört man nicht überall etwas… An der Haarfarbe kann es nicht liegen, der Unterschied muss irgendwo anders zu finden sein.

Ich mag Moby…

… und wenn es nur wegen seiner konstruktiven Einstellung zum Thema “illegaler Musikdownloads” ist.

Update: Passend hierzu der Verweis auf eine neue empirische Studie zum Thema auf Against Intellectual Monopoly:

While this confirms what we thought informally, it is the first study I’ve seen with hard numbers: musicians income up due to increased demand for their live performances; the total production of songs way up, even as the recorded sales have dropped. Basically – the internet balancing distribution cost and business model against the reduction in demand for recordings has helped musicians and increased the output of music. A really careful detailed analysis.

Verweis zum 1. Mai

Irgendwas zum 1. Mai? Aber gerne, wenn auch nicht von uns, sondern von einem, der sich damit auskennt ;-)

Maschinenstürmer 2.0

Es gibt nur wenige Dinge, die so verlässlich sind wie die Technikfeindlichkeit bei Intellektuellen. Das hat natürlich seinen Grund: Intellektuelle werden als solche bezeichnet, weil sie – hier den ebenfalls geschätzten Ärzten nicht unähnlich – einmal einen Leistungsnachweis erbracht haben, der sie hinfort berechtigt, zu allem Möglichen Stellung zu beziehen, auch wenn sie keine Ahnung von dem haben, worüber sie sprechen. (mehr…)

Werte statt Nutzen

…what matters is that people be free to associate as much as possible as they voluntarily choose without being constrained by culture or by force to associate on different terms with foreigners than with fellow citizens.

Dan Boudreaux vom “Cafe Hayek” beleuchtet, warum Liberale für Freihandel und Freizügigkeit sind. Nicht aus Nutzenerwägungen, sondern weil es ihren ureigenen Werten entspricht. Sozusagen ein konkreter Unterfall des “Rückenmarksliberalismus“. Gerade heutzutage kann ich jedem die Lektüre von Statlers Beitrag, den ich als so eine Art Manifest dieses “grand old man” des deutschen Blog-Liberalismus betrachte, nur ausdrücklich ans Herz legen.

Der Vater der “Grünen Revolution” wird 95

Norman Borlaug, der amerikanische Agrarforscher, der wie kaum ein anderer zu dem als “Grüne Revolution” bekannten landwirtschaftlichen Produktivitätsschub seit Mitte des letzten Jahrhunderts beigetragen hat, feierte vor zwei Tagen seinen 95. Geburtstag. Seine bahnbrechenden Entwicklungen zur Verbesserung des Pflanzenwachstums und zur Erhöhung der Pflanzenresistenz gelten heute als eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die pessimistischen Prognosen der Malthussianer von einer Welt, die eine explodierende Bevölkerung nicht zu ernähren vermag, nicht eingetroffen sind. Anlässlich dieses Ehrentages erinnert der Weblog des amerikanischen Magazin Reason an ein Interview des heutigen Kritikers unrealistischer Träume eines globalen Ökolandbaus und Befürworter eines undogmatischen Umgangs mit der grünen Gentechnik. Seine Antwort auf die Frage nach dem globalen Ernährungspotential des Ökolandbaus lautet nüchtern:

That’s ridiculous. This shouldn’t even be a debate. Even if you could use all the organic material that you have–the animal manures, the human waste, the plant residues–and get them back on the soil, you couldn’t feed more than 4 billion people. In addition, if all agriculture were organic, you would have to increase cropland area dramatically, spreading out into marginal areas and cutting down millions of acres of forests.

At the present time, approximately 80 million tons of nitrogen nutrients are utilized each year. If you tried to produce this nitrogen organically, you would require an additional 5 or 6 billion head of cattle to supply the manure. How much wild land would you have to sacrifice just to produce the forage for these cows? There’s a lot of nonsense going on here.

If people want to believe that the organic food has better nutritive value, it’s up to them to make that foolish decision. But there’s absolutely no research that shows that organic foods provide better nutrition. As far as plants are concerned, they can’t tell whether that nitrate ion comes from artificial chemicals or from decomposed organic matter. If some consumers believe that it’s better from the point of view of their health to have organic food, God bless them. Let them buy it. Let them pay a bit more. It’s a free society. But don’t tell the world that we can feed the present population without chemical fertilizer. That’s when this misinformation becomes destructive…

Ich schließe mich den Glückwünschen an!

Mein konservativer Moment

text-based Web sites aren’t where the buzz is anymore

(Quelle: Wired, via Achse des Guten)

Das ist die beste Nachricht des Tages.

Winnenden, Theorien und die große Diskussion im Web

Eigentlich wollte ich relativ schnell etwas zu Winnenden schreiben. Nicht nur bin ich aus der Perspektive eines werdenden Sozialarbeiters heraus natürlich sehr an Jugendgewalt interessiert, als ehemaliger begeisterter Spieler von Egoshootern und aktives Mitglied eines Schützenvereins gehöre ich auch zu den Gruppen, die nach Ansicht mancher mitverantwortlich für solche Katastrophen sein könnten. Nur: Ich kam leider nicht dazu, etwas zu schreiben, und mittlerweile ist alles schon gesagt, nur noch nicht von jedem (also: von mir!).

Darum wähle ich hier einen etwas anderen Ansatz und beschäftige mich mit den Schnipseln anderer Blogeinträge und -kommentare, die mir besonders aufgefallen sind, stelle sie nebeneinander und gebe meine Meinung dazu ab. Vielleicht bildet sich daraus ja ein interessantes Bild.

(mehr…)

Die Beliebtheit von Strohmännern oder die Vergeblichkeit, im Internet zu diskutieren

Ab und an ist es mal an der Zeit, das zu reflektieren, was einem beim Leben im Netz so widerfährt. Meine B.L.O.G.-Kollegen und ich freuen uns immer, wenn unser Geschreibsel auf geistreiche Resonanz stößt, ob diese nun positiv oder negativ ausfällt. Leider aber ist, so zumindest lautet mein arrogantes Fazit, das Geistreiche meist in der Unterzahl, obwohl ich der Meinung bin, dass wir hier meist von einem kleinen, aber im Verhältnis zu anderen Sites ähnlicher Verbreitung doch eher vergleichsweise feinen Kommentatorenkreis heimgesucht werden. Zumindest passiert es mir bei uns sehr oft, dass ich, obwohl ich eigentlich mit dem Vorsatz hier blogge, mich mit anderen zu streiten, einige Kommentarstränge nur rein passiv und nicht ohne Bewunderung ob der Qualität des dort Geäußerten verfolge. Was jetzt nicht heißen soll, dass es bei uns keine Trolle und Schwachmaten gäbe – aber so lange es nicht persönlich wird, kann hier jeder loswerden, was er möchte, muss aber eben auch mit heftiger Gegenrede rechnen. Der Blogname ist schließlich Programm. Und dass es hier einen kleinen Bias zugunsten der hiesigen Autoren gibt, wenn es darum geht, wer zuerst polemisch wurde, nun, das gehört eben zu den Hausrechten ;-) (mehr…)

Absicht und Zufall

Da drüben beim A’Team mal wieder fleißig über Evolution, Kreationismus und religiöse Buchstabenlehre gestritten wird, werfe ich auch mal was ein:

Die Überzeugung, dass die Erde tatsächlich vor ca. 6000 Jahren innerhalb von sieben Tagen genau so geschaffen wurde, wie sie heute ist (abgesehen von den menschlichen Manipulationen an ihr), kann man wohl getrost ignorieren. Sie würde jeglicher wissenschaftlichen Erkenntnis widersprechen und wird (zumindest hierzulande) wohl nur von einigen totalen Wirrköpfen vertreten, die keinen Widerhall innerhalb der breiteren Bevölkerung finden. Ebensogut könnte man sich an einer Person reiben, die in einem Institut für Psychatrie steif und fest behauptet, sie sei Napoleon Bonaparte – eine Lebensaufgabe, letztlich aber ebenso sinn- wie bedeutungslos.

(mehr…)

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