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Ein wenig Druck kann nicht schaden

Damit wir bei den nächsten Wahlen vielleicht eine bessere Alternative haben…

Boche in EU,Politik am 24. 09. 2012 » 16 Kommentare
bisher 16 Kommentare » Kommentare
  1. Klaus sagt am 24. 09. 2012 um 15:32 Uhr:

    Interessante Gründer… da macht das Wort ‘stramm’ wieder Sinn bei der politischen Einordnung. Immerhin Hans-Olaf Henkel als Sahnehäubchen ;-)

  2. Rayson sagt am 24. 09. 2012 um 19:41 Uhr:

    @1.

    Macht es das? Ich wüsste z.B. nicht, wie man auf Stefan Homburg dieses Adjektiv sinnvoll anwenden könnte. Aber wer unbedingt “politisch einordnen”, also die eigene Weltsicht vor unangenehmen Erkenntnissen schützen will, den wird sowas wahrscheinlich nicht stören.

  3. Rayson sagt am 24. 09. 2012 um 19:45 Uhr:

    Zum Thema:

    Wir werden zur Bundestagswahl 2013 antreten, indem wir mit einer politischen Partei kooperieren, die unsere Ziele teilt. Alle anderen politischen Meinungsverschiedenheiten sind angesichts der heutigen Herausforderungen unbedeutend.

    Es gibt viele, die mittlerweile bereit sind, das so zu sehen.

    Wenn sie die Ziele etwas anders formuliert hätten, hätte ihnen wenigstens noch die Linkspartei als Partner zur Verfügung gestanden. So jedoch bleiben ihnen nur Parteien unterhalb der Wahrnehmungsschwelle.

    Und da ansonsten ein Kartell den europapolitischen Kurs bestimmt, reicht es als Strategie leider auch nicht, dann wenigstens einer bestimmten Partei politischen Schaden zuzufügen.

  4. Boche sagt am 24. 09. 2012 um 20:59 Uhr:

    @2

    Bei manchen Kommentatoren schalte ich auf Energiesparmodus, da weder das Lesen noch das Antworten sinnvoll erscheinen.

    @3

    Und da ansonsten ein Kartell den europapolitischen Kurs bestimmt, reicht es als Strategie leider auch nicht, dann wenigstens einer bestimmten Partei politischen Schaden zuzufügen.

    Es fragt sich ja der Laie, was als Strategie denn ansonsten reichen soll. Unterhalb (besser: nahe) der Wahrnehmungsschwelle bietet sich wenigstens noch die Chance, dem Wähler mal auch eine Alternative zu bieten. Und sei der Nutzen nur ein demokratiehygienischer.

  5. stefanolix sagt am 24. 09. 2012 um 21:03 Uhr:

    Noch nie wird es so wichtig gewesen sein, das kleinste Übel gewählt zu haben, wie in der Krise des Jahres 2013. Vor allem aus demokratiehygienischer Sicht. Und das meine ich nicht ironisch.

  6. Boche sagt am 24. 09. 2012 um 21:14 Uhr:

    Das kleinste Übel hat aber bislang nichts oberhalb der Wahrnehmungsschwelle getan (gescheiterte innerparteiliche Abstimmungen interessieren den Wähler ungerechterweise nicht), um die Aufgabe von Demokratie und (was hier mindestens genauso schwer wiegt, finde ich) Rechtsstaatsprinzip aufzuhalten oder zu behindern.
    Für diese Nicht-Leistung belohnt zu werden, wäre wohl nichts, was der Glaubwürdigkeit unserer deutschen Demokratie irgendeinen Nutzen bringen könnte.

  7. Rayson sagt am 24. 09. 2012 um 21:14 Uhr:

    @4. / 5.

    Fragen tue ich mich ja auch. Meine “Strategie” ist bekannt. Aber das Engagieren in einer Partei ist natürlich nicht Aufgabe des Wählers, und länger als bis zur nächsten Wahl braucht es auch.

    Ich frage mich dann aber weiter, was das Wählen einer dieser in der Regel äußerst obskuren Vereinigungen bringen soll – es wird unter “Sonstige” erscheinen und ansonsten ignoriert. Was wirklich noch fehlt, ist die echte, seriöse Alternative. Andererseits kann man darauf auch nicht warten. Die Medien ignorieren eh bis zum “geht nicht mehr” und schalten, sobald das nicht mehr reicht, auf Diffamieren um.

    Warten wir also den Crash ab. Der wird sehr sicher kommen und alles auf Null stellen.

  8. Boche sagt am 24. 09. 2012 um 21:41 Uhr:

    Auch, wenn Vergleiche im Allgemeinen und dieser ganz sicher auch im Besonderen sehr hinken: Obskure Vereine waren damals auch Neues Forum, Demokratischer Aufbruch und SDP.
    Um ein Zeichen für einen Wandel zu setzen, braucht es manchmal eben nicht unbedingt fertige, regierungsfähige Vollblutparteien. Gelegentlich reichen auch oskure Zusammenschlüsse, die es schaffen, ein Thema sichtbar in die Öffentlichkeit zu tragen und den Herrschenden Angst einzuflößen.

  9. Rayson sagt am 24. 09. 2012 um 21:48 Uhr:

    @8.

    Das Problem ist diesmal ja weniger, dass die Mehrheitsmeinung durch Gewalt unterdrückt wird und das, was “obskur” ist, durch die Staatsmacht allein definiert würde.

    Das Problem ist, dass diese Herrschaft eine der Mehrheit ist. Wie auch immer diese Mehrheit zustande gekommen ist.

    Und das Problem ist, dass man selbst als Gegner dieser Mehrheitsherrschaft die “Alternativen” nicht ernst nehmen kann bzw. will. Tumbe Nazis? Reaktionäre Betonschädel? Kommunisten? Truther? Narzissten?

  10. Boche sagt am 24. 09. 2012 um 22:05 Uhr:

    Die Delegitimierung der Herrschenden muss ja nicht nur beim Thema der gewaltsamen Herrschaft ansetzen.
    Auch eine Mehrheitsherrschaft des alternativlosen, durch ein öffentlich-rechtliches Medienkartell unterstützten Durchregierens ohne Opposition “oberhalb der Wahrnehmungsgrenze” kann ja (die Grünen haben’s in ähnlicher Situation gezeigt) plötzlich neue politische Konstellationen hervorbringen. Man kann sich natürlich fragen, ob man das möchte. Oder ob der Status Quo nicht doch besser ist. Ich kann diesen seit einiger Zeit aber kaum noch ohne ansteigende Übelkeit ertragen.

  11. Rayson sagt am 24. 09. 2012 um 22:14 Uhr:

    @10.

    Ich sehe momentan nicht diese Chance neuer Konstellationen. Der Erfolg von Neugründungen (Grüne, Piraten) war immer auch der Erfolg von sich dann politisch artikulierenden, aber vorher bereits existierenden Milieus.

    Aber ein solches Milieu existiert bei den Bürgerlichen nicht. Da dominieren Leute wie Zettel, der trotz aller analytischen Stärke und Klugheit die Führungsfigur Merkel bewundert und ihr – so wie das seit Urzeiten Unionsbrauch ist – letztlich unkritisch folgt. Und die angeblichen “Liberalen” begnügen sich damit, sich über ihre politischen Lebensabschnittsgefährten zu dominieren. Wer “bürgerlich” ist, traut sich einfach nicht, alte “Wahrheiten” in Frage zu stellen. Das ist auf der “linken” Seite populärer.

    Als Jungunionist war unkritische Europabegeisterung für mich völlig normal.

  12. Erling Plaethe sagt am 24. 09. 2012 um 22:15 Uhr:

    Unter “Die Konkurrenz” beginnt der Abschnitt “Wählen – aber wen?” mit dem Satz:

    Für einfache Menschen ist es nicht leicht, ihre Unzufriedenheit in die Parteien zu tragen.

    Wer sind diese “einfachen Menschen” die da von Professoren und Doktoren an die Hand genommen werden sollen?
    Wenn sich politische Gruppierungen bei mir unbeliebt machen wollen, dann vor allem mit diesem paternalistischen WirgebeneucheineStimme. Und mit der Aufforderung eine Partei nicht zu wählen.
    Seine zukünftigen Wähler für zu bekloppt zu halten, sich ohne fremde Hilfe seines Verstandes zu bedienen, unterscheidet sich gar nicht vom Altbekannten. Es wird eher noch gesteigert, beantwortet man Prinzipienlosigkeit mit Programmlosigkeit.

  13. Rayson sagt am 24. 09. 2012 um 22:31 Uhr:

    Wer sind diese “einfachen Menschen” die da von Professoren und Doktoren an die Hand genommen werden sollen?

    Menschen, die nicht für sich in Anspruch nehmen können, eine Gruppe zu vertreten.

  14. Tigger sagt am 25. 09. 2012 um 02:44 Uhr:

    Warten wir also den Crash ab. Der wird sehr sicher kommen und alles auf Null stellen

    Ich freunde mich gerade mit der Strategie an, eine Partei zu unterstützen, die dafür sorgt, dass Deutschland bald selbst unter irgendeinen Schirm muss. Einfach um den Prozess zu beschleunigen !

  15. R.A. sagt am 25. 09. 2012 um 12:11 Uhr:

    @5:

    Ich sehe momentan nicht diese Chance neuer Konstellationen. Der Erfolg von Neugründungen (Grüne, Piraten) war immer auch der Erfolg von sich dann politisch artikulierenden, aber vorher bereits existierenden Milieus.

    Volle Zustimmung!
    Eine Neugründung ist chancenlose Ressourcenverschwendung, erst recht die Mitarbeit bei den Freien Wählern.

    Es bleibt nur das traditionelle dicke Brett. Z. B. scheint es bei uns zu gelingen, mehrere ESM-befürwortende MdBs beim Versuch der Wiederkandidatur abzuschießen. Und zwar mit der deutlichen Ansage, daß es an genau diesem Thema liegt.

    Das sollte den nachrückenden Neulingen für eine gewisse Zeit zu denken geben.

  16. Suwarin sagt am 27. 09. 2012 um 16:01 Uhr:

    @ 8

    Wie ich die Sache sehe wird das -sicher vorhandene- Protestpotential der Wähler aber (noch?) von den Piraten absorbiert, sodass eine ,,bürgerliche Linkspartei” noch auf sich warten lässt, dort fehlen auch Köpfe, wie seinerzeit Lafontaine.

    Deshalb stehe ich auch der pdv skeptisch gegenüber, weil sie gebündelt in einer anderen Partei mehr bewirken könnten, als mit ihren 0,1% Ergebnissen.

    @ 15:

    In diesem Zusammenhang bin ich auf Schaefflers Listenplatz gespannt, wobei er auch bei identischem Platz wohl nicht wieder einziehen wird.