Braucht der Euro-Gegner Sarrazin?
Ein Qualitätsjournalist hat jetzt doch mal endlich Sarrazins neues Buch gelesen. Und berichtet – eine etwaige Enttäuschung lässt er sich nicht anmerken – vom Fehlen empörungsgeeigneter Aufreger. Da muss er zur Not nochmal zu den mittlerweile vor allem durch ständige Wiederholung zum Allgemeingut gewordenen sachfremden Verurteilungen von Sarranzins letztem Werk greifen, um Negatives anbringen zu können. Ja, er muss Sarrazins Euro-Thesen sogar weitgehend Recht geben, was dann natürlich die Kritik zur Folge hat, nur Altbekanntes zu erzählen. Aber das mit dem Holocaust, das muss man unbedingt abtun:
Man muss schon richtig suchen, um im neuen Sarrazin-Buch die Aufreger-Stellen zu finden. Zum Beispiel jene bereits vorab durch alle Medien gejagte Passage, in denen Sarrazin Euro-Bonds als letzte Stufe in der irregeleiteten deutschen Buße für den Holocaust deklariert. Das ist in dieser Überspitzung natürlich ziemlicher Stuss. Gibt im Kern aber auch nur das wieder, was sich zu den Leitlinien deutscher Europapolitik in jedem Schulbuch finden lässt: Dass die deutsche Vorreiterrolle bei der Europäischen Einigung natürlich und zurecht auch aus der Verantwortung für Judenmord und Zweitem Weltkrieg herrührt.
Wer dem Schreiber dieser Zeilen überzeugend den Unterschied zwischen dem angeblichen “Stuss” Sarrazins und den völlig korrekten Schulbuchleitlinien verdeutlichen kann, kriegt bei der nächsten persönlichen Begegnung ein Eis spendiert. Liegt wohl am “H-Wort”. “Judenmord” geht aber.
Dann sind da noch einige Passagen, in denen Sarrazin in wechselnden Formulierungen “Kultur” und “Mentalität” der Südeuropäer für ihre unsoliden Staatshaushalte verantwortlich macht. Das ist natürlich aus Denkfaulheit gezeugter Quatsch. Aber Quatsch, der vermutlich von einem erheblichen Anteil der deutschen Bevölkerung geteilt wird.
Ist es also Zufall, dass die Grenze zwischen gerade mal halbwegs soliden und traditionell eher ausufernden Budgets entlang einer Nord-Süd-Liniezwischen Nord und Süd verlaufenden Linie bildet? Gibt es sowas wie “Kultur” nicht? Oder darf sie nur keine Auswirkungen aufs Wirtschaften haben? Es wäre ein ziemlich ehrgeiziger Ansatz, die Existenz von eingeübten Verhaltensweisen zu leugnen, die nicht genetisch, aber kulturell von Generation zu Generation weitergegeben werden. Diese Verhaltensweisen charakterisieren selbstverständlich nicht jeden Einzelnen, aber treffen auf die große Zahl zu, und sie sind natürlich auch veränderlich, aber nicht ohne weiteres. Normalerweise braucht es Katastrophen, um sie binnen weniger Jahrzehnte zu ändern. Siehe eben z.B. den Zweiten Weltkrieg, die Shoa und die danach einsetzende (und von den demokratischen Siegermächten bewusst forcierte) Veränderung der deutschen politischen Kultur. Es bringt nichts, die kulturellen Unterschiede zwischen Griechenland und Finnland zu leugnen. Oder sagen wir: zwischen Ungarn und Finnland, denn die haben immerhin die Sprachfamilie gemein, gehen aber trotzdem sehr unterschiedlich mit ihren Haushalten um.
Auch gegen Sarrazins Schlussfolgerungen vermag der SPON-Autor nichts einzuwenden. Damit ist er in der deutschen Medienlandschaft schon zu loben und zu preisen. Und dennoch: Irgendwo muss die Kritik ja herkommen. Also:
Am schwächsten wiederum wirkt Sarrazin dort, wo eigentlich seine Kernkompetenz als Volkswirt liegen sollte: Beim sauberen Interpretieren von Statistiken. Es gehört zu Sarrazins Kernargumenten, dass der Euro dem deutschen Außenhandel nicht nennenswert geholfen hat. Er führt als zentralen Beleg an, dass seit dem Start der Währungsunion Deutschlands Handel mit Staaten außerhalb des Euroraums deutlich stärker gewachsen sei als mit Mitgliedern der Eurozone.
Ein klassischer statistischer Kurzschluss: der Zuwachs beim Handel außerhalb des Euroraums liegt vor allem am raschen Wirtschaftswachstum in Osteuropa und Asien. Das sagt nichts darüber aus, wie sich der Handel innerhalb der Eurozone ohne die Währungsunion entwickelt hätte.
Aber es trägt auch nichts zum Beweis des Gegenteils bei, der hier eigentlich zu führen wäre. Wobei wir an dieser Stelle noch nicht mal die merkantilistischen Grundlagen einer solchen Kritik untersuchen wollen, sondern ausnahmsweise dieser Logik mal zu folgen bereit sind. Es genügt an dieser Stelle der Nachweis einer unzulässigen Beweislastumkehr.
Der SPON-Autor schließt:
Alles in allem passt zu Sarrazins Buch das Attribut, das sich der Schriftsteller Douglas Adams (“Per Anhalter durch die Galaxis”) einst für die Erde einfallen ließ: “Größtenteils harmlos”. Das ist mehr, als man von Sarrazins letztem Buch behaupten kann – und erst recht von den meisten Operationen am Weisheitszahn.
Und damit hat er Recht. Sarrazins Buch ist offensichtlich kein Aufreger, sondern rekapituliert nur vieles, was z.B. in diesem Blog bereits geschrieben oder was auch in die innerparteiliche Diskussion zum FDP-Mitgliederentscheid eingebracht wurde. Niemand, der sich in der liberalen Blogosphäre bewegt, muss sich also dieses Buch kaufen. Und es gibt auf diesem Feld wirklich kompetentere Experten als Thilo Sarrazin. Der angebliche Tabubruch gilt nur exklusiv füŕ die politischen Eliten. Darunter, auch in der Wissenschaft, ist die Diskussion längst im Gange und über Sarrazin hinweg gegangen.
bisher 28 Kommentare » Kommentare
Habe mir 1993 “Die Euro-Katastrophe” von Roland Baader gekauft. Dieses prophetische, heute nach meinem Kenntnisstand restlos vergriffene Büchlein enthält eigentlich alles, was man zu dieser Debatte braucht um seine argumentative Asservatenkammer zu füllen. Wer fundierte EURO-Kritik jüngeren Datums und ebenfalls liberalerer Handschrift (als der des Rechtssozialdemokraten Sarrazin) sucht sei noch auf “Die letzten Jahre des EURO” von Bruno Bandulet, “Die Euro-Misere” von Michael von Prollius und “Die Tragödie des Euro” von Philipp Bagus verwiesen.
@DDH. Zumindest bei Amazon.de kann man heute noch ein Exemplar “ergattern”. ich denke Rayson wird schon recht haben mit “nichts neues für Liberale”. Ich meine wir brauchen uns doch nur einige Bücher von von Mises, Hayek und Rothbard besorgen und bekommen doch die Blaupausen für den gigantischsten Betrug aller Zeiten (das ungedeckte Papierzahlungsmittel-system). Also schlage ich vor einfach Rohtbards “Scheingeldsystem” zu lesen…..
Was ich immer wieder erstaunlich finde ist, dass ein und dieselben Leute einmal kulturelle Einflüsse abstreiten und damit die Unabhängigkeit des Individuums voraussetzen und ein anderesmal dem Einzelnen jede Eigenverantwortung absprechen und sein Verhalten auf soziale Faktoren zurückführen.
“Ist es also Zufall, dass die Grenze zwischen gerade mal halbwegs soliden und traditionell eher ausufernden Budgets entlang einer Nord-Süd-Linie bildet? ”
Ähem, ist das nich eine Ost-West-Linie?
Sonst d’accord.
Vielen Dank für den Beitrag.
Nebenan bei Zettel geht es ja mehr um die Reaktionen auf Sarrazins These, dass die deutsche historische Vergangenheit nicht mit der Währungsunion in Verbindung gebracht werden sollte, weil beides nicht im Zusammenhang steht, als um die These selbst.
Diese bewegt mich jedoch weit mehr.
Nun habe ich selbst auch schon mit diesem, von mir so gesehenen, Zusammenhang begründet, dass Deutschland keinesfalls einseitig aus der Währungsunion austreten dürfe. Eben weil es Gründer derselben, Gründer der Montanunion und dieses Zusammenwachsen Europas bewusst betrieben habe, auch aus Eigeninteresse (welches ich positiv bewerte).
Und auf Grund seiner Geschichte und der Europas im Allgemeinen, als eine von kriegerischen Auseinandersetzungen.
Mir wurde auch damals entgegnet, die deutsche Geschichte habe nichts mit dem Euro zu tun und im Laufe der Zeit wuchsen durchaus Zweifel an dieser Position, meines typisch deutschen Reflexes, aber andererseits frage ich mich immer noch:
Wenn Thilo Sarrazin den Zusammenhang zwischen europäischer Wirtschaftspolitik und Geschichte erst bei der Währungsunion aufhebt, um die deutsche Verhandlungsposition zu stärken, warum nicht schon vorher?
Die Androhung eines einseitigen Ausstiegs ist m.E. logisch nicht zu trennen von einer generellen Infragestellung der EU als politische Institution und damit des politischen Einigungsprozesses insgesamt.
Ich bin weder der Ansicht, dass Europa den Euro, noch eine politische Union braucht. Aber die Notwendigkeit eines europäischen Binnenmarkts sehe ich schon.
Soll dieser nicht durch verstärkten Protektionismus der europäischen Staaten behindert werden, ist ein Alleingang Deutschlands aus dem Euro kaum eine realistische Option. Und das sollte sie sein, um als Drohung zu funktionieren.
In diesem Fall wäre es deshalb wirkungsvoller einen gemeinsamen Austritt mit den Ländern Europas anzustreben welche die fiskalpolitischen Vorstellungen Deutschlands teilen, anstatt einen isolationistischen Weg einzuschlagen.
Letztlich haben solcherlei Abwägungen auch vielmehr mit dem Schmieden von Allianzen zu tun mit dem Ziel der Durchsetzung nationaler Interessen, wenn europäische eine untergeordnete Rolle spielen. Und diese Allianzen müssen m.E. europäischer und nicht eurasischer Natur sein. An dieser Stelle kommt eben doch wieder die Geschichte ins Spiel, aber nicht als Schuldreflex sondern als Westbindung und Bündnistreue.
@3
ich empfehle als Lektüre den Klassiker von Riemann, “Grundformen der Angst”, der exakt die Austachiertheit dieser beiden sich diametral gegenüberstehenden Pole als einer der fünf wesentlichen Säulen der charakterlichen Stabilität zuordnet.
Hat denn nicht Joschka Fischer selbst mal bei einer Podiumsdiskussion in Frankfurt (das muss so 1997 gewesen sein) zu seinem Mitdiskutanten Prof. Wilhelm Hankel genau das gesagt, dass nämlich Deutschland “wegen Auschwitz” der Aufgabe der D-Mark zustimmen müsste?
@6
Austariertheit ist aber kein Schwanken zwischen den Extremen. Entweder es gibt soziale Einflüsse oder es gibt sie nicht.
Die richtige Frage wäre: Braucht irgendein Mensch Sarrazin?
Nein!
Wenn man die deutsche Nachkriegsgeschichte nur lange genug prügelt wird sie sicher zugeben, dass der Euro natürlich nur die Buße für Auschwitz sei. Das funktioniert übrigens auch ganz gut bei anderen Nationen. Die Amis sind sicher auch nur wegen dem Öl in Granada oder in Vietnam einmarschiert.
@9
Nur dass die Aussage Sarrazins, dernach das “Projekt Europa” ihre Begründung in der Deutschen Geschichte findet von verantwortlichen Politikern bestätigt wird. Siehe etwa Steinbrück im Gespräch bei Jauch.
@4.
Hast natürlich Recht.
off topic und nur zur Info:
Chrome meckert seit heute “unsichere Inhalte” an, es handelt sich dabei um das Comment Form Quicktags-Plugin von WordPress sowie um diese Twitter-URL: http://twitter.com/account/rate_limit_status.json?callback=jQuery1710664896831382066_1337784136633&_=1337784136744
Beide sind via http eingebunden, obwohl die Seite an sich ja über https läuft. Kann sein, dass Chrome sich daran stört. Der Firefox zeigt ebenfalls eine Sicherheitswarning.
@10:
Natürlich, es ist die konsequente Einbindung in eine lange Tradition der deutschen Politik. Aber die “Einbindung Deutschlands in ein europäisches Sicherheits- und Wirtschaftssystem” ist etwas ganz anderes als “Buße für Auschwitz”.
Ich hoffe doch, dass der Unterschied klar ist.
@Rayson:
Was sagste da dazu:
http://blog.zeit.de/herdentrieb/2012/05/23/so-trickst-sarrazin_4821
@12.
Kann ich hier nicht reproduzieren. Und dass die Site unter https liefe, ist mir sogar neu
@14.
Da ich mich nirgendwo auf Sarrazin stütze, interessiert mich auch dessen Argumentation nicht. Ich habe eine eigene.
@ 13
Steinbrück hat als die Einbindung explizit auf die deutsche Geschichte, also Ausschwitz, zurueckgeführt. Über das Wort “Buße” kann man streiten, da es eine Interpretation des Motivs ist – untreffend ist es jedoch nicht. Wer Buße tut, kommt zurück in die Gesellschaft.
Völlig klar. Da haben Sie meine volle Zustimmung.
Das “Projekt Europa” hat aber weder mit dem Schuldreflex (den es gibt) noch mit der Westbindung zu tun. Das folgt einfach nur dem Interesse der großen drei (Frankreich, Deutschland und Italien). Genauer, ihrer Politiker.
Mir hat aber auch ein Italiener vor kurzem erzählt, seiner Einschätzung nach, fühlten sich seine Landsleute zuerst als Europäer und erst dann als Italiener. Was haben die dann eigentlich für einen Reflex?
Das mit dem unsoliden Süden und dem soliden Norden ist auch nur ein Gerücht.
Die ganz im Norden haben schlicht hohe Steuern bzw. Öl, auf unserer Höhe liegen dann ‘Frankreich, Deutschland, Niederlande, Belgien, Polen, GB und die baltischen Staaten.
Wenn du ernsthaft annimmst da wären überall die Haushalte Top, oder die Wirtschaft, geschweige denn beides…halbwegs gut stehen da nur Deutschland und Luxemburg da, wir wegen des Exports, hauptsächlich in die “maroden” Staaten und Luxemburg als Steueroase bzw. Pfütze.
So eine Rolle als Primus unter den Globalisierungs Opfern mag noch etwas ziehen, aber auch nicht für immer.
@12.
Korrektur: In der Windows-VM meckert zumindest Chrome. Und ja, es liegt an der http-Einbindung von Plugins. Da ein https-Angebot von uns aber bisher gar nicht beabsichtigt war, sollte das hoffentlich niemanden stören.
Dann würde Deutschland seine Interessen stärker artikulieren. Dass Deutschland innerhalb Europas seine nationalen Interessen im Blick haben sollte, ist aber verpönt, nicht zuletzt mit Blick auf die Geschichte.
Das “Projekt Europa”, da haben sie recht, könnte ohne Verweis auf die Geschichte aus dem Eigeninteresse abgeleitet werden (jedenfalls zum Teil). Wird es aber nicht ausschließlich – und gerade dann nicht, wenn Kritiker das deutsche Interesse anmahnen.
@19:
Ah, jetzt, ja: hab den Blog aus welchen Gründen auch immer mit https in meinen Bookmarks. Asche über mein Haupt.
Bevorzugende Sarrazin bitte, nicht schon wieder die Gelegenheit nutzen, um über Ausländer zu diffamieren, denn viele sorgen sich ganz brav dafür, dass nicht jeder von uns vergewaltigt wird! – kann jemand bitte, diese Liste an Priestern weiterleiten! – ich habe einige Stellen markiert; in manche Häuser gibt’s zwei für ein, wie bei Aldi; doch wenn Sie überall anrufen, haben sie Angebote alle Massen, Farben und Geschmack; ich habe schon angerufen, aber nur als Forschung, denn KEINER kann beweisen, dass ich irgendwann in Puff war; jetzt glauben Sie wirklich, dass ich lüge, oder? http://www.facebook.com/photo.php?pid=1704266&l=4b7bc200e8&id=100000500434618
Meiner Ansicht nach artikuliert Deutschland seine Interessen gar nicht so schlecht, inwiefern sie durchgesetzt werden, wird aber innerhalb und außerhalb Deutschland geradezu gegensätzlich beurteilt. Und das ist der Punkt wo Sarrazin recht hätte, wenn er es denn so sieht, bzw. ich ihn richtig verstehe:
Die Regierung tut so, als würde jedes Eingeständnis aus Demut vor der Geschichte erfolgen, nur um irgendwelche, aus deutscher Sicht schwache, Verhandlungsergebnisse aufzuhübschen. Das ist ein sehr mieses Spiel und eins mit dem Feuer dazu. Indem Sarrazin das kritisiert, greift er die Zentralisten unter den Politikern natürlich frontal an und reisst ihnen die Maske vom Gesicht.
Mir ist eine Politik welche das eigene Interesse verneint, zutiefst suspekt.
Ich bin mittlerweile überzeugt, dass deutsche Europapolitik nationale Politik ist, wie bei Frankreich und Italien usw. auch. Das Ergebnis ist dann europäisiert, aufgrund der Kompromisse.
Es wird immer noch manipuliert und gesteuert, der Souverän für dumm verkauft und an Gefühle appelliert. Aber diese Tradition ist viel älter als der zweite Weltkrieg.
@8
ich versuche es nochmal zu präzisieren:
Die beiden Pole sind
Individuelle Entwicklung mit Eigenverantwortung unter Verlust sozialer Gemeinschaft
vs.
“Aufgehen” in einer Gemeinschaft unter Aufgabe der Eigenverantwortung.
Riemann beschreibt den Menschen – so interpretiere ich es mal – als angstgetriebenen zwischen den jeweiligen Extremen – unstabil wenn er sich einem der Pole zu sehr nähert.
Was der Argumenattion der von Dir angeführten “ein und dieselben Leute” nicht sonderlich gut zu Gesicht steht.
vielleicht habe ich Dich aber auch nur falsch verstanden
Wer leugnet, daß der Euro ein Meisterwerk ist, stellt sich auf eine Stufe mit Holocaustleugnern. Steile These, aufgestellt von WELT-Knallcharge Ulrich Exner: “Die Währungsunion, die selbstverständlich zentraler Bestandteil der deutschen und europäischen Wiedervereinigung war und ist [...] ist vielmehr wichtige Komponente eines gigantischen politischen Meisterwerks – dem Ende des Kalten Krieges und der deutschen wie europäischen Teilung.
Wer dies leugnet, stellt sich auf eine Stufe mit jenen, die andere, auch zentrale, Teile unserer Geschichte leugnen.” http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106362132/Warum-sich-Thilo-Sarrazin-schaemen-sollte.html
Ich für meinen Teil halte es da eher mit Alan Posener, gleiche Zeitung:
@ DDH:
Dir, und Posener ist doch hoffentlich klar, woher seine Haltung zur Einwanderungspolitik kommt?
Es geht um die gesetzliche Rentenversicherung, nicht mehr und nicht weniger.
P.S.:
Wenn man Sarrazin eines vorwerfen kann, dann die Tatsache, dass er die demographische Katastrophe erkannt hat und trotzdem am Bismarck-System festhaelt, anstatt Alternativen vorzuschlagen, wie es jeder Volkswirt machen wuerde, der sich entschlossen hat mit seiner Analyse ins Kanonenfeuer der Medien und Politik zu treten.
“Alles Mist” kann jeder sagen, wo ist die Alternative? Eine Chance, die er verbockt hat, vermutlich deswegen, weil zu viel SPD in dem Mann steckt; da loest man keine Probleme, sondern verwaltet sie.
Fonzo
Auf der Metallwoche tobt jetzt auch der Krieg, weil der “Silberjunge” Thorsten Schulte Sarrazin einen “Rattenfänger” nannte! Die Front verläuft quer zu allen Meinungslagern.
@F.Alfonzo: Sehe ich so wie Du!
[...] Braucht der Euro-Gegener Sarrazin? (Rayson / Bissige Liberale / 22.05.2012) [...]