Eine Erklärung
Es ist etwas ruhig geworden auf diesem Blog. Vermutlich wird sich das so bald auch nicht ändern.
Deses Blog ist auch ein wenig die Geschichte von Boche und Rayson, wie sie begannen, mit ihren unfertigen Ideen in eine damals (2005) reichhaltige und äußerst lebendige Szene politischer Blogs einzutauchen. Zur Erweiterung der Ideenbasis holten wir noch andere Autoren mit an Bord. In dieser Zeit entstanden viele schöne Texte. Es war insgesamt ein "sich Heranmeinen" an diverse politische und wirtschaftliche Fragestellungen, z.T. heftig diskutiert in den Kommentaren. Aber in so einem Prozess bleibt natürlich nicht aus, dass die wichtigsten Dinge irgendwann alle mal schon behandelt wurden, eben z.T. sehr intensiv und mit viel Gegenwind, und dass das Gefühl, denselben Dingen nach einiger Zeit so wiederzubegegnen, als habe es damals die Diskussion gar nicht gegeben, weil nämlich z.T. dieselben absurden, aber ideologisch gefestigten Positionen nicht nur fröhlich erneut vertreten werden, sondern zur öffentlichen "Wahrheit" werden, nur noch übrig lässt, diese Protagonisten für ihre ideologische Hartnäckigkeit zu bewundern. Für den Blogger, der am Erkenntnisgewinn interessiert ist, ist das Ergebnis jedoch, dass nicht das Argument, sondern der Betonkopf zählt. Auch eine Erfahrung.
Kleinen Kindern bringt man bei, demokratische Politik sei so etwas wie der Austausch von Argumenten. Das mag mal so gedacht gewesen sein, und es findet in Untiefen der Gesellschaft wohl auch hin und wieder statt, aber letztlich geht es nur um Macht. DIe Macht, mit viel Geld "Experten" zu kaufen. Die Macht, mit viel Zeit unliebsame Konkurrenz auszumanövrieren. Die Macht, mit Bild und Ton die Abbildung von Realität für die eigenen Zwecke hinzubiegen. Die Macht, mit Stimmgewalt andere niederzuschreien. Die Macht, mit körperlicher Gewalt andere zum Schweigen zu bringen. Und die Macht, Sprachregelungen treffen zu können. Argumente spielen hier nur eine dekorative Rolle.
Wir wollen das jetzt nicht verurteilen. Vielleicht geht es nicht anders. Es hat aber eine Auswirkung auf unsere Lust am Bloggen. Denn wenn Argumente im demokratischen Prozess letztlich nicht zählen, hat politisches Bloggen nur die Wahl, sich entweder am Ringen um die Macht zu beteiligen, oder nur noch einem Ritual zu frönen, das uns jeden Tag aufs Neue als irrelevant präsentiert wird. Ersteres ist für uns keine Option, jedenfalls nicht als Blogger, und letzteres nun einmal keine besonders wirkungsvolle Motivation.
Wie es hier weitergeht, bleibt daher offen. Womöglich werden die Beiträge seltener und kürzer. Womöglich werden hier des öfteren nur noch Aphorismen zu lesen sein, weil dieses Stilmittel am besten die Absurdität der Entwicklungen von Politik und Gesellschaft einzufangen in der Lage ist. Und womöglich raffen sich Boche oder ich doch noch mal zu einem längeren Beitrag auf. Wer inzwischen an gründlicheren Auseinandersetzungen mit diversen politischen Fragen interessiert ist, dem empfehlen wir einstweilen das Schmökern in unserem Archiv. Die Chance ist groß, dort fündig zu werden – versprochen!
bisher 28 Kommentare » Kommentare
An der Diskussion um die Nominierung Joachim Gaucks konnte man es wieder deutlich sehen: Wer differenziert, hat schon verloren. Wer noch dazu öffentlich nachdenkt, hat doppelt verloren.
Es war interessant: Viele haben sich ihre Ablehnung Gaucks gleich durch die gröbsten und dümmsten Parolen bestätigen lassen — Gauck sei neoliberalkonservativ (vulgo: hart an der Grenze zu den Rechten), Gauck sei nie bürgerbewegt gewesen, Gauck sei arrogant und selbstverliebt. Gut — die kennen es vielleicht gar nicht mehr anders.
Andere haben mit dem Beifall gewartet, bis Vorurteile und Einseitigkeit in geschliffenen Sätzen ausformuliert waren. Dann haben sie mit abgespreizten kleinen Fingern Beifall geklatscht.
Besonders klasse finde ich es immer, wenn uns mehr als zwanzig Jahre nach 1989 aus dem Westen erklärt wird, wie Bürgerbewegung richtig funktioniert hätte — mit druckreifen ausgewogenen Aussagen vor laufender Kamera seit 1972, die auch noch 2012 jeder Betrachtung standhalten. Auf keinen Fall solche Worte wie Verantwortung und Freiheit in den Mund nehmen!
Normalerweise bekommen Politiker 100 Tage Zeit für die Einarbeitung in das neue Amt — Joachim Gauck wurde schon drei Wochen vor der Amtseinführung fertiggemacht. Ich mag mit dieser Meinung allein stehen, aber ich hätte es sehr gut verstanden, wenn er schon vor Angela Merkels Anruf vernehmlich Nein gesagt hätte.
Joachim Gauck wird keine Rede mehr halten können, ohne dass die Autoren des Neuen Deutschlands, der Nichtdenkseiten, der »jungen welt« (und all die anderen Berufslinken) ihre jämmerliche Befriedigung daraus ziehen werden, einen aus dem Zusammenhang gerissenen Satz zu zerfetzen.
Das ist übrigens der größte Schaden, den dieser Christian W. dem Amt zugefügt hat: Man wird nicht mehr darüber nachdenken, wie weit man gegenüber einem Bundespräsidenten gehen darf. Sein Vorgänger fragt sich jetzt hoffentlich jeden Tag: Musste ich es so weit kommen lassen?
Was wollte ich eigentlich noch sagen? Ach so: Es ist gerade keine gute Zeit zum Bloggen.
Zusammengefaßt:
“Aus den hiesigen Debatten kann das Publikum in der Regel nur lernen, worüber künftig nicht mehr debattiert werden darf. ”
(Michael Klonovsky)
Ich denke Ihr habt es schon auf die Reihe bekommen. Politik stinkt. Argumente? Nun ja wofür? Es gibt doch Dogmen, ist doch viel praktischer. Also ändern wir unsere täglichen Formel ab in
1) Der Mensch ist böse und muß durch den Staat gezüchtig werden.
2) Der Mensch ist böse, also muß er gezwungen werden gut zu sein
3) Der Mensch ist böse, die Natur ist gut. Also müssen wir den Menschen das Leben so schwer wie mögich machen
4) Der Mensch ist böse und muß daher betrogen werden.
5) Der Mensch ist zum Zeitpunkt einer Wahl ein Genie, danach einfach nur wieder böse….
Ihr könnt hier beliebig weiter machen.
Dieses System stinkt und zwar nicht ein bisschen sondern bestialisch. Leere Worthülsen von Freiheit und Gerechtigkeit und dann jede Menge Gesetze um Freiheit einzuschränken und gerecht nur insoweit, wie es den Delebets nützlich ist.
Frage @ Rayson, Boche:
Keine Lust, zu nicht-politischen (haette fast geschrieben: unpolitischen
) Themen zu schreiben? Ich weiss ja nicht ob euch das irgendwie bereichern wuerde, aber fuer die Leser waere das sicherlich auch interessant; gibt ja viele Beispiele in eurer Blogroll.
Ich wundere mich sowieso schon seit langem, woher ihr die Ausdauer habt, seit Jahren den gleichen Stuss aus Medien und Politik zu zerlegen…
Heh, für diese Erkenntnis habt ihr 7 Jahre gebraucht ^^
Eine ziemlich ähnliche Erkenntnis hat mich aus der aktiven Politik getrieben und zum bloggen bewegt. Es zählen keine rationalen Argumente mehr bei politischen Entscheidungen, es zählt nur die Wucht der öffentlichen Meinung. Und diese öffentliche Meinung muss man prägen, mit Blogs, mit Kommentaren, auch mit Humor oder Polemik.
Lieber Rayson, lieber Boche,
euer Frust, wenn ich das mal so nennen darf, ist nachvollziehbar. Auf immer die gleichen (sinnentleerten) Vorhaltungen mit immer den gleichen prinzipiellen Antworten zu reagieren, seltenst zu agieren, ist ermüdend. Und frustrierend. Und Politik per Blog? Ausschließlich funktioniert das sicher nicht. Ist halt so, wie auch Politik per Zeitung oder Fernsehen nicht ausschließlich funktioniert. Euer Seufzer wurde sicher schon hunderttausendfach in Redaktionen geäußert
Ich sage mir dann immer, dass es in der Politik nicht um Wahrheit oder “das Beste” oder gar “die Menschen draußen im Lande” geht, sondern, gemäß Luhmann, um Macht. Macht über (Gesetzes-)Inhalte, Macht über Posten, Macht, seine Position gegen den Willen des anderen durchzusetzen (da hört man schon den Clausewitz raus). Nichts anderes.
Und das ist auch nicht verkehrt, das ist nun mal so, genauso wie die “invisible hand” nun einfach mal so ist. Andererseits ist Politik auch langfristig das Bohren mehr oder weniger dicker Bretter. Also abgesehen vom kurzfristigen Rummel und vom Tagesgeschäft wirklich das strategische. Kommt bei unseren Politikern meistens zu kurz, zugegeben. Aber das macht es interessant. Und offenbar interessant genug, dass sich doch noch genügend Leute bereitfinden, das Spiel mitzuspielen.
Was wollte ich sagen? Es wäre schade, auf eure Texte verzichten zu müssen. Sehr schade. Überlegts euch nochmal. Ruft weiterhin “Der Kaiser ist nackt”, wenn er nichts trägt außer seiner Gesinnung.
Herzlichst,
Christian
Ja, alles Geisterfahrer außer man selbst nicht wahr. So fühle ich mich auch wenn ich in den Blogs quer lese. Wirklich, manchmal denke ich ich sei der einzige Vernünftige, aber egal…
Immer dran denken, die Gegenseite glaubt auch, eine validen Punkt zu haben und Argumente die ihren Punkt stützen.
Zu sagen “die sind alle doof und deshalb mag ich nicht mehr” ist ein Hauch selbstgerecht, also vergebt mir wenn sich mein Mitleid in Grenzen hält.
Hast Du eigentlich den Beitrag gelesen ?
Natürlich nicht, er liest ja nur “quer”.
Ach das ist nur die Modekrankheit “Burnout” kombiniert mit dem FDP-bei-2%-Blues, das gibt sich wieder…
@4.
Mein unpolitisches Blog “Unfrisiertes” ist seit jeher oben verlinkt, wird aber höchstens alle halbe Jahre mal befüllt…
@7.
Wir hören ja nicht ganz auf. Aber die gewohnte Frequenz und Ausführlichkeit wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben.
Ja wenn.
Aber dem ist nicht so.
Ich kann Euren Frust ja durchaus verstehen. Die großen politischen Fragen sind ganz dicke Bretter, und ein Blog ist nur ein haarfeiner Bohrer. Und in der Tat gibt es viele Beispiele, wo sich Argumente kurzfristig gegen Lobbyistengeschrei oder pure Dummheit nicht durchsetzen. Und oft schaffen sie das auch nicht langfristig.
Und trotzdem spielen Argumente im politischen Prozesse eine zentrale Rolle und über die Zeit können sie viel bewirken.
Wenn ich da mal über die letzten 40 Jahre zurückblicke, sehe ich überraschend viele Beispiele dafür.
Eines meiner Lieblingsbeispiele ist die Einstellung zur Staatsverschuldung. Als ich anfing mich politisch zu engagieren, waren mir die ständig steigenden Schulden ein Dorn im Auge (ich gehöre halt zur “Generation Westerwelle”, und es ist kein Zufall, daß er das Verschuldungsverbot in der FDP aufgebracht und durchgesetzt hat). Man war mit dieser Ansicht zuerst völlig isoliert, bekam maximal Zuspruch von einigen als verkalkt abgeschriebenen Veteranen. Verschuldung war modern, schließlich laufen Wirtschaftsunternehmen auch nur mit Krediten. Der führende Vertreter des Wirtschaftsflügels (!) der FDP erklärte mir damals gönnerhaft, die steigende Neuverschuldung unserer Stadt wäre doch eine positive Nachricht, weil sie ein Zeichen für Kreditwürdigkeit wäre. Und bei den übrigen Parteien war es noch schlimmer …
Inzwischen haben wir hier einen völligen Paradigmenwechsel. Staatsverschuldung gilt bis kurz vor der Linkspartei als Problem, Verschuldungsbremsen werden europaweit Gesetz und es gibt vereinzelt sogar schon Politiker, die ernsthaft ausgeglichene Haushalte vorhaben.
Natürlich wird es noch lange dauern, bis die Verschuldung wirklich zurückgefahren wird. Aber durch langjährige Argumentation vieler Einzeltäter hat sich politische Landschaft völlig verändert. Und das gilt auch für diverse andere Themen. Nicht immer natürlich läuft das positiv – die “Energiewende” haben wir umgekehrt der jahrelange Argumentation der AKW-Gegner zu verdanken. Die haben auch Jahrzehnte gebraucht, um ihr Brett durchzubohren.
Auch in der Politik gilt die schlichte Weisheit: Wer aufgibt, hat schon verloren.
@R.A: Auch in der Politik gilt die schlichte Weisheit: Wer aufgibt, hat schon verloren.
Yepp, eigentlich stinkt es mir auch, werde aber weiterhin schreiben. Vielleicht werden doch irgendwann grundlegende “Wirtschaftsgesetze” anerkannt…
@13.
Man muss vielleicht auch mal der bitteren Wahrheit ins Auge sehen, dass auch Politikwechsel, die einem genehm sind, nicht wegen besserer Argumente auf den Weg gebracht wurden, sondern weil sich Machtverhältnisse bzw. -voraussetzungen änderten. Oder weil ökonomischer Unsinn, bis zum Exzess getrieben, irgendwann an Grenzen stößt.
Begriffe wie “verlieren” oder “aufgeben” passen ganz und gar nicht: Dieses Blog war nie Instrument irgendeines Kampfes (gegen wen oder was auch?), sondern ein Projekt aus Spaß an der Freud. Letztere bleibt mittlerweile aus, und dann kümmert sich der nicht pathologisch Veranlagte nunmal um Dinge, die ihm mehr zusagen.
@14.
In Wirtschaftsfragen kann man – nicht als Bürger, sondern als Blogger – relativ gelassen bleiben: Ob man die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten anerkennt, schert diese ja nicht. DIe Frage ist immer nur, wie tief der Karren erst im Dreck sitzen muss, bis alle gemerkt haben, dass da irgendwas in die falsche Richtung lief.
Was mich viel mehr nervt, sind die ständigen Erziehungsversuche und Einschränkungen der Meinungsfreiheit, die von einer “erdrückenden Minderheit” (Klnovsky) mittels Politik- und Medienmacht erfolgreich durchgesetzt werden, diese Versuche, Opposition zur veröffentlichten Meinung moralisch zu diskreditieren – ganz einfach dieses “Ich kenne keine Parteien mehr, nur noch Gutmenschen”.
Ich habe in den letzten Jahren viel gelernt auf diesem Blog. Über Politik, Gesellschaftliches, über mich und über “die Anderen”. Die Beiträge haben mich inspiriert und zu zahlreichen Recherchen geführt. Vielleicht auch mein Denken verändert.
Die Beiträge und auch die Diskussionen und bei den benachbarten Blogs -nicht nur die liberalen- haben mein Profil geschärft und meine Sicht auf die Welt verändert.
Ich würde also im abgewandelten Zitat sagen: Wer einen Menschen inspiriert hat, hat die ganze Welt inspiriert. Oder so ähnlich
@17.
Danke! Wo du das schon erwähnst: Ging uns Bloggern auch nicht anders
@Rayson:
Nur zur Klarstellung: Ich wollte mich nur auf die zitierte Stelle beziehen, von wegen Argumente würden nichts zählen.
Da meine ich schon, daß es anders ist, ich könnte noch deutlich mehr Beispiele bringen.
Aber ich widerspreche überhaupt nicht, daß es auch eine Reihe anderer Faktoren gibt, die dann zu recht ärgerlichen Ergebnissen führen können.
Und ich widerspreche auch nicht, wenn Du persönlich lustigere Sachen machen möchtest. Die hervorragende Bezahlung durch die Ostküste und die INSM kann ja einzige Motivation fürs Bloggen sein
Aber wenn das weniger Bloggen wollen auf dem Irrtum beruhen würde, man würde nichts bewirken, dann wollte ich versuchen den Irrtum zu korrigieren.
@19
Wobei der vermeintliche Irrtum eher den Widerspruch verdeckt, dass ein Rückzug die kritisierte Lage weiter verschlimmert, denn wo Widerspruch ausbleibt werden gute Argumente und unbequeme Thesen erst recht beerdigt, und zutage tretende Fehlentwicklungen noch länger ignoriert.
@19.
Deine Beispiele sind leider nicht geeignet, meine These zu widerlegen
Denn da Argumente als Begleitmusik zu Machtspielen auftreten, wird man sie bei Politikänderungen selbstverständlich beobachten können – sie sind aber nicht ursächlich.
Ich habe auch nie angenommen, irgendetwas “bewirken” zu können. Klar freut man sich über auch schon geringe Aufmerksamkeit, aber die Handvoll Leute, die wir effektiv erreichten, war eben eine solche, und zumindest mir war das immer bewusst. Und bei ein paar Lesern diente die Lektüre unserer Beiträge offensichtlich als zusätzlicher Katalysator für eigenen Erkenntnisgewinn – das ist ebenso schön wie überschaubar. Dennoch habe ich es immer gerne gemacht, so lange ich dabei das Gefühl hatte, selbst dabei zu gewinnen: an Erkenntnis, an Erfahrung, oder einfach nur etwas Spaß.
Wenn ich aber sehe, wie kompletter Unfug, der nicht etwa nur hier, sondern auch an prominenterer Stelle schon mehrmals komplett nach allen Regeln der Kunst zersägt wurde, einfach so lange penetrant von der veröffentlichten und zwangsgebührenfinanzierten Meinung in die Hirne gepustet wird, bis es zum gesellschaftlichen Tabubruch wird, ihm zu widersprechen, dann bringt das zwar eine einzige neue Erkenntnis, verhindert aber alle weiteren und zerstört jeden Anflug von Spaß an der Sache.
@20.
Siehe oben. Dein Argument wäre valide, wenn wir jeden Tag zehn Minuten Sendezeit zwischen 20 und 22 Uhr auf ARD oder ZDF hätten. Oder meinetwegen jede Woche – man ist ja bescheiden.
Im übrigen wird es keinen Rückzug geben. Es wird nur sporadischer, kürzer und sehr wahrscheinlich auch einseitiger und zynischer.
@ Rayson:
Was mich dann doch wundert ist, dass du dem zum Tausendsten mal wiederkehrendem Mist halt schon Paroli bietest…
…warum wuerde man sonst auf dem Blog von Frau Soeder so energisch gegen die ueblichen Linken argumentieren?
…ist nicht lang her, also ein Interesse zum Streit besteht durchaus… und das reicht eigentlich schon.
schließe mich nr.17 an. als stiller mitleser hat mich dieser blog und die direkten nachbarn, um die es z.T. ja leider auch recht ruhig geworden ist, sehr berreichert. danke dafür.
im übrigen hat sich der schreibstil in der letzten zeit m.E. stark gesteigert. bissiger und zynischer eben. wenn da noch eine steigerung drin ist, auch wenn die quantität drunter “leidet”, bin ich vollauf zufrieden
Lieber Rayson, lieber Boche, dass der Spaß für Euch im Vordergrund, steht ist so klar und verständlich wie nur irgendetwas.
Ihr habt schon jetzt etwas hinterlassen das bleibt. Mir geht es wie es der_gude_don schon gesagt hat und da ich profitiert habe ohne eine Zahlung zu leisten, bedanke auch ich mich an dieser Stelle.
Allerdings würde ich lieber zahlen und weiter lesen. Die Qualität der Beiträge hier und auf ein paar anderen Blogs schreit geradezu nach einer Kommerzialisierung.
Nicht dass ich denke fürs schreiben bezahlt zu werden erhöht den Spaß oder den Erkenntnisgewinn, nein.
Aber wenn den Qualitätsmedien die gelebte Pressefreiheit im Netz so sehr ein Dorn im Auge ist, dass ihnen die gebührenfreie Werbung nicht ausreicht und echte Qualität seinen Preis haben sollte, würde ich zumindest lieber für die Lektüre bezahlen die ich schätze als irgendwann nur noch Ergüsse von staatlich bezuschussten Medien im Angebot zu haben, jedenfalls was Deutschland betrifft.
Die Achse scheint sich ja auch in diese Richtung zu bewegen.
Jeder Beitrag von Euch ist für mich Bereicherung und Erkenntnisgewinn ob häufig oder eher sporadisch, ob zynisch oder differenziert – es ist Euer Tagebuch.
Und wenn Ihr keine Lust mehr haben solltet, ist das ebend so.
Hier ging es doch immer auch um Freiheit und dazu gehört zu beenden was man begann, wann immer man will.
“…warum wuerde man sonst auf dem Blog von Frau Soeder so energisch gegen die ueblichen Linken argumentieren?”
Ich fühle mich als Mann eigentlich ganz wohl. :-)
Ich habe die Bissigen meistens gern gelesen von daher wäre es schade, wenn ihr aufhören würdet. Ich kann allerdings die Frustration nachvollziehen. Ich habe relativ weitgehend das Interesse an Politik verloren, weil sich damit zu beschäftigen häufig sinnlos erscheint.
Zum Thema „Argumente zählen nicht“ könnte man viel schreiben. Ich werde mir das sparen und nur darauf hinweisen, dass es mMn keinen Sinn macht sich in einer Art Opferrolle zu sehen.
Da ich es jedoch wichtig finde, dass es Blogs gibt, die eine andere (liberale) Perspektive zu den Geschehnissen wie sie in den Massenmedien dargestellt werden bieten, siehe den „Daimler“ Artikel, würde ich mich freuen, wenn ihr weitermachen würdet.
@23.
Das habe ich eben lange Zeit so getan, und jetzt beginnt es, mich anzuöden. Ich bewundere die Ausdauer derer, die den Mist immer wieder behaupten können.
Und wenn ich irgendwo kommentieren, dann geschieht das viel unüberlegter und spontaner (“rausgerotzt”) als ich bisher bloggte. Genau das wird sich jetzt wohl ändern – wenn es zu Beiträgen kommt, werden die meinen Kommentaren ähnlicher sein.
@24.
Na, dann wird wenigstens einer etwas davon haben
@25.
Soviel, wie es nötig wäre, wird mir wohl niemand bezahlen, auch nicht, wenn ein Hut rumgeht
Aber danke für das Angebot und die netten Worte.
@26.
Cishetero, elendiglicher!
@27.
Hat da jemand “Du Opfer!” gesagt?
Nee, keine Sorge, hier sieht sich niemand als Opfer, nur weil einem die Spaß an der Freud verloren gegangen ist. Sowas kommt eben ständig vor, auch bei uns.