Ein Kandidat, Rituale und Dummheit als Waffe
Kaum ist er gekürt, der neue Bundespräsidentenkandidat, macht sich auf der Linken ein gewaltiges Unbehagen breit. Das ist zum einen verständlich, schließlich ist Gauck selbst wahrlich kein Linker. Dieses Schicksal teilt er allerdings mit allen anderen Bundespräsidenten bisher auch. Daran allein kann es nicht liegen, dass jetzt in dem Medium, das wie kein anderes dafür geeignet ist, also dem Internet, eine Beschuldigung und Dämonisierung des Kandidaten die andere jagt, ja dass man sozusagen sich selbst als Linker einfach gegen Gauck zu positionieren hat, wenn man weiter Mitglied im Club bleiben will. Der Grund liegt darin, dass Gauck sich zu vielen Dingen des täglichen Lebens eine eigene Meinung bildet und diese dann auch verkündet. Das sollte einem Blogger so unvertraut nicht sein, und wenn Eitelkeit dazu gehört, dass Diskussionen in Gang kommen, dann ist das eben so, sogar gut so.
Eigene Meinungen leiden aber unter einem gesellschaftlichen Makel: Man verpatzt mit ihnen die Rituale. Gehen Sie des öfteren mal zum Gottesdienst in eine Kirche? Oder wissen Sie wenigstens grob, wie das da abläuft? In einem meist feststehenden Ablauf, Liturgie genannt, kommt es dabei u.a. zu Frage-und Antwortspielen zwischen dem Leiter des Gottesdienstes und der Gemeinde, oder es werden gemeinsam Texte aufgesagt. All das ist fest geregelt. Auf ein "Der Herr sei mit euch" hat also stest ein "und mit deinem Geiste" zu kommen und nicht etwa zur Abwechslung mal ein "mit dir auch, Alter". Nun überdauern die politischen Sprachrituale keine Jahrtausende, und es werden fast täglich neue gebildet, aber diejenigen, die einmal feststehen, werden in der Regel so lange angewendet, wie die Sache, mit der sie zu tun haben, behandelt werden kann. Für die Etablierung dieser Formeln sind natürlich meist keine Päpste, Konzilien oder Kirchenräte zuständig. In unserer Gesellschaft bilden sie sich heraus im Wechselspiel zwischen Qualitätsjournalismus und Politik. Die eine Seite sagt es, die andere Seite greift es zustimmend auf, daraufhin sagen es auf der einen Seite, diese Zustimmung erheischend, noch mehr, was von der anderen wiederum zustimmend als sich entwickelnder Konsens notiert wird, worauf wiederum etc. pp. Nach ein Paar Mal Ping-Pong hin und her sitzt der Spruch. Allerdings ist das Kennzeichen der politischen Sprachrituale nicht die wortwörtliche Exaktheit, sondern die gehäufte Verwendung der passenden Vokabeln. Hier wie da sind es aber die nicht zugelassenen Begriffe und Sätze, die denjenigen, der sie von sich gibt, als der Gemeinde fremden oder ihr gegenüber gar feindselig eingestellten Störenfried ausweisen.
So erfordert es das Ritual z.B., auf den Namen "Sarrazin" mit Begriffen wie "Rassist", "spaltet die Gesellschaft" oder "krude Thesen" zu reagieren. In der Wahl zusätzlicher Füll- und Verbindungswörter ist der Sprecher frei. Meist werden sowieso nur noch Hilfsverbien verwendet, wenn man sich die Mühe vollständiger Sätze überhaupt macht. Ein nicht zugelassener Begriff wäre in diesem Falle allerdings "Mut". Es ist dabei eine Besonderheit der Sprachrituale, dass ein nicht zugelassener Begriff die anderen, also die gültigen, sozusagen kontaminiert. Man darf ohne die oben beschriebenen Konsequenzen über Sarrazin also z.B. nicht sagen, er sei ein "Rassist, der Mut hat". Oder gar wie Gauck den hier zwingend abzuliefernden "Rassismus" ganz außen vor lassen und zusätzlich zum attestierten Mut nur rein sachlich die Ablehnung von Teilen des Sarrazin-Werks zu Protokoll geben. Dies führt dann auf jeden Fall dazu, dass der Sprecher fortan nur noch mit dem nicht genehmigten Begriff zitiert zu werden braucht und auch allein wegen ihm als feindseliger Störenfried entlarvt werden kann. Man beachte auch, dass jemandem, der eine missliebige Person nicht mit den korrekten Begriffen charakterisiert, von diesem Moment ebenfalls die negativen Eigenschaften dieser Person zugeschrieben werden können. Wer im obigen Beispiel also fatalerweise von "Mut" redet, wird auf diese Weise selbst zum "Rassisten" und "spaltet die Gesellschaft".
Wenn man dieses Muster einmal erkannt hat, findet man es immer wieder. Nächstes Beispiel: Wenn "Hartz-IV"-Gegner ihre Demonstrationen als "Montagsdemonstrationen" bezeichnen und man wendet sich gegen eine aus seiner Sicht historisch verfälschende Verwendung dieses Begriffs, statt sich ausschließlich lange über die "sich öffnende Schere zwischen Arm und Reich" und die "mangelnde soziale Gerechtigkeit" auszulassen, was die an dieser Stelle genehmigten Vokabeln wären, dann ist man entweder gleich gegen Demonstrationen allgemein oder, lässt der entsprechende Ritualwächter mal Gnade walten, nur gegen die von Arbeitslosen. Oder: Statt das etwas seltsame und reichlich inhomogene Häufchen von "Occupy"-Demonstranten wie alle anderen Politiker und Journalisten auch pauschal dafür zu loben und zu preisen, dass ihr Feldzug gegen die Banken von den vielen anderen Ursachen der Finanzkrise ablenkt, wagt es der Sprecher, einzelne von dort gehörte Forderungen als "albern" zu bezeichnen. Damit hat er dann was bewiesen? Richtig, Sie lernen schnell! Damit wendet er sich natürlich gegen solche Demonstrationen schlechthin und schlägt sich stattdessen "auf die Seite der Banken".
Wer sich also in der Öffentlichkeit bewegen möchte, ohne von denjenigen persönlich und öffentlich attackiert zu werden, die über die Einhaltung der Rituale wachen, tut gut daran, sich an ein beschränktes Vokabular zu halten. Eigenes Denken würde diese Vorsichtsmaßnahme gefährden und sollte daher tunlichst vermieden werden. Der Nachteil ist, dass Leute, die das eigene Denken sicherheitshalber weitgehend eingestellt haben, dann u.U. als reiner Apparatschik mit Bullshit-Bingo-Potenzial wahrgenommen werden und womöglich schwere Fehler im Umgang mit Bekannten und der Presse begehen, die ihnen hinterher auf die Füße fallen.
Und nicht nur das eigene Denken, von dem Gauck bisher zur Entrüstung vieler keine Anstalten macht abzulassen, gefährdet den öffentlichen Status, auch die Neigung zu einer ausgewogenen, verschiedene Standpunkte berücksichtigenden Diskussion tut es. Denn, wie man oben schon feststellen konnte, die Sprachrituale lassen einen mehr als zweidimensionalen Maßstab nicht zu. RIchtig oder falsch, gut oder böse, für uns oder gegen uns – auf dieser Skala ist einzuordnen. Typen, die gerne in einen Modus des "einerseits-andererseits" verfallen, seien gewarnt: Es gibt leider keine feste Regel, welcher von beiden Teilen den empörungsbereiten Vokabelabhakern zur Einordnung der eigenen Person dient. Es kann die Reihenfolge sein, muss aber nicht. Wer versucht, seinem Gegenüber, der gerade diesen unglaublichen Skandal einer eigenen Meinung entdeckt hat, den Sinn und Zweck einer derartig abwägenden Vorgehensweise zu erläutern, muss sich darauf gefasst machen, dass ihm hyperventilierend ein "Hat er es gesagt, oder hat er es nicht gesagt?" entgegengeworfen wird. Sollte Ihr Gegenüber zufällig auch noch Atheist sein, könnten Sie also davon ausgehen, dass er Psalm 14,1 als Beleg für die Nichtexistenz Gottes heranzieht: "Steht das da, oder steht das nicht da?".
Und damit wären wir dann allmählich beim Thema "Dummheit als Waffe". Es wird allgemein als Nachteil empfunden, dumm zu sein. Das gilt aber nicht für die Überzeugungskraft, die man in öffentlichen Debatten aufzubringen in der Lage ist. Im Gegenteil – je weniger einen des Gedankens Blässe ankränkelt, um so wortgewaltiger und apodiktischer vermag man aufzutreten. Der Dumme vermag es, mit Inbrunst eine begründete Argumentation abzulehnen, weil sie ihm zu kompliziert ist und daher unwahr sein muss. Oder er begreift überhaupt nichts, was ihn in die Lage versetzt, mit noch mehr Empröung und Wut seine Parolen in Blogs und Tweets zu verbreiten. Das Schöne für den Dummen ist auch: Er findet stets Gesellschaft unter Gleichen. Bei Menschen, die gleichzeitig mehrere Gedanken im Kopf haben könnten, besteht immer die Gefahr, dass einer davon sich von dem des Nachbarn unterscheidet und beide somit nicht ohne weiteres übereinkommen. Wo das Gehirn aber mal gerade ausreicht, ein Leitmotiv durchzuziehen, sind Gleichgesinnte garantiert. Es müssen ja nicht immer dieselben sein, da ist der Dumme schon flexibel.
Der Dumme findet übrigens Unterstützung im "Schweinejournalismus". Aber das ist einen eigenen Beitrag wert.
Wer also auch immer nicht das dicke Fell hat, um die Folgen eigenen Denkens und einer abwägenden Argumentation zu ertragen, halte sich an diese Ratschläge: Verwende nur die zugelassenen Vokabeln, rede nur in einfachen Hauptsätzen und benutze nie relativierende Vokabeln wie "obwohl", "andererseits", "dennoch" oder "zwar". Aber Vorsicht bei den Nebenwirkungen: Die Befolgung dieser Ratschläge weckt den immer größer werdenden Drang, hässliche Klinkerhäuser zu erwerben und der Bild-Zeitung auf den Anrufbeantworter zu sprechen.

bisher 10 Kommentare » Kommentare
Das von dir angeprangerte Muster gibt es sicherlich, allerdings führst du es lediglich einseitig aus.
Die derart Verurteilten zeichnen sich jedoch häufig dadurch aus, die gleiche Art von “Argumentation” bei Vorschlägen oder Ansichten der Gegenseite zu verwenden, welche idR. “Multikulti” will, den “Kommunismus” einzuführen gedenkt, die “Leistungsträger” in irgendeiner Form ärgern oder gleich enteignen möchte, dem “Antisemitismus” zugeneigt ist und “die Terroristen” gewinnen lassen will.
Es gibt da schlicht reflexartige Zuordnungen bei bestimmten Positionierungen zu Freund oder Feind bei nahezu allen Themen und ebenso standardisierte Vorwürfe, vertritt jemand das eine, vertritt er vermutlich auch das andere, es wird ersteinmal angenommen, oft stimmt es auch.
Nun kenne ich Gauck im wesentlichen nur dem Namen nach und kann daher nicht sagen, ob der Schuh passt, wenn nicht hat er eben Pech gehabt und muss versuchen ihn loszuwerden, indem er weiterhin differenziert Stellung bezieht.
Als Bundespräsident hat er dazu die bestmögliche Gelegenheit, die man in einem öffentlichen Amt haben kann.
Es würde an ein Wunder grenzen, dass Deutschland einen durch und durch liberalen Bundespräsidenten, aller Vorrausicht nach, bekommen wird, wären die Umstände nicht in diesem Blog und in Zettels Raum genauestens dargelegt worden.
Nicht allen Kritikern geht es um Joachim Gauck der es als Liberaler allen recht machen soll:
Den Verfassungsfeinden; Denen, die meinen wir haben gar keine Verfassung; Und auch denen, die meinen wir brauchen keinen Bundespräsidenten.
Vor allem diejenigen, die gerne alles mögliche kippen, verhindern und vor allem abschaffen wollen, ist dieses Amt in ihrem Drang nach mehr Zentralisierung und Durchgriffsrechten langsam lästig geworden.
Die Betreiber dieses Blogs haben völlig recht, wer, wenn nicht Gauck kann diesem Amt wieder Bedeutung verleihen, gegen einen gesellschaftlichen Mainstream der Destruktivismus zur Tugend macht.
Ganz egal wie er sein Haus finanziert hat, solange er unabhängig vom Kanzleramt agiert, gibt’s Ärger – mindestens. Wird das Harmoniebedürfnis von der Realität gestört, gibt’s Abzüge bei der Beliebtheitsnote.
Vielleicht ist er der Letzte seiner Art und die Dummen, egal ob von rechts oder links oder aus der Mitte, bekommen nach Gauck das, was ihrem schablonenhaften Denken gerecht wird – mehr Führung.
Was nichts anderes heißt als mehr Macht für den Kanzler. Oder die Kanzlerin.
Das schlimme an Gauck sind nicht seine vernüftigen Kommentaren zu der wirren Occupy-Querfront oder zur Sarrazin-Debatte (implizit hat er ihn ja eigentlich kritisiert, wenn man das Interview mal in gänze liest). Schlimm ist sein stolzdeutscher Geschichtsrevisionismus und Antisemitismus.
http://clemensheni.net/2012/02/20/ein-politisch-kultureller-super-gauck-antisemitismus-halt-einzug-ins-schloss-bellevue/
@Andreas
Clemens Heni überdreht hier völlig und hyperventiliert auf eine Weise, die mich ehrlich gesagt ratlos macht. Oder eigentlich nicht, denn er reagiert genau wie so einer, der den Holocaust nur noch mystifiziert sehen kann.
Bei Gaucks Zitaten sehe ich absolut keinen “stolzdeutschen Geschichtsrevisionismus” und schon gar keinen “Antisemitismus”. Er sagt lediglich, und da hat er recht, dass Holocaust und Naziverbrechen keine völlig aus der Zeit gefallene Singularität darstellen.
Wenn das so wäre, dann könnte man sich ja bequem zurücklehnen und nur noch darauf acht geben, dass sich eben genau das nicht mehr wiederholt. Also das Mystische.
Mystisch ist daran aber nichts, denn da haben ganz konkrete Menschen in ihrer ganz konkreten Zeit gefoltert und gemordet. Wer sich, wie anscheinend Clemens Heni, nur noch auf die tiefschwarze Supersingularität des Naziterrors konzentriert und deren “absolute Reinheit” verteidigt, blendet aus, dass es immer noch Menschen in eben ihren konkreten Zeiten und in ihrem Raum gibt, die wieder zu wahnwitzigen Menschheitsverbrechen fähig wären, wenn die Umstände dies möglich machten. Mord und Folter sind ja immer noch nicht aus der Welt.
Typen wie Heni gerieren sich wie die besseren Menschen, weil sie das absolut Superböse mit religiösem Eifer gegen jede Konkurrenz verteidigen. Dabei benehmen sie sich doch in gewisser Weise menschenverachtend, weil gegen ihr persönliches Verbrechensideal jeder andere Gefolterte oder Ermordete irgendwie verblassen muss, banal wirkt, anscheinend vernachlässigbar ist.
Seine Anschuldigungen an Joachim Gauck sind jedenfalls komplett irrational. Da hat ihn was angetriggert, und jetzt dreht er reflexhaft hochtourig im Leerlauf. :-/
@4.
Danke für diesen Kommentar. Dann muss ich ja nichts mehr dazu schreiben.
Vielleicht nur eins noch. Sind nicht die bedingungslosen Verfechter eines “einzigartigen Mysteriums Holocaust” vor dem Hintergrund der heute realen Bedrohungen des Staates Israel die eigentlichen Antisemiten?
Lieber Rayson, das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Man kann sicherlich auch einfach so verblendet sein (z.B. durch die Medienberieselung), ohne dass man per se judenfeindlich sein muss. Da wird mE oft Israel gar nicht mehr als einziger Staat mit jüdischer Mehrheit angesehen, sondern einfach nur als politischer “Störenfried” im sonst bestimmt total friedlichen Nahen Osten. Da würde “westlicher Staat” genauso ausreichen, wenn die Israelis mehrheitlich Christen wären.
Vielleicht sollte da auch nicht immer gleich so reflexhaft der Antisemitismus-Vorwurf kommen, weil er sich halt auch schnell abnutzt. Manchmal ist ein unreflektierter Blödmann auch einfach nur ein Blödmann.
Beste Grüße, Calimero
P.S. Manchmal rastet auch bei Wohlmeinenden unvermutet ein Klischeezapfen im Hirn ein und löst einen Antisemitismusverdacht aus, wo auf den ersten Blick für den Arglosen überhaupt kein Zusammenhang besteht.
Z.B. bei Kritik an den Fed-Großbanken. Da muss man schon selbst das antisemitische Klischee griffbereit im Kopf haben (sei wachsam!), um den Zusammenhang von “Ostküste/Banken/Wall Street” (arglos ausgesprochen) zu “internationales Finanzjudentum” (unausgesprochener links-rechter Antisemitismus) reflexhaft hinzubekommen.
Ich kenne mich mit antisemitischen Klischees ehrlich gesagt nicht gut genug aus, um zweifelsfrei bestätigen zu können, wann jemand wirklich antisemitisch ist, und wann er einfach nur inhalierte Meinungen von sich gibt.
@6.
Was ich vom manchmal anscheinend allzu bequem bereit liegenden Antisemitismus-Vorwurf halte, habe ich auf dem Blog schon beschrieben und bin natürlich auch entsprechend beschimpft worden. Aber ab und zu kann man die Absurdität eines Vorwurfes auch dadurch zeigen, dass man ihn unter Verwendung eines anderen geläufigen Musters (im Kommentar habe ich mich bei Broder bedient) umdreht.
A propos Broder: Ihm zu widersprechen, tut mir immer irgendwie weh, weil ich den Mann wegen seiner Unangepasstheit aufrichtig bewundere, aber zum Glück muss ich das nur selten tun.
Und bei sowas kann ich mich dann ja auch mit zustimmendem Nicken begnügen:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gauck_und_die_gefaehrliche_fremdheit/
Lieber Rayson,
dieses Zitat ist zwar etwas lang (Pardon), aber Henryk M. Broder beschreibt hier, wie in seiner gesamten Rede, recht genau was Antisemitismus war und ist:
Zugegeben, nimmt man dies als Maßstab gibt es deutlich mehr Antisemiten die nicht bereit sind zu ihren Überzeugungen zu stehen.
Aber auch deutlich weniger als von ihnen als solche bezeichnet.
Herzinger treffend:
http://freie.welt.de/2012/02/29/beate-klarsfeld-und-die-antifaschistishe-anti-gauck-strategie-der-linkspartei/