Superaußenpolitik
Selbst, wenn man die übliche SPON-Propaganda mal textlich berücksichtigt und vom vermuteten Gehalt des Vorfalls abzieht:
Unser lieber Friedensnobelpreisträger scheint ja richtig geschickt zu sein mit seiner Außenpolitik.
Boche in Politik am 10. 02. 2011 » 28 Kommentare
bisher 28 Kommentare » Kommentare
Der große Stratege Obama? Ich denke nicht. Es ist nicht immer geschickt, wenn man seinen Verbündeten in den Rücken fällt…
Sollte sich später eine wesentliche Rolle der Muslimbrüder bei der Orchestrierung der Aufstände in Ägypten herausstellen, muss man ihnen für das bewiesene strategische Geschick gratulieren. Meine Sorgen wachsen jeden Tag.
Wennn man die übliche Antipathie des BLOGs berücksichtig bleibt immer noch das erfolgreiche Abrüstungsabkommen mit Russland, nach 2 Legislaturperioden in den das Raketenabwehrsystem für ein Wiederaufleben von Kalten Krieg gesorgt hat wohl gemerkt.
Aber ok, der Punkt steht, die USA sind in einer ziemlich miesen situation, allerdings wenn ihnen wirklich was and Demokratie in Nahen Osten liegt sollten sie lieber auf die Saudis verzichten und den Ägyptern und Tunesiern unter die Arme greifen oder zumindest klare Position beziehen.
Mit letzterem tut sich aber leider jede westliche demokrtie derzeit schwer.
Warum wohl? Aus Bösartigkeit oder Liebe zu Diktatoren?
“Der BLOG” kann übrigens keine Antipathie empfinden. Heißt ja mit Absicht so, “BLOG” und nicht “die Borg”.
Nicht jeder Aufstand führt zu Verbesserungen. Das Gute zu wollen genügt oft nicht. Weiß zufällig jemand, wie die palästinensische Filiale der angeblich sehr moderaten ägyptischen Muslimbrüder heißt?
@Hartmut
Die Hamas kannst du ja nicht meinen, die wurde ja demokratisch gewählt und gehört damit zu den Guten.
Ach ja, richtig, ich vergaß. Musterdemokraten oder Terroristen, was spielt das denn schon für eine Rolle. Hauptsache Demokratie!
Bei Familie Saud liegen die Nerven also blank ? Schön, schön…:-)
Hoffentlich sind die Fascho-Saudis auch bald weg.
Im Westen nichts Neues…
die eigenen Agenden der Feinde ihrer Feinde trat halt häufiger dermassen unvereinbar mit den Zielen der USA in Konflikt.
Zum Bleistift:
- mittelamerikanische Despoten
- südvietnamesische Regierung
- cono sur Dikatatoren der 70er/80er
- Mudschahedin-Kämpfer gegen russische Besetzung Afganistans
- pakistanische Armee
- und und und…
Nun halt Abdullah, der König von Saudi Arabien.
Das Ausgeliefertsein gegenüber kleinen miesen Partnern kann man dem Obama nicht anlasten. Es ist eine düstere Grundkonstante in der Struktur US-amerikanischer Außenpolitik nach WK2.
@Christian S.
Sehe ich auch so.
Und da sind wir zwei zusammen mit Ahmadinedschad schon genug für eine Runde Skat.
Dass der Irre Achma-Dingsbums auch weg muss, das ist ja klar.
Auf ‘ne Runde Skat mit Rayson und Boche würde ich mich aber einlassen!
Das wäre doch mal was.
Holt noch drei dazu, dann haben wir eine nette Pokerrunde!
Poker? Das klingt so neoliberal…
Von mir aus auch Poker.
Aber Skat ist halt schon feinsinniger, gell?
Zur Güte Doppelkopf. Das passt immer.
Worüber jubeln die Ägypter jetzt eigentlich genau? Aus einer Militärdiktatur unter der Führung Mubaraks wurde eine Militärdiktatur unter der Führung der engsten Vertrauten von Mubarak. Mich beeindruckt das noch nicht.
Obschon tanzende Ägypter natürlich besser anzusehen sind als solche, die von Maschinengewehrsalven niedergemäht werden..Aber was genau wird denn das Ergebnis dieser Entwicklung sein? Eine Musterdemokratie nach westlichen Vorbild? Muslimbrüder? Gottesstaat? Militärdikatur? Ein Schulterschluss zwischen Muslimbrüdern und dem Militär? Mal sehen.
Ich sehe das genau anders herum: Skat ist im Vergleich zu Poker ziemlich mechanisch…
Aber neoliberale Spiele sind sie natürlich beide, weil die Verteilung von Punkten, Chips oder Geld nicht sozial geregelt ist, sondern allein von Geschick und Glück abhängt.
Bei Poker ist mehr Glück im Spiel.
@ Christian:
Ich bin auch dabei, am Pokertisch… suche jeden Tag Leute wie dich
Der Trick beim Poker ist, zu erkennen, wer sich auf sein Glück verlässt
Mikado. Dann können auch die Beamten mitmachen.
@10.
Deshalb macht es auch besonders viel sinn, vom “amerikanischen Imperialismus” zu sprechen und davon zu reden, sie würden Dikaturen usw. fördern.
Das heißt, wenn man zufällig glaubt, dass das die Grundkonstante der Amerikanischen Außenpolitik seit dem 2. WK war.
Andererseits sind Ideen wie die Imperialismustheorie von H. Münkler recht interessant.
@18.
Vor allen Dingen mehr Psychologie!
Wenn Poker wirklich ein reines Glückspiel wäre, denn wäre es (nichts anderes heißt es, ein Glücksspiel zu sein) völlig unmöglich, durch Wahl einer bestimmten Strategie regelmäßig zu gewinnen. Aufgrund der Konstruktion des Spiels wären also alle Strategien gleichwertig.
Es gibt aber ganz offenbar Personen, die professionell Poker spielen. Also muss es im Pokern möglich sein, regelmäßig zu gewinnen. (Indirekter Beweis, den Rest kann man sich denken.)
Und an dieser Stelle frage ich mich: Gibt es eigentlich professionelle Skat-Spieler? Und wie sieht es mit Romeé aus?
“Wenn Poker wirklich ein reines Glückspiel wäre”
Das habe ich doch gar nicht behauptet. Ich habe gesagt: bei Poker ist mehr Glück im Spiel als im Skat. Das ergibt sich ja schon zwangsläufig aus der Tatsache, dass im Skat zwingend alle 32 Karten im Spiel sind, die Grundlagen also berechenbarer sind, während man im Poker nicht weiß, welche Karten ausgegeben wurden, sondern man nur Wahrscheinlichkeiten errechnen kann. Wenn man halt “Pech” hat, tritt eine sehr unwahrscheinliche Konstellation ein.
“Gibt es eigentlich professionelle Skat-Spieler?”
Natürlich. Da steckt nur eben nicht so viel Geld drin wie im Poker. Kann man im Fernsehen auch nicht so werbewirksam präsentieren – beim Poker ist mehr Dynamik drin: wer steigt aus, wer erhöht, wer blufft, etc. pp.
Das gibt’s beim Skat so nicht, nur in der Reizphase. Danach gibt’s klare Regeln und man kann nicht mal eben den Einsatz während dem Spiel um 1000 Steine erhöhen.
“Ich bin auch dabei, am Pokertisch… suche jeden Tag Leute wie dich
”
Ich spiele nur um maximal 5 Euro pro Abend. Ich bin kein Spieler.
Das meinte ich mit “mechanisch”. Wenn die Skat-Blätter verteilt sind und nach dem Reizen auch feststeht, wer was spielt, ähnelt das Spiel mit jeder Hand mehr und mehr einem Algorithmus. Im Prinzip ist erfahrenen Skatspielern immer klar, wie sie zu spielen haben. Eine Abweichung von ihrem Standardvorgehen wird – von echten Ausnahmefällen abgesehen – stets zu schlechteren Ergebnissen führen.
Der Unterschied zum Poker besteht darin, dass das “Austeilen” praktisch bis zum Ende jedes Spiels stattfinden kann. Der Witz ist hier das “kann”, denn das Spiel wird oft schon weit davor beendet. In dieser Zwischenphase zwischen “Hole Cards” und “River” werden Fähigkeiten abgefragt, die auch im “echten Leben” von großer Bedeutung sind: Man muss Entscheidungen unter Unsicherheit fundiert treffen (Kompetenz: Mathematik und Statistik) und sein Gegenüber einschätzen (Kompetenz: Kommunikation und Empathie) können.
Keine Frage, welches das interessantere Spiel ist…
Sowas passiert einem beim Skat nicht, oder?
(Nur die schlimmste Hand aus den letzten 12h, das kann schon frustrieren, interessant hin oder her :>)
Austeilen? Wie bitte?
Ich bin ja ein großer Verfechter des Doppelkopfs. Das dürfte von der geforderten Empathiefähigkeit noch interessanter sein als Poker.
Empathie? Du Sozi!