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Notwendiges und Überflüssiges

Es gibt kaum ein politisches Feld, das so ideologiebeladen ist wie die Schulpolitik.

Seit ich denken kann, standen sich dort zwei Lager gegenüber: Hier die Verfechter der Gesamtschulde, dort die des dreigliedrigen Schulsystems. In meinem geliebten Niedersachsen wurde kurz nachdem es mich hätte treffen können, die sog. "Orientierungsstufe" eingeführt. Die geniale Idee war, dass alle Schüler nach der Grundschule zwei Jahre zusammenbleiben und sich die Wege erst mit der 7. Klasse trennen. Man sieht ganz deutlich den Unterschied zwischen diesem veralteten Rezept von vor 40 Jahren und den heutigen modernen Hamburger Ideen. Damals fanden sowas nur die Sozis und ihr willfähriger Koalitionspartner, dessen Name mir irgendwie entfallen ist, toll, während die CDU und die Mehrheit der Eltern dagegen war, was im Ergebnis nicht wenig mit der Karriere unserer heutigen Bundesarbeitsministerin zu tun hat.

Der Kampf wird immer noch ausgetragen, nur die PR ändert sich ab und zu, und mit ihnen auch die Fronten. Heute sind alle Parteien für eine solche Regelung, was für den erfahrenen Skeptiker ein sicheres Zeichen ist, dass wir es mit komplettem Unfug zu tun haben. Und jetzt haben die Freunde von Volksabstimmungen, sofern sie sich der Linken zurechnen, schon die zweite Niederlage innerhalb kurzer Zeit erlitten: Erst das Rauchverbot in Bayern, das tief in den linken Lebensstil eingriff, dann das "Nein" gegen die sog. Primarschule in Hamburg, das tief in die linke Ideologie des LGL, des "längeren gemeinsamen Lernens", traf. Die ersten beginnen sich bereits zu fragen, ob das Volk nicht zunächst ein wenig mehr richtiges Bewusstsein erlangen sollte, bevor es das Instrument der Volksabstimmungen gegen die Intentionen seiner linken Befürworter wendet. Aber das führt zu einem anderen Thema….

Jedenfalls ist es schon erstaunlich, dass ausgerechnet der Aspekt, wie früh (und ob überhaupt) eine äußere Differenzierung einsetzen soll (siehe nicht nur hierzu den instruktiven Beitrag von Zettel), die Debatte so sehr dominiert, denn unter denjenigen, die sich mit der Sache näher befassen, gelten andere Maßnahmen als viel erfolgversprechender, um die größten Defizite unseres Bildungssystems zu beheben. Wer etwas dagegen unternehmen will, dass die soziale Herkunft zu sehr den schulischen Erfolg determiniert und dass jedes Jahr ein erheblicher Prozentsatz die Schule ohne Abschluss verlässt, der muss so früh wie möglich ansetzen, und er muss es umfassend tun. Dann steht die Verbesserung der Lehrerausbildung ebenso auf der Agenda wie Sprachförderung und frühkindliche Bildung. Und, das ist aus meiner Sekundärerfahrung als Freund einer ebenso erfahrenen wie (gemessen an den Lehrstellen der von ihr betreuten Schüler) erfolgreichen Hauptschullehrerin, mindestens ebenso wichtig, der muss über die Schule hinaus blicken und das soziale Umfeld der Schüler miteinbeziehen. Pädagogik scheitert, wenn Eltern versagen, wenn an deren Stelle die Jugendämter versagen, und wenn zumindest die sog. "Brennpunktschulen" keine Sozialarbeiter und Psychologen bekommen, denn zu Supermännern und -frauen, die zugleich Lehrer, Sozialarbeiter und Psychologen und mit der Befugnis von Jugendämtern ausgestattet sind, werden wir niemanden ausbilden können und wollen. Wenn schon alle Behörden, die an irgendeiner Stelle mit der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu tun haben, deren Elternhaus (und schon die Mehrzahl ist hier oft ein Euphemismus) nicht mehr das leistet, was ihm traditionell zugestanden wird, zusammenarbeiten könnten und würden, wäre ebenfalls viel geholfen. Es sollte für niemanden zu spät sein, aber dazu braucht es mehr als "nur" engagierte und kompetente Lehrer – statt der wirklichkeitsfremden Weicheier, die heute zu über 50% den Job machen.

Der politische LGL-Trend führt genau auf den falschen Weg. Prokrustes kann nicht der Schutzheilige der Schulpolitik sein – im Gegenteil: Mehr Vielfalt, mehr Autonomie der Schulen ist gefragt. Die Schulen müssen sich die Lehrer aussuchen können, und sie müssen ein Budget bekommen, über dessen Verwendung sie selbst entscheiden. Auf der anderen Seite werden Schulgutscheine ausgegeben, die bei jeder staatlich finanzierten Schule akzeptiert werden müssen. Das wäre so ein liberales Ideal, aber bitte eins, das schrittweise zu verwirklichen ist. Systemdebatten helfen uns nicht weiter, wenn niemand bereit ist, auch die dicken Bretter zu bohren. Den Lippenbekenntnissen unserer Bundesregierung nach soll Bildung die höchste Priorität bekommen. Das ist sinnvoll, aber nur mit der Vergrößerung oder der Beibehaltung von Budgets ist noch nichts getan.

Und mit der ebenso beliebten wie sinnlosen Streiterei um Schulformen schon gar nichts.

bisher 57 Kommentare » Kommentare
  1. Buenavista sagt am 19. 07. 2010 um 20:15 Uhr:

    Erst das Rauchverbot in Bayern, das tief in den linken Lebensstil eingriff

    Häh?

  2. Eloman sagt am 19. 07. 2010 um 20:31 Uhr:

    Habe mich auch schon gefragt wo der Zusammenhang zwischen Rauchverbot und linkem Lebensstil ist. Hier in NRW gibt es unter den kleinen 1-Raum-Kneipen fast nur noch Raucherkneipen, und das Publikum dort hat mit linkem Lebensstil ungefähr so viel am Hut wie Alfred Tetzlaff mit Liberace.

  3. Rayson sagt am 19. 07. 2010 um 20:38 Uhr:

    Ich kenne nur Linke, die rauchen :-)

  4. Buenavista sagt am 19. 07. 2010 um 20:41 Uhr:

    Interessengemeinschaft Volksbegehren Nichtraucherschutz

    Die Hauptorganisation liegt bei den politischen Parteien:
    ÖDP, Bündnis 90/Die Grünen, SPD.
    Darüber hinaus wird das Volksbegehren auch von vielen CSU- und FDP- Politikern sowie der Familienpartei unterstützt.

    http://www.nichtraucherschutz-bayern.de/buendnispartner.html

  5. Buenavista sagt am 19. 07. 2010 um 20:42 Uhr:

    Ich kenne nur Linke, die rauchen

    Nun wird manches klar :-)

  6. Rayson sagt am 19. 07. 2010 um 20:48 Uhr:

    Aber wieder einmal genial die zentrale These meines Beitrags herausgearbeitet. Ich glaube, ich geb’s auf…

  7. Buenavista sagt am 19. 07. 2010 um 21:12 Uhr:

    Vielleicht kommt das daher, weil du es nicht lassen kannst, hinter allem, was dir nicht gefällt, finstere “linke” Machenschaften” zu wittern.

    Sicher haben Schulreformen auch ideologische Komponenten, doch es geht auch darum, dass Kinder sich im Alter von 10 oder 11 Jahren (egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund) nicht gleichförmig entwickelt haben. Trotzdem wird zum Beispiel in Bayern (bin selbst mit bayrischem Abi gesegnet) bereits in diesem Alter fast die gesamte Zukunft determiniert.

    Ob das so sein muss, das kann man auch jenseits von links und rechts diskutieren.

    Wir “armen” Bayern hatten dann auch noch das Problem, dass wir mit unserem “renommierten” Abitur (das dann notenmäßig härter ausfiel) bei der ZVS oft das Nachsehen gegenüber Leuten aus Bremen hatten, die den “besseren” Notendurchschnitt hatten.

  8. Karsten sagt am 19. 07. 2010 um 21:17 Uhr:

    @Buenavista:

    Erst das Rauchverbot in Bayern, das tief in den linken Lebensstil eingriff

    Häh?

    Ich nehme mal an, das hat mir momorulez und seinem entschiedenen Kampf gegen die bayerische Entscheidung zu tun. Wobei sein antifaschistisches Engagement gegen die Befürworter eines Gymnasiums ab der fünften Klasse noch heftiger ist.

  9. Spruance sagt am 19. 07. 2010 um 21:20 Uhr:

    Nicht verzweifeln, Rayson, ich bin ganz bei Dir! Diese ganzen jahrzehntelangen Systemdebatten waren und sind natürlich komplett an der Sache vorbeigegangen. Und die heiißt: Wie bekomme ich gute und kompetente Lehrer und wie sorge ich dafür, daß die auch guten und kompetenten Unterricht machen dürfen? Kein Schwein hat – jedenfalls in der öffentlichen Debatte – jemals dieses Thema angefaßt! Alle schlagen sich die Köpfe über Strukturreformen ein, die ungefähr so nötig sind wie ein Kropf. Durch Drehen an Parametern soll das Heil erreicht werden, ohne daß man in die Tiefen des Konkreten eintauchen müßte. Schlimmer hat Bürokratie noch nie gewirkt.
    Armes Deutschland!

  10. Rayson sagt am 19. 07. 2010 um 21:26 Uhr:

    @Buenavista

    Vielleicht kommt das daher, weil du es nicht lassen kannst, hinter allem, was dir nicht gefällt, finstere “linke” Machenschaften” zu wittern.

    Ich finde, eigentlich wittere ich relativ wenig. Und wenn, dann sind die “linken Machenschaften” auch in der Regel nicht “finster”, sondern ziemlich offen dargelegt.

    Ob das so sein muss, das kann man auch jenseits von links und rechts diskutieren.

    Man kann. Aber dass man es bevorzugt tut, und gleichzeitig nicht über die wirklich wirksamen Dinge redet, das hat dann eben doch etwas mit Ideologie zu tun.

    @Karsten

    Ich nehme mal an

    Falsch geraten. Ich dachte da mehr an Christian S., aber insgesamt war das natürlich tongue-in-cheek. Ist ja eigentlich unglaublich, welche Positionen mir so zugetraut werden :-)

  11. Klaus sagt am 19. 07. 2010 um 22:53 Uhr:

    Aber dass man es bevorzugt tut, und gleichzeitig nicht über die wirklich wirksamen Dinge redet, das hat dann eben doch etwas mit Ideologie zu tun.

    Nun besteht die Hamburger Schulreform nicht nur aus der Einführung der Primarschule, sondern eben aus vielen anderen Dingen wie eben Qualifizierung von Lehrern sowie der Ausbau von Selbstverantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten der Schulen. Dies ist jetzt alles wieder in Frage gestellt und nicht nur das LGL, das auch in meinen Augen hauptsächlich Bullshit ist.

  12. Karsten sagt am 19. 07. 2010 um 23:19 Uhr:

    @Rayson:

    Falsch geraten. Ich dachte da mehr an Christian S., aber insgesamt war das natürlich tongue-in-cheek. Ist ja eigentlich unglaublich, welche Positionen mir so zugetraut werden :-)

    Naja, die zwei twittern bei diesen beiden Punkten ja als dynamisches Duo. Aber Momo ist noch krasser, wenn auch manchmal eleganter, in den Formulierungen. Und bei der Aufregung über das Rauchverbot bin ich ganz bei ihnen…
    Übrigens traue ich Dir einfach alles zu. ;)

  13. Christian S. sagt am 20. 07. 2010 um 00:25 Uhr:

    Fühle mich geehrt. :-)

  14. David sagt am 20. 07. 2010 um 01:04 Uhr:

    Kurze Bemerkung zur Schulformfrage (denn in einem notorisch bildungsfeindlichen Land wie diesem ist das für den Realisten ohnehin die einzige Frage, die sich ernsthaft stellt): Vielleicht wäre es sinnvoll, die Grundschule auf fünf Jahre zu verlängern, allerdings das fünfte Jahr als Wiederholungs- und Festigungsstufe umzusetzen, die von ausreichend guten Schülern reglmäßig übersprungen werden kann. In erster Linie ginge es dabei um den psychologischen Kniff, das die Springer eher als besonders gut da stünden, anstatt die, die länger machen müssen, als Versager. Dazu käme auch, daß diese nicht exakt dasselbe Schuljahr zweimal hintereinander durchlaufen müßten, wie bisher beim Sitzenbleiben. Es müßte aber natürlich auch sichergestellt sein, daß das Springen nicht die Regel wird, denn dann hätte man letztlich fast gar nichts gewonnen.

  15. R.A. sagt am 20. 07. 2010 um 10:15 Uhr:

    Man kann inzwischen fast sagen: Wer an der Schulorganisation etwas ändern will (egal ob nun Zusammenlegung von Schulformen oder “längeres gemeinsames Lernen”) – der will sich in Wahrheit vor der inhaltlichen Diskussion drücken.

    Denn es ist für die Qualität des Unterrichts oder die Frage, wie mit den Problemen gewisser Schüler umgegangen wird ziemlich nebensächlich, welcher Name draußen an der Schultür klebt.

    Nach allen bisherigen Erfahrungen werden “gemeinsame” fünfte oder sechste Klassen auch nie dazu genutzt, nun verstärkt die Probleme der “sozial Schwachen” anzugehen – obwohl deren Wohlergehen ja immer offiziell vorgeschoben wird. In der Praxis bedeutet die längere Gemeinsamkeit nur, daß die guten Schüler zwei Jahre länger ausgebremst und die schlechten Schüler zwei Jahre länger frustriert werden. Und dann wird selektiert wie vorher. Und am Ende der Schullaufbahn (gibt ja inzwischen Vergleichsstudien genug) sind dann gute wie schlechte Schüler deutlich schlechter ausgebildet als die Altergenossen in Bundesländern, die früh “selektieren”.

    Wobei sich die Länder mit starker Betonung des gegliederten Schulsystems auch dadurch auszeichnen, daß später noch Durchlässigkeit möglich ist.
    Wer also vielleicht als “Spätentwickler” z. B. erst an die Realschule kam, kann nach der Mittelstufe problemlos wechseln und Abi machen (und es gibt eine Reihe anderer solcher Bildungswege).

    Diese “one size fits all”-Metalität der linken Schul-Deformer ist in hohem Maße unpädagogisch und unsozial.

  16. R.A. sagt am 20. 07. 2010 um 10:27 Uhr:

    @Buenavista:

    doch es geht auch darum, dass Kinder sich im Alter von 10 oder 11 Jahren (egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund) nicht gleichförmig entwickelt haben.

    Richtig, das ist die Ausgangssituation. Und nun stellt sich die Frage, wie ich mit diesen unterschiedlich entwickelten (und unterschiedlich begabten und interessierten) Kindern umgehe.

    Und da scheint es mir eine überaus bescheuerte Grundidee zu sein, auf diese festgestellte Unterschiedlichkeit mit zwei Jahren Gleichförmigkeit zu reagieren.
    Der erste Ansatz muß doch sein, die Kinder unterschiedlich, entsprechend ihren Begabungen bzw. Problemen zu behandeln. Wobei zweitrangig ist, wie man das genau organisiert: Hauptsache, jedes Kind bekommt eine möglichst seinen Bedingungen angepaßte Ausbildung.

    Trotzdem wird zum Beispiel in Bayern (bin selbst mit bayrischem Abi gesegnet) bereits in diesem Alter fast die gesamte Zukunft determiniert.

    Das ist schlicht falsch.
    Ich habe eine ganze Reihe von Verwandten in Bayern. Die sind in der Regel nicht mit dem Abi “gesegnet”, sondern haben eine Reihe sehr unterschiedlicher Bildungswege absolviert. Und das Bemerkenswerte am bayrischen System ist doch, wie viele Korrekturmöglichkeiten möglich sind, wenn sich Begabung (oder einfach nur Fleiß/Interesse) erst später zeigt.

    Aber es muß eben auch nicht sein. Während in Bundesländern mit schlechtem Bildungssystem das Abi fast zwingend ist, weil die übrigen Schulabschlüsse einfach Schrott sind, kann man in Bayern auch mit einem Hauptschulabschluß eine gute Lehrstelle kriegen. Ein Verwandeter ist Glasermeister, ein anderer montiert bei Audi in Ulm – die verdienen als Hauptschulabsolventen beide mehr als ein Lehrer.
    Mit Realschulabschluß geht auch schon viel an qualifizierter Ausbildung, und es führen auch ohne reguläres Gymnasium viele Wege in diverse Formen von Studium.

    Sicher gibt es auch in Bayern noch viele Verbesserungsmöglichkeiten – aber die übrigen Bundesländer sind maximal ähnlich gut, viele deutlich schlechter. Und es wäre absurd, die Mißerfolge der schlechten Länder zum Vorbild der deutschen Schulpolitik zu machen.

  17. Boche sagt am 20. 07. 2010 um 10:38 Uhr:

    Meine persönliche Erfahrung (DDR-Oberschule von Klasse 1-10 mit anschließendem Abitur an der Erweiterten Oberschule in Klassen 11-12) lassen mich an den vermeintlichen Nachteilen einer Schule für alle bis vor die Abiturreife zweifeln. Mir scheint doch eher die Qualifikation der Lehrer (und die von Rayson erwähnten sozialtherapeutischen Maßnahmen und frühkindlichen Förderungen) entscheidend, ob sich in einer vom Niveau her gemischten Klasse Gute und Schlechte einander behindern (oder gar fördern, wie die Brecht-Schule in Hamburg es offenbar als erfolgreiches Konzept verfolgt).

    Inzwischen habe ich Kinder, die in nicht allzu langer Zeit in die Schule kommen und zweifle noch mehr am mehrgliedrigen System. Denn der Stress der mir bekannten Eltern und vor allem Kinder, die bei Strafe weitreichender negativer Folgen in sehr jungem Alter schon Leistungserfolge erbringen müssen, erscheint mir schlicht verfrüht, da mich der Nutzen ja auch nicht überzeugt.

    Grundsätzlich muss ich aber aus liberaler Sicht sagen, dass mir Wahlfreiheit für die Eltern wichtig wäre.
    Das Diskutieren von Modellen für alle, wie es hierzulande passiert, ist nämlich immer gleichbedeutend mit Bevormundung.
    Deshalb wäre auch mein Ziel, den Schulen maximale Gestaltungsfreiheit zu geben, fachlich-strategisch, personell (ohne dsen Unsinn der Lehrer-Beamtenschaft natürlich!) und finanziell. Und den Eltern maximale Wahlmöglichkeit, z.B. durch Bildungsgutscheine, die das staatlich finanzierte System ersetzen.

  18. Hans sagt am 20. 07. 2010 um 10:59 Uhr:

    Die Hauptorganisation liegt bei den politischen Parteien:
    ÖDP, Bündnis 90/Die Grünen, SPD.

    Reines politisches Kalkuel da man eine Niederlage der CSU-Position sehen wollte. Die CSU hat der SPD nur diesen Gefallen nicht getan und sich nicht auf ein ‘Nein’ festgelegt.

    Zur Schule: Warum sollen sich gute Kinder 4 Jahre lang von schlechten Kindern in der Entwicklung ausbremsen lassen muessen?

  19. Max sagt am 20. 07. 2010 um 14:49 Uhr:

    Naja, das die Lehrerausbildung an den Schulen und Kindern vorbei geht, ist hinlänglich bekannt, aber nicht nur ein Thema in Deutschland, sondern auch in Frankreich und den USA. Ich denke aber auch, dass sich hier mit einem MEHR an Lehrern nicht viel beheben lässt. Das die Eltern eine große Mitschuld an dem Verhalten der Kinder haben, sehe ich auch so und es zeigt sich heute auch schon im Gymnasium. Die Frage wie man diesem Problem abhelfen kann, kann ich aber auch nicht beantworten (vielleicht sollte man mehr Beschäftigung für die Kinder finden, u.a. also eine Ganztagesschule).

    Jedoch denke ich, dass das 3-gliedrige System durchaus seinen Beitrag dazu leistet. Denn wer auf der Hauptschule ist, der identifiziert sich damit und kopiert die Meinung über sie: Dort landen nur die Versager und Lernunwilligen.

    In den USA und Finnland ist das anders, hier werden die Kinder eben nicht getrennt, haben aber trotzdem (je nach Begabung) eine größere Vielfalt an Lernangeboten (verschiedene Anspruchsklassen (BAsic und Advanced Chemistry zum Beispiel). Hier würde es sich also doch lohnen über eine Gesamtschule nachzudenken. Es könnte die Vorteile beider Denkweisen (rechts und links) vereinen und gleichzeitig die notwendige Infrastruktur verkleinern (Kosten sparen).

    Leider wurde dieser letzte Punkt weder von CDU noch von den Grünen berücksichtigt, weshalb ich diese Zusammenlegung nicht befürworte, mich aber auch generell gegen eine Brandmarkung als Illiberal wehre.

  20. Corv sagt am 20. 07. 2010 um 15:00 Uhr:

    Naja ich muss sagen, dass die Schulform bzw. das Modell kritisch zu betrachten ist.
    Einerseits kann es gefährlich sein, alle Kinder bis einschließlich zur 6. Klasse gemeinsam zu unterrichten. Einmal in der Leistung “nach Hinten gefallen” kommt er hier kaum mehr weg.
    Denn: die Lehrer sind in ihrer jetzigen Ausbildung nicht fähig (einige bestimmt schon, sicher nicht alle, wohl kaum eine Mehrheit), die Leistungen der Kinder differenziert genug zu betrachten und vor allem auch das “Leistungsgefälle” mit gezielter Förderung “anzugleichen”.

    Andererseits ist es so, dass wenn bereits die Kinder nach der 4. Klasse “aufgeteilt” werden auf Realschule oder Gymnasium oder Hauptschule, dann ist auch hier die Gefahr groß, durch das Bildungssystem “hindurch zu fallen” und nur noch schwerlich (wenn überhaupt) wieder an höhere Qualifikationen zu kommen.
    Einmal auf die Realschule, gehen wenige (trotz möglicher Qualifikation) danach auf das Gymnasium.
    Man “fällt” durchs Netz und kommt schwer wieder nach oben. Das Bildungssystem ist hier nach “unten” deutlich durchlässiger als nach “oben”.

    Was Nachteile sind schwerwiegender?

    Meiner Meinung nach ist das 3-gliedrige (oder ein 2-gliedriges?) System geeigneter die Kinder leistungsgerecht zu fördern und zu bilden.
    Aber auch dies ist kein Allheilmittel. Die Lehrpläne müssen auf ihre Fülle überprüft werden und auch die Qualifikation und vor allem Weiterqualifikation von Lerhkräften muss überdacht werden. Denn auch das 3-(oder 2-) gliedrige Schulsystem kann transparenter und “durchlässiger” sein, wenn man daran arbeitet.

    Hier würde ich mir vor allem eine größere Gestaltungsfreiheit der Schulen wünschen, um eine Wettbewerbssituation zu schaffen. Ein solcher Wettbewerb kann m.E. die Qualität der Schulen insgesamt, der Lehrkräfte, des Lehrplanes, der gezielten Förderung und auch des Schulmaterials verbessern.

  21. R.A. sagt am 20. 07. 2010 um 18:08 Uhr:

    @Corv:

    Andererseits ist es so, dass wenn bereits die Kinder nach der 4. Klasse “aufgeteilt” werden auf Realschule oder Gymnasium oder Hauptschule, dann ist auch hier die Gefahr groß, durch das Bildungssystem “hindurch zu fallen” und nur noch schwerlich (wenn überhaupt) wieder an höhere Qualifikationen zu kommen.

    Die Gefahr ist eigentlich nicht da.
    In Studien aus Hessen zeigte sich, daß 25% der Schüler der 9. Klasse noch einen höheren Schulabschluß machen – gerade gute Realschüler sind sehr nach oben mobil.

    Wer also eine gute Gymnasialeignung hat, der wird in der Realschule ganz vorne mitmachen und normalerweise noch zum Studium kommen können.

    Es gibt natürlich viele Schüler, die im Niveau nicht klar in eine Schublade passen. Und da ist es am Ende auch egal, ob sie nun gute Hauptschüler oder schlechte Realschüler werden (oder dito weiter oben). So groß sind die Auswirkungen auf den Berufserfolg dann auch wieder nicht – jedenfalls in den Bundesländern, in denen alle drei Schulzweige gut ausgebaut sind und funktionieren.

  22. Corv sagt am 20. 07. 2010 um 18:59 Uhr:

    Ok, von der Studie wusste ich nicht. Blödes Halbwissen :( Entschuldigt. Ich war der Meinung, dass die Rate derer, die auf eine “höhere” Schule wechseln deutlich kleiner ist.

    Aber wie du schon sagtest, “[...]in den Bundesländern, in denen alle drei Schulzweige ausgebaut sind und funktionieren”

    Meiner persönlichen Meinung nach, sollte das Bildungssystem eh Bundessache sein und nicht Landessache. Die Begründung mit den kulturellen und historischen Unterschieden lasse ich hierbei nicht gelten.
    In einem Fach “Landeskultur- und Geschichte” kann diese spezifische Kultur/Geschichte den Schülern gerne erläutert werden.
    Dies ist m.E. keine Begründung für eine Bildungskompetenz der Länder.
    Wir sagen, dass man in Deutschland sein Abitur machen kann, in Frankreich studieren kann und in England arbeiten kann. Die Europäische Union macht es möglich.
    Doch ich kann nicht in Mecklenburg-Vorpommern die ersten 11 Klassen bestreiten und dann in Bayern mein Abitur ableisten, da die Sekundarstufe 2 aus MV in Bayern nicht anerkannt wird.

    Eine Bildungsreform oder Reform des Schulwesens sollte also bei genau diesen großen Problem greifen.
    Ein bundesweites Bildungssystem, in der Schulen in dem Bereich von “Rahmenplänen” relativ frei agieren können und so einen bundesweiten Wettbewerb von Schulen ermöglicht.
    Was haltet ihr davon?
    Bin ich allein mit dieser Meinung oder ist es wirklich nur, dass die Länder und ihre Landesfürsten keine Kompetenzen und damit Macht abgeben wollen?

  23. Buenavista sagt am 20. 07. 2010 um 21:15 Uhr:

    Um das klarzustellen: Ich bin nicht gegen das dreigliedrige Schulsystem und auch nicht gegen Gymnasium ab Klasse 5.

    Ich plädiere eher für weniger Rigidität.

    Außerdem dafür, in den höheren Klassen schon stärker nach Neigung zu trennen. In den Naturwissenschaften werden Dinge gelehrt, die wirklich nur eine Minderheit braucht, andere quälen sich nur damit, und jetzt auch noch der gleiche Stoff in kürzerer Zeit.

    Muss man wirklich jemanden, der schon weiß, dass er Maschinenbau studieren will, mit verkopften Interpretationen zur deutschen Literatur nerven (Allgemeinwissen natürlich ausgenommen), und warum muss jemand, dem in der elften Klasse schon klar ist, dass er/sie ein geisteswissenschaftliches Fach anstrebt, mit höherer Physik/Chemie die Zukunft unnötig schwer machen?

    Außerdem möchte ich, dass jeder seine öffentliche Schule frei wählen kann.

  24. Buenavista sagt am 20. 07. 2010 um 21:17 Uhr:

    Eine Bildungsreform oder Reform des Schulwesens sollte also bei genau diesen großen Problem greifen.
    Ein bundesweites Bildungssystem, in der Schulen in dem Bereich von “Rahmenplänen” relativ frei agieren können und so einen bundesweiten Wettbewerb von Schulen ermöglicht.

    Gefällt mir gut. Ein Zentralabitur (wie in Frankreich) für alle, das wäre fair.

  25. googlehupf sagt am 21. 07. 2010 um 01:15 Uhr:

    Ein Zentralabitur (wie in Frankreich) für alle, das wäre fair.

    Das Werkzeug des Zentralabiturs ist aber auch wunderbar dazu geeignet wieder eine Einheitsschule zu produzieren indem die erforderlichen Kenntnisse dementsprechend beeinflusst werden.

  26. Friedrich Dominicuus sagt am 21. 07. 2010 um 07:23 Uhr:

    Klar ein Wettlauf nach unten ist ja wirklich erstrebenswert. Sei es um schlechtere Bildung für alle oder schlechtere Banken für alle oder schlechtere Politiker oder schlechteres Geld.

    Es ist ja wirklich eine Zumutung, daß man um etwas zu erreichen auch etwas tun muß. Es ist doch viel bequemer anderen auf der Tasche zu liegen und sich aushalten zu lassen. Umd sich dann zu beschweren man sei doch “benachteiligt”.

    Wirklich sinnvoll alle über einen Kamm zu scheren.

    Buenavista hat es richtig erfaßt und beschrieben. Es wäre ehere besser eine breitere Diversifizierung zu haben. Es ist nun mal nicht jeder handwerklich begabt oder ein intellektuellle Überflieger. Aber bei dem Ganzen Gedöns um “Bildung” geht es doch nicht um Förderung der Fähigkeiten einzelner sondern um Gleichschaltung. Gleiche Bildung für alle ist so ziemlich das Größte Ungemach für unsere Kinder. Also holt man die Sense raus und wessen Kopf zu hoch ragt….

    Wie “doll” diese Gleichschaltung funktioniert kann man ja beobachten. Es gibt offenbar ein Gefälle der Qualität des Abiturs und in denjenigen Ländern wo “Gleichmacherei” politsich gewünscht ist sieht es bezeichnenderweise am Schlechtesten aus…. Aber da hilft nur eins, man muß die Sense einfach tiefer ansetzen….

  27. Milfweed sagt am 21. 07. 2010 um 14:53 Uhr:

    Das ist mit Abstand der sozialistischste Beitrag, den ich hier seit langem gelesen habe. Die Diskussion in den Kommentarbereich eingeschlossen.

    Mehr Vielfalt, mehr Autonomie der Schulen ist gefragt. Die Schulen müssen sich die Lehrer aussuchen können, und sie müssen ein Budget bekommen, über dessen Verwendung sie selbst entscheiden. Auf der anderen Seite werden Schulgutscheine ausgegeben, die bei jeder staatlich finanzierten Schule akzeptiert werden müssen.

    Das ist die verheerendste Idee, die in den liberalen Kreisen rumgeistert. Diese Art von Wahlfreiheit ist illusorisch. Eine Einführung des Gutscheinmodells + einhergehende Vielfalft von staatlichen Schulen + Autonmie (hier bezweifel ich auch stark M. Friedman und inwiefern er das ausführlich betrachtet hat; das war ein Thema wo er sich von seiner durchaus vorhandenen Paranoia von zu viel Freiheit irritieren ließ) wäre ein Dolchstoß für Privatschulen. Mehr Eltern würden ihre Kinder dann auf staatliche Schulen schicken, da sie “dank” Vielfalt und Gutscheinmodellen (woher kommt nochmal das Geld, ach ja richtig) die Schule der Kinder beliebig wechseln können. Zudem werden bei gleichzeitiger stärkerer Finanzierung von staatlichen bzw. staatlich regulierten Schulen die Argumente bei der Entscheidung für reine Privatschule immer bedeutungsloser. Es kommt zu einem Rückzug vieler Schüler aus Privatschulen. Privatschulen haben noch weniger Mittel zur Verfügung. Ihr “Liberalen” wollt ja die Stärkung des staatlichen Sektors und weniger Geld bleibt bei den Eltern hängen.
    Staatliche Sektoren gehören geschwächt, nicht gestärkt!

    Die beste praktische Lösung wäre, dass man vorübergehend nur noch Einheitsschulen auf schwächstem Niveau anbietet mit der marginalsten Austattung wie möglich. Dann entsteht Wahlfreiheit und keine aufgezwungene diktierte Freiheit, was den Begriff bedeutungslos macht.

  28. Boche sagt am 21. 07. 2010 um 14:56 Uhr:

    Die Förderung staatlicher Schulen würde natürlich komplett eingestellt und durch die Förderung der Bildung mittels Gutscheinen ersetzt. Insofern ist genau das Gegenteil richtig, liebe/r Milfweed.

  29. Milfweed sagt am 21. 07. 2010 um 15:27 Uhr:

    Schau dir Berlin an. Mehr und mehr Eltern schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Warum? Weil rot-rot dort Gesamtschulen als Ideal sieht. Die Schulen in dieser Stadt verlieren an Ruf und Privatschulen sprießen. Es brauch kein Gutscheinmodell.

    Wer hat die Autorität über die Gutscheine? Wer entscheidet, welche Schulen Gutscheine annehmen und welche nicht? Wie werden diese Gutscheinmodelle finanziert? Wie oft dürfen Eltern die Schulen ihrer Kinder wechseln?

  30. willy sagt am 21. 07. 2010 um 16:04 Uhr:
  31. Florian sagt am 21. 07. 2010 um 16:09 Uhr:

    @ Corv:
    “Meiner persönlichen Meinung nach, sollte das Bildungssystem eh Bundessache sein und nicht Landessache. Die Begründung mit den kulturellen und historischen Unterschieden lasse ich hierbei nicht gelten.”

    Es gibt noch 2 andere(bessere) Argumente, warum Bildung nicht Bundessache sein sollte.

    Nämlich erstens Wettbewerb.
    Es wäre höchst naiv anzunehmen, dass sich bei einem bundeseinheitlichen System das “beste” System durchsetzt.
    Vielmehr wird man ein höchst durchschnittliches System haben. Und dieses System wird dann eben keinen Wettbewerb mehr haben. Heute können die Wähler in (sagen wir mal) Bremen ihre Regierung daran messen, ob sie das Qualitätsniveau von (sagen wir mal) Hamburg erreicht. Bei einem Einheitssystem geht so etwas nicht.

    Zweitens:
    Heutzutage gibt es eine sehr große Vielfalt an Andforderungen. Dass alle Gymnasiasten Englisch und dann noch Französisch und/oder Latein lernen war vielleicht vor 50 Jahren ok.
    Heutzutage gibt es viel mehr Sprachen, die wichtig wären: von Spanisch bis Chinesisch.
    Das bedeutet nun aber NICHT, dass alle deutschen Gymnasisaten Chinesisch lernen müssen. 5% eines Jahrgangs reicht wahrscheinlich schon aus, um diese Flanke abzudecken.

    Und genauso ist es mit vielen anderen Fertigkeiten auch.
    Die Ausdifferenzierung der Lebens- und Arbeitswelt erfordert heutzutage viel mehr Spezialisierungen als früher.
    Von daher finde ich einheitliche Lehrpläne selbst auf Landesebene eigentlich schon viel zu vereinheitlicht.

    Eine Vielzahl an Schulen mit individuellen Schwerpunkten bereitet einen Altersjahrgang im Zweifel besser (weil vielfältiger) auf das Leben vor, als die bundeseinheitliche Standardschule.

    (Natürlich führt meine “Vision” einer Spezialisierung tendenziell zu einer Entwertung des Abiturs als allgemeiner Befähigungsausweis. Was aber nicht unbedingt schlimm ist.
    Ich finde es ohnehin fragwürdig, warum gute Noten in Englisch- und Französisch-Leistungskursen jemanden stärker zu einem Physik-Studium befähigen sollen als ein mittelmäßig abgeschlossener Physik-LK.
    Daher wäre ich ohnehin für Eingangsprüfungen der Universitäten).

  32. Florian sagt am 21. 07. 2010 um 16:17 Uhr:

    Exkurs zum Thema Hauptschulen in Bayern:

    Ich führe einen mittelständischen Betrieb mit Sitz in Bayern.
    Ich stelle regelmäßig Hauptschüler ein und habe eigentlich fast durchweg gute Erfahrungen gemacht:

    Zum einen bei den Sekundärtugenden wie Fleiß und Pünktlichkeit.
    Aber auch beim selbständigen und unternehmerischen Mitdenken.
    Soweit ich das wahrnehme, ist die Hauptschule in Bayern (zumindest außerhalb der Großstädte) eindeutig nach wie vor in der Lage, nützliche Mitglieder der Gesellschaft zu “produzieren”.

  33. Boche sagt am 21. 07. 2010 um 16:35 Uhr:

    @Milfweed

    Gutscheine sind deswegen charmant, weil Sie den Umstieg abfedern und sofort auch eine faire Lösung gerade für die Nutzer von Privatschulen bieten. Denn das bislang in staatliche Schulen gesteckte Geld wird dort herausgenommen und den Eltern zur eigenverantwortlichen Verwendung in die Hand gegeben.
    Langfristig sehe ich Gutscheine auch eher als Sozialleistung für Bedürftige statt als allgemeine Lösung für alle.

  34. Boche sagt am 21. 07. 2010 um 16:55 Uhr:

    Grundsätzlich möchte ich ergänzen:

    Bildung ist eine Ware. Sie sollte möglichst vom Markt bereitgestellt werden, da nur dann verlässliche Prinzipien greifen können, die bestmögliche Qualitätssicherung und Kundenbefriedigung zu erreichen.

    Andererseits haben wir mit der Bildung ein besonderes Produkt:
    Die eigentlichen Nutznießer sind nicht die Kunden (=Eltern) sondern erstens die Kinder (die zumindest zu Beginn wenig Möglichkeiten haben, selbst mit zu entscheiden) und zweitens das Gemeinwesen, das umso bessere Voraussetzungen für alle bietet, je gebildeter die Mitglieder sind.

    Wegen dieses “Andererseits” bin ich mir nicht sicher, ob hier das reine Marktprinzip die gewünschten Ergebnisse liefert. Oder ob nicht doch, analog zum Rechtssystem, der Staat zumindest Rahmen setzende Aufgaben wahrnehmen muss. Sei es als Erzwinger einer Bildungspflicht (bei deren Erfüllung wiederum maximale Freiheit zu lassen wäre), sei es als Erzwinger eines Mindeststandards an Bildungsinhalten für definierte Abschlüsse etc.

  35. Boche sagt am 21. 07. 2010 um 17:03 Uhr:

    Im Übrigen @Milfweed:

    Das ist mit Abstand der sozialistischste Beitrag, den ich hier seit langem gelesen habe.

    Diese Einleitung deines Kommentars finde ich persönlich albern. Hab ein bißchen gelacht.

  36. Karsten sagt am 21. 07. 2010 um 19:20 Uhr:

    Das ist mit Abstand der sozialistischste Beitrag, den ich hier seit langem gelesen habe.

    Hm, ich merke gerade, dass ich seit einer Weile keine Beiträge mehr verfasst habe.

  37. Robert Michel sagt am 21. 07. 2010 um 22:11 Uhr:

    Auch ich halte die Frage wie das Schulsystem gegliedert ist, für eine Scheindebatte. Auf die Differenzierung nach Leistung und die Fähigkeit der Schulen ihren Aufgaben gerecht zu werden wird sich selbst dann nur wenig ändern, wenn die Einheitsschule eingeführt würde. Denn auch wenn offiziell keine Differenzierung stattfindet, wird sie einmal durch die Unterschiedlichen Einzugsgebiete erreicht. Die Eltern werden schon wissen, welche Schule einen guten Ruf hat und bildungsorientierte Eltern werden sich das zu Nutze machen und so ein Gefälle herstellen. Zum anderen werden die Schulen selbst versuchen möglichst homogene Klassen zusammen zustellen. Die größte Schwäche der Einheitsschule ist, dass zumindest offiziell von jedem Schüler die gleichen Bildungsziele verlangt werden. Es macht wenig Sinn von Schülern, die mit dem Dreisatz Probleme haben, zu verlangen Quadratische Gleichungen zu beherrschen.
    Andernorts tut man so, als hätten die Hamburger gestern beschlossen, Kindern aus weniger hohen Schichten den Schulbesuch zu verbieten, reichlich grotesk.

  38. Rayson sagt am 21. 07. 2010 um 23:30 Uhr:

    @Milfweed

    Ich habe es nicht so mit dem kompletten Umsturz von Systemen. Erstens, weil ich selten an deren Erfolg glaube (ich bin eben auch *kein* Libertärer), und zweitens, weil jede Änderung zunächst nur in einer Übergangsphase (das ist sie bestenfalls) mündet, die um so mehr eigene Gesetze entwickelt, um so heftiger die geplante Änderung ausfallen sollte.

    Ich sehe aber anhand eigener, wiewohl etwas indirekter Anschauung, welche Reserven auch in einem staatlichen Schulsystem stecken, und der Weg über mehr Autonomie und Schulgutscheine würde viel dazu beitragen, diese zu entfesseln.

    Im übrigen darf, wer den Erfolg von Bildung nicht an die Herkunft der Eltern koppeln will (vielleicht stört dich das ja nicht, dann haben wir hier unterschiedliche Vorstellungen vom Zusammenleben), keine reine Privatisierung wollen. Eine erfolgreiche Bildung von Kindern und Jugendlichen ist überwiegend nichts, was diese aus eigener Kraft bewerkstelligen könnten – sie brauchen dazu Hilfe, und auch wenn es liberaler Brauch ist, Erwachsene für ihr eigenes Schicksal verantwortlich zu machen, so gilt dies ganz sicher nicht für Kinder. Ich kann natürlich die Familie für heilig erklären und mit verklärtem Blick von deren Vorzügen schwärmen – allein, in Anbetracht der 20-30% der Schulabbrecher würde das nur noch zynisch klingen.

    @Boche

    Gestern Faschist, heute Sozialist, übermorgen vielleicht gar Sozialdemokrat – die schönsten Masken kommen doch von den anderen ;-)

    @Karsten

    Du formulierst nur zu nett ;-)

  39. Milfweed sagt am 22. 07. 2010 um 00:00 Uhr:

    @ Rayson
    ich bin nicht Libertär und ich will keinen kompletten Umsturz. Ich habe nicht die Autorität dazu andern was aufzuzwingen. Ich werbe nur für meine Idee, die doch sehr konträr ist zu den meisten Liberalen.

    Ich kann natürlich die Familie für heilig erklären und mit verklärtem Blick von deren Vorzügen schwärmen – allein, in Anbetracht der 20-30% der Schulabbrecher würde das nur noch zynisch klingen.

    Und du glaubst mit mehr Staat (was Gutscheinmodell ist) wird es mehr Eigenverantwortung und mehr rationale Entscheidungen geben?! Mehr Privat muss nicht bedeuten, dass alle Kinder ausgesetzt sind (auch von schlechten Eltern) sondern genau das Gegenteil. Langfristig sowieso.

    @ Boche

    Gutscheinmodell ist und bleibt öffentlich finanziert. Man würde “Privatschulen” Geld hinterherwerfen, was immernoch aus dem öffenltichen Haushalt kommt. Egal ob Eltern dies mit Gutscheinen beeinflussen oder nicht.
    Ich will gar nicht wissen wie teuer so ein Spaß wäre. Ich würde auch gar keinen Gutschein haben wollen, sondern lieber weniger Abgaben, um tatsächlich mit mein eigenen Verdienst entscheiden und nicht die Schulbildung anderer bezahlen, was ja beim Gutscheinmodell bestehen bleibt. Auch das ist reichlich egalitär, da ja lt. Parteiliberalen jeder so einen Gutschein bekommen soll?!
    Unter dem Gutscheinmodell + Vielfalt verschiedener Schulformen wäre ich auch gezwungen die Ideen anderer zu sanktionieren. Was ist mit einer strengen islamischen Familie, die ihre Söhne per Gutschein (vom Staat finanziert) auf ein Allah Gymnasium schickt? Auch Diskriminierung gehört zur Freiheit und die Entscheidung, was man unterstützt. Oder sind dann solche Schulen verboten?! Genau darauf wird es hinauslaufen. Es kommt zu klagen von Verbänden, Etern und Religionsgemeinschaften die ihre Schulart bedroht sehen vom Staat. Der Staat ist und bleibt somit der Diktator über die Bildung. Die Vielfalt ist illusorisch.
    Auf einem freien Markt wird auch bei der Bildung das Rationale siegen. Ich will gar nicht wissen, was unter einem öffentlichen Gutscheinmodell für grausame Schularten entstehen, weil die Mama meint, ihr Kind soll Esoterik als Fach haben.

    Es entstehen mehr und mehr Privatschulen in Deutschland und sollte sich dieses Konzept, was hier geäußert wird, durchsetzen, so ist diese begrüßenswerte Entwicklung vorbei.

  40. Rayson sagt am 22. 07. 2010 um 00:13 Uhr:

    @Milfweed

    Woher du die Überzeugung nimmst, dass ein Gutscheinsystem “mehr Staat” bedeutet, ist mir völlig schleierhaft. Bislang habe nur verstehen können, dass dir die staatlichen Schulen dann drohen zu gut zu werden.

  41. R.A. sagt am 22. 07. 2010 um 10:49 Uhr:

    @Robert Michel:

    Denn auch wenn offiziell keine Differenzierung stattfindet, wird sie einmal durch die Unterschiedlichen Einzugsgebiete erreicht. Die Eltern werden schon wissen, welche Schule einen guten Ruf hat und bildungsorientierte Eltern werden sich das zu Nutze machen und so ein Gefälle herstellen.

    Diese Hoffnung ist leider unrealistisch.
    Denn in der Praxis werden – sobald solche Tendenzen bei Eltern sichtbar werden – die üblichen sozialistischen Gegenmaßnahmen ergriffen.
    D.h. in der Regel werden dann Schulbezirke etabliert und die Einwohner eines Bezirks dürfen nur die dort zuständige Schule benutzen.

    Das ist bei Grundschulen (das sind ja auch Einheitsschulen) weitgehend etabliert!

    Und wenn linke Bildungspolitiker Schulen gleichschalten wollen, kommen zumeist auch irgendwelche Bezirke/Regionen oder ähnliche Steuerungsmittel zum Einsatz.

    Wobei dabei meist verdeckt gearbeitet wird, um die Einschränkung der Wahlfreiheit zu kaschieren: Zuerst sorgt man durch Finanz- und Lehrerzuweisung dafür, daß jede Schule überhaupt nur die Kapazität hat, “ihre Region” zu versorgen.
    Und dann wird – obwohl offiziell die Fiktion der freien Schulwahl bestehen bleibt – beim Aufnahmeverfahren der Schulen dafür gesorgt, daß die Wohnortnähe oberste Priorität bekommt.

  42. Klaus sagt am 22. 07. 2010 um 11:05 Uhr:

    @Boche

    Bildung ist eine Ware.

    Bah, das ist trotz der Einschränkung genauso übel wie die Vorstellung Bildung sei die ordentliche Gratisdosis, die der Staat den Delinquenten in den Allerwertesten blasen soll.

  43. tigger sagt am 22. 07. 2010 um 11:08 Uhr:

    Gutscheinmodell ist und bleibt öffentlich finanziert

    Wenn Du die öffentliche Finanzierung der Schulbildung herausnimmst, müsstest Du Dich auch von der Schulpflicht verabschieden (*). Dann aber überlege Dir nochmal, ob die gar schröckliche Schule, welche “Esoterik” als Fach anbietet, für das Kind nicht eventuell noch die bessere Alternative wäre, als überhaupt keine zu besuchen, weil die Eltern sich völlig rational entschieden haben, auf diese unnötige Ausgabe zu verzichten.

    (*): liberalerweise sowieso, oder ?

  44. Christian S. sagt am 22. 07. 2010 um 11:19 Uhr:

    Milfweed ist ein Verfassungsfeind. Beweis: Art. 7 Abs. 1 GG: “Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.”

    :-)

  45. tigger sagt am 22. 07. 2010 um 11:33 Uhr:

    Christian ist ein Verfassungsfeind. Beweis: Art. 5 Abs. 1 GG.

  46. Boche sagt am 22. 07. 2010 um 11:37 Uhr:

    Tja, tut mir ja leid Klaus.
    Aber auch Bildung ist ein Gut, das nicht kostenlos vom Himmel fällt.

  47. Boche sagt am 22. 07. 2010 um 13:34 Uhr:

    @Milfweed

    Ich will gar nicht wissen wie teuer so ein Spaß wäre.

    Ist doch wohl nicht allzu schwer ermittelbar: Summiere Gehälter und Nebenkosten für die heutigen staatlichen Schulen.

    Auf einem freien Markt wird auch bei der Bildung das Rationale siegen. Ich will gar nicht wissen, was unter einem öffentlichen Gutscheinmodell für grausame Schularten entstehen, weil die Mama meint, ihr Kind soll Esoterik als Fach haben.

    Und wieso will die Mama keine Esoterik auf dem freien Markt?

  48. Milfweed sagt am 22. 07. 2010 um 17:48 Uhr:

    Und wieso will die Mama keine Esoterik auf dem freien Markt?

    Das sei nicht gesagt. Aber Ich und du müssten das dann nicht mitfinanzieren.
    Auch in dieser Hinsicht ist der Status Quo moralisch beser als ein Gutscheinmodell, da die Schule weitestgehend neutral und einheitlich ist. Wer unbedingt Esoterik oder sei es Astrologie für seine Kinder möchte, der kann dies jetzt bereits tun und dies in der Freizeit auslegen. Mit privatem Geld.

    Arbeitgeber bevorzugen in der Mehrheit wohl Schüler, die von einer entsprechenden Schulart kommen. Esoterik (nur ein Beispiel von mir) wäre ein Exotikfach, da sich eine solche Ausrichtung im späteren Leben nicht bezahlt macht. Öffentlich finanziert besteht die Gefahr, dass Eltern Bildung nicht als Ware sehen (was sie nun einmal ist) und ein Bildungsspektrum entsteht, worin der größte Mist brüten kann.

    Auch finde ich die Idee hinter Gutscheinen allgemein sehr paternalistisch. Der Staat knöpft das Geld der Bürger ab, um ihnen im Nachhinein dafür Gutscheine zu geben, damit er ja richtig handelt.
    Lass uns diese Idee doch gleich auf andere Güter ausweiten. Nahrung (weil wir zu dumm sind, zu viel Unterhaltungselektronik sonst kaufen würden), Theaterbesuche (augezwungene Kultur, die Dummis gehen sonst in Kinos und schauen Hollywood Filme).

    Ich kann am ehesten noch Boche zustimmen, dass es eine kurze Übergangslösung ist für sozial sehr schwache Familien, diese dann durch Stiftungen abgelöst werden können.

  49. Rayson sagt am 22. 07. 2010 um 18:37 Uhr:

    @Milfweed

    Weißt du, es ist ziemlich ermüdend, Vorschläge, die sich an dem, was derzeit realistisch umsetzbar wäre, orientieren und die ein wenig mehr Freiheit ins System bringen würden, deshalb kritisiert zu sehen, weil sie der reinen libertären Lehre, die vor allem deshalb so perfekt ist, weil sie nirgendwo je umgesetzt wurde, nicht entsprechen.

    Tatsache ist, dass im jetzigen System die Ausstattung von Schulen, die Lehrinhalte und die Besetzung des Lehrerkollegiums von staatlichen Behörden bestimmt werden, und dass die Schulen zum größten Teil staatlich finanziert sind, weil Bildung hierzulande als staatliche Aufgabe angesehen wird (siehe GG). In Ermangelung der libertären Revolution können wir davon ausgehen, dass Letzteres auch so bleibt. Dann wäre die Aufgabe von vernünftigen Menschen, im Rahmen dieser Vorgabe zunächst einmal für mehr Wettbewerb und Freiheit zu sorgen, und dann auch die Entscheidungen mehr in die Schulen zu verlegen.

    Der Einwand mit der Esoterik zieht insofern nicht, als – wie Boche schon richtig angemerkt hat – es keine Belege dafür gibt, dass sich die Präferenzen allein durch die Art der Finanzierung verändern, sofern diese selbst neutral erfolgt (was bei Schulgutscheinen der Fall wäre).

  50. Robert Michel sagt am 22. 07. 2010 um 20:27 Uhr:

    @R.A: Deinen Einwand lass ich nur zum Teil gelten. Auch Schulbezirke ohne Wahlfreiheit unterscheiden sich deutlich in der Zusammensetzung, weil dann eben die bessere oder schlechtere Wohngegend den Ausschlag gibt. Die Verlierer wären in so einem Fall, die Kinder aus der aufstiegsorientierten Unterschicht. Auch können Schulbezirke die Wahlfreiheit nicht völlig beseitigen. Langfristig wird die Schule, die die Kinder am Wohnort besuchen können, einen Einfluss darauf haben, wo man sich niederlässt. Oder die Eltern üben Druck auf die Verwaltung aus, um den Zuschnitt der Bezirke zu beeinflussen.

  51. Horst sagt am 22. 07. 2010 um 20:33 Uhr:

    @Robert Michel: Das ist die Argumentation von linken Gentrifizierungshysterikern. Zur Not muss das Kind aufstiegswilliger Unterschichtseltern halt 5min länger Bus fahren, davon ist noch niemand gestorben.

  52. Milfweed sagt am 22. 07. 2010 um 21:40 Uhr:

    @ Rayson
    Es geht nicht um die libertäre Lehre.
    Ich bin aus praktischen Überlegungen dafür, dass das aktuelle System beibehalten wird und sich die Sozen mit der Einheitsschule durchsetzen. Libertär ist die Einstellung nicht ^^

    Dann wäre die Aufgabe von vernünftigen Menschen, im Rahmen dieser Vorgabe zunächst einmal für mehr Wettbewerb und Freiheit zu sorgen

    ja, deshalb bin ich für Einheitsschulen ;)

  53. Robert Michel sagt am 22. 07. 2010 um 21:42 Uhr:

    @Horst: Das bezog sich auf R.A. hypotischen Fall, dass die freie Schulwahl verboten ist. Dann ist nichts mehr mit Busfahren.

  54. R.A. sagt am 23. 07. 2010 um 10:21 Uhr:

    @Robert:
    Hypothetisch ist der Fall nicht, sondern das ist gängige Praxis.
    Der man, das hast Du völlig recht, nicht mit Busfahren entgegehen kann.
    Da helfen nur Wohnortwechsel oder Tarnmaßnahmen (beliebt ist eine Scheinanmeldung des Kindes bei der Oma oder Bekannten – Hauptsache Adresse ist im richtigen Schulbezirk).

    Konsequenz ist natürlich, daß die “richtige” Adresse dann plötzlich sehr wichtig wird, daß sich “gute” und “schlechte” Wohngebiete viel stärker voneinander abheben. So wie in den USA. Da gibt es ja offziell nur eine Schulform, ausgerechnet die USA sind also auf dem Papier ein Gesamtschulparadies nach sozialistischen Vorstellungen. Aber in der Praxis achten die Leute bei der Wohnortwahl sehr genau darauf, daß sie das richtige, zu ihrem sozialen Status passende Viertel erwischen. Die “neighbourhouds” sind für deutsche Verhältnisse unglaublich sozial homogen. Und entsprechend gibt es dann einen Riesenunterschied zwischen der Edel-Schule im reichen Vorort und der Schule im Slum.

    Wobei in Deutschland die Sozialisten auch dafür ein Gegenrezept haben (wenn auch nicht überall anwendbar): Dann werden halt per Stadtplanung in den Villenvierteln Sozialwohnungsblöcke gebaut und eine Zwangsdurchmischung erreicht.

  55. Christian S. sagt am 25. 07. 2010 um 17:46 Uhr:

    Wobei in Deutschland die Sozialisten auch dafür ein Gegenrezept haben (wenn auch nicht überall anwendbar): Dann werden halt per Stadtplanung in den Villenvierteln Sozialwohnungsblöcke gebaut und eine Zwangsdurchmischung erreicht.

    Wird u.a. in Bern gemacht.

  56. R.A. sagt am 26. 07. 2010 um 10:01 Uhr:

    @Christian:
    Bern ist rot/grün regiert – Beweisführung abgeschlossen.

  57. der_Neue sagt am 28. 07. 2010 um 04:04 Uhr:

    Wen die Umstände in einer “Brennpunktschule” in Baltimore interessiert, dem sei die vierte Staffel von “The Wire” empfohlen (nicht nur deswegen, The Wire ist sowieso die beste US-Serie überhaupt).

    Hab die DVD meinem Strategy-Prof. ausgeliehen (er meint, er ist jetzt addicted to The Wire :) )… er hat seinen MBA in Baltimore gemacht… hat in dem Problemviertel gewohnt und sagt, die Darstellung sei ziemlich realistisch.

    Quote:
    Zu einem neuen Lehrerkollegen: “Turn the heating on and shut the windows! Makes them drowsy… and drowsy is good.”

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