Same procedure as most recently

Die letzte Bundestagswahl hat zumindest eines erreicht: Die Presselandschaft ist wieder berechenbarer geworden. Wenn man mal von unerschütterlichen Parteigängern wie der “Frankfurter Rundschau”, der “taz” oder gar dem “Neuen Deutschland” absieht, haben sich auch andere Presseorgane mittlerweile eindeutig positioniert. Die FAZ lässt keinen Zweifel mehr daran, dass sie sich dem konservativen Flügel der Union zurechnet (auf den Politikteil bezogen), und der “Spiegel” hat sich nicht nur entschlossen, Gabriel zum deutschen Obama zu machen, sondern auch die neue Koalition nach allen Regeln der Kunst (bzw. was der “Spiegel” dafür hält) sturmreif zu schießen.

Wie kotzlangweilig.

PS: Eine Zeitung oder Zeitschrift mit überwiegend liberaler Ausrichtung ist hierzulande seltener als ein Einhorn. Eigentlich unglaublich, wo wir Liberalen doch das Geschäft der herrschenden Klasse besorgen, wenn man unseren linken Freunden glaubt.

Ähnliche Beiträge


46 Kommentare zu “Same procedure as most recently”

  1. Heinz
    8.12.2009 | 22:40

    Dem letzten Absatz muss ich widersprechen. Es gibt ein exzellentes liberales Blatt namens “eigentümlich frei”.

  2. Buenavista
    8.12.2009 | 23:29

    Was wäre den international gesehen ein Blatt mit überwiegend liberaler Ausrichtung?

  3. 8.12.2009 | 23:30

    Aber »ei-frei« ist doch eher libertär(?)

    Ich weiß nicht so recht, was ich schlimmer finde. Die Reaktion der »taz« war sicher vorhersehbar. Der SPIEGEL mault immer herum.

    Aber dass die »F.A.S.« wider besseres Wissen z.B. am letzten Sonntag schon wieder für Netzsperren eintritt (und das unter einem Interview mit der Justizministerin) finde ich schon sehr bedenklich. Wollen die einen großen Teil einer ganzen Generation vergraulen?

    Aber die wirklichen Liberalen werden nie von der herrschenden Klasse eine Zeitung zur Verfügung gestellt bekommen. Das wäre dann doch zu gefährlich;-)

  4. Heinz
    8.12.2009 | 23:41

    Libertär, liberal, was auch immer. Das ist doch Schubladendenken. ef ist ein pluralistisches Blatt mit einer großen fluktuierenden Anzahl an Autoren unterschiedlicher Coleur. Libertär ist ein Label, von so etwas sollte man sich nicht leiten lassen, maßgeblich ist doch der Inhalt.

  5. Heinz
    8.12.2009 | 23:41

    @Buanavista:

    The Economist?

  6. Max
    8.12.2009 | 23:44

    Hmm, was ist mit Novo Argumente, das ist auch sehr liberal, aber eben kein etabliertes Tagblatt. Die Weltwoche wäre es vielleicht für Schweizer, wenn es nicht diesen unseligen Minaretten Streit für gut erklären würde. International würde ich sagen der Telegraph hat da einiges und in den USA gibt es ein Magazin, dass eine solche Ausrichtung hat. Ansonsten gibt es quasi keine liberalen Magazine mehr, dafür hat die Sozialdemokratie sehr gut gesorgt…

  7. 8.12.2009 | 23:57

    @Heinz

    Bei “ef” hätte ich Bedenken, die mäandern zu sehr zwischen libertär und konservativ, und das auch noch bewusst. Aber mit dem “Economist” liegst du IMHO richtig. Leider kein deutsches Blatt.

  8. SubcommandanteMarkus
    9.12.2009 | 0:09

    Die Sozialdemokratie hat insofern dafür gesorgt als das sie wie beinahe alle anderen Parteien sich extrem wirtschaftsnah und marktliberal gab, das war es auch schon

  9. 9.12.2009 | 1:35

    “extrem wirtschaftsnah und marktliberal gab”

    Bin ich ausversehen in die Bizarro-Dimension geplumpst? Die Leute, die mir heute auf der Straße begegnet sind, sahen mir auf jeden Fall nicht nach bösen Zwillingen aus.

  10. 9.12.2009 | 1:42

    Na, wenn der Subcommandante das doch selber so sagt! Viva la revolution!

  11. Heinz
    9.12.2009 | 2:45

    Nächster Versuch: Handelsblatt

  12. 9.12.2009 | 5:07

    Wie ist es eigentlich mit der “Welt”? Eher konservativ?

  13. 9.12.2009 | 7:56

    Novo Argumente geht schon in die Richtung Liberal, ist aber leider ziemlich klein,

    Die NZZ ist ziemlich liberal, aber nicht aus Deutschland.

    Bleiben bloss ein paar mickrige Blogs :(

  14. 9.12.2009 | 10:35

    Dass die FAS mit den peinlichsten Zensursula-Argumenten für Netzsperren plädiert hat, fand ich auch skurrill. Ist eigentlich meine liebste Sonntagszeitung, weil randvoll, fast zu voll. Aber nun gut. Müssen die wissen…

    Davon unabhängig finde ich es nicht schlimm, wenn sich Zeitungen positionieren.

  15. ap
    9.12.2009 | 12:53

    die neue Koalition nach allen Regeln der Kunst (bzw. was der “Spiegel” dafür hält) sturmreif zu schießen.

    braucht es dazu den “Spiegel”? Nee!

  16. Milfweed
    9.12.2009 | 15:05

    Liberal ist das, was man selber herausliest.

    Man kann mir einen Artikel aus “Neues Deutschland” vorlegen, ich lese ihn, ignoriere die Meinung des Autors (und hab gleichzeitig was zu lachen), entschlüssle den eigentlichen Kontext und lege meinen eigenen Wertmaßstab an.

    Ich denke sozusagen nach.

    Deshalb brauchen Liberale keine eigenständige Zeitung, schon gar nicht ein eigenständiges Tagesblatt. Nur weil alle Tagesblätter eine sozialdemokratische Tendenz haben, heißt das nicht, dass ich ein bestimmtes Ereignis nicht anders bewerten kann als der Autor. Diese “Gabe” fehlt kollektiv denkenden, stets “Autorität” befolgender Menschen. Deshalb sind fast alle Blätter sozialdemokratisch (rechte Tageszeitungen wie in den USA gibt es hier nicht, wobei es der gleiche antiliberale Quark wäre).
    Ein liberales monatl. Magazin wäre durchaus wünschenswert, vor allem um Interessen zu wecken, wobei die meisten hier eh verloren sind und ihr Leben lang mind. sozialdemokratisch bleiben.
    Eine liberale Tageszeitung ist auch nicht vorstellbar unter der oben genannten Annahme, dass Liberale selber denken können. Soll man sich noch jeden Tag zu jeden Ereignis 4-5 mal bestätigt fühlen in seiner Meinung? Diese Art Honig ums Maul schmieren ist was für Gutmenschen, Konservative und Sozis und piep piep piep Wir haben uns alle lieb, … gemeinsam stark, die wenigen Bösen Reichen … wir viele, die MASSE DAS VOLK halten zusammen und sind lieb ….. Menschen

    Liberale brauchen diese Art Bestätigung nicht (doch ab und zu, deswegen bin ich auf bissige Liberale, aber nicht JEDEN TAG!), deshalb keine Nachfrage. Sozialistische Magazine hingegen gibt es wie Sand am Meer. Ständig kommen neue linke Magazine raus (Freitag), werden hochgejubelt, sind anscheinend noch linker als die anderen Linken, noch sozialer, dann gibt es sie nicht mehr und das Spiel geht von vorne los, da Kollektivisten immer ihre wollig warme Herdenbestätigung benötigen, in der sie dann weiterhin grasen und dumm dreinschauen.

    Zudem achten echte Liberale doch sehr auf Prinzipien im Gegensatz zu allen anderen politischen Richtungen. Bei jeden zu kommentierenden Ereignis kann man erst einmal die Eigentumsfrage stellen, danach wird analysiert ob und wie Zwang und Gewalt benutzt wurde. Liberale sind fies. Poltiker verkünden Großtaten und Geschenke?! Mitnichten! In jedem liberale Blatt wäre das auf’s Gleiche auseinandergenommen: Steuergelder, Verschwendung -> Zwang; ökonomisch daneben

    BEI JEDEM THEMA werden diese Prinzipien angesetzt. Ausnahmen wären z.B. Krieg. Hier kommt es auf die Gesinnung des Liberalen an. Pro westlich oder doch non-interventionistisch?!

    Klar, es gibt liberal-konservativ Magazine wie EF, wobei hier eindeutig das konservativ überwiegt, also vllt. konservativ-liberal. Man kann sich nämlich nicht ständig in seinen Prinzipien bestätigt fühlen, das würde langweilen und ergibt irgendwie keinen Sinn. Man hat zu Ereignissen natürlich eine eigene subjektive Meinung, hier gewinnt EF die Leser mit konservativen sehr lesenswerten Meinungen und Kommentaren.

    Eine Tageszeitung ist somit UNMÖGLICH, da Liberale sich nicht so viel prinzipienloses, haltloses Gescwürbel ausdenken können, wie alle Autoren der linken und konservativen Blätter.

  17. Isildur
    9.12.2009 | 16:04

    Klar kann man aus allem auch etwas anderes heraus lesen, aber was nützt mir das Geschwätz um Gier wenn da eigentlich Inflation stehen müsste? Was nützt mir ein Bild von Herrn Ackermann, wenn Ben Bernanke oder den Hintermännern angebracht wär?

    Bei reinen Faktenberichten(mit ein bisschen Meinung ;) ) kann man Dinge anders sehen, aber wenn sie gar nicht erst drin stehen, nützt das leider nichts mehr.

    Ein Beispiel wäre z.B. der Skandal um die gehackten Emails des Klimainstituts. Keine Sau schert sich drum und wenn wird es runter gespielt und jetzt stelle man sich nur einen Augenblick vor, es ginge um die Atomaufsichtsbehörde……

    Von daher sind Blätter mit einer guten Themenauswahl schon wichtig. Leider habe ich auch noch nicht das richtige gefunden. Weltwoche bekommt man in Deutschland nicht oder?(zumindest nicht ohne das horrende Porto per Direktbestellung)
    Die Schweizer Monatshefte sollen ja noch ganz gut sein.

    Ich finde Tageszeitungen eh nicht so wichtig, Fakten kriege ich auch aus dem Netz, Hintergrundberichte würden mich dazu bewegen eine Zeitung zu kaufen.

  18. 9.12.2009 | 16:05

    wow, grossartiger Kommentar. Mir geht es bei Berichterstattung grösstenteils um gute Recherche, Wahrheit, Aufmachung, Aktualität, Sprachkultur und das Feuilleton. Deshalb lese ich die FAZ. Dass deren Politikteil schwarz ist, weiss man nicht erst seit der Bundestagswahl. Ein Redakteur nannte das Profil der Zeitung mal schwarz-rot-gold, wobei rot für das Feuilleton und gold für den liberalen Wirtschaftsteil steht. Dass die Zeitung auch andersdenkenden Stimmen ein Forum bietet, ist mir ebensowichtig.

  19. 9.12.2009 | 22:46

    Wow, jetzt habe ich es verstanden: Liberale sind weise, klug und individuell. Prinzipientreu und aufgeweckt, prowestlich und nachdenklich. Wenn ich in den Spiegel schaue, würde ich noch schön und charmant hinzufügen.
    Und jetzt weiß ich auch, dass alle Dummen und Hässlichen, die mir auf der Straße begegnen, Sozialisten oder Konservative sein müssen.

    So einfach kann die Welt sein, wenn man sie mit den richtigen (also: liberalen!) Augen sieht.
    Yippieh!

  20. 9.12.2009 | 22:49

    Du hast »bescheiden« vergessen ;-)

  21. 9.12.2009 | 22:51

    Ich dachte, das wäre auch ohne gesonderte Erwähnung Grundtenor meiner Zeilen. ;-)

  22. 9.12.2009 | 22:53

    Aber nur für den, der Dich kennt ;-)

  23. Milfweed
    10.12.2009 | 4:36

    lol
    es gibt sehr intelligente Sozis. Das sind diejenigen, die Artikel in Sozi Zeitungen schreiben und eine Minderheit der Leserschaft. Die haben dann auch manchmal sogar Prinzipien, auch wenn ich sie schlecht finde. Ein wirklich kommunistisches Blatt könnte ich wohl auch leichter schlucken und nachvollziehen als alle Formen dazwischen (Sozialdemokratismus) welche in Spiegel, Stern, SZ … vorhanden sind.
    Weiß auch nicht, wie du jetzt auf das Aussehen kommst. Hatten nicht gerade Kollektivisten den schönen einheitlichen Menschen gepriesen? Sind nicht die Nanny Statler um ein schlankes Aussehen besorgt und verpuffen Steuergelder für dämliche staatl. Ernährungsstudien, five a day, Ampel und so?
    Wollen nicht Sozis eine einheitliche Schuluniform?

    Nein, nein. Verwechselt du liberal mit Yuppie?! Das Klischee hast du dir jetzt selbst aufgebügelt, nicht ich.

    Ich spreche hier aber über die Mehrheit der Leser. Die haben nun einmal ihre sozialdemokratische Moralität. Beim Zeitungskauf ist jeder frei. Es gibt nicht nur eine Quelle, sondern mehrere. Ein Links-liberaler würde bei FAZ lesen sich wohl zu oft aufregen, deswegen liest er danach wieder seine Zeit oder die Süddeutsche.
    Viele Liberale haben das Bedürfnis aber nicht.

    Boche
    versuche doch mal eine wirklich liberale Tageszeitung nur für eine Woche jeden Tag selbst herauszubringen, in deinen Gedanken. Es muss nervend sein jedes Ereignis der Politiker, die im Grunde genommen oft das Gleiche sind und etastisch, zu kommentieren.
    Ansonsten kann man den Kommentar weglassen. Da wäre dann ja eher eine Agentur, die neutral bleiben muss.
    Liberales Wochen, Monatsmagazin und Blog ja, aber Tageszeitung und “Die Welt”, “Zeit” … ersetzen ? no way.

  24. 10.12.2009 | 10:08

    Die “Zeit” ist keine Tageszeitung.

  25. Oliver
    10.12.2009 | 10:52

    Was ist mit dem Tagesspiegel?

  26. 10.12.2009 | 11:01

    Ist eine.

  27. 10.12.2009 | 11:48

    @Milfweed

    Ich bin schlicht der Ansicht, dass politische Überzeugungen nicht auf charakterlichen Schwächen oder Stärken oder intellektuellen Fähigkeiten beruhen oder die Anhänger der einen oder anderen Position sich in diesen Eigenschaften wesentlichen unterscheiden.
    Meines Erachtens erklären sich Unterschiede durch allen politischen Ansichten zu Grunde liegenden Grundüberzeugungen und Glaubenssätzen. Und die lassen sich nicht neutral bewerten. Weswegen ein Differenzieren zwischen Anhängern der einen oder anderen politischen Richtung nicht so pauschal und teilweise auch abwertend erfolgen sollte, wie du es hier anstellst.

    Weiß auch nicht, wie du jetzt auf das Aussehen kommst.

    Hatte ich ja geschrieben: Ein Blick in den Spiegel war der Auslöser. Aber vermutlich kann ich nicht von mir auf andere Liberale schließen.
    Statler in Schuluniform ist übrigens ein Gedanke, der mich etwas beschäftigt…

  28. 10.12.2009 | 12:45

    @Boche

    So einen Spiegel will ich auch!

    Ich bin schlicht der Ansicht, dass politische Überzeugungen nicht auf charakterlichen Schwächen oder Stärken oder intellektuellen Fähigkeiten beruhen oder die Anhänger der einen oder anderen Position sich in diesen Eigenschaften wesentlichen unterscheiden.

    Sollte eigentlich klar sein. Auch wenn die Welt der Blogs ständig versucht, einem das Gegenteil zu beweisen…

  29. Boche
    10.12.2009 | 12:48

    @Rayson

    So einen Spiegel will ich auch!

    Wie gemein.

  30. Milfweed
    10.12.2009 | 13:03

    mein 1. Kommentar klingt leider etwas unschön. So wollte ich ihn gewiss nicht ausfallen lassen. Ich versuche mir einfach mal mir vorzustellen, ich stehe dir real gegenüber. Mein Ton wäre dann wohl weniger diffamierend und schüchterner.

    Aber die Problematik bleibt. Dazu brauche ich nur in das Spon Forum zu schauen. Lass dort mal einen Artikel von Broder erscheinen, die drehen dann da alle ziemlich am Rad. Das kann sich der Verlag nur wenige mal leisten, ansonsten verliert er seine Leserschaft. Und da nun einmal fast alle (unabh. von Alter, Aussehen, Intelligenz, Herkunft ;() sozialdemokratisiert sind kann sich das keine Tageszeitungen leisten. Interessant aber, dass es hingegen sozialistische Tageszeitungen gibt. Das offenbart doch einiges über die Leser, die JEDEN TAG ihre Dosis oder nenn ich es mal Tagträumerei brauchen.

  31. 10.12.2009 | 14:04

    Pff, ich als linker Sozialdemokrat finde Broder super, auch wenn ich selten seiner Meinung bin. Außerdem lese ich gerne FAZ, um mich über die Engstirnigkeit der Autoren aufzuregen.

    Das SPON-Forum als Spiegelbild der Gesellschaft zu betrachten ist übrigens ziemlich sinnfrei. :-)

  32. Neoliberaler
    10.12.2009 | 14:54

    Ich bin FDP-Anhänger, aber mir gefallen die Positionen der F.A.S. eigentlich auch ganz gut. Natürlich nicht alles, aber jedenfalls besser als jede andere große Zeitung in Deutschland. Über den Spiegel müssen wir gar nicht reden, da sind ja mittlerweile schon Focus und Stern “besser”.
    Ich bin auch für verschärfte Maßnahmen gegen Kriminalität und Terrorismus. Beim SWIFT-Abkommen liege ich damit sogar ganz auf FPD-Linie (Sie haben es ja eben NICHT blockiert). Ansonsten ist es superhilfreich einfach immer genau die gegenteilige Position von taz, FR, FTD, Grüne, Linke, etc. etc. einzunehmen. Damit liegt man nie falsch :P

  33. Neoliberaler
    10.12.2009 | 15:01

    Ich will hier jetzt auch keine Debatte anstoßen. (Hab’ den Artikel über von der Leyen in der FAS auch nicht gelesen.)Warum aber gleich die Welt untergehen soll, weil man ein paar KiPo-Sperren macht, ist mir bis heute ein Rätsel. Die Liberalen sollten immer vorsichtig sein, wenn sie plötzlich mit den Hardcore-Linken auf einer Wellenlinie liegen…

  34. 10.12.2009 | 15:24

    Beim SWIFT-Abkommen liege ich damit sogar ganz auf FPD-Linie (Sie haben es ja eben NICHT blockiert).

    Dass das logisch nicht so richtig haltbar ist, ist dir aber klar, oder?

    Die Liberalen sollten immer vorsichtig sein, wenn sie plötzlich mit den Hardcore-Linken auf einer Wellenlinie liegen…

    Nee danke, einen Liberalismus, der sich danach ausrichtet, was andere wollen, braucht doch kein Mensch.

  35. 10.12.2009 | 15:46

    Hehe. Kaum stimmt man den Liberalen zu, schon werden die vorsichtig. Da würden sich die Hardcore-Linken aber freuen.

  36. DDH
    10.12.2009 | 16:08

    Tja, ich lese den Freeman http://www.fee.org und die Schweizer Monatshefte, gelegentlich noch die Weltwoche (letztere “mäandert” aber ähnlich wie ef, nur nicht ganz auf so niederem Niveau).

    Zu Deinem P.S.: Wozu ein Periodikum mit betont liberaler Ausrichtung, wenn der organisierte Liberalismus – und das sehen die Linken bei aller Verquerheit ihrer Theorie dann doch schon richtig – in Tat und Wahrheit das Geschäft der herrschenden Klasse besorgt, also dem gegnerischen Prinzip dient? Was Du als Widerspruch, als Paradox ansiehst, ist bei näherer Betrachtung nur folgerichtig! Wozu braucht es liberale Ideenlieferanten wenn die erklärten Liberalen nicht einmal zu den Abnehmern dieser Ideen zählen? Dann bleibt liberaler Publizistik nur ein kümmerliches Nischendasein – oder der Ausbruchsversuch aus dieser Ecke, indem man der mainstream-Narretei eine andere publikumswirksame Narretei entgegenzusetzen versucht (Lichtschlag-Konzept). Auf den Gedanken, daß der Liberalismus SELBST (ohne rechtsreaktiäre Beimischung) zu popularisieren wäre, kommt gar keiner. So taugt bloß noch seine neoliberale Karikatur als Schreckgespenst, mit dem herrschende Links- wie Rechts-Etatisten kleine Kinder (also die Bevölkerungsmehrheit in einer herunterdemokratisierten Gesellschaft) erschrecken.

  37. DDH
    10.12.2009 | 16:10

    “rechtsreaktiäre” soll “rechtsreaktionäre” heißen!

  38. 10.12.2009 | 16:22

    @DDH

    Off topic: Sprichst du eigentlich auch so, wie du schreibst? ;-)

  39. Neoliberaler
    10.12.2009 | 20:10

    “Dass das logisch nicht so richtig haltbar ist, ist dir aber klar, oder?”

    Sorry ich messe die FDP an ihren Ergebnissen und nicht an irgendwelchem Geschwätz von Leutheusser-Schnarrenberger.

    “Nee danke, einen Liberalismus, der sich danach ausrichtet, was andere wollen, braucht doch kein Mensch.”

    Das war ja auch überspitzt formuliert. Aber eine FDP, die in vielen Punkten deckungsgleich mit den Grünen ist, braucht auch kein Mensch.

  40. 10.12.2009 | 22:30

    Sorry ich messe die FDP an ihren Ergebnissen und nicht an irgendwelchem Geschwätz von Leutheusser-Schnarrenberger.

    Das magst du gerne tun, aber Ergebnisse als Absichten auszugeben, ist reine Polemik.

    Aber eine FDP, die in vielen Punkten deckungsgleich mit den Grünen ist, braucht auch kein Mensch.

    Aber vielleicht solche Grünen.

  41. Die Stimme aus dem Off
    11.12.2009 | 9:02

    Es kommt darrauf an, aus welcha Perspektäve man de Läberralätät aines Medäoms bewertet! Von ainem \”noitrralen\” Standponkt aus gesehen äst de gesamte Prrresselandschaft da BRD sächerläch als erzläberral ainzostofen!

    Frragt mal de Genossen von da MLDP!

    LOL: http://hitlerizer.sarento.de/index.php

  42. 11.12.2009 | 18:20

    @Boche:

    Statler in Schuluniform ist übrigens ein Gedanke, der mich etwas beschäftigt…

    wtf?

    Wenn das jetzt momo oder meine Wenigkeite gesagt hätten, dann hätte man uns wohl einen ungewöhnlichen Fetisch unterstellt, aber bei Dir?

  43. Neoliberaler
    11.12.2009 | 19:51

    “Aber vielleicht solche Grünen.”

    Ja nur nähert sich leider die FDP den Grünen an und nicht anders herum.

    “Das magst du gerne tun, aber Ergebnisse als Absichten auszugeben, ist reine Polemik.”

    Du unterstellst hier einfach Sachen, die gar nicht stimmen. Ich gebe nicht Ergebnisse als Absichten aus, sondern Ergebnisse als Ergebnisse. Dass ich die FDP an ihren Ergebnissen messe und nicht an ihren Absichten, ist natürlich unglaublich naiv von mir. Wie kann ich nur so dumm sein? Absichtserklärungen sind doch nun mal das wesentliche im Leben und nicht reale Ergebnisse. Also entschuldige bitte meine unglaubliche Naivität.
    P.S. Was immer der inflationär gebrauchte Begriff “Polemik” für dich auch bedeuten mag, als Argumentersatz sieht es verdammt erbärmlich aus. Noch peinlicher wäre es eigentlich nur noch, wenn sich ein selbsternannter “Zyniker” über “Polemik” beschweren würde…

  44. Boche
    11.12.2009 | 20:38

    @Karsten

    Die Art der gedanklichen Beschäftigung mag sich vielleicht etwas unterscheiden. ;-)

  45. 11.12.2009 | 23:06

    Ich gebe nicht Ergebnisse als Absichten aus, sondern Ergebnisse als Ergebnisse.

    Ich bin auch für verschärfte Maßnahmen gegen Kriminalität und Terrorismus. Beim SWIFT-Abkommen liege ich damit sogar ganz auf FPD-Linie

    Welche Note in widerspruchsfreier Argumentation würdest du dir selbst hier geben?

    “Polemik” ist hier keine Anklage, sondern eine Feststellung. Man könnte sich auch andere Begriffe einfallen lassen für eine Verfälschung durch die bewusste Missachtung der Tatsache, dass die FDP nicht allein regiert und auch nicht den Innenminister stellt, der die Stimme im Ministerrat hatte.

  46. Neoliberaler
    12.12.2009 | 0:48

    “Welche Note in widerspruchsfreier Argumentation würdest du dir selbst hier geben?
    Polemik ist hier keine Anklage, sondern eine Feststellung. Man könnte sich auch andere Begriffe einfallen lassen für eine Verfälschung durch die bewusste Missachtung der Tatsache, dass die FDP nicht allein regiert und auch nicht den Innenminister stellt, der die Stimme im Ministerrat hatte.”

    Ich seh hier keine Widerspruch. Der dritte Satz ist ja offensichtlich sarkastisch gemeint. Wenn du das mit “Polemik” meinst, ist es ja in Ordnung. Aber natürlich hat das ganze auch einen wahren Kern (das ist ja der Witz bei Sarkusmus). Denn wenn der FDP das SWIFT-Abkommen wirklich so wichtig gewesen wäre, hätte sie es blockieren können. Nur Westerwelle wollte halt nicht und Leutheusser-Schnarrenberger hat noch nicht mal mit Rücktritt gedroht wie sie das sonst immer macht.
    Ich bin jedenfalls froh, dass es entgegem allem Populismus doch so gekommen ist. Die FDP sollte auch nicht vergessen, dass sie nur durch konservative Wechselwähler so stark wurde. Die sind meiner Meinung nach an einer guten Wirtschafts- und Steuerpolitik interesssiert und nicht unbedingt an sowas. Das wird zwar eventuell auch abgelehnt, aber es ist nicht DER Wahlgrund.

Bad Behavior has blocked 1090 access attempts in the last 7 days.