23. Dezember 2009
Wirklich nur ein Sparparadox?
Die Schweizer Monatshefte weisen mich diesen Monat auf folgenden Eintrag hin:
Julika, Freilich
Denkaufgabe: Keynes’ Sparparadox
27. Nov. 2009
Im Jahr 2008 geht X jeden Abend auswärts essen. 2009 verschlechtert sich seine wirtschaftliche Lage und X beschliesst, sein Geld lieber zu sparen und zu Hause zu essen. Dies zerstört das Einkommen des Wirts. Der Wirt muss nun, will er weiterhin sein Lokal betreiben wie bisher, Geld von seinem Sparkonto abheben. Also führt der Rückgang des Konsums (in wirtschaftlich schweren Zeiten) nicht zu vermehrtem Sparen. (X spart zwar, der Wirt spart dementsprechend jedoch weniger.) Im Gegenteil, es wird Einkommen zerstört, weil nicht nachgefragt wird. Also, Lösung: gebt X einen Stimulus. Wer findet den Fehler? Edit: Man widerlege die Argumentation bitte so, dass auch ein Zweitklässler, pardon: Politiker sie versteht. Ganz so einfach ist das nicht.
Ich habe daraufhin die Diskussion unter diesem Beitrag verfolgt und halte sie für reichlich dürftig. Gibt es denn außer mir keinen, dem zu diesem Szenario sofort das Stichwort “Globalisierung” einfällt?
Verfasst von Rayson um 21:44 Uhr in der Kategorie Grundsatzfragen,Politik,Wirtschaft,Wirtschaftspolitik (Trackback)
22 Kommentare