Southpark? Nein, Oslo.

Klingt wie ein Witz, ist aber wohl Ernst: Ankündigungs- und Schönsprechpräsident Obama bekommt den Friedensnobelpreis. Wahrscheinlich als Trost für die verpatzte Olympiabewerbung.

Unter den Nobelpreisen ist der für den Frieden wohl der lächerlichste.

Meine Einschätzung wird weitgehend sogar in der SZ geteilt.

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32 Kommentare zu “Southpark? Nein, Oslo.”

  1. Klaus 
    9.10.2009 | 14:30

    Hach, der Stachel im Fleisch von AWMs ;-)

  2. 9.10.2009 | 14:34

    viel kann man leider nicht sagen… hab ‘s auch nicht glauben wollen – naja… irgendwann wird es einen höher dotierten und weiser vergebenen Preis geben, dann verliert der Nobelpreis vielleicht seine Bedeutung

  3. dirk
    9.10.2009 | 14:38

    Auf die kommende South Park Folge freue ich mich aber um so mehr :-)

  4. 9.10.2009 | 14:40

    @Klaus

    Obamas Hautfarbe interessiert mich nicht.

  5. 9.10.2009 | 15:14

    [...] Der Kommentar in der Süddeutschen Zeitung fällt ebenfalls vernichtend aus. Bissige Liberale und Konservative [...]

  6. 9.10.2009 | 15:16

    [...] Der Kommentar in der Süddeutschen Zeitung fällt ebenfalls vernichtend aus. Bissige Liberale und Konservative [...]

  7. 9.10.2009 | 15:28

    Seien wir fair: Arafat hat den Nobelpreis auch erhalten. Da macht ein Obama auch nicht mehr die Butter fett.

  8. R.A.
    9.10.2009 | 15:36

    Es ist ja immer ein Warnsignal, wenn man mit einem SZ-Kommentar übereinstimmt.
    Hier aber ist das weitgehend richtig.

    Aber die Juroren in Oslo haben ja schon in den vergangenen Jahren bewiesen, daß sie ziemlich durchgeknallt sind.

    1994 Arafat war zwar auch fragwürdig – aber da konnte man noch akzeptieren, daß man durch Auszeichnung aller Vertragsparteien dem Oslo-Prozeß mehr Schwung geben wollte.

    2001 an UN/Annan war dann schon deutlich peinlich. Zu diesem Zeitpunkt war die UN schon ziemlich in Richtung korrupte Unfähigkeit gekippt und hatte ihre Grundwerte ziemlich komplett über Bord geworfen.

    2002 an Carter war auch sehr fragwürdig, insbesondere weil die Begründung im Kern nur lautete: “Das ärgert Bush”.

    Auch 2005 wurden mit dem blinden Baradei linke Tagespolitik betrieben, noch stärker 2007 mit Al Gore.

    Und jetzt kommt der Messias – damit ist der Preis endgültig ruiniert.

  9. Heinz
    9.10.2009 | 15:48

    Eine Schande dass so ein sozialistischer Schönwetterpräsident einen Friedensnobelpreis bekommt. Wirklich erbärmlich wie die linksgrün-gutmenschelnden Norweger immer wieder versuchen sich in die amerikanische Politik einzumischen.

  10. Chinaski
    9.10.2009 | 16:17

    Als besonders verstörend finde ich, dass eine Nominierung für den Friedensnobelpreis bis zum 01. Februar erfolgen muss, und Obama wurde am 20. Januar Präsident. Was hat er denn in der einen Woche Nobelpreisverdächtiges bewirkt, was ich nicht so ganz mitbekommen habe? Nicht- Bush-sein und gewählt werden ist jetzt nicht so bemerkenswert.

    Cheers,
    Chinaski

  11. 9.10.2009 | 16:40

    Kann man sich eigentlich selbst nominieren?

  12. Max
    9.10.2009 | 17:05

    Joa, ist wohl der lächerlichste, liegt aber wohl auch daran, dass die anderen Preise (exception: Literaturnobelpreis):

    a) nicht politisch sind.
    b) quantifizierbare Ergebnisse haben

    Meistens gibt es hier nur Meinungsverschiedenheiten unter Experten, die sich darum streiten wer auf dem Feld jetzt eigentlich was entdeckt hat. Beim Friedenspreis ist das natürlich alles nicht so einfach. ABer ich kann es beim besten Willen nicht verstehen, wie irgendein Politiker oder Führer einer Nation den Friedensnobelpreis bekommen kann! Jeder der in einem Land Präsident ist, ist auch mitverantwortlich dafür was sein Land macht. Und wenn es Krieg führt, dann ist ein Friedensnobelpreis unter keinen Umständen gerechtfertigt…

  13. Heinz
    9.10.2009 | 17:25

    Woodrow Wilson hat auch einen Friedensnobelpreis bekommen obwohl er die USA mit in den 1. WK zog. Ein Krieg der Freiheit, Frieden und Demokratie fördert wie die Invasion Europas 1944 unter FD Rossevelt oder die weitsichtige Befreiung des afghanischen und irakischen Volkes unter dem zu Unrecht verhassten Bush ist durchaus auch eine diskutable Leistung, die mit einem Nobelpreis ausgezeichnet werden könnte.

  14. 9.10.2009 | 19:40

    Mit dem Friedensnobelpreis wird aktive Politik betrieben. Offenbar will das Komitee einen Angriff auf den Iran verhindern. Die Frage ist, ob sich der Messias davon beeinflussen lässt.

  15. JMQ
    9.10.2009 | 22:06

    @Max
    Auch der Wirtschaftsnobelpreis wird mehr nach Gesinnung als nach Leistung vergeben. Krugmanns größte “Leistung” ist jedenfalls seine politisch correcte Anti-Bush Haltung, die er eifrig in die Welt hinaus bloggt.

  16. Herbert
    9.10.2009 | 22:46

    Preise und Märkte:

    Ich war zunächst auch platt, dass Barack Obama den Friedensnobelpreis erhält. Wofür denn außer für Hoffnungen und Ankündigungen? Ein absurder Preis!

    Dann habe ich mich aber auf meine 3 ökonomischen Grundwahrheiten besonnen, und es ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen:
    Es gibt keine absurden Preise, denn Preise sind immer berechtigt, sobald sie jemand zahlt, äh, vergibt. Woran liegt es, dass das passiert? Der Marktteilnehmer Barack hat ein konkurrenzloses Produkt (netter und schlauer US-Präsident), für das es eine gewaltige globale Nachfrage gibt. Deshalb kann er fast jeden Preis dafür bekommen. Verantwortlich für die Nachfrage sind die globalen Verbraucher. Schuld an seinen absurden Preisen ist aber einzig und allein die unfähige Konkurrenz! Ohne Rücksicht auf Verluste hat sie jahrelang ihren Ladenhüter (häßlicher und dummer US-Präsident) angeboten, ohne auf die Kundenbedürfnisse in irgendeiner Weise einzugehen. Sie dachten, es gäbe keine Konkurrenz und der Kunde müsse es hinnehmen, dass er schlecht behandelt wird und ein mieses Produkt bekommt. So kam es, dass Barack mit einem nur leicht verbesserten Produkt jeden Preis nehmen kann. Das ist zwar ungerecht, aber marktwirtschaftlich völlig in Ordnung. Nur linke Trottel stellen bei sowas die Gerechtigkeitsfrage und ärgern sich darüber, dass jemand mit nix unverschämte Preise kassieren kann, während schon der nächste mit einem nur unwesentlich schlechteren Produkt nix mehr bekommt. Sie bedrohen damit die Effizienz des Marktes.

    Nachdem ich mir das klargemacht habe, kann ich beruhigt ins Bett gehen. Meine 5 ökonomischen Grundwahrheiten haben mir nämlich erlaubt, mit fast nix jede Inkongruenz zwischen meinem (falschen) Bewusstsein und der Realität zu beseitigen! Der Preis für Barack geht völlig in Ordnung! Natürlich kann ihn schon nächstes jahr ein ganz anderer für nix und wieder nix bekommen. Dann wird Barack darben. Das ist dann auch OK, und ich kann es mir weiter auf meinen 7 ökonomischen Grundwahrheiten bequem machen.

  17. Paradin
    10.10.2009 | 0:15

    Der Preis ist lächerlich und wird am Ende der Amtszeit von Obama besonders gründlich ins lächerliche gezogen.

    Das ist doch erfreulich.

  18. 10.10.2009 | 0:37

    Leute macht halblang. Entscheidend ist, was Nobel wollte. Und der wollte, daß sich einflußreiche Politiker kriegführender Parteien zusammensetzen und über Frieden reden.
    Und wer das tut,kriegt den Preis, ganz egal, wie die Resultate aussehen oder welche Absichten gehegt werden. Nobel konnte sich eh nicht vorstellen, daß es in der Praxis eine Außenpolitik ohne ständigen Krieg geben könnte. Er wollte die Teilnahme an Konferenzen belohnen.

    Obama hat als POTUS mal locker eine Welt ohne Kernwaffen versprochen.
    Das mußte den Friedensnobelpreis geben.

  19. 10.10.2009 | 8:35

    Toll das Ihr das auch so negativ seht. Als ich das hörte dachte ich an einen schlechten Aprilscherz. Nein es ist ernst. Wahnsinn…

  20. 10.10.2009 | 9:17

    Vielleicht sollte ich es mit diesen Nobelpreisen halten wie mit dem “Spiel des Jahres”. Zur Kenntnis nehmen, ignorieren und sich an den Fakten orientieren.

    Jeder Preis hat nur die Bedeutung, die wir ihm geben.

    Auch schön: SpOn über so manche Fehlgriffe und Eigeninteressen der Preisvergeber: “Brutale Effekte und Bluff”

  21. 10.10.2009 | 10:03

    In letzter Instanz hat sich Oslo damit selbst ins Knie geschossen, weil sie den Obama-Kritikern eine Steilvorlage geliefert haben: Obama wird jetzt mehr denn je als der pazifistische Pseudo-Europäer wahrgenommen. Jetzt steht er in einer Reihe mit Carter und Gore, das wird ihm kaum zum Vorteil gereichen.

    Seinen Gesundheitsreformplänen wird das kaum helfen und in der Außenpolitik wird er jetzt gezwungen sein zu zeigen, dass er ein “amerikanischer” Präsident ist und kein “europäischer”.

    Ob das in Form einer militärischen Intervention, durch die Offenhaltung von Guantanamo oder etwas ganz anderes geschehen wird, das bleibt abzuwarten. Aber mit der Vergabe des Nobelpreises und seiner Annahme durch Obama (nicht das ihm die Ablehnung geholfen hätte) haben sich beide Parteien geschadet. Ich gehe davon aus, dass dieser Nobelpreis Obama noch stärker in Richtung Falken treiben wird.

    @Heinz:

    die weitsichtige Befreiung des afghanischen und irakischen Volkes unter dem zu Unrecht verhassten Bush ist durchaus auch eine diskutable Leistung, die mit einem Nobelpreis ausgezeichnet werden könnte

    Da hat’s wohl jemand auf einen Humornobelpreis abgesehen, wa’?

  22. Heinz
    10.10.2009 | 11:20

    Nein, durchaus nicht. Warte mal 10, 20 Jahre, vielleicht siehts da unten dann ganz anders aus und der europäisch-trendige Bush-Hass ist längst vergessen – warum nicht. Natürlich nur, wenn dort unten dann das eingetreten ist, was man sich versprochen hat. Stabile Regierungen, Sicherheit, Demokratie, bürgerliche Freiheiten. Aktuell ist man davon weiter entfernt als jemals zuvor.

  23. lukas
    10.10.2009 | 16:50

    Och, nachdem der Chemie-Nobel mal wieder an Biologen gegangen ist, stört mich das auch nicht mehr sonderlich.

  24. 10.10.2009 | 19:18

    @lukas: Schon, ok, es gibt keinen Biologie-Nobelpreis. :-D

    Und irgendwie hat die Biochemie, Molekular- oder Zellbiologie auch wenig gemein mit der Biologie, die Nobel damals wahrgenommen hatte. Damals war das doch noch mehr beschreibend mit viel Taxonomie.

    Disclaimer: Ich bin Biologe. ;-)

  25. 10.10.2009 | 19:22

    Vielleicht haben Nordkorea, der Iran, die Hisbollah und die Hamas das Nobelkomittee unterwandert. ;-)

  26. DDH
    10.10.2009 | 23:30

    So gesehen könnte der Wirtschaftsnobelpreis an Bernie Madoff gehen. ;) Doch bei aller von mir im wesentlichen geteilten Obama-Kritik: Die Nobelpreise an Massenmörder wie Roosevelt, Wilson, Kissinger und Arafat waren lächerlicher.

  27. F.Alfonzo
    11.10.2009 | 1:24

    So gesehen könnte der Wirtschaftsnobelpreis an Bernie Madoff gehen.

    Nobelpreisträger: http://de.wikipedia.org/wiki/Long-Term_Capital_Management
    ;)

  28. FG
    12.10.2009 | 13:36

    Nö, der Wirtschaftsnobelpreis sollte an Quintus Puffnick gehen. leider ist er am Tag der Verleihung verhindert, so dass es wieder auf zwei langweilige richtige Wissenschaftler hinauslief.

  29. FG
    12.10.2009 | 13:45

    Ich schwöre, dass ich den Kommentar von Daniel beim A-Team erst jetzt gesehen habe…

  30. Die Stimme aus dem Off
    12.10.2009 | 20:51

    #
    DDH
    10.10.2009 | 23:30

    So gesehen könnte der Wirtschaftsnobelpreis an Bernie Madoff gehen. ;) Doch bei aller von mir im wesentlichen geteilten Obama-Kritik: Die Nobelpreise an Massenmörder wie Roosevelt, Wilson, Kissinger und Arafat waren lächerlicher.

    Ach, DDH, für den Kommentar könnte ich glatt schwul werden. Ich liebe Dich dafür. :-)

  31. 12.10.2009 | 21:47

    Seit ich den Quintus Pfuffnick auf meinem Blog am 09. Oktober erwähnt habe, schlagen bei mir ganz viele Zufallstreffer von Suchanfragen auf.

    Ich bin neidisch auf alle Studenten, die bei Greg Mankiw direkt Vorlesungen hören können;-)

  32. 13.10.2009 | 20:14

    @stefanolix: Die Vorlesungen müssen ziemlich gut sein, wenn die bloße Teilnahme schon für den Nobelpreis qualifiziert.

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