Pro-Market and Anti-Business

Pro Markt oder Pro Business? Es ist witzig, wie diesseits und jenseits des Atlantiks taggenau offensichtlich unabhängig voneinander plötzlich ähnliche Fragestellungen hochkommen.

Da wäre zum einen der Beitrag von Rainer Hank bei “Wirtschaftliche Freiheit”, der sich kritisch mit der Funktion der FDP auseinandersetzt, und zum anderen der von Arnold Kling in “Econlog”, der die Problematik mit einer einfachen Matrix veranschaulicht. Masonomics, wohin man schaut.

Hank:

Eine Wirtschaftspartei setzt sich für die Interessen der existierenden Unternehmen ein; eine Marktpartei setzt sich für den Wettbewerb ein, also die Interessen der potentiell entstehenden neuen Unternehmen und ihrer Arbeitsplätze.

Kling:

Pro-market and anti-business might seem like an odd combination. But those of us who oppose “too-regulated-to-fail” as a strategy for large financial firms and instead support making failure a viable option for any business might be put in that camp.

Ähnliche Beiträge


4 Kommentare zu “Pro-Market and Anti-Business”

  1. F.Alfonzo
    3.10.2009 | 2:52

    Eine Wirtschaftspartei setzt sich für die Interessen der existierenden Unternehmen ein;

    Schwachsinn: Eine Wirtschaftspatei (sofern sie diese Bezeichnung verdient hat) setzt sich für Wettbewerb ein; das ist ein himmelweiter Unterschied.
    Sich für die Interessen der existierenden Unternehmen einzusetzen, ist nix anderes als Interessengruppenpolitik. Die Probleme dieses Landes können durch existierende Unternehmen nicht gelöst werden, sondern nur durch Unternehmen, die neu gegründet werden.

    F.Alfonzo

  2. Milfweed
    3.10.2009 | 11:03

    @ F.Alfonzo

    ???
    Nichts anderes wird doch da behauptet.

  3. Gomez
    3.10.2009 | 11:37

    Alles sehr überzeugend, auch der referierte Artikel von Hank. Man kann statt Hank:

    Eine Wirtschaftspartei spricht nur die wenigen an; eine Marktpartei spricht potentiell alle an.

    jedoch mit dem selben Recht behaupten:

    Eine Wirtschaftspartei spricht nur die wenigen an; eine Marktpartei spricht potentiell keinen an.

    Denn auch das ist ein Problem aus dem Bereich dessen, was man sieht und was man nicht sieht. Man sieht gerettete Arbeitsplätze und liest davon in der Zeitung; man sieht nicht, wie eine reine Marktpolitik neue Arbeitsplätze ermöglicht. Man sieht das Sterben von Industriezweigen; man sieht nicht, wie dadurch der Strukturwandel begünstigt wird, wenn man sie sterben lässt. Und das betrifft nur die Sicht der Angestellten und Arbeiter. Die Sicht der Unternehmer auf eine Marktpolitik lässt sich am besten mit dem schönen Rockefeller-Zitat zusammenfassen: “Competition is a sin.”

  4. dirk
    3.10.2009 | 21:25

    Da stimme ich Gomez zu. Es ist das grundsätliche Problem einer Partei, die sich für ein Verfahren wie den Markt einsetzt und nicht für unmittelbar sichtbare Ziele.

    Ähnlich ist es ja auch beim Einsatz für Demokratie, Grund- und Bürgerrechte.

Bad Behavior has blocked 1091 access attempts in the last 7 days.