27. Juli 2009
Der Sieg der Neoliberalen
… zeigt sich z.B. im raubtierkapitalistischen Arbeitsrecht.
Verfasst von Rayson um 20:54 Uhr in der Kategorie Innenpolitik,Politik (Trackback)
18 Kommentare
… zeigt sich z.B. im raubtierkapitalistischen Arbeitsrecht.
Verfasst von Rayson um 20:54 Uhr in der Kategorie Innenpolitik,Politik (Trackback)
18 Kommentare
Dafür hat der Neoliberalismus bei den Managerboni gesiegt.
Also können wir jetzt klären klären, ob lebenlang arbeiten, um an die Million nicht mal im Ansatz ranzukommen wirklich wertvoller ist als ein Jahr arbeiten und zig Lebensgehälter von 40 Straßenfegern zu bekommen.
Derlei Urteile sind krasse Ausnahmen, die Realität sieht anders aus.
@Marc
Lass mich das nachvollziehen: Wenn die Person A mit der Person B einen Vertrag abschließt und diesen einhält, ist das ein Sieg des Neoliberalismus? Gegen wen hat er denn dann gewonnen – gegen die Willkür vielleicht?
@Buenavista
Klar doch.
Sicher, sicher. Illiberale Gesetze, die Topmanager und ihre Gehälter vor allzu eifrigen Investoren (vulgo Heuschrecken) schützen, gibt’s in Deutschland nicht. Weiter im Text.
@Rayson
Ich bitte um weitere Urteile dieser Art.
Es dürfte sehr wenige geben.
Was die Gehälter der Topmanager betrifft, so interessieren die mich erst, wenn sie beginnen, direkt oder indirekt meinen Geldbeutel berühren.
Wenn also “Topmanager” aufgrund ihrer Gehaltstruktur ein Interesse daran haben, zum eigenen Vorteil ein “systemrelevantes” Unternehmen in den Ruin zu treiben, das dann mit Steuergeldern gerettet werden muss, dann geht mich das was an, und für diese Fälle sollte es ein Clawback des Steuerzahlers geben.
Das dauernde Zuspätkommen des Straßenkehrers berührt direkt die Geldbeutel der Gebühren- und Steuerzahler aus der Kommune, in der er arbeitet. Die bezahlen ihn nämlich.
Den arbeitslosen Straßenkehrer aber auch
Der Nutzen eines solchen Straßenkehrers dürfte sich in engen Grenzen gehalten haben. Ich denke, bei einem solchen Verhalten ist die Kündigung einfach unumgänglich. Wenn man nicht reagiert, kommt die ganze Truppe erst um halb zehn zur Arbeit.
Übrigens sind Arbeitsplätze bei kommunalen Stadtreinigungen (öffentlicher Dienst) in manchen Städten ziemlich gefragt. In Berlin gibt es z.B. wesentlich mehr Bewerber als Arbeitsplätze.
@Rayson: Na, wenn das eine gelebter Rechtsstaat ist, dann ist es das andere aber auch. Wozu posten wir hier überhaupt?
Der Sieg der “Neoliberalen” zeigt sich darin, dass solche Summen und Bonussysteme in Verträge reinkommen.
Ich sehe immer noch einen Zusammenhang mit im Zuge des “Neoliberalismus” gesenkten Spitzensteuersätzen:
Die Welt, 6. Dezember 2007 Noch bis Anfang der 80er-Jahre waren das Phänomen der exorbitanten Managergehälter und die öffentliche Aufregung darüber in den USA weitgehend unbekannt. Das lag am Steuersystem. So galt bis 1964 ein Gesetz, wonach der Staat für jeden Dollar Einkommen über die Grenze von 400 000 Dollar hinaus satte 91 Prozent Steuern verlangte. Bis 1981 wurden immerhin noch bis zu 70 Prozent fällig. Danach senkten Politiker die Spitzensteuersätze und höhere Gehälter wurden für die potenziellen Empfänger erst attraktiv. Sie forderten mehr Geld, und die Verwaltungsräte genehmigten es.
Aber ist ja auch gelebter Rechtsstaat, und sogar demokratisch beschlossen worden.
Topmanager sind das Eine, Strassenkehrer sind das Andere.
Ich finde die Aufregung in der FAZ wie auch hier etwas übertrieben; als ob so ein Strassenkehrer zum Untergang des Kapitalismus und der freien Gesellschaft beitragen würde, nur weil sein Arbeitgeber eine Schnarchnase ist und irgendwelchen Abmahnungen keine Konsequenzen folgen liess bzw. der Strassenkehrer schlichtweg nicht verstanden hat um was es geht.
Nicht alle sind intellektuellen Diskussionen zugetan.
Wenn man nicht reagiert, kommt die ganze Truppe erst um halb zehn zur Arbeit.
Diese ungezogenen Lümmels aber auch
@Marc:
Ich sehe immer noch einen Zusammenhang mit im Zuge des “Neoliberalismus” gesenkten Spitzensteuersätzen:
Das ist doch völlig unlogisch.
GERADE wenn die Steuern hoch sind müßten die “gierigen Manager” doch viel mehr Geld verlangen, damit netto noch was rumkommt.
Ich halte das zeitliche Zusammentreffen hier für völlig zufällig – sieht man auch daran, daß die Steuerentwicklung in anderen Ländern ja völlig anders war und trotzdem die Boni stiegen.
@R.A.: Da kommen wir nicht zusammen. Ich halte es nicht für zufällig. Und wenn “Die Welt” damit schon kommt …
Marc, Nicht alles, was in der Welt steht, sollte man für bare Münze nehmen
Hältst du es für unmöglich, dass Gesetze (wie oben zitiert), die Manager vor dem Unmut ihrer Anteilseigner schützen, maßgeblich zur Explosion der Gehälter beigetragen haben? Zufall war’s sicher nicht.
@Buenavista
> Den arbeitslosen Straßenkehrer aber auch
Finde ich ziemlich heftig, Deinen Einwand. Was soll die Konsequenz aus dieser Logik sein?
“Der 41-jährige Straßenreiniger ist seit 1990 bei einem städtischen Entsorgungsbetrieb in Rheinland-Pfalz beschäftigt. Seine Arbeitszeit beginnt um 06.00 Uhr, er erschien den Abmahnungen zufolge aber 15 Mal zu spät – einmal sogar erst um 11.27 Uhr. Zur Begründung erklärte er fast jedes Mal, er habe verschlafen.”
Der Mann ist also in 19 Jahren 15mal zu spät gekommen, also pro Jahr weniger als einmal
Hätte er mal den ganzen Tag geschwänzt und sich ein Attest besorgt…
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