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	<title>Kommentare zu: Wie man&#8217;s nicht macht</title>
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	<description>Bürger zur Sonne, zur Freiheit!</description>
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		<title>Von: Der Liberalismus im Konflikt der Interessen &#171; Rot steht uns gut</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43792</link>
		<dc:creator>Der Liberalismus im Konflikt der Interessen &#171; Rot steht uns gut</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 19:04:23 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Bissigen Liberalen sehen die Thematik differenzierter gegen&#252;ber und sprechen die Problematik [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Bissigen Liberalen sehen die Thematik differenzierter gegen&#252;ber und sprechen die Problematik [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43433</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 17:55:52 +0000</pubDate>
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		<description>Im &#252;brigen ist es auch nicht sehr schlau, den vern&#252;nftigen &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/blogs/8/142200&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Kompromissvorschlag abzulehnen, den Sanchez da so vorgelegt hat. Der kommt n&#228;mlich eigentlich allem entgegen, was die De-Facto-Regierung so will. Au&#223;er, dass der gew&#228;hlte Pr&#228;sident zur&#252;ckkehren darf und sein Amt bis zum Ende seiner Amtszeit aus&#252;ben darf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im &#252;brigen ist es auch nicht sehr schlau, den vern&#252;nftigen <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/142200" rel="nofollow">Kompromissvorschlag abzulehnen, den Sanchez da so vorgelegt hat. Der kommt n&#228;mlich eigentlich allem entgegen, was die De-Facto-Regierung so will. Au&#223;er, dass der gew&#228;hlte Pr&#228;sident zur&#252;ckkehren darf und sein Amt bis zum Ende seiner Amtszeit aus&#252;ben darf.</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43432</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 17:53:10 +0000</pubDate>
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		<description>@R.A.:
Das mit dem Schlafanzug ist ja nur das Sahneh&#228;ubchen. Man sollte einen Pr&#228;sidenten &lt;i&gt;&#252;berhaupt&lt;/i&gt; nicht au&#223;er Landes schaffen, wenn man ihm einen rechtsstaatlichen Prozess machen will. Ob nun im Schlafanzug, im Frack oder im Ballkleid, ist zweitrangig.

Der Link zum Thema &quot;Blutbad&quot; f&#252;hrt zu einem Artikel, in dem der Erzbischof Zelaya bittet, nicht zur&#252;ckzukommen, um ein Blutbad zu vermeiden. Das war das Interview, in dem sich der Kleriker auch zu der neuen Regierung bekannt und Chavez f&#252;r die Situation verantwortlich gemacht hat. Das Blutbad hat also sicherlich nicht die Opposition herbeigesehnt.

Pressefreiheit: Noch am Freitag hat die UNESCO Honduras aufgefordert, die Beschr&#228;nkungen der Pressefreiheit aufzuheben. Der Zustand dauert also an.

Obama: Auch, wenn Du den Herrn nicht leiden kannst (was ich jetzt einfach mal annehme) - er ist immer noch der gew&#228;hlte Pr&#228;sident des m&#228;chtigsten Staates der Erde und sicherlich derjenige, der die gr&#246;&#223;te milit&#228;rische Macht in Mittelamerika projizieren kann. Ihn zu beleidigen, noch dazu auf so d&#228;mliche Weise, und damit seine v&#246;llige Gleichg&#252;ltigkeit gegen&#252;ber internationaler Diplomatie unter Beweis zu stellen, war sicherlich kein guter Schachzug der Putschisten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@R.A.:<br />
Das mit dem Schlafanzug ist ja nur das Sahneh&#228;ubchen. Man sollte einen Pr&#228;sidenten <i>&#252;berhaupt</i> nicht au&#223;er Landes schaffen, wenn man ihm einen rechtsstaatlichen Prozess machen will. Ob nun im Schlafanzug, im Frack oder im Ballkleid, ist zweitrangig.</p>
<p>Der Link zum Thema &#8220;Blutbad&#8221; f&#252;hrt zu einem Artikel, in dem der Erzbischof Zelaya bittet, nicht zur&#252;ckzukommen, um ein Blutbad zu vermeiden. Das war das Interview, in dem sich der Kleriker auch zu der neuen Regierung bekannt und Chavez f&#252;r die Situation verantwortlich gemacht hat. Das Blutbad hat also sicherlich nicht die Opposition herbeigesehnt.</p>
<p>Pressefreiheit: Noch am Freitag hat die UNESCO Honduras aufgefordert, die Beschr&#228;nkungen der Pressefreiheit aufzuheben. Der Zustand dauert also an.</p>
<p>Obama: Auch, wenn Du den Herrn nicht leiden kannst (was ich jetzt einfach mal annehme) &#8211; er ist immer noch der gew&#228;hlte Pr&#228;sident des m&#228;chtigsten Staates der Erde und sicherlich derjenige, der die gr&#246;&#223;te milit&#228;rische Macht in Mittelamerika projizieren kann. Ihn zu beleidigen, noch dazu auf so d&#228;mliche Weise, und damit seine v&#246;llige Gleichg&#252;ltigkeit gegen&#252;ber internationaler Diplomatie unter Beweis zu stellen, war sicherlich kein guter Schachzug der Putschisten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lemmy Caution</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43422</link>
		<dc:creator>Lemmy Caution</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 21:13:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43422</guid>
		<description>BIP / Kopf (PPP)
Honduras: $4,400 (2008 est.)
Peru: $8,400 (2008 est.)
Costa Rica: $11,600 (2008 est.)
Chile: $14,900 (2008 est.)
Polen: $17,300 (2008 est.)
Deutschland: $34,800 (2008 est.)

(CIA World Factbook)

Honduras ist einfach ein sehr armes Land und das wirkt sich auf ziemlich vieles aus. 
Bin mal &#252;ber die chilenisch-peruanische Grenze gefahren. Jenseits gibts sichtbar mehr Armut. Und Honduras ist davon noch mal die H&#228;lfte. 
Bei aller Sympathie f&#252;r die Hondurenos, machen auf mich beide Kontrahenten als Politiker einen unterirdischen Eindruck.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>BIP / Kopf (PPP)<br />
Honduras: $4,400 (2008 est.)<br />
Peru: $8,400 (2008 est.)<br />
Costa Rica: $11,600 (2008 est.)<br />
Chile: $14,900 (2008 est.)<br />
Polen: $17,300 (2008 est.)<br />
Deutschland: $34,800 (2008 est.)</p>
<p>(CIA World Factbook)</p>
<p>Honduras ist einfach ein sehr armes Land und das wirkt sich auf ziemlich vieles aus.<br />
Bin mal &#252;ber die chilenisch-peruanische Grenze gefahren. Jenseits gibts sichtbar mehr Armut. Und Honduras ist davon noch mal die H&#228;lfte.<br />
Bei aller Sympathie f&#252;r die Hondurenos, machen auf mich beide Kontrahenten als Politiker einen unterirdischen Eindruck.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43419</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 09:00:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43419</guid>
		<description>Kleiner Nachtrag:
In unserer Lokalzeitung ist der Bericht eines Austauschsch&#252;lers zu lesen, der in Honduras vor Ort ist. 
Das halte ich erst einmal f&#252;r recht glaubhaft.

Er spricht einerseits von &quot;aggressiven Demonstranten&quot;, die &#246;ffentliche Geb&#228;ude besetzen, andererseits davon, da&#223; einige regierungskritische Sender immer noch nicht wieder senden d&#252;rfen.

Und Letzteres ist m. E. sehr schwerwiegend und diskreditiert die Regierung. 

Es ist auch von einer n&#228;chtlichen Ausgangssperre die Rede, aber das ist wohl eher akzeptabel.

Letztlich liegt Lemmy mit seinem &quot;Machtkampf innerhalb einer 5%-Oligarchie&quot; wohl nicht so falsch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kleiner Nachtrag:<br />
In unserer Lokalzeitung ist der Bericht eines Austauschsch&#252;lers zu lesen, der in Honduras vor Ort ist.<br />
Das halte ich erst einmal f&#252;r recht glaubhaft.</p>
<p>Er spricht einerseits von &#8220;aggressiven Demonstranten&#8221;, die &#246;ffentliche Geb&#228;ude besetzen, andererseits davon, da&#223; einige regierungskritische Sender immer noch nicht wieder senden d&#252;rfen.</p>
<p>Und Letzteres ist m. E. sehr schwerwiegend und diskreditiert die Regierung. </p>
<p>Es ist auch von einer n&#228;chtlichen Ausgangssperre die Rede, aber das ist wohl eher akzeptabel.</p>
<p>Letztlich liegt Lemmy mit seinem &#8220;Machtkampf innerhalb einer 5%-Oligarchie&#8221; wohl nicht so falsch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43418</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 17:54:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43418</guid>
		<description>So ganz &#252;berzeugen mich die von Karsten genannten Punkte ja nicht:

&lt;blockquote&gt;1. Man sollte den Pr&#228;sidenten nach seiner Verhaftung nicht in einem Schlafanzug au&#223;er Landes schaffen&lt;/blockquote&gt;
Erstens einmal haben wir f&#252;r die Geschichte mit dem Schlafanzug nur Zelaya selber als Quelle, und zweitens halte ich das f&#252;r recht nebens&#228;chlich.

&lt;blockquote&gt;2. F&#252;r den Fall, dass dieser zur&#252;ckkehren m&#246;chte, sollte man keine Vorbereitungen zu einem Blutbad treffen ...&lt;/blockquote&gt;
Das ist eine Behauptung der Zelaya-Anh&#228;nger, die in diesem Zusammenhang sehr den Eindruck machen, an einem medienwirksamen Blutbad interessiert zu sein.
Das Versperren der Landebahn halte ich erst einmal f&#252;r eine sehr defensive Ma&#223;nahme.

&lt;blockquote&gt; und sicherlich nicht auf Demonstranten schie&#223;en.&lt;/blockquote&gt;
Ist das noch eine &quot;Demonstration&quot;, wenn eine gewaltt&#228;tige Menge versucht den Flughafen zu st&#252;rmen?
Soweit ich mit an die Berichterstattung der Zelaya-freundlichen Medien wie taz etc. vor einer Woche erinnere, ging es da um Steinw&#252;rfe und das versuchte Einrei&#223;en der Z&#228;une.
Da&#223; die Sicherheitskr&#228;fte wohl in ganz Lateinamerika noch nicht die Feinheiten der bundesdeutschen Deeskalationstaktik draufhaben, hat wohl wenig mit der konkreten Situation in Honduras zu tun.

&lt;blockquote&gt;3. Man sollte darauf verzichten, die Pressefreiheit abzuschaffen und mi&#223;liebige Medien einfach zu schlie&#223;en.&lt;/blockquote&gt;
Da stimme ich Karsten nat&#252;rlich voll zu. Wobei ich unsicher bin, ob ein kurzzeitiges Sendeverbot w&#228;hrend einer Krisensituation schon eine &quot;Abschaffung der Pressefreiheit&quot; ist. Da m&#252;&#223;te man jetzt genauer pr&#252;fen, wie es inzwischen aussieht und ob es weiterhin solche Verbote gibt.

&lt;blockquote&gt;4. Auch andere Menschenrechte und Grundfreiheiten sollte man nicht abschaffen.&lt;/blockquote&gt;
Richtig. Wobei auch hier gilt: Zeitweise Einschr&#228;nkungen sind noch keine Abschaffung und geh&#246;ren zum Standardrepertoire auch in demokratischen und rechtsstaatlichen L&#228;ndern.

&lt;blockquote&gt;4. Man sollte die ordentlich gew&#228;hlten Pr&#228;sidenten anderer Staaten nicht als “Negerchen” bezeichnen (oder sonstwie beleidigen), wenn man auf ihre Unterst&#252;tzung hofft.&lt;/blockquote&gt;
Kann man denn noch auf Unterst&#252;tzung - oder auch nur faire Behandlung - hoffen, wenn dieser Pr&#228;sident so schnell und so deutlich Zelaya unterst&#252;tzt?

Derselbe Pr&#228;sident &#252;brigens, der die Demonstranten im Iran nur sehr sp&#228;t und sehr zur&#252;ckhaltend unterst&#252;tzt hat.
Ich w&#252;rde zwar die in der Region offenbar noch &#252;blichen rassistischen Beleidigungen nicht verwenden - ansonsten fallen mir zu Obama immer mehr nur Bezeichnungen ein, die dieser wohl als Beleidigung empfinden w&#252;rde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So ganz &#252;berzeugen mich die von Karsten genannten Punkte ja nicht:</p>
<blockquote><p>1. Man sollte den Pr&#228;sidenten nach seiner Verhaftung nicht in einem Schlafanzug au&#223;er Landes schaffen</p></blockquote>
<p>Erstens einmal haben wir f&#252;r die Geschichte mit dem Schlafanzug nur Zelaya selber als Quelle, und zweitens halte ich das f&#252;r recht nebens&#228;chlich.</p>
<blockquote><p>2. F&#252;r den Fall, dass dieser zur&#252;ckkehren m&#246;chte, sollte man keine Vorbereitungen zu einem Blutbad treffen &#8230;</p></blockquote>
<p>Das ist eine Behauptung der Zelaya-Anh&#228;nger, die in diesem Zusammenhang sehr den Eindruck machen, an einem medienwirksamen Blutbad interessiert zu sein.<br />
Das Versperren der Landebahn halte ich erst einmal f&#252;r eine sehr defensive Ma&#223;nahme.</p>
<blockquote><p> und sicherlich nicht auf Demonstranten schie&#223;en.</p></blockquote>
<p>Ist das noch eine &#8220;Demonstration&#8221;, wenn eine gewaltt&#228;tige Menge versucht den Flughafen zu st&#252;rmen?<br />
Soweit ich mit an die Berichterstattung der Zelaya-freundlichen Medien wie taz etc. vor einer Woche erinnere, ging es da um Steinw&#252;rfe und das versuchte Einrei&#223;en der Z&#228;une.<br />
Da&#223; die Sicherheitskr&#228;fte wohl in ganz Lateinamerika noch nicht die Feinheiten der bundesdeutschen Deeskalationstaktik draufhaben, hat wohl wenig mit der konkreten Situation in Honduras zu tun.</p>
<blockquote><p>3. Man sollte darauf verzichten, die Pressefreiheit abzuschaffen und mi&#223;liebige Medien einfach zu schlie&#223;en.</p></blockquote>
<p>Da stimme ich Karsten nat&#252;rlich voll zu. Wobei ich unsicher bin, ob ein kurzzeitiges Sendeverbot w&#228;hrend einer Krisensituation schon eine &#8220;Abschaffung der Pressefreiheit&#8221; ist. Da m&#252;&#223;te man jetzt genauer pr&#252;fen, wie es inzwischen aussieht und ob es weiterhin solche Verbote gibt.</p>
<blockquote><p>4. Auch andere Menschenrechte und Grundfreiheiten sollte man nicht abschaffen.</p></blockquote>
<p>Richtig. Wobei auch hier gilt: Zeitweise Einschr&#228;nkungen sind noch keine Abschaffung und geh&#246;ren zum Standardrepertoire auch in demokratischen und rechtsstaatlichen L&#228;ndern.</p>
<blockquote><p>4. Man sollte die ordentlich gew&#228;hlten Pr&#228;sidenten anderer Staaten nicht als “Negerchen” bezeichnen (oder sonstwie beleidigen), wenn man auf ihre Unterst&#252;tzung hofft.</p></blockquote>
<p>Kann man denn noch auf Unterst&#252;tzung &#8211; oder auch nur faire Behandlung &#8211; hoffen, wenn dieser Pr&#228;sident so schnell und so deutlich Zelaya unterst&#252;tzt?</p>
<p>Derselbe Pr&#228;sident &#252;brigens, der die Demonstranten im Iran nur sehr sp&#228;t und sehr zur&#252;ckhaltend unterst&#252;tzt hat.<br />
Ich w&#252;rde zwar die in der Region offenbar noch &#252;blichen rassistischen Beleidigungen nicht verwenden &#8211; ansonsten fallen mir zu Obama immer mehr nur Bezeichnungen ein, die dieser wohl als Beleidigung empfinden w&#252;rde.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lemmy Caution</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43405</link>
		<dc:creator>Lemmy Caution</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 21:39:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43405</guid>
		<description>Das ist ohnehin der Machtkampf einer 5% Oligarchie und keiner dieser beiden Kontrahenten scheint irgendeine sichtbare Vision f&#252;r das Land zu haben. Bei der Geburtenrate und den Wirtschaftsdaten stell ich mir das auch sicher nicht so einfach. 
Die Verhandlungsl&#246;sung in Costa Rica halte ich f&#252;r ziemlich ok. Es kann Zeit gewonnen werden und im Oktober gibts dann Neuwahlen. Zelaya ist ja nicht als chavistischer Kandidat gew&#228;hlt worden. Nun wirds aber einen Wegen. 
Die Wege der Entwicklung sind aber sowieso verschlungen und unergr&#252;ndlich. Aus Schlechten kann Gutes entstehen und aus Gutem Schlechtes. 
Letztlich haben sich Costa Rica, Chile, Peru, Mexiko und die USA mit der Verhandlungsl&#246;sung durchgesetzt. 
Chavez fordert: 
- einen totalen Handelsboykott durch ... die USA
- ein milit&#228;risches Eingreifen durch ... die USA
Als w&#228;r Obama der Vizepr&#228;sident seiner bolivarischen Republik. ja ja ja. 
Daneben beschwert er sich, dass er sich eigentlich Bush zur&#252;ckw&#252;nscht, weil Obama w&#228;r nicht wirklich &quot;El Imperio&quot;. Weder Fisch noch Fleisch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ohnehin der Machtkampf einer 5% Oligarchie und keiner dieser beiden Kontrahenten scheint irgendeine sichtbare Vision f&#252;r das Land zu haben. Bei der Geburtenrate und den Wirtschaftsdaten stell ich mir das auch sicher nicht so einfach.<br />
Die Verhandlungsl&#246;sung in Costa Rica halte ich f&#252;r ziemlich ok. Es kann Zeit gewonnen werden und im Oktober gibts dann Neuwahlen. Zelaya ist ja nicht als chavistischer Kandidat gew&#228;hlt worden. Nun wirds aber einen Wegen.<br />
Die Wege der Entwicklung sind aber sowieso verschlungen und unergr&#252;ndlich. Aus Schlechten kann Gutes entstehen und aus Gutem Schlechtes.<br />
Letztlich haben sich Costa Rica, Chile, Peru, Mexiko und die USA mit der Verhandlungsl&#246;sung durchgesetzt.<br />
Chavez fordert:<br />
- einen totalen Handelsboykott durch &#8230; die USA<br />
- ein milit&#228;risches Eingreifen durch &#8230; die USA<br />
Als w&#228;r Obama der Vizepr&#228;sident seiner bolivarischen Republik. ja ja ja.<br />
Daneben beschwert er sich, dass er sich eigentlich Bush zur&#252;ckw&#252;nscht, weil Obama w&#228;r nicht wirklich &#8220;El Imperio&#8221;. Weder Fisch noch Fleisch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43403</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 18:16:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43403</guid>
		<description>Wie gesagt: Wenn das Parlament und/oder der oberste Gerichtshof (je nachdem, wie das nun genau in Honduras geregelt ist), den Pr&#228;sidenten verhaften und ihm ein ordentliches Verfahren machen, dann finde ich das durchaus okay. Die spezifische Art und Weise, wie das hier abgelaufen ist, ist aber mehr als suspekt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gesagt: Wenn das Parlament und/oder der oberste Gerichtshof (je nachdem, wie das nun genau in Honduras geregelt ist), den Pr&#228;sidenten verhaften und ihm ein ordentliches Verfahren machen, dann finde ich das durchaus okay. Die spezifische Art und Weise, wie das hier abgelaufen ist, ist aber mehr als suspekt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jopa</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43400</link>
		<dc:creator>jopa</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 21:20:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43400</guid>
		<description>@ Karsten:

&quot;Ich brauch da nicht gro&#223; diskutieren: Nein.&quot;

Und was unternimmst Du, wenn genau das zu passieren droht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Karsten:</p>
<p>&#8220;Ich brauch da nicht gro&#223; diskutieren: Nein.&#8221;</p>
<p>Und was unternimmst Du, wenn genau das zu passieren droht?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lemmy Caution</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43399</link>
		<dc:creator>Lemmy Caution</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 20:59:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43399</guid>
		<description>Rayson, 

fuerzas armadas = armed forces. 

ich bin da sehr zwiesp&#228;ltig. Der chavistische Drang neue Verfassungen zu erstellen ist eindeutig eine sehr alte Tradition in der Geschichte der lateinamerikanischen Republiken. Nirgendwo wurden so viele Verfassungen geschrieben wie dort. 

Selbst der eher konservativ-liberale Mercurio (Chile) benutzt in der Berichterstattung den Begriff &quot;golpe militar&quot; und das bedeutet eben Putsch. Es ist dort btw. kein wirklich gro&#223;es Thema, da man Honduras ohnehin nicht besonders ernst nimmt. 

Jeder Milit&#228;rputsch kann sich als H&#252;ter der Verfassung legitimieren. Das &#246;ffnet aber einen Weg der nicht gut ist. Es gab einfach zu viele Milit&#228;rputsche in der Region mit inakzeptablen Folgen.
 
Rechtsstaatlichkeit ist ohnehin etwas, das langsam wachsen mu&#223;. Chile hat beispielsweise eine sehr lange Tradition der Gesetzestreue der Politiker und der Polizei. Gleichzeitig halten sich Chilenen als Weltmeister im Umgehen von Gesetzen. Alejandra Matus hat in ihrem vielbeachteten &quot;El libro negro de la justicia chilena&quot; (Schwarzbuch der Chilenischen Justiz, afaik nicht &#252;bersetzt) gezeigt, dass es immer eine Klassen-Justiz war. Die Frau mu&#223;te 1999, 10 Jahre nach Wiedereinf&#252;hrung der Demokratie unter einem Sozialdemokratischen Pr&#228;sidenten, in die USA fliehen. Der f&#252;r die Pflege der Rechtsstaatlichkeit verantwortliche Justizaparat fand ihr sachliches und von mir gelesene Buch einfach &quot;too much&quot;.  
http://www.idrc.ca/en/ev-116876-201-1-DO_TOPIC.html

S&#252;damerika ist nicht Deutschland. Wir haben - trotz aller Probleme - eine recht gefestigte Gesellschaft. Zelaya ist nat&#252;rlich auch keine L&#246;sung. Nur mu&#223; es halt Wahlen geben, in der alle politischen Richtungen auf dem Wahlzettel stehen. Wenn die einen linken Autokraten w&#228;hlen, bringt das zumindest eine gewisse Dynamik in das Land, aus der ein Lernproze&#223; entstehen kann. 

Das Milit&#228;r der lateinamerikanischen Staaten zieht nach meiner Einsch&#228;tzung nicht gerade die intelligentesten Bestandteile der jeweiligen Gesellschaften an. Ich seh das als ein wenig problematisch an, die als H&#252;ter der Verfassung zu verkl&#228;ren. Zumindest f&#252;hrt &quot;H&#252;ter der Verfassung&quot; zu mehr Selbstbeschr&#228;nkung als &quot;Ausrotter des Kommunismus in Nuestra América (unserem Amerika) oder &quot;Salvador de la Patria&quot; (Retter des Vaterlandes). Und so Putsch light agiert dieser Putsch auch. Parallelen zu Ereignissen im Cono Sur der 70er sehe ich nicht.  

&lt;blockquote&gt;
5. Man sollte schlie&#223;lich weder mit einem Krieg noch einem B&#252;rgerkrieg drohen, auch dann nicht, wenn ein bekannter hitzk&#246;pfiger Spinner wie Chavez damit anf&#228;ngt.
&lt;/blockquote&gt;
Sehr richtig. Als Chávez nach dem Raul Reyes Laptop in seiner Fernsehshow laut die Verlegung von Truppen an die kolumbianische Grenze ausrief, weigerte sich Alvaro Uribe kolumbianische Truppen an die venezoelanische Grenze zu verlegen. Die venezoelanischen Truppen kamen auch nie an der Grenze an. Chávez ist aber aus meiner Sicht kein Hitzkopf sondern ein k&#252;hl kalkulierender und inzwischen sehr erfahrener Machtpolitiker, dessen Ressourcen beschr&#228;nkt sind wie seine Neigung zum trash talk grenzenlos ist.  

Im Jahr 2000 wurd in Ecuador &#252;brigens eine liberale Regierung durch einen linken Milit&#228;rputsch gest&#252;rzt. Damals hat sich kein Mensch aufgeregt. 

Liberale sollten es auch einfach lassen, Pin8 irgendwie zu rechtfertigen, obwohl in der Zeit die wirtschaftlichen Spielregeln gereift sind. Das war in dem anderen Thread hier. Der Putsch hatte neben den Greueltaten negative psychologische Auswirkungen, von der sich die Gesellschaft langsam erholt. Mir ist das Ausma&#223; der Zerst&#246;rung der Leben v.a. der zwischen 1940 und 1955 geborenen erst sehr sp&#228;t klar geworden. 

Gru&#223; Lemmy</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Rayson, </p>
<p>fuerzas armadas = armed forces. </p>
<p>ich bin da sehr zwiesp&#228;ltig. Der chavistische Drang neue Verfassungen zu erstellen ist eindeutig eine sehr alte Tradition in der Geschichte der lateinamerikanischen Republiken. Nirgendwo wurden so viele Verfassungen geschrieben wie dort. </p>
<p>Selbst der eher konservativ-liberale Mercurio (Chile) benutzt in der Berichterstattung den Begriff &#8220;golpe militar&#8221; und das bedeutet eben Putsch. Es ist dort btw. kein wirklich gro&#223;es Thema, da man Honduras ohnehin nicht besonders ernst nimmt. </p>
<p>Jeder Milit&#228;rputsch kann sich als H&#252;ter der Verfassung legitimieren. Das &#246;ffnet aber einen Weg der nicht gut ist. Es gab einfach zu viele Milit&#228;rputsche in der Region mit inakzeptablen Folgen.</p>
<p>Rechtsstaatlichkeit ist ohnehin etwas, das langsam wachsen mu&#223;. Chile hat beispielsweise eine sehr lange Tradition der Gesetzestreue der Politiker und der Polizei. Gleichzeitig halten sich Chilenen als Weltmeister im Umgehen von Gesetzen. Alejandra Matus hat in ihrem vielbeachteten &#8220;El libro negro de la justicia chilena&#8221; (Schwarzbuch der Chilenischen Justiz, afaik nicht &#252;bersetzt) gezeigt, dass es immer eine Klassen-Justiz war. Die Frau mu&#223;te 1999, 10 Jahre nach Wiedereinf&#252;hrung der Demokratie unter einem Sozialdemokratischen Pr&#228;sidenten, in die USA fliehen. Der f&#252;r die Pflege der Rechtsstaatlichkeit verantwortliche Justizaparat fand ihr sachliches und von mir gelesene Buch einfach &#8220;too much&#8221;.<br />
<a href="http://www.idrc.ca/en/ev-116876-201-1-DO_TOPIC.html" rel="nofollow">http://www.idrc.ca/en/ev-116876-201-1-DO_TOPIC.html</a></p>
<p>S&#252;damerika ist nicht Deutschland. Wir haben &#8211; trotz aller Probleme &#8211; eine recht gefestigte Gesellschaft. Zelaya ist nat&#252;rlich auch keine L&#246;sung. Nur mu&#223; es halt Wahlen geben, in der alle politischen Richtungen auf dem Wahlzettel stehen. Wenn die einen linken Autokraten w&#228;hlen, bringt das zumindest eine gewisse Dynamik in das Land, aus der ein Lernproze&#223; entstehen kann. </p>
<p>Das Milit&#228;r der lateinamerikanischen Staaten zieht nach meiner Einsch&#228;tzung nicht gerade die intelligentesten Bestandteile der jeweiligen Gesellschaften an. Ich seh das als ein wenig problematisch an, die als H&#252;ter der Verfassung zu verkl&#228;ren. Zumindest f&#252;hrt &#8220;H&#252;ter der Verfassung&#8221; zu mehr Selbstbeschr&#228;nkung als &#8220;Ausrotter des Kommunismus in Nuestra América (unserem Amerika) oder &#8220;Salvador de la Patria&#8221; (Retter des Vaterlandes). Und so Putsch light agiert dieser Putsch auch. Parallelen zu Ereignissen im Cono Sur der 70er sehe ich nicht.  </p>
<blockquote><p>
5. Man sollte schlie&#223;lich weder mit einem Krieg noch einem B&#252;rgerkrieg drohen, auch dann nicht, wenn ein bekannter hitzk&#246;pfiger Spinner wie Chavez damit anf&#228;ngt.
</p></blockquote>
<p>Sehr richtig. Als Chávez nach dem Raul Reyes Laptop in seiner Fernsehshow laut die Verlegung von Truppen an die kolumbianische Grenze ausrief, weigerte sich Alvaro Uribe kolumbianische Truppen an die venezoelanische Grenze zu verlegen. Die venezoelanischen Truppen kamen auch nie an der Grenze an. Chávez ist aber aus meiner Sicht kein Hitzkopf sondern ein k&#252;hl kalkulierender und inzwischen sehr erfahrener Machtpolitiker, dessen Ressourcen beschr&#228;nkt sind wie seine Neigung zum trash talk grenzenlos ist.  </p>
<p>Im Jahr 2000 wurd in Ecuador &#252;brigens eine liberale Regierung durch einen linken Milit&#228;rputsch gest&#252;rzt. Damals hat sich kein Mensch aufgeregt. </p>
<p>Liberale sollten es auch einfach lassen, Pin8 irgendwie zu rechtfertigen, obwohl in der Zeit die wirtschaftlichen Spielregeln gereift sind. Das war in dem anderen Thread hier. Der Putsch hatte neben den Greueltaten negative psychologische Auswirkungen, von der sich die Gesellschaft langsam erholt. Mir ist das Ausma&#223; der Zerst&#246;rung der Leben v.a. der zwischen 1940 und 1955 geborenen erst sehr sp&#228;t klar geworden. </p>
<p>Gru&#223; Lemmy</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43398</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 20:10:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43398</guid>
		<description>Ich brauch da nicht gro&#223; diskutieren: Nein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich brauch da nicht gro&#223; diskutieren: Nein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jopa</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43397</link>
		<dc:creator>jopa</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 19:47:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43397</guid>
		<description>@ Rayson:

&quot;Sollten per Mehrheitsentscheid einfach Verfassungen abgeschafft werden k&#246;nnen, die z.B. Freiheits- und Minderheitenrechte enthalten?&quot;

Und das ist die eigentlich interessante Frage, die der ganze Vorgang aufwirft - schade, da&#223; das so wenig diskutiert wird...

MfG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Rayson:</p>
<p>&#8220;Sollten per Mehrheitsentscheid einfach Verfassungen abgeschafft werden k&#246;nnen, die z.B. Freiheits- und Minderheitenrechte enthalten?&#8221;</p>
<p>Und das ist die eigentlich interessante Frage, die der ganze Vorgang aufwirft &#8211; schade, da&#223; das so wenig diskutiert wird&#8230;</p>
<p>MfG</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43396</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 18:37:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43396</guid>
		<description>@Lemmy

Wenn du dich auf das liberale Demokratiekonzept beschr&#228;nkst, wonach das wichtigste die M&#246;glichkeit des Regierungswechsels ist, mag dein Kriterium reichen. Das Problem ist aber ein rechtsstaatliches: Sollten per Mehrheitsentscheid einfach Verfassungen abgeschafft werden k&#246;nnen, die z.B. Freiheits- und Minderheitenrechte enthalten? Oder sollten andere Verfassungsorgane einem Pr&#228;sidenten dabei zusehen, wie er sie nach geltendem Recht illegal abschafft?

Und wenn nein, wer w&#228;re dann dran mit einschreiten? Ist jede Handlung des Milit&#228;rs auch ein Putsch? Dr&#252;ben bei den FdoG hat Kommentator Parsa sich die M&#252;he gemacht, sich mit der honduranischen Verfassung zu besch&#228;ftigen und davon Ausschnitte gepostet. Demnach ernennt die Verfassung die &quot;bewaffneten Kr&#228;fte&quot; (wohl zu verstehen analog zu &quot;armed forces&quot;, was ja meist Milit&#228;r meint, aber dein Spanisch ist besser als meins ;-)) explizit zu H&#252;tern der Verfassung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lemmy</p>
<p>Wenn du dich auf das liberale Demokratiekonzept beschr&#228;nkst, wonach das wichtigste die M&#246;glichkeit des Regierungswechsels ist, mag dein Kriterium reichen. Das Problem ist aber ein rechtsstaatliches: Sollten per Mehrheitsentscheid einfach Verfassungen abgeschafft werden k&#246;nnen, die z.B. Freiheits- und Minderheitenrechte enthalten? Oder sollten andere Verfassungsorgane einem Pr&#228;sidenten dabei zusehen, wie er sie nach geltendem Recht illegal abschafft?</p>
<p>Und wenn nein, wer w&#228;re dann dran mit einschreiten? Ist jede Handlung des Milit&#228;rs auch ein Putsch? Dr&#252;ben bei den FdoG hat Kommentator Parsa sich die M&#252;he gemacht, sich mit der honduranischen Verfassung zu besch&#228;ftigen und davon Ausschnitte gepostet. Demnach ernennt die Verfassung die &#8220;bewaffneten Kr&#228;fte&#8221; (wohl zu verstehen analog zu &#8220;armed forces&#8221;, was ja meist Milit&#228;r meint, aber dein Spanisch ist besser als meins <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) explizit zu H&#252;tern der Verfassung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lemmy Caution</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43395</link>
		<dc:creator>Lemmy Caution</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 17:03:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43395</guid>
		<description>Ich denke, wenn die Mehrheit der Bev&#246;lkerung einen autorit&#228;ren Kandidaten m&#246;chte, sollte der auch w&#228;hlbar sein. Die OAS sollte aber darauf achten, dass er auch wieder abw&#228;hlbar ist. Genau das ist das Problem in Venezuela, Kuba sowieso und mit der Doppelmoral des chilenischen OAS-Pr&#228;sidenten Insulza, der in seinem eigenen Land nicht sonderlich beliebt ist. Chávez unterdr&#252;ckt die Opposition immer st&#228;rker. Auf Kuba finden seit 50 Jahren keine Wahlen mehr statt. 
Die Form eines Milit&#228;rputsches stellt aber in Lateinamerika kein probates Mittel dar. Diese Gespenster der Vergangenheit sollten grunds&#228;tzlich ge&#228;chtet werden. Die humanit&#228;ren und psychologischen Kosten sind einfach zu hoch. 
Anders als autorit&#228;re in Asien ist der Chavismo mit keinerlei nachhaltigem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel verbunden. Ausser vielleicht in Ecuador ausgehend von traditionell v&#246;llig desolaten Zust&#228;nden in der Verwaltung und der Schulbildung der Armen. In beiden Bereichen findet in Bolivien, Venezuela und Nicaragua eher eine Verschlechterung statt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, wenn die Mehrheit der Bev&#246;lkerung einen autorit&#228;ren Kandidaten m&#246;chte, sollte der auch w&#228;hlbar sein. Die OAS sollte aber darauf achten, dass er auch wieder abw&#228;hlbar ist. Genau das ist das Problem in Venezuela, Kuba sowieso und mit der Doppelmoral des chilenischen OAS-Pr&#228;sidenten Insulza, der in seinem eigenen Land nicht sonderlich beliebt ist. Chávez unterdr&#252;ckt die Opposition immer st&#228;rker. Auf Kuba finden seit 50 Jahren keine Wahlen mehr statt.<br />
Die Form eines Milit&#228;rputsches stellt aber in Lateinamerika kein probates Mittel dar. Diese Gespenster der Vergangenheit sollten grunds&#228;tzlich ge&#228;chtet werden. Die humanit&#228;ren und psychologischen Kosten sind einfach zu hoch.<br />
Anders als autorit&#228;re in Asien ist der Chavismo mit keinerlei nachhaltigem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel verbunden. Ausser vielleicht in Ecuador ausgehend von traditionell v&#246;llig desolaten Zust&#228;nden in der Verwaltung und der Schulbildung der Armen. In beiden Bereichen findet in Bolivien, Venezuela und Nicaragua eher eine Verschlechterung statt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43392</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 21:18:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43392</guid>
		<description>@Karsten

Doch schon, dar&#252;ber auch... Aber der Frage war: Wenn das so ist, wenn also dieser Verdacht besteht, darf dann das Milit&#228;r eingreifen und den Staatspr&#228;sidenten sozusagen auch physisch aus dem Amt entfernen? Ob es jetzt so viel schlimmer ist, den Mann im Pyjama au&#223;er Landes zu schaffen, als ihn einen honduranischen Knast von innen sehen zu lassen, lasse ich mal dahingestellt...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Karsten</p>
<p>Doch schon, dar&#252;ber auch&#8230; Aber der Frage war: Wenn das so ist, wenn also dieser Verdacht besteht, darf dann das Milit&#228;r eingreifen und den Staatspr&#228;sidenten sozusagen auch physisch aus dem Amt entfernen? Ob es jetzt so viel schlimmer ist, den Mann im Pyjama au&#223;er Landes zu schaffen, als ihn einen honduranischen Knast von innen sehen zu lassen, lasse ich mal dahingestellt&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karsten</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43391</link>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 20:42:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43391</guid>
		<description>Hm. Also, dass Zelaya versucht hat, &#252;ber die Verfassung hinwegzugehen und die anderen Verfassungsorgane &quot;lahmzulegen&quot;, dar&#252;ber herrschte doch keine Uneinigkeit, oder, Rayson?

@Dirk:
Wie sch&#246;n, dass Du beurteilen kannst, wie gro&#223; meine Informationen &#252;ber Honduras sind (ob Du dir da anma&#223;t, besser informiert zu sein, geht nicht so eindeutig aus Deinem Text hervor). Dass sie vielleicht etwas besser sind als die Informationen, die ein Leser einer einzelnen Boulevardzeitung hat, darauf deutet die Tatsache hin, dass ich aus mehreren verschiedenen Quellen zitiere - also werde ich wohl auch mehrere Quelln lesen. In deutscher und englischer Sprache &#252;brigens, und wenn mich jemand hinf&#252;hrt, versuche ich auch spanischsprachige Medien zu entschl&#252;sseln.

Die Informationen aber sind es eigentlich gar nicht, die hier die Diskussion bestimmen - denn es wird hier (und in anderen Threads) gar nicht &#252;ber unterschiedliche Informationen und Fakten diskutiert, sondern &#252;ber deren Bewertung. Ich sage ja nicht im Mindesten, dass Christian L&#252;ths Aussagen &#252;ber die Lage in Honduras falsch w&#228;ren; im Gegenteil, bei den Fakten widerspricht nichts, was er sagt, dem, was man auch in anderen Medien lesen kann. Es geht um die Bewertung dessen, was man da so erf&#228;hrt. Und mit seiner Bewertung bin ich nicht einverstanden, wenn er keine neuen Informationen dazu liefert.

Welches Verhalten normal gebildeter Menschen erwartest Du denn auf dem Feld der Au&#223;enpolitik? Einfach die Klappe halten, weil man ja sowieso keine Ahnung hat, wenn man dort nicht lebt? Das ist doch unsinnig und w&#252;rde zu einer v&#246;lligen au&#223;enpolitischen Ignoranz f&#252;hren, weil man alles einer kleinen Kaste von Experten &#252;berl&#228;sst. Das Gleiche k&#246;nnte man aber auf jedem anderen Politikfeld auch fordern. Unter Anderem auch in der Gesundheitspolitik.

(auch als Kommentar &quot;dr&#252;ben&quot; eingestellt)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hm. Also, dass Zelaya versucht hat, &#252;ber die Verfassung hinwegzugehen und die anderen Verfassungsorgane &#8220;lahmzulegen&#8221;, dar&#252;ber herrschte doch keine Uneinigkeit, oder, Rayson?</p>
<p>@Dirk:<br />
Wie sch&#246;n, dass Du beurteilen kannst, wie gro&#223; meine Informationen &#252;ber Honduras sind (ob Du dir da anma&#223;t, besser informiert zu sein, geht nicht so eindeutig aus Deinem Text hervor). Dass sie vielleicht etwas besser sind als die Informationen, die ein Leser einer einzelnen Boulevardzeitung hat, darauf deutet die Tatsache hin, dass ich aus mehreren verschiedenen Quellen zitiere &#8211; also werde ich wohl auch mehrere Quelln lesen. In deutscher und englischer Sprache &#252;brigens, und wenn mich jemand hinf&#252;hrt, versuche ich auch spanischsprachige Medien zu entschl&#252;sseln.</p>
<p>Die Informationen aber sind es eigentlich gar nicht, die hier die Diskussion bestimmen &#8211; denn es wird hier (und in anderen Threads) gar nicht &#252;ber unterschiedliche Informationen und Fakten diskutiert, sondern &#252;ber deren Bewertung. Ich sage ja nicht im Mindesten, dass Christian L&#252;ths Aussagen &#252;ber die Lage in Honduras falsch w&#228;ren; im Gegenteil, bei den Fakten widerspricht nichts, was er sagt, dem, was man auch in anderen Medien lesen kann. Es geht um die Bewertung dessen, was man da so erf&#228;hrt. Und mit seiner Bewertung bin ich nicht einverstanden, wenn er keine neuen Informationen dazu liefert.</p>
<p>Welches Verhalten normal gebildeter Menschen erwartest Du denn auf dem Feld der Au&#223;enpolitik? Einfach die Klappe halten, weil man ja sowieso keine Ahnung hat, wenn man dort nicht lebt? Das ist doch unsinnig und w&#252;rde zu einer v&#246;lligen au&#223;enpolitischen Ignoranz f&#252;hren, weil man alles einer kleinen Kaste von Experten &#252;berl&#228;sst. Das Gleiche k&#246;nnte man aber auf jedem anderen Politikfeld auch fordern. Unter Anderem auch in der Gesundheitspolitik.</p>
<p>(auch als Kommentar &#8220;dr&#252;ben&#8221; eingestellt)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43389</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 18:02:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43389</guid>
		<description>Meine Frage setzte eigentlich etwas fr&#252;her und grunds&#228;tzlicher an, also eher beim &quot;ob&quot; und &quot;wer&quot;, weil ja schon hier die Meinungen auseinander gingen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Frage setzte eigentlich etwas fr&#252;her und grunds&#228;tzlicher an, also eher beim &#8220;ob&#8221; und &#8220;wer&#8221;, weil ja schon hier die Meinungen auseinander gingen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Dirk F.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43381</link>
		<dc:creator>Dirk F.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 09:37:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43381</guid>
		<description>&lt;a href=&quot;http://erzliberal.blogspot.com/2009/07/liberale-devolution-honduras-und-iran.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Au&#223;enpolitik weckt auf eine gewisse Art und Weise auch das gutmenschliche Urviech im sonst liberalen Menschen. Er wird leidenschaftlich diskutieren, obwohl sein Informationsniveau in Bezug auf Iran und Honduras dem eines Bildzeitungslesers in Bezug auf Gesundheitspolitik entspricht. Er geht auf Demonstrationen und setzt sich f&#252;r die Fernsten ein. Irgendwie ist das lustig. Aber doch irgendwie auch traurig, wenn Menschen, die schon f&#252;r die antipolitische liberale Sache gewonnen waren, solch herbe R&#252;ckschl&#228;ge erleiden k&#246;nnen. Au&#223;enpolitik bewirkt eine liberale Devolution.&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://erzliberal.blogspot.com/2009/07/liberale-devolution-honduras-und-iran.html" rel="nofollow">Au&#223;enpolitik weckt auf eine gewisse Art und Weise auch das gutmenschliche Urviech im sonst liberalen Menschen. Er wird leidenschaftlich diskutieren, obwohl sein Informationsniveau in Bezug auf Iran und Honduras dem eines Bildzeitungslesers in Bezug auf Gesundheitspolitik entspricht. Er geht auf Demonstrationen und setzt sich f&#252;r die Fernsten ein. Irgendwie ist das lustig. Aber doch irgendwie auch traurig, wenn Menschen, die schon f&#252;r die antipolitische liberale Sache gewonnen waren, solch herbe R&#252;ckschl&#228;ge erleiden k&#246;nnen. Au&#223;enpolitik bewirkt eine liberale Devolution.</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jopa</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43373</link>
		<dc:creator>jopa</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 22:11:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43373</guid>
		<description>@ Buenavista:

&quot;...denn echte “Gefahr in Verzug” bestand ja nicht.&quot;

Das sah man bei verschiedenen Verfassungsorganen in Honduras wohl anders, da Zelaya bereits begann, sich &#252;ber die verfassungsm&#228;&#223;igen Rahmenbedingungen seines Amtes hinwegzusetzen:

&quot;Er [Zelaya; eigene Hinzuf&#252;gung] erkl&#228;rte, die Entscheidungen des Gerichts nicht zu akzeptieren, das Volk sei „die Stimme Gottes“ und stehe hinter ihm und zog mit etwa 2.000 Anh&#228;ngern zum Luftwaffenst&#252;tzpunkt, um die dort gelagerten Unterlagen f&#252;r den Volksentscheid sicherzustellen.&quot;

(http://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4rputsch_in_Honduras_2009)

Offenbar hatte man in Teilen der honduranischen Institutionen ernsthafte Bedenken, da&#223; einem die Lage entgleiten k&#246;nne; daher auch die harte Reaktion.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Buenavista:</p>
<p>&#8220;&#8230;denn echte “Gefahr in Verzug” bestand ja nicht.&#8221;</p>
<p>Das sah man bei verschiedenen Verfassungsorganen in Honduras wohl anders, da Zelaya bereits begann, sich &#252;ber die verfassungsm&#228;&#223;igen Rahmenbedingungen seines Amtes hinwegzusetzen:</p>
<p>&#8220;Er [Zelaya; eigene Hinzuf&#252;gung] erkl&#228;rte, die Entscheidungen des Gerichts nicht zu akzeptieren, das Volk sei „die Stimme Gottes“ und stehe hinter ihm und zog mit etwa 2.000 Anh&#228;ngern zum Luftwaffenst&#252;tzpunkt, um die dort gelagerten Unterlagen f&#252;r den Volksentscheid sicherzustellen.&#8221;</p>
<p>(<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4rputsch_in_Honduras_2009" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4rputsch_in_Honduras_2009</a>)</p>
<p>Offenbar hatte man in Teilen der honduranischen Institutionen ernsthafte Bedenken, da&#223; einem die Lage entgleiten k&#246;nne; daher auch die harte Reaktion.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Buenavista</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43372</link>
		<dc:creator>Buenavista</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 20:33:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43372</guid>
		<description>Schwierig. Die Verfassung ist ja wohl sehr eindeutig. Jeder der eine Wiederwahl betreibt oder dabei auch nur hilft, ist aus dem Amt zu entfernen.

In der Verfassung steht aber auch, dass man keinen Honduraner des eigenen Landes verweisen darf (oder ihn gar kidnappen und au&#223;er Landes schaffen).

Ich denke, es h&#228;tte andere Methoden gegeben, denn echte &quot;Gefahr in Verzug&quot; bestand ja nicht. Die Amtszeit w&#228;re ohnehin bald abgelaufen und bis dahin h&#228;tte man ein Referendum durchaus verhindern k&#246;nnen.

Jetzt hat man den Salat. Was wirklich &#228;rgerlich w&#228;re, wenn das nun einen Nachfolge-Chavista nach oben sp&#252;len w&#252;rde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schwierig. Die Verfassung ist ja wohl sehr eindeutig. Jeder der eine Wiederwahl betreibt oder dabei auch nur hilft, ist aus dem Amt zu entfernen.</p>
<p>In der Verfassung steht aber auch, dass man keinen Honduraner des eigenen Landes verweisen darf (oder ihn gar kidnappen und au&#223;er Landes schaffen).</p>
<p>Ich denke, es h&#228;tte andere Methoden gegeben, denn echte &#8220;Gefahr in Verzug&#8221; bestand ja nicht. Die Amtszeit w&#228;re ohnehin bald abgelaufen und bis dahin h&#228;tte man ein Referendum durchaus verhindern k&#246;nnen.</p>
<p>Jetzt hat man den Salat. Was wirklich &#228;rgerlich w&#228;re, wenn das nun einen Nachfolge-Chavista nach oben sp&#252;len w&#252;rde.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jopa</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2009/07/10/wie-mans-nicht-macht/comment-page-1/#comment-43371</link>
		<dc:creator>jopa</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 18:05:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=3751#comment-43371</guid>
		<description>@ Karsten:

Nat&#252;rlich ist die Situation in Honduras alles andere als gl&#252;cklich (um&#039;s mal vorsichtig auszudr&#252;cken).

Es bleibt aber immer noch die oben zitierte Frage offen (und ganz unabh&#228;ngig von den aktuellen Vorf&#228;llen in Honduras):

Wie sch&#252;tzt man eine Verfassung gegen eine gro&#223;e Minderheit der Bev&#246;lkerung oder sogar gegen eine Mehrheit, die eben diese Verfassung &#252;berwinden will, um zu einer tendenziell autorit&#228;ren Regierungsform zu kommen?

Die bisher genannten Ans&#228;tze finde ich ein bischen einfach - wenn man f&#252;r einen Generalstreik nicht die n&#246;tige Zahl an Mitstreitern hat, l&#228;uft er in&#039;s Leere; wenn man damit rechnen mu&#223;, da&#223; die verfassungstreuen Kr&#228;fte &#252;ber kurz oder lang die Kontrolle &#252;ber den Staat verlieren, ist ein langwieriger Proze&#223; wenig sinnvoll, genausowenig wie eine versuchte Verhinderung eines etwaigen Referendums.

Oder konkreter, auf Honduras bezogen: Ohne die Ziele der &quot;Putschisten&quot; in irgendeiner Form bewerten zu wollen, kann ich mir vorstellen, da&#223; die getroffenen Ma&#223;nahmen im Rahmen ihres Zielkanons (n&#228;mlich der Erhaltung der Honduranischen Verfassung) im Gro&#223;en und Ganzen und unter den gegebenen Umst&#228;nden (n&#228;mlich der Gefahr, eines Tages schlicht &#252;berrannt zu werden) noch die erfolgversprechendsten waren. Alles andere von Dir genannte ist ziemlich risikoreich, wenn man f&#252;rchten mu&#223;, &#252;ber kurz oder lang die Kontrolle zu verlieren.

MfG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Karsten:</p>
<p>Nat&#252;rlich ist die Situation in Honduras alles andere als gl&#252;cklich (um&#8217;s mal vorsichtig auszudr&#252;cken).</p>
<p>Es bleibt aber immer noch die oben zitierte Frage offen (und ganz unabh&#228;ngig von den aktuellen Vorf&#228;llen in Honduras):</p>
<p>Wie sch&#252;tzt man eine Verfassung gegen eine gro&#223;e Minderheit der Bev&#246;lkerung oder sogar gegen eine Mehrheit, die eben diese Verfassung &#252;berwinden will, um zu einer tendenziell autorit&#228;ren Regierungsform zu kommen?</p>
<p>Die bisher genannten Ans&#228;tze finde ich ein bischen einfach &#8211; wenn man f&#252;r einen Generalstreik nicht die n&#246;tige Zahl an Mitstreitern hat, l&#228;uft er in&#8217;s Leere; wenn man damit rechnen mu&#223;, da&#223; die verfassungstreuen Kr&#228;fte &#252;ber kurz oder lang die Kontrolle &#252;ber den Staat verlieren, ist ein langwieriger Proze&#223; wenig sinnvoll, genausowenig wie eine versuchte Verhinderung eines etwaigen Referendums.</p>
<p>Oder konkreter, auf Honduras bezogen: Ohne die Ziele der &#8220;Putschisten&#8221; in irgendeiner Form bewerten zu wollen, kann ich mir vorstellen, da&#223; die getroffenen Ma&#223;nahmen im Rahmen ihres Zielkanons (n&#228;mlich der Erhaltung der Honduranischen Verfassung) im Gro&#223;en und Ganzen und unter den gegebenen Umst&#228;nden (n&#228;mlich der Gefahr, eines Tages schlicht &#252;berrannt zu werden) noch die erfolgversprechendsten waren. Alles andere von Dir genannte ist ziemlich risikoreich, wenn man f&#252;rchten mu&#223;, &#252;ber kurz oder lang die Kontrolle zu verlieren.</p>
<p>MfG</p>
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