Verrat oder Mord?

David Friedman fragt Paul Krugman, der in einer unglaublichen Polemik die US-Abgeordneten, die gegen den Markey-Waxman-Bill stimmten, als “Verräter am Planeten” geißelte, ob er selbst sich angesichts der zu erwartenden wirtschaftlichen Konsequenzen dieses Gesetzes zwischen Verrat und Mord entscheiden wolle. Man kann nur hoffen, dass diese Breitseite ordentlich gesessen hat.

Aber es ist nicht nur das von Friedman angeschnittene Problem der steigenden Lebensmittelpreise aufgrund der im Gesetz verankerten Bioenergieförderung, das diese Gesetzesvorlage zu einem mörderischen Unterfangen macht. Auch William Nordhaus hat vor einigen Monaten ausgerechnet, dass eine isolierte Klimapolitik ein Mehrfaches der aus ökonomischer Perspektive sinnvollen Kostenbelastung verursachen würde. Chip Knappenberger zeigte, dass das Gesetz keine ernstzunehmende Klimawirkung zeigt und Indur Goklany machte kürzlich in einer Veröffentlichung für die Friedrich-Naumann-Stiftung deutlich, dass mit dem Finanzbedarf eines Kyoto-Abkommens ein Vielfaches der globalen Klimaprobleme für den Menschen durch pure Anpassungsmaßnahmen und Armutsprävention gelöst werden könnten.

Ignoranz und Ideologie kann auch den intelligentesten Nobelpreisträgern im Handumdrehen zu fragwürdigen Äußerungen verleiten. So einen nützlichen Idioten hat die Ökonomen-Profession der Politik schon lange nicht mehr gestellt.

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3 Kommentare zu “Verrat oder Mord?”

  1. Spruance
    30.06.2009 | 20:51

    Warum sind sonst rationale Leute bereit, die aberwitzigsten Behauptungen zu schlucken und dann selbst welche in die Welt zu setzen?
    Hier finde ich das in aller Kürze überzeugend auseinandergenommen.

  2. Nordberg
    5.07.2009 | 10:04

    Der Ökologismus ist nunmal eine menschenverachtende Ideologie. Wer die Umwelt retten will, muss dafür halt so einiges an Menschen über die Klinge springen lassen. Wenn das in der Dritten Welt passiert, so denken die Umweltschützer, um so besser. Es ist kein Zufall, dass der Begriff Öko-Stalinismus aufkam. Es ist auch kein Zufall, dass Hitler bis heute von Umweltschützern für seine Naturschutzpolitik gelobt wird. Da sind die geistigen Verbindungen einfach zu stark.

  3. Boche
    5.07.2009 | 18:17

    Nordberg, bist du ein Fake aus der grünen Szene? So pauschal kann man doch nicht ernsthaft urteilen. Oder doch?

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