(BPT 4a) Nachtrag zu den Lobbies

Beim gemeinsamen Ablästern im Bloggerkreise über die Monopolisten und Subventionsabgreifer in der Lobby ist uns aufgefallen, daß dort auch noch ein paar echte Unternehmen vertreten sind, die sich wirklich im Wettbewerb ihr Geld verdienen.
Die Gesamtliste findet sich auf der Parteitagsseite rechts verlinkt.

Besonders positiv hervorzuheben sind natürlich Unternehmen, die überhaupt nur entstehen konnten, weil es in Deutschland diverse Liberalisierungen und Marktöffnungen gegeben hat:

DocMorris 1500 Arbeitsplätze
ups 16.000 Arbeitsplätze
Vodafone 15.000 Arbeitsplätze
veolia 20.000 Arbeitsplätze

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5 Kommentare zu “(BPT 4a) Nachtrag zu den Lobbies”

  1. 16.05.2009 | 11:38

    Wären die Mitarbeiter von Vodoofone und Ups ohne Privatisierungen nicht einfach bei der (gelben und grauen) Deutschen Bundespost?

  2. 16.05.2009 | 11:45

    Ein paar davon vielleicht, aber wie wir aus den Gesundheitsdebatten wissen, sind viele Anbieter ja so ungeheuer “ineffizient”, weil Overheads eben auf den Gesamtmarkt bezogen mehrfach vorgehalten werden…

  3. stefanolix
    16.05.2009 | 12:11

    Korrigiert mich, aber UPS gibt es in Deutschland doch schon seit bald 20 Jahren(?) Damals hatten sie das Alleinstellungsmerkmal, dass sie die Pakete wirklich beim Kunden abholten und dass die Pakete innerhalb einer bestimmten Frist beim Empfänger ankamen. Bei der Post stand man in einer langen Schlange und wusste natürlich auch nicht, wann das Paket ankommen würde. Viel später kaufte die Post dann DHL auf und bot die gleichen Leistungen an. Die UPS-Jobs haben also nichts mit Privatisierung zu tun.

  4. 16.05.2009 | 13:05

    @Marc:

    Nach deiner Logik würden in der “Deutschland AG” heute exakt genauso viele Menschen arbeiten wie in den fünfziger Jahren. Beschäftigung ist jedoch ein Wachstumsphänomen. Der Telekomunikationswettbewerb hat vor allem die Produktivität erhöht, also Ressourcen für andere Verwendungen freigemacht, was wohl vor allem außerhalb des Telekomunikationssektors neu Beschäftigung geschaffen hat. Herausragendes Kennzeichen der Marktliberalisierung waren ja die Preissenkungen, das Ergebnis von mehr Effizienz. Die aber zeigt sich darin, dass nicht nur im Telekommunikationssektor heute mehr Dienstleistungen angeboten werden als der alte Monopolist heute anbieten würde, sondern diese Dienstleistungen deutlich günstiger als im Alternativszenario sein dürften. Das hat allen, die von diesen Dienstleistungen profitieren zu einem Aufschwung verholfen, dank dessen heut mehr Leute an mehr Dingen als damals arbeiten. Solange diese Entwicklung nicht das Ergebnis von Subventionen und staatlichen Eingriffen ist, also allein den Präferenzen der Konsumenten entspricht, ist das eine feine Sache.

  5. lukas
    19.05.2009 | 17:06

    Haben die genannten Unternehmen nicht auch massiv davon profitiert, dass Marktöffnung und Liberalisierung oft nur halbherzig vorgenommen wurden?

    Ich kenne die Situation nicht so genau, aber bei Vodafone z.B. scheint mir das relativ deutlich zu sein. Da hat die BNetzA ganz massiv die Finger im Markt drin…

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