Ökonomische Grundregel Nr. 1

Die Ressourcen sind endlich, die Bedürfnisse unendlich.

Was könnten “Bedürfnisse” des Staates sein? Fällt uns da etwas Positives ein? Egal, umgesetzt werden vorrangig sie.

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9 Kommentare zu “Ökonomische Grundregel Nr. 1”

  1. 26.04.2009 | 17:24

    Hast Du etwa von “unserem” Staat etwas anderes erwartet? In dieser Hinsicht blickt er doch auf eine lange Tradition(GeStaPo, Stasi) zurück.

  2. 26.04.2009 | 17:26

    Nach dem Lesen des Heise-Artikels fällt mir nur ein: Wenn das nicht zu einer dramatischen Erweiterung der Polizeibefugnisse und zu einer Aufstockung der Polizeiplanstellen führen wird …

    Das ist der direkte Weg in den Polizeistaat. Niemand wird nachweisen können, dass er eine solche Seite nicht angeklickt hat, denn niemand weiß, welche Seiten auf der Sperrliste des BKA stehen. Ich war früher manchmal ein zufälliger Besucher von wikileaks. Woher soll ich denn bitteschön wissen, dass (und ab wann) die Betreiber wegen »Links zur Kinderpornografie« (Veröffentlichung einer ausländischen Sperrliste) verfolgt werden?

    Wir haben in Deutschland nun wirklich genügend Probleme, für die wir gut ausgebildete Polizisten brauchen. Die sollen auch (siehe Titel) ihre Ressourcen bekommen! Aber wirklich interessant wird es offenbar für den Staat erst, wenn er Ressourcen so richtig willkürlich gegen seine Bürger einsetzen kann.

  3. googlehupf
    26.04.2009 | 18:38

    Man hat häufig genug gesehen, dass der Richtvorbehalt für Hausdurchsuchungen bei irgendwelchen, vermeintlichen “Internetverbrechen” keinen Pfifferling wert ist.

    Wenn das dann tatsächlich so gehandhabt werden würde wie im heise Artikel beschrieben, sollte sich jeder vorher überlegen ob er überhaupt noch auf Links klickt, können diese doch ganz einfach über Umleitungen an die Stopp-Seiten führen. Das wäre nichts als purer Wahnsinn.

  4. Markus
    26.04.2009 | 23:05

    Daß ein Staat “Bedürfnisse” haben kann, ist mir neu. Wohl weiß man aber von menschlichen Bedürfnissen zu sprechen, die von den “lieben Kapitalisten” durch immer weiteren Luxus- und Prestigekonsum eine unersättlich erscheinende Prägung aufgedrückt bekommen. Daß bei soviel Unfug auch die natürlichen Ressourcen arg in Mitleidenschaft gezogen werden, braucht nicht weiter zu verwundern.

  5. 26.04.2009 | 23:19

    @Markus: Dunkel ist Deiner Rede Sinn: Die menschlichen Bedürfnisse bekommen von den lieben Kapitalisten eine Prägung aufgedrückt? Die Prägung erscheint unersättlich? Hallo?

    Niemand wird zum Konsumieren gezwungen. Wenn ich Leuten erzähle, dass ich keinen Fernseher habe und allenfalls mal im Hotel eine Sendung sehe, fällt vielen die Kinnlade nach unten. Wenn mir wiederum Leute erzählen, dass sie kaum jemals freiwillig ein Buch lesen, bin ich immer wieder verblüfft. Uns sind offensichtlich unterschiedliche Dinge wichtig.

    Könntest Du der These zustimmen, dass Menschen in der Regel ihre ganz individuellen Konsumentscheidungen treffen? Wenn nein, dann begründe es bitte nicht mit der allgegenwärtigen Werbung oder mit gesellschaftlichem Druck. Du siehst an meinem Beispiel: dem muss man nicht nachgeben.

  6. Andreas
    26.04.2009 | 23:24

    Vor ein paar Wochen sah ich, dass im Quellcode einer Seite, die auf ein Open-Source-CMS setzt, dutzende Links auf Viagra-&-Co.-Seiten führten. Zu sehen war sie durch “style=’display:none’” für normale Besucher nicht.

    MySpace verbreitete bereits Würmer durch externe Werbebanner (Heise-Meldung).

    Man müsste nichtmal auf Links klicken. Ein SpON-Besuch könnte ausreichen, um ins Visier der Behörden zu geraten.

    Bitte den Trollen keine Fische zuwerfen, dann erbrechen die nur merkwürdige Kommentare *g*

  7. 27.04.2009 | 6:23

    @Andreas: Und wenn man das »link prefetching« eingeschaltet hat, werden diese Seiten gleich in den Cache geladen. Dort würde dann im Zweifel auch die »STOP«-Seite landen.

    Vermutlich wird der normale SPON-Besuch nicht für eine Strafverfolgung reichen, aber wer weiß schon, ob nicht auch SPON mal ein Sicherheitsproblem hat.

    Prinzipiell wären der Willkür alle Tore geöffnet, wenn so etwas zum Gesetz würde. Denn mit Kenntnis der BKA-Sperrliste und etwas krimineller Energie kann man nahezu jedem Internet-Nutzer ein Link auf eine der Seiten unterschieben.

  8. Markus
    28.04.2009 | 0:13

    @ stefanolix

    Konsumentenfreiheit? Willst du denn bestreiten, daß die Menschen in der real existierenden kapitalistischen Konsumwelt manipuliert werden?

    Ausnahmen bestätigen nur die Regel, wie du das als “Widerständler” zu sein scheinst.

  9. 28.04.2009 | 0:51

    Wer hat dich manipuliert, Markus?

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