Uschi von der Leyen!

Vielleicht – nur vielleicht – klappt’s ja mit dem Babyboom, sobald Du damit aufhörst, Deinen Zuchtviechern in Interviews dick auf’s Brot zu schmieren, daß sie mehr als das für Dich eben nicht sind. Stünde meine Entscheidung auf der Kippe, Uschi, ich entschiede mich gegen Kinder, bloß weil das eine der straffreien Möglichkeiten ist, Dich zu ärgern. Denk mal darüber nach. Sonst mußt Du vielleicht selbst wieder ran.

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36 Kommentare zu “Uschi von der Leyen!”

  1. Klaus 
    13.04.2009 | 10:11

    Als ich dies las fragte ich mich warum Uschis Parteikollege Mißfelder noch nichts über das Elterngeld gesagt hat. Hätte doch wieder gepasst ;-)

  2. 13.04.2009 | 10:42

    Aus dem F.A.Z.-Artikel:

    Schlimmer noch: Vor allem die qualifizierten Frauen streiken weiter. Attraktiv ist das Geld vom Staat vor allem für Familien der Unterschicht. „Das Elterngeld ist für mich überhaupt nicht überzeugend“, sagt eine junge Volkswirtin aus Berlin. „Es hilft vielleicht kurzfristig, für zwei Jahre. Doch das Risiko, dann im Beruf nicht mehr so gut wie jetzt Fuß zu fassen, kann es nicht kompensieren.“ Deswegen komme für sie ein Kind jetzt nicht in Frage.

    Das Risiko ist doch aber mit dem dreifachen Elterngeld auch nicht geringer. Selbst wenn wir einen Augenblick lang davon träumen, dass der Staat seine Bevormundung zurücknimmt und den Eltern aus dieser Bevölkerungsgruppe endlich genügend Ressourcen zur eigenen Verfügung belässt: das eigentliche Risiko wird immer bei den Eltern und ganz besonders bei der Mutter liegen.

  3. 13.04.2009 | 11:07

    Es ist eine Frage von Werten. Fr. von der Leyen steuert da mit ihrem Kinderkrippenausbau, um Beruf und Kinder vereinbarer zu machen, genau in die falsche Richtung. Beruf und Kinder sind nicht gut vereinbar und werden es nie sein. Für die Frau ist zwar keine Garantie, aber die bestmögliche Absicherung eine kluge Wahl des Mannes.

    Fr. von der Leyen unterstützt unkluge Lebensentwürfe, falsche Partnerwahl und ein falsches Menschenbild. Da am Misslingen dann der Staat und nicht die Person, der es an Weisheit mangelte, Schuld ist, werden diese Werte und Lebenskonzepte an die Kinder weitertradiert, welche die gleichen Fehler machen werden.

    Warum ist Fr. von der Leyen in der Partei mit dem großen C vorne dran??? Das frage ich mich schon lange. Eine Katastrophe, für diese Partei und für Deutschland.

  4. 13.04.2009 | 11:25

    Ich muss Dir widersprechen: Lebensentwürfe sind nicht per se klug oder unklug. Ein Lebensentwurf kann zum einen Menschen sehr gut passen, zu seinem Nachbarn aber überhaupt nicht.

    Jeder Lebensentwurf ist mit Chancen und Risiken verbunden. Ich persönlich meine, dass sich Chancen und Risiken am besten auf beide Partner verteilen, wenn sie eine Verantwortungsgemeinschaft bilden und dabei möglichst unabhängig und selbständig bleiben.

    Die Zeiten sind hoffentlich endgültig vorbei, in denen sich die meisten Frauen über viele Jahre von ihren Ehegatten abhängig gemacht haben. Ich finde das richtig. Auch wenn es grundsätzlich jeder Frau freigestellt sein soll, lange mit dem Kind zu Hause zu bleiben, gibt es doch zum Glück einen Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Lebensentwürfen.

    Und ein Lebensentwurf ist eben dadurch gekennzeichnet, dass Frauen möglichst durchgängig auch einen qualifizierten Beruf ausüben wollen. Dieser Lebensentwurf ist weder richtig noch falsch, weil es den richtigen oder falschen Lebensentwurf nicht gibt.

  5. 13.04.2009 | 13:06

    @ stefanolix

    Ich stimme Dir zu und nicht zu ;-)
    Es gibt natürlich unterschiedliche Entwürfe, individuell und den Umständen entsprechend je passend oder eben nicht – aber es gibt durchaus auch kluge und unkluge Lebensmodelle.

    Unlug ist es zum Beispiel ein ‘Modell mit Kind’ zu wählen und nach dem Motto zu leben: Kinder brauchen keinen Vater. Unklug ist Polygamie, denn es wird der Natur der Frau nicht gerecht und zu viel Unglück führen. Möglich, aber unklug ist, weil es der Natur des Mannes nicht gerecht wird, wenn dauerhaft die Frau die Versorgerrolle übernimmt und der Mann sich aussschließlich um die Kinder kümmert.
    Der Mensch ist kein unbeschriebenes Blatt und Mann und Frau sind nicht gleich – daran sind nicht soziologisch bedingte Rollenmuster schuld.

    Ich finde es richtig, wenn eine Frau sich für den anspruchsvollen Beruf und gegen Kinder entscheidet. Ich halte das für klug. Klug ist auch, wenn sie sich für Kinder entscheidet und Ihre berufliche Karriere ggf. danach in Angriff nimmmt. Unklug ist, wenn sie sich für beides gleichzeitig entscheidet.

    Und mit “klug” meine ich: die Wahrscheinlichkeit des Gelingens ist höher als die Wahrscheinlichkeit des Misslingens. Wobei Gelingen mit äußeren Maßstäben wie Wohlstand, sozialer Status, Geordnetheit, Erfolg der Kinder und mit inneren Maßstäben wie Glück, Zufriedenheit zu messen ist.

  6. 13.04.2009 | 13:10

    [erledigt, R.]

  7. 13.04.2009 | 13:18

    Beim Verfassen dieses Beitrags war es mir eigentlich erstlinig darum gegangen, wie die Bundesministerien für Gedöns mit ihrer erstmütterlichen Verkündung über Denkweisen und Einstellungen von beispielsweise Paaren über dreißig oder so, die sich entscheiden noch Kinder zu bekommen, vor nicht langer Zeit mein Mißfallen erregte. Außerdem darum, daß mir vor kurzem mit der Meldung, der erwartete kleine Babyboom bleibe aus, wie die Quittung dafür erschien.

    Jetzt werden hier schon wieder die biologischen Determinanten ausgepackt und ich erfahre, daß es nicht mit meiner Natur vereinbar wäre, mich um die Kinder zu kümmern während meine Frau arbeiten geht. Ich danke für den Hinweis und werde ihn im Falle ernsthafter Familienplanung berücksichtigen, verabschiede mich aber dennoch vorerst aus der Diskussion über meine genetisches Schicksal, denn in dieses Kondom wurde mir schon zu häufig gespritzt.

  8. 13.04.2009 | 13:23

    “mit der Meldung” –> “die Meldung”

  9. 13.04.2009 | 13:30

    @David

    Es ist ein beliebter, hier jetzt auch von dir praktizierter Akt bewussten Missverstehens, den Verfechtern von genetisch überlieferten Veranlagungen zu unterstellen, sie würden damit eine jeden Einzelnen unausweichlich beeinflussende Macht postulieren. Erstens wirken genetische Voraussetzungen selbst nur in einem komplexen Zusammenhang, so dass sich feststellbare Unterschiede erst statistisch über die große Zahl ergeben, und zweitens ist der Mensch selbstverständlich in der Lage, sie zu überwinden oder zu kompensieren. Das muss man dann aber wollen, mit allen Konsequenzen.

  10. 13.04.2009 | 13:34

    Mir scheint schon mal das Setup nicht so stimmig zu sein: Wie attraktiv mache ich denn Kinderkriegen, wenn ich ein Kind als einen Schaden betrachte, für den die Gesellschaft ersatzpflichtig ist?

    Und dann habe ich noch gewisse Zweifel, ob sich die Logik der agrarischen Großfamilie auf den industriellen Sozialstaat übertragen lässt. Auf dem Weg zum immer Abstrakteren geht irgendwann der Bezug zum Konkreten völlig verloren, das ist nicht nur auf Finanzmärkten so.

  11. 13.04.2009 | 13:37

    Es ist ein beliebter, hier jetzt auch von dir praktizierter Akt bewussten Missverstehens, den Verfechtern von genetisch überlieferten Veranlagungen zu unterstellen, sie würden damit eine jeden Einzelnen unausweichlich beeinflussende Macht postulieren.

    Genau danach klang es mir hier aber sehr stark. Nach dem Versuch, eine allgemeine ‘Richtlinie’ aufzustellen, was für ‘die Frau’ und ‘den Mann’ richtig sei.

  12. 13.04.2009 | 14:02

    @David: Es tut mir ja leid, dass Dein schöner Rant durch ernsthafte Kommentare in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aber eine Zustimmung in der Art von »Ja, mir geht diese Ministerin auch gehörig auf den Sack« wäre doch auch langweilig;-)

  13. 13.04.2009 | 14:07

    Das noch nachgeschoben: Was hat das ganze hier denn eigentlich mit dem “C” der U. zu tun? Es fällt mir da bei der Bewertung der Einlassungen ziemlich schwer, mein recht deutliches Gefühl für die Windrichtung hintanzustellen.
    Ich lasse ja außerdem jedem gerne seine Prädestinationsphantasien. Nur sie zu diskutieren ist mir gemessen am zu erwartenden Gewinn zu aufwendig – sprich: Laaangweilig!

  14. 13.04.2009 | 14:10

    Das Problem waren nicht ernsthafte Kommentare, Stefanolix, das Problem war deren Richtung. Und wie gesagt: Die will ich gar nicht unterbinden, aber sie muß mir deswegen nicht gefallen und ich will in diese Richtung bei diesem Einstand auch nicht diskutieren. Allen anderen beleibt das natürlich unbenommen.

  15. 13.04.2009 | 14:34

    @David

    Was wäre, wenn es nicht eine “allgemeine Richtlinie” wäre, sondern eher “gegen politische Steuerung sprechende real existierende Verhaltensweisen”? Ich bin in meiner Verurteilung von Sozialklempnertum relativ leidenschaftslos bei der Frage, wie groß beim Hindernis die genetischen und die sozial-kulturellen Anteile sind.

  16. 13.04.2009 | 14:38

    Ich bin in meiner Verurteilung von Sozialklempnertum relativ leidenschaftslos bei der Frage, wie groß beim Hindernis die genetischen und die sozial-kulturellen Anteile sind.

    Wunderbar, da sind wir uns praktisch einig. Und darauf, gewagte Thesen über die Natur des Menschen als Begründungen ins Feld zu führen, können wir getrost verzichten.

  17. 13.04.2009 | 14:43

    @David: Die Windrichtung kann man oft an den Blogs der Kommentatoren erkennen. Sie leitet im Anti-Alleinerziehenden-Blog aus ihrer eigenen Erfahrung eine klare Position ab. Als Liberaler setze ich natürlich meine Position daneben.

    Es mag nicht immer so gemeint sein, aber wenn die Kommentatoren mit dem großen »C« solche Kommentare schreiben, dann befürchte ich einfach eine Rückwärtsentwicklung. Und die will ich nicht. Der Lebensentwurf »beide Eltern gehen arbeiten« muss völlig gleichberechtigt neben »die Mutter ist Vollzeit-Hausfrau und der Vater geht arbeiten«, »die Mutter ist alleinerziehend« und »zwei Frauen sorgen gemeinsam für ein Kind« stehen.

    Da ich mir nicht ganz sicher war, ob wirklich Prädestination gemeint war (und wenn ja, in welchem Sinne), habe ich dieses Thema nicht berührt.

  18. 13.04.2009 | 14:49

    Aus »Die Natur des Mannes« und »Die Natur der Frau« wurde irgendwann »Die Entscheidungen des Individuums« …

  19. 13.04.2009 | 18:31

    Eine Rückwärtsentwicklung will ich auch nicht. Natürlich müssen alle Lebensentwürfe gleichberechtigt sein, jeder soll seines Glückes Schmied sein dürfen.

    Aber gewisse Dinge sind nun einmal von der Natur vorgegeben, und die sind nicht nur körperlichen Wesens. Es nützt nichts, diese zu leugnen, weil etwas nicht sein kann weil’s nicht sein darf.

    Und David, Du musst nicht gleich hyperventilieren, wenn ich das sage. Du sagst: “Jetzt werden hier schon wieder die biologischen Determinanten ausgepackt und ich erfahre, daß es nicht mit meiner Natur vereinbar wäre, mich um die Kinder zu kümmern während meine Frau arbeiten geht.” Das habe ich keinesfalls behauptet. Natürlich kannst Du das. Allerdings (mal ein hypothetisches Szenario): wenn Deine Frau eine Karriere als sagen wir Rechtsanwältin hinlegt und Du sagen wir 20 Jahre lang als Hausmann für Deine 3 Kinder zuständig bist, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Du bald ziemlich frustriert sein wirst, als wenn die Rollenverteilung umgekehrt ist. Es ist ideologisch zum Würgen, das finde ich auch, aber es ist trotzdem so, das ist einfach die Realität. Ich bin keine geborene Konservative. Ich sage nur, was ich beobachte.

  20. 13.04.2009 | 18:51

    @alleinerziehende

    Die Frage ist doch aber, was von dieser wahrgenommenen Realität “Natur” ist und was sozio-kulturell gelernt. Oder besser: Die Frage muss es eigentlich gar nicht sein, wird aber von dir aufgeworfen und entschieden, wenn du dich explizit auf die “Natur” berufst.

  21. 13.04.2009 | 18:59

    Jede Argumentation in der Art »das hat die Natur so vorgegeben« wirft in meinen Augen das Problem der Anmaßung von Wissen (Hayek) auf: das Wissen, wie das Leben anderer Menschen von der Natur vorausbestimmt ist und das Wissen, in welcher Rolle sie das Leben am besten meistern werden. Und an dieser Stelle bin ich immer sehr zurückhaltend. Ich kann da nur sagen, was ich glaube: in Freiheit sind die Chancen größer …

    Ich für mein Teil habe ja solche Modelle wie »die Frau macht Karriere als Rechtsanwältin und der Mann ist zwanzig Jahre als Hausmann für drei Kinder zuständig« nicht in die Debatte gebracht. Aber wenn es Menschen gibt, die freiwillig dieses Modell wählen, ist es doch in Ordnung.

  22. DrB
    13.04.2009 | 19:39

    > Ich muss Dir widersprechen: Lebensentwürfe sind nicht per se klug oder unklug.

    Sondern erfolgreich oder eben nicht. So isses.

  23. 13.04.2009 | 20:53

    @ stefanolix
    stimmt, dieses Wissen maße ich mir tatsächlich an. Nicht im Detail und für den Einzelfall, sondern im Großen und Ganzen, sozusagen in Trends, Tendenzen, Wahrscheinlichkeiten.

    @ DrB
    richtig, siehe oben 13:06 letzter Absatz

    @ Rayson
    stimmt auch. Ich hatte das Thema “von der Leyen” insofern erweitert, als ich meinte, ich sei einmal mehr gegen ihr Programm, weil sie damit nicht nur manipulativ einen Trend stärkt, sondern obendrein einen Trend stärkt, der genau in die falsche Richtung geht.
    Dieser Trend wird mittelfristig mehr kriminelle Jugendliche, Scheidungen, Alleinerziehende, Armut usw. erzeugen.

  24. 13.04.2009 | 21:09

    @ David und stefanolix
    Lest doch bitte mal das hier. Alle Fragen sind beantwortet, wie es doch gehen kann, alles in dem Text drin :-)

  25. 13.04.2009 | 21:15

    Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der es lauter solche endgültigen Wahrheiten gab. Und eines Tages wurden sie alle vom Wind der Geschichte weggeweht. Meine Skepsis ist durch Erfahrung gereift … Ich bestreite doch überhaupt nicht, dass es Unterschiede zwischen Frau und Mann gibt. Aber ich ziehe daraus andere Schlüsse als Du.

    SCNR: Ist das Anmaßen von Wissen nicht früher immer die Rolle der Männer gewesen? Der Mann wusste alles sicher — oder er las es seiner Gattin zumindest aus der Zeitung vor. Ach, müssen das noch Zeiten gewesen sein;-)

  26. 14.04.2009 | 11:06

    Tatsächlich: Die Alleinerziehende weiß, was Männern angemessen ist. Daseinszweck des Mannes ist die Mercedesbeschaffung.
    Der Wind weht unerwartet heftig; ich gehe dann noch etwas hyperventilieren.

  27. 14.04.2009 | 11:30

    Jetzt werden wir ganz albern;-) Bitte auf den Text achten!

  28. Klaus 
    14.04.2009 | 11:47

    @ David
    Einen mehr oder minder substanzlosen Beitrag zu schreiben ist legitim, er dient immerhin als Einstieg in eine Diskussion. Aber deine Kommentare blieben mehr oder minder substanzlos. Mehr als Schubladisierung hast du nicht geleistet. Schade.

  29. 14.04.2009 | 11:51

    Für die Substanz haben wir doch Dich.

  30. 14.04.2009 | 17:30

    @stefanolix: Ich kann in dem was die alleinerziehende vertritt keinen Dogmatismus erkennen. Es muss legitim sein auch für konservative Modelle zu werben. Dass verschiedene Lebensentwürfe gleichberechtigt neben einander stehen, heißt ja nicht dass man einen dieser Entwürfe nicht für die den anderen überlegen betrachtet, sondern dass man keine unlauteren Methoden einsetzt, um die eigenen Präferenzen zu verbreiten.

  31. 14.04.2009 | 22:22

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: es ist unbedingt legitim, für konservative Modelle zu werben. Aber um mich zu überzeugen, sollte sich die Argumentation nicht darin erschöpfen, dass »der Mann« von Natur aus eine Bestimmung und »die Frau« von Natur aus eine andere Bestimmung hat.

    Konservative stehen erfahrungsgemäß eher selten für eine Gleichberechtigung der Lebensentwürfe.

    Wenn jemand seinen Lebensentwurf mit der »Natur« begründet, was ist dann in diesem Schema jeder andere Lebensentwurf? — Unnatürlich? Widernatürlich?

  32. 15.04.2009 | 1:17

    Gibt es irgendeinen Hinweis darauf, daß die Jugendkriminalität zunimmt?
    Nach allen Verlautbarungen der Polizei nimmt sie doch eher stetig ab. Was zunimmt ist der Anteil der schweren Gewaltdelikte im Kinder- und Jugendbereich der Anzeigenstatistik.
    Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das eine Zunahme der Gewaltheftigkeit bedeutet oder eher einer höhere Bereitschaft zur Anzeige. Kinder und Jugendliche, die in den früher ganz alltäglichen Banden herumgewildert haben, hatten ziemliche Angst, mit der Polizei zu reden. Da sind Leute ihre ganze Pubertät hindurch ständig die Treppe runtergefallen oder vom Pferd getreten worden. Außerdem blieben viele Morde und Totschlägereien völlig ungeklärt, so daß es keinen jugendlichen Tatverdächtigen geben konnte.
    Und natürlich ist es heute nicht mehr ganz so klug, wenn sich ein Schläger mit seinen Taten brüstet. So ein schönes Handyvideo landet ja irgendwann doch bei der Polizei, und dann nutzt die beste Einschüchterung von Opfern und Zeugen nichts mehr…
    Insofern ist vieleicht noch nicht einmal die Qualität der Jugendgewalt schlechter als früher. Vielleicht ist nur die Statistik besser.

  33. 15.04.2009 | 8:26

    Nach meiner persönlichen Beobachtung hat man sich natürlich früher auch gehauen, aber man wusste damals meist noch, wann Schluss ist [ich bin Jahrgang 1967]. Prinzipiell wurde nicht mehr auf jemanden eingetreten, der schon am Boden lag (Ausnahmen mag es gegeben haben). Das scheint mir heute oft anders zu sein.

  34. 15.04.2009 | 18:24

    Auf dem Schulhof oder im Bandenkrieg? Früher gehörten bei den Milieujugendlichen Messerstechereien zum guten Umgangston.

  35. 15.04.2009 | 18:44

    @stefanolix: Die aleinerziehende hat geschrieben:

    Unklug ist Polygamie, denn es wird der Natur der Frau nicht gerecht und zu viel Unglück führen. Möglich, aber unklug ist, weil es der Natur des Mannes nicht gerecht wird, wenn dauerhaft die Frau die Versorgerrolle übernimmt und der Mann sich aussschließlich um die Kinder kümmert.
    Der Mensch ist kein unbeschriebenes Blatt und Mann und Frau sind nicht gleich – daran sind nicht soziologisch bedingte Rollenmuster schuld.

    Es ist also nicht davon die Rede, dass ein Bestimmtes Modell von der Natur vorgegeben wäre und Abweichungen davon unnatürlich wären (metaphysische Natur), sondern das Männer und Frauen biologisch vorgegeben zu bestimmten Verhaltensweisen neigen und das konservative Modell diesen am ehesten Rechnung trage (biologische Natur). Ein solches Argument halte ich für völlig korrekt, eine metaphysische Natur zu konstruieren, wie du offenbar die Beiträge der alleinerziehenden siehst, würde ich als unlautere Methode werten.

    Übrigens bin ich der Meinung das die alleinerziehende falsch liegt: ein anders Modell wird der menschlichen Sexualität besser gerecht.

  36. 21.04.2009 | 13:59

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