I, Klimaschützer

Manche mögen denken der Film “I,Robot” frei nach einer Romanvorlage von Isaac Asimov, wäre eine Warnung vor übertriebener Technologiegläubigkeit. Für mich, der den Film verspätet auf das Programm des gestrigen Filmabends gesetzt hatte, war es eher eine subtile Warnung vor der Gefahr, dass eine wohlmeinende Elite auf die Idee käme, den Mensch durch Unmündigkeit vor sich selbst schützen zu müssen. Im Film kämpft Will Smith, der ganz nebenbei einigen Unfug im Sinne moderner Maschinenstürmerei von sich geben muss, gegen den Zentralcomputer V.I.K.I., der die drei Grundgesetze der Robotik nur deshalb verletzt, weil er plötzlich nicht mehr zwischen dem Mensch als Individuum und den Menschen als Kollektiv differenzieren kann.

Darin allerdings unterscheidet sich die intelligente Maschine nicht sehr von ihren heutigen Vordenkern, ob sie nun in den Parteien, in den Ministerien, in Umweltschutzorganisationen oder unter Wissenschaftlern zu finden sind. Schließlich sind diese Damen und Herren, in deren Adern noch echtes Blut fließt, schon kräftig dabei den Individuen mehr Freiheiten zu rauben als es zum Schutz des Individuums vor anderen Individuen nötig wäre. Insofern würde V.I.K.I. etwa als Umwelt- oder Gesundheitsminister gar keine schlechte Figur machen.

Was die Herren Bedenkenträger aus der Wissenschaft betrifft, frag ich mich, ob ich diesen Beitrag nicht auch “I, Schellnhuber” hätte nennen können?

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5 Kommentare zu “I, Klimaschützer”

  1. Paul
    5.04.2009 | 9:31

    Der kann schon zwischen Kollektiv und Individuum unterscheiden. Je mehr die Politik das Klima rettet, desto mehr Fördermittel wandern vom Kollektiv der Steuerzahler zum seinem Institut.

    Besonders ironisch wie der Herr Klimaschützer von den Lobbygruppen redet. Als ob er und andere Klimaschützer nicht auch Lobbyismus betreiben. Sie geben nur vor es für die Interessen der Menschen zu tun.

  2. Shin
    5.04.2009 | 10:41

    Asimov bitte mit einem s, mit Assi hat das nichts zu tun :-D

  3. 5.04.2009 | 12:19

    @shin:

    Sorry, das lässt sich einrichten.

  4. 5.04.2009 | 12:24

    @Paul:

    Ich denke nicht das der Mann aus bloßem Eigeninteresse macht. Ich habe lange genug mit der Klientel zusammengearbeitet und weiß dass die Damen und Herren der Umweltsparte wahre Überzeugungstäter sind. Der Mann ist von jedem Wort was er sagt felsenfest überzeugt. Man muss nur das selbstherrliche Geschwurbel über seinen Weg vom Knaben zum Wissenschaftler lesen um zu sehen, dass sich hier Selbstüberschätzung und Sendungsbewusstsein zu einem gefährlichen Cocktail zusammenbrauen.

  5. Paul
    5.04.2009 | 14:36

    @Steffen

    Ja leider. Mit einfachem Eigeninteresse könnte ich ja noch umgehen. Ist manchmal wie eine Ersatzreligion.

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