Warum sich Deutsche und Schweizer so schwer verstehen (und warum es doch ab und zu klappt)

schreibt wunderschön und auf äußerst sympathische Art und Weise Thomas Hürlimann bei der FAZ.

Disclaimer: Ich mag den Text nicht nur wegen der Schlusspointe.

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3 Kommentare zu “Warum sich Deutsche und Schweizer so schwer verstehen (und warum es doch ab und zu klappt)”

  1. Parker8
    26.03.2009 | 0:36

    Die Zahl der “Die Deutschen verstehen die Schweizer nicht”-Artikel explodiert ja gegenwärtig. Dabei ist der zugrundeliegende Fakt ganz handfest, auch für die Wahrnehmung jenseits der Grenze:

    Die Dimensionen sind viel grösser als bisher vermutet: Bis zu 42% des von Schweizer Banken verwalteten Geldes oder 2150 Mrd. Fr. stammen von Privatkunden aus dem Ausland – und wurde im Ursprungsland womöglich nicht versteuert. Nur 14,5 bis 20,5% der Auslandvermögen stammen von institutionellen Anlegern wie Pensionskassen, die mit Sicherheit kein undeklariertes Geld in die Schweiz bringen.

    Natürlich freuen sich bestimmte deutsche Kreise gerade darüber; andere nicht so. Man braucht nur mal zu extemporieren, wieviel davon deutsches Geld ist – zurückhaltend: die Hälfte -, und darauf dann den aktuellen 25 Prozent-Steuersatz anwenden, um die relevante Dimension zu ermessen.

    In jedem Falle sollte man die Diskussion in diesem weltlichen Rahmen belassen.

  2. 26.03.2009 | 0:41

    Du verfängst dich in deiner eigenen politischen Agenda, lieber Parker8, wenn du die Schwierigkeiten zwischen Schweizern und Deutschen auf die Geldanlagen von Deutschen in der Schweiz reduzieren möchtest.

    Denn natürlich geht es hier z.B. auch um die Frage, auf welcher politischen Ebene Entscheidungen getroffen werden.

  3. F.Alfonzo
    26.03.2009 | 1:07

    Ja, der Mann spricht einige, m.E. sehr gute Punkte an, die das unterschiedliche Politikverständnis in den beiden Ländern erklären, vor Allem das Streben nach vs. dem Misstrauen ggü. einer mächtigen, zentralistischen Regierung…

    Die Tagespolitik is doch letztendlich nur ein Spiegel dieses Politikverständnisses (warum interessiert man sich in Deutschland bspw. für die Steueroase Singapur, während in der Schweiz nicht mal eine Bundesregierung existiert, die einheitliche Steuersätze für alle Kantone festlegt?
    Übrigens wird in dieser Diskussion m.E. oft Ursache und Wirkung vertauscht… die Schweizer haben doch ihre Gesetze nicht deshalb, weil sie damit das ausländische Kapital anlocken können, sondern das Kapital kommt wegen den Gesetzen, die in dieser Form nur Aufgrund einer tiefsitzenden (und wie man jetzt eindrucksvoll beobachten kann: berechtigten) Abneigung gegenüber Fremdherrschaft (von außerhalb oder innerhalb des eigenen Landes) bestehen.

    Irgendwie ist es doch pervers, dass der einzige, wirklich demokratische Großstaat in Europa als eine Ansammlung von Kriminellen dargestellt wird, das spricht wirklich Bände über die EU-Regierungen.

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