24. Februar 2009
Unsinn mit CO2
Dass es eine globale Erwärmung gibt, halte ich für wahrscheinlich. Dass der Mensch dabei mitgewirkt hat, für möglich.
Dass der Mensch aber in der Lage sein soll, durch die in diversen Protokollen Maßnahmen beschlossenen Maßnahmen diesen Wandel des Klimas zu stoppen, ist aus meiner Sicht eine mutige Behauptung. Siehe dazu Vince Ebert (ab Minute 1:48 zum Thema, ab Minute 4:22 kommt mein Argument
):
Aber nehmen wir auch das nochmal als gegeben hin. (Merkt jemand, wie immer unwahrscheinlicher die Voraussetzungen werden?)
Dann müssen wir, damit unsere Politik eine Berechtigung zu dem hat, was sie gerne tun möchte, auch noch annehmen, dass die in Deutschland oder in Europa umgesetzten Maßnahmen dazu beitragen. Und da müssen wir einfach konstatieren: Das tun sie nicht. Oder zumindest nicht im messbaren Bereich. Was wir uns hier vom Munde an CO2 absparen, macht ein Furz Wachstum in Indien und China sofort zunichte.
Es gibt ein deutliches Zeichen dafür, dass die CO2-Maßnahmen der Politik gar nicht darauf abzielen, das behauptete Problem zu lösen: Sie sind dazu nämlich teilweise gar nicht geeignet. Nehmen wir z.B. die Beschlüsse für den Automobilsektor: Obwohl der CO2-Ausstoß komplett mit dem Kraftstoffverbrauch korreliert, also auch davon abhängt, wie viel und wie schnell gefahren wird, will die europäische und die deutsche Politik Maßnahmen an den genormten Durchschnittsverbrauch von Fahrzeugen koppeln. Das heißt, wenn ich mir einmal einen Pkw angeschafft habe, der die magische Grenze von 120mg/km unterschreitet, kann ich so sehr Gas geben wie ich will und im Jahr 40.000 km zurücklegen: Ich gelte als Klimaretter. Irgendwie scheint in der EU-Welt der schädliche Effekt von CO2 bei Fahrzeugen mit einem Normausstoß unter der festgesetzten Grenze komplett zu verpuffen. Was natürlich reiner Schwachsinn ist.
Wozu also diese Vorgehensweise? Eine bewährte Fragestellung lautet: Cui bono? Wem nutzt es? Wenn ich den Normausstoß auf Flotten von Herstellern anwende, bestrafe ich die Anbieter von großen Fahrzeugen und belohne die Anbieter von kleinen. Und jetzt raten wir alle mal, welches Land der EU im Automobilsektor vor allem wegen seiner Fahrzeuge der Premiumklasse geschätzt wird, und was für Autos in den anderen Ländern gebaut werden. Und schon haben wir einen entscheidenden Mechanismus des Gebildes EU verstanden: Die Musik, die gespielt wird, bestimmt den, der zahlt. Das geht schon, man muss die Sache nur ernst genug nehmen und mit vielen hochkarätigen Beamten am Ort des Geschehens vertreten sein.
Hinzu kommt, dass auch im Land, das fürs Klima zahlen soll, genug Menschen diese Art der “Klimabekämpfung” vorziehen: Wen hat es nicht gestört, dass der Nachbar sich das dickere Auto leisten konnte? Ein wenig Genugtuung für die Golf-Fahrer dieser Welt muss schon auch noch drin sein, wenn eine politische Entscheidung durchgehen soll….
Aber was zum Henker ist die Begründung für all das? Wir allein können das Weltklima nicht beeinflussen, und wir versuchen es auch noch mit untauglichen Maßnahmen? Es gibt natürlich eine offizielle Begründung. Die geht ungefähr so: Wir müssen das alles tun, um die Chinesen und Inder zum Mitmachen zu bewegen. Daran ist soviel Wahres, dass die Leute dort ganz sicher nicht an CO2-Verminderung denken, wenn in den älteren Industriestaaten nichts passiert. Aber der Umkehrschluss gilt eben nicht: Ob die dann wirklich mitziehen, hängt in erster Linie von den Gegebenheiten vor Ort ab, und da lässt die Weltwirtschaftskrise nichts Gutes erahnen.
Gibt es auch eine inoffizielle Begründung? Klar: Politik. Die Daseinsberechtigung von Politikern ist das Regieren. Aber sie müssen hierzulande leider auch noch gewählt werden. Deswegen besteht der Trick darin, einen Weg zu finden, Herrschaft über andere als zwingende Notwendigkeit erscheinen zu lassen. Nur so kann das Spiel weiter gehen. Und es funktioniert offensichtlich, denn die falschen Parolen von der Rettung des Klimas werden überall nachgebetet.
Wirklich traurig wird es, wenn wir uns vor Augen halten, wieviele Ressourcen in solchen untauglichen Maßnahmen versenkt werden, obwohl es wirklich Dringenderes auf dieser Welt gäbe.
Verfasst von Rayson um 21:40 Uhr in der Kategorie Humor und Satire,International,Politik,Umweltpolitik (Trackback)
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