21. Februar 2009
Genossen
… habe ich nichts so sehr wie diese Woche, in der mein mir durch Vererbung vom Großvater übertragene Verein die Bundesliga anführte. Wohl wissend, dass es damit bald vorbei sein wird: Schließlich leidet eben dieser Verein unter zahllosen Fehlinvestitionen der Vergangenheit und kann sich glücklich schätzen, für ein paar Jahre diesen Super-Trainer angestellt zu haben, bevor der in eine der besser zahlenden Ligen verschwindet.
Aber die Liga muss Favre dankbar sein. Dankbar dafür, dass er ihr gezeigt hat, dass es vor allem die fußballerische Klasse ist, die Spiele entscheidet, und nicht der Etat. Fußballerische Klasse bei Hertha? Aber klar: Favre hat sich eine Mannschaft zusammengestellt, die das kleine 1×1 des Fußballs beherrscht. Und damit bis auf Hoffenheim so gut wie allen Mannschaften dieser Liga voraus ist. Dazu kommt noch das einmalige Glück, über Klasseleute wie Pantelic oder Woronin zu verfügen, deren Vertrag zum Ende der Saison ausläuft und die sich daher besonders anstrengen, um für die immer weniger werdende Schar der zahlungskräftigen Arbeitgeber attraktiv zu werden bzw. zu bleiben.
Herthas Spitzenposition ist ein Zeichen der Schwäche der Liga. Von mir aus kann die noch ein paar Monate lang schwach bleiben…
Verfasst von Rayson um 15:18 Uhr in der Kategorie Steckenpferde der Autoren (Trackback)
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