Und tschüß!

Schlimm! Mitten in der Wirtschaftskrise geht der erste Offizier von Bord. Was soll nur aus uns werden?

Was passiert, wenn der Michael nicht mehr in seinem Büro sitzt? Oder – unvorstellbar! – wenn auch niemand anderes sich dort zu sitzen einfindet? Wenn gar niemand mehr die Wirtschaft lenkte und leitete?
Was macht die Wirtschaft dann? Abwirtschaften? In Panik auseinanderlaufen? Das Produzieren und Verkaufen wegen ausbleibendendem staatlichen Fingerzeig einstellen?

Ein Wirtschaftsminister taugt bestenfalls dazu, die Wirtschaft vor allfälligen Regulierungen zu bewahren. Er ist also nur dann gut, wenn er nichts tut oder das Tun verhindert.
War Glos so einer? Falls ja, dann ist es schade um ihn. Falls nicht, dann weinen wir ihm doch keine Träne nach.

PS: Zum politischen Theater, wer in welcher Partei wen wie gemobbt und wer sich an wem wie gerächt und wer sich darob schadenfroh die Hände reibt – dazu äußere ich mich nicht.
Die Grenzen dessen, was ich gerade noch für niveauvoll halte, sind offenbar lange vor dem Niveau der deutschen Nachrichtensender und großen Zeitungen erreicht. Dschungelcamp und DSDS für Tagesschau-Gucker und Parteienstaats-Junkies.

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82 Kommentare zu “Und tschüß!”

  1. Herbert
    8.02.2009 | 21:43

    “Er ist also nur dann gut, wenn er nichts tut oder das Tun verhindert.”
    Diese Sure hast Du offensichtlich gut gepaukt. Da bleibt mir nur noch zu hoffen, dass sie auch stimmt.

  2. 8.02.2009 | 21:51

    Heute wird auch gerne vergessen, dass Lafontaine 1998 die Abteilung für Grundsatzfragen der Wirtschaftspolitik ins Bundesfinanzministerium verschoben hat, wo sie bis heute geblieben ist.

    Das Bundeswirtschaftsministerium ist heute nur noch das oberste Ministerium für aktiven und passiven Lobbyismus. Was die Aussage nochmal unterstreicht, dass ein Bundeswirtschaftsminister, der nichts tut, der beste ist, den man sich wünschen kann.

  3. 8.02.2009 | 23:07

    Glos war im meinen Augen immer der ungefährlichste Minister im ganzen Kabinett.

  4. Markus
    8.02.2009 | 23:12

    Wir brauchen also keine Wirtschaftspolitik und alle wird von selber gut – Amen.

    Wie wär`s mal mit etwas Theorie?

    http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=978-3-89965-323-6
    Zinn, Karl G / Die Keynessche Alternative

  5. 8.02.2009 | 23:16

    @Markus

    Fang mal lieber selbst erst mal mit den Grundlagen an und lerne, wer in Deutschland für die Wirtschaftspolitik zuständig ist. Der erste Hinweis findet sich hier in den Kommentaren.

  6. 8.02.2009 | 23:20

    @Herbert

    Wenn Unverschämtheit jedes Argument ersetzt, bist du im Spamfilter besser aufgehoben.

  7. 8.02.2009 | 23:23

    Diese Sure hast Du offensichtlich gut gepaukt.

    Oh, “Goldene Diskussionsregel Linkes Lager” Nr. 4 in der Anwendung. Nett.

  8. Herbert
    8.02.2009 | 23:34

    “Wenn Unverschämtheit jedes Argument ersetzt,…”
    Komisch, auch in Deinem Beitrag halte ich (wie so oft) nach Argumenten vergeblich Ausschau. Gib’s zu, dass Du einfach mal wieder eine Sure aus deinem Koran herunterleiern wolltest und Dir dafür jeder aktuelle Anlass billig genug ist.
    “Wirtschaftspolitik brauchma nich, Wirtschaftsminister brauchma nich. Das regelt alles der Markt.”
    Dabei regelt der derzeit gar nichts mehr außer seiner eigenen Abwicklung. Darin ist er dem Glos sehr ähnlich.

  9. 8.02.2009 | 23:42

    @Herbert

    Weißt du was? Wenn du Boches Beiträge intellektuell nicht verarbeiten kannst, ist das eine Sache. Aber wenn du dumm-dreist-dämliche Behauptungen darüber durch die Gegend pusten möchtest, was er angeblich geschrieben hat, und wenn du selbst deinerseits genau das tust, was du ihm unterstellst, nämlich unreflektierte Glaubensbekenntnisse zu verbreiten, dann ist mir sogar unser Spamfilter für sowas zu schade.

    Du darfst dich verpissen.

  10. 9.02.2009 | 0:00

    @Markus: Durch welche konkrete Aktivität des Wirtschaftsministeriums wird eine Verbesserung erreicht?

  11. Parker8
    9.02.2009 | 0:10

    @Rayson

    Eine Grundsatzabteilung für’s Nichtstun bräuchte man dann ja auch nicht wirklich.

  12. 9.02.2009 | 0:29

    @Parker8

    Es wäre wohl Ausdruck einer seltsamen Realitätsverweigerung, angesichts der massenhaften und immer weiter zunehmenden staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft ausgerechnet die Gefahr staatlicher Untätigkeit heraufzubeschwören.

    Wer da die Rolle eines Wirtschaftsministers darin sieht, dieses fröhliche Treiben auch noch zu befeuern, wird sicher nicht auf liberalen Beifall stoßen. Hingegen würde unsereins sich darüber freuen, wenn der jeweilige Minister die formale und persönliche Autorität hätte, als ordnungspolitisches Gewissen aufzutreten und zumindest den gröbsten Unsinn zu verhindern.

  13. Parker8
    9.02.2009 | 0:52

    Ich hätte gedacht, Ihr wäret die allergrößten Fans von Steinbrück und seiner Verweigerungshaltung. Insofern braucht’s einen bremsenden Wirtschaftsminister eigentlich gar nicht.

    Wie man währenddessen im Ausland über die deutsche Krisenpolitik denkt, das ist ein trübes Thema.

  14. 9.02.2009 | 0:58

    Die Libé als Verteidiger des Präsidenten Sarkozy – das hat doch Unterhaltungswert.

  15. 9.02.2009 | 1:02

    Eine Verweigerungshaltung, die zu einem Schuldenstand von vier Prozent des BIP führen wird. Ja nee, is klar.

  16. 9.02.2009 | 1:05

    @Boche

    Wer den Libé-Artikel da liest, macht sich zumindest keine Illusionen darüber, welche Rolle der Euro für die französische Politik spielt.

  17. tigger
    9.02.2009 | 1:16

    Könnte mir vielleich mal jemand ganz ohne Suren, anhand eines aus der Realität gegriffenen Beispiels die Notwendigkeit des Wirtschaftsministeriums erklären ?

  18. 9.02.2009 | 3:05

    Klar doch, tigger: Herr Glos ist Berufspolitiker. Alle anderen Ministerien sind besetzt. Ohne Wirtschaftsministerium müsste er für sein Auskommen arbeiten. Für Glos ist das Wirtschaftsministerium wichtig, um die eigene Not zu wenden.

  19. DrB
    9.02.2009 | 6:21

    Wirtschaftsministerium, Arbeitsministerium und Gemöppel gegenüber Kommentatoren sind überflüssig.

  20. R.A.
    9.02.2009 | 10:22

    Mal abgesehen davon, daß das Ministerium in der Tat überflüssig ist (genau wie die von Schavan, Zeul, Leyen, Aigner, Schmidt, Gabriel …) – einen so absurd inszenierten Politikerrücktritt habe ich noch nicht erlebt.
    Völlig ohne konkreten Anlaß wird Amtsmüdigkeit erklärt, sein Parteichef kontert mit einer Vertrauenserklärung – die Bundesregierung wird immer mehr zum Hühnerhaufen.

  21. F. Alfonzo
    9.02.2009 | 10:40

    Klar doch, tigger: Herr Glos ist Berufspolitiker. Alle anderen Ministerien sind besetzt. Ohne Wirtschaftsministerium müsste er für sein Auskommen arbeiten. Für Glos ist das Wirtschaftsministerium wichtig, um die eigene Not zu wenden.

    Die Tatsache, dass dür das Amt des Wirtschaftsministers nicht jemand ausgewählt wird, der dafür ‘geeignet’ erscheint, sondern jemand, der ‘an der Reihe ist’, auch mal Minister werden zu dürfen, zeigt doch ganz deutlich wich wichtig dieses Ministerium ist.

    Wenn’s völlig egal ist, ob der Minister von seinem Ressort Ahnung hat, ist es m.E. auch egal, ob’s dieses Ministerium gibt.

  22. FG
    9.02.2009 | 11:49

    Immerhin scheint das Ministerium als Prktikumsplatz für Nachwuchshoffnungen geeignet zu sein.

  23. DrB
    9.02.2009 | 11:50

    @RA:
    Was da passiert ist, scheint doch recht klar:
    1.) Seehofer sucht ohne Absprache mit Glos einen “Glos-Nachfolger”
    2.) Glos erfährt davon
    3.) Glos sendet Rücktrittsgesuch an den “lieben Horst”
    4.) Horst will nicht
    5.) Glos beharrt und lanciert sein Gesuch in der Öffentlichkeit
    6.) Glos-Nachfolge wird öffentlich bearbeitet
    Ich denke mal, dass der Michael Glos es nicht nötig hat sich mit Seehofer zu ärgern.

  24. DrB
    9.02.2009 | 12:00
  25. 9.02.2009 | 13:19

    Wenn’s völlig egal ist, ob der Minister von seinem Ressort Ahnung hat, ist es m.E. auch egal, ob’s dieses Ministerium gibt.

    Dann sind aber sehr viele Ministerien überflüssig. Man sehe sich z.B. nur die Sachkenntnis der Gesundheitministerin an…

  26. tigger
    9.02.2009 | 13:59

    Naja, aber da arbeiten doch bestimmt auch Leute, die sich auskennen.

  27. Die Stimme aus dem Off
    9.02.2009 | 14:07

    @ Rayson:

    War denn dann die Verschiebung der Abteilung für Grundsatzfragen ins Wirtschaftsministerium richtig oder nicht?

    Ich weiß leider nicht womit die sich in dieser Abteilung genau beschäftigt haben, daher wäre es ja interessant zu wissen, ob man in dieser Abteilung regelmäßig viel Geld ausgegeben hat.

    Hat ein Wirtschaftsministerium vielleicht irgendeinen – vielleicht auch europarechtlichen – Sinn?

  28. F. Alfonzo
    9.02.2009 | 16:22

    Naja, aber da arbeiten doch bestimmt auch Leute, die sich auskennen.

    Gegenbeweis: Gesundheitsministerium :-)

  29. RZ
    9.02.2009 | 16:50

    So wie ich das sehe ist es die Aufgabe des Wirtschaftsministers, das Handeln der anderen Minister auf Wirtschaftsverträglichkeit abzuklopfen. Eigene Kompetenzen hat er eigentlich nicht. Er kann also nur erfolgreich arbeiten, wenn er im Kabinett und im Koalitionsausschuss “Verbündete” hat, da seine Aufgabe ist, sich mit anderen Ministern anzulegen (insbesondere Finanzen, Arbeit+Soziales, Umwelt). Tatsächlich stand Glos immer allein. Von Antidiskriminierungsgesetz und Atomausstieg über den Mindestlohn und Erbschaftssteuerreform bis hin zu Einkommenssteuersenkungen, immer stand Merkel auf der anderen Seite (bei den Steuersenkungen hat sie nach der Bayernwahl die Seiten gewechselt, aber vorher Glos abgebügelt). So konnte Glos nichts erreichen. Öffentlich wird er meines Erachtens ungerecht behandelt, die Schuld liegt vielmehr in der CDU/CSU-Spitze, die sich seit dem miesen Wahlkampf 2005 nicht mehr traut, wirtschaftsliberal aufzutreten, und insbesondere bei Merkel, die erfolgreich alle wirtschaftsliberalen Kräfte von Paul Kirchhof über Laurenz Meyer bis Friedrich Merz hat fallen lassen, um sich mit weichgespülten umd meinungsfreien Typen wie Pofalla zu umgeben.

  30. DrB
    9.02.2009 | 17:44

    Der BWM ist auch Ansprechpartner für die Lobbyisten. Lobbyismus ist übrigens keine Krankheit, sondern bspw. erforderlich um die Folgen der (auch zukünftigen) Gesetzgebung abzustimmen.
    Das Arbeitsministerium gilt grob formuliert als Arbeitnehmervertretung.
    Glos ist OK und hat wohl auch uinternehmerisches Verständnis, hatte aber nix zu melden.

  31. el_don
    9.02.2009 | 18:40

    clever dieser Boche, unverfängliches Thema zur aktuellen Troll-Enttarnung gewählt!

  32. DrB
    9.02.2009 | 19:05

    Die Trollologie ist eine vglw. neue Forschungsrichtung, Voraussetzung waren hier die neuen Medien (immer gemeint hier: Das Internet) und die neue Kommunikationskompetenz “Webkompetenz”.
    Selbst führt der weise Mensch das Troll-Wort nicht im Munde, aber es lohnt sich sich mit den Trollologen und denjenigen kurz zu befassen; mit denjenigen, die im Internet kommunikativ noch am Hungertuch nagen, bekannte Kommunikationsfehler bspw. sind:
    1.) das unpassende Ad Nazium-Gehen
    2.) das Ad Personam-Gehen ohne dass es zur werthaltigen Polemik kommt
    3.) sein Deinteresse am Kommentar oder Blogeintrag, auf den man sich bezieht, äussern
    4.) für die Allgemeinheit sprechen
    5.) der Trollvorwurf selbst
    6.) die Trollologie selbst
    7.) das Beschäftigen mit dieser – wie hier geschehen – auf Meta-Ebene
    Es gibt hier also nix zu holen und dem Forscher droht geistiges Niemandsland; deshalb beenden wir auch diese kurze Betrachtung schnellstmöglich und hoffen dennoch zur Weiterbildung i.p. Webkompetenz ein wenig beigetragen zu haben.

  33. 9.02.2009 | 20:07

    Lobbyismus ist übrigens keine Krankheit, sondern bspw. erforderlich um die Folgen der (auch zukünftigen) Gesetzgebung abzustimmen.

    Eine gewisse Art der Gesetzgebung erzeugt den Lobbyismus. Der dann zur Abmilderung dieser gewissen Art Gesetzgebung “benötigt” wird.

  34. DrB
    9.02.2009 | 20:17

    In der Praxis geistern irgendwelche Referentenentwürfe herum, gelangen rechtzeitig zur Kenntnis der Betroffenen und die Gegenwehr setzt ein. Man sollte nicht glauben, dass die Juristen sich der Folgen ihrer Entwürfe immer bewusst sind.
    Man mag das als undemokratisch empfinden, ich tue das nicht, da letztlich die Volksvertreter entscheiden (wenn nicht die Lobbyisten bereits in den Ministerien sitzen und mitformulieren, auch sowas solls geben – hier greift dann idealerweise die Kontrolle durch die Medien bzw. demokratischer (Rest-)Verstand der Volksvertreter), und viele Schäden abgewendet werden können.

  35. 9.02.2009 | 20:28

    Man mag das als undemokratisch empfinden, ich tue das nicht, da letztlich die Volksvertreter entscheiden [...]

    Ich meine nur, dass es der Demokratie Schaden zufügt, wenn sie sich zu viel zu entscheiden anmaßt. Im Bereich der Wirtschafts- und Sozialpolitik ist dies vielleicht längst der Fall. Egal, wie und ob Lobbygruppen unfähige Sozial- und Wirtschaftsklempner austarieren können oder nicht.

  36. DrB
    9.02.2009 | 20:44

    Irgendwer muss ja entscheiden, der Volksvertretung ist ihre permanenten Inkompetenz in Fachfragen ja bewusst, da gibts dann auch Expertengruppen und so, Schröder war hier der Meister im Einsetzen von Experten, nur abnehmen darf man die Entscheidung den Volksvertrern nicht.
    Das was geschieht, also die Sozialdemokratiserung der Prozesse, ist letztlich politisch allgemein gewollt, man kann nur hoffen, dass der internationale Wettbewerb hier reguliert.
    Auch das wissen die Sozen natürlich, die deshalb oft merkwürdigerweise internationalistisch sind, “Wir müssen unsere Standards (dann eben) exportieren” heisst es dann schnell aus Gewerkschaftskreisen.
    Dennoch reguliert sich das alles (solange es kein stagnierend wirkendes einheitliches Weltsystem gibt).
    (Äh, wenn der Einwand Richtung Anarchokapitalismus und Plutokratie gehen sollte, also sowas gibt es wohl ansatzweise, scheitert dann wieder aus anderen Gründen. Sollte es zumindest.)

  37. el_don
    9.02.2009 | 21:04

    @drB

    don’t feed them.

    Aber Du hast recht, die inhaltliche Auseinandersetzung bleibt geschuldet, auch wenn der gemeine mitteleuropäische Feld-, Wald- und Wiesentroll zu müde ist die Augenbrauen zu bemühen bei derart satter keynesanischer zur Schaustellung oder dem Anspruch omnipotenten Durchblicks.

    Das ist das Schlimme bei diesem Blog, es gibt so selten was zu ergänzen oder zu diskutieren, außer ab und zu die Hände gen Himmel zu heben und die Kommentatoren zu beklagen, bevor man selbst zu einer jenen wird …
    Bitte also formvoll um Nachsicht vorfolgender und nun stringent bewiesener trollhafter Trollklagen :-)

  38. Markus
    9.02.2009 | 23:55

    @ Michel

    Wohl nicht nur den Wirtschaftsminister, aber besonders ihn, geht es an, anzuerkennen, daß ein wirtschaftspolitischer Kurswechsel vonnöten ist.

    So müßte endlich auch in Politikerkreisen eingesehen werden, daß der seit gut drei Jahrzehnten gefahrene Wachstumskurs sich als falsch erwiesen hat und heute “Vollbeschäftigung ohne Wachstum” angesagt ist. Von einem “immer mehr” wird man ab einem bestimmten Einkommens- und Vermögensniveau auch nicht glücklicher und vom “Problemlöser Nummer Eins” gehen außerdem massive Gefährdungen für Umwelt und Natur aus (der in diesem Blog so geschätzte Joachim Jahnke [Spamlink gelöscht - letzte Warnung! R.] hat dazu Alarmierendes dokumentiert).

    Falsche marktoptimistische Versprechungen haben aber zu einer Reichtumsökonomie mit steigender Massenarbeitslosigkeit geführt. Wann werden die Menschen mittels ihres demokratisch verbürgten Wahlrechts für einen “Change” votieren?

  39. Lina
    10.02.2009 | 8:19

    Origineller Beitrag eigentlich, aber unter der Rubrik ‘Politik’ – anstatt ‘Satire’? Da brauchts dann doch schon ein paar Argumente dazu, warum ein Wirtschaftsminister, der nichts tut, ein guter sein soll …

    Deshalb: Bravo, Herbert!

    Suren herunterzubeten, ohne gleichzeitig wenigstens eine irgendwie schlüssige Interpretation anzubieten, ist schwach. Das wird dann leicht sowas wie das mit dem Credo von der Unfehlbarkeit des Papstes. Da verpisst man sich doch gern, oder?

    Ich mach’ das jetzt auch mal. Und Tschüss!

    PS: “In der Krise des Neoliberalismus nehmen Corporate Crime und State Crime eher noch zu. Eine nationale und internationale Gegenbewegung steht auf der Tagesordnung.” (Werner Rügemer) Finde ich auch. Und Ihr? Ihr habt nichts begriffen, lest Euch weiter gegenseitig die neoliberalen Suren vor und verprellt diejenigen, die Euch dabei stören …

  40. Knut Schreiber
    10.02.2009 | 9:10

    “Falsche marktoptimistische Versprechungen haben aber zu einer Reichtumsökonomie mit steigender Massenarbeitslosigkeit geführt.”

    Was für marktoptimistische Versprechen sollen das sein? Wann und von wem sollen die getätigt worden sein und wie führen Versprechen (also Worte) zu Massenarbeitslosigkeit?

  41. 10.02.2009 | 9:30

    Da brauchts dann doch schon ein paar Argumente dazu, warum ein Wirtschaftsminister, der nichts tut, ein guter sein soll …

    Und ich dachte, jemand müsste begründen, warum er für einen Job bezahlt werden möchte.
    Jetzt habe ich gelernt, dass ich begründen muss, warum ich jemanden für seine von mir nicht bestellte Arbeit nicht bezahlen will. Eigentlich originell…
    Erinnert mich an diesen Typen, der die Straße aufreißt. Und alle gewöhnen sich dran und denken, das müsse schon seinen Sinn haben.

  42. 10.02.2009 | 10:13

    Mach’s gut, Lina. Ich finde auch, dass es an der Zeit ist zu gehen, wenn dir nur noch hohle Phrasen einfallen.

  43. Die Stimme aus dem Off
    10.02.2009 | 10:23

    Und ich dachte, jemand müsste begründen, warum er für einen Job bezahlt werden möchte.
    Jetzt habe ich gelernt, dass ich begründen muss, warum ich jemanden für seine von mir nicht bestellte Arbeit nicht bezahlen will. Eigentlich originell…
    Erinnert mich an diesen Typen, der die Straße aufreißt. Und alle gewöhnen sich dran und denken, das müsse schon seinen Sinn haben.

    Guter Vergleich. Den habe ich mir abgespeichert. Was macht eigentlich Athen? Problem gelöst?

  44. 10.02.2009 | 10:26

    Ja, danke! Hab noch nen günstigen Lokalen gefunden.

  45. der_Neue
    10.02.2009 | 10:26

    In der Krise des Neoliberalismus [...] Eine nationale und internationale Gegenbewegung steht auf der Tagesordnung

    Hier kommt doch das große Dilemma, vor dem wir stehen, zum Ausdruck. Die Finanzkrise war in erster Linie Staatsversagen (ownership-society-policy; FED-Politik; falsche Regulierung-> Aufsichtsarbitrage). Antiliberale deklarieren die Finanz- und WIrtschaftskrise aber als Krise der Marktwirtschaft / des Kapitalismus / des “Neo”-Liberalismus um.

    Dies fällt (leider) auf einen Resonanzboden in weitesten Teilen der Bevölkerung, der gekennzeichnet ist von (latent) antiliberalen Grundeinstellungen und weitgehendem Unverständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge (oder auch gezieltem Desinteresse, um nicht der “Ökonomisierung der Gesellschaft” anheim zu fallen). Die eindeutig tendenziösen Multiplikatoren in den Medien tun ihr übriges… der Schuldige ist gefunden und jetzt braucht es also eine “Gegenbewegung”. Na dann gute Nacht.

  46. 10.02.2009 | 10:28

    Zumal mir “Bewegungen” immer auch ein wenig Angst machen. Was in Schwung gerät, lässt sich zuweilen ja nicht von Argumenten oder ähnlichem stoppen.

  47. der_gute_don
    10.02.2009 | 10:45

    Dies fällt (leider) auf einen Resonanzboden in weitesten Teilen der Bevölkerung, der gekennzeichnet ist von (latent) antiliberalen Grundeinstellungen

    In der Tat, verbunden mit einer Staatshörigkeit, wie man sie kaum in einen anderen europäischen Land zu finden ist. Aber woher kommt die?

    Was in Schwung gerät, lässt sich zuweilen ja nicht von Argumenten oder ähnlichem stoppen.

    Das die Trägheit der Masse (angesichts der “Finanzkrise”) in den vergangenen Monaten mit erstaunlichen Hackenschlagen der Regierungen überwunden wurde, war für mich mal eine ganz neue Erkenntnis.

  48. Die Stimme aus dem Off
    10.02.2009 | 10:51

    Super, ich hatte nämlich am Samstag ein Treffen mit einer griechischen Größe ;-) , die ich gleich mal auf Transportmöglichkeiten ansprach.

    Aber so ohne direkte Kontaktmöglichkeiten ist das immer ein wenig schlecht. Wenn Du regelmäßig was nach Athen bringen lassen musst, dann kann ich mich mal umhören und ein paar Telefonnummern sammeln.

  49. 10.02.2009 | 10:59

    Ok, dank dir!

  50. DrB
    10.02.2009 | 10:59

    @der_gute_don:
    Eventuell etwas substanzieller, man will ja was verstehen.

  51. 10.02.2009 | 22:49

    @Markus: Also ein konkreter Zweck des Wirtschaftsminiseriums fällt dir auch nicht ein, da müssen wir Boche und den anderen Recht geben und es für sinnlos erklären.

  52. tigger
    10.02.2009 | 23:19

    Suren herunterzubeten, ohne gleichzeitig wenigstens eine irgendwie schlüssige Interpretation anzubieten, ist schwach

    Die Meinung des Gegenüber als “Sure” zu bezeichnen, um nicht darauf eingehen zu müssen, ist dagegen voll stark. Das ist so auf die Art “Hey, ich hab jetzt zwar nichts gesagt, aber dem anderen vollkommen hirnloses Rezitieren vorgeworfen.” Das macht einen zum Diskussions-King :-)

  53. Markus
    10.02.2009 | 23:27

    @ Michel

    Ja, wenn es nur um den Wirtschaftsminister ginge!

    @ Knut Schreiber

    Worte allein haben die gegenwärtige Misere sicherlich nicht herbeigeführt, aber handfeste “Reformen”.

    So wurde und wird etwa die Massenkaufkraft seit Jahren u.a. durch die Umverteilung von unten nach oben abgewürgt und dringend benötigte staatliche Investitionen in Bildung und Infrastruktur auf Sparflamme gehalten. Und wohin nur mit dem anlagesuchenden Geldsegen der Wohlhabenden? – Na, an die Börse zum Spekulieren, natürlich! Der “Vater Staat” wird`s schon richten, wenn es schiefgeht.

    Mehr Markt, weniger Staat? Gute Nacht Exportweltmeister D, nun siehtst du, wohin es führt, wenn man Arbeitslosigkeit exportiert und sich über Gebühr vom Weltmarkt abhängig macht.

  54. 10.02.2009 | 23:47

    @Markus

    Du musst in einem Paralleluniversum leben, in dem das Wort “Kredit” nicht vorkommt. In diesem Universum lassen sich die Abläufe und Ursachen der Finanzkrise aber leider nicht beschreiben. Deine Erklärung ist also keine.

    Auch die Arbeitslosen werden sich freuen, wenn du sie für exportiert erklärst.

    Dumm, dass der “Exportweltmeister”, der bei der vergangenen Bundestagswahl übrigens unisono von den Gewerkschaften und einer gewissen SPD bejubelt wurde, aus ökonomischer Sicht schon immer mehr ein Krisensymptom als ein Erfolgsausweis war. Dahinter steckt nämlich eine Unattraktivität für Kapital und ein als Produktivitätspeitsche eingesetzter Lohn, der nur noch echte Nischenanbieter überleben lässt, die, um eine gewisse Größe zu erreichen, den Weltmarkt bedienen müssen. Hinzu kommt natürlich, dass hierzulande aus diversen Gründen so gut wie keine Innovationen stattfinden – Deutschland ist eigentlich ein Wirtschaftsmuseum.

    “Umverteilung von unten nach oben” ist übrigens eine reichlich platte Behauptung. Die Verteilungswirkungen von einzelnen Politikmaßnahmen sind für den, der schon mal was von Inzidenz gehört hat, kaum nachvollziehbar.

  55. 11.02.2009 | 0:08

    Der wesentliche Grund sei die Diskussion über die Enteignungen von Banken gewesen.

    (SPON)

    Wenn das stimmt, ist das nur ein weiterer Beleg für die mangelnde Eignung dieser Person für dieses Amt. Da sollten ja nicht reiche Kapitalisten enteignet werden, sondern Eigentümer, deren kümmerliches Resteigentum ohne staatliche Hilfe eh schon längst bei den Gläubigern gelandet wäre. Es besteht überhaupt kein Grund, den moral hazard noch mehr anzufeuern als man das sowieso schon tut.

  56. DrB
    11.02.2009 | 3:47

    Moment, diese Enteignungsgeschichte, die nicht notwendig ist, da es nach meiner Kenntnis andere Lösungsmöglichkeiten gäbe, aber ein Herzensanliegen Steinbrücks darstellt (aus welchen Gründen auch immer), die will der Michael Glos dann eben nicht mehr mittragen.
    Find ich OK, auch wenn das nur das I-Tröpfelchen gewesen sein dürfte. Gerade für uns Liberale ist doch hier wirklich Schluss mit dem Spass.
    Dass Merkel den Mann dumm fand, muss nichts heissen, die würde uns auch dumm finden, die ist ja selbst dummm.

  57. Markus
    11.02.2009 | 23:47

    @ Rayson

    Mit “Paralleluniversum” greifst du jetzt aber ziemlich hoch. Wie wäre es stattdessen mit “Glasperlenspiel der Ökonomen der freien Marktwirtschaft”?

    Wo liegen für dich denn die Ursachen der Finanzkrise oder sollte man besser sagen der “Scheinblüte auf Schuldenbasis” und dem spekulativen Profitwachstum des verselbständigten Finanzsektors?

    Der fortgesetzte Export von Arbeitslosigkeit oder auch “beggar-my-neigbour”-Politik ist allerdings ein Krisensymptom, aber anders als du das auslegst.

    Man kann die neoliberale Globalisierungsbewegung seit den siebziger Jahren auch als Antwort auf das nachlassende Wirtschaftswachstum in den hochentwickelten Industrieländern ansehen. Die Produktivität wächst freilich weiter, immer mehr Märkte sind jedoch gesättigt. Die Nachfrage blieb zurück und so entstand nach und nach Massenarbeitslosigkeit, weil wirtschaftspolitisch nicht gegengesteuert wurde; im Gegenteil wurde die Nachfrageseite systematisch ausgeblendet und vernachlässigt.

    Wenn du die mit dem neoliberalen Reformprogramm beabsichtigte und auch praktizierte Umverteilung von unten nach oben bestreiten willst, solltest du vielleicht doch mal bei Jahnkes Infoportal [Spam-Link gelöscht, R.] reinschauen. Denn dort findest du aktuell so einiges über heutige “Exportweltmeister” und die Siebiger-Jahre-Reformpolitik. “Platt gemacht” hat die uns jedenfalls nicht.

  58. der_gute_don
    12.02.2009 | 0:06
  59. 12.02.2009 | 0:08

    @Markus

    Zunächst mal: Wenn du meinst, Spielchen mit mir spielen zu müssen, dann können wir das ganz schnell beenden. Beim nächsten Versuch, deinen Jahnke-Spam abzusetzen, fliegt der ganze Kommentar raus.

    Die Ursachen der Finanzkrise sind vielfälig. So vielfältig, dass ich mehrere Stunden am Stück Zeit bräuchte, sie im Zusammenhang zu schildern. Die Stichpunkte “Verschuldung der USA”, “Gläubigerstaaten ohne Finanzmärkte”, “Notenbankpolitik”, “Bankenaufsicht” und “Bilanzierungsregeln” gäben da den Einstieg (abnehmend von fundamentalen bis operativ begünstigenden Ursachen).

    Deine küchen-keynesianische Deutung halte ich für reichlich zu kurz gegriffen bis falsch. So ist z.B. das größte Nachfrageproblem die durch zu hohe Löhne erzwungene und durch einen gut ausgebauten Sozialstaat als erträglich empfundene Massenarbeitslosigkeit selbst gewesen. Es ist nun einmal so, dass Lohnerhöhungen maximal in Höhe des Produktivitätswachstums möglich sind, wenn man keine Arbeitslosigkeit erzeugen will. Aber diese Regel wurde über viele Jahre verletzt, mit den bekannten Folgen.

  60. 12.02.2009 | 0:09

    @der_gute_don

    Und doch viel zu kurz gesprungen, jedenfalls meiner Ansicht nach.

  61. DrB
    12.02.2009 | 9:07

    Ist es hier üblich zensiert zu werden, wenn man “Jahnke-SPAM” oder Vergleichbares einbringt?

  62. 12.02.2009 | 13:28

    Penetranter SPAM wird hier grundsätzlich gelöscht, ja.

  63. DrB
    12.02.2009 | 19:17

    Unzulässige permanente Gegenrede (“blog in blog”) oder bereits wenns ein oder zweimal nicht konveniert?
    Ersteres wäre nachzuvollziehen und OK, letzteres verachtenswert.

  64. Parker8
    12.02.2009 | 19:48

    Es ist nun einmal so, dass Lohnerhöhungen maximal in Höhe des Produktivitätswachstums möglich sind

    Zur Verifikation können die anschaulichen Charts von Herrn Jahnke übrigens durchaus nützlich sein. (Ich will das mit Rücksicht auf Ihre Nerven jetzt nicht verlinken.) In jedem Fall stehen Ihnen jede Menge Bonuspunkte zu, für Standfestigkeit auch Zeiten größter Anfechtung.

  65. 12.02.2009 | 20:06

    Ich weiß nicht, was du mit “permanenter Gegenrede (“blog in blog”)” meinst. Um Gegenrede geht es hier ja nicht. Nur um das, was landläufig als Link-Spam betrachtet wird: Das penetrante Platzieren ein und desselben Links.

    Im Zweifel hätten wir aber die Größe, deine Verachtung zu ertragen.

  66. Markus
    13.02.2009 | 0:23

    Wie man (mal wieder) sieht, setzt die Liberalität der Marktradikalen aus, wenn sie mit der gesellschaftlichen und ökonomischen Realität konfrontiert werden.

    Warum sollen die Besucher dieses Blogs nicht selber entscheiden dürfen, welchen Link sie lesen? Bevormundung ist kein Argument!

    Nebenbei bemerkt, ist die reale Lohnquote im exportlastigen D selbst im (Mini-)Aufschwung der vergangenen Jahre gesunken.

    Aber die gesamtgesellschaftliche Überersparnis ist nicht nur ein deutsches Phänomen, sondern betrifft alle stagnierenden hochentwickelten Volkswirtschaften. Das mag auch Jahnke so sehen, aber Keynes wußte das schon viel früher.

  67. DrB
    13.02.2009 | 2:00

    Solange keine Kommentatoren wegmoderiert werden…
    :–)

  68. 13.02.2009 | 7:45

    Na, nun jammer mal nicht Markus. Die Leser dieses Blogs haben deinen Herrn J. schon oft genug präsentiert bekommen. Wir sind ja hier keine Verlinkungshitparade, bei der man durch besonders häufiges hreffen Punkte bekommt.

  69. der_gute_don
    13.02.2009 | 8:26

    sind die Links nicht unkritisch, seit die -rel=external nofollow- von den Suchmaschinen nicht mehr beachtet werden?

  70. 13.02.2009 | 9:36

    Das kann nur unser Haustechniker (in Personalunion Admin und Blog-Gott) beantworten. ;-)

  71. 13.02.2009 | 9:42

    @DrB

    Wenn ein Kommentator meint, die Aufforderungen der Hausherrn wiederholt ignorieren zu müssen, wird es irgendwann auch mal Konsequenzen für seine Kommentare geben, ja.

    Gegenrede hingegen ist erwünscht und wird von Markus ansonsten ja auch praktiziert. Ich würde jemanden, der hier z.B. ständig den Link zu mises.org bringt, übrigens genau so behandeln.

    @Parker8

    Der Zusammenhang von Löhnen und Produktivität wird von keinem ernstzunehmenden Ökonomen bestritten. Wenn der Hinweis auf die unstrittigsten ökonomischen Erkenntnisse schon aus der Mode sein sollte, haben wir wohl nicht nur eine Finanz- oder Konjunkturkrise.

    @Markus

    Es sind keine Ersparnisse, die da kollabieren, sondern Kredite. Einfach mal Roland Baader im “Forum Ordnungspolitik” lesen (Link in der Blogroll).

    @der_gute_don

    Keine Ahnung. Solche Statistiken sind mir eh relativ egal. Spam ist aber immer Spam, egal, was Google dazu sagt. Ich habe Markus ja schon angeboten, über die Möglichkeiten von (natürlich entgeltlicher) Werbung zu sprechen…

  72. DrB
    13.02.2009 | 10:33

    Das Hausherrenkonzept ist sehr umstritten.

    Aber Ihr macht gute Arbeit, vermutlich hat mich nur der eine oder andere unerbetene Rat, den ich selbst erhalten habe, pädagogisiert.
    Ich kann mich noch an meine ersten, “etwas” aggro gehaltenen, Vorträge erinnern, die quasi biotoptestend vorausgeschickt wurden, habt ihr alle prima ausgehalten, beste Grüsse!

  73. 13.02.2009 | 10:39

    Das Hausherrenkonzept ist sehr umstritten.

    Nicht unter den Hausherren. ;-)

  74. Markus
    13.02.2009 | 23:26

    Da ist was dran, die “Hausherren” machen eigentlich einen guten Job, aber…

    @ Rayson

    Die gesamtgesellschaftliche Überersparnis (Keynes nannte dies “räuberische Ersparnis”) bildete den Kapitalstock, auf dem das unproduktive Profitwachstum der Finanzindustrie aufbauen konnte.

    Und die Arbeitseinkommen haben das Nachsehen, weil sie sich nicht mehr nach der gesamtwirtschaftlichen Produktivität ausrichten, mit der Konsequenz einer immer ungleicheren Verteilung und zurückbleibender Massenkaufkraft.

  75. 14.02.2009 | 13:30

    @Markus

    So lange in deinen Erklärungen das Wort “Kredit” nicht vorkommt, redest du über etwas anderes als die aktuelle Finanzkrise.

    Aber nur mal so am Rande: In den USA, dem Ursprungsland der Krise, gab es übrigens nicht nur keine “Über-”, sondern praktisch überhaupt keine Ersparnis. Wer waren denn dann die räuberischen Sparer? Die Chinesen vielleicht? Hugo Chavez?

  76. Markus
    14.02.2009 | 23:43

    @ Rayson

    Die keynessche “räuberische Ersparnis” gibt es natürlich auch in den USA, wo das obere Zehntel der Bevölkerung gigantische Vermögen aufgehäuft hat (ja, die Reichen fühlen sich schon von den Super-Reichen diskriminiert).

    Hier wäre also der Kapitalgrundstock fürs “Spielcasino”. Dazu kamen dann die “Finanz-Innovationen”, mit denen die Kreditspirale angetrieben wurde.

    Man nehme dann noch die Export-Überschußländer China, Japan und Deutschland hinzu und fertig ist das Spekulationschaos.

  77. Markus
    15.02.2009 | 23:14

    Zweiter Antwortversuch. Wo ist der erste?

  78. 15.02.2009 | 23:28

    Im Spamfilter.

  79. 15.02.2009 | 23:30

    @Markus

    Das obere Zehntel ist ziemlich wurscht. Wir betrachten ja die Volkswirtschaft als Ganzes, und die konnte sich über einen Mangel an Nachfrage aufgrund irgendeiner “Überersparnis” eben nicht beklagen.

  80. Markus
    16.02.2009 | 23:47

    @ Rayson

    Das obere Zehntel wäre vielleicht “wurscht”, wenn es sich ersparnismäßig nicht derart aufgebläht hätte. Ich könnte ja jetzt auf amtliche Statistiken verweisen, die ein gewisser Herr J. auf seinen Webseiten präsentiert…

  81. 17.02.2009 | 13:58

    @Markus

    Jetzt verlässt du aber aus lauter Begeisterung über deinen Lieblings-Pensionär keynesianischen, ja sogar volkswirtschaftlichen Boden schlechthin. Jedenfalls kann “Überersparnis” kaum das volkswirtschaftliche Problem sein, wenn als Ganzes überhaupt nicht gespart, sondern im Gegenteil über die Ersparnis hinaus konsumiert wird.

  82. Markus
    17.02.2009 | 20:23

    Also gut, Keynes und Jahnke magst du nicht sonderlich, aber die beiden Strategen könnten trotzdem recht haben.

    Und vergiß auch nicht den Einfluß der Überschußländer aus China und D.

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