Was die Finanzkrise verursacht hat…

Erklärungen, die wir in den nächsten Monaten öfters hören werden:

- die Profitgier (im Gegensatz zum Altruismus, der früher vorherrschte)
- die Finanzinvestoren mit ihren überzogenen Renditeforderungen (dass Daimler profitabel sein wollte, hat die Welt an den Abgrund gebracht)
- der freie Markt (was es nicht gibt, kann sich auch nicht wehren)
- der Neoliberalismus (der war sowieso schon immer an allem schuld)
- die FDP (Westerwelle war der Schmetterling, der das Chaos auslöste)
- das Gehalt von Wendelin Wiedeking
- zu wenig Aufsicht (wieviele Ämter hätten Sie denn gerne?)

Prozentsatz, der davon zutrifft: 0.

Absicht und Zufall

Da drüben beim A’Team mal wieder fleißig über Evolution, Kreationismus und religiöse Buchstabenlehre gestritten wird, werfe ich auch mal was ein:

Die Überzeugung, dass die Erde tatsächlich vor ca. 6000 Jahren innerhalb von sieben Tagen genau so geschaffen wurde, wie sie heute ist (abgesehen von den menschlichen Manipulationen an ihr), kann man wohl getrost ignorieren. Sie würde jeglicher wissenschaftlichen Erkenntnis widersprechen und wird (zumindest hierzulande) wohl nur von einigen totalen Wirrköpfen vertreten, die keinen Widerhall innerhalb der breiteren Bevölkerung finden. Ebensogut könnte man sich an einer Person reiben, die in einem Institut für Psychatrie steif und fest behauptet, sie sei Napoleon Bonaparte – eine Lebensaufgabe, letztlich aber ebenso sinn- wie bedeutungslos.

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Wer im Glashaus sitzt…

…soll nicht mit Steinen werfen. Das sollte auch für eine Firma gelten, die mit den Worten “Don’t be evil” für Sympathie wirbt. Dieser Leitsatz hält Google, den Quasimonopolisten in Sachen Internetsuche, nicht davon ab, sich der Wettbewerbsklage der Europäischen Union gegen Microsoft anzuschließen. Eine Farce angesichts des rapide schwindenden Marktanteils des Internet-Explorers auf dem Browsermarkt, der inzwischen nur noch bei 68 Prozent liegt. Statt die bislang zweifelsohne überlegenen Produkte noch besser zu machen wird der Wettberb jetzt auf die politische Ebene verschoben. Offenbar ist den Browser-Konkurrenten nicht so sehr an der Fortführung der Innovationen gelegen, mit denen sie Microsoft bislang Paroli bieten konnten, sondern daran, einen Teil der Konkurrenz durch staatlichen Zwang auszuschalten. Langsam wird mir diese Sorte von Gutmenschen unheimlich. Es wird Zeit mit dem Mauszeiger abzustimmen und auf alternative Suchmaschinen umzusteigen.

Unsinn mit CO2

Dass es eine globale Erwärmung gibt, halte ich für wahrscheinlich. Dass der Mensch dabei mitgewirkt hat, für möglich.

Dass der Mensch aber in der Lage sein soll, durch die in diversen Protokollen Maßnahmen beschlossenen Maßnahmen diesen Wandel des Klimas zu stoppen, ist aus meiner Sicht eine mutige Behauptung. (mehr…)

Nasenbeinbruch

Die Figur “Gutenberg” im Mainzer Karneval gab dieses Jahr zum Besten, dass sie ja gerne wegen der ganzen Gasgeschichten dem Putin in den Allerwertesten treten würde, davor aber zurückschreckte aus Angst, Schröder das Nasenbein zu brechen.

‘Nuff said zum Altkanzler.

Genossen

… habe ich nichts so sehr wie diese Woche, in der mein mir durch Vererbung vom Großvater übertragene Verein die Bundesliga anführte. Wohl wissend, dass es damit bald vorbei sein wird: Schließlich leidet eben dieser Verein unter zahllosen Fehlinvestitionen der Vergangenheit und kann sich glücklich schätzen, für ein paar Jahre diesen Super-Trainer angestellt zu haben, bevor der in eine der besser zahlenden Ligen verschwindet.

Aber die Liga muss Favre dankbar sein. Dankbar dafür, dass er ihr gezeigt hat, dass es vor allem die fußballerische Klasse ist, die Spiele entscheidet, und nicht der Etat. Fußballerische Klasse bei Hertha? Aber klar: Favre hat sich eine Mannschaft zusammengestellt, die das kleine 1×1 des Fußballs beherrscht. Und damit bis auf Hoffenheim so gut wie allen Mannschaften dieser Liga voraus ist. Dazu kommt noch das einmalige Glück, über Klasseleute wie Pantelic oder Woronin zu verfügen, deren Vertrag zum Ende der Saison ausläuft und die sich daher besonders anstrengen, um für die immer weniger werdende Schar der zahlungskräftigen Arbeitgeber attraktiv zu werden bzw. zu bleiben.

Herthas Spitzenposition ist ein Zeichen der Schwäche der Liga. Von mir aus kann die noch ein paar Monate lang schwach bleiben…

Schmutzige Lieder

Während des US-Wahlkampfes war oft die Bemerkung zu hören, Hautfarbe habe keine Rolle gespielt. Das war natürlich Wunschdenken. So sehr, wie Barack Obama die Stimmen so gut wie aller Schwarzer in den USA sicher waren, so sehr wird es auch unter Andersfarbigen genug Leute gegeben haben, die eben wegen der Hautfarbe Obama nicht gewählt haben. Das mag man bedauernswert finden, aber es ist normal. Auch hierzulande entscheiden manchmal äußerliche Dinge über Wahlen: So fahren die Parteien von Kanzlerkandidaten in den Herkunftsbundesländern dieser Kandidaten in der Regel extrem hohe Ergebnisse ein, und es dürfte auch eine Menge Stimmberechtigte gegeben haben, die einen Strauß oder einen Stoiber eben nicht wählten, weil es sich da um Kandidaten aus Bayern handelte. (mehr…)

An ihren Worten sollt ihr sie erkennen…

“schlimm”
“noch schlimmer”
“Wenn Opa beim Sonntagsbraten vom Krieg erzählt…”
“Tiraden”
“Ihm kann keiner was, trieft es aus jedem seiner Sätze.”
“selbsternannter EU-Dissident”
“Provokateur”

Ganz ehrlich: Dieser Artikel, aus dem die oben aufgelisteten Zitate stammen, dieses Geschreibsel in diesem Ton, der auf Herabwürdigung und Lächerlichmachen aus ist – der erinnert mich an Hetzartikel der “Jungen Welt” oder des “Neuen Deutschland” aus DDR-Zeiten.
Da wird schlicht versucht, eine politische Position durch persönliche Angriffe zu diffamieren. Das mag in der Blog-Welt leider Usus sein. Dass es aber auch in der traditionellen Presse erscheinen darf, scheint mir ein Anzeichen dafür sein zu können, dass der “doch so freundlich wirkende Herr mit dem Kurzhaarschnitt und dem Schnäuzer” vielleicht gar nicht so falsch liegt mit seinen Parallelen zur Vergangenheit.

Dass es sich ganz offensichtlich nicht nur um den Ausrutscher eines unbedarften, jungen Journalistenlehrlings handelt, beweist der unterträglich arrogante Cohn-Bendit, der in gleicher diffamierender Tonlage dem tschechischen Staatspräsidenten für seine Rede vor dem Europaparlament den “Karnevalsorden für den besten Provokateur des Jahres” verleihen will.

Missachtung, Albernheit, persönliche Diffamierung politischer Gegner – die europäischen “Demokraten” und ihre Hetzartikelschreiber deklassieren sich selbst.

Danke, Herr Klaus für diesen Stich ins Brüsseler Wespennest!

Mitgegangen, …

Wenn der französische Staat Milliarden verteilt, dann tut er das nicht mehr mit seiner schönen, bunten, untergegangenen Währung Franc sondern mit Euro.
Und dann, das sagt mir zumindest mein Laienverstand, wertet er auch unser Geld mit ab, oder?

Besserwessi

Rüttgers glaubt nicht, dass GM ohne Opel überleben könne. Warum informiert eigentlich niemand die Bosse in Detroit darüber? Mit einem Schlag wären die Schließungs- und Verkaufspläne dann doch vom Tisch!

Maximalvorstellung

Wie müsste eigentlich eine Terrorbande aussehen, mit der Trittin nicht über die Gewährung von EU-Hilfen verhandeln wollte?

Slippery Slope?

Sitze ich da tatsächlich dem “slippery slope”-Fehlschluss auf, oder ist das nicht der erste Hinweis darauf, dass eine komplette (Teil-)Verstaatlichung des gesamten Bankensystems nicht mehr aufzuhalten sein wird?

Wenn nämlich irgendwann ausnahmslos jede Bank Staatshilfen in Anspruch genommen hat, wird es kaum noch zu begründen sein, dass der Staat bei den einen nur “stiller Teilhaber” ist, bei den anderen aber in den Gremien sitzt und z.T. die Geschäftspolitik mitbestimmt.

Warum klappt’s nicht mit dem Nachbarn?

Che betrachtet die kommunikativen Defizite des politischen Bloggens. Ich gebe ihm in weiten Teilen recht dabei.

Ein weiteres kommunikationstechnisches Kriterium kommt m.E. noch dazu: Asynchronität. Beim Bloggen kommt es weniger zu spontaner Rede und Gegenrede, die Texte sind länger und werden genauer betrachtet, und es ist schwer, zwischendurch mal etwas einzustreuen, was sonst die Gesprächssituation vielleicht entspannen würde.

Ich erwähne das als Unterschied z.B. zum Instant Messaging oder dem Austausch in Chat-Räumen, die ja auch rein schriftlich vor sich gehen, meinen Erfahrungen nach aber viel mehr von der Person vermitteln, die hinter dem Geschreibe steht.

Aber dennoch liegt es natürlich auch an der Kombination “Bloggen und Politik”. Ein paar Gründe: (mehr…)

Sparvorschlag

Ich finde, in diesen schweren Zeiten sollte man das Geld für Sinnvolleres verwenden als für Bundesligaspiele. Mein Vorschlag: Nach diesem Spieltag die Saison beenden ;-)

Und zum Wochenausklang…

… noch was Melodisches (Lautsprecher einschalten!).

Bis nächste Woche!

Finanzkrise: Der Laie staunt

Obama plant Milliardenpaket für Hausbesitzer

Und ich dachte im ersten Moment, es ginge um Ursachenforschung (und verwechselte dabei den aktuellen mit dem letzten demokratischen amerikanische Präsidenten).

Aber gut. Man kennt das ja aus der Homöopathie. Da wird Gleiches mit Gleichem behandelt. Soll ja auch wirken.

So geht’s doch

Freiwillig mit ein paar Tausend Anderen in der Kälte mehr als eine Stunde Schlange stehen. Und das nicht in der DDR für “Südfrüchte” sondern hier und heute?
Wozu? Wofür? Für das neueste Aldi-Schnäppchen? Den Lottoschein zum Superhyperjackpot? Das Ergaunern der großzügig vom Papa Staat verteilten (und von uns doch allen selbst finanzierten) Abwrackprämie?

Nein. Aus schlichter Mitmenschlichkeit. Aus Mitleid mit einem an Leukämie erkrankten Mädchen und ihren Eltern, die einen Spender suchen.

Kein Drängeln. Keine Hektik. Gemeinsames, gelassenes, geduldiges Warten und Frieren am Freitagabend. So geht Bürgergesellschaft. Ohne Zwang. Freiwillig.

Schade, dass man den Menschen hierzulande nicht häufiger zutraut, von sich heraus zu helfen. Schade, dass hierzulande diejenigen noch das Sagen haben, die glauben, zwangsbeglücken zu müssen. Und die ihren Unterhalt (ganz “selbstlos”, “gemeinnützig” natürlich) damit bestreiten, das Menschliche als Zerrbild bürokratisch geregelter “Beihilfe” (von fremder Leute Geld finanziert) zu verteilen.

Spenden ist wirklich einfach. Einfach machen.

Auto-Economics 101

Die Abwrackprämie drückt die Rabatte. Das war doch wohl abzusehen, dass der Autohandel die Abwrackprämie in höhere Preise überwälzen kann. Aus der Traum vom billigen Neuwagen.

Vom Segen des zivilen Ungehorsams

Hätte eine australische Familie nicht vor Jahren eine hohe Geldstrafe in Kauf genommen, um sich mit einer Brandschutzrodung über eine lebensgefährliche Naturschutzauflage hinweg zu setzen, dann wären ihr Haus und Hof wohl auch dem verheerenden australischen Buschfeuer zum Opfer gefallen. Wie viele andere Umweltprobleme hat die Brandkatastrophe in Australien tatsächlich eine “anthropogene Ursache”: Eine missratene Umweltpolitik.

Weg sind sie

Climate Research News berichten von zwei Videoaufzeichnungen einer führenden Autorin der sog. “Zusammenfassung für Entscheidungsträger” des IPCC-Berichts, die darin zugibt sich ihre klimawissenschaftliche Expertise während einer Zugfahrt angelesen zu haben. Das ist nur eine von mehreren Äußerungen die Stirnrunzeln induzieren. Was will man von jemanden anderes erwarten, der bei der Weltbank arbeitet, um seinen Klienten zu helfen “mit dem Klimawandel Geld zu verdienen”.

Aber zu früh gefreut, angucken ist nicht mehr möglich, denn die Videos sind bei YouTube verschwunden. So viel zur Offenheit der Klimadebatte. Peinlich, peinlich…

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