Hau wech

Eigentümer, die nach dem Staat rufen, haben ihr Eigentum schon aufgegeben. Insofern verstehe ich diese Skrupel nicht. Und vielleicht hilft ein Totalverlust ja zukünftig zu neuen Erkenntnissen in der Principal-Agent-Konstellation.

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10 Kommentare zu “Hau wech”

  1. Shin
    31.01.2009 | 0:56

    Vielleicht stehe ich auch einfach auf dem Schlauch oder hab irgendwas verpasst, aber ich verstehe nicht ganz wie du das meinst. Meines Erachtens ist der Schutz des Eigentums eine der wenigen legitimen Funktionen des Staates. Beziehst du dich auf irgendein aktuelles Ereignis?

  2. 31.01.2009 | 1:04

    Meines Erachtens ist der Schutz des Eigentums eine der wenigen legitimen Funktionen des Staates.

    Nicht der Schutz des Eigentums als solcher. Sondern nur der Wege, ihn zu erwerben.

  3. 31.01.2009 | 10:13

    Dann wäre Diebstahl nicht verboten? ;-)

  4. Shin
    31.01.2009 | 11:17

    Eigentum, das man nicht auf legitime Weise erworben hat, ist ja auch keines, sondern lediglich Besitz. Letzterer sollte idealerweise nicht geschützt sein, ersteres meiner Meinung nach schon, nicht nur dessen Erwerb. Aber ich fürchte, rückwirkend lässt sich bei vielen Dingen überhaupt nicht mehr feststellen, was von beidem sie sind. Beispiel: Die ostdeutschen Adelsfamilien, die von der DDR enteignet wurden. Haben nicht aller Wahrscheinlichkeit nach deren Vorfahren sich die Besitztümer zumeist auch nicht auf ganz legitime Weise angeeignet? Gar nicht mal unbedingt durch Raub oder Erpressung, aber durch Klüngelei mit und Privilegierung durch Könige oder Grafen oder was es da alles gab? Oft lässt sich der ursprüngliche, rechtmäßige Eigentümer gar nicht mehr ermitteln, und das ist meines Erachtens bei der ganzen Eigentumsgeschichte trotz der an sich einfachen Definition problematisch.

  5. el_don
    31.01.2009 | 18:48

    *grins*

    hoffe allerdings Dein zweiter Satz bewahrheitet sich nicht, Stichwort Informationsasymetrie und unvollständige Verträge.

  6. Dirk
    31.01.2009 | 20:56

    100 Prozentige Zustimmung. Vor allem, wenn man einbezieht, dass auch Staatsgelder Eigentum sind. Das der Steuerzahler.

  7. F. Alfonzo
    1.02.2009 | 4:49

    @ Shin:

    Wenn ich dich richtig verstehe: Das Konzept des Privateigentums ist also deshalb obsolet, weil es in der Vergangenheit von Individuen und Staaten verletzt wurde?

    Hmmmm…. seltsam.

  8. R.A.
    1.02.2009 | 17:41

    Eigentümer, die nach dem Staat rufen, haben ihr Eigentum schon aufgegeben.

    Falls Du die Hypo Real Estate meinst: Da rufen nicht die Eigentümer, sondern die Manager.
    Könnte man als Untreue werten.

  9. der_gute_don
    3.02.2009 | 14:00
  10. Shin
    5.02.2009 | 13:38

    @Alfonzo
    Hab ich was von obsolet gesagt? Privateigentum ist gut und richtig und notwendig. Es ist nur eben manchmal schwer, “Eigentum” und “Besitz” auseinanderzuklamüsern. Und das ist meines Erachtens problematisch, wenn man den Begriff “Eigentum” wirklich ernst nehmen will.

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