18. Januar 2009
Ein Abend voller Gewinner?
Auch beim ersten Hochamt der Unpolitik in diesem Jahr haben anscheinend mal wieder alle gewonnen. Natürlich nicht nur aus den Gründen, die von den dummschwätzenden Lautsprecher diverser Parteien sofort wieder verkündet wurden. Die Reaktionen der Herren Pofalla und Müntefering zum Beispiel passten sehr gut zur Saison: Man hat nur am Ende ihrer Reden den fälligen Narrhalla-Marsch vermisst.
Nein, eine Liste der Gewinner sähe eher so aus:
Koch, weil er entgegen dem Trend am Arbeitsmarkt seinen Job behält.
Schäfer-Gümbel, weil er entgegen dem Trend am Arbeitsmarkt zwei neue Jobs bekommt und fünf Jahre mehr Zeit hat, sich bekannt zu machen.
Al-Wazir, weil er bald das hessische Jammertal verlassen kann.
Hahn, weil Zuverlässigkeit anscheinend doch von den Wählern honoriert wird.
Der Typ von den Linken, weil er sich jetzt endgültig sicher sein kann, dass in Hessen genug Hirnis sich durch nichts auf der Welt davon abhalten lassen, seine Partei zu wählen.
Aber wir müssen diese schöne Illusion zerstören, denn Verlierer gab es trotzdem:
Koch, weil er nix dazugewonnen hat und weiter den Merkel-Fan spielen muss.
Schäfer-Gümbel, weil er aus der Nummer nicht mehr rauskommt und fünf Jahre lang immer weiter “twittern” muss.
Al-Wazir, weil er es zukünftig mit Claudia Roth zu tun hat.
Hahn, weil Zuverlässigkeit allein nicht reicht.
Der Typ von den Linken, weil sich in Hessen keine Sau mehr so für seinen Haufen interessieren wird wie im letzten Jahr.
Verfasst von Rayson um 23:04 Uhr in der Kategorie Innenpolitik,Politik (Trackback)
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