Wuff!

Jetzt soll nicht mehr nur gebellt, sondern gebissen werden.

Dem würden wir hier natürlich sofort zustimmen. Allerdings nichts in der Richtung, wie es Hartmut Kliemt bei “Wirtschaftliche Freiheit” als Hoffnung der Gegner freier Märkte ausführt. Der Beitrag gehört aber zu meinen “Best of” der Finanzkrise. Wie auch der Beitrag von Benedikt Fehr in der FAZ, vor allem für diejenigen, die mit Begriffen wie “Geldschöpfung” immer nur wenig anfangen konnten.

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4 Kommentare zu “Wuff!”

  1. Lina
    2.01.2009 | 19:24

    Wie auch der Beitrag von Benedikt Fehr in der FAZ …

    Endlich ist da mal einer von der Zeitung, der denen, die Geld nicht ’schöpfen’, sondern nur einnehmen und ausgeben, den ganzen Wahnsinn und die dazugehörigen Wahnsinnszahlen erklärt!

    Dank an den Verlinker !!!

    Wobei ich sehr geneigt bin, der Ergänzung eines Lesers (Jobst Berthold mit Namen) zu folgen, der an der amerikanischen Hauptwurzel gräbt und schabt: “Die Politik hat dazu dem US-Bankensektor freie Hand gelassen, diese Luft umzupacken und unter einem nebulösen Namen an die Welt zu verkaufen.”

    Es ist halt doch immer wieder die ‘Schuldfrage’, die einen so umtreibt ((-; …

  2. Dirk
    2.01.2009 | 19:49

    Was ich noch nie verstanden habe (im Ziemt Artikel wird das ja auch angesprochen) ist, warum die Feststellung, dass Menschen Fehler machen ein Argument gegen die Marktwirtschaft sein soll.

    Das Gegenteil ist doch Fall. Gerade aufgrund der Fehlbarkeit von Menschen und Theorien, die sie aufstellen, wollen wir Freiheit. Nur sie garantiert, dass man möglichst wenig unter einem Despoten leidet, der nicht nur Fehlbar ist, sondern dazu noch mit Macht ausgestattet.

  3. Libero
    4.01.2009 | 9:44

    Inzwischen ist allerdings klar, dass die Bonisysteme vieler Finanzinstitute die Mitarbeiter zu stark auf die Erzielung kurzfristiger Gewinne ausgerichtet haben.
    Wieso eigentlich inzwischen. Muß man wirklich erst in Hundeschmuck treten, bevor man merkt, das ist Hundeschmuck. Diese Gefahr bedeutet eigentlich nur bei Dunkelheit oder Blindheit.

    Inzwischen ist wahrscheinlich auch klar, das die Immobilienblase in den USA spekulativ war. Das inzwischen gilt natürlich nur, wenn man die Artikel in einigen amerikanischen Wirtschaftsmagazinen nicht gelesen hat. Dann wußten man das natürlich vorher. Eigentlich sagt das auch der nüchterne Menschenverstand, aber bei der über Jahre grassierenden Volltrunkenheit ohne Alkohol hat das wohl keiner mitbekommen.

    Abgesehen davon wurde ein Teil der Kredite nicht aufgenommen, um mit dem geschöpften Geld Verbrauchsgüter wie Autos oder Maschinen zu erwerben, sondern vielmehr, um dieses Geld an den Finanzmärkten gewinnbringend anzulegen

    Echt jetzt? Mächtig gewaltige Erkenntnis. Ein Teil, nur ein Teil? Wie närrisch muß man als Marktteilnehmer eigentlich sein, daß man glauben kann, daß eine Finanzwirtschaft um ein Vielfaches schneller als eine Güterwirtschaft wachsen kann und einen immer größere Anteil am erwirtschafteten Gewinn auf sich vereinigen kann. Vor allem, wenn man sich ansieht, wie der Gewinn erwirtschaftet werden kann. In anderen Wissengebieten nennt man das Algenblüte oder Krebswachstum. Das das nicht nachhaltig sein kann, weiß jeder Nichtnarr, aber Volkwirten sind wohl durch einen Gehirnwaschgang gegangen. Wieso sind so viele Menschen zu Nachherdenker retardiert?

    Der Markt reguliert sich selbst. Das aber nur dann, wenn die Marktteilnehmer sich selbst regulieren und sich selbst Regeln setzen und einhalten. Auch dann, wenn es für sie von Nachteil ist. Das Festsetzen und Einhalten von Regeln ist Aufgabe der Marktteilnehmer und nicht etwa das Staates. Wer da erst den Staat und dessen Justiz braucht, um Regeln festzusetzen oder sich an die Regeln zu halten, hat am Markt nichts verloren.

    Langsam tendiere ich zu der Ansicht, daß der Glaube, Erfahrungen des ehrbaren wirtschaftlichen Handels sind außer Kraft gesetzt, immer dann wie eine Seuche um sich greift, wenn die menschlichen Gedächtnisse an die Zeit des Crashes versterben oder verstummen und eine neue Generation von Narren heranwächst. Diese Narren haben sich jetzt mehr als die Finger verbrannt. Zweifelsohne ist es wichtig, das die Narren diese Lernerfahrung machen. Aber geht das auch mal ohne daß die gesamte Weltwirtschaft und Millionen inzwischen Milliarden von mehr oder weniger Unbeteiligten in ihrem Lebensglück beeinträchtig werden.

    Es gibt immer noch einen Unterschied zwischen dem Streben nach wirtschaftlichen Erfolg und der Gier. Ebenso wie es immer noch einen Unterschied zwischen Risikoscheu, Wagnis und unverantwortlichen Handeln gibt.

    Das Negieren von geschichtlichen Erfahrungen ist bestimmt keine Eigenschaft eines verantwortungsbewußten Liberalen.

  4. 14.01.2009 | 8:42

    Ich zitiere mal aus von der FAZ:

    “Anders als vielfach vermutet, spielen die Ersparnisse, die eine Geschäftsbank bei den Haushalten einsammelt, für ihre Kreditvergabe nur eine untergeordnete Rolle. ”

    Genau und damit haben wir eine ganz einfach Lösung. Die Banken dürfen eben nicht mehr als “Ersparnisse” ausgeben oder jedenfalls nicht annährend das 10-fache davon oder aber wie die Bilanzen zeigen noch weitaus darüber. Es ist einfach und klar. Mehr Geld als man hat kann man nicht ausgeben. Das gilt für alle außer dem Staat und Banken offensichtlich. Wie “gut” das klappt kann man jetzt bewunder.

    Überall wo Banken und Staat am engsten zusammenhängen sind die Problem am größten. Es ist somit klar was wir bei der Commerzbank noch erwarten “dürfen”.

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