Hau wech

Eigentümer, die nach dem Staat rufen, haben ihr Eigentum schon aufgegeben. Insofern verstehe ich diese Skrupel nicht. Und vielleicht hilft ein Totalverlust ja zukünftig zu neuen Erkenntnissen in der Principal-Agent-Konstellation.

Ist der Papst katholisch?

Meiner Meinung nach ja eigentlich nicht, schließlich hat sich in Folge des Unfehlbarkeitsdogmas die römisch-katholische Kirche von der katholischen abgespalten ;-)

Aber die Frage müsste besser lauten: Weiß der Papst, was er ist? (mehr…)

Politischer Kapitalismus

Eines der Kommunikationshemmnisse, die unsereinem begegnen, wenn man mit den Klassenfeinden diskutiert – oder besser: zu diskutieren versucht -, besteht in der Benamsung dessen, was ist. Für die andere Seite ist klar: Wir nennen das Kapitalismus, vielleicht noch unterteilt in “neoliberale”, “fordistische” oder “post-fordistische” Phasen. Für unsereins ist klar: Nee, Kapitalismus ist was anderes. Unser Kapitalismus kennt z.B. keine Subventionen, Importbeschränkungen oder Preisstützungen – kurz: Er ist keine Kennzeichnung dessen, was ist, sondern dessen, was sein sollte.

Vielleicht ist der Begriff hilfreich, den Robert L. Bradley hier beschreibt: Politischer Kapitalismus. Der nützliche Aspekt könnte darin liegen, dass man sich über das Handeln von Kapitalisten – oder besser und notwendigerweise genauer: der kapitalistischen Kriegerkaste, auch “Manager” genannt – unterhalten kann, ohne dass dies dem entsprechen könnte oder würde, was in unserem kapitalistischen Ideal vorhanden sein würde.

Wohlgemerkt, es geht hier mehr um Begriffsklauberei als um Erkenntnis. Liberale würden die Phänomene, die dem Politischen Kapitalismus zuzuschreiben sind, immer als Staatsversagen bezeichnen, denn aus unserer Sicht entstehen sie erst durch die Existenz eines sich überall einmischenden Staates. Dass sich die Kapitalisten bzw. ihre Kriegsherren dann auf die sich daraus ergebenden Möglichkeiten einstellen und lieber der politischen Küngelei frönen als sich dem mühsamen Marktwettbewerb zu stellen, ist auch für uns eine notwendige Folge dieser Gegebenheiten. Anreize wirken eben.

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist diese jedenfalls aus meiner Sicht simple Erkenntnis auch das ganze Geheimnis hinter der überflüssigen Abgrenzung, die “Linkslibertäre” vornehmen (jetzt mal ungeachtet der Differenzen, die Liberale von Libertären sowieso trennen).

Wie gesagt: Begriffsklauberei. Aber Kommunikation, so ist nun einmal meine Erfahrung, wird wesentlich durch Begriffe gesteuert. Etwas mehr Treffsicherheit wäre da etwas Feines.

Kopfnuss für Posener

Alan Posener will sich bei der Achse des Guten unbeliebt machen und glaubt dies mit einer Lanze für den klimapolitischen Optimismus von McKinsey machen zu müssen. Und weil er für die angeblichen Peanuts des Klimaschutzes ein hübsches Bild sucht, vergleicht er diese Kosten mit den Buchverlusten der Banken und stellt fest, dass die Klimapolitik dagegen gar nichts ist.

Herr Posener, die Verluste der Banken sind anders als die sinnlosen Ressourcen, die wir in Windkraft & Co. investieren, virtuelle Verluste. Schließlich haben clevere Geschäftsleute schon vor einiger Zeit die faulen Wertpapiere an die Herren Bankmanager verkauft, die jetzt feststellen mussten, dass sie keinen Pfifferling wert sind. Realkapital wurde dabei nicht vernichtet, das Ganze wurde jetzt nur eben mal richtig bewertet. Klimaschutz dagegen, auch wenn jemand wie McKinsey und Konsorten damit richtig Geld verdient, verursacht Kosten für bestimmte Dienstleistungen, die wir viel billiger hätten haben können. Jeder weiß, dass man den Stahl einer schwachbrüstigen Windkraftanlage für viele Jahre nicht mehr für andere Zwecke einsetzen kann. Die Neubewertung von Immobilien verhindert dagegen nicht, dass sich Familien oder Unternehmen in ihr breit machen. Es macht ein gewaltigen Unterschied, ob wir es mit einer ökonomischen Stimmungskrise zu tun haben, in der sich die Wirtschaft wieder fangen muss, weil es darum geht die Geschäfte der Finanzwelt wieder an die reale Güterbewertung anzupassen oder ob wir die Menschen mit einer panischen, undurchdachten Klimapolitik zwingen echtes Kapital in unwirtschaftlichen Verwendungen zu binden. Man muss kein Freund der staatlichen Bankenrettung sein, um den Unterschied zwischen der Umverteilung zu erkennen, die glaubt den Finanzmarkt wieder auf die Beine stellen zu können und der großen Kapitalverschiebung, die tatsächlich eine Ressourcenverschwendung für ein Problem darstellt, das bis heute nicht wirklich greifbar, geschweige denn unumstritten ist.

Insofern kann ich meinem Freund Michael Miersch nur sekundieren, wenn er über die Schwierigkeiten des gut Meinens und gut Machens schreibt und dem hinzufügen, dass schreiben und nachdenken auch nicht immer gleichzeitig funktioniert. Nicht, Herr Posener. Und ein kleiner Tipp dazu: Versuchen Sie mal ihre Energieversorgung mit Wind und Sonne sicherzustellen, ohne auf Backup-Energie aus russischem Erdgas zurückzugreifen. Fragen Sie Ihren Energieversorger über Risiken und Nebenwirkungen erneuerbarer Energieträger.

Neue Ziele

Mein Haus, mein Auto, meine Eigenkapitalrendite: Das Handelsblatt meldet heute, dass sich die Sparkassen ein neues Rendite-Ziel gesetzt haben. Früher hatte der Sparkassen- und Giroverband seinen Mitgliedern eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent als Ziel vorgegeben. Damit lagen die Banker von der Sparkasse noch weit hinter Herrn Ackermann von der Deutschen Bank zurück. Aber der ist ja inzwischen schon froh, wenn sich der Quartalsverlust in Grenzen hält.

In Zukunft gibt es für die Sparkassen keine feste Zielgröße mehr. Die angestrebte Eigenkapitalrendite werde nach dem »gleitenden Durchschnitt der Rendite von Bundeswertpapieren mit zehn Jahren Restlaufzeit plus Risikoaufschlag von mindestens zwei Prozentpunkten angesetzt«, schreibt das Handelsblatt. — Mich wundert nur, dass darauf niemand früher gekommen ist. Wie seht Ihr das? Ist es sinnvoll, die Leistung einer Bank an einer Größe zu messen, die auf dem Kapitalmarkt gebildet wird?

Zivilcourage

Hut ab vor Axel Prahl, obwohl er sich die Entschuldigung hätte sparen können. Ich bin immer dafür, wenn jemand in Anwesenheit anderer Mitmenschen freiwillig aufs Rauchen verzichtet, doch was das Rauchverbot betrifft bin ich wirklich intollerant. Weg damit!

“Qualitäts”-Medien

Auch beim zweiten Blogger-Seminar in Gummersbach wurde eifrig über die Unterschiede zwischen klassischem Journalismus und Blogging als neue Form von Journalismus diskutiert.

Und angesichts der Zusammensetzung des Seminars war es nicht überraschend, daß der Anspruch mancher Mainstream-Publizisten, sie würden Qualität produzieren – und die Blogs eben nicht, ganz deutlich zurückgewiesen wurde.

Vielmehr sei es im Gegenteil so, daß Blogger meist besser recherchieren und ihre Behauptungen auch durch Links nachprüfbar machen – und damit nicht nur Glaubwürdigkeit beim Leser gewinnen, sondern eben auch potentiell eine höhere Qualität des Dargestellten.

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In Stein gemeißelt

a) Palästinenser greifen israelische Soldaten an.
b) Israelisches Militär greift Ziele in Gaza an.

“The Zionists are responsible for any aggression,” sagt Hamas-Führer Mushir al-Masri.

Habe nur ich den Eindruck, dass diese Aussage für diesen Hamas-Mann (wie, meinem Eindruck nach, auch für so manchen Beobachter hierzulande) bleibende Gültigkeit hat? Egal, in welcher Reihenfolge die oben erwähnten Ereignisse oder sonstige Ereignisse der näheren oder ferneren Geschichte stattfanden?

Der Satz gehört vielleicht in Stein gemeißelt. Als Sinnbild dafür, dass der Staat Israel in den Augen Vieler wohl sowieso keine Chance hat, Normalität je erreichen zu können.

Ein giftiger Apfel

Eine bittere Pille für alle, die sich auch in Zukunft Wettbewerb und Wahlfreiheit im Technologiebereich wünschen – Apple bekommt ein Patent auf die Touchscreensteuerung seines iPhones. Nicht etwa der Quellcode der notwendigen Software, nein – so SpON – das Konzept als solches genießt jetzt den “Schutz” des Gesetzgebers:

Wichtig dürfte vor allen sein, was schon in der kurzen Zusammenfassung des Patents steht. Dort heißt es, Apple habe das Patent darauf, “Kontakte von einem oder mehreren Fingern mit dem Touchscreen-Bildschirm zu erkennen” und aus eben diesen Kontakten mit Hilfe heuristischer Methoden herauszufinden, ob der Anwender beispielsweise den Bildschirminhalt verschieben, ihn scrollen oder einen anderen Befehl ausführen will.

Passend hierzu argumentiert der Aufsatz “Of Patents and Property” aus der neuen Ausgabe von Regulation, dass der Patentschutz bis auf einige Ausnahmen bislang nur ein Innovationshemmnis war.

Wer hat noch nicht, wer will nochmal?

Es war absehbar: Die Finanzkrise und das deshalb erforderliche Eingreifen des Staates mit Milliardenbeträgen haben Schleusen geöffnet. Offensichtlich will uns die Politik zeigen, dass sie das Herumpfuschen mit anderer Leute Geld immer noch weit besser beherrscht als diese amateurhaften Banker.

Jetzt “rettet” man sogar schon den Mehrheitsbesitz reicher Familien an bestimmten Industriekonzernen. Was kommt demnächst? Kauft der Seehofer die Daimler AG und macht sie den Quandts zum Geschenk?

Schickimicki

Schlimmste Befürchtungen werden wahr und alle Klischees bestätigt: Auch noch Macs

Erledigt

Man muss Obama schon gleich für zwei Erkenntnisse dankbar sein.

Die so gut wie durchgängig lobpreisende “Berichterstattung” der deutschen Massenmedien verbietet es, zukünftig noch von “kritischem Journalismus” zu sprechen. Und die öffentlich, auch in diversen Blogs geäußerte Sehnsucht nach einem “deutschen Obama”, nach einer Lichtgestalt mit einem vergleichbaren Charisa, dürfte die Mär erledigt haben, dass das politische Ideal hierzulande ein demokratisches sei.

Abwrackprämie

Ich habe mich stets über die Abwrackprämie aufgeregt, weil ich nicht geglaubt habe, dass sie über Mitnahmeeffekte hinaus (Papa kauft den neuen Passat wie geplant, verschrottet aber Sohnemanns auf ihn angemeldeten Golf II und kauft dafür einen anderen gebrauchten Golf II für 300 Euro) wirklich genutzt würde. Wie denn auch? Wer noch ein Auto fährt, dass weniger als 2500 Euro Wiederverkaufswert hat, der kann sich in den seltensten Fällen einen Neuwagen leisten. Oder glaubt wirklich jemand, dass der Fahrer eines Golf II jetzt plötzlich jubelschreiend sein Auto für 2500 Euro verschrottet und die zigtausend Euro von der Bank holt, um sich einen Mercedes E-Klasse zu kaufen?

Ich bin aber eines besseren belehrt worden, als ich mich heute mit einer Renault-Mitarbeiterin unterhalten habe. Tatsächlich rennen die Menschen ihrem Autohaus seit zwei Wochen die Bude ein, um die Abwrackprämie zu kassieren und ein neues Auto zu kaufen. Okay, ein Drittel davon nutzen Mitnahmeeffekte. Die Übrigen aber beleben tatsächlich die Wirtschaft und sichern Arbeitsplätze.

In Mioveni und Pitesti (beides Rumänien).

Bad Idea

Die Bundesregierung schickt sich wieder einmal an mit der geplanten “Bad Bank” aus einem temporären Problem eine dauerhafte Institution zu machen. Wenn überhaupt, dann gäbe es durchaus Alternativen:

First, put 10 similar distressed assets (such as a series of collateralized debt obligations) up for auction. At the close of the auction, the Treasury pays the winning bids for nine of these properties. The 10th property (chosen randomly) gets sold to the winning bidder.

The advantage of a Bils-Kremer auction is that the Treasury buys assets and recapitalizes the firms holding those assets while paying only what some private bidder thought each property was worth. Now repeat with 10 more properties. And so on. Under this plan, nine-tenths of the liquidity comes from the Treasury, but ten-tenths of the price setting comes from the assessments of private investors with the incentive to bid judiciously. In other words, the prices can reasonably be considered fair.

Ein grüner Maulkorb?

Von mir aus können Blogger auf ihren Blogs machen was sie wollen, auch steht es ihnen frei ihre Kommentarregeln nach ihrem Gutdünken zu gestalten. Aber beschweren kann man sich ja trotzdem. So bin ich heute früh beim Lesen des Blogs “Klima der Gerechtigkeit” auf folgende Kommentarregel gestoßen:

Wir sind inzwischen jenseits der Debatte, ob der Klimawandel stattfindet, und ob er durch den Menschen verursacht wird. Diese Debatte weiterzuführen ist steril. Jetzt geht es darum die Diskussion zu führen, wie wir ihn am besten bekämpfen. Mehr zum Thema “Skeptiker” finden Sie hier.

Gut, es ist nicht gerade ein richtiger Maulkorb, aber doch ein recht eindeutiger Hinweis darauf, dass sich ein Blog, der sich mit der defizilen Frage über Klimawandel, Klimapolitik und deren Implikationen für die globale Gerechtigkeitsdebatte beschäftigt, nicht mehr mit Fragen über den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel auseinandersetzen möchte.

Obgleich die wissenschaftliche Debatte, trotz anderslautender Beteuerung, sehr wohl noch voll im Gange ist und vor allem das Ausmaß und die Ausprägung der Folgen des Klimawandels noch im unklaren sind, wird versucht eine Debatte abzuwürgen, die ganz eindeutig auch Gerechtigkeitsaspekte berührt. Klimapolitik und das tatsächliche Klimageschehen lassen sich eben nicht trennen, denn die jeweilige Änderung naturwissenschaftlicher Parameter führt stets zu veränderten Nutzen-Kosten-Konstellationen der politischen Maßnahmen und damit zwangsläufig zu Folgen für die Gerechtigkeitsdimension dieses Prozesses. Das bis heute unklare Ausmaß des menschlichen Einflusses auf den Klimawandel und diesbezügliche Erkenntnisfortschritte haben vor allem Einfluss auf die Entscheidung zwischen Vermeidungs- oder Anpassungspolitik und die Beantwortung der Frage, ob ein schnelleres wirtschaftliches Wachstum mehr Kapazitäten zur Anpassung unvermeidlicher Klimaänderungen bringt oder ob eher wachstumsschwächende Ansätze drastischer Vermeidungsmassnahmen in der Industrie, Energiewirtschaft und Landwirtschaft den richtigen Weg weisen.

Ohne eine rege und kontroverse Diskussion der naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels und der tagtäglich neu hinzukommenden Erkenntnisse der Klima- und Klimafolgenforschung können derartige Entscheidungen nicht sinnvoll getroffen werden. Wer unter diesen Bedingungen versucht die Diskussion mit derartigen Kommentarregeln zu beenden, der läuft selbst Gefahr auf seinem Blog eine “sterile” Debatte zu führen.

China und die freie Meinung

Ein für mich sehr interessanter Beitrag zum Thema China findet sich beim Spiegelfechter, der neben dumpfer Anti-FDP-Propaganda nach wie vor auch sorgfältig recherchiertes zu bieten hat. Man muss ja mit den Schlussfolgerungen nicht übereinstimmen, aber sorgfältige Recherche ist eben auch schön, wenn derjenige, der sie gemacht hat, andere Voraussetzungen und damit auch andere Ergebnisse hervorbringt.

Das Schöne an der Freien Meinungsäußerung eben. Die für mich immer noch mehr Menschenrecht ist als eine ominöse “Befreiung aus der Armut”. Denn letztere ist zwar begrüßenswert, aber Menschenrechte sind was anderes.

Teurer Spaß

Der frisch gebackene US-Präsident erweist sich als wahrer Keynesianer. Allein die Feier zu seiner Amtseinführung mutiert zu einer Konsumorgie deren Kosten auf 170 Mio. US-Dollar veranschlagt werden:

Wall Street shares and home prices have tumbled, Americans’ pensions have shrunk and the government is spending more than $1 trillion to bail out failing banks and businesses. Not exactly an opportune time to throw a $170 million party.

But that’s what Tuesday’s inauguration of President-elect Barack Obama is projected to cost when all the security, official festivities, concerts and transportation expenses are added up. Taxpayers will pick up most of the tab.

The question of whether it makes a good investment depends on one’s vantage point.

Die Ausstattung rauschender Bälle, die Beschäftigung von Sicherheitskräften und umfangreiche Transportkosten sind sicher nicht gerade Dinge, die brachliegende Kapazitäten zum Leben erwecken. Was solls, auch der größte Teil der sonstigen Maßnahmen des Konjunkturpakets wird sich wohl unweigerlich als Crowding Out privater Aktivitäten erweisen.

Kleine Klimakunde

Eine Rekordhitze in Deutschland ist ein Trend, der die globale Erwärmung belegt. Eine Rekordkälte aber ist natürlich lediglich ein Ausrutscher.

Ein Abend voller Gewinner?

Auch beim ersten Hochamt der Unpolitik in diesem Jahr haben anscheinend mal wieder alle gewonnen. Natürlich nicht nur aus den Gründen, die von den dummschwätzenden Lautsprecher diverser Parteien sofort wieder verkündet wurden. Die Reaktionen der Herren Pofalla und Müntefering zum Beispiel passten sehr gut zur Saison: Man hat nur am Ende ihrer Reden den fälligen Narrhalla-Marsch vermisst.

Nein, eine Liste der Gewinner sähe eher so aus:

Koch, weil er entgegen dem Trend am Arbeitsmarkt seinen Job behält.
Schäfer-Gümbel, weil er entgegen dem Trend am Arbeitsmarkt zwei neue Jobs bekommt und fünf Jahre mehr Zeit hat, sich bekannt zu machen.
Al-Wazir, weil er bald das hessische Jammertal verlassen kann.
Hahn, weil Zuverlässigkeit anscheinend doch von den Wählern honoriert wird.
Der Typ von den Linken, weil er sich jetzt endgültig sicher sein kann, dass in Hessen genug Hirnis sich durch nichts auf der Welt davon abhalten lassen, seine Partei zu wählen.

Aber wir müssen diese schöne Illusion zerstören, denn Verlierer gab es trotzdem:

Koch, weil er nix dazugewonnen hat und weiter den Merkel-Fan spielen muss.
Schäfer-Gümbel, weil er aus der Nummer nicht mehr rauskommt und fünf Jahre lang immer weiter “twittern” muss.
Al-Wazir, weil er es zukünftig mit Claudia Roth zu tun hat.
Hahn, weil Zuverlässigkeit allein nicht reicht.
Der Typ von den Linken, weil sich in Hessen keine Sau mehr so für seinen Haufen interessieren wird wie im letzten Jahr.

Immer noch nichts zur CoBa

Jedenfalls nichts von mir… Lust und Zeit dazu kommen hoffentlich irgendwann noch. Inzwischen der Versuch der Tröstung mit einem Artikel von Jörg Guido Hülsmann in den “Schweizerischen Monatsheften”, der vieles von dem enthält, was ich auch erwähnen würde.

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