Zensur beim Deutschen Wetterdienst?

Wahrscheinlich traut sich Herr Lux vom Deutschen Wetterdienst nur nicht zuzugeben, dass man ihm die Einsicht in die internationalen Daten zur Temperaturentwicklung verwehrt. Jedenfalls musste der arme Mann im Spiegel den globalen Klimawandel allein auf Basis der Temperaturdaten seines Heimatlandes prognostizieren. Oder sollte das auch wieder nur so eine braune Botschaft sein: Denn heute erwärmt sich Deutschland und morgen die ganze…

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7 Kommentare zu “Zensur beim Deutschen Wetterdienst?”

  1. R.A.
    17.12.2008 | 14:26

    Daß der Herr nur die eigenen Daten verwendet, ist zwar methodischer Unfug, aber fast noch zu verzeihen.

    Viel schlimmer ist aber die Desinformation bei der Interpretation der Daten.

    Daß es in den 90er Jahren einen leichten Temperaturanstieg um einige Zehntel Grad gab, ist ja unbestritten.
    Und seitdem schwanken die Temperaturen halt auf diesem, gegenüber früheren Jahrzehnten leicht erhöhten Niveau.

    Da ist es statistisch völlig normal, daß es nun immer wieder “Temperaturrekorde” gibt – auch wenn sich in der Entwicklung seit 10 Jahren nichts mehr tut.

    Es ist ja schon entlarvend, daß es wieder einmal “nicht gelungen” ist, das Maximum von 2000 zu erreichen.
    Was ja eigentlich das Gegenteil dessen beweist, was Wetterdienst und Spiegel behaupten.
    Denn die Temperaturen steigen eben nicht mehr.

    Nach dem IPCC-Modell müßte es aber mit zunehmendem CO2-Gehalt eine exponentiell steigende Temperatur geben: Ganz langsame Steigerung anfangs, und dann immer stärkere Zuwächse.

    Die realen Meßwerte mit einem Temperatursprung innerhalb weniger Jahre und dann wieder längere Stagnation passen überhaupt nicht zu den “wissenschaftlichen” Prognosen.
    Nach normalen Maßstäben sind die IPCC-Thesen eigentlich falsifiziert.

  2. Dirk
    17.12.2008 | 14:42

    Unglaublich, wie man sich die Welt nach Wille und Vorstellung selbst konstruiert. Hat was von Pipi Langstrumpf.

    Lustig war auch vorvergangenen Winter, als die Temperaturen 4 Grad über dem langjährigen Mittel lagen und gesagt wurde, das sei nur durch den anthropogenen Treibhauseffekt zu erklären und sei damit ein Beweis für die Hypothese.

    Das Gegenteil ist der Fall. Die AGW Hypothese würde auch gerade mal 0.3 Grad dieser Erwärmung erklären. Damit wäre der Winter immer noch aussergewöhnlich warm und daher selbst bei stattfindender Erwärmung laute Modelle extrem unwahrscheinlich.

    Es ist ein Indiz dafür, dass die Modelle die natürliche Variabilität völlig unterschätzen.

    Nach dem IPCC-Modell müßte es aber mit zunehmendem CO2-Gehalt eine exponentiell steigende Temperatur geben: Ganz langsame Steigerung anfangs, und dann immer stärkere Zuwächse.

    Exponentiell? Wegen des positiven Feedbacks? Nur wenn der Feedback Faktor größer 1 ist, so dass es eine Run-away-Erwärmung gibt.

  3. Florian
    17.12.2008 | 16:35

    Ebenso wenig aussagekräftig ist der Hinweis auf das immer mehr schmelzende Grönland- oder Gletschereis (was im Vergleich mit alten Bildern wirklich dramatisch ist).

    Denn ein immer stärkeres Abschmelzen der Gletscher gibt es auch dann, wenn die Temperatur nicht zunähme, sondern einfach jahrhundertelang konstanz deutlich über jener (Eiszeit!)Temperatur läge, zu der seinerzeit der Gletscher entstanden ist.
    Ein Indiz für TemperaturZUNAHMEN ist ein Abschmelzen der Gletscher daher in keinster Weise.

  4. Pantalaimon
    17.12.2008 | 23:37

    Es ist ein Indiz dafür, dass die Modelle die natürliche Variabilität völlig unterschätzen.

    Oder es war doch der Mensch…

    Solange die Wissenschaft sich streitet würde ich nichts ausschließen.

  5. Shin
    17.12.2008 | 23:48

    Lustig war auch vorvergangenen Winter, als die Temperaturen 4 Grad über dem langjährigen Mittel lagen und gesagt wurde, das sei nur durch den anthropogenen Treibhauseffekt zu erklären und sei damit ein Beweis für die Hypothese.

    Wer dergleichen behauptet hat nun wirklich keine Ahnung von Wissenschaft. Nichts kann zu irgendeiner Zeit positiv bewiesen werden. Theorien können immer nur falsifiziert werden, und diejenigen Theorien, die dem Versuch dies zu tun dauerhaft standhalten, können mit zunehmender Sicherheit als wahr angesehen werden – jedoch nach wie vor unter Vorbehalt.

  6. 18.12.2008 | 7:23

    Oder es war doch der Mensch…

    Solange die Wissenschaft sich streitet würde ich nichts ausschließen.

    Moeglich aber aufgrund der Faktenlage (Anteil des anthropogenen CO2s an den gesamten Treibhausgasen) unwahrscheinlich.

  7. Dirk
    18.12.2008 | 20:16

    @Pantalaimon

    Natürlich ist es nicht auszuschliessen, dass der Mensch der Grund dafür ist. Das ist aber nicht die Frage.

    Die Frage ist, ob eine so aussergewöhnlich warme Zeit die Hypothese des anthropogenen Treibhauseffekt untermauert oder eher das Gegenteil, nämlich ein Indiz für Schwachpunkte der Modelle sind.

    Denn es sind ja die Modelle, die so warme Zeiten aussergewöhnlich und selten nennen. (und zwar selbst unter der Voraussetzung des anthropogenen Treinhauseffekt)

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