Zukunftsinvestition

Vielleicht ist das Kaputtgehenlassen des Kaputten der beste Dienst, den der amerikanische Staat seinen Bürgern leisten konnte?

Ähnliche Beiträge


20 Kommentare zu “Zukunftsinvestition”

  1. 12.12.2008 | 11:28

    Mit Sicherheit ist Chapter 11 die beste Lösung:

    http://fdog.wordpress.com/2008/12/11/general-motors-ist-pleite/

  2. R.A.
    12.12.2008 | 14:03

    Kaputt ist hier in erster Linie der Link ;-)

  3. Lina
    12.12.2008 | 14:17

    Mich macht es kaputt, mir in Konsequenz die Masse an arbeitslos werdenden Bürgern vorzustellen. Aber prinzipiell: Ja, könnte auch eine grosse Chance für bahnbrechende Innovationen beinhalten … Highways begehen, statt befahren. Gehen fördert bekanntlich die Kopfarbeit (-; .

  4. R.A.
    12.12.2008 | 14:35

    die Masse an arbeitslos werdenden Bürgern

    Na ja – es macht ja auch keinen Sinn Leute mit Autobauen zu beschäftigen, wenn die Autos nicht gebraucht werden.

    Wobei selbst bei einer kompletten GM-Pleite (an die ich nicht glaube) nicht automatisch alle Produktionsstätten geschlossen und alle Arbeitnehmer arbeitslos werden.

    Bei den enormen Kapazitäten von GM gäbe es dann ja fast schon eine Autoknappheit ;-)

    Die GM-Werke würden dann wohl teilweise von anderen Autobauern übernommen und weiterbenutzt werden, incl. der jeweiligen Belegschaft.

  5. 12.12.2008 | 15:03

    @R.A.

    Danke für den Link-Kaputt-Tipp!

    @Lina

    Wie R.A. ja schon sagt: Wenn man Autos braucht, dann finden sich Unternehmen, die welche bauen.

  6. 12.12.2008 | 15:33

    Bei Chapter 11 gehen nicht notwendigerweise alle Arbeitsplätze verloren!

    Beispiel Lehman, wo übrigens die Kernbereiche der Bank binnen Tagen ausverkauft waren:

    http://fdog.wordpress.com/2008/09/16/unter-geiern/

  7. 12.12.2008 | 18:07

    Das es hohe Zahlen an Arbeitslosen bei den amerikanischen Autobauern geben wird, ist wohl nicht zu vermeiden. Schlimm ist es in der Tat, man mag sich die Not der Leute ja gar nicht vorstellen.

    Ich habe da neuerdings eine Internet-Bekanntschaft (*schwärm*), die mir die US-Verhältnisse in stundenlangen Videochats nähergebracht hat… leicht haben die Amerikaner es wirklich nicht. Vor allem haben sich die Preise in den letzten Jahren stark nach oben entwickelt und überall fliegen die Leute raus, wobei man dazu übergegangen ist ihnen nicht mal mehr zu gestatten ihre persönlichen Dinge vom Arbeitsplatz mitzunehmen. Sie werden dann direkt nach der mündlich eröffneten Kündigung (”you are laid out”) von Sicherheitspersonal begleitet und müssen wie Kriminelle sofort das Gebäude verlassen. Die persönliche Habe wird ihnen mit der Post zugeschickt.

    Umso erstaunlicher, dass eine solche Entscheidung – nämlich nicht zu helfen – überhaupt möglich ist. In Deutschland wäre das meiner Meinung nach nicht möglich, hier hätte man sich höchstens um die Höhe gestritten. Letztendlich wurden meine Erwartungen von der Gewerkschaft drüben dann doch nicht enttäuscht. Die lassen das Unternehmen lieber vor die Wand fahren, als die Löhne ihrer Angestellten an die der Konkurrenz angleichen zu lassen.

  8. Dirk
    12.12.2008 | 19:43

    @ Euckenserbe

    Oder (fast) sämtliche Amerikanische Fluglinien. Die fliegen alle mit Chapter 11.

  9. 12.12.2008 | 20:11

    Oder (fast) sämtliche Amerikanische Fluglinien. Die fliegen alle mit Chapter 11.

    Echt?

  10. 12.12.2008 | 21:06

    @Lina:

    Wann liest du endlich mal Frederic Bastiat und bemerkst, dass die Kredite irgendwie finanziert werden müssen, was anderen Menschen den Arbeitsplatz kostet. Nur das die nicht so konzentriert auftreten.

  11. Lina
    12.12.2008 | 21:32

    @ SteffenH

    Für wie doof hältst Du mich – immer noch (-; ? Ich bin im Gegensatz zu Dir allzeit bereit, den ‘Einbruch des Herzens’ in meinen Verstand zuzulassen, aber er trübt ihn nicht! Mir tun die vielen ‘freizusetzenden’ Leute in ihrer gegenwärtig beunruhigenden Lage schlicht: Leid.

  12. 12.12.2008 | 21:56

    @Lina:

    Mir ist klar das dir die Leute leid tun, mir tun aber auch die anderen Leid, die du nicht erwähnt hast. Aber diese Lippenbekenntnisse nutzen hier auch nichts, denn wenn man ständig solche Dummheiten macht, weil einem eine spezielle Gruppe von Leuten leid tut, dann werden einem auch in Zukunft ständig wieder neue Leute leid tun müssen. Und es werden nicht weniger…

  13. Dirk
    12.12.2008 | 21:58

    Oder (fast) sämtliche Amerikanische Fluglinien. Die fliegen alle mit Chapter 11.

    Echt?

    Laut wikipedia:

    AA is the only legacy carrier in the United States which has not filed for Chapter 11 bankruptcy protection.

  14. 12.12.2008 | 22:10

    Ist das denn eine dauerhafte Lösung? Ich bin immer davon ausgegangen, dass Chapter 11 zeitlich begrenzt ist und ein Sanierungsplan greifen muss, schon um die Aussetzung der Zwangsvollstreckung zu rechtfertigen.

    Wenn das wirklich so ist, dann ist die Luftfahrindustrie wohl die nächste, bei der hunderttausende Jobs verloren gehen. Es ist doch abzusehen, dass sich angesichts der gegenwärtigen Situation die Lage für die Luftfahrtbranche nicht entspannen wird.

  15. Dirk
    12.12.2008 | 22:20

    Ist das denn eine dauerhafte Lösung?

    Nee, das ist vorübergehend. Offenbar hatte ich es auch falsch Erinnerung. Viele Fluglinien (Continental, United) sind nach der Umstrukturierung aus Chapter 11 raus.

  16. F. Alfonzo
    13.12.2008 | 1:00

    @ Dirk:

    Ohne tiefer gehende Kenntnisse der Situation bei den Airlines vermute ich mal, dass der Rekord-Ölpreis Mitte des Jahres die ein oder andere Gesellschaft kalt erwischt hat.

  17. 13.12.2008 | 12:09

    Was mich stört ist, dass bei sowas die in der Sch… sitzen, die nicht entschieden haben, da reinzureiten.

    Während die Unternehmensführung sagt wo es langgeht, und dafür eine angeblich angemessenen Entlohnung bekommt – die nach zwei Jahren für den Rest eines guten normalen Lebens reicht – bleibt den Arbeitnehmern banges Hoffen, denn deren Ersparnisse reichen nach zwei Arbeitsjahren vielleicht für vier arbeitslose Monate.

    Genaugenommen müssten sie mit Jobwechsel drohen und ihre Häuptlinge genauso erpressen wie diese es mit den Aktionären tun. Nur sind 90 Prozent der Bevölkerung nicht so gestrickt, die sind gerne loyal, wollen im Gärtchen sitzen und nur ihre Arbeit machen. Zum Glück für die Häuptlinge, denn sonst hätten die es nicht so leicht. Aber daran denken die Häuptlinge nicht, sie werfen den Indianern sogar noch Passivität vor.

  18. DrB
    14.12.2008 | 1:11

    Ich sach immer: Der Tod ist nicht das Ende.
    Wichtig auch den Auto-Zaren mit absoluter Machtfülle ausstatten, sonst gehts ja gar nicht. Amüsant, dass das einfache Volk nunmehr Subventionen an die Arbeitgeber gutheisst und – ebenfalls lustig – die Linke davon nicht profitieren kann.
    Lasst uns zusammen OPEL retten.

  19. 14.12.2008 | 13:17

    @Marc

    Was mich stört ist, dass bei sowas die in der Sch… sitzen, die nicht entschieden haben, da reinzureiten.

    Das liegt in der Natur der Sache. Wobei das eigentliche Problem schon darin liegt, dass die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses mit “in der Sch… sitzen” gleichgesetzt wird. Das ist ja kein Naturgesetz, und dass jemand mehrere Arbeitsverträge in seinem Leben abschließt, wird nur deshalb als grundsätzlich schlimm empfunden, weil wir von früher her anderes gewohnt waren. Eigentlich in der braunen Masse stecken doch vor allem die Aktionäre. Und sie sind daran letztlich tatsächlich selbst schuld.

    Genaugenommen müssten sie mit Jobwechsel drohen und ihre Häuptlinge genauso erpressen wie diese es mit den Aktionären tun.

    Ich weiß nicht, ob man das “erpressen” nennen muss, aber ich bin davon überzeugt, dass in dieser Richtung die eigentliche Chance der Arbeit”nehmer” liegt. Wenn wir hier wirklich auf das ach so geschmähte Humankapital setzen, dann haben natürlich auch die Besitzer dieses Kapitals eine entsprechende Macht, werden dadurch quasi zu “Kapitalisten”.

  20. DDH
    14.12.2008 | 19:05

    Man greife niemals in ein fallendes Messer!

Bad Behavior has blocked 1453 access attempts in the last 7 days.