31. Dezember 2008
Zu teuer?
Als ich vorgestern mal wieder in einem völlig überfüllten Zug von Frankfurt/M. in meine Berliner Heimat fuhr, musste ich mich doch sehr über die oftmals pauschalen Klagen überhöhter Bahnpreise wundern. Wenn die Nachfrage nach Sitzplätzen höher als das Angebot ist, dann kann es sich doch eigentlich nur um zu geringe Ticketpreise handeln. Irgendwie hat die Bahn trotz diverser Preisreformen mit Bahnkarten und Frühbucherrabatten den Dreh mit dem Peak-Load-Pricing immer noch nicht so richtig raus. Es mag sein, dass der Aufwand für noch ausgefeiltere Preisstrategien nicht lohnt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Bahn jedesmal, wenn sie versucht die Preise nach der individuellen Zahlungsbereitschaft der Fahrgäste zu differenzieren, auf den erbitterten Widerstand der Fahrgäste, Verbraucherschützer und Politiker stößt, die mit diversen Fairness-Argumenten zu Felde ziehen? Umsonst ist das nicht, denn schließlich erkaufen wir uns unseren Widerstand mit unbequemen Zugfahrten in überfüllten Zügen…
Verfasst von SteffenH um 14:01 Uhr in der Kategorie Allgemein, Wirtschaft (Trackback)
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