26. November 2008
Gabriels Toaster
Vor ein paar Tagen bin ich auf folgenden Kommentar zur Förderung der Windenergie in den USA gestoßen:
Even if the market value of the power is zero or negative, the subsidies encourage wind power producers to keep churning the megawatts out….You could, as a correspondent put it to me, build a giant toaster in West Texas and be paid by generators to operate it.
Man muss nicht lange suchen um Parallelen in Deutschland zu finden. Die Bundesregierung lässt ihre “Toaster” jetzt entwickeln, liest man heute bei der Tagesschau:
Mehr Elektroautos auf den Straßen – das ist das erklärte Ziel der Bundesregierung: Bis 2020 sollen etwa eine Million batteriebetriebene Fahrzeuge das Straßenbild ergänzen. Auch Brennstoffzellen und Wasserstoffantrieb sollen gefördert und erprobt werden. Das haben Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Umweltminister Sigmar Gabriel bei der “Nationalen Strategiekonferenz Elektromobilität” angekündigt.
Es ist bekannt, dass Elektroautos bestenfalls dann eine positive Umwelt- oder Klimabilanz haben, wenn der von ihnen verbrauchte Strom aus emissionsarmen Kraftwerken kommt. Also fördert man erst die Überproduktion von Strom aus erneuerbaren Energieträgern, deren unstetig erzeugte Energie zwar nur schwer ins Stromnetz integrierbar ist, sich dafür aber wunderbar in Akkus oder in Form von Wasserstoff speichern lässt. Doch da hierfür aus Kostengründen kaum Nachfrage besteht, werden die potentiellen Abnehmer für diesen Unsinn gleich mit dazu subventioniert. So ensteht ein ganze Kette von Herstellern, deren Geschäftsmodell von hinten bis vorn auf einer fixen politischen Idee und Unmengen von Steuergeldern basiert, das niemand wirklich nachfragt, außer deutschen Umweltpolitikern und industriellen Subventionsgewinnlern auf ihrem klimapolitischen Egotrip.
Verfasst von SteffenH um 22:02 Uhr in der Kategorie Umweltpolitik (Trackback)
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