18. November 2008
Es fällt auch Linken auf…
Nehmen wir die schillernden Etiketten Neoliberalismus oder neoliberale Globalisierung, die alles und nichts erklären. Man könnte selbstredend auch andere gebräuchliche Formeln der globalisierungskritischen Bewegungen nehmen. Inzwischen sind diese Etiketten weit davon entfernt, Werkzeug für kritisch differenziertes Denken zu sein. (…) Schließlich lassen uns aber die geronnenen Generaletiketten, aller Dynamik des Sozialen entleert, angesichts eines differenzierten gesellschaftlichen Umbruchs eher hilfs- und begriffslos zurück.
Offenbar aus: “Cluster. Die neue Etappe des Kapitalismus= Materialien für einen neuen Antiimperialismus 8″ von Detlef Hartmann und Gerald Geppert, zitiert nach Che2001 drüben bei shifting reality.
Sag’ ich doch schon lange, das. Sicherlich gibt es Fehlentwicklungen, soziale Verwerfungen und meinetwegen auch offensichtliche negative Folgen von Gier, Korruption und Rücksichtslosigkeit auf der Welt. Diese aber alle unisono als “Neoliberalismus” abzutun, ist einfach nur blöd. Sicherlich werden Hartmann und Geppert zu komplexeren Schlüssen kommen, die anschließend alle Schuld trotzdem beim Kapitalismus und seinen modernen Erscheinungsformen finden, aber was sie hier schreiben, finde ich schon einmal gut.
Verfasst von Karsten um 09:32 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)
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