Timing

Dass Paul Krugman den Nobelpreis verdient hat, bezweifeln wohl nur wenige seiner Fachkollegen. Es fällt allerdings sehr schwer, den Umstand, dass er ihn gerade jetzt und auch noch allein bekommen hat, nicht als Versuch zu verstehen, in den amerikanischen Wahlkampf einzugreifen.

Ähnliche Beiträge


13 Kommentare zu “Timing”

  1. DDH
    13.10.2008 | 21:10

    Wie tief muß ein Mensch sinken, um Nobelpreisträger zu werden?

  2. 13.10.2008 | 21:42

    MR hat natürlich wieder ein paar schöne Zusammenfassungen seiner Arbeit:

    http://www.marginalrevolution.com/marginalrevolution/2008/10/paul-krugman-wi.html
    http://www.marginalrevolution.com/marginalrevolution/2008/10/what-is-new-tra.html

    Den Leuten, die sich ohne Ansehen seiner enormen theoretischen Leistungen lediglich darüber freuen, daß ein Demokrat und Bushgegner den Nobelpreis gewonnen hat, sollte man vielleicht sein Buch “Pop Internationalism” aus den 1990ern ans Herz legen. Eine nette, teilweise auch schön polemische Freihandels-Verteidigung.

  3. F.Alfonzo
    14.10.2008 | 4:36

    @ DDH:

    Langweile?
    Oder ist die Auszeichnung mit dem Nobelpreis kürzlich als unliberal erklärt worden?
    Wenn ja, von wem?

  4. Herbert
    14.10.2008 | 9:27

    Für ein Eingreifen in den amerikanischen Wahlkampf auf Krugmans Seite ist es ein bisschen zu spät, denn der Mann hat sich sehr für Hillary stark gemacht.

  5. 14.10.2008 | 9:35

    Es ist ja auch kaum schlüssig, dass die Schweden in den Kampf zwischen Obama und Hillary eingreifen wollen würden. Sondern, wenn überhaupt, dann doch eher im Kampf Demokraten gegen Republikaner.

  6. 14.10.2008 | 10:02

    http://reason.com/news/show/129435.html

    hat auch einiges gutes über Krugmann zu sagen. Weil dafür, dass er der bekannteste “linke” Ökonom ist, wären seine Vorstellungen in Europa fast schon liberal.

  7. 14.10.2008 | 10:37

    Vielleicht war es einfach nur schwierig einen Ökonomen zu finden, der sich nicht auf eine Seite geschlagen hat und gleichzeitig nobelpreisträchtige Leistungen vorweisen kann? Vorschläge?

  8. DDH
    14.10.2008 | 14:09

    Nobelpreise sind Prämien für Antiliberalismus. Seit Al Gore ist dieser Satz UNUMSTÖSSLICH!

  9. Michel
    14.10.2008 | 18:52

    @ DDH: Polemisierst du noch oder stellst du schon Dogmen auf?

  10. Herbert
    15.10.2008 | 16:44

    “Weil dafür, dass er der bekannteste “linke” Ökonom ist, wären seine Vorstellungen in Europa fast schon liberal.”
    Krugman ist ein moderater und pragmatischer Marktwirtschaftler. Gerade deshalb attackierte er die Wirtschaftspolitik der Bush-Administration schon zu Zeiten, als das noch nicht so schick war. Gerade deshalb ist es aber auch so erstaunlich, dass die Bush-Administration unter Europas Liberalen so lange so viele Fürsprecher hatte.

  11. Libero
    15.10.2008 | 16:56

    UNUMSTÖSSLICH!

    Die Geschichte ist voll mit für UNUMSTÖSSLICH gehaltenen Dogmen und Lebensweisheiten. Die Friedhöfe mit Menschen, die an sie geglaubt haben.

  12. 15.10.2008 | 17:11

    Was für eine Plattitüde.

    Die Geschichte ist voll mit undogmatischen Gedanken und die Friedhöfe mit Menschen, die an Dogmen zu rütteln wagten.

  13. 15.10.2008 | 20:30

    Gerade deshalb ist es aber auch so erstaunlich, dass die Bush-Administration unter Europas Liberalen so lange so viele Fürsprecher hatte.

    Hatte sie?

Bad Behavior has blocked 1453 access attempts in the last 7 days.