Feiertag

Vielleicht sollten auch Liberale etwas mehr Traditionspflege betreiben. Alleine schon, um dem von den Linken geprägten schiefen Geschichtsbildern in Deutschland etwas entgegenzusetzen.

Also feiern wir heute mal den 200. Geburtstag von Schulze-Delitzsch.

Und nicht vergessen:
Ein ordentlicher Liberaler hat sein Konto bei der Volksbank …

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15 Kommentare zu “Feiertag”

  1. 29.08.2008 | 16:58
  2. 29.08.2008 | 19:20

    Und schon wieder bin ich ein Schmuddel-Liberaler :)

  3. F.Alfonzo
    29.08.2008 | 21:55

    …ein ordentlicher Neoliberaler hat sein Konto natürlich bei der Deutschen Bank, schon alleine als Sympathiebekundung für den Neoliberalen Ackermann, und wenn das Preis/Leistungsverhältnis noch so schlecht sein mag…
    …es geht hier schließlich um die neoliberale Sache! :-)

  4. der gute don
    29.08.2008 | 22:15

    …ein ordentlicher Neoliberaler hat sein Konto natürlich bei der Deutschen Bank, schon alleine als Sympathiebekundung für den Neoliberalen Ackermann, und wenn das Preis/Leistungsverhältnis noch so schlecht sein mag…

    hmm, Deine analytischen Fähigkeiten machen mir echt Angst. Und btw, das Preis/Leistungsverhältnis ist wirklich schlecht bis man (nach 12 Jahren) endlich mal persönlichen Kontakt aufgebaut hat.

  5. Lina
    29.08.2008 | 22:27

    @ F.Alfonzo

    Wenn Ackermann ein “Neoliberaler” ist, dann wende ich mich von dieser Spezies doch noch mit Grausen ab; war er es nicht, der auf dem Höhepunkt der Bankenkrise mit seinem Ruf nach staatlicher Intervention den Eindruck erweckte, er wolle Gewinne privatisieren, Verluste aber sozialisieren? So ein Halunke…

  6. der gute don
    29.08.2008 | 22:42

    Gewinne privatisieren, Verluste aber sozialisieren? So ein Halunke…

    das Gegenstück zur Idee der Linken, die Angestellten am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Aber nur wenn das Betriebsergebnis positiv ist.

  7. F.Alfonzo
    29.08.2008 | 22:51

    @ don, Lina:

    Gut, ich stelle gerade fest, dass ich meine geplante Karriere als zynischer Komiker wohl endgültig ad acta legen muss. Entweder ist mein Humor zu subtil, oder einfach grottenschlecht ;-)

    Um den Hintergrund meines Beitrags mal zu erläutern: Es geht um das nicht greifbare Feindbild des Neoliberalen. Ackermann spielt dabei natürlich eine große Rolle (der Mann muss ja grundsätzlich als Prügelknabe für alles herhalten, egal, um was es eigentlich geht; ob er “neoliberal” ist oder nicht, weiss ich nicht, da es keine Definition für diese Eigenschaft gibt).

    @don: Ich weiss, dass das Preis/Leistungsverhältnis schlecht ist, deswegen habe ich das auch so geschrieben (vielleicht sollte man Satire nicht mit Fakten durchmischen).

    @Lina: Klar, das ist ja quasi seine Pflicht als Vorstandsvorsitzender; der Mann handelt nicht ideologisch, sondern gem. Maximierung des Shareholder-Value. Die Aktionäre der Deutschen Bank lieben ihn sicherlich, weil er für sie einen guten Job macht, was andere denken, kann ihm wurst sein (mir wär’s auch egal).

    Fazit: Der Witz hat nicht gezündet, peinlich für mich; können wir schnell über etwas anderes sprechen?
    Z.B. über Schulze-Delitzsch?

  8. Lina
    29.08.2008 | 23:03

    @ F.Alfonzo

    …dass ich meine geplante Karriere als zynischer Komiker wohl endgültig ad acta legen muss.

    Nein, bloss nicht! Dein Plan ist erhaltenswert! Hab’ doch kapiert, nur meinerseits auf faktendurchmischende Smileys vergessen…

    PS: Nein, sorry, über Schulze-Delitsch möchte ich jetzt nicht mehr sprechen (wer ist das überhaupt ;-) ?

  9. F.Alfonzo
    29.08.2008 | 23:03

    Off-Topic Nachtrag @ Lina:

    Die Deutsche Bank hat die Kreditkrise übrigens wesentlich besser gemeistert, als alle anderen großen (Investment-) Banken. Das ist nicht zuletzt Ackermann zu verdanken.

    Ich kann mich an ein Interview mit Ackermann erinnern, in dem er gesagt hat, dass er ab Anfang 2007 ‘angeordnet’ hat, alle amerikanischen subprime-Kredit-Papiere abzustoßen. Just in time, sozusagen. Die Bilanzen der DB beweisen das. Die “Genies” von Goldman Sachs, Merill Lynch oder Bear Stearns haben das nicht auf die Reihe bekommen.
    Da soll noch mal einer sagen, der Mann wäre überbezahlt; die Aktionäre der DB würden ihm wahrscheinlich auch das doppelte Gehalt genehmigen…

  10. F.Alfonzo
    29.08.2008 | 23:17

    Ich muss zugeben, den Namen Schulze-Delitsch bis heute nie gehört zu haben; musste gerade Wikipedia bemühen.
    Peinlich. Muss dringend mal was über den Mann lesen.

    …liegt aber vielleicht auch daran, dass er (aus heutiger Sicht) im gigantischen Schatten von Bastiat verschwunden is, wenngleich er auch etwas später politisch aktiv wurde.

  11. 30.08.2008 | 1:35

    ich habe mein Konto tatsächlich bei der Volksbank! :-) …hab das bisher nur nie als politische Aussage verstanden.

    allerdings auch nur das Girokonto… also hört es da schon wieder auf. mein Tagesgeldkonto hab ich bei einer isländischen Bank und mein Wertpapierdepot bei einem Online-Anbieter.

  12. 30.08.2008 | 8:14

    Vor 20 Jahren hatten hier einige Kommunalpolitiker ihr Konto ganz bestimmt nicht bei der Sparkasse. Der Sparkassendirektor mischte aktiv in der Kommunalpolitik mit und es wurde mit allen Tricks gekämpft. Da waren sogar Parteifreunde vorsichtig.

  13. 31.08.2008 | 0:24

    “Und nicht vergessen:
    Ein ordentlicher Liberaler hat sein Konto bei der Volksbank …”

    Ich habe meines bei der hiesigen Sparda-Bank. Die hat formidable Konditionen für Girokonto und Kreditkarte, wenn man einen Genossenschaftsanteil zeichnet. :-D

  14. R.A.
    31.08.2008 | 12:40

    Ich muss zugeben, den Namen Schulze-Delitsch bis heute nie gehört zu haben;

    Das ging mir bis vor wenigen Jahren genauso – wie wohl 99,98% der Deutschen.

    Während Namen wie Lassalle, Bebel oder Liebknecht ziemlich weit bekannt ist, während Kautsky oder Bernstein zumindestens den meisten Sozis noch etwas sagen – kennen die deutschen Liberalen ihre erfolgreichen Vorbilder von früher fast überhaupt nicht.

    Obwohl diese damals politisch viel erfolgreicher waren als die heute verklärten SPD-Gründer.
    Neben Schulze-Delitzsch wären da Eugen Richter, Franz Adickes, Rudolf Virchow und Ludwig Bamberger.
    Und Johannes von Miquel, der ja wenig dafür kann, daß seine Finanzreformen mit der Einführung der Progression in der Einkommenssteuer später so mißbraucht wurden.

    Von Eugen Richter gibt es übrigens ein interessantes Werk, das immer noch aktuell ist.

  15. 31.08.2008 | 23:39

    Kautsky oder Bernstein kenne ich nicht, dafür kenne ich Adickes und Miquel von Frankfurter Straßenbezeichnungen her.

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