Eine Impression von der Party

Hier findet sich ein Bild vom fetten Kindermörder Kuntar. Im Libanon und den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten von Tausenden als Held gefeiert. Auch der moderate Herr Abbas soll Kuntars Familie gratuliert haben.

Ich hoffe, es gibt noch 10 Gerechte unter diesem blutrünstigen, moralisch verkommenen Pack.

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22 Kommentare zu “Eine Impression von der Party”

  1. Herbert
    17.07.2008 | 10:56

    Wenn Du schlau bist, weist Du auf die Feiern für Kuntar hin und lässt die Bilder wirken, ohne eine allzu aggressive Polemik draufzusetzen. Wer so die Freilassung eines Mörders feiert und dabei auch die eigenen unschuldigen Opfer vergisst, die vor 2 Jahren noch so wichtig waren, gewinnt nicht unbedingt Freunde in der Welt. Ich jedenfalls wünsche den Israelis, dass sie in Zukunft möglichst alle libanesischen Kämpfer gleich beim Eindringen nach Nordisrael töten können, damit uns solche Jubelfeiern und zivile Opfer auf beiden Seiten erspart bleiben.

  2. Andreas
    17.07.2008 | 11:01

    Bin ich eigentlich ein Kriegstreiber, wenn ich mir Wünsche, daß sich Israel daran erinnert, wie man mit Scheich Jassin umgegangen ist, um im Fall Kuntar und der weiteren freigelassenen Mörder dem widerwärtigen Verhalten der Hisbollah eine passende Antwort entgegen zu setzen?

  3. 17.07.2008 | 11:05

    @Herbert

    Ich war beim Schreiben nicht schlau sondern zutiefst empört.

  4. 17.07.2008 | 11:20

    manchmal denkt man ja, Hizbollah und Co haben eine ausgeklügelte Marketingstrategie. Etwa, wenn sie sich als Opfer darstellen und Opfer präsentieren und in Szene setzen. Man könnte meinen, sie hätten die Funktionsweise de westlichen Öffentlichkeit analysiert und nutzen sie entsprechend für ihre Propagandazwecke.

    Und dann kommen solche Sachen, da denkt man “Die sind nicht nur komplett bescheuert, die sind auch noch dumm”. Vielleicht glauben die ihre eigene Propaganda selber. Wenn die in Pallywood Manier ein Opfer erfinden und einmal im Rede- und Klagefluss sind, dann können die glaube wirklich nicht mehr die Realität von ihrer eigenen Propaganda unterscheiden.

  5. 17.07.2008 | 11:36

    Dumm? Vielleicht.

    Aber vielleicht wissen sie auch, dass jeder Hitlergruß und jede noch so üble Schweinerei mit einiger Wahrscheinlichkeit in der westlichen Öffentlichkeit bald vergessen sein wird. Jede Straßensperre durch israelische Soldaten im Westjordanland, jeder tatsächliche oder vermeintliche Übergriff israelischer Polizisten bei einer Verhaftung ist viel, viel schlimmer und bleibt länger haften.

  6. R.A.
    17.07.2008 | 11:41

    Hisbolla und Co. adressieren ja zwei Öffentlichkeiten.
    Einmal die im Westen – und da können sie sich auf die Einseitigkeit der Medien verlassen, die sich auf die Opferbilder konzentrieren.
    Feiern wie diese sind für die arabische Öffentlichkeit gedacht, da müssen sie sich als Sieger präsentieren und darüber hinweg täuschen, daß sie beim Libanonkonflikt selber ja ziemlich schlecht aussahen.

  7. 17.07.2008 | 11:52

    Die Hisbollah scheint ja schon den nächsten Angriff auf Israel zu planen. Wenn dann wieder die Antisemiten, pardon Friedensfreunde in diesem unseren Lande aufheulen, weil Israel sich selbst verteidigt, dann werde ich ihnen diese Schweinerei um die Ohren hauen, bis sie freiwillig HaTikva anstimmen.

  8. dagny
    17.07.2008 | 11:56

    Israel hat 2 tote Soldaten zurueckbekommen. Es ist zumindest mir bekannt gewesen, dass Israel dafuer immer wieder bereit war, einen hohen Preis zu zahlen.

    Die Hamas hat einen Kindermoerder bekommen, der 30 Jahre im Gefaengnis sass. Jetzt kenne ich das Rechtssystem in Israel zu wenig um zu wissen, wie lange ‘lebenslang’ in Israel ist.

    Die Jubelarien der Hamas moegen der eigenen Propaganda nach Innen geschuldet sein – ich hoffe, dass sie im Westen nicht so schnell vergessen werden.

    So zynisch es klingen mag, aber ich bin mir nicht sicher, ob der Austausch ein so grosser Sieg der Hamas war?

  9. Herbert
    17.07.2008 | 12:00

    @ dagny
    Hisbollah

  10. dagny
    17.07.2008 | 12:04

    Danke. @Herbert. Aber macht es einen so grossen Unterschied?

  11. 17.07.2008 | 12:18

    Kann man wohl unter dem Oberbegriff “Auslandsfilialen des Iran” zusammenfassen.

  12. dagny
    17.07.2008 | 12:26

    ..Faengt beides mit H an und hoert mit Terror auf.

  13. jpj
    17.07.2008 | 12:36

    Manche meinen / lechts und rinks / kann man nicht velwechsern / werch ein Illtum.” (Ernst Jandl)

    Die deutschen Freunden der Hisbollah findet man hier:

    http://www.deutscher-friedensrat.de/materialien_012b.htm

    und hier:

    http://www.jungewelt.de/2006/09-11/017.php

    und hier:

    http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Libanon/hisbollah.html

  14. 17.07.2008 | 15:05

    Ich hoffe man hat diesem Tier eine ordentliche Dosis Thallium gegeben bevor man ihn austauschte.

  15. 17.07.2008 | 15:12

    Ich würde kein Tier vergiften wollen (na ja, fast keines) und halte es auch für nicht genehm, Menschen als “Tiere” zu bezeichnen.

  16. 17.07.2008 | 15:39

    Auch hier wurde die Tierwelt gekränkt, und Kuntar wurde mehrmals als “chayat adam” bezeichnet – im Sinne von Bestie oder Behema.

  17. Herbert
    17.07.2008 | 15:53

    Kuntar war 16 Jahre alt. Jetzt ist er gut 45 und hat fast 2/3 seines Lebens im Knast verbracht. Es gibt tatsächlich in jedem Land der Welt schlimmere Verbrecher, die erheblich kürzer gesessen haben. Deshalb ist es Unsinn, ihn in die Tierwelt einzuordnen oder von seiner Vergiftung zu träumen. Das Problem ist doch eher, dass man ihn nicht, ja, auch als arme SAU nach Hause kommen und mehr oder weniger in Ruhe restleben lässt, sondern Feiern für ihn veranstaltet. Die Sache mit dem Thallium erinnert mich an die Geschichten aus der DDR, wo man Leute im Stasi-Knast verstrahlt hat.

  18. Lina
    17.07.2008 | 15:55

    @ Boche,

    tiefste Empörung lässt sich nur schwer in Worte fassen, finde ich; Du hast hier die richtigen gefunden. Respekt! (Ich war sprachlos und bin es noch.)

  19. 17.07.2008 | 15:58

    @Herbert

    Richtig. Der Skandal ist nicht, dass ein Mörder freikommt (nach 30 Jahren Haft ist das durchaus normal). Der Skandal und das mich Empörende ist tatsächlich der Empfang und die Würdigung, die man ihm bereitet.

  20. Buenavista
    17.07.2008 | 17:17

    “In einer Beschreibung der Witwe Danny Harans, die die Washington Post vor drei Jahren veröffentlichte, erscheint der Überfall allerdings in einem sehr anderen Licht. »Danny, unsere vierjährige Tochter Einat, ihre zweijährige Schwester Jael und ich wurden nach Mitternacht von Schüssen und Explosionen geweckt«, berichtete Smadar Haran Kaiser. »Ich öffnete die Tür unseres Apartments. In dem Augenblick stürmten die Terroristen das Treppenhaus hinauf. Sie drehten sich um und sahen mich. Da ging das Licht aus. Sie rannten weiter. Eine Nachbarin hastete vorbei. Ich zog sie in unsere Wohnung. Mein Mann half ihr, mir und der kleinen Jael, uns in einem Hohlraum über unserer Wohnung zu verstecken. Dann nahm er Einat auf den Arm und versuchte, in den Luftschutzkeller zu entkommen. In dem Moment stürmten die Terroristen unsere Wohnung. Ich werde nie den Hass und das Jagdfieber in ihren Stimmen vergessen, als sie nach uns suchten. Ich hielt mit meiner Hand Jaels Mund zu, damit sie nicht schreien konnte und uns verriet. Mir gingen die Erzählungen meiner Mutter durch den Kopf, als sie sich mit ihrer Familie im Warschauer Ghetto vor den Nazis versteckte. Dann gaben die Terroristen die Suche nach uns auf und führten Danny und Einat zum Strand hinunter. Dort erschoss einer von ihnen Danny vor den Augen unserer Tochter. Dann zerschlug er ihren Schädel mit dem Gewehrkolben auf einem Felsen. Das war Samir Kuntar. Als meine Nachbarin und ich Stunden später in unserem Versteck gefunden wurden, war meine andere Tochter ebenfalls tot. Ich hatte sie bei dem Versuch, unser Leben zu retten, erstickt.”

    http://images.zeit.de/text/2006/36/Samir

  21. 17.07.2008 | 18:13

    @Boche&Lina
    Sorry, Kuntar als Tier zu bezeichnen ist wirklich eine Beleidigung für die armen Tiere, sie haben besseres verdient. Bestie trifft es wirklich erheblich besser.
    Das solche Leute nach 30 Jahren entlassen werden ist leider in unserer Hemisphäre üblich, in Deutschland wären sie wahrscheinlich sogar nur zu 10 Jahren Haft verurteilt worden(Jugendstrafrecht). Für mich persönlich gibt es für Leute wie ihn nur eine Strafe.

  22. Die Stimme aus dem Off
    17.07.2008 | 21:47

    Nur Geduld Freunde, nur Geduld. Auch dieses Gesockse wird noch buessen, es braucht nur ein wenig Zeit.

    Die Hisbollah wird immer staerker werden und sich immer mehr Feinde machen.

    Ich bin da zuversichtlich.

    Gruesse aus der Sonne.

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