Posen

Wenn stimmt, was der Boulevard schreibt, will Präsidentschaftskandidat Obama vor dem Brandenburger Tor auftreten. Die Bundesregierung reagiere auf diesen Wunsch “verhalten”.

Aber meine Damen und Herren! Sie wollen doch nicht dem “Hoffnungsträger der Demokraten” und aller Europäer die Show verderben, oder!? Welche Kulisse böte sich dem Messias des guten Amerika denn besser zum Posen an? Der Mann braucht Fotos für den heimischen Wahlkampf, da werden sie ihm den besten Hintergrund, den Berlin dafür hergeben kann, doch nicht vorenthalten wollen.

Ähnliche Beiträge


24 Kommentare zu “Posen”

  1. FG
    8.07.2008 | 10:18

    Nunja, Posen gehört in den Kreisen nunmal zum normalen Handwerkszeug.

    [aber vielleicht erklärst Du die Pointe des verlinkten Bildes ja doch noch]

  2. 8.07.2008 | 10:22

    Pointen werden grundsätzlich nicht verraten. Das beschämt jedes Mal beide Seiten. ;-)

    Ansonsten gehört das Posen selbstverständlich zu jedem Politiker, egal welcher Couleur.
    Ich finde die Anmaßung in diesem Fall nur ein klein wenig erstaunlicher. Aber das ist eher subjektiv und wird von mir hier nicht mit Argumenten verteidigt.

  3. FG
    8.07.2008 | 10:33

    Bevor ich falsch verstanden werde: ich fände eine Rede als Kandidat an der Stellevöllig unangemessen und eine ungebührliche Einmischung in den Wahlkampf in einem befreundeten Land. Nächstes jahr kann er dann gerne kommen, wenn er gewählt ist.

  4. 8.07.2008 | 10:53

    Dann sehen wir das ja ähnlich.

  5. multi_io
    8.07.2008 | 14:12

    Aber meine Damen und Herren! Sie wollen doch nicht dem “Hoffnungsträger der Demokraten” und aller Europäer die Show verderben, oder!?

    Dass sie es doch wollen, legt nahe, dass deine Prämisse, Obama sei der “Hoffnungsträger aller Europäer”, nicht stimmt. Oder dass die Bundesregierung politisch souveräner ist, als du wahrhaben willst…

  6. 8.07.2008 | 14:15

    Ersteres hast du fein beobachtet und geschlussfolgert.
    Bei zweiterem frage ich mich, wieso du meinst, über mein Wollen informiert sein zu können.

  7. 8.07.2008 | 16:31

    Obama ist schlimmer als Hitler!

  8. 8.07.2008 | 16:33

    Gibts schon irgendwo ‘ne Obama-Wachsfigur?

  9. R.A.
    8.07.2008 | 16:43

    Das ist doch letztlich eine rein juristische Frage: Ist so eine Veranstaltung eines ausländischen Privatmanns an dieser Stelle genehmigungsfähig?

    Es geht ja nicht darum, daß Obama sich da hinstellt und etwas sagt – das darf jeder legal eingereiste Tourist.
    Er will ja wohl eine Sondernutzung, incl. Aufbau einer Rednertribüne und Absperrung eines Veranstaltungsfläche.

    Ich würde mich sehr wundern, wenn das vor an dieser Stelle so einfach möglich wäre – und unübliches Entgegenkommen wäre eine deutsche Einmischung in den US-Wahlkampf und damit eindeutig abzulehnen.

    Und übrigens nicht vergessen: Was einem Obama erlaubt wird, darf dann auch jeder andere Politiker. Auch solchen einer Partei, die WoWi und Genossen gerne verbieten würden …

  10. 8.07.2008 | 16:59

    [off topic, aber ich darf das in meiner Kommentarspalte...]

    R.A. – willkommen zurück aus dem Urlaub!

    [/off topic, aber ich darf das in meiner Kommentarspalte...]

  11. FG
    8.07.2008 | 17:10

    @ R.A.

    Zum einen kann ich mir nicht vorstellen, dass der Pariser Platz für Privatveranstaltungen generell tabu ist (man möge mich eines Besseren belehren, wenn es anders ist), zum anderen ist Obama als Senator nicht nur Privatmann sondern auch Repräsentant der USA. Letztendlich ist es eine Entscheidung der Stadt Berlin und ein guter Test, ob Wowi noch eine Spur Fingerspitzengefühl bewahrt hat.

  12. R.A.
    8.07.2008 | 17:18

    @Boche:
    Danke!
    Stellt Euch nur vor, ich habe ZWEI Wochen völlig ohne Internetanschluß überlebt ;-)

    @FG:
    Mich würde es im Gegenteil überraschen, wenn man am Pariser Platz einfach so eine Veranstaltung abhalten dürfte. So wäre der doch täglich dreimal abgesperrt …

    Und wenn man ihn bekommt, dann erst einmal als deutscher Staatsbürger (oder wenigstens als hier Ansässiger), doch nicht als Tourist!
    In irgendeinem Staat ein Wahlamt inne zu haben ist für deutsches Verwaltungsrecht völlig irrelevant.

    Etwas anderes ist das bei ausländischen Staatsgästen – dann ist aber die Bundesregierung der Veranstalter.

  13. stefanolix
    8.07.2008 | 17:34

    Prinzipiell bin ich als Liberaler dafür, dass jeder vor dem Brandenburger Tor reden darf. Allerdings ist Obamas Besuch mit großem Aufwand verbunden. Unsere Ausgaben müssen begrenzt werden, sonst droht noch eine Staatsbesuchssteuer. Also sollte Herr Obama zumindest an den Kosten für die Sicherheitsmaßnahmen beteiligt werden, er hat ja genug Geld von seinen Unterstützern eingenommen. Dann darf er gern hier posieren;-)

  14. R.A.
    8.07.2008 | 17:51

    @stefanolix:
    Reden darf Obama doch. Wie jeder andere auch.

    Er will aber eine Veranstaltung durchführen, das ist etwas ganz Anderes!

    Eine solche Veranstaltung durchführen zu dürfen bedeutet immer auch eine Privilegierung, die Liberale eben nicht automatisch zugestehen.
    Denn damit werden ja die Rechte Anderer eingeschränkt.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn dieser Tourist die Genehmigung bekommt, dürfen normale Staatsbürger wie wir dieses öffentliche Gelände nur noch eingeschränkt nutzen – dafür sehe ich keinerlei Rechtfertigung.

  15. 8.07.2008 | 18:34

    Ganz einfach: Die Nutzung des Platzes vor dem Brandenburger Tor wird im gegebenen Zeitraum zur Nutzung ausgeschrieben und jeder kann mitbieten. Wenn Herr Obama dann den Zuschlag bekommt, weil er das finanziell beste Angebot macht, dann soll er seine Bude da aufbauen und die frohe Botschaft verkünden. Weiter rechts stehende Interessengruppen haben dann immer noch die Freiheit um den Platz herum Oropax zu verteilen.

  16. stefanolix
    8.07.2008 | 18:44

    Mein Vorschlag: Gestehen wir ihm das Recht zu, dort eine Demonstration abhalten zu dürfen. Aber er soll für die Kosten aufkommen, die für Absperrung, Schutzmaßnahmen und Reinigung entstehen. Das wird sich sowieso als Bumerang erweisen: Obama wird niemals auch nur annähernd ein solches Interesse hervorrufen wie Kennedy. Mit dessen Auftritt möchte er seinen Auftritt aber gern vergleichen …

  17. 10.07.2008 | 5:23

    …ich habe das bisher noch nie gesagt, aber bei diesem B.L.O.G.-Artikel stört mich der enorme Sarkasmus. sonst trefft ihr besser das richtige Maß – beißend aber nicht lächerlich (so wie hier).

    @Boche
    nur mal so nebenbei gefragt…
    hast du was gegen das Gute Amerika?
    …ich weiß, es ist nur eine Fiktion und die USA haben trotz extremer Kontraste nicht nur zwei disjunkte Seiten. aber dennoch gibt es das “Gute” und das “Schlechte” an Amerika. …und ich finde, von dem zweiten haben wir in den letzten acht Jahren genug gesehen.

    auch ich bin skeptisch, ob wir Obama den Wahlkampfauftritt hier erlauben sollten. …das könnte, falls McCain die Wahl gewinnt, eine unnötige Vorbelastung für die Beziehungen zum neuen Präsidenten darstellen – da sich McCain vielleicht ungerecht behandelt fühlt, wenn wir Obama dieses Privileg einräumen. …aber persönlich würde ich mich schon darüber freuen, wenn Obama unsere Stadt besucht und hier eine Rede hält. …ich hoffe natürlich, dass er als Präsident dann so oder so mal nach Berlin kommen wird. :)

  18. 10.07.2008 | 10:24

    @marc

    Beißender Sarkasmus? Erstaunlich. Ich habe das Gefühl, schon sehr viel beißendere Beiträge veröffentlicht zu haben. Kann es sein, dass es dir nur deshalb so vorkommt, weil das Ziel des Sarkasmus etwas ist, dem du emotional besonders stark verbunden bist?

    Das bestätigt sich in deiner nur mäßig relativierten Postulierung eines Hell-Dunkel-Kontrastes in der amerikanischen Politik.
    Nein, marc, ich kann mit Bezeichnungen wie dem “Guten Amerika” oder dem “Schlechten Amerika” nichts anfangen. Wirklich gar nichts.

    PS: Zu was für Uhrzeiten schreibst du denn Kommentare!? ;-)

  19. 10.07.2008 | 12:05

    Naja, den politischen Gegner mit Haß zu bedenken ist das eine und völlig legitim, darüber fast den Verstand zu verlieren das andere. Insofern kann ich marc schon verstehen.
    Vielleicht fehlt mir aber auch nur die nötige Phantasie, um als die Pointe dieses einen Links, nach der ja schon FG gefragt hat, etwas zu erkennen, das nicht völlig derangiert ist.

  20. 10.07.2008 | 12:16

    Hass? Verstand verlieren? Derangiert?

    Tut mir leid, ich komme da gedanklich nicht mehr mit. Ihr scheint von einem anderen Beitrag zu sprechen als von dem, den ich schrieb.

    Die Pointe dieses Links sollte übrigens die Darstellung des sehr predigend, heilsversprechend, messianisch wirkenden Auftretens Obama sein. Vielleicht ist das Bild tatsächlich nicht am besten dafür geeignet. Aber (Fehl-)Interpretionen, die in meinen Augen ein derartiges Abqualifizieren meines Beitrags erlauben könnten, fallen mir nicht ein.

  21. 10.07.2008 | 12:58

    Mir ist jetzt, nachdem ich das erste Mal überhaupt auf den Link geklickt habe, nach heftigem Nachdenken etwas eingefallen. Manchmal wirkt Godwin’s Law anscheinend nur im Auge des Betrachters, so dass man sich an Watzlawicks “Behalte doch deinen Hammer” erinnert fühlt.

    Wenn ich mit diesem Verdacht nicht recht haben sollte, kann ich mich über die hier aufgestellten Behauptungen wirklich nur wundern.

  22. R.A.
    11.07.2008 | 14:00

    Zur Diskussion hier paßt einfach dieser hervorragende Kommentar.

  23. 11.07.2008 | 14:52

    @R.A.

    Stimmt, das trifft es recht gut.

  24. 13.07.2008 | 19:59

    Was mich betrifft, so liegt Rayson richtig. Ich hielt das Bild tatsächlich für einen ziemlich mißratenen Witz, denn als besonders einschlägig für Obamas allgemein predigerhaftes auftreten hatte ich es nicht empfunden und es stand somit ziemlich rätselhaft da.
    Da es sich offenbar wirklich um ein Mißverständnis gehandelt hatte, möchte ich mich für den darauf zurückzuführenden Ton in meinem letzten Kommentar entschuldigen.

Bad Behavior has blocked 1554 access attempts in the last 7 days.