Tageslektüre und Diskussionen am 30. Juli 2008

Hier meine Übersicht über die Weblogs und Internetseiten, die ich heute (in einem Fall gestern) mit Interesse oder Freude oder beidem gelesen habe.
Außerdem erfährt der geneigte Leser, in welchen Kommentarbereichen ich die Klingen der Argumentation mit anderen besonders ausgiebig gekreuzt habe.
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califax beschreibt den politischen Ist-Zustand der EU: fabelhaft und treffend (Link)

Jan Filter mit einigen Wahrheiten über die verbreitete Doppelzüngigkeit der Staatsgläubigen (Link)

Diskussion:
Für Christian von paxx bin ich vulgär – was meine Widerrede hervorrief und zu einem mehr oder weniger ergiebigen Austausch führte (Link)

Vom Spiegelfechter lasse ich mich in die Geheimnisse der Ökonomie einführen (Link)

Und beim law blog stolpere ich in eine Diskussion mit wirklich erschreckend intolerant und freiheitsfeindlich argumentierenden Nichtrauchern (Link)

“Bescheidenheit ist eine Zier…

…doch besser lebt man ohne ihr.” Diese alte Redensart haben sich jetzt auch die Bettler der Stadt Kurigram in Bangladesh zu eigen gemacht und fordern von ihrer Stadtverwaltung die Einführung einer Mindesthöhe für Almosen sowie eines Bettelprivilegs für ortsansässige Bettler. Nur so könnten sie die Last der steigenden Lebenshaltungskosten ertragen. Eigentlich muss man sich über diese Forderung nicht weiter wundern, schließlich dringt mit der Globalisierung neben den preislichen Konsequenzen politischer Dummheiten der Industrieländer auch wohlfahrtsstaatliches Anspruchsdenken bis in den letzten Winkel unseres Planeten vor. Zu dumm nur, dass sowohl die eine als auch die andere fixe Idee am Ende besonders die Armen erwischt.

Olympia: Nur ein Wettkampf, keine Ideale

Wenn man sie in der UNO mitmachen und über Krieg und Frieden mitentscheiden lässt, kann man wohl schlecht beschließen, sie von weltweiten Sportveranstaltungen auszuschließen.

Aber: Um nicht von Zeus wegen grober Heuchelei mit einem Blitz erschlagen zu werden, sollte man nur vermeiden, von Hehrem und Edlem wie dem “olympischen Gedanken” oder “olympischer Familie” zu faseln, wenn der Veranstalter rings um die Austragungsstätten zensiert, verhaftet, foltert und tötet.

Sympathisch

Der Mann gefällt mir. Bleibt die Frage, ob die Linken dann subventionierte Sozialpullis fordern würden.

Die Varianz machts

Unterscheiden sich Männer und Frauen oder nicht? Auch dieses Wochenende war diese Frage wieder einmal das Thema von Zeitungsmeldungen, in der eine vergleichende Studie zu den Mathematiktestergebnissen von Mädchen und Jungen bemüht wurde. So titelte etwa die Welt “Mathematik: Auch Mädchen können rechnen” und hob hervor, dass die Ergebnisse der Wissenschaftler das alte Stereotyp von Männern als den besseren Rechnern vollends zu Grabe trage. Belegt wurde diese Aussage mit dem Verweis auf eine nahezu gleich gutes durchschnittliches Abschneiden beider Geschlechter in standardisierten Mathetests. Soweit so gut, doch daraus die Erkenntnis abzuleiten, die Dominanz von Männern in mathematisch-technischen Berufen müsse etwas mit Vorurteilen zu tun haben oder – wie manch Zeitgenosse es auch gern sehen will – mit Diskriminierung, bedeutet die Angelegenheit nicht zu Ende zu denken. Denn womit die Welt-Mitteilung sich nicht weiter aufhält, hat zumindest das Wall Street Journal am Rande seiner Pressemeldung erwähnt: Die Varianz der Testergebnisse von Jungen ist größer als bei Mädchen, dass macht sie gleichzeitig zu den besseren und schlechteren Rechnern. Mit anderen Worten Jungs sind mit einer größeren Wahrscheinlichkeit richtig gut oder richtig schlecht, obwohl sie im Mittel fast genauso gut rechnen wie Mädchen. Da es aber in mathematisch-technischen Berufen nicht so sehr auf durchschnittliche, sondern auf überdurchschnittliche Fähigkeiten ankommt, steigt auch mit dem Anspruchsniveau eines Jobs an die Mathematikkenntnisse, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann für diese Aufgabe besser geeignet ist als eine Frau.

Blogger William M. Briggs erläutert diesen kleinen aber wichtigen Unterschied sehr anschaulich, womit ich auch meinen üblichen Seitenhieb auf die klassische Presse einleite. Wenn der Spiegel erst kürzlich über die Unprofessionalität der deutschen Blogosphäre klagt, dann fällt dieser Beitrag vielleicht auch einem ähnlichen Trugschluss zum Opfer. Es mag sein, dass der durchschnittliche Blogpost schlechter als die Standardpressemeldung ist und dass es am “linken Rand” der Verteilung sogar extrem schlechte Einträge gibt. Aber die Varianz macht eben den Unterschied. Und die ist, wenn man mich fragt, in der Blogosphäre wesentlich größer als in klassischen Massenmedien.

Update: Was die Studie betrifft, kann man weitere Einsichten beim Reference Frame finden. Luboš Motl, immer eine Spur deutlicher als alle anderen, meint u.a.:

Before those five spice girls [die Autoren der Studie] made their bombshell statements about girls matching boys, they should have made sure that they could match boys (such as Rushton and Nymborg) in mathematics themselves. ;-)

Bei Doping setzt es aus

Wenn die FDP für ein Anliegen ihrer Wahl, nicht meiner, “mehr Mittel [vulgo: mehr Steuergeld; Anm.d.V.] fordert”, dann stehen die Chancen gut, dass man sie bei illiberaler Politik erwischt.

Und so ist es.
Ich interessiere mich nicht für Radsport. Ich interessiere mich nicht für die Mittel, die Radsportler zur Leistungssteigerung einsetzen. Und ich interessiere mich nicht für die (von außen betrachtet etwas willkürlich anmutende) Einteilung dieser Mittel in “erlaubt” und “nicht erlaubt”.

Warum zum Teufel soll ich also die darauf beruhenden Kontrollen dieser Sportart mitfinanzieren, Herr Parr? Machs doch selber und lass mich damit in Ruhe.

Was zu den deutsch-amerikanischen Beziehungen

In den USA wird demnächst ein neuer Präsident gewählt. Ich sehe es nicht als meine Verpflichtung an, mich für einen der beiden Kandidaten zu entscheiden. Zumal ich mittlerweile vermute, dass die Außenpolitik beider sehr, sehr ähnlich sein wird. Ich hatte früher McCain ein leichtes Prä zugestanden aufgrund seines “Track Records”, aber in einer seltsamen Umkehrung des üblichen US-Wahlkampf-Rezepts scheint sich dieser Kandidat im Vorwahlkampf offen und im Hauptwahlkampf parteinah zu geben. Dass McCain für Freihandel steht, Obama aber nicht (siehe auch die Rede an der Siegessäule), ist ausschließlich ein Problem der Amis. Und ich glaube mittlerweile Obama seine Irak-Rhetorik nicht mehr, was sich in meiner Beurteilung zu seinen Gunsten auswirkt. (mehr…)

Die Zeit heilt alle Wunden

“Den Sossialiehsmus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf” zitierte der Genosse Generalsekretär anlässlich seiner Reise ins westliche Deutschland noch im Jahr 1987.

Und recht hatte er. In den Augen der meisten Schüler heutzutage war die DDR ein demokratischer und sehr sozialer Staat mit herausragenden Politikern wie Willy Brandt. Es wird nicht mehr lange dauern, und Politiker der Linkspartei werden nicht mehr auf Widerspruch stoßen, wenn sie diesen Teil des Landes als das “bessere Deutschland” propagieren, und niemand, der das schon in den Siebzigern und Achtzigern so gehalten hat, muss dann heute noch so tun, als sei er inzwischen den “Men In Black” begegnet.

Kein Wunder, wenn man sich überlegt, welcher Aufwand veranstaltet werden muss, damit vom Tausendjährigen Reich nicht nur die Autobahnen und die Beseitigung der Arbeitslosigkeit übrig bleiben (wenn man Glück hat).

Man hätte vielleicht ein Stückchen “innerdeutscher Grenze” stehen lassen sollen. Ich kenne da einen Höhenzug im Harz, da würde das auch niemanden stören, aber die menschenverachtende Perversion des Denkens dahinter wurde, das konnte ich selbst erleben, an dieser Stelle mindestens genau so gut sichtbar wie auf den Aussichtstürmen nahe der Berliner Mauer.

Allons enfants de la Patrie…!

Aus einer Ecke der Blogwelt erklingen revolutionäre Klänge, feuchte Träume von an Laternen aufgeknüpften Aristokraten werden zitiert. Nur, weil in Frankreich …

Ja, was? Sind streikende Arbeiter zusammengeschossen worden? Wurde die Monarchie ausgerufen? Hat sich Sarkozy zu Nicolas I. krönen lassen?

Nein. Der staatliche Zwang zur 35-Stunden-Arbeitswoche wurde abgeschafft. Wer länger arbeiten möchte, kann das nun tun.
Wahnsinn! Die eine Stunde Mehrarbeit pro Tag wird zu unglaublicher Verelendung führen. Mir graut vor meinem nächsten Frankreichbesuch. Elendsgestalten werden mir durch vergitterte Fabrikfenster zitternde Hände entgegenstrecken, um Brot und Wasser bettelnd. Kinder werden durch Straßen streunen und weinend beklagen, dass papa noch immer im Büro sitzt.

Aber letztlich wird doch klar, welcher Natur aus linker Sicht die Errungenschaften sind, die es zu verteidigen gilt: staatlich-bürokratisch veordnete Zwänge. Daran hängt Herzblut. Wie bezeichnend.

Kleingedrucktes

Stellen wir uns mal einen Moment vor, ein US-Präsident namens Obama legte den begeisterten Zuschauern an der Berliner Siegessäule und den ihren Sympathien endlich freien Lauf lassenden deutschen Fernsehkommentatoren einen Vertrag vor, den sie unterschreiben sollen. (mehr…)

Geht’s noch?

In ihrem unermüdlichen Einsatz gegen das Böse in der Welt hat die taz eine unglaubliche Entdeckung gemacht: Selbst im Internet schreiben Leute, deren Meinungen nicht vom taz-Redaktions-Kollektiv genehmigt wurden. Sogar – horribile dictu – Neonazis. Z. B. in Form einer “Metapedia”.
(mehr…)

Irrationaler Überschwang?

Der US-Ökonom Robert Shiller zeigt in Bilder der Knappheit anschaulich was geschieht, wenn die eigene Forschungsarbeit zur fixen Idee wird. Bekannt für seine sehr fundierte Kritik am Modell effizienter Kapitalmärkte sieht er sich nun offenbar genötigt mit halbgaren Argumenten auf den fahrenden Zug der Weltuntergangsprediger aufzuspringen. Ohne einen glaubwürdigen Zusammenhang zwischen der virtuellen Besorgnis vieler Menschen um die Zukunft des Planeten und den steigenden Energiepreisen präsentieren zu können schwingt er sich zu folgendem heroischem Statement auf:

Ist es wirklich verwunderlich, dass die menschliche Psyche bei so vielen einprägsamen Bildern von einem schrumpfenden und verletzten Planeten reif für hohe Rohstoffpreise ist?

Ich weiß nicht wofür Mr. Shiller reif ist. Aber nicht unbedingt für qualifizierte Statements in Sachen Energiepreisentwicklung.

Rückfall

Ich wollte mich eigentlich nie wieder über SPON lustig machen. Dazu ist der Boulevard-Charakter dieses Mediums zu offensichtlich. Aber jetzt musste ich das hier lesen:

Karadzic versteckte sich hinter falscher Identität

Zwölf Jahre lang narrte der mutmaßliche Kriegsverbrecher Karadzic seine Häscher – wie er so lange unentdeckt bleiben konnte, haben die serbischen Fahnder nun enthüllt: Karadzic legte sich eine neue Identität zu. Mit langem weißen Haar, Bart und Brille arbeitete er in einer Arztpraxis in Belgrad.

Eine Sensation! Offensichtlich war der Ansatz der Fahnder falsch, die Klingelschilder serbischer Städte nach “Radovan Karadzic, Kriegsverbrecher” abzusuchen. Behördensprecher versuchen zu beschwichtigen: Dass der Mann sich eine neue Identität zulegen würde, damit habe nun wirklich keiner rechnen können. Mehr noch: Sogar sein Aussehen hatte der listige Flüchtige geändert. Dieser geniale Schachzug ließ den gesuchten Massenmörder in der Achtung seiner Anhänger noch einmal steigen. Wenn diese Taktik Saddam Hussein bekannt gewesen wäre, hätte er sich nicht in einem Erdloch verkriechen müssen. Aber in der Zukunft muss wohl damit gerechnet werden, dass andere Gesuchte diese Vorgehensweise kopieren. Hoffentlich ist die deutsche Polizei auf solche geschickten Täuschungsmanöver vorbereitet…

Benebelt

Man muss wohl einiges geraucht haben, um einer solchen Ex-Terroristin das Klagen über Verhaltensweisen, die auf “die Vernichtung des Anderen” aus sind, ohne kritische Nachfrage zur Konsistenz der eigenen Position durchgehen zu lassen.

Basketball, ein Superstar und die Manager

Ich bin kein großer Basketball-Fan. Ich finde den Sport zwar interessant, aber er ist in einer gewissen Hinsicht – im Gegensatz zum Fußball – schon sehr exklusiv, weil körperliche Voraussetzungen erforderlich sind, die einen großen Teil der Bevölkerung von einer erfolgreichen professionellen Ausübung weitgehend ausschließen. Aber in den USA ist Basketball nun einmal sehr populär, und über meine Austausch-Erfahrungen habe ich davon ein wenig mitbekommen. Es reichte, um die Bemühungen der deutschen Nationalmannschaft zu verfolgen, sich noch für Olympia zu qualifizieren. (mehr…)

Auch mal einer Meinung

Herrje, habe ich mich mit den Jungs von GayWest schon gefetzt, und meistens, wenn es um “schwule” Themen ging. Aber hier bin ich mit Adrian mal wirklich einer Meinung:

Und wenn er das nächste Mal im Straßencafé sitzt, wird er garantiert kaum heterosexuelle
Pärchen sehen. Ein Witz? Ja, denn Homosexualität als “kulturelle Norm” zu bezeichnen,
ist nicht mehr als ein Witz.

Nee, “kulturelle Norm” ist die Homosexualität wirklich nicht. Und wer solche Sätze verbricht, der hat vielleicht mal für die Entkriminalisierung der Homosexualität gestritten - aber nur unter der Bedinung, dass die Schwulen dann doch bitte immer noch ängstlich zuhause sitzen und sich schämen, dass sie mit der Art und Weise, wie sie leben, nach christlicher Lehre in ständiger Sünde sind.

Wobei ich ausdrücklich die Konfession loben möchte, zu der sich Mitautor Rayson bekennt.

Wo bleibt das Kummertelefon?

Ein treffendes Zitat des kanadischen Ökonomen Ross McKitrick zu einem Eintrag zur zweifelhaften politischen Neutralität des IPCC auf dem Blog Climate Audit:

A question I have put to some audiences, to sharpen their appreciation of the problem here, is: Suppose we uncovered proof that a company had falsified information, or omitted material facts, in its financial reports. We can easily find out the phone number of the agency that we should contact to investigate and, if necessary, prosecute. Now suppose we find clear proof that the IPCC falsified information or omitted material facts in its report to governments. What is the phone number of the agency we can contact to investigate and, if necessary, prosecute?

If anyone knows it, let me know because I want to tell them some things.

Wer spart hier wessen Geld?

Die Teekampagne auf die Energiesparlampe anwenden, ist das wirklich so eine tolle Idee? Professor Faltin verkauft die Lampen im Zehnerpack für einen Stückpreis von 2,60 €, will damit den “Konzernen” ein Schnippchen schlagen und wird dabei vom NABU sekundiert. Dessen Vertreter tischt dabei die ganz originelle Theorie auf, dass Energiesparlampen so teuer verkauft werden, weil man ja auch die normale Glühlampe vermarkten wolle. So eine Denke kommt dabei heraus, wenn man sich lieber mit Feindbildern als mit Ökonomie beschäftigt.

Zunächst einmal ist es kein Wunder, dass ich die billigsten Lampen aus China im Zehnerpack für weniger Geld als einzeln aus dem Baumarkt bekomme. Herr Faltin organisiert den Vertrieb, überlässt aber einfach seinen Kunden die Lagerkosten und bekommt von ihnen 26 Euro plus Versandkosten auf die Hand, die nun er statt der Kunde in eine rentable Anlagealternative stecken kann. Welcher normale Haushalt benötigt auf einen Schlag zehn Energiesparlampen der selben Leistungsklasse? Bei mir zumindest würde die letzte Lampe in ca. 15 Jahren aus dem Karton in die Fassung kommen. Das nenne ich keine gute Geldanlage. Jeder kann das ja mal selbst durchrechnen. Herr Faltin reibt sich die Hände, denn er profitiert von den Zinsen.

Nun zum NABU-Mann. Die “bösen Konzerne” verkaufen die billigen Glühlampen, weil es Leute gibt, die keine Energiesparlampen aus weiß ich was für Gründen kaufen wollen. In der Regel lohnt es beispielsweise nicht für eine Kellerlampe, die nur ein Dutzend mal im Jahr für ein paar Minuten brennt, eine teure Energiesparlampe zu verwenden. Oder man möchte das Licht dimmen, was nur mit sehr teuren Energiesparlampen gelingt. Wer aber wäre so töricht, ein Produkt, für dass es angeblich keine echte Nachfrage mehr gibt, in den Regalen zu halten, und dabei auf Umsätzen aus den so vermeintlich billigen Energiesparlampen zu verzichten? Das macht ökonomisch keinen Sinn, eignet sich aber wunderbar für eine Verschwörungstheorie. Warum stellen die Unternehmen nicht einfach die Produktion der Glühbirnen ein, sparen sich deren Produktionskosten und setzen voll auf den Absatz der Energiesparlampen? Weil die Glühbirnen so billig produziert werden können, dass sich bei Kunden mit ganz speziellen Wünschen damit mehr Geld verdienen lässt. Es liegt schlichtweg an den relativ hohen Produktionskosten der Energiesparlampen, dass sich die klassische Glühlampe noch am Markt behaupten kann. Wenn also hier jemand schuld ist, dann der Konsument, mit seinen ausgefallenen Wünschen, die nicht immer dem Wertekanon unser klimaschützenden Zeitgenossen entsprechen.

Aber was rege ich mich eigentlich auf. Ist es nicht schön, wenn sich Weltenretter und Kommerz gegenseitig umarmen? Ist es bei soviel Harmonie nicht egal, dass die Argumente zum Himmel stinken?

Geschlechtsbestimmung

Schon des öfteren wurde hier diskutiert, ob es systematische Unterschiede zwischen dem Verhalten männlicher und weiblicher Zeitgenossen unserer Art gibt. Nun, sie lassen sich sogar anhand des Surfverhaltens im Internet bestimmen. Mike on ads benutzt die Chronik des jeweiligen Browsers, um die Wahrscheinlichkeit der Geschlechtszugehörigkeit interessierter Besucher zu ermitteln. Ich bin immerhin mit 69%iger Wahrscheinlichkeit ein Mann, ganz gut getroffen. Sollte ich trotzdem öfter mal beim Playboy vorbei schauen?

Raysons Linkempfehlungen 17.07.2008

Ich will mal meinem Kollegen Boche folgen und auch regelmäßig auf Links verweisen, wo Interessantes oder Witziges zu lesen bzw. zu sehen ist, oder wo ich mich in Diskussionen besonders engagiere (dass ich irgendwo ein-, zweimal meinen Senf dazugebe, ist zwar ein schweres Schicksal der jeweiligen Blogbetreiber, aber aus meiner Sicht nicht “besonders”), ohne dem einen Extra-Beitrag zu widmen.

Heute wären das:

Lösung der Finanzkrise: USA fordert neue Blase (The Onion, via Greg Mankiw)

Österreicher scheitert an deutscher Einwanderungsprüfung (Rainer Innreiter)

Freiheit versus Freiheiten (Forum Ordnungspolitik)

Ansonsten empfehle ich wie immer aus echter Überzeugung die tägliche Lektüre unserer Blogfavoriten (und wenigstens die gelegentliche, gerne aber ebenfalls tägliche der in unserer Blogroll gelisteten Blogs).

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