Die Sprache der Bervormundung

“Gabriel blockiert Umstellung auf Sprit sparende PKW”

So heißt es in einer Pressemitteilung der SED.

Würde man ignorieren, dass die politische Sprache anderen Regeln folgt als die Sprache der Menschen untereinander, könnte man annehmen, der deutsche Umweltminister hätte das Kaufen oder Fahren Sprit sparender PKWs untersagt.

Das ist aber offensichtlich nicht der Fall. Man muss bürokratisch-bevormundend denken (was beileibe nicht nur die widerlichen SED-Abkömmlinge beherrschen), um diese Schlagzeile übersetzen zu können.
In Wirklichkeit möchte die SED kritisieren, dass Minister Gabriel die Autohersteller nicht (oder zumindest nach Meinung der Kritiker: nicht schnell genug) zwingt, ausschließlich verbrauchsarme Modelle anzubieten.

Die Abwesenheit eines Zwangs, die Angebotspalette entsprechend der aktuellen politischen Vorstellung zu gestalten, wird umdefiniert zum Verhindern eines solchen Angebots.

Neusprech der Bürokraten.
Die individuelle Freiheit des Konsumenten, der sich ja auch von sich aus für kostensparende Fahrzeuge entscheiden könnte, spielt in den Köpfen dieser Damen und Herren schon längst keine Rolle mehr.

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1 Kommentar zu “Die Sprache der Bervormundung”

  1. 30.06.2008 | 18:02

    [...] spießt bei B.L.O.G. die Sprache der Bervormundung [...]

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