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	<title>Kommentare zu: FAIRquere Logik</title>
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	<description>Bürger zur Sonne, zur Freiheit!</description>
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		<title>Von: Eine Nachricht und ihre Geschichte at Der deutsche Spreadshirt-Blog</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-2/#comment-33237</link>
		<dc:creator>Eine Nachricht und ihre Geschichte at Der deutsche Spreadshirt-Blog</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 16:36:15 +0000</pubDate>
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		<description>[...] kontroversen Diskussionen zu dem Thema in Blogs sehen kann, z.B. vital-genuss, Robert Basic, bissige liberale, bei der Aktivistin Kirsten Brodde [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] kontroversen Diskussionen zu dem Thema in Blogs sehen kann, z.B. vital-genuss, Robert Basic, bissige liberale, bei der Aktivistin Kirsten Brodde [...]</p>
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		<title>Von: Buenavista</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-2/#comment-32822</link>
		<dc:creator>Buenavista</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 19:25:48 +0000</pubDate>
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		<description>Ok ich verstehe es nicht:

Was hat &quot;Vertragsfreiheit&quot; mit Kinderarbeit zu tun?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ok ich verstehe es nicht:</p>
<p>Was hat &#8220;Vertragsfreiheit&#8221; mit Kinderarbeit zu tun?</p>
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		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-2/#comment-32820</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 20:50:17 +0000</pubDate>
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		<description>@Ben Czerny

&lt;em&gt;Bitte versuche doch mal nachzuvollziehen, dass nicht jede &#220;bereinkunft das G&#252;tesiegel “hier: Vertragsfreiheit” verdient.&lt;/em&gt;

Ich m&#246;chte vor allem die Kategorien nicht vermischen. Vertragsfreiheit garantiert das Recht, Vertr&#228;ge abzuschlie&#223;en. Sie ist allein aber nicht identisch mit Gl&#252;ckseligkeit allenthalben, da nun einmal in verschiedenen Situationen f&#252;r verschiedene Menschen nicht so viele M&#246;glichkeiten bestehen, wie die es sich (und wir uns f&#252;r sie) w&#252;nschen w&#252;rden. 

&quot;S schleckt kei Gei&#223; weg&quot;, dass das Erscheinen der Fabrik die Zahl der Alternativen f&#252;r die Menschen erh&#246;ht und sie nicht verringert. Und offensichtlich entscheiden sie sich dann aus guten Gr&#252;nden, und weil sie es d&#252;rfen (Vertragsfreiheit) gerne f&#252;r diese neue Option. Es ist nicht die Option, die wir uns f&#252;r sie w&#252;nschen, aber es ist die zu diesem Zeitpunkt einzig m&#246;gliche Art, die eigenen Lebensumst&#228;nde zu verbessern. Es ist daher eine gute Entwicklung und keine schlechte. Ohne die Fabrik w&#228;re die Lage f&#252;r die Betroffenen schlimmer. Und in der Tat wissen wir aus der Wirtschaftsgeschichte und aus vielen Beispielen in anderen L&#228;ndern, dass es sich hier um Entwicklungsschritte handelt, die f&#252;r sich gesehen jeweils aus westlicher Sicht alles andere als attraktiv sind, die aber einen Pfad heraus aus der Armut erm&#246;glichen. F&#252;r mehr braucht es zun&#228;chst mehr Produktivit&#228;t, aber das habe ich ja schon geschrieben.

&lt;i&gt;Wenn du bei uns einen Vertrag abschlie&#223;t, bei dem die andere Partei keine andere Wahl hatte, wird vor dem Gericht einfach die Nichtigkeit des Ganzen festgestellt.&lt;/i&gt;

Das bezweifle ich stark. Wenn sich das &quot;keine andere Wahl&quot; aus Umst&#228;nden ergibt, die nicht auf den Vertragspartner zur&#252;ckzuf&#252;hren oder mit ihm in Verbindung zu bringen sind, wird das Gericht so einen Unsinn sicher nicht entscheiden, denn es kann die Zahl der Alternativen f&#252;r den Betroffenen aus sich heraus auch nicht erh&#246;hen.

&lt;em&gt;W&#252;rdest du mir zustimmen, dass es auf diesem Planten F&#228;lle gibt, in denen das Prinzip “Vertragsfreiheit” verletzt wird, w&#228;re ich schon zufrieden. &#220;ber den prozentualen Anteil m&#252;ssen wir uns ja nicht einig werden.&lt;/em&gt;

Nat&#252;rlich gibt es diese F&#228;lle. Zum Beispiel eben, wenn der eine &quot;Vertragspartner&quot; die Macht hat, in das Alternativenset des anderen einzugreifen. Wie z.B. bei Raub&#252;berf&#228;llen oder Besteuerung ;-)

&lt;em&gt;Ich will hier nicht den ausgetrampelten Pfaden des Emp&#246;rungs- bzw. Moralisierungsdiskurses folgen, sondern das Thema “Kinderarbeit” einfach mal konsequent mit liberalen Prinzipien konfrontieren. Und zwar erst einmal vom Individuum her gedacht.&lt;/em&gt;

Das empfinde ich auch als sehr angenehm.

&lt;em&gt;Aber f&#252;r mich ist das eben eine Frage des geringeren &#220;bels &lt;/em&gt;

Kein Zweifel.

&lt;em&gt;und lange nicht so eindeutig zu beantworten, wie das im Ausgangsbeitrag anklang.&lt;/em&gt;

Was ist schon eindeutig... Aber ich finde, dass SteffenH hier erstmal &quot;einen Punkt hat&quot;, wie die Amis sagen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ben Czerny</p>
<p><em>Bitte versuche doch mal nachzuvollziehen, dass nicht jede &#220;bereinkunft das G&#252;tesiegel “hier: Vertragsfreiheit” verdient.</em></p>
<p>Ich m&#246;chte vor allem die Kategorien nicht vermischen. Vertragsfreiheit garantiert das Recht, Vertr&#228;ge abzuschlie&#223;en. Sie ist allein aber nicht identisch mit Gl&#252;ckseligkeit allenthalben, da nun einmal in verschiedenen Situationen f&#252;r verschiedene Menschen nicht so viele M&#246;glichkeiten bestehen, wie die es sich (und wir uns f&#252;r sie) w&#252;nschen w&#252;rden. </p>
<p>&#8220;S schleckt kei Gei&#223; weg&#8221;, dass das Erscheinen der Fabrik die Zahl der Alternativen f&#252;r die Menschen erh&#246;ht und sie nicht verringert. Und offensichtlich entscheiden sie sich dann aus guten Gr&#252;nden, und weil sie es d&#252;rfen (Vertragsfreiheit) gerne f&#252;r diese neue Option. Es ist nicht die Option, die wir uns f&#252;r sie w&#252;nschen, aber es ist die zu diesem Zeitpunkt einzig m&#246;gliche Art, die eigenen Lebensumst&#228;nde zu verbessern. Es ist daher eine gute Entwicklung und keine schlechte. Ohne die Fabrik w&#228;re die Lage f&#252;r die Betroffenen schlimmer. Und in der Tat wissen wir aus der Wirtschaftsgeschichte und aus vielen Beispielen in anderen L&#228;ndern, dass es sich hier um Entwicklungsschritte handelt, die f&#252;r sich gesehen jeweils aus westlicher Sicht alles andere als attraktiv sind, die aber einen Pfad heraus aus der Armut erm&#246;glichen. F&#252;r mehr braucht es zun&#228;chst mehr Produktivit&#228;t, aber das habe ich ja schon geschrieben.</p>
<p><i>Wenn du bei uns einen Vertrag abschlie&#223;t, bei dem die andere Partei keine andere Wahl hatte, wird vor dem Gericht einfach die Nichtigkeit des Ganzen festgestellt.</i></p>
<p>Das bezweifle ich stark. Wenn sich das &#8220;keine andere Wahl&#8221; aus Umst&#228;nden ergibt, die nicht auf den Vertragspartner zur&#252;ckzuf&#252;hren oder mit ihm in Verbindung zu bringen sind, wird das Gericht so einen Unsinn sicher nicht entscheiden, denn es kann die Zahl der Alternativen f&#252;r den Betroffenen aus sich heraus auch nicht erh&#246;hen.</p>
<p><em>W&#252;rdest du mir zustimmen, dass es auf diesem Planten F&#228;lle gibt, in denen das Prinzip “Vertragsfreiheit” verletzt wird, w&#228;re ich schon zufrieden. &#220;ber den prozentualen Anteil m&#252;ssen wir uns ja nicht einig werden.</em></p>
<p>Nat&#252;rlich gibt es diese F&#228;lle. Zum Beispiel eben, wenn der eine &#8220;Vertragspartner&#8221; die Macht hat, in das Alternativenset des anderen einzugreifen. Wie z.B. bei Raub&#252;berf&#228;llen oder Besteuerung <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Ich will hier nicht den ausgetrampelten Pfaden des Emp&#246;rungs- bzw. Moralisierungsdiskurses folgen, sondern das Thema “Kinderarbeit” einfach mal konsequent mit liberalen Prinzipien konfrontieren. Und zwar erst einmal vom Individuum her gedacht.</em></p>
<p>Das empfinde ich auch als sehr angenehm.</p>
<p><em>Aber f&#252;r mich ist das eben eine Frage des geringeren &#220;bels </em></p>
<p>Kein Zweifel.</p>
<p><em>und lange nicht so eindeutig zu beantworten, wie das im Ausgangsbeitrag anklang.</em></p>
<p>Was ist schon eindeutig&#8230; Aber ich finde, dass SteffenH hier erstmal &#8220;einen Punkt hat&#8221;, wie die Amis sagen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ben Czerny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32814</link>
		<dc:creator>Ben Czerny</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 16:22:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32814</guid>
		<description>@rayson

&quot;Und selbstverst&#228;ndlich herrscht Vertragsfreiheit: Wenn die Eltern die Kinder nicht in die Fabrik schicken, machen sie eben das, was sie vorher gemacht haben.&quot;

Also in einigen F&#228;llen noch mehr hungern? Vielleicht sogar verhungern. Wenn z.B. auf dem Land alle Zelte abgebrochen sind, das Geld f&#252;r die Fahrt in die Stadt verbraucht wurde, eine R&#252;ckkehr also gar nicht m&#246;glich ist, herrscht einfach Alternativenlosigkeit.

&quot;Dass es keine prachtvolle dritte Alternative gibt, ist weder den Eltern, noch den Betreibern der Fabrik anzulasten.&quot;

Bitte versuche doch mal nachzuvollziehen, dass nicht jede &#220;bereinkunft das G&#252;tesiegel &quot;hier: Vertragsfreiheit&quot; verdient.

Wenn du bei uns einen Vertrag abschlie&#223;t, bei dem die andere Partei keine andere Wahl hatte, wird vor dem Gericht einfach die Nichtigkeit des Ganzen festgestellt.

Du siehst hier Freiheiten, wo keine sind.

W&#252;rdest du mir zustimmen, dass es auf diesem Planten F&#228;lle gibt, in denen das Prinzip &quot;Vertragsfreiheit&quot; verletzt wird, w&#228;re ich schon zufrieden. &#220;ber den prozentualen Anteil m&#252;ssen wir uns ja nicht einig werden.

Ich will hier nicht den ausgetrampelten Pfaden des Emp&#246;rungs- bzw. Moralisierungsdiskurses folgen, sondern das Thema &quot;Kinderarbeit&quot; einfach mal konsequent mit liberalen Prinzipien konfrontieren. Und zwar erst einmal vom Individuum her gedacht. (SteffenH hatte sich ja um die volkswirtschaftliche Ebene gek&#252;mmert). Unter dem Strich gebe ich ihm ja Recht. Aber f&#252;r mich ist das eben eine Frage des geringeren &#220;bels und lange nicht so eindeutig zu beantworten, wie das im Ausgangsbeitrag anklang.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@rayson</p>
<p>&#8220;Und selbstverst&#228;ndlich herrscht Vertragsfreiheit: Wenn die Eltern die Kinder nicht in die Fabrik schicken, machen sie eben das, was sie vorher gemacht haben.&#8221;</p>
<p>Also in einigen F&#228;llen noch mehr hungern? Vielleicht sogar verhungern. Wenn z.B. auf dem Land alle Zelte abgebrochen sind, das Geld f&#252;r die Fahrt in die Stadt verbraucht wurde, eine R&#252;ckkehr also gar nicht m&#246;glich ist, herrscht einfach Alternativenlosigkeit.</p>
<p>&#8220;Dass es keine prachtvolle dritte Alternative gibt, ist weder den Eltern, noch den Betreibern der Fabrik anzulasten.&#8221;</p>
<p>Bitte versuche doch mal nachzuvollziehen, dass nicht jede &#220;bereinkunft das G&#252;tesiegel &#8220;hier: Vertragsfreiheit&#8221; verdient.</p>
<p>Wenn du bei uns einen Vertrag abschlie&#223;t, bei dem die andere Partei keine andere Wahl hatte, wird vor dem Gericht einfach die Nichtigkeit des Ganzen festgestellt.</p>
<p>Du siehst hier Freiheiten, wo keine sind.</p>
<p>W&#252;rdest du mir zustimmen, dass es auf diesem Planten F&#228;lle gibt, in denen das Prinzip &#8220;Vertragsfreiheit&#8221; verletzt wird, w&#228;re ich schon zufrieden. &#220;ber den prozentualen Anteil m&#252;ssen wir uns ja nicht einig werden.</p>
<p>Ich will hier nicht den ausgetrampelten Pfaden des Emp&#246;rungs- bzw. Moralisierungsdiskurses folgen, sondern das Thema &#8220;Kinderarbeit&#8221; einfach mal konsequent mit liberalen Prinzipien konfrontieren. Und zwar erst einmal vom Individuum her gedacht. (SteffenH hatte sich ja um die volkswirtschaftliche Ebene gek&#252;mmert). Unter dem Strich gebe ich ihm ja Recht. Aber f&#252;r mich ist das eben eine Frage des geringeren &#220;bels und lange nicht so eindeutig zu beantworten, wie das im Ausgangsbeitrag anklang.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ben Czerny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32813</link>
		<dc:creator>Ben Czerny</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 15:58:19 +0000</pubDate>
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		<description>@Dirk

&quot;S&#228;mtliche Staaten, in denen g&#252;nstige Arbeitskraft angeboten wurde, sind ja wieder von der Industrie in Armut zur&#252;ckgelassen worden: Japan, S&#252;dkorea, Taiwan.&quot;

Wenn das s&#228;mtliche Staaten w&#228;ren, in denen Kinderarbeit angeboten wird oder wurde, h&#228;tte ich mit dem reinen &quot;Wohlstandssteigerung-durch-Handel&quot;-Ansatz kein Problem.

Leider scheint vielerorts der erw&#252;nschte Aufschwung auszubleiben. Verhielte es sich wirklich so, wie ihr denkt, d&#252;rfte es Kinderarbeit in einem Land nur f&#252;r kurze Zeit geben, sie m&#252;sste nach wenigen Jahren verschwinden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Dirk</p>
<p>&#8220;S&#228;mtliche Staaten, in denen g&#252;nstige Arbeitskraft angeboten wurde, sind ja wieder von der Industrie in Armut zur&#252;ckgelassen worden: Japan, S&#252;dkorea, Taiwan.&#8221;</p>
<p>Wenn das s&#228;mtliche Staaten w&#228;ren, in denen Kinderarbeit angeboten wird oder wurde, h&#228;tte ich mit dem reinen &#8220;Wohlstandssteigerung-durch-Handel&#8221;-Ansatz kein Problem.</p>
<p>Leider scheint vielerorts der erw&#252;nschte Aufschwung auszubleiben. Verhielte es sich wirklich so, wie ihr denkt, d&#252;rfte es Kinderarbeit in einem Land nur f&#252;r kurze Zeit geben, sie m&#252;sste nach wenigen Jahren verschwinden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32812</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 15:42:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32812</guid>
		<description>@Ben Czerny

&lt;i&gt;Vertragsfreiheit und Kinderarbeit schlie&#223;en sich aus. (Wie war das nochmal mit dem Mindestalter und der Gesch&#228;ftsf&#228;higkeit z.B. in Deutschland?).&lt;/i&gt;

Das war so: Die Eltern regeln das anstelle ihrer Kinder. Und ist wohl so auch so im Fall von Kinderarbeit. Und selbstverst&#228;ndlich herrscht Vertragsfreiheit: Wenn die Eltern die Kinder nicht in die Fabrik schicken, machen sie eben das, was sie vorher gemacht haben. Dass es keine prachtvolle dritte Alternative gibt, ist weder den Eltern, noch den Betreibern der Fabrik anzulasten.

&lt;em&gt;Man muss auch mal eingestehen k&#246;nnen, dass eine Frage wirtschaftsphilosophisch oder sozialethisch oder wie auch immer du dazu sagen willst nicht befriedigend aufgel&#246;st werden kann, dass man mit einem (kleineren?) &#220;bel leben muss.&lt;/em&gt;

Eben genau darum geht es doch. Es ist leicht, sich &#252;ber Kinderarbeit zu emp&#246;ren, und zudem ungeheuer praktisch, das eigene Gewissen mit Aktionen wie der von der Mode-Gr&#252;nen nicht nur zu beruhigen, sondern auch noch im Stile eines Pharis&#228;ers aufzuwerten. Oder, wie im gegebenen Fall, f&#252;r sich selbst wahrscheinlich auch Einkommen zu generieren - was den guten, alten Verdacht best&#228;tigt, dass hinter vielen Advokaten ausl&#228;ndischer Arbeiter und ihrer Umwelt eben ganz profane inl&#228;ndische Gesch&#228;ftsinteressen stecken. Hier behauptet ja keiner, dass Kinderarbeit ein anzustrebendes Ideal w&#228;re, sondern es geht darum, dass vermeintlich moralisch hochwertige Appelle und nat&#252;rlich Verurteilungen am Kern der Sache so richtig knackig vorbeischie&#223;en.

Kinderarbeit ist, anders als gewisse Leute uns das glauben machen wollen, kein Ph&#228;nomen des Kapitalismus oder seines rhetorischen Stellvertreters, der Globalisierung, sondern ein &#228;lteres, das vor allem durch den Zufluss von Kapital und durch Einbindung in den internationalen Handel auch &#252;berwunden werden kann. Allerdings sorgen genau diese Mittel zur &#220;berwindung des Missstands, dass er f&#252;r die Leute, die erstmals per Handel etwas n&#228;her mit ihm in Ber&#252;hrung kommen, schwerer zu ignorieren ist.

Es mag f&#252;r aufrechte Moralisten viel n&#228;her liegen, dass da irgendwer etwas Sichtbares &quot;tut&quot;, zur Behebung der Missst&#228;nde &quot;eingreift&quot;. Und unertr&#228;glich klingen, wenn unsereins dann sagt, dass der Gro&#223;teil solcher angeblich sinnvoller Aktionen nur das indirekte Ziel, n&#228;mlich hier die Kinderarbeit in Fabriken f&#252;r Exportprodukte, beseitigt, nicht aber zur L&#246;sung des im Grunde viel wichtigeren, n&#228;mlich der &#220;berwindung der Armut in den betroffenen Familien, beitr&#228;gt. Irgendwo, und das ist auch eine Erkl&#228;rung f&#252;r die Unpopularit&#228;t liberaler Ans&#228;tze, steckt in den K&#246;pfen vieler Menschen dieser Hang zum Aktionismus drin, und es ist f&#252;r sie keinen Moment der &#220;berlegung wert, die Wirkung von Entwicklungsprozessen zu studieren. Das Problem ist da, man findet es unertr&#228;glich, also muss hier und jetzt und sofort &quot;etwas getan&quot; werden. Nur verschwindet allein bei aufwendiger Kurierung der Symptome eben nicht die Krankheit - im Gegenteil, sie wird unbehandelt dann meist schlimmer, und es treten sehr unangenehme Nebenwirkungen auf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ben Czerny</p>
<p><i>Vertragsfreiheit und Kinderarbeit schlie&#223;en sich aus. (Wie war das nochmal mit dem Mindestalter und der Gesch&#228;ftsf&#228;higkeit z.B. in Deutschland?).</i></p>
<p>Das war so: Die Eltern regeln das anstelle ihrer Kinder. Und ist wohl so auch so im Fall von Kinderarbeit. Und selbstverst&#228;ndlich herrscht Vertragsfreiheit: Wenn die Eltern die Kinder nicht in die Fabrik schicken, machen sie eben das, was sie vorher gemacht haben. Dass es keine prachtvolle dritte Alternative gibt, ist weder den Eltern, noch den Betreibern der Fabrik anzulasten.</p>
<p><em>Man muss auch mal eingestehen k&#246;nnen, dass eine Frage wirtschaftsphilosophisch oder sozialethisch oder wie auch immer du dazu sagen willst nicht befriedigend aufgel&#246;st werden kann, dass man mit einem (kleineren?) &#220;bel leben muss.</em></p>
<p>Eben genau darum geht es doch. Es ist leicht, sich &#252;ber Kinderarbeit zu emp&#246;ren, und zudem ungeheuer praktisch, das eigene Gewissen mit Aktionen wie der von der Mode-Gr&#252;nen nicht nur zu beruhigen, sondern auch noch im Stile eines Pharis&#228;ers aufzuwerten. Oder, wie im gegebenen Fall, f&#252;r sich selbst wahrscheinlich auch Einkommen zu generieren &#8211; was den guten, alten Verdacht best&#228;tigt, dass hinter vielen Advokaten ausl&#228;ndischer Arbeiter und ihrer Umwelt eben ganz profane inl&#228;ndische Gesch&#228;ftsinteressen stecken. Hier behauptet ja keiner, dass Kinderarbeit ein anzustrebendes Ideal w&#228;re, sondern es geht darum, dass vermeintlich moralisch hochwertige Appelle und nat&#252;rlich Verurteilungen am Kern der Sache so richtig knackig vorbeischie&#223;en.</p>
<p>Kinderarbeit ist, anders als gewisse Leute uns das glauben machen wollen, kein Ph&#228;nomen des Kapitalismus oder seines rhetorischen Stellvertreters, der Globalisierung, sondern ein &#228;lteres, das vor allem durch den Zufluss von Kapital und durch Einbindung in den internationalen Handel auch &#252;berwunden werden kann. Allerdings sorgen genau diese Mittel zur &#220;berwindung des Missstands, dass er f&#252;r die Leute, die erstmals per Handel etwas n&#228;her mit ihm in Ber&#252;hrung kommen, schwerer zu ignorieren ist.</p>
<p>Es mag f&#252;r aufrechte Moralisten viel n&#228;her liegen, dass da irgendwer etwas Sichtbares &#8220;tut&#8221;, zur Behebung der Missst&#228;nde &#8220;eingreift&#8221;. Und unertr&#228;glich klingen, wenn unsereins dann sagt, dass der Gro&#223;teil solcher angeblich sinnvoller Aktionen nur das indirekte Ziel, n&#228;mlich hier die Kinderarbeit in Fabriken f&#252;r Exportprodukte, beseitigt, nicht aber zur L&#246;sung des im Grunde viel wichtigeren, n&#228;mlich der &#220;berwindung der Armut in den betroffenen Familien, beitr&#228;gt. Irgendwo, und das ist auch eine Erkl&#228;rung f&#252;r die Unpopularit&#228;t liberaler Ans&#228;tze, steckt in den K&#246;pfen vieler Menschen dieser Hang zum Aktionismus drin, und es ist f&#252;r sie keinen Moment der &#220;berlegung wert, die Wirkung von Entwicklungsprozessen zu studieren. Das Problem ist da, man findet es unertr&#228;glich, also muss hier und jetzt und sofort &#8220;etwas getan&#8221; werden. Nur verschwindet allein bei aufwendiger Kurierung der Symptome eben nicht die Krankheit &#8211; im Gegenteil, sie wird unbehandelt dann meist schlimmer, und es treten sehr unangenehme Nebenwirkungen auf.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32809</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 10:44:56 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;em&gt;Link mit Preisbeispielen&lt;/em&gt;

Der so rgn sagt... Die Frage ist, was f&#252;r ein Produkt es ist, wenn es im Laden liegt, und was zu dessen Herstellung sonst noch so erforderlich ist. Kleiner Tipp: Nicht zu materiell denken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><em>Link mit Preisbeispielen</em></p>
<p>Der so rgn sagt&#8230; Die Frage ist, was f&#252;r ein Produkt es ist, wenn es im Laden liegt, und was zu dessen Herstellung sonst noch so erforderlich ist. Kleiner Tipp: Nicht zu materiell denken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Dirk</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32805</link>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 09:48:38 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Auf den Einwurf, das liege wohl daran, dass die Gewinne wohl doch nicht so &#252;ppig waren, w&#252;rde ich mit der Praxis der Standortverlagerung antworten.&lt;/blockquote&gt;

 S&#228;mtliche Staaten, in denen g&#252;nstige Arbeitskraft angeboten wurde, sind ja wieder von der Industrie in Armut zur&#252;ckgelassen worden: Japan, S&#252;dkorea, Taiwan.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Auf den Einwurf, das liege wohl daran, dass die Gewinne wohl doch nicht so &#252;ppig waren, w&#252;rde ich mit der Praxis der Standortverlagerung antworten.</p></blockquote>
<p> S&#228;mtliche Staaten, in denen g&#252;nstige Arbeitskraft angeboten wurde, sind ja wieder von der Industrie in Armut zur&#252;ckgelassen worden: Japan, S&#252;dkorea, Taiwan.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ben Czerny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32803</link>
		<dc:creator>Ben Czerny</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 08:32:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32803</guid>
		<description>Hier noch zur Veranschaulichung ein ergoogelter Link mit Preisbeispielen f&#252;r Bangladesch:

http://marketrade.blogspot.com/2007/10/t-shirts-and-sweatshirts-from.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier noch zur Veranschaulichung ein ergoogelter Link mit Preisbeispielen f&#252;r Bangladesch:</p>
<p><a href="http://marketrade.blogspot.com/2007/10/t-shirts-and-sweatshirts-from.html" rel="nofollow">http://marketrade.blogspot.com/2007/10/t-shirts-and-sweatshirts-from.html</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ben Czerny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32801</link>
		<dc:creator>Ben Czerny</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 07:53:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32801</guid>
		<description>@F.Alfonso
&quot;Warum lese ich von dir so oft die Floskel “…wenn du ein Liberaler w&#228;rst, dann w&#252;rdest du…”

Weil du mich in die linke Schublade gesteckt hast und die Frage der Vertragsfreiheit bei der Kinderarbeit nicht ernst nehmen wolltest.
(Gerne gebe ich an dieser Stelle ein &quot;was man sieht...&quot; zur&#252;ck).

&quot;Klar, wenn ich ein Liberaler w&#228;re, w&#252;rde ich machen, was du f&#252;r richtig h&#228;ltst…&quot;

Sicher, ich bin ja auch ein dogmatische Linker, der Dir seine Ideologie der Vertragsfreiheit aufdr&#228;ngen will.

Falls dein Tipp nicht herablassend gemeint war, danke daf&#252;r. Falls nicht kannst ihn stecken lassen, weil der Satz &quot;Sinnvoll ist, wenn man Menschen hilft, sich selbst zu helfen &quot; ohnehin meine Einstellung trifft und ich viel von Amartya Sen und Muhammad Yunus halte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@F.Alfonso<br />
&#8220;Warum lese ich von dir so oft die Floskel “…wenn du ein Liberaler w&#228;rst, dann w&#252;rdest du…”</p>
<p>Weil du mich in die linke Schublade gesteckt hast und die Frage der Vertragsfreiheit bei der Kinderarbeit nicht ernst nehmen wolltest.<br />
(Gerne gebe ich an dieser Stelle ein &#8220;was man sieht&#8230;&#8221; zur&#252;ck).</p>
<p>&#8220;Klar, wenn ich ein Liberaler w&#228;re, w&#252;rde ich machen, was du f&#252;r richtig h&#228;ltst…&#8221;</p>
<p>Sicher, ich bin ja auch ein dogmatische Linker, der Dir seine Ideologie der Vertragsfreiheit aufdr&#228;ngen will.</p>
<p>Falls dein Tipp nicht herablassend gemeint war, danke daf&#252;r. Falls nicht kannst ihn stecken lassen, weil der Satz &#8220;Sinnvoll ist, wenn man Menschen hilft, sich selbst zu helfen &#8221; ohnehin meine Einstellung trifft und ich viel von Amartya Sen und Muhammad Yunus halte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: F.Alfonzo</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32797</link>
		<dc:creator>F.Alfonzo</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 03:14:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32797</guid>
		<description>@ Ben Czerny:

Warum lese ich von dir so oft die Floskel &quot;...wenn du ein Liberaler w&#228;rst, dann w&#252;rdest du...&quot;

Klar, wenn ich ein Liberaler w&#228;re, w&#252;rde ich machen, was du f&#252;r richtig h&#228;ltst...

Ich geb dir mal nen Tip, zum Thema Entwicklungshilfe:
Sinnvoll ist, wenn man Menschen hilft, sich selbst zu helfen. Mach ein Konto bei einer Bank auf, die Kleinkredite vergibt, damit kannst du vielen Menschen helfen.

Zum Thema Arbeit: Die Sache ist eigentlich relativ einfach (deswegen werbe ich auch f&#252;r Banken, die Kleinkredite geben): Die Produktivit&#228;t (und damit der Lohn) eines Arbeiters steigt mit dem Ausma&#223;, in dem Kapital ins betroffene Land geschafft wird.

...und wenn du sagst: &quot;Also dazu w&#252;rde ich wirklich gerne mal Daten sehen&quot;, empfahle ich dir s&#228;mtliche Papers aller &#214;konomen, die in den letzten 50 Jahren verfasst wurden. Du wirst da sicher etwas finden.
...vorausgesetzt, dass du deine Augen aufmachst; denn man sieht immer nur das, was man sehen will...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Ben Czerny:</p>
<p>Warum lese ich von dir so oft die Floskel &#8220;&#8230;wenn du ein Liberaler w&#228;rst, dann w&#252;rdest du&#8230;&#8221;</p>
<p>Klar, wenn ich ein Liberaler w&#228;re, w&#252;rde ich machen, was du f&#252;r richtig h&#228;ltst&#8230;</p>
<p>Ich geb dir mal nen Tip, zum Thema Entwicklungshilfe:<br />
Sinnvoll ist, wenn man Menschen hilft, sich selbst zu helfen. Mach ein Konto bei einer Bank auf, die Kleinkredite vergibt, damit kannst du vielen Menschen helfen.</p>
<p>Zum Thema Arbeit: Die Sache ist eigentlich relativ einfach (deswegen werbe ich auch f&#252;r Banken, die Kleinkredite geben): Die Produktivit&#228;t (und damit der Lohn) eines Arbeiters steigt mit dem Ausma&#223;, in dem Kapital ins betroffene Land geschafft wird.</p>
<p>&#8230;und wenn du sagst: &#8220;Also dazu w&#252;rde ich wirklich gerne mal Daten sehen&#8221;, empfahle ich dir s&#228;mtliche Papers aller &#214;konomen, die in den letzten 50 Jahren verfasst wurden. Du wirst da sicher etwas finden.<br />
&#8230;vorausgesetzt, dass du deine Augen aufmachst; denn man sieht immer nur das, was man sehen will&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ben Czerny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32795</link>
		<dc:creator>Ben Czerny</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 00:06:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32795</guid>
		<description>@rayson,

Warte mal, die Menschenrechte hatte ich bei den Arbeitsbedingungen ins Spiel gebracht, nicht bei der Kinderarbeit an sich. Ich habe sogar die einschl&#228;gigen Artikel nachgeschlagen, es sind Art. 23-26 der Allgemeinen Erkl&#228;rung der MR.

&quot;Es kann, wie schon gesagt, nur darum gehen, die Armut zu verringern, statt den Menschen eine der wenigen Chancen zu nehmen, ihre Lage auch nur etwas zu verbessern.&quot;

Das kann ich vielleicht unter Bauchschmerzen akzeptieren aber bei der Vertragsfreiheit im Falle der Kinderarbeit kommen wir nicht zusammen. Vertragsfreiheit und Kinderarbeit schlie&#223;en sich aus. (Wie war das nochmal mit dem Mindestalter und der Gesch&#228;ftsf&#228;higkeit z.B. in Deutschland?).
Man muss auch mal eingestehen k&#246;nnen, dass eine Frage wirtschaftsphilosophisch oder sozialethisch oder wie auch immer du dazu sagen willst nicht befriedigend aufgel&#246;st werden kann, dass man mit einem (kleineren?) &#220;bel leben muss. 

&quot;H&#246;here Gewinne w&#228;ren ja super. Dann w&#252;rde das Kapital nur so in die armen L&#228;nder str&#246;men, dort um die Arbeitskr&#228;fte konkurrieren und damit die L&#246;hne nach oben treiben.&quot;

Also dazu w&#252;rde ich wirklich gerne mal Daten sehen. Du meinst also, hohe Gewinne z&#246;gen Konkurrenz an, was ich grunds&#228;tzlich f&#252;r nachvollziehbar halte. Dagegen spricht, dass weltweit gesehen das Angebot an zur Arbeit gezwungenen Kindern anscheinend so gro&#223; ist, dass ich bisher in diesem Zusammenhang kaum etwas &#252;ber Wohlstandzuw&#228;chse bei den Betroffenen gelesen habe. Auf den Einwurf, das liege wohl daran, dass die Gewinne wohl doch nicht so &#252;ppig waren, w&#252;rde ich mit der Praxis der Standortverlagerung antworten. Irgendwo auf der Welt finden sich anscheinend immer Familien, die kaum eine Wahl haben. Wenn die dann aufmucken, gehts eben ab ins n&#228;chste Land.

&quot;&#196;h - wenn du meintest, ein individueller Ansatz fordere es, in die Entscheidungsm&#246;glichkeiten von Menschen in anderen L&#228;ndern regulierend einzugreifen, dann reden wir da wohl &#252;ber sehr verschiedene Dinge. Wer daf&#252;r sorgen will, dass es ihnen besser geht, der erh&#246;he ihre Auswahlm&#246;glichkeiten, statt sie zu verringern.&quot;

Coole Auswahlm&#246;glichkeiten. Ich sehe da keine.
Deinem letzten Absatz stimme ich aber gerne zu.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@rayson,</p>
<p>Warte mal, die Menschenrechte hatte ich bei den Arbeitsbedingungen ins Spiel gebracht, nicht bei der Kinderarbeit an sich. Ich habe sogar die einschl&#228;gigen Artikel nachgeschlagen, es sind Art. 23-26 der Allgemeinen Erkl&#228;rung der MR.</p>
<p>&#8220;Es kann, wie schon gesagt, nur darum gehen, die Armut zu verringern, statt den Menschen eine der wenigen Chancen zu nehmen, ihre Lage auch nur etwas zu verbessern.&#8221;</p>
<p>Das kann ich vielleicht unter Bauchschmerzen akzeptieren aber bei der Vertragsfreiheit im Falle der Kinderarbeit kommen wir nicht zusammen. Vertragsfreiheit und Kinderarbeit schlie&#223;en sich aus. (Wie war das nochmal mit dem Mindestalter und der Gesch&#228;ftsf&#228;higkeit z.B. in Deutschland?).<br />
Man muss auch mal eingestehen k&#246;nnen, dass eine Frage wirtschaftsphilosophisch oder sozialethisch oder wie auch immer du dazu sagen willst nicht befriedigend aufgel&#246;st werden kann, dass man mit einem (kleineren?) &#220;bel leben muss. </p>
<p>&#8220;H&#246;here Gewinne w&#228;ren ja super. Dann w&#252;rde das Kapital nur so in die armen L&#228;nder str&#246;men, dort um die Arbeitskr&#228;fte konkurrieren und damit die L&#246;hne nach oben treiben.&#8221;</p>
<p>Also dazu w&#252;rde ich wirklich gerne mal Daten sehen. Du meinst also, hohe Gewinne z&#246;gen Konkurrenz an, was ich grunds&#228;tzlich f&#252;r nachvollziehbar halte. Dagegen spricht, dass weltweit gesehen das Angebot an zur Arbeit gezwungenen Kindern anscheinend so gro&#223; ist, dass ich bisher in diesem Zusammenhang kaum etwas &#252;ber Wohlstandzuw&#228;chse bei den Betroffenen gelesen habe. Auf den Einwurf, das liege wohl daran, dass die Gewinne wohl doch nicht so &#252;ppig waren, w&#252;rde ich mit der Praxis der Standortverlagerung antworten. Irgendwo auf der Welt finden sich anscheinend immer Familien, die kaum eine Wahl haben. Wenn die dann aufmucken, gehts eben ab ins n&#228;chste Land.</p>
<p>&#8220;&#196;h &#8211; wenn du meintest, ein individueller Ansatz fordere es, in die Entscheidungsm&#246;glichkeiten von Menschen in anderen L&#228;ndern regulierend einzugreifen, dann reden wir da wohl &#252;ber sehr verschiedene Dinge. Wer daf&#252;r sorgen will, dass es ihnen besser geht, der erh&#246;he ihre Auswahlm&#246;glichkeiten, statt sie zu verringern.&#8221;</p>
<p>Coole Auswahlm&#246;glichkeiten. Ich sehe da keine.<br />
Deinem letzten Absatz stimme ich aber gerne zu.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32790</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 20:00:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32790</guid>
		<description>@Ben Czerny

&lt;i&gt;Und bei Gesundheit und Kinderarbeit geht es letztendlich um Fragen der Menschenrechte.&lt;/i&gt;

Ist dir eigentlich bewusst, welches Fass du damit aufmachst? Gesundheit kann nie ein Menschenrecht sein, da Menschen immer krank sein werden und bekannterma&#223;en an irgendwas auch immer sterben. Und wer die Abwesenheit von Kinderarbeit zum Menschenrecht erkl&#228;rt, nimmt in Wirklichkeit anderen Menschen Chancen. Ich w&#228;re da also sehr, sehr vorsichtig mit solchen normativen Bez&#252;gen.

&lt;i&gt;als Liberaler m&#252;sste man doch an erster Stelle ein Problem damit haben, dass die Kinder und deren Eltern eigentlich keine echte Wahl haben (das sieht auch SteffenH so)&lt;/i&gt;

Auch das mit der &quot;echten Wahl&quot; ist eine wacklige Br&#252;cke, die ich nicht betreten werde. Es geht ganz einfach und ohne gro&#223;e Klimmz&#252;ge um eins der vielen Begleitph&#228;nomene von sehr gro&#223;er Armut. Es ist falsch, an den Symptomen herumzudoktern. Der Fokus auf die Kinderarbeit ist eine moralisierende Form von solidem Halbwissen. Es kann, wie schon gesagt, nur darum gehen, die Armut zu verringern, statt den Menschen eine der wenigen Chancen zu nehmen, ihre Lage auch nur etwas zu verbessern.

&lt;em&gt;Das Grundprinzip der Vertragsfreiheit bleibt in jedem Fall verletzt.&lt;/em&gt;

Siehe oben unter &quot;echte Wahl&quot;. Das halte ich f&#252;r eine viel zu weite Interpretation dieses Begriffs. Sowas wird gerne zum Einfallstor f&#252;r freiheitsbeschr&#228;nkende Eingriffe aller Art.

&lt;i&gt;Und irgendwo entstehen auf Grund dieser verletzten Vertragsfreiheit h&#246;here Gewinne und/oder f&#252;r den Endkunden g&#252;nstigere T-Shirts.&lt;/i&gt;

H&#246;here Gewinne w&#228;ren ja super. Dann w&#252;rde das Kapital nur so in die armen L&#228;nder str&#246;men, dort um die Arbeitskr&#228;fte konkurrieren und damit die L&#246;hne nach oben treiben. 

&lt;i&gt;Au&#223;erdem mutet es etwas seltsam an, wenn ein erkl&#228;rter Staatsskeptiker auf einmal mit Volkssouver&#228;nit&#228;t und Nichteinmischung argumentiert. Ich dachte immer liberale Theorie habe wegen ihres individuellen Ausgangspunkts von Natur aus einen Hang zum Universalismus (in den geforderten Freiheiten).&lt;/i&gt;

&#196;h - wenn du meintest, ein individueller Ansatz fordere es, in die Entscheidungsm&#246;glichkeiten von Menschen in anderen L&#228;ndern regulierend einzugreifen, dann reden wir da wohl &#252;ber sehr verschiedene Dinge. Wer daf&#252;r sorgen will, dass es ihnen besser geht, der erh&#246;he ihre Auswahlm&#246;glichkeiten, statt sie zu verringern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ben Czerny</p>
<p><i>Und bei Gesundheit und Kinderarbeit geht es letztendlich um Fragen der Menschenrechte.</i></p>
<p>Ist dir eigentlich bewusst, welches Fass du damit aufmachst? Gesundheit kann nie ein Menschenrecht sein, da Menschen immer krank sein werden und bekannterma&#223;en an irgendwas auch immer sterben. Und wer die Abwesenheit von Kinderarbeit zum Menschenrecht erkl&#228;rt, nimmt in Wirklichkeit anderen Menschen Chancen. Ich w&#228;re da also sehr, sehr vorsichtig mit solchen normativen Bez&#252;gen.</p>
<p><i>als Liberaler m&#252;sste man doch an erster Stelle ein Problem damit haben, dass die Kinder und deren Eltern eigentlich keine echte Wahl haben (das sieht auch SteffenH so)</i></p>
<p>Auch das mit der &#8220;echten Wahl&#8221; ist eine wacklige Br&#252;cke, die ich nicht betreten werde. Es geht ganz einfach und ohne gro&#223;e Klimmz&#252;ge um eins der vielen Begleitph&#228;nomene von sehr gro&#223;er Armut. Es ist falsch, an den Symptomen herumzudoktern. Der Fokus auf die Kinderarbeit ist eine moralisierende Form von solidem Halbwissen. Es kann, wie schon gesagt, nur darum gehen, die Armut zu verringern, statt den Menschen eine der wenigen Chancen zu nehmen, ihre Lage auch nur etwas zu verbessern.</p>
<p><em>Das Grundprinzip der Vertragsfreiheit bleibt in jedem Fall verletzt.</em></p>
<p>Siehe oben unter &#8220;echte Wahl&#8221;. Das halte ich f&#252;r eine viel zu weite Interpretation dieses Begriffs. Sowas wird gerne zum Einfallstor f&#252;r freiheitsbeschr&#228;nkende Eingriffe aller Art.</p>
<p><i>Und irgendwo entstehen auf Grund dieser verletzten Vertragsfreiheit h&#246;here Gewinne und/oder f&#252;r den Endkunden g&#252;nstigere T-Shirts.</i></p>
<p>H&#246;here Gewinne w&#228;ren ja super. Dann w&#252;rde das Kapital nur so in die armen L&#228;nder str&#246;men, dort um die Arbeitskr&#228;fte konkurrieren und damit die L&#246;hne nach oben treiben. </p>
<p><i>Au&#223;erdem mutet es etwas seltsam an, wenn ein erkl&#228;rter Staatsskeptiker auf einmal mit Volkssouver&#228;nit&#228;t und Nichteinmischung argumentiert. Ich dachte immer liberale Theorie habe wegen ihres individuellen Ausgangspunkts von Natur aus einen Hang zum Universalismus (in den geforderten Freiheiten).</i></p>
<p>&#196;h &#8211; wenn du meintest, ein individueller Ansatz fordere es, in die Entscheidungsm&#246;glichkeiten von Menschen in anderen L&#228;ndern regulierend einzugreifen, dann reden wir da wohl &#252;ber sehr verschiedene Dinge. Wer daf&#252;r sorgen will, dass es ihnen besser geht, der erh&#246;he ihre Auswahlm&#246;glichkeiten, statt sie zu verringern.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ben Czerny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32778</link>
		<dc:creator>Ben Czerny</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 11:38:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32778</guid>
		<description>@Rayson

&quot;Ist das gesichert? Und wissen die Betreffenden das? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Eltern ihren Kindern das antun w&#252;rden.&quot;

Das wir nicht in jedem Land und in jeder Fabrik gleich schlimm sein. (Vgl. Olivers Beitrag). Geringe Bildung und m&#246;gliche Langzeitfolgen von Chemikalienexposition tragen sicher nicht zu einer fundierten Entscheidung der Eltern bei (neben den materiellen Gr&#252;nden). 

&quot;Aber mal einfach gesetzt den Fall, das w&#228;re so, und das Risiko w&#252;rde von den Kindern nicht freiwillig eingegangen: Ja, das w&#228;re ein berechtigter Grund f&#252;r die Regierung des betreffenden Landes, diese Situation zu &#228;ndern. Ich sehe aber immer noch keine h&#246;here Moral darin, das praktisch von hier aus vorzuschreiben. Das h&#228;tte dann (Achtung: Tiefschlag!) f&#252;r mich einen leichten Beigeschmack von wegen “dumme Eingeborene und gebildete Europ&#228;er”.&quot;

Naja, die Gefahr kultureller Arroganz hatte ich in meinem Beitrag an Dirk schon ausgemacht. Das Problem hat man aber immer bei universellen Menschenrechten. H&#228;tte man da keinen Universalit&#228;tsanspruch, w&#252;rde der Begriff erst gar nicht passen. Und bei Gesundheit und Kinderarbeit geht es letztendlich um Fragen der Menschenrechte.
Und weil du das Stichwort &quot;h&#246;here Moral&quot; gibst, als Liberaler m&#252;sste  man doch an erster Stelle ein Problem damit haben, dass die Kinder und deren Eltern eigentlich keine echte Wahl haben (das sieht auch SteffenH so). Das ist also nicht eine Frage der Vertragsfreiheit. Dass unter dem Strich gesamtwirtschaftlich betrachtet die Herstellung von in Kinderarbeit hergestellten Waren f&#252;r alle Seiten von Vorteil ist, kann meiner Meinung nach ein Liberaler nur unter Bauchschmerzen in einem gedanklich zweiten Schritt so feststellen. Das Grundprinzip der Vertragsfreiheit bleibt in jedem Fall verletzt. Und irgendwo entstehen auf Grund dieser verletzten Vertragsfreiheit h&#246;here Gewinne und/oder f&#252;r den Endkunden g&#252;nstigere T-Shirts. Das ist einfach nicht ganz einwandfrei.

Au&#223;erdem mutet es etwas seltsam an, wenn ein erkl&#228;rter Staatsskeptiker auf einmal mit Volkssouver&#228;nit&#228;t und Nichteinmischung argumentiert. Ich dachte immer liberale Theorie habe wegen ihres individuellen Ausgangspunkts von Natur aus einen Hang zum Universalismus (in den geforderten Freiheiten).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Rayson</p>
<p>&#8220;Ist das gesichert? Und wissen die Betreffenden das? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Eltern ihren Kindern das antun w&#252;rden.&#8221;</p>
<p>Das wir nicht in jedem Land und in jeder Fabrik gleich schlimm sein. (Vgl. Olivers Beitrag). Geringe Bildung und m&#246;gliche Langzeitfolgen von Chemikalienexposition tragen sicher nicht zu einer fundierten Entscheidung der Eltern bei (neben den materiellen Gr&#252;nden). </p>
<p>&#8220;Aber mal einfach gesetzt den Fall, das w&#228;re so, und das Risiko w&#252;rde von den Kindern nicht freiwillig eingegangen: Ja, das w&#228;re ein berechtigter Grund f&#252;r die Regierung des betreffenden Landes, diese Situation zu &#228;ndern. Ich sehe aber immer noch keine h&#246;here Moral darin, das praktisch von hier aus vorzuschreiben. Das h&#228;tte dann (Achtung: Tiefschlag!) f&#252;r mich einen leichten Beigeschmack von wegen “dumme Eingeborene und gebildete Europ&#228;er”.&#8221;</p>
<p>Naja, die Gefahr kultureller Arroganz hatte ich in meinem Beitrag an Dirk schon ausgemacht. Das Problem hat man aber immer bei universellen Menschenrechten. H&#228;tte man da keinen Universalit&#228;tsanspruch, w&#252;rde der Begriff erst gar nicht passen. Und bei Gesundheit und Kinderarbeit geht es letztendlich um Fragen der Menschenrechte.<br />
Und weil du das Stichwort &#8220;h&#246;here Moral&#8221; gibst, als Liberaler m&#252;sste  man doch an erster Stelle ein Problem damit haben, dass die Kinder und deren Eltern eigentlich keine echte Wahl haben (das sieht auch SteffenH so). Das ist also nicht eine Frage der Vertragsfreiheit. Dass unter dem Strich gesamtwirtschaftlich betrachtet die Herstellung von in Kinderarbeit hergestellten Waren f&#252;r alle Seiten von Vorteil ist, kann meiner Meinung nach ein Liberaler nur unter Bauchschmerzen in einem gedanklich zweiten Schritt so feststellen. Das Grundprinzip der Vertragsfreiheit bleibt in jedem Fall verletzt. Und irgendwo entstehen auf Grund dieser verletzten Vertragsfreiheit h&#246;here Gewinne und/oder f&#252;r den Endkunden g&#252;nstigere T-Shirts. Das ist einfach nicht ganz einwandfrei.</p>
<p>Au&#223;erdem mutet es etwas seltsam an, wenn ein erkl&#228;rter Staatsskeptiker auf einmal mit Volkssouver&#228;nit&#228;t und Nichteinmischung argumentiert. Ich dachte immer liberale Theorie habe wegen ihres individuellen Ausgangspunkts von Natur aus einen Hang zum Universalismus (in den geforderten Freiheiten).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32772</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 07:38:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32772</guid>
		<description>@googlehupf

Ich bin dort Stammkunde. Und ich bin schon kurz davor, den ersten zur&#252;ckgezahlten Kredit neu zu vergeben. Ein gutes Gef&#252;hl.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@googlehupf</p>
<p>Ich bin dort Stammkunde. Und ich bin schon kurz davor, den ersten zur&#252;ckgezahlten Kredit neu zu vergeben. Ein gutes Gef&#252;hl.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: googlehupf</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32769</link>
		<dc:creator>googlehupf</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 22:55:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32769</guid>
		<description>Kiva.org kannte ich noch nicht. Macht echt einen guten Eindruck.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kiva.org kannte ich noch nicht. Macht echt einen guten Eindruck.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32759</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 21:08:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32759</guid>
		<description>@buenavista:

Richtig, hinnehmen sollte man das nicht. Aber ein Boykott von Proukten, die mutma&#223;lich von Kindern produziert werden hilft definitiv nicht. Also macht es keinen Sinn sich in dieser Richtung etwas vorzumachen, auch wenn es in der &#214;ffentlichkeit auf so positive Ressonanz st&#246;sst.

Wie w&#228;rs mit der Herangehensweise:

a) Ein Verbot von Kinderarbeit funktioniert nicht. Das Schicksal der dann arbeitslosen Kinder l&#228;sst sich nicht nachpr&#252;fen.

b) Was hat Kinderarbeit in der Geschichte am schnellsten beseitigt? Wirtschaftliches Wachstum.

c) Wie kann ich wirtschaftliches Wachstum f&#246;rdern, an dem m&#246;glichst viele Menschen in den betroffenen L&#228;ndern teilhaben?

d) Handel, Handel und nochmals Handel. Und ansonsten die Bed&#252;rftigen mit Kapital ausstatten. Die Grameen-Bank oder Kiva.org sind dankbare Abnehmer deiner Spargroschen. Oder eine Schulpatenschaft f&#252;r ein Kind. Das bringt mit Sicherheit mehr als das Emp&#246;hrungsgehabe im Internet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@buenavista:</p>
<p>Richtig, hinnehmen sollte man das nicht. Aber ein Boykott von Proukten, die mutma&#223;lich von Kindern produziert werden hilft definitiv nicht. Also macht es keinen Sinn sich in dieser Richtung etwas vorzumachen, auch wenn es in der &#214;ffentlichkeit auf so positive Ressonanz st&#246;sst.</p>
<p>Wie w&#228;rs mit der Herangehensweise:</p>
<p>a) Ein Verbot von Kinderarbeit funktioniert nicht. Das Schicksal der dann arbeitslosen Kinder l&#228;sst sich nicht nachpr&#252;fen.</p>
<p>b) Was hat Kinderarbeit in der Geschichte am schnellsten beseitigt? Wirtschaftliches Wachstum.</p>
<p>c) Wie kann ich wirtschaftliches Wachstum f&#246;rdern, an dem m&#246;glichst viele Menschen in den betroffenen L&#228;ndern teilhaben?</p>
<p>d) Handel, Handel und nochmals Handel. Und ansonsten die Bed&#252;rftigen mit Kapital ausstatten. Die Grameen-Bank oder Kiva.org sind dankbare Abnehmer deiner Spargroschen. Oder eine Schulpatenschaft f&#252;r ein Kind. Das bringt mit Sicherheit mehr als das Emp&#246;hrungsgehabe im Internet.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Buenavista</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32756</link>
		<dc:creator>Buenavista</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 20:54:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32756</guid>
		<description>&quot;Der Unterschied zu den Sweatshops ist: Die Alternative zu Sweatshops ist noch schlechter. Die Alternative zur Prostitution nicht.&quot;

Ich w&#252;nschte, ich k&#246;nnte mir da so sicher sein. Beides zerst&#246;rt Kinder, wobei letzteres meist besser bezahlt wird.

Hinnehmen sollte man beides nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der Unterschied zu den Sweatshops ist: Die Alternative zu Sweatshops ist noch schlechter. Die Alternative zur Prostitution nicht.&#8221;</p>
<p>Ich w&#252;nschte, ich k&#246;nnte mir da so sicher sein. Beides zerst&#246;rt Kinder, wobei letzteres meist besser bezahlt wird.</p>
<p>Hinnehmen sollte man beides nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32755</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 19:43:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32755</guid>
		<description>&lt;i&gt;und das Risiko w&#252;rde von den Kindern nicht freiwillig eingegangen&lt;/i&gt;

Wenn es von ihnen freiwillig eingegangen w&#252;rde, machte das die Sache nat&#252;rlich nicht besser - schlie&#223;lich geht es um Kinder. Dieser Halbsatz ist also &#252;berfl&#252;ssig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>und das Risiko w&#252;rde von den Kindern nicht freiwillig eingegangen</i></p>
<p>Wenn es von ihnen freiwillig eingegangen w&#252;rde, machte das die Sache nat&#252;rlich nicht besser &#8211; schlie&#223;lich geht es um Kinder. Dieser Halbsatz ist also &#252;berfl&#252;ssig.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32754</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 18:51:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32754</guid>
		<description>@Ben Czerny

&lt;i&gt;An dieser Stelle k&#246;nnte man vielmehr entgegenhalten, dass der Umgang mit den Chemikalien in den “Sweatshops” die Lebenserwartung m&#246;glicherweise noch st&#228;rker verk&#252;rzt, als harte Feldarbeit.&lt;/i&gt;

Ist das gesichert? Und wissen die Betreffenden das? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Eltern ihren Kindern das antun w&#252;rden. Aber mal einfach gesetzt den Fall, das w&#228;re so, und das Risiko w&#252;rde von den Kindern nicht freiwillig eingegangen: Ja, das w&#228;re ein berechtigter Grund f&#252;r die Regierung des betreffenden Landes, diese Situation zu &#228;ndern. Ich sehe aber immer noch keine h&#246;here Moral darin, das praktisch von hier aus vorzuschreiben. Das h&#228;tte dann (Achtung: Tiefschlag!) f&#252;r mich einen leichten Beigeschmack von wegen &quot;dumme Eingeborene und gebildete Europ&#228;er&quot;.

&lt;i&gt;Au&#223;erdem f&#228;llt mir gerade noch ein, dass der Aufpreis durch die Einhaltung von Mindeststandards beim Arbeits- und Umweltschutz die T-Shirts wohl nur um wenige Cent verteuern w&#252;rde.&lt;/i&gt;

Das k&#246;nnte Vorteilhaftigkeitsrechnungen kippen.

&lt;i&gt;Bei T-Shirts aus Bangladesch betr&#228;gt die Gewinnspanne viele 100%. Ich frage mich, ob die Mehrkosten durch Arbeits- und Umweltschutz &#252;berhaupt auf die deutschen Verbraucher durchschlagen w&#252;rden.&lt;/i&gt;

Von welcher Gewinnspanne redest du? Meinst du den Unterschied zwischen Verkaufspreis und Herstellungskosten im Land? Dann h&#228;tte ich eine f&#252;r alle Aktion&#228;re von Nike und adidas unangenehme Nachricht: Das ist leider nicht der Gewinn.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ben Czerny</p>
<p><i>An dieser Stelle k&#246;nnte man vielmehr entgegenhalten, dass der Umgang mit den Chemikalien in den “Sweatshops” die Lebenserwartung m&#246;glicherweise noch st&#228;rker verk&#252;rzt, als harte Feldarbeit.</i></p>
<p>Ist das gesichert? Und wissen die Betreffenden das? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Eltern ihren Kindern das antun w&#252;rden. Aber mal einfach gesetzt den Fall, das w&#228;re so, und das Risiko w&#252;rde von den Kindern nicht freiwillig eingegangen: Ja, das w&#228;re ein berechtigter Grund f&#252;r die Regierung des betreffenden Landes, diese Situation zu &#228;ndern. Ich sehe aber immer noch keine h&#246;here Moral darin, das praktisch von hier aus vorzuschreiben. Das h&#228;tte dann (Achtung: Tiefschlag!) f&#252;r mich einen leichten Beigeschmack von wegen &#8220;dumme Eingeborene und gebildete Europ&#228;er&#8221;.</p>
<p><i>Au&#223;erdem f&#228;llt mir gerade noch ein, dass der Aufpreis durch die Einhaltung von Mindeststandards beim Arbeits- und Umweltschutz die T-Shirts wohl nur um wenige Cent verteuern w&#252;rde.</i></p>
<p>Das k&#246;nnte Vorteilhaftigkeitsrechnungen kippen.</p>
<p><i>Bei T-Shirts aus Bangladesch betr&#228;gt die Gewinnspanne viele 100%. Ich frage mich, ob die Mehrkosten durch Arbeits- und Umweltschutz &#252;berhaupt auf die deutschen Verbraucher durchschlagen w&#252;rden.</i></p>
<p>Von welcher Gewinnspanne redest du? Meinst du den Unterschied zwischen Verkaufspreis und Herstellungskosten im Land? Dann h&#228;tte ich eine f&#252;r alle Aktion&#228;re von Nike und adidas unangenehme Nachricht: Das ist leider nicht der Gewinn.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Dirk</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32749</link>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:45:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32749</guid>
		<description>&lt;em&gt;Aber es geht nichtz darum, wa wir einem Kind “erlauben” oder nicht, sondern was wir dem Nutznie&#223;er einer solchen “Leistung” erlauben.&lt;/em&gt;

Ist das gleiche. Er (oder Sie, keine Diskriminierung hier (-:) muss in dem Fall das Kind von der freiwilligen Prostitution abhalten. Tut er es nicht, wird er bestraft. 

Der Unterschied zu den Sweatshops ist: Die Alternative zu Sweatshops ist noch schlechter. Die Alternative zur Prostitution nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aber es geht nichtz darum, wa wir einem Kind “erlauben” oder nicht, sondern was wir dem Nutznie&#223;er einer solchen “Leistung” erlauben.</em></p>
<p>Ist das gleiche. Er (oder Sie, keine Diskriminierung hier (-:) muss in dem Fall das Kind von der freiwilligen Prostitution abhalten. Tut er es nicht, wird er bestraft. </p>
<p>Der Unterschied zu den Sweatshops ist: Die Alternative zu Sweatshops ist noch schlechter. Die Alternative zur Prostitution nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32748</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:39:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32748</guid>
		<description>@buenavista:

Schattenwirtschaft hei&#223;t Schattenwirtschaft, weil sie sich staatlichen Kontrollen entzieht. Sicherlich werden wir keine schwarz produzierten Waren importieren, aber die nach einer Einkommensquelle suchenden Kinder werden dann f&#252;r den einheimischen Bedarf einer Wirtschaft arbeiten, die ohnehin zu einem gro&#223;en Teil aus inoffiziellen Wirtschaftsaktivit&#228;ten besteht. Damit verdr&#228;ngen sie dann einen Teil der offiziellen Produktion f&#252;r den inl&#228;ndischen Bedarf. Du hast schlicht in diesen L&#228;ndern keine hinreichende Kontrolle &#252;ber die wirtschaftlichen Aktivit&#228;ten.

Offenbar geht es aber hier eher um Posteraktivit&#228;ten wie Kontrollen und Verbote statt um wirkliche L&#246;sungen. Die erreicht man nur, wenn man Eltern und Kinder direkt oder indirekt f&#252;r die Einkommensausf&#228;lle und Bildungskosten kompensiert. Diesbez&#252;glich h&#246;re ich nichts von dir. So ernst kann also die Besorgnis nicht sein...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@buenavista:</p>
<p>Schattenwirtschaft hei&#223;t Schattenwirtschaft, weil sie sich staatlichen Kontrollen entzieht. Sicherlich werden wir keine schwarz produzierten Waren importieren, aber die nach einer Einkommensquelle suchenden Kinder werden dann f&#252;r den einheimischen Bedarf einer Wirtschaft arbeiten, die ohnehin zu einem gro&#223;en Teil aus inoffiziellen Wirtschaftsaktivit&#228;ten besteht. Damit verdr&#228;ngen sie dann einen Teil der offiziellen Produktion f&#252;r den inl&#228;ndischen Bedarf. Du hast schlicht in diesen L&#228;ndern keine hinreichende Kontrolle &#252;ber die wirtschaftlichen Aktivit&#228;ten.</p>
<p>Offenbar geht es aber hier eher um Posteraktivit&#228;ten wie Kontrollen und Verbote statt um wirkliche L&#246;sungen. Die erreicht man nur, wenn man Eltern und Kinder direkt oder indirekt f&#252;r die Einkommensausf&#228;lle und Bildungskosten kompensiert. Diesbez&#252;glich h&#246;re ich nichts von dir. So ernst kann also die Besorgnis nicht sein&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Buenavista</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32747</link>
		<dc:creator>Buenavista</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:31:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32747</guid>
		<description>@Dirk
&quot;betrachten wir als so schlimmen Eingriff in die Pers&#246;nlichkeitsentwicklung des Kindes, dass wir (Kinder kann man ja bevormunden) es ihm nur in ganz extremen Situationen erlauben k&#246;nnen.

Sehr interessant. Aber es geht nichtz darum, wa wir einem Kind &quot;erlauben&quot; oder nicht, sondern was wir dem Nutznie&#223;er einer solchen &quot;Leistung&quot; erlauben.

Ich glaube nicht, dass jemand damit vor Gericht durchk&#228;me, indem er behauptet, er h&#228;tte die Kleine bzw. deren Familie nur vor dem Verhungern (oder vore der Fabrik! &quot;gerettet.

Und wie k&#246;nnen wir Prostitution eines Kindes wegen seiner Pers&#246;nblichkeitsentwicklung verbieten und Fabrikarbeit einer Zehnj&#228;hrigen nicht. Was ich gesehen habe, w&#228;re mit &quot;schweren Eingriff in die Pers&#246;nlichkeitsentwicklung&quot; v&#246;llig unzureichend beschrieben. Mit 18 waren diese Kinder seelische und k&#246;rperliche Wracks.

Und davon wollen wir profitieren, mit billigen Produkten? Mal ehrlich, w&#252;rdestr du ein Hemd anziehen wollen, dessen Herstellungsgeschichte du ganz genau kennst, dessen Produktion ich dir auf Film vorf&#252;hrer, mit einem ersch&#246;pften zehnj&#228;hrigen Kind, dass daf&#252;r pro Tag 30 Cent erh&#228;lt.

Das Argument mit Schattenwirtschaft greift, wie &#252;blich nicht. Wenn europ&#228;ische Kunden n&#228;mlich strikte Kontrollen verlangen, hat diee Schattenwirtschaft gar keine Chance, daf&#252;r steigt jedoch die Chance, das Erwachsene zu besseren Konditionen besch&#228;ftigt werden.

Mein urspr&#252;nglicher Vergleich war nicht als Tiefschlag gemeint. Ich habe in S&#252;dostasien &#246;fter mit NGOs gesprochen, die dort gegen Prostitution k&#228;mpfen. 

Und da ist schon reichlich Frust zu sp&#252;ren, wenn man eine 12j&#228;hrige aus einem Bordell (fast immer f&#252;r Einheimische inzwischen) rettet, und sp&#228;ter feststellt, dass das M&#228;dchen stattdessen in einer Fabrik landete, dort 14 Stunden arbeitet und t&#228;glich den sexuellen &#220;bergriffen des Vorarbeiters ausgesetzt ist.

Das aber firmiert dann unter &quot;legalem Freihandel&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Dirk<br />
&#8220;betrachten wir als so schlimmen Eingriff in die Pers&#246;nlichkeitsentwicklung des Kindes, dass wir (Kinder kann man ja bevormunden) es ihm nur in ganz extremen Situationen erlauben k&#246;nnen.</p>
<p>Sehr interessant. Aber es geht nichtz darum, wa wir einem Kind &#8220;erlauben&#8221; oder nicht, sondern was wir dem Nutznie&#223;er einer solchen &#8220;Leistung&#8221; erlauben.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass jemand damit vor Gericht durchk&#228;me, indem er behauptet, er h&#228;tte die Kleine bzw. deren Familie nur vor dem Verhungern (oder vore der Fabrik! &#8220;gerettet.</p>
<p>Und wie k&#246;nnen wir Prostitution eines Kindes wegen seiner Pers&#246;nblichkeitsentwicklung verbieten und Fabrikarbeit einer Zehnj&#228;hrigen nicht. Was ich gesehen habe, w&#228;re mit &#8220;schweren Eingriff in die Pers&#246;nlichkeitsentwicklung&#8221; v&#246;llig unzureichend beschrieben. Mit 18 waren diese Kinder seelische und k&#246;rperliche Wracks.</p>
<p>Und davon wollen wir profitieren, mit billigen Produkten? Mal ehrlich, w&#252;rdestr du ein Hemd anziehen wollen, dessen Herstellungsgeschichte du ganz genau kennst, dessen Produktion ich dir auf Film vorf&#252;hrer, mit einem ersch&#246;pften zehnj&#228;hrigen Kind, dass daf&#252;r pro Tag 30 Cent erh&#228;lt.</p>
<p>Das Argument mit Schattenwirtschaft greift, wie &#252;blich nicht. Wenn europ&#228;ische Kunden n&#228;mlich strikte Kontrollen verlangen, hat diee Schattenwirtschaft gar keine Chance, daf&#252;r steigt jedoch die Chance, das Erwachsene zu besseren Konditionen besch&#228;ftigt werden.</p>
<p>Mein urspr&#252;nglicher Vergleich war nicht als Tiefschlag gemeint. Ich habe in S&#252;dostasien &#246;fter mit NGOs gesprochen, die dort gegen Prostitution k&#228;mpfen. </p>
<p>Und da ist schon reichlich Frust zu sp&#252;ren, wenn man eine 12j&#228;hrige aus einem Bordell (fast immer f&#252;r Einheimische inzwischen) rettet, und sp&#228;ter feststellt, dass das M&#228;dchen stattdessen in einer Fabrik landete, dort 14 Stunden arbeitet und t&#228;glich den sexuellen &#220;bergriffen des Vorarbeiters ausgesetzt ist.</p>
<p>Das aber firmiert dann unter &#8220;legalem Freihandel&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: FG</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32744</link>
		<dc:creator>FG</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 11:05:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32744</guid>
		<description>@ steffen
Den lesetipp wollte ich auch grade reinschreiben. &lt;strike&gt;Wir sind uns vielleicht &#228;hnlicher als uns lieb ist?&lt;/strike&gt;
Das Buch ist wirklich gleicherma&#223;en sachkundig, unideologisch und sehr anschaulich. F&#252;r mich fast ein Muss f&#252;r alle, die &#252;ber Globalisierung reden aber Hemmungen vor Fachliteratur haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ steffen<br />
Den lesetipp wollte ich auch grade reinschreiben. <strike>Wir sind uns vielleicht &#228;hnlicher als uns lieb ist?</strike><br />
Das Buch ist wirklich gleicherma&#223;en sachkundig, unideologisch und sehr anschaulich. F&#252;r mich fast ein Muss f&#252;r alle, die &#252;ber Globalisierung reden aber Hemmungen vor Fachliteratur haben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32743</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 11:01:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32743</guid>
		<description>@Buenavista:

Missst&#228;nde identifizieren und Abhilfe schaffen sind zwei verschiedene paar Schuhe. Eigentlich ist von Rayson u.a. bereits alles gesagt. Emp&#246;rung hilft den Kindern nicht, das Verbot der Kinderarbeit wird f&#252;r die Kinder die jeweils schlechtere Alternative bedeuten. Abhilfe ist m&#246;glich, etwa durch die &#220;bernahme von Kinderpatenschaften oder aber langfristigen Kapitalzufluss in die betreffenden L&#228;nder. Aber zu glauben, dass Arbeitsstandards und das Verbot von Kinderarbeit fl&#228;chendeckend kostenneutral und ohne entsprechende Nachfrageeinbu&#223;en zu realisieren sind erscheint mir einigerma&#223;en naiv. Ein Verbot der Kinderarbeit auf dem offiziellen Markt in diesen L&#228;ndern w&#252;rde sie unter den gegebenen Bedingungen lediglich in die Schattenwirtschaft treiben. Zwar w&#252;rden einige Erwachsene von den h&#246;heren L&#246;hnen aufgrund des geringeren Arbeitsangebots profitieren (und genau das steht h&#228;ufig auch hinter der Forderung nach Verbot der Kinderarbeit), eine Steigerung der Produktivit&#228;t w&#228;re damit aber nicht verbunden. Hierzu ist mehr Kapital und Know How in diesen L&#228;ndern n&#246;tig.

Es gibt letztlich nur einen Weg Kinderarbeit zu beenden. Eine Steigerung der Produktivit&#228;t, die die Eltern in die Lage versetzt auf das aktuelle Einkommen der Kinder zu verzichten und stattdessen die Investition in die Zukunft der Kinder vorzuziehen. Das setzt Lebensbedingungen voraus, die der Bev&#246;lkerung in den Entwicklungsl&#228;ndern einen langfristigen Planungshorizont erm&#246;glicht, denn nur dann ist es f&#252;r die Eltern attraktiv das sichere Einkommen der Kinder heute gegen die unsicheren Bildungsrenditen in der Zukunft einzutauschen.

&#220;brigens, Lesetip zum Thema: Pietra Rivoli, &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Reisebericht-eines-T-Shirts-Alltagsprodukt-Weltwirtschaft/dp/3430177650&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Reisebericht eines T-Shirts:&lt;/a&gt; Ein Alltagsprodukt erkl&#228;rt die Weltwirtschaft</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Buenavista:</p>
<p>Missst&#228;nde identifizieren und Abhilfe schaffen sind zwei verschiedene paar Schuhe. Eigentlich ist von Rayson u.a. bereits alles gesagt. Emp&#246;rung hilft den Kindern nicht, das Verbot der Kinderarbeit wird f&#252;r die Kinder die jeweils schlechtere Alternative bedeuten. Abhilfe ist m&#246;glich, etwa durch die &#220;bernahme von Kinderpatenschaften oder aber langfristigen Kapitalzufluss in die betreffenden L&#228;nder. Aber zu glauben, dass Arbeitsstandards und das Verbot von Kinderarbeit fl&#228;chendeckend kostenneutral und ohne entsprechende Nachfrageeinbu&#223;en zu realisieren sind erscheint mir einigerma&#223;en naiv. Ein Verbot der Kinderarbeit auf dem offiziellen Markt in diesen L&#228;ndern w&#252;rde sie unter den gegebenen Bedingungen lediglich in die Schattenwirtschaft treiben. Zwar w&#252;rden einige Erwachsene von den h&#246;heren L&#246;hnen aufgrund des geringeren Arbeitsangebots profitieren (und genau das steht h&#228;ufig auch hinter der Forderung nach Verbot der Kinderarbeit), eine Steigerung der Produktivit&#228;t w&#228;re damit aber nicht verbunden. Hierzu ist mehr Kapital und Know How in diesen L&#228;ndern n&#246;tig.</p>
<p>Es gibt letztlich nur einen Weg Kinderarbeit zu beenden. Eine Steigerung der Produktivit&#228;t, die die Eltern in die Lage versetzt auf das aktuelle Einkommen der Kinder zu verzichten und stattdessen die Investition in die Zukunft der Kinder vorzuziehen. Das setzt Lebensbedingungen voraus, die der Bev&#246;lkerung in den Entwicklungsl&#228;ndern einen langfristigen Planungshorizont erm&#246;glicht, denn nur dann ist es f&#252;r die Eltern attraktiv das sichere Einkommen der Kinder heute gegen die unsicheren Bildungsrenditen in der Zukunft einzutauschen.</p>
<p>&#220;brigens, Lesetip zum Thema: Pietra Rivoli, <a href="http://www.amazon.de/Reisebericht-eines-T-Shirts-Alltagsprodukt-Weltwirtschaft/dp/3430177650" rel="nofollow">Reisebericht eines T-Shirts:</a> Ein Alltagsprodukt erkl&#228;rt die Weltwirtschaft</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Dirk</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32732</link>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 09:32:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32732</guid>
		<description>@Buenavista

&gt;&gt;Dirk, es gibt Zust&#228;nde, die nicht hinnehmbar sind, auch nicht mit &gt;&gt;dem Argument, dass die “Alternative” noch schlechter w&#228;re.

So ganz rational ist das aber nicht - oder?

Grunds&#228;tzlich mag ich Extrembeispiele in Diskussionen, weil sie den eine v&#246;llig andere Perspektive auf die Dinge geben und sie so besser ausleuchten. Das Kinderprostitionsargument greift aber nicht. Warum? Stellen wir uns vor ein dreizehnj&#228;hriges Kind w&#252;rde sich, des Geldes wegen, freiwillig auf die Strasse stellen. Das betrachten wir als so schlimmen Eingriff in die Pers&#246;nlichkeitsentwicklung des Kindes, dass wir (Kinder kann man ja bevormunden) es ihm nur in ganz extremen Situationen erlauben k&#246;nnen. Etwa wenn es verhungern w&#252;rde. Die gibt es aber nicht, weil in dem Falle der zahlende Kunde zur Hilfeleistung verpflichtet w&#228;re. Eine Analogie zum Sweat Shop gibt es nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Buenavista</p>
<p>&gt;&gt;Dirk, es gibt Zust&#228;nde, die nicht hinnehmbar sind, auch nicht mit &gt;&gt;dem Argument, dass die “Alternative” noch schlechter w&#228;re.</p>
<p>So ganz rational ist das aber nicht &#8211; oder?</p>
<p>Grunds&#228;tzlich mag ich Extrembeispiele in Diskussionen, weil sie den eine v&#246;llig andere Perspektive auf die Dinge geben und sie so besser ausleuchten. Das Kinderprostitionsargument greift aber nicht. Warum? Stellen wir uns vor ein dreizehnj&#228;hriges Kind w&#252;rde sich, des Geldes wegen, freiwillig auf die Strasse stellen. Das betrachten wir als so schlimmen Eingriff in die Pers&#246;nlichkeitsentwicklung des Kindes, dass wir (Kinder kann man ja bevormunden) es ihm nur in ganz extremen Situationen erlauben k&#246;nnen. Etwa wenn es verhungern w&#252;rde. Die gibt es aber nicht, weil in dem Falle der zahlende Kunde zur Hilfeleistung verpflichtet w&#228;re. Eine Analogie zum Sweat Shop gibt es nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ben Czerny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32727</link>
		<dc:creator>Ben Czerny</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 08:42:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32727</guid>
		<description>@F.Alfonzo
Bitte steck&#039; das Kriegsbeil wieder ein, wenn du nochmal nachliest, wirst du feststellen, dass ich Buenavistas Vergleich f&#252;r falsch hielt. Und f&#252;r einen Tiefschlag, also f&#252;r unfair.
Mich hat nur die Kreativit&#228;t &#252;berrascht.

Und wenn du hier schon so sch&#246;n mit deinen Schubl&#228;dchen herumkeilst: wenn die Arbeitsbedingungen Dritter egal sind, bist du sicher kein Liberaler.
Das Kriterium daf&#252;r ist n&#228;mlich nicht, sich in Blogs durch &quot;Linke&quot; verfolgt zu f&#252;hlen.

Meine Entgegnung mit den nackten Deutschen durch Importverbote hast du dir selbst durch dein Geschwurbel von der m&#246;glichen Nicht-Akzeptanz h&#246;herer Preise eingebrockt. Du h&#228;ttest ja nicht so argumentieren m&#252;ssen. Das war aber noch nicht *meine* Meinung zum Thema sondern eine Entgegnung, die zeigen sollte, wie absurd ich dein Argument finde.

Was das Importverbot angeht:
Ich hatte geschrieben, dass ich den Import von unter indiskutablen Arbeitsbedingungen hergestellten G&#252;tern nicht toll finde.

@Oliver Beckmann
&quot;Schulausbau, &#220;berwachung von Arbeitsbedingungen, etc. durch Institutionen und Organisationen ist gleichauf wichtig. Doch l&#246;st es das Problem der oftmals f&#252;r die Existenz notwendigen Kinderarbeit nicht. Dass tut nur der Wachstum.&quot;

Ich schlie&#223;e mich diesem Fazit an.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@F.Alfonzo<br />
Bitte steck&#8217; das Kriegsbeil wieder ein, wenn du nochmal nachliest, wirst du feststellen, dass ich Buenavistas Vergleich f&#252;r falsch hielt. Und f&#252;r einen Tiefschlag, also f&#252;r unfair.<br />
Mich hat nur die Kreativit&#228;t &#252;berrascht.</p>
<p>Und wenn du hier schon so sch&#246;n mit deinen Schubl&#228;dchen herumkeilst: wenn die Arbeitsbedingungen Dritter egal sind, bist du sicher kein Liberaler.<br />
Das Kriterium daf&#252;r ist n&#228;mlich nicht, sich in Blogs durch &#8220;Linke&#8221; verfolgt zu f&#252;hlen.</p>
<p>Meine Entgegnung mit den nackten Deutschen durch Importverbote hast du dir selbst durch dein Geschwurbel von der m&#246;glichen Nicht-Akzeptanz h&#246;herer Preise eingebrockt. Du h&#228;ttest ja nicht so argumentieren m&#252;ssen. Das war aber noch nicht *meine* Meinung zum Thema sondern eine Entgegnung, die zeigen sollte, wie absurd ich dein Argument finde.</p>
<p>Was das Importverbot angeht:<br />
Ich hatte geschrieben, dass ich den Import von unter indiskutablen Arbeitsbedingungen hergestellten G&#252;tern nicht toll finde.</p>
<p>@Oliver Beckmann<br />
&#8220;Schulausbau, &#220;berwachung von Arbeitsbedingungen, etc. durch Institutionen und Organisationen ist gleichauf wichtig. Doch l&#246;st es das Problem der oftmals f&#252;r die Existenz notwendigen Kinderarbeit nicht. Dass tut nur der Wachstum.&#8221;</p>
<p>Ich schlie&#223;e mich diesem Fazit an.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32724</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 08:09:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32724</guid>
		<description>Danke f&#252;r diesen anschaulichen Beitrag, Oliver!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r diesen anschaulichen Beitrag, Oliver!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Oliver Beckmann</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32719</link>
		<dc:creator>Oliver Beckmann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 04:07:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32719</guid>
		<description>Ein Versuch, die Diskussion wieder anschaulicher zu machen:

Wenn ich mit Touristen im Bus den Highway von Hanoi nach Halong sitze, passieren wir gro&#223;e, unscheinbare Fabriken. Hier werden Sportschuhe und andere Waren hergestellt. Um diese Fabriken siedeln etliche Familien. F&#252;r die Kinder werden teilweise Schulen in unmittelbarer Umgebung gebaut. Nach dem Unterricht werden die Kinder in die Fabrik geschickt. Es sind nicht die von Buenavista beschriebenen Horrorszenarien, dennoch tut es einem in der Seele leid, diese Kinder nicht auf dem Weg zum Spielplatz, sondern zur Arbeit zu sehen. Kinderarbeit ist moralisch in jeder Auspr&#228;gung anzuprangern. Dieses wird dann besonders von den Touristen mit gro&#223;em Elan vorgebracht.

F&#228;hrt man mit der gleichen Gruppe Touristen in die l&#228;ndlichen Gebiete, bspw. in den Norden, fallen Kinder auf, die in traditionellen Gew&#228;ndern gekleidet zwischen Reisterassen versuchen, ihre „Handicrafts“ zu verkaufen. Daneben stehen kleine M&#228;dchen bis zu den Knien im Wasser um Reis zu bewirtschaften. Wer einmal im gebirgigen Norden Vietnams unterwegs war, kann bezeugen, wir strapazi&#246;s die Landschaft ist. Von den zuvor noch erbosten Touristen h&#246;rt man nun, wie friedlich hier doch alles sei. Was f&#252;r eine Ruhe die Menschen doch ausstrahlen. Eine Bemerkung, dass dies ebenso Kinderarbeit, wenn vielleicht sogar k&#246;rperlich anstrengendere Arbeit sei, wird mit dem Verweis, die Kinder seien zumindest an der frischen Luft, abgewehrt.

Und hier liegt die Krux. Handelsbeschr&#228;nkungen zerst&#246;ren zun&#228;chst den fragilen wirtschaftlichen Aufschwung. Damit verschwinden schlussendlich auch die Schulen und das Gros der Kinder darf endlich wieder an der frischen Luft arbeiten. Beide Formen von Kinderarbeit sind schlimm und m&#252;ssen beseitigt werden. Aber fragt man eine vietnamesische Familie, ob vor 10 Jahren auf dem Land oder heute in einer der neuen Vorst&#228;dte das Leben f&#252;r sie und ihre &#252;ber alles geliebten Kinder besser war, ist die Antwort deutlich. 
Schulausbau, &#220;berwachung von Arbeitsbedingungen, etc. durch Institutionen und Organisationen ist gleichauf wichtig. Doch l&#246;st es das Problem der oftmals f&#252;r die Existenz notwendigen Kinderarbeit nicht. Dass tut nur der Wachstum.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Versuch, die Diskussion wieder anschaulicher zu machen:</p>
<p>Wenn ich mit Touristen im Bus den Highway von Hanoi nach Halong sitze, passieren wir gro&#223;e, unscheinbare Fabriken. Hier werden Sportschuhe und andere Waren hergestellt. Um diese Fabriken siedeln etliche Familien. F&#252;r die Kinder werden teilweise Schulen in unmittelbarer Umgebung gebaut. Nach dem Unterricht werden die Kinder in die Fabrik geschickt. Es sind nicht die von Buenavista beschriebenen Horrorszenarien, dennoch tut es einem in der Seele leid, diese Kinder nicht auf dem Weg zum Spielplatz, sondern zur Arbeit zu sehen. Kinderarbeit ist moralisch in jeder Auspr&#228;gung anzuprangern. Dieses wird dann besonders von den Touristen mit gro&#223;em Elan vorgebracht.</p>
<p>F&#228;hrt man mit der gleichen Gruppe Touristen in die l&#228;ndlichen Gebiete, bspw. in den Norden, fallen Kinder auf, die in traditionellen Gew&#228;ndern gekleidet zwischen Reisterassen versuchen, ihre „Handicrafts“ zu verkaufen. Daneben stehen kleine M&#228;dchen bis zu den Knien im Wasser um Reis zu bewirtschaften. Wer einmal im gebirgigen Norden Vietnams unterwegs war, kann bezeugen, wir strapazi&#246;s die Landschaft ist. Von den zuvor noch erbosten Touristen h&#246;rt man nun, wie friedlich hier doch alles sei. Was f&#252;r eine Ruhe die Menschen doch ausstrahlen. Eine Bemerkung, dass dies ebenso Kinderarbeit, wenn vielleicht sogar k&#246;rperlich anstrengendere Arbeit sei, wird mit dem Verweis, die Kinder seien zumindest an der frischen Luft, abgewehrt.</p>
<p>Und hier liegt die Krux. Handelsbeschr&#228;nkungen zerst&#246;ren zun&#228;chst den fragilen wirtschaftlichen Aufschwung. Damit verschwinden schlussendlich auch die Schulen und das Gros der Kinder darf endlich wieder an der frischen Luft arbeiten. Beide Formen von Kinderarbeit sind schlimm und m&#252;ssen beseitigt werden. Aber fragt man eine vietnamesische Familie, ob vor 10 Jahren auf dem Land oder heute in einer der neuen Vorst&#228;dte das Leben f&#252;r sie und ihre &#252;ber alles geliebten Kinder besser war, ist die Antwort deutlich.<br />
Schulausbau, &#220;berwachung von Arbeitsbedingungen, etc. durch Institutionen und Organisationen ist gleichauf wichtig. Doch l&#246;st es das Problem der oftmals f&#252;r die Existenz notwendigen Kinderarbeit nicht. Dass tut nur der Wachstum.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Buenavista</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/24/fairquere-logik/comment-page-1/#comment-32717</link>
		<dc:creator>Buenavista</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 03:26:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2135#comment-32717</guid>
		<description>&quot;denn es geht um _legalen_ Freihandel, _legale_ wirtschaftliche Aktivit&#228;ten, nicht um Verbrechen.&quot;

Oh tut es das. Eine Zehnj&#228;hrige 16 Stunden lang T-Shirts n&#228;hen lassen, bei 100% Luftfeuchtigkeit und 40 Grad am Arbeitsplatz, sie ihre Notdurft in eine Flasche verrichten lassen, weil sie nicht f&#252;nf Minuten auf die Toilette darf... das ist Freihandel.

Nicht nur Kinderprostitution ist ein weltweit (zumindest von der UN) ge&#228;chtetes Verbrechen, sondern auch Sklaverei, die von Kindern besonders.

Und bitte jetzt nicht erz&#228;hlen, die Kleine tut es ja freiwillig.

Da sagt der nette Onkel in Bangkok auch.

Manchmal werde ich echt w&#252;tend anhand solcher eiskalter Borniertheit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;denn es geht um _legalen_ Freihandel, _legale_ wirtschaftliche Aktivit&#228;ten, nicht um Verbrechen.&#8221;</p>
<p>Oh tut es das. Eine Zehnj&#228;hrige 16 Stunden lang T-Shirts n&#228;hen lassen, bei 100% Luftfeuchtigkeit und 40 Grad am Arbeitsplatz, sie ihre Notdurft in eine Flasche verrichten lassen, weil sie nicht f&#252;nf Minuten auf die Toilette darf&#8230; das ist Freihandel.</p>
<p>Nicht nur Kinderprostitution ist ein weltweit (zumindest von der UN) ge&#228;chtetes Verbrechen, sondern auch Sklaverei, die von Kindern besonders.</p>
<p>Und bitte jetzt nicht erz&#228;hlen, die Kleine tut es ja freiwillig.</p>
<p>Da sagt der nette Onkel in Bangkok auch.</p>
<p>Manchmal werde ich echt w&#252;tend anhand solcher eiskalter Borniertheit.</p>
]]></content:encoded>
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