<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Politisches Nichtwissen: Rational und teuer</title>
	<atom:link href="http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/</link>
	<description>Bürger zur Sonne, zur Freiheit!</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Sep 2010 15:27:10 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32893</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 13:13:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32893</guid>
		<description>@gelegentlicher Besucher

Dass du abseits von M&#228;rkten sehr wenig Grund zur Annahme siehst, dass der Nutzenbegriff sinnvoll angewendet werden kann, ist deine subjektive Meinung. Ich sehe das anders. F&#252;r mich hat gerade &quot;Public Choice&quot; verbl&#252;ffend wirklichkeitsnahe Erkl&#228;rungsans&#228;tze politischen Handelns geliefert, &#252;brigens auch durchaus empirisch getestet, und Gary Becker hat f&#252;r seinen &quot;&#246;konomischen Imperialismus&quot;, wie die Gegner dieser Methode manchmal sagen, sogar einen Nobelpreis (f&#252;r die Freunde des Absonders von getrockneten Weinbeeren: das Pendant f&#252;r &#214;konomen) eingeheimst. Hier wie da gilt nat&#252;rlich, dass ein Einblick aus einer bestimmten Richtung nur selten das Ganze erfasst. Nur ist das kein Gegenargument.

Ich kann mir einige Gr&#252;nde vorstellen, Caplans Buch nicht zu kaufen. Dem einen gef&#228;llt die Lekt&#252;re in dieser Fremdsprache nicht, den anderen interessiert das alles nicht so sehr, und einen Dritten wiederum ist es die Zeit und das Geld dann doch nicht wert, weil er beides lieber f&#252;r Dinge einsetzt, die ihm wichtiger sind. Der Grund, den du nennst, st&#246;&#223;t hingegen bei mir auf absolutes Unverst&#228;ndnis. Diese Art fundamentalistischen Denkens (&#252;brigens von Caplan als &quot;Demokratiefundamentalismus&quot; im Buch auch beschrieben) ist mir so fremd wie sonst kaum noch etwas (ich m&#252;sste mich ja der F&#246;rderung des Schie&#223;befehls an der Mauer bezichtigen, weil ich die DDR-offizielle Ausgabe von Marx&#039; &quot;Das Kapital&quot; besitze...). Die Gefahr einer selbstgew&#228;hlten Isolation w&#228;re mir einfach viel zu gro&#223;. Oder vielleicht anders gesagt: Meine Neugier w&#252;rde immer gewinnen. Daraus will ich jetzt keine Urteile ableiten, aber vielleicht ist das ein Indiz daf&#252;r, wie weit wir in unserem Denken voneinander entfernt sind. Nichtsdestotrotz ist es nat&#252;rlich nicht einfach, mit jemandem zu diskutieren, der seine Urteile &#252;ber die im Buch ausgebreitete Argumentation auf ein bewusstes Ignorieren des Buches selbst basiert. Und ich werde dir jetzt sicher nicht den Gefallen tun, nach und nach alle Kapitel zu zitieren ;-)

Aber jetzt werde ich noch einmal so tun, als ob...

Du bist auf der Suche nach Variablen, die quasi &quot;in Wirklichkeit&quot; hinter denen der Bildung und der Qualifizierung als &#214;konom stecken. Die kann es nat&#252;rlich geben, und Caplan ruft auch dazu auf, man m&#246;ge sie ihm doch bitte gerne zeigen, wenn man sie gefunden hat. Nur kann es sich kaum mehr um die handeln, die bereits mit der SAEE erhoben wurden. Darunter fielen n&#228;mlich z.B. auch Parteizugeh&#246;rigkeit und ideologische Ausrichtung, und es w&#228;re eigentlich h&#246;chst verwunderlich, wenn die von dem, was du zun&#228;chst als &quot;Pers&#246;nlichkeitsstruktur&quot; bezeichnest, dann aber auch wieder auf die Einstufung in &quot;links&quot; und &quot;rechts&quot; reduzierst, v&#246;llig unbeeinflusst bliebe. Wie Caplan aber zeigt, erkl&#228;ren diese Aspekte max. 20% der Abweichung zwischen &#214;konomen und Nicht-&#214;konomen. Vielleicht hierzu mal ein l&#228;ngeres Zitat (Hervorhebungen im Original):

[Einschub: Im Folgenden sind Zitate in Englisch von Caplan, in Deutsch vom &quot;gelegentlichen Besucher&quot;]

&lt;blockquote&gt;Ideological bias [zwischen &#214;konomen und Nicht-&#214;konomen] is an even weaker read. Controlling for individuals&#039; party identification and ideology makes the lay-expert gap a little &lt;i&gt;larger&lt;/i&gt;. Ideologically moderate, politically independent economists are totally at odds with ideologically moderate, politically independent noneconomists. How can this be? &lt;i&gt;Economics only looks conservative compared to other social sciences&lt;/i&gt;, like sociology, where leftism reigns supreme. Compared to the general public, the typical economist is left of center. Furthermore, contrary to critics of the economics profession, economists do not reliably hold right-wing positions. They accept a &lt;i&gt;mix&lt;/i&gt; of &quot;far right&quot; and &quot;far left&quot; views. Economists are more optimistic than very conservative Republicans about downsizing or excessive profits - and more optimistic about immigration and welfare than very liberal Democrats. &lt;/blockquote&gt;

Zudem: Bei den 37 SAEE-Fragen wirkt sich eine Korrektur um den Einfluss allgemeiner Bildung 19mal in dieselbe Richtung aus wie die Korrektur um die Eigenschaft &quot;&#214;konom&quot;. Nur bei zwei Fragen (Caplan sagt leider nicht, welche) ist das nicht der Fall. Der von dir &#252;brigens genannte Unterschied zwischen Bachelor und h&#246;heren Abschl&#252;ssen geht &#252;brigens eigentlich ziemlich unter (mal abgesehen davon, dass &quot;links&quot; und &quot;rechts&quot; als Erkl&#228;rung bereits ausgeschlossen werden konnten): Der Durchschnitt der &#214;ffentlichkeit erreicht nicht College-Niveau, die Korrektur zur &quot;erleuchteten &#214;ffentlichkeit&quot; hebt ihn aber auf Ph.D.-Level.

Jetzt zu einem anderen deiner Einw&#228;nde:

&lt;blockquote&gt;In dem Zusammenhang, in dem er in der Cato-Zusammenfassung verwendet geht das Argument etwa so: 1. Die &#214;konomen sagen alle was ich sage und sind die Experten und Experten haben normalerweise Recht. 2. Die Linken sagen, die &#214;konomen w&#252;rden nur aus Klasseninteresse so reden. 3. Ich kann aber beweisen, dass Reichtum dabei keine Rolle spielt. Schritt 3 ist dabei keine zus&#228;tzliche direkte Best&#228;tigung f&#252;r Schritt 1 sondern eine Widerlegung von Schritt 2. Und daf&#252;r reicht das mathematische Argument auch. F&#252;r “Wenn ich die Bildung hochrechne sagen alle was ich sage” reicht es aber nicht, denn dann muss man voraussetzen, dass die Korrelation zwischen Bildung und Meinung auch eine Kausalit&#228;t ist, was in dem Zusammenhang ja ziemlich genau die zu zeigende Aussage w&#228;re. Pr&#228;sentiert er das Argument vielleicht doch in der ersten Variante? Das w&#252;rde erkl&#228;ren warum ihm keiner widerspricht, es g&#228;be dann keinen Grund ihm zu widersprechen. Das w&#228;re aber ehrlich gesagt ein ganz anderes Argument als das in Deiner Zusammenfassung. Noch ehrlicher gesagt ein fast schon irrelevantes Argument, weil Nr. 2 zumindestens in der Verengung auf unmittelbar finanzielle Interessen sowieso niemand ernstzunehmendes behauptet.&lt;/blockquote&gt;

Caplan sagt, es gebe im allgemeinen zwei Einw&#228;nde, die Meinung von &#214;konomen als die Meinung von Experten zu qualifizieren. Der eine w&#228;re, dass ein &quot;self-serving bias&quot; vorliege, dass &#214;konomen also im Eigeninteresse argumentieren. Und es ist keinesfalls so, dass &quot;niemand&quot; das behauptet (Caplan bringt Beispiele). Wer wen allerdings ernst nimmt, ist wieder eine subjektive Geschichte.

&lt;blockquote&gt;Economists are richer than noneconomists, but millionaires without economics degrees think like other people, and economists who drive taxis think like other economists. In fact, the paltry evidence of self-serving bias should be taken at &lt;i&gt;less&lt;/i&gt; than face value. Income has a small influence on beliefs, but is the direction really selfish? The rich worry less about foreign aid and welfare, not just excessive profits and executive pay.&lt;/blockquote&gt;

Der andere Einwand betr&#228;fe den &quot;ideological bias&quot;, den ich eben behandelt habe. Beide werden aber durch die Konstruktion einer &quot;erleuchteten &#214;ffentlichkeit&quot; ausgeschlossen, die nur in zwei Parametern von der &quot;allgemeinen&quot; abweicht, aber eben nicht in ideologischer Einstufung, Partein&#228;he, Jobsicherheit oder Einkommensaspekten.

Dein Satz 1 entspricht entspricht nicht dem Inhalt des Buches. Es w&#252;rde mich wirklich wundern, wenn das in der Zusammenfassung beim Cato-Institut, f&#252;r deren Verlinkung ich mich aber bedanken m&#246;chte, so st&#252;nde. Also noch ein Zitat (kursive Hervorhebungen im Original, andere von mir - alle Zitate sind &#252;brigens auf den Seiten 82-83 der Hardcover-Ausgabe zu finden, nur so f&#252;r den Fall der F&#228;lle...):

&lt;blockquote&gt;Shooting down the leading opponents of the &quot;economists right, public wrong&quot; position does not &lt;i&gt;prove&lt;/i&gt; that it is true. But it significantly increases the probability. Think of it this way: Common sense advises us to trust the experts. Critics challenge the experts&#039; objectivity, and their complaints turn out to be in error. The sensible response is to reaffirm the commonsense position. Indeed, after the strongest challengers fail, we should become more confident that economists are right and the public is wrong.

There is no reason, then, to deny economists a normal level of defference in their field of expertise. But the profession also deserves an affirmative defense. Frankly, the strongest reason to accept its reliability is to flip through a basic economics text, then read the SAEE questions for yourself. You may not be fully convinced of economists&#039; wisdom. &lt;b&gt;I, too, doubt on it on occasion.&lt;/b&gt; But it is hard to avert your gaze from the public&#039;s folly. Time and agian, it gravitates towards answers that are positively silly.&lt;/blockquote&gt;

Zur Beurteilung dieser Aussage muss man nat&#252;rlich wissen, dass viele der SAEE-Fragen auf messbare Fakten abstellen.

Caplan will und muss nicht zeigen, dass &#214;konomen immer Recht haben. Ihm kommt es darauf an, dass die Differenzen zwischen &#214;konomen und der &#214;ffentlichkeit auf systematischen Abweichungen beruhen, und das eben &#252;ber ein B&#252;ndel von z.T. sehr unterschiedlichen Fragen hinweg.

Zur Frage der Sch&#246;ffen:
 Wenn die nicht moralisch sondern nur nach Fakten entscheiden sollen, wieso entscheidet der besser ausgebildete Berufsrichter dann nicht allein?&lt;/blockquote&gt;

Vier-Augen-Prinzip? (ja, es sind sechs Augen, aber der Grund bleibt ;-))

&lt;blockquote&gt;Auch wenn Bildung dem einzelnen Individuum zu einer besseren Entscheidung verhelfen k&#246;nnte, kann man darum nicht schlie&#223;en, dass die mit dem meisten Wissen die beste Entscheidung haben. &lt;/blockquote&gt;

Ich w&#252;rde das a priori immer annehmen. Man sollte sich vielleicht mal fragen, wen man konsultieren w&#252;rde, wenn es um die eigene Geldanlage oder Gesundheit geht: Einen erfahrenen Experten oder einen Laien?

&lt;blockquote&gt;Vielleicht ein paar andere Beispiele: Wenn es um die Umsetzbarkeit des Kommunismus geht w&#252;rde man sich ja auch nicht auf die verlassen, die sich in Marx-Engels-Werken am besten auskennen. &lt;/blockquote&gt;

Kommunismus ist keine Wissenschaft, sondern eine Theorie. Will sagen: Wenn es keine Leute gibt, die sich in diese Idee vernarrt haben, existiert auch das Problem gar nicht mehr. &#214;konomische Probleme aber haben die Eigenschaft, unabh&#228;ngig von allen Theorien zu existieren. Innerhalb der &#214;konomie gibt es &#252;brigens viele Theorien, aber wenn es auf einen Vergleich mit der Meinung der &#214;ffentlichkeit ankommt, sind die Gemeinsamkeiten eben gr&#246;&#223;er als die Unterschiede. 

&lt;blockquote&gt;Die meisten Leute wollen sich in der Atomkraftfrage nicht auf das Urteil des durchschnittlichen Kerntechnikers verlassen (Ich selbst bin mir da nicht einig). Und das ist auch logisch, Kerntechnik studieren wohl eher Kernkraftbef&#252;rworter und man kann daraus wohl kaum folgern dass der durchschnittliche Gr&#252;ne zum Kernkraftbef&#252;rworter w&#252;rde wenn man ihn zw&#228;nge Kerntechnik zu studieren. &lt;/blockquote&gt;

Welche Argumente gibt es denn gegen das Vorhandensein von Wirtschaft? Auch hier wieder: Du verwechselst die Expertise in einer Technik, die man anwenden kann oder nicht, mit der Expertise in der Erforschung eines unabh&#228;ngig von diskretion&#228;ren menschlichen Willensentscheidungen existierenden Ph&#228;nomens. Ohne Kerntechnik gibt es keine Kerntechniker, ohne &#214;konomie keine &#214;konomen, aber eine Welt ohne &#214;konomie ist noch nicht erfunden worden. Oder anders gesagt: Kerntechnik verh&#228;lt sich zur Physik ungef&#228;hr so wie Keynesianismus zur &#214;konomie. Ich w&#252;rde jedenfalls niemandem trauen, der eine Meinung zur Kerntechnik &#228;u&#223;ert, ohne &#252;ber hinreichendes Physik-Wissen zu verf&#252;gen.

Dass, und da komme ich zum Schluss deines Kommentars, eine &#214;ffentlichkeit Dinge, &#252;ber die zu entscheiden hat, auch in einer bestimmten Art und Weise bewerten muss, ist davon unbenommen. Nur sollte die Bewertung eben nicht auf Falschinformationen basieren. Wenn, wie in deinem Beispiel, jemand aus einer bestimmten Idee von Gerechtigkeit heraus f&#252;r Mindestl&#246;hne ist, sollte er zumindest wissen, welche Folgen das auf die Arbeitslosigkeit haben kann. Nur dann ist seine Entscheidung auch hinreichend moralisch begr&#252;ndet. Wir haben es also mit zwei Schritten zu tun, und nur der Hinweis darauf, dass auf den ersten Schritt, n&#228;mlich die Erlangung eines hinreichenden Wissens, auch ein zweiter folgt, n&#228;mlich die Bewertung von Alternativen, kann nicht daf&#252;r herangezogen werden, jegliche Probleme, die beim ersten Schritt entstehen, zu ignorieren, denn die Bewertung ist selbstverst&#228;ndlich nicht nur, aber eben in einem gro&#223;en Ma&#223;e auch vom Wissensstand abh&#228;ngig.

Das ist ein wenig das Dilemma, das sich mir nach der Lekt&#252;re von Caplans Buch stellt, insbesondere, wenn ich seine Empfehlungen betrachte. Ich kann es nachvollziehen, wenn er meint, dass den Gebildeteren eigentlich mehr Stimmen zustehen m&#252;ssten, da sie besser in der Lage sind, die Auswirkungen von Ma&#223;nahmen zu &#252;berblicken. Andererseits aber gibt es keinen Grund, ihnen bei der Bewertung von Alternativen einen Vorrang einzur&#228;umen. Deswegen w&#252;rde ich auch weniger radikale Folgerungen ziehen und eben generell f&#252;r mehr Bildung, auch und gerade &#246;konomische (gerne schon im aristotelesschen Sinne als &quot;Haushaltsf&#252;hrung&quot; zu verstehen), eintreten sowie f&#252;r eine konsequente Befolgung des Subsidiarit&#228;tsprinzip, mit der Freiheit des Einzelnen als erste und wichtigste Auspr&#228;gung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@gelegentlicher Besucher</p>
<p>Dass du abseits von M&#228;rkten sehr wenig Grund zur Annahme siehst, dass der Nutzenbegriff sinnvoll angewendet werden kann, ist deine subjektive Meinung. Ich sehe das anders. F&#252;r mich hat gerade &#8220;Public Choice&#8221; verbl&#252;ffend wirklichkeitsnahe Erkl&#228;rungsans&#228;tze politischen Handelns geliefert, &#252;brigens auch durchaus empirisch getestet, und Gary Becker hat f&#252;r seinen &#8220;&#246;konomischen Imperialismus&#8221;, wie die Gegner dieser Methode manchmal sagen, sogar einen Nobelpreis (f&#252;r die Freunde des Absonders von getrockneten Weinbeeren: das Pendant f&#252;r &#214;konomen) eingeheimst. Hier wie da gilt nat&#252;rlich, dass ein Einblick aus einer bestimmten Richtung nur selten das Ganze erfasst. Nur ist das kein Gegenargument.</p>
<p>Ich kann mir einige Gr&#252;nde vorstellen, Caplans Buch nicht zu kaufen. Dem einen gef&#228;llt die Lekt&#252;re in dieser Fremdsprache nicht, den anderen interessiert das alles nicht so sehr, und einen Dritten wiederum ist es die Zeit und das Geld dann doch nicht wert, weil er beides lieber f&#252;r Dinge einsetzt, die ihm wichtiger sind. Der Grund, den du nennst, st&#246;&#223;t hingegen bei mir auf absolutes Unverst&#228;ndnis. Diese Art fundamentalistischen Denkens (&#252;brigens von Caplan als &#8220;Demokratiefundamentalismus&#8221; im Buch auch beschrieben) ist mir so fremd wie sonst kaum noch etwas (ich m&#252;sste mich ja der F&#246;rderung des Schie&#223;befehls an der Mauer bezichtigen, weil ich die DDR-offizielle Ausgabe von Marx&#8217; &#8220;Das Kapital&#8221; besitze&#8230;). Die Gefahr einer selbstgew&#228;hlten Isolation w&#228;re mir einfach viel zu gro&#223;. Oder vielleicht anders gesagt: Meine Neugier w&#252;rde immer gewinnen. Daraus will ich jetzt keine Urteile ableiten, aber vielleicht ist das ein Indiz daf&#252;r, wie weit wir in unserem Denken voneinander entfernt sind. Nichtsdestotrotz ist es nat&#252;rlich nicht einfach, mit jemandem zu diskutieren, der seine Urteile &#252;ber die im Buch ausgebreitete Argumentation auf ein bewusstes Ignorieren des Buches selbst basiert. Und ich werde dir jetzt sicher nicht den Gefallen tun, nach und nach alle Kapitel zu zitieren <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber jetzt werde ich noch einmal so tun, als ob&#8230;</p>
<p>Du bist auf der Suche nach Variablen, die quasi &#8220;in Wirklichkeit&#8221; hinter denen der Bildung und der Qualifizierung als &#214;konom stecken. Die kann es nat&#252;rlich geben, und Caplan ruft auch dazu auf, man m&#246;ge sie ihm doch bitte gerne zeigen, wenn man sie gefunden hat. Nur kann es sich kaum mehr um die handeln, die bereits mit der SAEE erhoben wurden. Darunter fielen n&#228;mlich z.B. auch Parteizugeh&#246;rigkeit und ideologische Ausrichtung, und es w&#228;re eigentlich h&#246;chst verwunderlich, wenn die von dem, was du zun&#228;chst als &#8220;Pers&#246;nlichkeitsstruktur&#8221; bezeichnest, dann aber auch wieder auf die Einstufung in &#8220;links&#8221; und &#8220;rechts&#8221; reduzierst, v&#246;llig unbeeinflusst bliebe. Wie Caplan aber zeigt, erkl&#228;ren diese Aspekte max. 20% der Abweichung zwischen &#214;konomen und Nicht-&#214;konomen. Vielleicht hierzu mal ein l&#228;ngeres Zitat (Hervorhebungen im Original):</p>
<p>[Einschub: Im Folgenden sind Zitate in Englisch von Caplan, in Deutsch vom "gelegentlichen Besucher"]</p>
<blockquote><p>Ideological bias [zwischen &#214;konomen und Nicht-&#214;konomen] is an even weaker read. Controlling for individuals&#8217; party identification and ideology makes the lay-expert gap a little <i>larger</i>. Ideologically moderate, politically independent economists are totally at odds with ideologically moderate, politically independent noneconomists. How can this be? <i>Economics only looks conservative compared to other social sciences</i>, like sociology, where leftism reigns supreme. Compared to the general public, the typical economist is left of center. Furthermore, contrary to critics of the economics profession, economists do not reliably hold right-wing positions. They accept a <i>mix</i> of &#8220;far right&#8221; and &#8220;far left&#8221; views. Economists are more optimistic than very conservative Republicans about downsizing or excessive profits &#8211; and more optimistic about immigration and welfare than very liberal Democrats. </p></blockquote>
<p>Zudem: Bei den 37 SAEE-Fragen wirkt sich eine Korrektur um den Einfluss allgemeiner Bildung 19mal in dieselbe Richtung aus wie die Korrektur um die Eigenschaft &#8220;&#214;konom&#8221;. Nur bei zwei Fragen (Caplan sagt leider nicht, welche) ist das nicht der Fall. Der von dir &#252;brigens genannte Unterschied zwischen Bachelor und h&#246;heren Abschl&#252;ssen geht &#252;brigens eigentlich ziemlich unter (mal abgesehen davon, dass &#8220;links&#8221; und &#8220;rechts&#8221; als Erkl&#228;rung bereits ausgeschlossen werden konnten): Der Durchschnitt der &#214;ffentlichkeit erreicht nicht College-Niveau, die Korrektur zur &#8220;erleuchteten &#214;ffentlichkeit&#8221; hebt ihn aber auf Ph.D.-Level.</p>
<p>Jetzt zu einem anderen deiner Einw&#228;nde:</p>
<blockquote><p>In dem Zusammenhang, in dem er in der Cato-Zusammenfassung verwendet geht das Argument etwa so: 1. Die &#214;konomen sagen alle was ich sage und sind die Experten und Experten haben normalerweise Recht. 2. Die Linken sagen, die &#214;konomen w&#252;rden nur aus Klasseninteresse so reden. 3. Ich kann aber beweisen, dass Reichtum dabei keine Rolle spielt. Schritt 3 ist dabei keine zus&#228;tzliche direkte Best&#228;tigung f&#252;r Schritt 1 sondern eine Widerlegung von Schritt 2. Und daf&#252;r reicht das mathematische Argument auch. F&#252;r “Wenn ich die Bildung hochrechne sagen alle was ich sage” reicht es aber nicht, denn dann muss man voraussetzen, dass die Korrelation zwischen Bildung und Meinung auch eine Kausalit&#228;t ist, was in dem Zusammenhang ja ziemlich genau die zu zeigende Aussage w&#228;re. Pr&#228;sentiert er das Argument vielleicht doch in der ersten Variante? Das w&#252;rde erkl&#228;ren warum ihm keiner widerspricht, es g&#228;be dann keinen Grund ihm zu widersprechen. Das w&#228;re aber ehrlich gesagt ein ganz anderes Argument als das in Deiner Zusammenfassung. Noch ehrlicher gesagt ein fast schon irrelevantes Argument, weil Nr. 2 zumindestens in der Verengung auf unmittelbar finanzielle Interessen sowieso niemand ernstzunehmendes behauptet.</p></blockquote>
<p>Caplan sagt, es gebe im allgemeinen zwei Einw&#228;nde, die Meinung von &#214;konomen als die Meinung von Experten zu qualifizieren. Der eine w&#228;re, dass ein &#8220;self-serving bias&#8221; vorliege, dass &#214;konomen also im Eigeninteresse argumentieren. Und es ist keinesfalls so, dass &#8220;niemand&#8221; das behauptet (Caplan bringt Beispiele). Wer wen allerdings ernst nimmt, ist wieder eine subjektive Geschichte.</p>
<blockquote><p>Economists are richer than noneconomists, but millionaires without economics degrees think like other people, and economists who drive taxis think like other economists. In fact, the paltry evidence of self-serving bias should be taken at <i>less</i> than face value. Income has a small influence on beliefs, but is the direction really selfish? The rich worry less about foreign aid and welfare, not just excessive profits and executive pay.</p></blockquote>
<p>Der andere Einwand betr&#228;fe den &#8220;ideological bias&#8221;, den ich eben behandelt habe. Beide werden aber durch die Konstruktion einer &#8220;erleuchteten &#214;ffentlichkeit&#8221; ausgeschlossen, die nur in zwei Parametern von der &#8220;allgemeinen&#8221; abweicht, aber eben nicht in ideologischer Einstufung, Partein&#228;he, Jobsicherheit oder Einkommensaspekten.</p>
<p>Dein Satz 1 entspricht entspricht nicht dem Inhalt des Buches. Es w&#252;rde mich wirklich wundern, wenn das in der Zusammenfassung beim Cato-Institut, f&#252;r deren Verlinkung ich mich aber bedanken m&#246;chte, so st&#252;nde. Also noch ein Zitat (kursive Hervorhebungen im Original, andere von mir &#8211; alle Zitate sind &#252;brigens auf den Seiten 82-83 der Hardcover-Ausgabe zu finden, nur so f&#252;r den Fall der F&#228;lle&#8230;):</p>
<blockquote><p>Shooting down the leading opponents of the &#8220;economists right, public wrong&#8221; position does not <i>prove</i> that it is true. But it significantly increases the probability. Think of it this way: Common sense advises us to trust the experts. Critics challenge the experts&#8217; objectivity, and their complaints turn out to be in error. The sensible response is to reaffirm the commonsense position. Indeed, after the strongest challengers fail, we should become more confident that economists are right and the public is wrong.</p>
<p>There is no reason, then, to deny economists a normal level of defference in their field of expertise. But the profession also deserves an affirmative defense. Frankly, the strongest reason to accept its reliability is to flip through a basic economics text, then read the SAEE questions for yourself. You may not be fully convinced of economists&#8217; wisdom. <b>I, too, doubt on it on occasion.</b> But it is hard to avert your gaze from the public&#8217;s folly. Time and agian, it gravitates towards answers that are positively silly.</p></blockquote>
<p>Zur Beurteilung dieser Aussage muss man nat&#252;rlich wissen, dass viele der SAEE-Fragen auf messbare Fakten abstellen.</p>
<p>Caplan will und muss nicht zeigen, dass &#214;konomen immer Recht haben. Ihm kommt es darauf an, dass die Differenzen zwischen &#214;konomen und der &#214;ffentlichkeit auf systematischen Abweichungen beruhen, und das eben &#252;ber ein B&#252;ndel von z.T. sehr unterschiedlichen Fragen hinweg.</p>
<p>Zur Frage der Sch&#246;ffen:<br />
 Wenn die nicht moralisch sondern nur nach Fakten entscheiden sollen, wieso entscheidet der besser ausgebildete Berufsrichter dann nicht allein?</p>
<p>Vier-Augen-Prinzip? (ja, es sind sechs Augen, aber der Grund bleibt <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> )</p>
<blockquote><p>Auch wenn Bildung dem einzelnen Individuum zu einer besseren Entscheidung verhelfen k&#246;nnte, kann man darum nicht schlie&#223;en, dass die mit dem meisten Wissen die beste Entscheidung haben. </p></blockquote>
<p>Ich w&#252;rde das a priori immer annehmen. Man sollte sich vielleicht mal fragen, wen man konsultieren w&#252;rde, wenn es um die eigene Geldanlage oder Gesundheit geht: Einen erfahrenen Experten oder einen Laien?</p>
<blockquote><p>Vielleicht ein paar andere Beispiele: Wenn es um die Umsetzbarkeit des Kommunismus geht w&#252;rde man sich ja auch nicht auf die verlassen, die sich in Marx-Engels-Werken am besten auskennen. </p></blockquote>
<p>Kommunismus ist keine Wissenschaft, sondern eine Theorie. Will sagen: Wenn es keine Leute gibt, die sich in diese Idee vernarrt haben, existiert auch das Problem gar nicht mehr. &#214;konomische Probleme aber haben die Eigenschaft, unabh&#228;ngig von allen Theorien zu existieren. Innerhalb der &#214;konomie gibt es &#252;brigens viele Theorien, aber wenn es auf einen Vergleich mit der Meinung der &#214;ffentlichkeit ankommt, sind die Gemeinsamkeiten eben gr&#246;&#223;er als die Unterschiede. </p>
<blockquote><p>Die meisten Leute wollen sich in der Atomkraftfrage nicht auf das Urteil des durchschnittlichen Kerntechnikers verlassen (Ich selbst bin mir da nicht einig). Und das ist auch logisch, Kerntechnik studieren wohl eher Kernkraftbef&#252;rworter und man kann daraus wohl kaum folgern dass der durchschnittliche Gr&#252;ne zum Kernkraftbef&#252;rworter w&#252;rde wenn man ihn zw&#228;nge Kerntechnik zu studieren. </p></blockquote>
<p>Welche Argumente gibt es denn gegen das Vorhandensein von Wirtschaft? Auch hier wieder: Du verwechselst die Expertise in einer Technik, die man anwenden kann oder nicht, mit der Expertise in der Erforschung eines unabh&#228;ngig von diskretion&#228;ren menschlichen Willensentscheidungen existierenden Ph&#228;nomens. Ohne Kerntechnik gibt es keine Kerntechniker, ohne &#214;konomie keine &#214;konomen, aber eine Welt ohne &#214;konomie ist noch nicht erfunden worden. Oder anders gesagt: Kerntechnik verh&#228;lt sich zur Physik ungef&#228;hr so wie Keynesianismus zur &#214;konomie. Ich w&#252;rde jedenfalls niemandem trauen, der eine Meinung zur Kerntechnik &#228;u&#223;ert, ohne &#252;ber hinreichendes Physik-Wissen zu verf&#252;gen.</p>
<p>Dass, und da komme ich zum Schluss deines Kommentars, eine &#214;ffentlichkeit Dinge, &#252;ber die zu entscheiden hat, auch in einer bestimmten Art und Weise bewerten muss, ist davon unbenommen. Nur sollte die Bewertung eben nicht auf Falschinformationen basieren. Wenn, wie in deinem Beispiel, jemand aus einer bestimmten Idee von Gerechtigkeit heraus f&#252;r Mindestl&#246;hne ist, sollte er zumindest wissen, welche Folgen das auf die Arbeitslosigkeit haben kann. Nur dann ist seine Entscheidung auch hinreichend moralisch begr&#252;ndet. Wir haben es also mit zwei Schritten zu tun, und nur der Hinweis darauf, dass auf den ersten Schritt, n&#228;mlich die Erlangung eines hinreichenden Wissens, auch ein zweiter folgt, n&#228;mlich die Bewertung von Alternativen, kann nicht daf&#252;r herangezogen werden, jegliche Probleme, die beim ersten Schritt entstehen, zu ignorieren, denn die Bewertung ist selbstverst&#228;ndlich nicht nur, aber eben in einem gro&#223;en Ma&#223;e auch vom Wissensstand abh&#228;ngig.</p>
<p>Das ist ein wenig das Dilemma, das sich mir nach der Lekt&#252;re von Caplans Buch stellt, insbesondere, wenn ich seine Empfehlungen betrachte. Ich kann es nachvollziehen, wenn er meint, dass den Gebildeteren eigentlich mehr Stimmen zustehen m&#252;ssten, da sie besser in der Lage sind, die Auswirkungen von Ma&#223;nahmen zu &#252;berblicken. Andererseits aber gibt es keinen Grund, ihnen bei der Bewertung von Alternativen einen Vorrang einzur&#228;umen. Deswegen w&#252;rde ich auch weniger radikale Folgerungen ziehen und eben generell f&#252;r mehr Bildung, auch und gerade &#246;konomische (gerne schon im aristotelesschen Sinne als &#8220;Haushaltsf&#252;hrung&#8221; zu verstehen), eintreten sowie f&#252;r eine konsequente Befolgung des Subsidiarit&#228;tsprinzip, mit der Freiheit des Einzelnen als erste und wichtigste Auspr&#228;gung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ben Czerny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32877</link>
		<dc:creator>Ben Czerny</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 20:34:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32877</guid>
		<description>Danke f&#252;r den ansprechenden Beitrag, gelegentlicher Besucher.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r den ansprechenden Beitrag, gelegentlicher Besucher.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: gelegentlicher Besucher</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32856</link>
		<dc:creator>gelegentlicher Besucher</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 02:44:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32856</guid>
		<description>@Rayson
zum Nutzen:
Mein Problem ist nicht, dass der Begriff weit gefasst ist, sondern dass er aus einem anderen Anwendungsbereich stammt und nur dort seine N&#252;tzlichkeit erwiesen hat. Wenn man ihn f&#252;r Tauschwirtschaft verwendet kann man daraus sch&#246;ne Gleichgewichtstheoreme herleiten, d.h. es ist da ein Teil eines Modells, mit dem man die Wirklichkeit verstehen kann. Auch da ist es aber nur eine gute N&#228;herung, weil Menschen eben in der Praxis nicht immer transitive Pr&#228;ferenzordnungen haben, G&#252;ter nicht beliebig teilbar sind, M&#228;rkte nicht st&#228;ndig im GG  sind u.s.w. Trotzdem kann man damit M&#228;rkte verstehen und das ist eine gute Sache; um es mal b&#246;se auszudr&#252;cken ist Wissenschaft die Erfahrung wo man pfuschen kann und wo eben nicht. Und daraus kann man sich dann auch praktische Vorhersagen meinetwegen &#252;ber die Folgen von staatlichen Preiskontrollen herleiten, auf die man ohne das Modell nicht so einfach k&#228;me, man kriegt also n&#252;tzliche Vorhersagen, was der Pr&#252;fstein eines n&#252;tzlichen Modells. Wie gesagt, wenn in den Nutzen das eine oder andere altruistische Motiv eingerechnet wird habe ich damit kein Problem.
Aber: Es ist eine N&#228;herung, menschliche Auswahlfunktionen basieren empirisch Sichtbar nunmal auf Heuristiken die oft nicht transitiv rationalisierbar sind. Und abseits von M&#228;rkten sehe ich halt sehr wenig Grund zu der Annahme, dass die N&#228;herung funktioniert. Was eine Befragung &#252;ber Motive zur Wahl zu gehen da beitragen soll sehe ich auch nicht. Welche Ergebnisse sollten denn da f&#252;r oder gegen die N&#252;tzlichkeit des Begriffs sprechen? 

Zur statistischen Vorgehensweise:
Ich argumentiere hier nat&#252;rlich zugegebenerma&#223;en aus einer unvollst&#228;ndig informierten Position: Da Caplan nach Deiner Zusammenfassung mit Mehrfachstimmrechten oder stimmrechtslosen Klassen effektiv die Abschaffung der Demokratie vorschl&#228;gt werde ich sein Buch nicht kaufen, weil ich die formale Kollaboration am Erfolg desselben f&#252;r mich f&#252;r verwerflich halten w&#252;rde, obwohl mein Exemplar f&#252;r den Gesamaterfolg &#228;hnlich unwichtig w&#228;re wie meine Stimme f&#252;r ein Wahlergebnis. Hilfsweise habe ich mir einige seiner &#196;u&#223;erungen zu diesem Thema zusammengegoogelt:
&lt;a href=&quot;http://www.cato.org/pubs/pas/html/pa594/pa594index.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt; Eine l&#228;ngere Zusammenfassung des Buchs&lt;/a&gt; beim Cato Institute, &lt;a href=&quot;http://www.kff.org/kaiserpolls/1199-econgen.cfm&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Den Fragenkatalog der SAEE&lt;/a&gt; (mit Antworth&#228;ufigkeiten aber ohne Korrelationen zwischen den Antworten der einzelnen Fragen u.s.w.) und einen Artikel von Caplan &quot;Libertarianism Against Economism.(Statistical Data Included)&quot; von 2001 der vor zwei Tagen noch vollst&#228;ndig im Netz war und es jetzt anscheinend nicht mehr ist, der aber eine Fr&#252;hform eines &#228;hnlichen oder sogar des selben Arguments gibt (und zwar wie der Titel nahelegt mit Zahlen).

Nach allem was ich gesehen habe l&#228;uft das alles auf eine ganz normale Varianzanalyse raus. Ich habe durchaus verstanden was das ist, allerdings auch, dass die Methode keine Magie ist. Insbesondere ist es &lt;i&gt;keine&lt;/i&gt; rein mathematische Frage, ob es noch &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Confounding&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Confounder&lt;/a&gt; gibt, die man nicht erhoben hat. 

Konkret: F&#252;r die erleuchtete &#214;ffentlichkeit erkl&#228;rt er einen Gro&#223;teil der Varianz mit allgemeiner Bildung (wohl mit dem angegebenen h&#246;chsten Bildungsabschluss) und einer aus den Sachfragen der SAEE konstruierten &#246;konomischen Bildung (und nicht wie ich oben tats&#228;chlich falsch verstanden hatte der politischen Haltung). F&#252;r den unmittelbaren Zweck nachzuweisen, dass die Meinung der &#214;konomen nicht ein Effekt ihres Einkommens (Klasseninteresse) ist, reicht das. Aber um zu zeigen, dass die Bildung an sich tats&#228;chlich der Grund der anderen Meinung ist reicht es &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt;, den es k&#246;nnte eine dritte Variable Ursache f&#252;r Beides sein. Konkret f&#252;r die &#246;konomische Bildung h&#228;tte ich z.B. die Pers&#246;nlichkeitseigenschaften in Verdacht, die einen wenn man an der Uni ein elective aussucht Wirtschaft interessanter als z.B. Anthropologie finden lassen. In dem Artikel von 2001 kommt bei der Allgemeinbildung ein Codingproblem dazu, dass allerdings in neueren Versionen des Arguments behoben sein k&#246;nnte: Die Bildung ist als lineare Skala codiert, wo jede Stufe (nichts, high school, ...) einen Punkt bringt. Das f&#252;hrt dazu, dass der Unteschied zwischen Bachelor und h&#246;heren Abschl&#252;ssen kaum aufgl&#246;st wird. Ich vermute aber aufgrund der politschen Zusammensetzung der meisten sozialwissenschaftlichen Fakult&#228;ten, dass gerade da ein Knick in der Meinung ist, dass sie also bis dahin &quot;rechter&quot; und danach wieder &quot;linker&quot; wird. Aber das Problem k&#246;nnte in den seit 2001 verflossenen Jahren gel&#246;st sein, darauf kommt es mir jetzt nicht so an. In dem Zusammenhang, in dem er in der Cato-Zusammenfassung verwendet geht das Argument etwa so: 1. Die &#214;konomen sagen alle was ich sage und sind die Experten und Experten haben normalerweise Recht. 2. Die Linken sagen, die &#214;konomen w&#252;rden nur aus Klasseninteresse so reden. 3. Ich kann aber beweisen, dass Reichtum dabei keine Rolle spielt. Schritt 3 ist dabei keine zus&#228;tzliche direkte Best&#228;tigung f&#252;r Schritt 1 sondern eine Widerlegung von Schritt 2. Und daf&#252;r reicht das mathematische Argument auch. F&#252;r &quot;Wenn ich die Bildung hochrechne sagen alle was ich sage&quot; reicht es aber nicht, denn dann muss man voraussetzen, dass die Korrelation zwischen Bildung und Meinung auch eine Kausalit&#228;t ist, was in dem Zusammenhang ja ziemlich genau die zu zeigende Aussage w&#228;re. Pr&#228;sentiert er das Argument vielleicht doch in der ersten Variante? Das w&#252;rde erkl&#228;ren warum ihm keiner widerspricht, es g&#228;be dann keinen Grund ihm zu widersprechen. Das w&#228;re aber ehrlich gesagt ein ganz anderes Argument als das in Deiner Zusammenfassung. Noch ehrlicher gesagt ein fast schon irrelevantes Argument, weil Nr. 2 zumindestens in der Verengung auf unmittelbar finanzielle Interessen sowieso niemand ernstzunehmendes behauptet.

Zur Frage der Sch&#246;ffen:
Wenn die nicht moralisch sondern nur nach Fakten entscheiden sollen, wieso entscheidet der besser ausgebildete Berufsrichter dann nicht allein?

Zur Frage der Relevanz der Informiertheit:
Nat&#252;rlich kann Information f&#252;r ein Individuum entscheidungsrelevant sein. Daraus kann man aber eben nicht folgern, dass die Individuen mit der Information besser entscheiden. Nat&#252;rlich hast Du Recht, dass mein Eugenikbeispiel eine Frage der Ziele ist. Aber: Die mit den falschen Zielen hatten einen viel gr&#246;&#223;eren Anreiz Informationen zu sammeln. Jemand f&#252;r den Sterilisation von &quot;Minderwertigen&quot; sowieso nicht in Frage kam, konnte es n&#228;mlich v&#246;llig egal sein wie die mendelschen Gesetze nochmal gehen oder wie h&#228;ufig welche Erbkrankheit ist. Und ich meine rein empirisch, dass die Akzeptanz der Eugenik durchaus positiv mit dem Wissen &#252;ber sie korreliert hat. Auch wenn Bildung dem einzelnen Individuum zu einer besseren Entscheidung verhelfen k&#246;nnte, kann man darum nicht schlie&#223;en, dass die mit dem meisten Wissen die beste Entscheidung haben. Vielleicht ein paar andere Beispiele: Wenn es um die Umsetzbarkeit des Kommunismus geht w&#252;rde man sich ja auch nicht auf die verlassen, die sich in Marx-Engels-Werken am besten auskennen. Die meisten Leute wollen sich in der Atomkraftfrage nicht auf das Urteil des durchschnittlichen Kerntechnikers verlassen (Ich selbst bin mir da nicht einig). Und das ist auch logisch, Kerntechnik studieren wohl eher Kernkraftbef&#252;rworter und man kann daraus wohl kaum folgern dass der durchschnittliche Gr&#252;ne zum Kernkraftbef&#252;rworter w&#252;rde wenn man ihn zw&#228;nge Kerntechnik zu studieren. Oder eben: Die meisten Menschen haben einen erheblichen Vertrautheitsbias, es ist daher naheliegend, dass &#214;konomen den Markt im Durchschnitt &#252;bersch&#228;tzen k&#246;nnten. Oder: Jemand der in Kategorien von Ausbeutung statt von Effizienz denkt ist von vornherein f&#252;r Mindestl&#246;hne. Die Tatsache, dass er den Einfluss auf die Arbeitslosigkeit meisten leugnet spricht nicht gegen seine Entscheidung, weil sie nicht in die Entscheidung eingegangen ist. Das &#246;konomische Unwissen ist in diesem Fall eine Folge und nicht der Grund der falschen Entscheidung; nachtr&#228;glich muss die getroffene Entscheidung auch aus jeder anderen Sicht richtig sein. Aber wenn er direkt vor die Wahl zwischen &quot;Mindestlohn&quot; und &quot;weniger Arbeitslosigkeit&quot; gestellt w&#252;rde (meinetwegen weil ein erpresserischer Kapitalist aus Propagandagr&#252;nden ein Werk in einem Land ohne Mindestlohn gr&#252;nden will), w&#252;rde er sich allemal f&#252;r den Mindestlohn entscheiden. Und darum kann er es sich leisten &#252;ber den tats&#228;chlichen Zusammenhang naja eben rational ignorant zu sein. Der eigentliche Punkt ist eben, dass Demokratie nicht die optimalen Entscheidungen generieren soll. Die Frage ist nicht, wer die besten Entscheidungen treffen k&#246;nnte (triviale Antwort nat&#252;rlich ich :-) )sondern wer das Recht hat sie zu treffen. Was ein gebildeterer W&#228;hler gedacht h&#228;tte ist nicht deshalb irrelevant weil seine Bildung irrelevant w&#228;re, sondern weil er &lt;i&gt;moralisch&lt;/i&gt; keinen Vorzug vor dem ungebildeten W&#228;hler hat und darum auch nicht das Recht ihn zu beherrschen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Rayson<br />
zum Nutzen:<br />
Mein Problem ist nicht, dass der Begriff weit gefasst ist, sondern dass er aus einem anderen Anwendungsbereich stammt und nur dort seine N&#252;tzlichkeit erwiesen hat. Wenn man ihn f&#252;r Tauschwirtschaft verwendet kann man daraus sch&#246;ne Gleichgewichtstheoreme herleiten, d.h. es ist da ein Teil eines Modells, mit dem man die Wirklichkeit verstehen kann. Auch da ist es aber nur eine gute N&#228;herung, weil Menschen eben in der Praxis nicht immer transitive Pr&#228;ferenzordnungen haben, G&#252;ter nicht beliebig teilbar sind, M&#228;rkte nicht st&#228;ndig im GG  sind u.s.w. Trotzdem kann man damit M&#228;rkte verstehen und das ist eine gute Sache; um es mal b&#246;se auszudr&#252;cken ist Wissenschaft die Erfahrung wo man pfuschen kann und wo eben nicht. Und daraus kann man sich dann auch praktische Vorhersagen meinetwegen &#252;ber die Folgen von staatlichen Preiskontrollen herleiten, auf die man ohne das Modell nicht so einfach k&#228;me, man kriegt also n&#252;tzliche Vorhersagen, was der Pr&#252;fstein eines n&#252;tzlichen Modells. Wie gesagt, wenn in den Nutzen das eine oder andere altruistische Motiv eingerechnet wird habe ich damit kein Problem.<br />
Aber: Es ist eine N&#228;herung, menschliche Auswahlfunktionen basieren empirisch Sichtbar nunmal auf Heuristiken die oft nicht transitiv rationalisierbar sind. Und abseits von M&#228;rkten sehe ich halt sehr wenig Grund zu der Annahme, dass die N&#228;herung funktioniert. Was eine Befragung &#252;ber Motive zur Wahl zu gehen da beitragen soll sehe ich auch nicht. Welche Ergebnisse sollten denn da f&#252;r oder gegen die N&#252;tzlichkeit des Begriffs sprechen? </p>
<p>Zur statistischen Vorgehensweise:<br />
Ich argumentiere hier nat&#252;rlich zugegebenerma&#223;en aus einer unvollst&#228;ndig informierten Position: Da Caplan nach Deiner Zusammenfassung mit Mehrfachstimmrechten oder stimmrechtslosen Klassen effektiv die Abschaffung der Demokratie vorschl&#228;gt werde ich sein Buch nicht kaufen, weil ich die formale Kollaboration am Erfolg desselben f&#252;r mich f&#252;r verwerflich halten w&#252;rde, obwohl mein Exemplar f&#252;r den Gesamaterfolg &#228;hnlich unwichtig w&#228;re wie meine Stimme f&#252;r ein Wahlergebnis. Hilfsweise habe ich mir einige seiner &#196;u&#223;erungen zu diesem Thema zusammengegoogelt:<br />
<a href="http://www.cato.org/pubs/pas/html/pa594/pa594index.html" rel="nofollow"> Eine l&#228;ngere Zusammenfassung des Buchs</a> beim Cato Institute, <a href="http://www.kff.org/kaiserpolls/1199-econgen.cfm" rel="nofollow">Den Fragenkatalog der SAEE</a> (mit Antworth&#228;ufigkeiten aber ohne Korrelationen zwischen den Antworten der einzelnen Fragen u.s.w.) und einen Artikel von Caplan &#8220;Libertarianism Against Economism.(Statistical Data Included)&#8221; von 2001 der vor zwei Tagen noch vollst&#228;ndig im Netz war und es jetzt anscheinend nicht mehr ist, der aber eine Fr&#252;hform eines &#228;hnlichen oder sogar des selben Arguments gibt (und zwar wie der Titel nahelegt mit Zahlen).</p>
<p>Nach allem was ich gesehen habe l&#228;uft das alles auf eine ganz normale Varianzanalyse raus. Ich habe durchaus verstanden was das ist, allerdings auch, dass die Methode keine Magie ist. Insbesondere ist es <i>keine</i> rein mathematische Frage, ob es noch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Confounding" rel="nofollow">Confounder</a> gibt, die man nicht erhoben hat. </p>
<p>Konkret: F&#252;r die erleuchtete &#214;ffentlichkeit erkl&#228;rt er einen Gro&#223;teil der Varianz mit allgemeiner Bildung (wohl mit dem angegebenen h&#246;chsten Bildungsabschluss) und einer aus den Sachfragen der SAEE konstruierten &#246;konomischen Bildung (und nicht wie ich oben tats&#228;chlich falsch verstanden hatte der politischen Haltung). F&#252;r den unmittelbaren Zweck nachzuweisen, dass die Meinung der &#214;konomen nicht ein Effekt ihres Einkommens (Klasseninteresse) ist, reicht das. Aber um zu zeigen, dass die Bildung an sich tats&#228;chlich der Grund der anderen Meinung ist reicht es <i>nicht</i>, den es k&#246;nnte eine dritte Variable Ursache f&#252;r Beides sein. Konkret f&#252;r die &#246;konomische Bildung h&#228;tte ich z.B. die Pers&#246;nlichkeitseigenschaften in Verdacht, die einen wenn man an der Uni ein elective aussucht Wirtschaft interessanter als z.B. Anthropologie finden lassen. In dem Artikel von 2001 kommt bei der Allgemeinbildung ein Codingproblem dazu, dass allerdings in neueren Versionen des Arguments behoben sein k&#246;nnte: Die Bildung ist als lineare Skala codiert, wo jede Stufe (nichts, high school, &#8230;) einen Punkt bringt. Das f&#252;hrt dazu, dass der Unteschied zwischen Bachelor und h&#246;heren Abschl&#252;ssen kaum aufgl&#246;st wird. Ich vermute aber aufgrund der politschen Zusammensetzung der meisten sozialwissenschaftlichen Fakult&#228;ten, dass gerade da ein Knick in der Meinung ist, dass sie also bis dahin &#8220;rechter&#8221; und danach wieder &#8220;linker&#8221; wird. Aber das Problem k&#246;nnte in den seit 2001 verflossenen Jahren gel&#246;st sein, darauf kommt es mir jetzt nicht so an. In dem Zusammenhang, in dem er in der Cato-Zusammenfassung verwendet geht das Argument etwa so: 1. Die &#214;konomen sagen alle was ich sage und sind die Experten und Experten haben normalerweise Recht. 2. Die Linken sagen, die &#214;konomen w&#252;rden nur aus Klasseninteresse so reden. 3. Ich kann aber beweisen, dass Reichtum dabei keine Rolle spielt. Schritt 3 ist dabei keine zus&#228;tzliche direkte Best&#228;tigung f&#252;r Schritt 1 sondern eine Widerlegung von Schritt 2. Und daf&#252;r reicht das mathematische Argument auch. F&#252;r &#8220;Wenn ich die Bildung hochrechne sagen alle was ich sage&#8221; reicht es aber nicht, denn dann muss man voraussetzen, dass die Korrelation zwischen Bildung und Meinung auch eine Kausalit&#228;t ist, was in dem Zusammenhang ja ziemlich genau die zu zeigende Aussage w&#228;re. Pr&#228;sentiert er das Argument vielleicht doch in der ersten Variante? Das w&#252;rde erkl&#228;ren warum ihm keiner widerspricht, es g&#228;be dann keinen Grund ihm zu widersprechen. Das w&#228;re aber ehrlich gesagt ein ganz anderes Argument als das in Deiner Zusammenfassung. Noch ehrlicher gesagt ein fast schon irrelevantes Argument, weil Nr. 2 zumindestens in der Verengung auf unmittelbar finanzielle Interessen sowieso niemand ernstzunehmendes behauptet.</p>
<p>Zur Frage der Sch&#246;ffen:<br />
Wenn die nicht moralisch sondern nur nach Fakten entscheiden sollen, wieso entscheidet der besser ausgebildete Berufsrichter dann nicht allein?</p>
<p>Zur Frage der Relevanz der Informiertheit:<br />
Nat&#252;rlich kann Information f&#252;r ein Individuum entscheidungsrelevant sein. Daraus kann man aber eben nicht folgern, dass die Individuen mit der Information besser entscheiden. Nat&#252;rlich hast Du Recht, dass mein Eugenikbeispiel eine Frage der Ziele ist. Aber: Die mit den falschen Zielen hatten einen viel gr&#246;&#223;eren Anreiz Informationen zu sammeln. Jemand f&#252;r den Sterilisation von &#8220;Minderwertigen&#8221; sowieso nicht in Frage kam, konnte es n&#228;mlich v&#246;llig egal sein wie die mendelschen Gesetze nochmal gehen oder wie h&#228;ufig welche Erbkrankheit ist. Und ich meine rein empirisch, dass die Akzeptanz der Eugenik durchaus positiv mit dem Wissen &#252;ber sie korreliert hat. Auch wenn Bildung dem einzelnen Individuum zu einer besseren Entscheidung verhelfen k&#246;nnte, kann man darum nicht schlie&#223;en, dass die mit dem meisten Wissen die beste Entscheidung haben. Vielleicht ein paar andere Beispiele: Wenn es um die Umsetzbarkeit des Kommunismus geht w&#252;rde man sich ja auch nicht auf die verlassen, die sich in Marx-Engels-Werken am besten auskennen. Die meisten Leute wollen sich in der Atomkraftfrage nicht auf das Urteil des durchschnittlichen Kerntechnikers verlassen (Ich selbst bin mir da nicht einig). Und das ist auch logisch, Kerntechnik studieren wohl eher Kernkraftbef&#252;rworter und man kann daraus wohl kaum folgern dass der durchschnittliche Gr&#252;ne zum Kernkraftbef&#252;rworter w&#252;rde wenn man ihn zw&#228;nge Kerntechnik zu studieren. Oder eben: Die meisten Menschen haben einen erheblichen Vertrautheitsbias, es ist daher naheliegend, dass &#214;konomen den Markt im Durchschnitt &#252;bersch&#228;tzen k&#246;nnten. Oder: Jemand der in Kategorien von Ausbeutung statt von Effizienz denkt ist von vornherein f&#252;r Mindestl&#246;hne. Die Tatsache, dass er den Einfluss auf die Arbeitslosigkeit meisten leugnet spricht nicht gegen seine Entscheidung, weil sie nicht in die Entscheidung eingegangen ist. Das &#246;konomische Unwissen ist in diesem Fall eine Folge und nicht der Grund der falschen Entscheidung; nachtr&#228;glich muss die getroffene Entscheidung auch aus jeder anderen Sicht richtig sein. Aber wenn er direkt vor die Wahl zwischen &#8220;Mindestlohn&#8221; und &#8220;weniger Arbeitslosigkeit&#8221; gestellt w&#252;rde (meinetwegen weil ein erpresserischer Kapitalist aus Propagandagr&#252;nden ein Werk in einem Land ohne Mindestlohn gr&#252;nden will), w&#252;rde er sich allemal f&#252;r den Mindestlohn entscheiden. Und darum kann er es sich leisten &#252;ber den tats&#228;chlichen Zusammenhang naja eben rational ignorant zu sein. Der eigentliche Punkt ist eben, dass Demokratie nicht die optimalen Entscheidungen generieren soll. Die Frage ist nicht, wer die besten Entscheidungen treffen k&#246;nnte (triviale Antwort nat&#252;rlich ich <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )sondern wer das Recht hat sie zu treffen. Was ein gebildeterer W&#228;hler gedacht h&#228;tte ist nicht deshalb irrelevant weil seine Bildung irrelevant w&#228;re, sondern weil er <i>moralisch</i> keinen Vorzug vor dem ungebildeten W&#228;hler hat und darum auch nicht das Recht ihn zu beherrschen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32793</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 20:45:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32793</guid>
		<description>@Ben Czerny

&lt;i&gt;Wenn ich die Zeit h&#228;tte, w&#252;rde ich mir mal in aller Ruhe &#252;berlegen, ob das mit der erleuchteten &#214;ffentlichkeit” methodologisch in Ordnung geht.&lt;/i&gt;

Siehe dazu auch oben in meiner Antwort auf den &quot;gelegentlichen Besucher&quot;. Oder am besten das Buch kaufen. Aber wenn ich dann auch mal mit der Autorit&#228;t argumentieren darf: Wenn die Methodik falsch w&#228;re, h&#228;tte ihn irgendeiner seiner kritischen Freunde bei der George Mason Uni, die alle sehr auf den akademischen Ruf ihrer Fakult&#228;t bedacht sind, schon rechtzeitig korrigiert.

&lt;i&gt;Kann es da keinen bias durch “deformation professionelle” geben? Ich meine, wenn man zum Beispiel 250 Juraprofessoren zur Wirksamkeit und Notwendigkeit politischer Steuerung in Form von Gesetzgebung befragt, bekommt man wahrscheinlich auch ein recht optimistisches Ergebnis, das hier bei BLOG sicher als zu staatsgl&#228;ubig kritisiert werden w&#252;rde.&lt;/i&gt;

Bist du dir da sicher? Ich nicht. Die &quot;Notwendigkeit&quot; f&#252;hrt da &#252;brigens auch aus dem Fachgebiet heraus.

Aber die eigentliche Frage: Was ist &quot;déformation&quot;, und was ist einfach nur Einsicht? 

Auch hier w&#252;rde Caplan nat&#252;rlich wieder die &quot;erleuchtete &#214;ffentlichkeit&quot; anf&#252;hren, die eben nicht aus &#214;konomieprofessoren besteht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ben Czerny</p>
<p><i>Wenn ich die Zeit h&#228;tte, w&#252;rde ich mir mal in aller Ruhe &#252;berlegen, ob das mit der erleuchteten &#214;ffentlichkeit” methodologisch in Ordnung geht.</i></p>
<p>Siehe dazu auch oben in meiner Antwort auf den &#8220;gelegentlichen Besucher&#8221;. Oder am besten das Buch kaufen. Aber wenn ich dann auch mal mit der Autorit&#228;t argumentieren darf: Wenn die Methodik falsch w&#228;re, h&#228;tte ihn irgendeiner seiner kritischen Freunde bei der George Mason Uni, die alle sehr auf den akademischen Ruf ihrer Fakult&#228;t bedacht sind, schon rechtzeitig korrigiert.</p>
<p><i>Kann es da keinen bias durch “deformation professionelle” geben? Ich meine, wenn man zum Beispiel 250 Juraprofessoren zur Wirksamkeit und Notwendigkeit politischer Steuerung in Form von Gesetzgebung befragt, bekommt man wahrscheinlich auch ein recht optimistisches Ergebnis, das hier bei BLOG sicher als zu staatsgl&#228;ubig kritisiert werden w&#252;rde.</i></p>
<p>Bist du dir da sicher? Ich nicht. Die &#8220;Notwendigkeit&#8221; f&#252;hrt da &#252;brigens auch aus dem Fachgebiet heraus.</p>
<p>Aber die eigentliche Frage: Was ist &#8220;déformation&#8221;, und was ist einfach nur Einsicht? </p>
<p>Auch hier w&#252;rde Caplan nat&#252;rlich wieder die &#8220;erleuchtete &#214;ffentlichkeit&#8221; anf&#252;hren, die eben nicht aus &#214;konomieprofessoren besteht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32792</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 20:36:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32792</guid>
		<description>@gelegentlicher Besucher

Der Begriff des &quot;Nutzens&quot; ist nun einmal ein weiter. Das mag f&#252;r die st&#246;rend wirken, die ihn nicht m&#246;gen, l&#228;sst sich aber nicht &#228;ndern. Wir werden wohl weiterhin davon ausgehen m&#252;ssen, dass Menschen, wenn man sie l&#228;sst, das tun, was sie tun wollen, und es spricht nichts dagegen, die Erf&#252;llung ihres Willens dann als Zufluss von Nutzen zu betrachten. Ich habe da auch gar nichts gegen Empirik einzuwenden: Man frage die Leute, was sie bewegt, zur Wahl zu gehen, und man wird sehen. 

Es hat auch mit &quot;Verrenkungen&quot; nichts zu tun, wenn man sich &#252;ber den Umstand, dass uninformierte W&#228;hler in ihren Ansichten in ganz bestimmten Richtungen von informierten W&#228;hlern abweichen, Gedanken macht. Caplan bringt hier einen Erkl&#228;rungsansatz, den man widerlegen kann oder auch nicht. Einfach nur dar&#252;ber zu schwadronieren, dass Erkl&#228;rungsans&#228;tze manchmal unvollst&#228;ndig sind, bringt die Erkenntnis nicht weiter.

&lt;i&gt;Der entscheidende Punkt ist, dass die Wahlentscheidung kein Versuch der individuellen Nutzenmaximierung sondern wie das Urteil des Sch&#246;ffen eine etwas abstrahierter Entscheidung &#252;ber Gewaltanwendung und damit eine im Wesentlichen moralische Entscheidung ist.&lt;/i&gt;

So &#228;hnlich sagt das auch Caplan.

&lt;i&gt;Das Faktenwissen h&#228;tte da auch wenn man es einholen w&#252;rde wenig Einfluss. Man braucht z.B. in g&#228;ngigen Foren oder Blogs nicht viel Zeit aufzuwenden um zu erkennen, dass die Ideologie die Meinung zu einzelnen Fakten auch bei sehr intelligenten Menschen viel st&#228;rker beeinflusst als umgekehrt. &lt;/i&gt;

Damit blendest du aber aus, wie Caplan dieses Problem umgangen ist. Er ist n&#228;mlich allein dadurch, dass er die Grundgesamtheit &quot;&#214;ffentlichkeit&quot; nur um den Einfluss zweier Kontrollvariablen, n&#228;mlich allgemeine und &#246;konomische Bildung, korrigiert hat, zu signifikant abweichenden Ergebnissen gekommen. Die Ideologie hat ihren Platz nur in den 20%, die nicht durch diese Variablen erkl&#228;rt werden konnten. Es sei denn nat&#252;rlich, du k&#246;nntest &#252;berzeugend anf&#252;hren, dass nur Anh&#228;nger einer bestimmten Richtung unter den mehr Gebildeten zu finden sind.

&lt;i&gt;Und die extreme Unwahrscheinlichkeit von der eigenen Stimme zu profitieren erm&#246;glicht Unbefangenheit und ist daher eine der besseren Eigenschaften des Systems. Wenn man (was z.B. durch ein Losverfahren oder durch Zwischenaggregierungen problemlos m&#246;glich w&#228;re) die Wahrscheinlichkeit jedes beliebigen W&#228;hlers wahlentscheidend zu sein stark erh&#246;hen w&#252;rde, w&#228;re das eben kein besseres System.&lt;/i&gt;

Nein, das w&#228;re es nicht. Aber die v&#246;llige Losl&#246;sung von Entscheidungsbefugnis und Tragen der Folgen ist sicher auch keine gute Eigenschaft, denn sie verhindert Lernen und Aufrichtigkeit. Oder anders gesagt: Sie erm&#246;glicht das Leben in Illusionen. Der Vergleich mit den Sch&#246;ffen geht fehl, denn Sch&#246;ffen sollen ja gerade nicht ideologisch oder moralisch entscheiden, sondern nach Fakten, die notfalls lang und ausf&#252;hrlich in Verhandlungen ausgebreitet werden. Anderenfalls br&#228;uchte man sie nicht am Verfahren teilnehmen zu lassen.

&lt;i&gt;Die ganze Frage ist eben nicht, welches Verhalten irgendein gedachtes Allgemeinziel am besten erreicht, sondern welches Verhalten moralisch vertretbar ist. Und darum ist es auch mehr als irrelevant, was ein gebildeterer W&#228;hler gedacht h&#228;tte, es ist z.B. (auch au&#223;erhalb Deutschlands) noch gar nicht so lange her, dass der gro&#223;e Hoffnungen in die Eugenik gesetzt hat. Und dabei besteht &#252;berhaupt kein Zweifel, dass die lange existenten Eugenikprofessoren weit mehr von Biologie verstanden als der (zu den meisten Zeiten in den meisten Staaten) deutlich eugenikskeptischere P&#246;bel.&lt;/i&gt;

Nein, sorry, diese Verengung ist eine k&#252;nstliche. Wenn es so etwas wie gesellschaftliche Probleme gibt, und die muss es geben, wenn demokratisch abgestimmt wird, dann spielt es nat&#252;rlich eine sehr gro&#223;e Rolle, was eine L&#246;sung des Problems ist und was nicht. Ich frage mich, warum es moralisch richtig sein soll, keine Ahnung von den Ursache-Wirkungs-Zusammenh&#228;ngen zu haben, &#252;ber die man da entscheidet. Denn um moralisch urteilen zu k&#246;nnen, m&#252;sste ich doch gerade dar&#252;ber besser informiert sein. Aber vielleicht ist das f&#252;r dich schon zu viel Verantwortungsethik? Ich w&#252;sste dar&#252;ber hinaus auch wirklich nicht, worin der moralische Nutzen der Anwendung falscher Mittel liegen sollte. Das fragw&#252;rdige bei deinem Beispiel Eugenik sind doch auch vor allem erstmal die Ziele. 

&lt;i&gt;Ich habe das Buch nicht gelesen und wei&#223; angesichts der Zusammenfassung im Moment auch nicht recht ob ich das noch tun will, aber nach der Zusammenfassung scheint mir der erleuchtete W&#228;hler eine auf falschen Voraussetzungen basierende also widerspr&#252;chliche und damit beliebig pr&#228;gbare Konstruktion. Beispiel antimarket bias: Wenn der Autor links st&#252;nde w&#252;rde er einfach argumentieren, dass gebildete Menschen in den USA heute tendentiell linker und damit marktfeindlicher sind. &lt;/i&gt;

Ich glaube, du hast die statistische Vorgehensweise Caplans nicht ganz verstanden. Das kann sehr gut an meinen mangelnden F&#228;higkeiten liegen, diese zu erkl&#228;ren, zumal ich selbst nicht gerade ein Meister dieses Fachs bin. Aber man kann eben den Einfluss von Kontrollvariablen auf Ergebnisse neutralisieren, und Caplan hat das anhand einer ver&#246;ffentlichten Studie nachvollziehbar (also auch der methodischen Kritik zug&#228;nglich) gemacht. Soweit ich informiert bin, ist dieser Ansatz auch bei seinen Kritikern bisher g&#228;nzlich unwidersprochen geblieben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@gelegentlicher Besucher</p>
<p>Der Begriff des &#8220;Nutzens&#8221; ist nun einmal ein weiter. Das mag f&#252;r die st&#246;rend wirken, die ihn nicht m&#246;gen, l&#228;sst sich aber nicht &#228;ndern. Wir werden wohl weiterhin davon ausgehen m&#252;ssen, dass Menschen, wenn man sie l&#228;sst, das tun, was sie tun wollen, und es spricht nichts dagegen, die Erf&#252;llung ihres Willens dann als Zufluss von Nutzen zu betrachten. Ich habe da auch gar nichts gegen Empirik einzuwenden: Man frage die Leute, was sie bewegt, zur Wahl zu gehen, und man wird sehen. </p>
<p>Es hat auch mit &#8220;Verrenkungen&#8221; nichts zu tun, wenn man sich &#252;ber den Umstand, dass uninformierte W&#228;hler in ihren Ansichten in ganz bestimmten Richtungen von informierten W&#228;hlern abweichen, Gedanken macht. Caplan bringt hier einen Erkl&#228;rungsansatz, den man widerlegen kann oder auch nicht. Einfach nur dar&#252;ber zu schwadronieren, dass Erkl&#228;rungsans&#228;tze manchmal unvollst&#228;ndig sind, bringt die Erkenntnis nicht weiter.</p>
<p><i>Der entscheidende Punkt ist, dass die Wahlentscheidung kein Versuch der individuellen Nutzenmaximierung sondern wie das Urteil des Sch&#246;ffen eine etwas abstrahierter Entscheidung &#252;ber Gewaltanwendung und damit eine im Wesentlichen moralische Entscheidung ist.</i></p>
<p>So &#228;hnlich sagt das auch Caplan.</p>
<p><i>Das Faktenwissen h&#228;tte da auch wenn man es einholen w&#252;rde wenig Einfluss. Man braucht z.B. in g&#228;ngigen Foren oder Blogs nicht viel Zeit aufzuwenden um zu erkennen, dass die Ideologie die Meinung zu einzelnen Fakten auch bei sehr intelligenten Menschen viel st&#228;rker beeinflusst als umgekehrt. </i></p>
<p>Damit blendest du aber aus, wie Caplan dieses Problem umgangen ist. Er ist n&#228;mlich allein dadurch, dass er die Grundgesamtheit &#8220;&#214;ffentlichkeit&#8221; nur um den Einfluss zweier Kontrollvariablen, n&#228;mlich allgemeine und &#246;konomische Bildung, korrigiert hat, zu signifikant abweichenden Ergebnissen gekommen. Die Ideologie hat ihren Platz nur in den 20%, die nicht durch diese Variablen erkl&#228;rt werden konnten. Es sei denn nat&#252;rlich, du k&#246;nntest &#252;berzeugend anf&#252;hren, dass nur Anh&#228;nger einer bestimmten Richtung unter den mehr Gebildeten zu finden sind.</p>
<p><i>Und die extreme Unwahrscheinlichkeit von der eigenen Stimme zu profitieren erm&#246;glicht Unbefangenheit und ist daher eine der besseren Eigenschaften des Systems. Wenn man (was z.B. durch ein Losverfahren oder durch Zwischenaggregierungen problemlos m&#246;glich w&#228;re) die Wahrscheinlichkeit jedes beliebigen W&#228;hlers wahlentscheidend zu sein stark erh&#246;hen w&#252;rde, w&#228;re das eben kein besseres System.</i></p>
<p>Nein, das w&#228;re es nicht. Aber die v&#246;llige Losl&#246;sung von Entscheidungsbefugnis und Tragen der Folgen ist sicher auch keine gute Eigenschaft, denn sie verhindert Lernen und Aufrichtigkeit. Oder anders gesagt: Sie erm&#246;glicht das Leben in Illusionen. Der Vergleich mit den Sch&#246;ffen geht fehl, denn Sch&#246;ffen sollen ja gerade nicht ideologisch oder moralisch entscheiden, sondern nach Fakten, die notfalls lang und ausf&#252;hrlich in Verhandlungen ausgebreitet werden. Anderenfalls br&#228;uchte man sie nicht am Verfahren teilnehmen zu lassen.</p>
<p><i>Die ganze Frage ist eben nicht, welches Verhalten irgendein gedachtes Allgemeinziel am besten erreicht, sondern welches Verhalten moralisch vertretbar ist. Und darum ist es auch mehr als irrelevant, was ein gebildeterer W&#228;hler gedacht h&#228;tte, es ist z.B. (auch au&#223;erhalb Deutschlands) noch gar nicht so lange her, dass der gro&#223;e Hoffnungen in die Eugenik gesetzt hat. Und dabei besteht &#252;berhaupt kein Zweifel, dass die lange existenten Eugenikprofessoren weit mehr von Biologie verstanden als der (zu den meisten Zeiten in den meisten Staaten) deutlich eugenikskeptischere P&#246;bel.</i></p>
<p>Nein, sorry, diese Verengung ist eine k&#252;nstliche. Wenn es so etwas wie gesellschaftliche Probleme gibt, und die muss es geben, wenn demokratisch abgestimmt wird, dann spielt es nat&#252;rlich eine sehr gro&#223;e Rolle, was eine L&#246;sung des Problems ist und was nicht. Ich frage mich, warum es moralisch richtig sein soll, keine Ahnung von den Ursache-Wirkungs-Zusammenh&#228;ngen zu haben, &#252;ber die man da entscheidet. Denn um moralisch urteilen zu k&#246;nnen, m&#252;sste ich doch gerade dar&#252;ber besser informiert sein. Aber vielleicht ist das f&#252;r dich schon zu viel Verantwortungsethik? Ich w&#252;sste dar&#252;ber hinaus auch wirklich nicht, worin der moralische Nutzen der Anwendung falscher Mittel liegen sollte. Das fragw&#252;rdige bei deinem Beispiel Eugenik sind doch auch vor allem erstmal die Ziele. </p>
<p><i>Ich habe das Buch nicht gelesen und wei&#223; angesichts der Zusammenfassung im Moment auch nicht recht ob ich das noch tun will, aber nach der Zusammenfassung scheint mir der erleuchtete W&#228;hler eine auf falschen Voraussetzungen basierende also widerspr&#252;chliche und damit beliebig pr&#228;gbare Konstruktion. Beispiel antimarket bias: Wenn der Autor links st&#252;nde w&#252;rde er einfach argumentieren, dass gebildete Menschen in den USA heute tendentiell linker und damit marktfeindlicher sind. </i></p>
<p>Ich glaube, du hast die statistische Vorgehensweise Caplans nicht ganz verstanden. Das kann sehr gut an meinen mangelnden F&#228;higkeiten liegen, diese zu erkl&#228;ren, zumal ich selbst nicht gerade ein Meister dieses Fachs bin. Aber man kann eben den Einfluss von Kontrollvariablen auf Ergebnisse neutralisieren, und Caplan hat das anhand einer ver&#246;ffentlichten Studie nachvollziehbar (also auch der methodischen Kritik zug&#228;nglich) gemacht. Soweit ich informiert bin, ist dieser Ansatz auch bei seinen Kritikern bisher g&#228;nzlich unwidersprochen geblieben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32767</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 22:34:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32767</guid>
		<description>@gelegentlicher Besucher, Ben Czerny

Mehr dazu morgen. Bin heute zu sehr in EM-Stimmung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@gelegentlicher Besucher, Ben Czerny</p>
<p>Mehr dazu morgen. Bin heute zu sehr in EM-Stimmung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ben Czerny</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32682</link>
		<dc:creator>Ben Czerny</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 16:06:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32682</guid>
		<description>Danke f&#252;r die wirklich gute Buchvorstellung. Auch deinen Kommentar, rayson, finde ich ausgewogen und vorsichtig. Das gef&#228;llt mir.
Bryan Caplan kannte ich sogar. Ich wei&#223; nur nicht mehr, woher.

Wenn ich die Zeit h&#228;tte, w&#252;rde ich mir mal in aller Ruhe &#252;berlegen, ob das mit der erleuchteten &#214;ffentlichkeit&quot; methodologisch in Ordnung geht.

Kann es da keinen bias durch &quot;deformation professionelle&quot; geben? Ich meine, wenn man zum Beispiel 250 Juraprofessoren zur Wirksamkeit und Notwendigkeit politischer Steuerung in Form von  Gesetzgebung befragt, bekommt man wahrscheinlich auch ein recht optimistisches Ergebnis, das hier bei BLOG sicher als zu staatsgl&#228;ubig kritisiert werden w&#252;rde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r die wirklich gute Buchvorstellung. Auch deinen Kommentar, rayson, finde ich ausgewogen und vorsichtig. Das gef&#228;llt mir.<br />
Bryan Caplan kannte ich sogar. Ich wei&#223; nur nicht mehr, woher.</p>
<p>Wenn ich die Zeit h&#228;tte, w&#252;rde ich mir mal in aller Ruhe &#252;berlegen, ob das mit der erleuchteten &#214;ffentlichkeit&#8221; methodologisch in Ordnung geht.</p>
<p>Kann es da keinen bias durch &#8220;deformation professionelle&#8221; geben? Ich meine, wenn man zum Beispiel 250 Juraprofessoren zur Wirksamkeit und Notwendigkeit politischer Steuerung in Form von  Gesetzgebung befragt, bekommt man wahrscheinlich auch ein recht optimistisches Ergebnis, das hier bei BLOG sicher als zu staatsgl&#228;ubig kritisiert werden w&#252;rde.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: gelegentlicher Besucher</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32681</link>
		<dc:creator>gelegentlicher Besucher</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 15:58:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32681</guid>
		<description>@Rayson

Was ich damit andeuten wollte, ist dass das ein Versuch ist eine nicht&#246;konomische Frage mit &#246;konomischen Mitteln zu analysierenn. Wenn ein Nutzenmaximierer nicht zur Wahl gehen w&#252;rde und viel Leute es trotzdem tun, dann ist die Theorie vom Nutzenmaximierer eben auf Wahlentscheidungen nicht anwendbar. Wenn man dann einen kleinen Zusatznutzen postuliert kann man die Theorie formal anwenden hat aber an Vorhersagekraft nichts gewonnen. Und dann muss man im n&#228;chsten Schritt postulieren, dass der Zusatznutzen klein bleibt, weil man sonst  die Uninformiertheit vieler W&#228;hler nicht erkl&#228;ren kann. Wenn sich einzelne W&#228;hlergruppen hinterher als besser informiert erweisen kann man sich ihre Pr&#228;ferenzordnungen entsprechend definieren u.s.w. Das sind Verrenkungen die man so &#228;hnlich f&#252;r jede Theorie machen kann. Man kann z.B. &#228;hnlich gut oder schlecht mit der Annahme arbeiten, dass Menschen m&#246;glichst wenig physikalische Arbeit an ihrer Umgebung leisten. Das erkl&#228;rt einige Verhaltensweisen, z.B. in guter N&#228;herung die Abstandsgrenzen ab denen man mit dem Rad f&#228;hrt statt zu Fu&#223; zu gehen, und andere eben nicht. Aber: Mit geeigneten Randbedingungen kann ich auch damit alles erkl&#228;ren, ich muss nur f&#252;r jede neue r&#252;ckblickende &quot;Vorhersage&quot; eine neue Bedingung setzen.

Der entscheidende Punkt ist, dass die Wahlentscheidung kein Versuch der individuellen Nutzenmaximierung sondern wie das Urteil des Sch&#246;ffen eine etwas abstrahierter Entscheidung &#252;ber Gewaltanwendung und damit eine im Wesentlichen moralische Entscheidung ist. 

Das Faktenwissen h&#228;tte da auch wenn man es einholen w&#252;rde wenig Einfluss. Man braucht z.B. in g&#228;ngigen Foren oder Blogs nicht viel Zeit aufzuwenden um zu erkennen, dass die Ideologie die Meinung zu einzelnen Fakten auch bei sehr intelligenten Menschen viel st&#228;rker beeinflusst als umgekehrt. Weil die einzelnen Fakten n&#228;mlich als Rechtfertigung einer Grundentscheidung  dienen, die viel allgemeiner getroffen worden ist. Man kann einen Libert&#228;ren so gut wie nie dazu bringen ein Marktversagen zuzugeben und einen Sozialisten so gut wie nie dazu einen Markterfolg zuzugeben, weil das wenn es als formale Frage gestellt wird eben nicht die eigentliche Frage ist, sondern eine Einkleidung der Frage wie wichtig M&#228;rkte sein sollen. Wenn z.B. ich mich ganz konkret informiere um eine Wahlentscheidung zu treffen meine ich damit nicht, dass ich mich erkundige was zu welchem Thema die beste Politik w&#228;re, genausowenig wie ein Sch&#246;ffe sich haupts&#228;chlich informiert was im Stafgesetzbuch steht. Das ist in beiden F&#228;llen eine relevante Frage, aber nicht die &#252;ber die man haupts&#228;chlich nachdenkt, im Falle des Strafgesetzbuches nicht weil der Richter es dem Sch&#246;ffen sagt ohne dass die Meinung mehrer Richter gegeneinander abzuw&#228;gen w&#228;re und im Falle der richtigen Politik nicht, weil meine Meinung dazu auch zwischen den Wahlen steht. Sondern ich versuche abzusch&#228;tzen, was die jeweiligen Parteien an der Macht tats&#228;chlich tun w&#252;rden.

Die unmittelbaren Eigeninteressen sind so weit sie sich nicht auf eigene Rechte beziehen, die auch dritte respektieren m&#252;ssten nicht das Signal sondern Teil der St&#246;rung. Und die extreme Unwahrscheinlichkeit von der eigenen Stimme zu profitieren erm&#246;glicht Unbefangenheit und ist daher eine der besseren Eigenschaften des Systems. Wenn man (was z.B. durch ein Losverfahren oder durch Zwischenaggregierungen problemlos m&#246;glich w&#228;re) die Wahrscheinlichkeit jedes beliebigen W&#228;hlers wahlentscheidend zu sein stark erh&#246;hen w&#252;rde, w&#228;re das eben kein besseres System. 

Die ganze Frage ist eben nicht, welches Verhalten irgendein gedachtes Allgemeinziel am besten erreicht, sondern welches Verhalten moralisch vertretbar ist. Und darum ist es auch mehr als irrelevant, was ein gebildeterer W&#228;hler gedacht h&#228;tte, es ist z.B. (auch au&#223;erhalb Deutschlands)  noch gar nicht so lange her, dass der gro&#223;e Hoffnungen in die Eugenik gesetzt hat. Und dabei besteht &#252;berhaupt kein Zweifel, dass die lange existenten Eugenikprofessoren weit mehr von Biologie verstanden als der (zu den meisten Zeiten in den meisten Staaten) deutlich eugenikskeptischere P&#246;bel.

Ich habe das Buch nicht gelesen und wei&#223; angesichts der Zusammenfassung im Moment auch nicht recht ob ich das noch tun will, aber nach der Zusammenfassung scheint mir der erleuchtete W&#228;hler eine auf falschen Voraussetzungen basierende also widerspr&#252;chliche und damit beliebig pr&#228;gbare Konstruktion. Beispiel antimarket bias: Wenn der Autor links st&#252;nde w&#252;rde er einfach argumentieren, dass gebildete Menschen in den USA heute tendentiell linker und damit marktfeindlicher sind. Und in der Tat gibt es genung andere Leute die genau  so erm&#252;dend argumentieren. Aber kein Problem, dann korrigiert man eben noch die politische Einstellung weg. Und in der Tat bleiben nach Rausrechnung der Linken vermutlich die Rechten &#252;brig. Durch geeignete Auswahl der kontrollierten Variablen kann man dem &lt;strike&gt;&#220;bermenschen&lt;/strike&gt; erleuchteten W&#228;hler wohl praktisch beliebige Meinungen unterschieben. Und die gefundenen Biases sagen uns dann im Wesentlichen wie der Autor von der real existierenden &#246;ffentlichen Meinung abweicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Rayson</p>
<p>Was ich damit andeuten wollte, ist dass das ein Versuch ist eine nicht&#246;konomische Frage mit &#246;konomischen Mitteln zu analysierenn. Wenn ein Nutzenmaximierer nicht zur Wahl gehen w&#252;rde und viel Leute es trotzdem tun, dann ist die Theorie vom Nutzenmaximierer eben auf Wahlentscheidungen nicht anwendbar. Wenn man dann einen kleinen Zusatznutzen postuliert kann man die Theorie formal anwenden hat aber an Vorhersagekraft nichts gewonnen. Und dann muss man im n&#228;chsten Schritt postulieren, dass der Zusatznutzen klein bleibt, weil man sonst  die Uninformiertheit vieler W&#228;hler nicht erkl&#228;ren kann. Wenn sich einzelne W&#228;hlergruppen hinterher als besser informiert erweisen kann man sich ihre Pr&#228;ferenzordnungen entsprechend definieren u.s.w. Das sind Verrenkungen die man so &#228;hnlich f&#252;r jede Theorie machen kann. Man kann z.B. &#228;hnlich gut oder schlecht mit der Annahme arbeiten, dass Menschen m&#246;glichst wenig physikalische Arbeit an ihrer Umgebung leisten. Das erkl&#228;rt einige Verhaltensweisen, z.B. in guter N&#228;herung die Abstandsgrenzen ab denen man mit dem Rad f&#228;hrt statt zu Fu&#223; zu gehen, und andere eben nicht. Aber: Mit geeigneten Randbedingungen kann ich auch damit alles erkl&#228;ren, ich muss nur f&#252;r jede neue r&#252;ckblickende &#8220;Vorhersage&#8221; eine neue Bedingung setzen.</p>
<p>Der entscheidende Punkt ist, dass die Wahlentscheidung kein Versuch der individuellen Nutzenmaximierung sondern wie das Urteil des Sch&#246;ffen eine etwas abstrahierter Entscheidung &#252;ber Gewaltanwendung und damit eine im Wesentlichen moralische Entscheidung ist. </p>
<p>Das Faktenwissen h&#228;tte da auch wenn man es einholen w&#252;rde wenig Einfluss. Man braucht z.B. in g&#228;ngigen Foren oder Blogs nicht viel Zeit aufzuwenden um zu erkennen, dass die Ideologie die Meinung zu einzelnen Fakten auch bei sehr intelligenten Menschen viel st&#228;rker beeinflusst als umgekehrt. Weil die einzelnen Fakten n&#228;mlich als Rechtfertigung einer Grundentscheidung  dienen, die viel allgemeiner getroffen worden ist. Man kann einen Libert&#228;ren so gut wie nie dazu bringen ein Marktversagen zuzugeben und einen Sozialisten so gut wie nie dazu einen Markterfolg zuzugeben, weil das wenn es als formale Frage gestellt wird eben nicht die eigentliche Frage ist, sondern eine Einkleidung der Frage wie wichtig M&#228;rkte sein sollen. Wenn z.B. ich mich ganz konkret informiere um eine Wahlentscheidung zu treffen meine ich damit nicht, dass ich mich erkundige was zu welchem Thema die beste Politik w&#228;re, genausowenig wie ein Sch&#246;ffe sich haupts&#228;chlich informiert was im Stafgesetzbuch steht. Das ist in beiden F&#228;llen eine relevante Frage, aber nicht die &#252;ber die man haupts&#228;chlich nachdenkt, im Falle des Strafgesetzbuches nicht weil der Richter es dem Sch&#246;ffen sagt ohne dass die Meinung mehrer Richter gegeneinander abzuw&#228;gen w&#228;re und im Falle der richtigen Politik nicht, weil meine Meinung dazu auch zwischen den Wahlen steht. Sondern ich versuche abzusch&#228;tzen, was die jeweiligen Parteien an der Macht tats&#228;chlich tun w&#252;rden.</p>
<p>Die unmittelbaren Eigeninteressen sind so weit sie sich nicht auf eigene Rechte beziehen, die auch dritte respektieren m&#252;ssten nicht das Signal sondern Teil der St&#246;rung. Und die extreme Unwahrscheinlichkeit von der eigenen Stimme zu profitieren erm&#246;glicht Unbefangenheit und ist daher eine der besseren Eigenschaften des Systems. Wenn man (was z.B. durch ein Losverfahren oder durch Zwischenaggregierungen problemlos m&#246;glich w&#228;re) die Wahrscheinlichkeit jedes beliebigen W&#228;hlers wahlentscheidend zu sein stark erh&#246;hen w&#252;rde, w&#228;re das eben kein besseres System. </p>
<p>Die ganze Frage ist eben nicht, welches Verhalten irgendein gedachtes Allgemeinziel am besten erreicht, sondern welches Verhalten moralisch vertretbar ist. Und darum ist es auch mehr als irrelevant, was ein gebildeterer W&#228;hler gedacht h&#228;tte, es ist z.B. (auch au&#223;erhalb Deutschlands)  noch gar nicht so lange her, dass der gro&#223;e Hoffnungen in die Eugenik gesetzt hat. Und dabei besteht &#252;berhaupt kein Zweifel, dass die lange existenten Eugenikprofessoren weit mehr von Biologie verstanden als der (zu den meisten Zeiten in den meisten Staaten) deutlich eugenikskeptischere P&#246;bel.</p>
<p>Ich habe das Buch nicht gelesen und wei&#223; angesichts der Zusammenfassung im Moment auch nicht recht ob ich das noch tun will, aber nach der Zusammenfassung scheint mir der erleuchtete W&#228;hler eine auf falschen Voraussetzungen basierende also widerspr&#252;chliche und damit beliebig pr&#228;gbare Konstruktion. Beispiel antimarket bias: Wenn der Autor links st&#252;nde w&#252;rde er einfach argumentieren, dass gebildete Menschen in den USA heute tendentiell linker und damit marktfeindlicher sind. Und in der Tat gibt es genung andere Leute die genau  so erm&#252;dend argumentieren. Aber kein Problem, dann korrigiert man eben noch die politische Einstellung weg. Und in der Tat bleiben nach Rausrechnung der Linken vermutlich die Rechten &#252;brig. Durch geeignete Auswahl der kontrollierten Variablen kann man dem <strike>&#220;bermenschen</strike> erleuchteten W&#228;hler wohl praktisch beliebige Meinungen unterschieben. Und die gefundenen Biases sagen uns dann im Wesentlichen wie der Autor von der real existierenden &#246;ffentlichen Meinung abweicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: antibuerokratieteam.net &#187; Blog Archive &#187; Lesestoff</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32662</link>
		<dc:creator>antibuerokratieteam.net &#187; Blog Archive &#187; Lesestoff</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 10:55:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32662</guid>
		<description>[...] Rationale Ignoranz, und was sie f&#252;r das Verst&#228;ndnis demokratischer Entscheidungen bedeutet &#8212; exzellent diskutiert bei den BLOGgies. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Rationale Ignoranz, und was sie f&#252;r das Verst&#228;ndnis demokratischer Entscheidungen bedeutet &#8212; exzellent diskutiert bei den BLOGgies. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: links for 2008-06-24 - schorleblog</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32648</link>
		<dc:creator>links for 2008-06-24 - schorleblog</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 05:33:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32648</guid>
		<description>[...] b.l.o.g. - bissige liberale ohne gnade » politisches nichtwissen: rational und teuer bildung f&#252;r erw&#252;nschte ergebnisse (tags: politik gesellschaft demokratie wahlen rationalit&#228;t wissen information via:mento.info) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] b.l.o.g. &#8211; bissige liberale ohne gnade » politisches nichtwissen: rational und teuer bildung f&#252;r erw&#252;nschte ergebnisse (tags: politik gesellschaft demokratie wahlen rationalit&#228;t wissen information via:mento.info) [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32620</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 18:19:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32620</guid>
		<description>@gelegentlicher Besucher

Die Aussage, dass wegen der gro&#223;en Zahl Nichtinformiertheit zuf&#228;llig verteilt ist, erfordert nicht, dass die Entscheidung im Einzelfall dem Zufall &#252;berlassen wird. Sie erfordert nur die Abwesenheit von systematischen Abweichungen wegen Nichtinformiertheit. Und dass diese eben vorliegen, ist gerade die These Caplans.

Sch&#246;ffen bekommen, wenn der Richter sie nicht ins &lt;a href=&quot;http://rhein-zeitung.de/on/95/12/02/topnews/havemann.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Land der Tr&#228;ume&lt;/a&gt; entl&#228;sst, im Lauf eines Verfahrens nolens volens jede Menge Informationen geliefert. Sie stehen also gar nicht vor der Frage, ob sie mehr Zeit daf&#252;r aufwenden sollen - sie m&#252;ssen einfach. Und zum Schluss, zumindest in unserem Rechtssystem, k&#246;nnen zus&#228;tzliche Informationen beim Richter eingeholt werden. Wenn man sich einen Film wie die &quot;Zw&#246;lf Geschworenen&quot; anschaut, spricht aber auch einiges f&#252;r die These, dass Sch&#246;ffen sehr wohl dazu neigen, leichtfertig auf pers&#246;nlichen Vorurteilen basierende Urteile zu f&#228;llen, weil sie mit deren Folgen nicht zu leben haben...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@gelegentlicher Besucher</p>
<p>Die Aussage, dass wegen der gro&#223;en Zahl Nichtinformiertheit zuf&#228;llig verteilt ist, erfordert nicht, dass die Entscheidung im Einzelfall dem Zufall &#252;berlassen wird. Sie erfordert nur die Abwesenheit von systematischen Abweichungen wegen Nichtinformiertheit. Und dass diese eben vorliegen, ist gerade die These Caplans.</p>
<p>Sch&#246;ffen bekommen, wenn der Richter sie nicht ins <a href="http://rhein-zeitung.de/on/95/12/02/topnews/havemann.html" rel="nofollow">Land der Tr&#228;ume</a> entl&#228;sst, im Lauf eines Verfahrens nolens volens jede Menge Informationen geliefert. Sie stehen also gar nicht vor der Frage, ob sie mehr Zeit daf&#252;r aufwenden sollen &#8211; sie m&#252;ssen einfach. Und zum Schluss, zumindest in unserem Rechtssystem, k&#246;nnen zus&#228;tzliche Informationen beim Richter eingeholt werden. Wenn man sich einen Film wie die &#8220;Zw&#246;lf Geschworenen&#8221; anschaut, spricht aber auch einiges f&#252;r die These, dass Sch&#246;ffen sehr wohl dazu neigen, leichtfertig auf pers&#246;nlichen Vorurteilen basierende Urteile zu f&#228;llen, weil sie mit deren Folgen nicht zu leben haben&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: gelegentlicher Besucher</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32618</link>
		<dc:creator>gelegentlicher Besucher</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 18:02:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32618</guid>
		<description>Werfen Sch&#246;ffen eigentlich bei jedem Prozess eine M&#252;nze? Denn wenn das Urteil irgendwelche Wirkungen auf sie haben w&#252;rde w&#228;ren sie ja befangen, die Entscheidung kann also in diesem Sinne niemals &quot;rational&quot; sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Werfen Sch&#246;ffen eigentlich bei jedem Prozess eine M&#252;nze? Denn wenn das Urteil irgendwelche Wirkungen auf sie haben w&#252;rde w&#228;ren sie ja befangen, die Entscheidung kann also in diesem Sinne niemals &#8220;rational&#8221; sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32611</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 17:10:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32611</guid>
		<description>&lt;i&gt;Wer sagt denn, dass sie das nicht tun? &lt;/i&gt;

Ich. Und die Wahlstatistik.

&lt;i&gt;Und wer sagt denn, dass eine gro&#223;e Zahl der W&#228;hler sich nicht der Tatsache bewusst ist, dass es gut und wichtig f&#252;r die Legimit&#228;t einer gew&#228;hlten Regierung ist, wenn sich ein m&#246;glichst gro&#223;er Prozentsatz an der Wahl beteiligt, sich die letztendlich gew&#228;hlten Vertreter also auf eine breite Basis st&#252;tzen k&#246;nnen, ergo demokratisch legitimiert sind?&lt;/i&gt;

Das w&#228;re dann, obwohl ich bezweifle, dass diese Haltung au&#223;erhalb von Sonntagsreden tats&#228;chlich den Ausschlag zu geben vermag, einer der erw&#228;hnten Zusatznutzen, den die Leute f&#252;r sich festmachen und der sie motiviert, zur Wahl zu gehen. Es bleibt aber auch dann irrational, sich nur f&#252;r die eigene Stimmabgabe genauer zu informieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Wer sagt denn, dass sie das nicht tun? </i></p>
<p>Ich. Und die Wahlstatistik.</p>
<p><i>Und wer sagt denn, dass eine gro&#223;e Zahl der W&#228;hler sich nicht der Tatsache bewusst ist, dass es gut und wichtig f&#252;r die Legimit&#228;t einer gew&#228;hlten Regierung ist, wenn sich ein m&#246;glichst gro&#223;er Prozentsatz an der Wahl beteiligt, sich die letztendlich gew&#228;hlten Vertreter also auf eine breite Basis st&#252;tzen k&#246;nnen, ergo demokratisch legitimiert sind?</i></p>
<p>Das w&#228;re dann, obwohl ich bezweifle, dass diese Haltung au&#223;erhalb von Sonntagsreden tats&#228;chlich den Ausschlag zu geben vermag, einer der erw&#228;hnten Zusatznutzen, den die Leute f&#252;r sich festmachen und der sie motiviert, zur Wahl zu gehen. Es bleibt aber auch dann irrational, sich nur f&#252;r die eigene Stimmabgabe genauer zu informieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian S.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32608</link>
		<dc:creator>Christian S.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 16:18:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32608</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;Erst dann, wenn die W&#228;hler beim n&#228;chsten Mal auch wieder davon ausgehen ;-)&lt;/blockquote&gt;
Wer sagt denn, dass sie das nicht tun? Und wer sagt denn, dass eine gro&#223;e Zahl der W&#228;hler sich nicht der Tatsache bewusst ist, dass es gut und wichtig f&#252;r die Legimit&#228;t einer gew&#228;hlten Regierung ist, wenn sich ein m&#246;glichst gro&#223;er Prozentsatz an der Wahl beteiligt, sich die letztendlich gew&#228;hlten Vertreter also auf eine breite Basis st&#252;tzen k&#246;nnen, ergo demokratisch legitimiert sind?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Erst dann, wenn die W&#228;hler beim n&#228;chsten Mal auch wieder davon ausgehen <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p>Wer sagt denn, dass sie das nicht tun? Und wer sagt denn, dass eine gro&#223;e Zahl der W&#228;hler sich nicht der Tatsache bewusst ist, dass es gut und wichtig f&#252;r die Legimit&#228;t einer gew&#228;hlten Regierung ist, wenn sich ein m&#246;glichst gro&#223;er Prozentsatz an der Wahl beteiligt, sich die letztendlich gew&#228;hlten Vertreter also auf eine breite Basis st&#252;tzen k&#246;nnen, ergo demokratisch legitimiert sind?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32606</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 15:44:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32606</guid>
		<description>@Dirk:

Caplan redet der Diktatur auch nicht das Wort, sondern nach meiner Ansicht eine R&#252;ckf&#252;hrung der Entscheidungsebene auf ein Niveau, auf dem der W&#228;hler sich die Konsequenzen seiner Entscheidung m&#246;glichst individuell zuordnen kann. Es gibt tats&#228;chlich nicht viele politische Aufgaben, die nicht auf kommunaler Ebene l&#246;sbar w&#228;ren. Schlie&#223;lich muss man jedem Kostengewinn durch Skalenertr&#228;ge einer &#246;ffentlichen Bereitstellung die Verluste aufgrund politischer Ineffizienzen gegenrechnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Dirk:</p>
<p>Caplan redet der Diktatur auch nicht das Wort, sondern nach meiner Ansicht eine R&#252;ckf&#252;hrung der Entscheidungsebene auf ein Niveau, auf dem der W&#228;hler sich die Konsequenzen seiner Entscheidung m&#246;glichst individuell zuordnen kann. Es gibt tats&#228;chlich nicht viele politische Aufgaben, die nicht auf kommunaler Ebene l&#246;sbar w&#228;ren. Schlie&#223;lich muss man jedem Kostengewinn durch Skalenertr&#228;ge einer &#246;ffentlichen Bereitstellung die Verluste aufgrund politischer Ineffizienzen gegenrechnen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32603</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 15:19:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32603</guid>
		<description>Erst dann, wenn die W&#228;hler beim n&#228;chsten Mal auch wieder davon ausgehen ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Erst dann, wenn die W&#228;hler beim n&#228;chsten Mal auch wieder davon ausgehen <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: FG</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32602</link>
		<dc:creator>FG</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 15:09:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32602</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;Melde dich also wieder, wenn die Abst&#228;nde nur eine einzige Stimme betragen.&lt;/blockquote&gt;

&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/170/166691/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Gewonnen!&lt;/a&gt; ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Melde dich also wieder, wenn die Abst&#228;nde nur eine einzige Stimme betragen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/170/166691/" rel="nofollow">Gewonnen!</a> <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Dirk</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32599</link>
		<dc:creator>Dirk</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 14:46:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32599</guid>
		<description>Und selbst wenn alle W&#228;hler rational w&#228;ren - es g&#228;be kein Verfahren, welches Pr&#228;ferenzlisten der W&#228;hler in eine rationale kollektive Pr&#228;ferenzliste &#252;bersetzt - ausser einer Diktatur. Das ist &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Arrow&#039;s_impossibility_theorem&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Arrows Unm&#246;glichkeitstheorem&lt;/a&gt;.  Ein weiterer Grund nur soviel Staat wie n&#246;tig zuzulassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und selbst wenn alle W&#228;hler rational w&#228;ren &#8211; es g&#228;be kein Verfahren, welches Pr&#228;ferenzlisten der W&#228;hler in eine rationale kollektive Pr&#228;ferenzliste &#252;bersetzt &#8211; ausser einer Diktatur. Das ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Arrow's_impossibility_theorem" rel="nofollow">Arrows Unm&#246;glichkeitstheorem</a>.  Ein weiterer Grund nur soviel Staat wie n&#246;tig zuzulassen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32598</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 14:17:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32598</guid>
		<description>&lt;i&gt;Das ist eine seltsame Behauptung.&lt;/i&gt;

Selbst bei &quot;nur&quot; tausend Stimmen Differenz bleibt es bei der Bedeutungslosigkeit der einzelnen. Melde dich also wieder, wenn die Abst&#228;nde nur eine einzige Stimme betragen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Das ist eine seltsame Behauptung.</i></p>
<p>Selbst bei &#8220;nur&#8221; tausend Stimmen Differenz bleibt es bei der Bedeutungslosigkeit der einzelnen. Melde dich also wieder, wenn die Abst&#228;nde nur eine einzige Stimme betragen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian S.</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32597</link>
		<dc:creator>Christian S.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 14:01:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32597</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;Bei einer gro&#223;en Zahl von W&#228;hlern, wie sie zumindest bei Wahlen zu Land- und Bundestag sicher gegeben ist, hat die einzelne Stimme keine Auswirkungen auf das Gesamtergebnis.
Das ist eine seltsame Behauptung. Wahlen gehen immer knapper aus, in Hessen betrug der Abstand zwischen SPD und CDU nur einige tausend Stimmen - also nicht der Rede wert. (Bei der letzten Bundestagswahl war es nicht viel anders.) Gerade in Zeiten, in denen Wahlen immer knapper ausgehen, wird es immer lohnenswerter und auch wichtiger, seine Stimme abzugeben.

Von einem wie auch immer gearteten Mehrheitswahlrecht halte ich &#252;berhaupt nichts. &quot;One man, one vote.&quot; Die einfachste Sache der Welt, daran etwas zu &#228;ndern besteht &#252;berhaupt kein Anlass.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Bei einer gro&#223;en Zahl von W&#228;hlern, wie sie zumindest bei Wahlen zu Land- und Bundestag sicher gegeben ist, hat die einzelne Stimme keine Auswirkungen auf das Gesamtergebnis.<br />
Das ist eine seltsame Behauptung. Wahlen gehen immer knapper aus, in Hessen betrug der Abstand zwischen SPD und CDU nur einige tausend Stimmen &#8211; also nicht der Rede wert. (Bei der letzten Bundestagswahl war es nicht viel anders.) Gerade in Zeiten, in denen Wahlen immer knapper ausgehen, wird es immer lohnenswerter und auch wichtiger, seine Stimme abzugeben.</p>
<p>Von einem wie auch immer gearteten Mehrheitswahlrecht halte ich &#252;berhaupt nichts. &#8220;One man, one vote.&#8221; Die einfachste Sache der Welt, daran etwas zu &#228;ndern besteht &#252;berhaupt kein Anlass.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32596</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 13:53:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32596</guid>
		<description>Ich w&#252;rde sofort damit anfangen, wenn Geld da w&#228;re. Leider sind deutsche Liberale alles andere als spendierfreudig. Ich hab Bryan mal  gefragt, ob &#252;berhaupt eine &#220;bersetzung geplant ist. Allein die gesponsorte &#220;bersetzung von guten englischsprachigen B&#252;chern w&#228;re schon ein lohnenswertes Unterfangen f&#252;r unseren Laden. ;-) Also wer sich gern an der Finanzierung von &#220;bersetzungsprojekten beteiligen m&#246;chte, kann sich gern beim &lt;a href=&quot;http://www.unternehmerische-freiheit.de/index.php&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;IUF&lt;/a&gt; melden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich w&#252;rde sofort damit anfangen, wenn Geld da w&#228;re. Leider sind deutsche Liberale alles andere als spendierfreudig. Ich hab Bryan mal  gefragt, ob &#252;berhaupt eine &#220;bersetzung geplant ist. Allein die gesponsorte &#220;bersetzung von guten englischsprachigen B&#252;chern w&#228;re schon ein lohnenswertes Unterfangen f&#252;r unseren Laden. <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Also wer sich gern an der Finanzierung von &#220;bersetzungsprojekten beteiligen m&#246;chte, kann sich gern beim <a href="http://www.unternehmerische-freiheit.de/index.php" rel="nofollow">IUF</a> melden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32595</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 13:35:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32595</guid>
		<description>@SteffenH

Kann dein Institut mit seinem sicher m&#228;chtigen Budget nicht mal eine &#220;bersetzung finanzieren? So f&#252;r mutlose deutsche Inrteressenten? ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@SteffenH</p>
<p>Kann dein Institut mit seinem sicher m&#228;chtigen Budget nicht mal eine &#220;bersetzung finanzieren? So f&#252;r mutlose deutsche Inrteressenten? <img src='http://www.bissige-liberale.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: SteffenH</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32594</link>
		<dc:creator>SteffenH</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 13:29:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32594</guid>
		<description>Eine sehr sch&#246;ne Zusammenfassung des Buches. Ich denke Bryan Caplans Buch ist mit das beste was zur Frage der politischen &#214;konomie in den vergangenen Jahren auf den Markt gekommen ist. Wirklich schade, dass es keine deutsche Ausgabe gibt und wohl auch nicht geben wird. Andererseits empfehle ich den deutschen Interessenten etwas mehr Mut, auch mal ein englischsprachiges Buch in die Hand zu nehmen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine sehr sch&#246;ne Zusammenfassung des Buches. Ich denke Bryan Caplans Buch ist mit das beste was zur Frage der politischen &#214;konomie in den vergangenen Jahren auf den Markt gekommen ist. Wirklich schade, dass es keine deutsche Ausgabe gibt und wohl auch nicht geben wird. Andererseits empfehle ich den deutschen Interessenten etwas mehr Mut, auch mal ein englischsprachiges Buch in die Hand zu nehmen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2008/06/23/politisches-nichtwissen-rational-und-teuer/comment-page-1/#comment-32592</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 12:25:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.bissige-liberale.net/?p=2128#comment-32592</guid>
		<description>Schade, dass es noch keine deutsche &#220;bersetzung gibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schade, dass es noch keine deutsche &#220;bersetzung gibt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
