16. Juni 2008
EM-Notizen, 10. Spieltag: Zeitnahes Bloggen
Kein Live-Blogging – denn was Bloggen da leisten kann, können Fernsehen und Radio besser.
1. Halbzeit
Es ist noch eine Partie auf Augenhöhe. Die Deutschen spielen nicht so lasch wie gegen Kroatien, aber auch nicht so konsequent wie gegen Polen. Man sieht, dass einige Spieler, die sonst unverzichtbar wären, aus verschiedenen Gründen nicht ihre gewohnte Leistung bringen. Immerhin: Dass Jansen nicht kann oder soll, verleiht der Abwehr etwas mehr Stabilität. Als Herthaner will ich die wichtige Rolle von Friedrich nicht extra betonen müssen…
Mir als Wahl-Badener ist es unverständlich, dass Löw an Gomez festgehalten hat. Gomez ist seit Beginn der EM der personifizierte Chancentod. Die Vorlage von Klose zu Beginn der Partie hätte sogar der Blindenhund des Schiris verwertet.
Österreich zeigt übrigens, dass es – in genauer Umkehrung der Verhältnisse von Königgrätz (bitte nicht lachen – die Ösis nehmen das ernst) – eine Waffe besitzt, über die ihr Gegner nicht verfügt: den Diagonalpass.
2. Halbzeit
Der Wille hat gewonnen. Ballacks Freistoß entscheidet eine enge Partie. Deutschland schafft es nicht, die Zweifel aus dem Kroatien-Spiel zu beseitigen, gewinnt gegen den schwächeren Gegner aber trotzdem.
Österreich ist verdient ausgeschieden. Und Portugal wird verdient das Halbfinale erreichen. Obwohl: Gerade jetzt traue ich dem deutschen Team mehr zu.
Verfasst von Rayson um 21:43 Uhr in der Kategorie Steckenpferde der Autoren (Trackback)
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