Tausch

In welch schwierigen Lage Israel ist, kann man daran ermessen, welchen Preis zu zahlen es bereit zu sein scheint, um seine entführten Soldaten frei zu bekommen. Sogar menschlichen Abschaum wie diesen (man lese bei Wikipedia den Augenzeugenbericht) lässt man dafür seiner verdienten Strafe entkommen.

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12 Kommentare zu “Tausch”

  1. 27.05.2008 | 12:53
  2. Die Stimme aus dem Off
    27.05.2008 | 13:25

    Es wäre interessant zu wissen wie viele Terroristen eigentlich Soziologen sind.

  3. 27.05.2008 | 13:31

    @DSadO

    Kryptisier doch hier nicht rum. Ich habe keine Ahnung, was du damit sagen willst.

  4. 27.05.2008 | 15:42

    Im israelischen Gefängnis hat Kuntar Englisch und Hebräisch gelernt und an der Open University von Tel Aviv einen Abschluss in Soziologie erworben. Der englische Titel seiner auf hebräisch geschriebenen Doktorarbeit lautet: “The Contradiction of Democracy and Security in Israel.”[1] Haran-Kaiser zufolge hat Kuntar eine israelisch-arabische Aktivistin geheiratet, die sich für Gefangene einsetzt und als Gefangenenehefrau eine Pension vom israelischen Staat erhält.

    Abschnitt “Gefangenschaft” im oben verlinkten Artikel.

  5. 27.05.2008 | 15:59

    Ah, danke!

  6. jopa
    27.05.2008 | 17:53

    Etwas polemisch formuliert:

    Ich habe tatsächlich den starken Eindruck, das erstaunlich viele Altlinke hier in DE sich dadurch auszeichnen, daß sie in den späten 60ern / frühen 70ern Soziologie oder Politologie studiert haben…

  7. Die Stimme aus dem Off
    27.05.2008 | 19:18

    Ist das kryptisch? Ich dachte eigentlich mich ziemlich eindeutig geäußert zu haben. Mich dünkt es studieren ziemlich viele Terroristen später Soziologie, bzw. werden Soziologen zu Terroristen. Warum gerade dieses Fach? Warum nicht Mathe, Physik oder – wenn es nicht so schwer sein soll – Jura? Politologie habe ich mit Terrorismus bislang nicht in Verbindung gebracht, gibt es da Zahlen? In Bezug auf die Persönlichkeitsprofile der Täter ist das hochinteressant, daraus ließe sich eine ganze Menge für die Terrorbekämpfung lernen.

  8. Die Stimme aus dem Off
    27.05.2008 | 19:29

    Ach, jetzt habe ich Schnarcher auch mal begriffen wo das Problem lag: Ich hatte mich in der Tat auf den verlinkten Artikel bezogen.

    Doch zurück zu Deinem Kommentar. Boche, ich glaube, so verzweifelt ist Israel gar nicht. Wenn der Typ 28 Jahre seiner Strafe abgesessen hat, dann ist er für Israel nur noch ein Bauernopfer. Er hat keinen Wert mehr, weil er ja so oder so irgendwann stirbt. Durch einen Austausch kann man ihn immerhin noch verwerten, so dumm oder gar aus der Not heraus ist das gar nicht.

    Der Tausch könnte sich für Israels Nordflanke sogar als Segen erweisen. Die Hisbollah ist mittlerweile so stark geworden, dass weitere Zugeständnisse an sie für die anderen libanesischen Parteien doch nur noch als Provokation wirken. Soll heißen: Wenn die Hisbollah weiter gepusht wird, dann sind die anderen Konfliktparteien zunehmend gezwungen gegen die Hisbollah vorzugehen. Weitere Zugeständnisse an sie könnten sich so zum Vorteil Israels auswirken, davon bin ich ziemlich überzeugt.

  9. DDH
    30.05.2008 | 18:32

    Schwächt diese israelische Verhandlungsbereitschaft auch die Position der pro-westlich gesonnenen Libanesen im Libanon, wie an anderer Stelle zu lesen war?

    Übrigens, Boche, ich habe beim Grand Prix für Israel angerufen!!! :)

  10. 30.05.2008 | 21:09

    @DDH

    Was diese Verhandlungsposition angeht, kann ich keine Einschätzung abgeben. Dazu kenne ich mich zu wenig aus in der libanesischen Politik.

    Dass du für Israels Sangesknaben angerufen hast, macht mich richtig glücklich. Mit diesem Wissen gehe ich ganz beschwingt ins Wochenende!

  11. Die Stimme aus dem Off
    31.05.2008 | 9:23

    @ DDH:

    Ganz eindeutig, ja. Die Hisbollah hat jetzt schon den größten Zulauf und Einfluss in der Region. Wenn die Hisbollah weitere “Siege” gegen Israel erringt, müssen die anderen libanesischen Parteien irgendwann die Initiative ergreifen. Da die Hisbollah das Grenzgebiet zu Israel kontrolliert, sind Angriffe auf Israel nur sehr schwer möglich. Den anderen Parteien fehlt also die Profilierungsmöglichkeit. Also werden sie sich wohl die Hisbollah vornehmen müssen, obwohl das sehr schwer wird. Ohne die Hilfe der Christen wird da nichts gehen, die Sunniten haben da die Hosen voll und nicht mehr die Mittel um wirksam gegen die Hisbollah vorzugehen.

    Andererseits sind die Sunniten schon wegen der Situation im Westjordanland gezwungen gegen die Hisbollah vorzugehen. Die Hisbollah unterstützt nämlich die Hamas im Westjordanland nach ganzen Kräften und das schwächt die Position der PLO und damit der Sunniten insgesamt. Das Ziel ist klar: Sollte es den Schiiten gelingen die Grenze zu Israel vollständig zu kontrollieren, wären sie die einzigen die gegen Israel in den Krieg ziehen könnten. Die Sunniten würden dann keine Rolle mehr spielen und in der arabischen Welt weiter an Einfluss verlieren. Das ist eine direkte Bedrohung Saudi-Arabiens und der Golf-Anrainerstaaten, denn der Iran will zur Hegemonialmacht werden.

    Wenn also die Israelis derartige Zugeständnisse an die Schiiten machen, dann sind innerarbische Konflikte vorporgrammiert.

  12. DDH
    31.05.2008 | 22:55

    @Boche: Der Boaz ist auch einfach richtig gut. Als ehemaliger Knabenchorsänger verstehe ich ja was davon! :-)

    Hier noch eine Empfehlung eines pro-israelischen Linken:

    http://www.benjamin-krueger.net/?p=219

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